16.59 Uhr: Einige Union-Profis inspizieren den Platz.
Update, 16.58 Uhr: Bei Borussia Dortmund bahnt sich eine dicke Überraschung in der Aufstellung an. Julian Brandt ist nicht mit BVB zum Mannschaftshotel gereist. Ein Indiz dafür, dass er auch nicht im Kader sein wird.
Update, 16.48 Uhr: Den ersten Sieg konnte der BVB heute schon bejubeln: Unter dem Motto „Alle in die Halle“ rief der Verein die Fans dazu auf, die Handballdamen beim Spiel gegen Sola HK zu unterstützen, bevor es zum Fußballspiel gegen Union Berlin geht. Diesem Aufruf folgten etliche Fans.
Insgesamt 9.305 Zuschauer waren bei dem Handballspiel. Und wurden belohnt. Die Handballdamen siegten 29:28.
Update, Samstag (22. Februar), 16.41 Uhr: Hallo aus dem Stadion! Der Gästeblock füllt sich langsam, auch auf der Südtribüne haben sich die ersten Fans versammelt. Über die gesamte Tribüne sind schwarz-gelbe Fahnen verteilt. Heute gibt es für die Zuschauer und Spieler wohl wieder was für die Augen.
+++ Hallo und herzlich willkommen zum Live-Ticker für die Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Union Berlin. Der Anstoß am 23. Spieltag erfolgt heute um 18.30 Uhr im Signal Iduna Park. RUHR24-Reporterin Katharina Küpper ist live vor Ort. +++
BVB gegen Union Berlin: Stammspieler fällt für Top-Spiel aus
Dortmund/Berlin – Borussia Dortmund wartet seit November 2024 auf den nächsten Heimsieg in der Bundesliga. Diese erschreckende Serie will der Revierklub am Samstag im Topspiel gegen Union Berlin endlich beenden.
Etwas Selbstvertrauen dürfte den Schwarzgelben das Weiterkommen in der Champions League geben, gleichwohl der BVB beim Rückspiel gegen Sporting Lissabon (0:0) am Mittwoch (19. Februar) nicht wirklich glänzen konnte.
Hinzu kommt, dass sich die Personallage für Trainer Niko Kovac im Vergleich zur 0:2-Pleite beim VfL Bochum in der Vorwoche verbessert. So kann der Kroate unter anderem wieder auf Julian Ryerson setzen, der im Revierduell aufgrund einer Sperre fehlte. Die Gäste müssen wiederum einen bitteren Ausfall verkraften.
BVB gegen Union Berlin: Baumgart muss Robert Skov ersetzen
Bei ihnen wird Linksverteidiger Robert Skov für das Duell mit dem BVB ausfallen. Der Däne, der sich seit dem Trainerwechsel hin zu Steffen Baumgart zum Stammspieler mauserte, hat sich einem Bericht der Bild zufolge eine schwerwiegende Verletzung am Fuß zugezogen. Er wird den Eisernen daher wochenlang nicht zur Verfügung stehen.
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Für ihn dürfte am Samstag folglich Tom Rothe, der im Sommer vom BVB zu Union Berlin wechselte, in die Anfangsformation rutschen. Der Ex-Borusse fand sich seit der Übernahme von Baumgart zuletzt häufiger auf der Ersatzbank wieder.
Dennoch erwartet Borussia Dortmund eine unbequeme Aufgabe. Der Hauptstadtklub konnte sich zuletzt etwas stabilisieren und immerhin zwei Siege sowie ein Unentschieden aus den vergangenen fünf Ligaspielen holen.
Bochum. Auch der derzeit verletzte Myron Boadu verteilt vor dem Spiel in Wolfsburg Fiege und Snacks an die Fans. Polizei löst Stau vor dem Ruhrstadion auf.
VfL Bochum: Mit Derby-Schwung zum ersten Auswärtssieg?
Die Profis des VfL Bochum hatten sich zum Auswärtsspiel in Wolfsburg als Dankeschön für ihre Fans eine besondere Aktion ausgedacht. Sie finanzierten Fiege-Bier, Snacks und 120 Fan-Schals, die sich die Fans vor der Abfahrt nach Wolfsburg am Vonovia Ruhrstadion abholen konnten.
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Angedacht war die Aktion unter dem Motto „Don‘t stop believin“ von 8 bis 10.30 Uhr. Weil die Fans aber sehr früh dran waren, nur für die ersten PKW gab es einen Fan-Schal, staute sich der Verkehr vor dem Kreisverkehr am Ruhrstadion zurück bis zur Autobahn. Die Polizei musste eingreifen.
