Noahkai Banks ist eine der positiven Erscheinungen in einer ohnehin starken Rückrunde des FC Augsburg. Seit seinem Debüt am 16. Spieltag gegen den VfB Stuttgart kam der 18-Jährige auf sechs Einsätze in der Bundesliga und stand sogar zweimal in der Startelf. Dabei hätte es durchaus sein können, dass er den Klub im Winter kurz nach seinen ersten Partien schon wieder verlassen hätte.
Dem „Kicker“ zufolge bot ein Top-5-Klub aus der Serie A Ende Januar eine Ablösesumme im hohen einstelligen Millionenbereich, Augsburg lehnte ab. Beachtlich ist das vor allem deshalb, weil Banks zu diesem Zeitpunkt maximal fünf Einsätze auf dem Konto gehabt haben kann und sich durch die Summe in die Top-10 der teuersten Verkäufe der Klubgeschichte hätte katapultieren können. Auch der Innenverteidiger selbst soll einen Wechsel aber abgelehnt haben.
Vertraglich ist Banks noch bis 2027 an Augsburg gebunden und soll im Idealfall irgendwann eine noch höhere Ablösesumme einspielen. Helfen könnten dabei Spiele auf internationalem Level wie in der Nationalmannschaft. Spielberechtigt ist der in Honolulu auf Hawaii geborene Rechtsfuß sowohl für die Vereinigten Staaten als auch für Deutschland. In den Junioren-Nationalteams stand Banks bisher für die US-Auswahl auf dem Platz – und könnte sich bald im A-Team festspielen.
Dem Vernehmen nach überlegt Trainer Mauricio Pochettino Banks für die anstehenden Länderspiele im März nominieren. Eine endgültige Entscheidung soll in der nächsten Woche fallen. Durch seinen Vater habe Banks eine enge Verbindung zum Land und könnte die mögliche Teilnahme an der WM 2026 als Grund sehen, die Einladung anzunehmen. Das DFB-Team würde in diesem Fall wie schon bei Bence Dárdai, der sich für Ungarn entschied, leer ausgehen.
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Die Blessur vom vergangenen Spieltag steht einem erneuten Einsatz von Marius Wolf (29) nicht im Wege. Jess Thorup, Trainer des FC Augsburg, verkündete im Vorgespräch zum Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15:30 Uhr), dass der Außenbahnspieler zur Verfügung steht.
Wolf war mit einer Prellung aus der Begegnung mit Leipzig (0:0) gegangen. „Aber es war nur ein Schlag auf die Wade. Er hat die letzten paar Tage alles mitgemacht“, gab Thorup am Donnerstag Entwarnung.
Wolf-Konkurrenten im Verletzungspech
Damit ist dem 29-Jährigen ein abermaliger Startelfplatz quasi sicher, denn Thorup hat für die Position des rechten Außenbahnspielers derzeit nur eine eingeschränkte Auswahl. „In den letzten acht Spielen hat Marius viel gespielt. Wenn nicht, haben wir mit Robert Gumny oder Henri Koudossou gespielt. Alle drei haben das für mich gut gemacht“, skizzierte der FCA-Coach die Lage. „Das gibt mir Möglichkeiten.“
Gumny fällt für eine Weile aber noch verletzt aus und auch Koudossou hat nach über drei Wochen Verletzungspause gerade erst ein knapp viertelstündiges Comeback hinter sich. Der 25-Jährige muss den Tank nach und nach befüllen. „Im Moment ist Marius einen Tick vor den anderen“, bestätigte Thorup entsprechend.
Ihn freut aber, dass das Repertoire, aus dem er schöpfen kann, wieder um Koudossous Qualitäten erweitert ist. „Mit Henris Schnelligkeit und offensiver Denkweise kann man immer für die letzten zehn bis 15 Minuten etwas bewegen.“ Erst mal darf sich aber Wolf auf dem Rasen auspowern.
Quelle: Pressekonferenz
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren
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Der FC Augsburg hat mit Kapitän Jeffrey Gouweleeuw verlängert. Der Vertrag des 33-Jährigen, der ursprünglich am Saisonende ausgelaufen wäre, dehnte sich automatisch durch seine Einsätze in der laufenden Spielzeit per Option um ein weiteres Jahr bis 2026 aus. Der Innenverteidiger gehört seit 2016 dem Kader an und ist damit dienstältester Spieler. Diese Saison verpasste er aufgrund einer Gelbsperre erst eine Partie, womit er der FCA-Profi mit den meisten Einsatzminuten ist.