Sie bat darum, dass die Aktion schon eher losgeht, damit sich der Rückstau auflöst. Um 7.40 Uhr ging es dann 20 Minuten eher los, um 8.10 Uhr war der große Andrang bereits vorbei. Zwischenzeitlich hatten die Volunteers des VfL Bochum in zwei Reihen die Autofahrer mit Fiege-Bier und Snacks versorgt. Sie hatten Tüten vorbereitet, reichten sie in die Autos. Später kam auch Myron Boadu dazu. Der derzeit verletzte Angreifer gab ebenso die vorbereiteten Proviant-Tüten an die Fans weiter.
Fans des VfL Bochum sind bei Auswärtsfahrten zum Teil mehr als 16 Stunden unterwegs
Norman Niemeyer war einer, der sich einen Schal sichern konnte. Er hatte sich früh auf den Weg gemacht. „Ich wohne nicht so weit weg vom Stadion. Ich bin um 7.35 Uhr losgefahren. Als ich dann das Ruhrstadion in Sichtweite hatte, habe ich auch schon den Rückstau gesehen.“
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Niemeyer, der Dauerkarten für Heim- und auch die Auswärtsspiele hat, findet die Aktion sehr gut. „Die Fans begleiten den VfL Bochum zuverlässig und treu. Wir sind teilweise bis zu 16 Stunden unterwegs für 90 Minuten Fußball und Ergebnissen, die selten erfreuen. Deshalb sehe ich die Aktion als wichtiges Zeichen von den Profis an die Fans.“
Profis des VfL Bochum wollen ihren Fans Danke sagen
Genauso wollten es die Profis, allen voran Kapitän Anthony Losilla als Ideegeber, verstanden wissen. „Wir wollen uns mit der Aktion bei den Fans dafür bedanken, was sie seit Jahren für uns machen“, sagte er. „Die Unterstützung ist immer da. Wir wollten als Mannschaft etwas zurückgeben.“
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Auch Torwart Patrick Drewes, der seinen Stammplatz an Timo Horn verloren hat, lebt vor, dass es im Kampf gegen den Abstieg nur gemeinsam geht. „Es beginnt die heiße Phase, in der es darum geht, dass alle zusammenstehen“, sagte er. „Egal, welcher Fan ins Stadion kommt, jeder drückt dem VfL die Daumen und wünscht sich nichts sehnlicher als den Klassenerhalt. Es geht uns darum, alle zusammenzuholen. Das gilt nicht nur für die Mannschaft, sondern auch im Zusammenspiel mit den Fans.“
Borussia Dortmund empfängt Union Berlin zum Topspiel in der Bundesliga. In der BVB-Aufstellung kann sich Niko Kovac über einen Rückkehrer freuen.
Dortmund – Borussia Dortmund ist am Samstag (22. Februar) nach zwei Bundesliga-Niederlagen in Serie zum Siegen verdammt. Auch Trainer Niko Kovac verwies auf der Pressekonferenz am Freitag (21. Februar) auf die Bedeutung der BVB-Partie gegen Union Berlin. Mut macht ein Blick auf die mögliche Aufstellung.
BVB-Aufstellung gegen Union: Ein Rückkehrer für Niko Kovac
Der Übungsleiter kann gegen die Eisernen nämlich wieder auf Julian Ryerson setzen. Der Norweger hatte bei der jüngsten 0:2-Pleite des BVB beim VfL Bochum aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre passen müssen.
Für ihn spielte Niklas Süle, der ein Comeback zum Vergessen erlebte. Carney Chukwuemeka war bereits unter der Woche gegen Sporting Lissabon wieder Teil des Spieltagskaders, ist aber wohl keine Option für die Start-Aufstellung des BVB gegen Union Berlin. Im Bereich des Möglichen liegt ein Kurzeinsatz.
Sichere Ausfälle gibt es bis auf Felix Nmecha keine bei den Schwarzgelben. Viele Wechsel in der Anfangsformation zeichnen sich daher nicht ab.
BVB-Aufstellung gegen Union Berlin: Julian Ryerson ersetzt voraussichtlich Niklas Süle
Vor Torhüter Gregor Kobel werden wohl erneut Emre Can und Nico Schlotterbeck die Innenverteidigung bilden. Als Linksverteidiger wird voraussichtlich Daniel Svensson agieren und auf der rechten Seite Julian Ryerson.
Marcel Sabitzer und Pascal Groß werden dann das zentrale Mittelfeld in der BVB-Aufstellung gegen Union abdecken. Davor bleibt Julian Brandt auf der Spielmacher-Position.
BVB-Aufstellung gegen Union Berlin: Der Startelf-Tipp von RUHR24
Auch in der Offensive drängen sich keine Wechsel auf, zumal Kovac in den vergangenen Spielen nur äußerst sporadisch Änderungen in der Startelf vorgenommen hat. Somit sind in der BVB-Aufstellung gegen Union wieder Karim Adeyemi und Jamie Gittens auf den Flügeln zu erwarten, ebenso wie Serhou Guirassy im Sturm.
RUHR24 tippt daher auf diese Startelf von Borussia Dortmund gegen Union Berlin:
Top-Talent Bence Dárdai vom VfL Wolfsburg will wie schon seine Brüder Márton (23) und Palkó (25, beide Hertha BSC) sowie Vater Pál für die ungarische Nationalmannschaft auflaufen. Der 19-Jährige, der bisher von der U16 bis zur U19 für die DFB-Jugendauswahlen gespielt hatte und dort bei der EM-Qualifikation im November noch auf dem Feld stand, teilte am Samstag einen entsprechenden Social-Media-Post des ungarischen Verbandes.
„Bence Dárdai in der ungarischen Nationalmannschaft! Der Wolfsburger Mittelfeldspieler will künftig die Mannschaft von Marco Rossi verstärken. Die FIFA hat die notwendige Genehmigung erteilt“, so der MLSZ. Nationalcoach Rossi meinte: „Wir wissen schon lange, welches Potenzial in ihm steckt, aber wir wollten ihm Zeit geben, damit er sich gut in sein neues Team einfügt und als junger Spieler diese schwierige und äußerst verantwortungsvolle Entscheidung in Ruhe und Selbstvertrauen treffen kann.“
Dárdai selbst sagte: „Ich bin sehr glücklich, dass ich in Zukunft der ungarischen Nationalmannschaft angehöre. Natürlich freue ich mich auch auf das erste Heimspiel, denn ich habe von meinen Brüdern gehört, dass in der Puskás-Arena immer eine fantastische Atmosphäre für die Nationalmannschaft herrscht.“
Dárdai hat sich nach seinem Sommertransfer von Jugendklub Hertha bei den Wölfen in dieser Saison auf Anhieb zu einem wichtigen Kaderspieler entwickelt und seinen Marktwert im Dezember auf 6 Millionen Euro gesteigert. Auch aufgrund von Verletzungen im Kader von Trainer Ralph Hasenhüttl stand er zwischen dem neunten und 18. Spieltag neunmal in der Startelf, erzielte ein Tor und drei Vorlagen.
Kein offensiver Winter-Neuzugang in den Top-5-Ligen schlug so ein wie Mika Biereth. Der Mittelstürmer war am 11. Januar von Sturm Graz zur AS Monaco gewechselt. Seitdem stehen sieben Tore in fünf Ligue-1-Partien zu Buche – darunter zwei Dreierpacks. Schon zuvor in Österreich hatte der 22-Jährige seine Torjägerqualitäten unter Beweis gestellt, beim FC Arsenal war ihm der Durchbruch hingegen nicht gelungen.
Der Däne war im Sommer für zunächst 4,7 Millionen Euro aus der U21 der Gunners an Graz verkauft worden. Zuvor hatte er bereits ein halbes Jahr per Leihe dort verbracht. Für die Österreicher erzielte Biereth in knapp einem Jahr in 47 Partien 23 Treffer und neun Vorlagen, was seinen Marktwert von 650.000 auf 13 Mio. Euro ansteigen und einige Interessenten auf den Plan treten ließ. In der TM-Gerüchteküche wurden unter anderem der 1. FC Köln und die TSG Hoffenheim mit dem Angreifer in Verbindung gebracht. Den Zuschlag erhielt aber Monaco, das fixe 13 Mio. Euro zahlte, wozu aber noch Boni kommen können. Davon profitierte auch Arsenal, das aufgrund einer Weiterverkaufsklausel mit einem Drittel beteiligt wurde, so dass sich die Ablöse auf 9 Mio. Euro quasi verdoppelte.