„Ich habe immer betont, wie wohl ich mich zusammen mit meiner Familie in Augsburg fühle. Daher freue ich mich riesig, dass ich über die Saison hinaus das FCA-Trikot tragen und in meine zehnte Saison in Augsburg gehen kann“, erklärte der Niederländer, der auf bislang 260 Partien für die Fuggerstäter kommt. „Es kommt heutzutage nicht mehr so oft vor, dass ein Spieler so lange ohne Unterbrechung bei einem Verein ist. Für mich ist es etwas Besonderes und es macht mich wirklich stolz.“
Sportdirektor Marinko Jurendic sagte über Gouweleeuw, der im Januar 2016 von AZ Alkmaar für 3 Millionen Euro nach Augsburg gekommen war: „Jeff ist auch in der aktuellen Saison eine Konstante in unserem Team und geht als Kapitän mit Leistung voran. Mit seiner Art und Weise hat er sich in den vergangenen Jahren zu einem verdienten Spieler beim FCA entwickelt. Wir freuen uns, dass Jeff weiterhin beim FCA bleibt und auch in der nächsten Saison als Führungsspieler auf und neben dem Platz agieren wird.“
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Tobias Sippel nahm es mit Humor. „Ich hatte eigentlich gar nicht mehr mit einem Comeback gerechnet“, sagte Borussia Mönchengladbachs dritter Torhüter. Der 36-Jährige stand nach der frühen Roten Karte (28. Minute) gegen Jonas Omlin erstmals seit dem 11. März 2023 und somit nach 715 Tagen Pause wieder auf dem Platz und musste dann eine 0:3-Niederlage gegen den FC Augsburg hinnehmen.
„Es ist schon verrückt, jetzt haben wir innerhalb einer Woche mit Moritz Nicolas und Jonas Omlin zwei Torhüter verloren. Jetzt schauen wir mal, dass ich mich nicht auch noch verletze“, so Sippel, der nächste Woche vor seinem Startelf-Comeback steht. „Er ist jetzt in der Position zu spielen“, betonte Gladbachs Trainer Gerardo Seoane nach der bitteren Niederlage.
Elvedi nimmt Schuld für Omlins Rote Karte auf sich
Vorwürfe an Omlin, der nach einem ungestümen Foul vor der Strafraumgrenze, die Rote Karte erhielt, gab es genauso wenig wie an Sippel. „Das war alles sehr unglücklich. Ich nehme die Schuld auf mich, weil ich einen schlechten Rückpass gespielt habe“, sagte Innenverteidiger Nico Elvedi.
Nutznießer des Gladbacher Unglücks war Augsburgs Alexis Claude-Maurice, der seinen ersten Dreierpack in der Karriere erzielte und sich den Spielball gleich schnappte. „Ich bin sehr glücklich. Das ist etwas sehr Besonderes für mich“, sagte der mit nun neun Treffern beste Torschütze des Teams.
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Insgesamt 37 Partien musste Finn Dahmen auf seine erste Weiße Weste warten – Negativrekord in der Bundesliga. In der Winterpause eroberte der 26 Jahre alte Schlussmann seinen Stammplatz von Nediljko Labrovic zurück und blieb seitdem fünfmal in acht Partien ohne Gegentor. Dahmen ist aktuell der Rückhalt der besten Defensive in Europas Top-Ligen.
Seit dem Jahreswechsel kassierte der FC Augsburg drei Gegentore in acht Liga-Spielen. In Europas Top-5-Ligen kann nur der FC Barcelona mithalten, die Katalanen haben jedoch zwei Partien weniger in 2025 bestritten. Kurz dahinter folgt mit Mainz 05 ein weiterer Bundesligist. Die Rheinhessen verzeichneten vier Gegentore in den ersten acht Duellen.