Bei den Monegassen knüpfte Biereth nahtlos an seine Leistungen aus Graz an, das er mit elf Saisontreffern verlassen hatte, womit er noch immer Führender der Torschützenliste ist. Seit seinem Debüt in der Ligue 1 am 17. Januar erzielte kein Spieler in den fünf wichtigsten europäischen Ligen mehr Tore als er. Mit Reals Madrids Top-Stürmer Kylian Mbappé und Atalantas Mateo Retegui hat er namhafte Gesellschaft.
Biereth einer der wenigen Lichtblicke bei der AS Monaco
Joachim Durand, Transfermarkts Content Manager in Frankreich, ist von Biereths Senkrechtstart im Fürstentum, der so nicht abzusehen war, beeindruckt: „Biereth ist einer der wenigen positiven Aspekte bei Monaco zu Beginn dieses Jahres. In einer Zeit, in der die Mannschaft kollektiv schwächelt, hat der Däne einen großen Beitrag geleistet. Nur Zlatan Ibrahimović hat in seinen ersten sieben Ligue-1-Spielen mit PSG in der Saison 2012/13 ähnlich gut abgeschnitten.“
Ob es für den Angreifer so weitergehen kann oder ob sogar noch mehr möglich ist, vermag Durand nicht zu prognostizieren. „Seine Leistungsgrenze ist schwer einzuschätzen, da er gerade erst in Frankreich angekommen ist und erst wenige Spiele absolviert hat. Aber er ist am 8. Februar erst 22 Jahre alt geworden und hat noch viel Raum für Verbesserungen. Die Tatsache, dass er in einer angeschlagenen Mannschaft bereits regelmäßig trifft, ist vielversprechend. Wenn die Mannschaft besser wird, könnte seine Statistik noch beeindruckender werden.“ Denn Durand beschreibt Biereth als Stürmertypen, der seine Mitspieler braucht, um in Szene gesetzt zu werden. Monaco belegt in der Ligue 1 nach dem 22. Spieltag den vierten Platz, in der Champions League schied man unter der Woche gegen Benfica aus.
Wird FC Arsenal Mika Biereths Abgang bereuen?
Besonders dürfte die Entwicklung Biereths beim FC Arsenal beobachtet werden. Denn die Gunners haben derzeit viele Langzeitverletzte in der Offensive zu beklagen und könnten ihn in seiner aktuellen Form wohl gut gebrauchen. Die Nordlondoner hatten sich im Sommer aber dazu entschieden, den U21-Nationalspieler endgültig ziehen zu lassen, nachdem sie ihn 2021 im Alter von 18 Jahren aus der U18 des FC Fulham verpflichtet hatten.
In 26 Partien für die U21 Arsenals erzielte der gebürtige Londoner zwölf Tore, doch seine Chancen auf Spielminuten bei den Profis waren äußerst gering. Zwar war er immer wieder Teil von Vorbereitungstouren und saß während der Saison viermal auf der Bank, kam aber nie zum Einsatz. Auch nach einer durchschnittlichen Leihe zum Motherwell FC stiegen seine Aussichtsmöglichkeiten nicht. Der Mangel an Optionen, sein Talent unter Beweis zu stellen, führte schließlich dazu, dass er weiterzog.
Die österreichische Bundesliga war offenbar genau der richtige nächste Schritt, vorerst zurück, ehe es in eine der besten Ligen Europas ging. „Er war zu gut für Österreich geworden, daher überrascht es mich nicht, was er in Frankreich zeigt. Fakt ist aber auch, dass er im Juli, als Arsenal ihn verkaufte, noch nicht gut genug für eine Top-5-Liga war“, fasste es Area Manager Austria Dorian Schuster passend zusammen.
Bence Dárdai: Der Mittelfeldmann vom VfL Wolfsburgs durchlief alle deutschen Junioren-Nationalmannschaften. (Quelle: IMAGO/Christian Schroedter)
Zwei Söhne von Ex-Hertha-Trainer Pál Dárdai spielen bereits für Ungarn. Der dritte Sprössling hatte sich noch nicht entschieden – bis jetzt.
DFB-Talent Bence Dárdai hat sich entschieden, künftig für die ungarische Nationalmannschaft aufzulaufen. Dies bestätigte der ungarische Verband MLSZ und erhielt auch die notwendige Genehmigung von der Fifa. Dárdai hatte zuvor in den Jugendmannschaften des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gespielt.