Die gute Defensive der Augsburger spiegelt sich auch in der Tabelle wider. Zum Jahresabschluss 2024 lagen die Fuggerstädter mit 16 Punkten aus 15 Spielen auf Rang 13 und hatten ein Polster von sechs Zähler zum Relegationsplatz. Insgesamt 32 Gegentore hatte Labrovic, für den der FCA im Sommer 2,5 Millionen Euro an Rijeka gezahlt hat, gefangen – ein Schnitt von mehr als zwei pro Partie. Seitdem gewann man vier der acht Partien und ging nur einmal als Verlierer vom Feld. In der Tabelle kletterten die Augsburger auf Platz zehn, der Vorsprung auf Rang 16 beträgt 16 Punkte, die Lücke zum Tabellenvierten SC Freiburg nur acht.
Zusammen mit dem Mainzer Robin Zentner und dem Münchner Manuel Neuer hat Dahmen die meisten Partien ohne Gegentor in 2025 vorzuweisen. Fünfmal behielt der gebürtige Wiesbadener eine Weiße Weste – in seinen 44 Bundesliga-Spielen zuvor war dies nur dreimal der Fall. Augsburg-Coach Jess Thorup wurde für seinen Torwartwechsel belohnt, und für Dahmen könnte es im kommenden Marktwert-Update am 27. März nach oben gehen.
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Serhou Guirassy ragte mit seinen vier Toren beim 6:0 Sieg gegen Union Berlin aus einer sehr guten Mannschaftsleistung des BVB nochmal deutlich heraus. Dies erkannte auch die Community an und so erhielt der Stürmer 88 Prozent der Stimmen und damit mit großem Abstand die meisten aller Akteure.
Ebenso herausragend spielte Pascal Groß, dem vier Vorlagen gelangen und der so ebenfalls einen großen Anteil am deutlichen Erfolg der Borussia hatte. Dafür erhielt der Mittelfeldstratege nach seinem Teamkollegen die zweitmeisten Stimmen. Für den 33-Jährigen ist es die erste Berufung in dieser Saison. Mit Nico Schlotterbeck schaffte es zudem ein weiterer Borusse in die Elf, welche von Niko Kovac gecoacht wird.
Die meisten Spieler in dieser Auflistung stellt allerdings der SC Freiburg, der mit 5:0 gegen Werder Bremen gewann. Insgesamt vier Jungs von Trainer Julian Schuster finden sich in der Auswahl wieder. Neben den Doppeltorschützen Ritsu Doan und Vincenzo Grifo wurden auch Torwart Noah Atubolu und Kiliann Sildillia, der mit einem Fallrückzieher erfolgreich war, gewählt. Für den Franzosen ist es bereits die zweite Nominierung der Rückrunde, nachdem der Verteidiger in der Hinserie größtenteils außen vor war. Bei den letzten vier Spielen stand er über die vollen 90 Minuten auf dem Feld und hat entschiedenen Anteil an den vier Siegen und null Gegentoren in dieser Zeit.
Der dritte große Block in dieser Elf wird vom FC Bayern München gestellt, der gegen Eintracht Frankfurt deutlich mit 4:0 erfolgreich war. Debüttorschütze Hiroki Ito wurde genauso wie Jamal Musiala und Michael Olise gewählt. Für den deutschen Nationalspieler ist es bereits die zwölfte Nominierung in der laufenden Saison.
Komplettiert wird die Aufstellung von Alexis Claude-Maurice, dem gegen Borussia Mönchengladbach ein lupenreiner Hattrick gelang. Damit ist der Franzose der erste Spieler der Fuggerstädter, der dies in der Bundesliga schaffte.
Nach 22. Spieltagen hatte Eintracht Frankfurt noch nie mehr Punkte und noch nie ein besseres Torverhältnis als in dieser Saison – dennoch wartet man bei den Hessen seit August 1999 auf die Tabellenführung in der Bundesliga. Als die SGE das letzte Mal von ganz oben grüßte, war Erich Ribbeck DFB-Trainer, beim FC Bayern saß Ottmar Hitzfeld auf der Bank und Vincent Kompany spielte als 13-Jähriger in der Jugend des RSC Anderlecht. Nur ein Bundesligist wartet noch länger auf seine Rückkehr auf den 1. Platz.
Zum vierten Mal hat die Eintracht eine Ausbeute von 42 Zählern nach 22 Spieltagen – zweimal vor der Einführung der Drei-Punkte-Regel, das letzte Mal 2020/21. Der Abstand zum Tabellenführer aus München beträgt trotz dieser Leistung 13 Zähler. Im August 1999 startete die SGE unter Trainer Jörg Berger mit einem 3:0 gegen Unterhaching, einem 3:2 beim SC Freiburg und führte die Liga an. Dennoch rutschte man in den Abstiegskampf und konnte erst am letzten Spieltag im direkten Duell mit Ulm die Klasse halten. Bei den heutigen Zweitligisten Kaiserslautern, HSV, Schalke, Hertha, Paderborn und Drittligist Arminia Bielefeld ist es nicht so lange her, dass man in der Bundesliga ganz oben stand.
Unter den aktuellen Erstligisten ist nur die „Durststrecke“ des FC St. Pauli länger – das letzte Mal ist fast 30 Jahre her. Zum Auftakt der Saison 1995/1996 siegte man mit 4:2 gegen 1860 München und grüßte von der Spitze – es war das einzige Mal in der Vereinsgeschichte. Zum Abschluss eines Spieltags hatten Holstein Kiel und der FC Augsburg noch nie die Tabellenführung inne. Während die Kieler in dieser Saison erstmals im Fußball-Oberhaus dabei sind, ist es den Fuggerstädtern in 14 Jahren nicht gelungen.
BVB-Trauma nach letzter Tabellenführung
Ungern dürften sich die Fans von Borussia Dortmund an ihre letzte Tabellenführung erinnern. Mit einem Auswärtssieg beim FC Augsburg am 33. Spieltag übernahmen die Schwarz-Gelben Platz eins vom FC Bayern, der daheim gegen RB Leipzig verlor. Die erste deutsche Meisterschaft seit 2012 war zum Greifen nah, doch eine Woche später kam man nicht über ein 2:2 gegen Mainz 05 hinaus. Da Jamal Musiala kurz vor Ende den Münchner Siegtreffer in Köln erzielte, wurde der FC Bayern erneut Meister. Der BVB gab seine 182. Tabellenführung noch ab, der damit Platz zwei hinter den Bayern belegt, die 875-mal Erster waren.
Auf den Plätzen drei bis fünf folgen Borussia Mönchengladbach (138), Werder Bremen (121) und der Hamburger SV (113). In der jüngeren Vergangenheit haben die Klubs aus Norddeutschland jedoch wenig dazu beigetragen, bei den Tabellenführungen nachzulegen. Die Bremer standen zum letzten Mal im Januar 2007 an der Spitze, beim HSV war es im September 2009 der Fall. Deutlich länger warten die Fans des 1. FC Köln. Der dreifache Meister war 93-mal Spitzenreiter, zuletzt 1990.
RB Leipzig schaffte in neun Jahren Bundesliga 14-mal den Sprung an die Spitze, letztmals im Oktober 2020. Seitdem zahlten die Sachsen 520 Millionen Euro für neue Spieler, nur beim FC Bayern wurde mehr investiert. Acht Bundesligisten waren in diesem Zeitraum Tabellenführer, darunter Union Berlin, Heidenheim und Freiburg.
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FAQ: Letztmals Tabellenführer – SGE wartet zehn Jahre länger
Frage 1: Was bedeutet es, Tabellenführer zu sein?
Antwort: Tabellenführer zu sein bedeutet, dass ein Fußballteam die meisten Punkte in einer Liga gesammelt hat und somit an der Spitze der Tabelle steht.
Frage 2: Wann war die letzte Zeit, als die Eintracht Frankfurt (SGE) Tabellenführer war?
Antwort: Die Eintracht Frankfurt war zuletzt vor zehn Jahren Tabellenführer in der Bundesliga.
Frage 3: Wie hat sich die Leistung der SGE über die letzten zehn Jahre entwickelt?
Antwort: In den letzten zehn Jahren hatte die SGE verschiedene Höhen und Tiefen, einschließlich Abstiegskämpfen, dem Gewinnen von Pokalen und dem Erreichen europäischer Wettbewerbe, aber die Konstanz an der Tabellenspitze fehlt bisher.