Der ungarische Nationaltrainer Marco Rossi betonte: “Wir wissen schon lange, welches Potenzial in ihm steckt, aber wir wollten ihm Zeit geben, damit er sich gut in sein neues Team einfügt.” Dárdai selbst zeigte sich begeistert von seiner neuen Perspektive: “Ich bin sehr glücklich, dass ich in Zukunft der ungarischen Nationalmannschaft angehöre. Natürlich freue ich mich auch auf das erste Heimspiel, denn ich habe von meinen Brüdern gehört, dass in der Puskás-Arena immer eine fantastische Atmosphäre für die Nationalmannschaft herrscht.”
Dárdai folgt somit dem familiären Muster: Sein Vater Pál sowie seine Brüder Márton und Palkó haben ebenfalls für Ungarn gespielt oder spielen noch für Rossis Auswahl.
Mit der deutschen U17-Nationalmannschaft gewann Bence Dárdai 2023 den EM-Titel. Im vergangenen Sommer wechselte er ablösefrei von seinem Heimatklub Hertha BSC zum VfL Wolfsburg, wo er sich zu einem festen Kaderspieler entwickelte.
Alemannia Aachen kehrt in sein Zuhause am Tivoli zurück. Nach zwei Auswärtsspielen empfangen die Kaiserstädter nun Borussia Dortmund II.
1:1 beim FC Erzgebirge Aue und 1:3 beim FC Viktoria Köln: Plötzlich ist Alemannia Aachen wieder in Abstiegsgefahr. Nur noch vier Punkte beträgt der Vorsprung des Drittliga-Neulings auf den ersten Rang, der den Weg zurück in die Regionalliga bedeuten würde.
Über ein Jahrzehnt haben die Aachener an der Rückkehr in den Profifußball gearbeitet. Klar: Auf einen Abstieg kann in Aachen jeder gerne verzichten. Um sich von dem ominösen Strich wieder etwas weiter zu entfernen, stünde der Alemannia ein Heimsieg gegen Borussia Dortmund II (Samstag, 22. Februar, 14 Uhr) gut zu Gesicht.
Nach zwei Auswärtsspielen freuen sich auch die Aachener Profis wieder auf die Atmosphäre am heimischen Tivoli.
Das Urgestein Sasa Strujic weiß genau, was er an Spielen auf dem Tivoli so sehr mag. “Insbesondere dann, wenn du in den letzten Minuten führst, das ganze Stadion steht und die Stimmung gut ist, kriegst du einfach Gänsehaut. Zu Hause ist es am schönsten.”
Dieses Motto galt für die Elf von Trainer Heiner Backhaus bisher in nahezu allen Spielen in der “Festung Tivoli”. Erst einmal – Ende August gegen Aue – mussten sich die Schwarz-Gelben im eigenen Wohnzimmer geschlagen geben. Diese Statistik macht nicht nur Mut, sondern kommt nicht von ungefähr.
Heiner Backhaus nimmt das kommende Heimspiel gegen Borussia Dortmund II als Beispiel: “Wir spielen mit unserem zwölften Mann im Rücken, wir kennen die Bedingungen in unserem Stadion. Der Rasen wird tiefer sein als es Dortmund von daheim gewohnt ist. Aufgrund dieser Faktoren kann und muss es ein ekliges Spiel für den Gegner werden.”
“Wir müssen zeigen, dass wir die Herrenmannschaft sind. Dazu müssen wir die große Qualität unserer Defensive wieder auf den Platz bringen. Dann sind wir schwer zu schlagen”, ergänzt der 33-jährige Linksverteidiger Strujic.
In den letzten beiden Spielen war auch Kevin Goden für die Alemannia erfolgreich. Der letztwöchige Torschütze beim 1:3 in Köln zog sich im Training aber einen Muskelfaserriss zu. “Das ist bitter für uns, weil er zuletzt so eine gute Entwicklung genommen hat”, bedauert Backhaus, der auch auf Faton Ademi (Gehirnerschütterung) verzichten muss.
Sonst sind alle Spieler fit, wenngleich die zuletzt angeschlagenen Lamar Yarbrough und Charlison Benschop noch Zeit brauchen.
Bei Winter-Neuzugang Alejo Sarco (19), der vom Club Atlético Vélez Sarsfield (Argentinien) an Land gezogen wurde, wird es noch etwas dauern, bis er ein echter Faktor für die Profis von Bayer Leverkusen ist. Der talentierte Stürmer war zudem verletzt und soll langsam herangeführt werden.
„Er braucht noch mehr Zeit. Er hatte eine Verletzung am Knie und eine Operation“, so Coach Xabi Alonso am Freitag auf der Pressekonferenz zum Kiel-Spiel. „Die Idee ist, dass er in der U19 ein bisschen mehr spielen kann, damit er mehr Rhythmus bekommt. Er trainiert bei uns, aber er braucht noch Zeit.“
Quelle: Pressekonferenz
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren
Ist das BVB-Pferd gegen Sporting Lissabon nur so hoch gesprungen, wie es musste? Ausgerechnet der Kapitän befeuert eine altbekannte Dortmund-Debatte.
Dortmund – Kein Gegentor, eine Runde weiter und weitere Millionen-Einnahmen garantiert: Nüchtern betrachtet dürfte Borussia Dortmund mit dem Einzug ins Champions-League-Achtelfinale zufrieden sein. Aufgrund des 3:0 im Hinspiel reichte dem BVB im Rückspiel gegen Sporting Lissabon ein 0:0. Also alles gut im schwarz-gelben Rund? Mitnichten.
BVB-Kapitän Emre Can sorgt für Aufsehen: Niko Kovac ist irritiert
„Ich wollte hier das erste Spiel in diesem Stadion gewinnen, das waren meine Ambitionen“, sagte Niko Kovac am späten Mittwochabend (19. Februar). Seine Premiere als Trainer von Borussia Dortmund war knapp zwei Wochen zuvor im Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (1:2) misslungen. Nun also erneut kein Sieg in heimischen Gefilden.
Dabei hatte der BVB nach der Derby-Pleite in Bochum (0:2) am Wochenende zuvor Wiedergutmachung versprochen. Die Niederlage und das Auftreten an sich seien „sehr kritisch miteinander besprochen“ worden, sagte Sebastian Kehl gegenüber DAZN.
Ehe die Partie gegen Sporting Lissabon angepfiffen wurde, kündigte der Sportdirektor des BVB vollmundig an: „Das wird in der Form auch nicht mehr passieren, das hat der Trainer auch gesagt.“
BVB-Enttäuschung gegen Sporting Lissabon: Julian Brandt ist betroffen
Immerhin verloren die Schwarz-Gelben anschließend nicht und blieben ohne Gegentor. Defensiv ließ der strauchelnde Bundesligist gegen den portugiesischen Tabellenführer nichts zu. Doch das war es dann schon mit den guten Nachrichten.
Das Spiel sei eine „persönliche Enttäuschung“ gewesen, sagte selbst ein betroffener Julian Brandt nach dem BVB-Rückspiel gegen Sporting Lissabon. „Wir haben uns schon vorgenommen, den Fans schöne Momente zurückzugeben. Das haben wir heute nicht geschafft.“
BVB-Kapitän Emre Can irritiert DAZN-Moderatorin Laura Wontorra
Vor dem Hintergrund wirkt eine Aussage von Emre Can umso irritierender. „Wir haben nicht mehr gemacht als nötig“, leitete der Kapitän von Borussia Dortmund seine Analyse nach der Partie gegenüber DAZN ein.
Zwar ergänzte der polyvalent einsetzbare Defensivspieler, dass „wir lernen müssen, diese Spiele zu gewinnen“ und dass „wir lernen müssen, Mentalität reinzukriegen, dass wir solche Spiele gewinnen“. Gleichzeitig schob er zwischendurch ein, dass 0:0 ein „gutes Ergebnis“ sei.
Nach dem Interview griff Moderatorin Laura Wontorra irritiert die Aussage auf und fragte den Experten Sebastian Kneißl: „Ist das die richtige Antwort auf das Bochum-Spiel?“ Ihr Gegenüber wies zwar auf den sehr defensiv eingestellten Gegner hin, stellte die weiterhin kritisch guckende Wontorra mit seinen Worten aber nicht zufrieden. Und nicht nur bei der Moderatorin hinterließ Cans Analyse Fragezeichen.
BVB-Trainer Niko Kovac widerspricht Kapitän Emre Can
„Wenn man 0:0 spielt, dann ist das richtig. Er hat als Kapitän das Recht, Verantwortung zu übernehmen und muss das auch. Ich sehe das aber nicht so ganz, dass wir nur das gemacht haben, was wir machen wollten. Wir wollten das Spiel gewinnen“, antwortete Niko Kovac auf seinen BVB-Anführer angesprochen.
Hier dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Insbesondere vor dem Hintergrund der seit mittlerweile Jahren geführten Debatte über die richtige Mentalität. Für Kritiker waren Cans Worte Wasser auf ihren Mühlen.