Frage 4: Was sind die wichtigsten Faktoren, die die Leistung der SGE in den letzten Jahren beeinflusst haben?
Antwort: Wichtige Faktoren sind Spielertransfers, Trainerwechsel, Verletzungen von Schlüsselspielern und die allgemeine Teamdynamik.
Frage 5: Gibt es aktuelle Spieler oder Trainer, die Einfluss auf eine mögliche Rückkehr der SGE an die Tabellenspitze haben könnten?
Antwort: Ja, aktuelle Spieler und der Trainer haben maßgeblichen Einfluss auf die Spielweise und Leistungen des Teams. Eine positive Teamdynamik und gute Form können die Chancen verbessern.
Frage 6: Was sind die Erwartungen der Fans für die kommende Saison?
Antwort: Die Fans hoffen auf eine starke Saison, die das Team in die Nähe der Tabellenspitze bringen könnte, um die lange Wartezeit zu beenden.
Frage 7: Welche historischen Erfolge hat die SGE in der Bundesliga?
Antwort: Eintracht Frankfurt hat mehrere nationale und internationale Titel gewonnen, darunter die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal.
Frage 8: Wie ist die derzeitige Stimmung innerhalb des Vereins?
Antwort: Die Stimmung kann variieren, ist aber oft optimistisch, insbesondere nach positiven Ergebnissen oder Transfers.
Frage 9: Was könnte die SGE brauchen, um wieder Tabellenführer zu werden?
Antwort: Eine Kombination aus starken Spielerleistungen, strategischer Planung, Verletzungsfreiheit und möglicherweise auch Glück in entscheidenden Momenten könnte entscheidend sein.
Frage 10: Wo kann man die Spiele der SGE verfolgen?
Antwort: Die Spiele der SGE kann man im Fernsehen, über Streaming-Dienste und live im Stadion verfolgen. Aktuelle Informationen sind auf der offiziellen Website des Vereins erhältlich.
Bayer Leverkusen kann die Reise nach Kiel genießen. Gastgeber Kiel hat wenig zu melden. Es ist nur eine Pflichtaufgabe. Am Mittellandkanal sieht es lange Zeit nach einem Triumph von Rückkehrer Hecking aus. Es reicht nicht. In Gladbach aber spielt sich das ganz große Drama des Spieltags ab.
Holstein Kiel – Bayer Leverkusen 0:2 (0:2)
Bayer Leverkusen hat seine Pflichtaufgabe im hohen Norden souverän gelöst. Der deutsche Meister gewann beim Bundesliga-Schlusslicht Holstein Kiel völlig verdient mit 2:0 (2:0) und verkürzte den Rückstand auf den Tabellenführer Bayern München zumindest bis Sonntagabend auf fünf Punkte.
Patrik Schick (9.) und Amine Adli (45.) trafen für die hoch überlegenen Leverkusener. Anders als im Hinspiel, als Holstein nach 0:2-Rückstand noch ein spektakuläres Comeback gelang (2:2), beherrschte Bayer das Geschehen am Samstagnachmittag über weite Strecken nach Belieben.
Während die Mannschaft von Meistercoach Xabi Alonso seit inzwischen 21 Ligaspielen nicht mehr verloren hat und vor dem Champions-League-Kracher Anfang März gegen die Bayern weiter Fahrt aufnimmt, wartet Kiel nunmehr seit sechs Spielen auf einen Dreier. Nach der 16. Saisonniederlage spitzt sich die Lage im Abstiegskampf weiter zu.
“Wir haben nicht vergessen, was wir in der Hinrunde nicht gut gemacht haben”, betonte Alonso vor der Partie – und ließ mit seinem Team Taten folgen. Leverkusen übernahm von Beginn an das Kommando, drückte die Kieler tief in deren eigene Hälfte und ließ ihnen kaum Ballbesitzphasen. Vor allem nach Standards wurde es immer wieder gefährlich.
Zwar baute Alonso sein Team gleich auf vier Positionen um im Vergleich zum Liga-Duell gegen die Bayern in der Vorwoche (0:0), einen Bruch bedeutete das aber keineswegs. Schon nach sechs Minuten und drei brandgefährlichen Eckstößen hätte Bayer eigentlich führen müssen – doch erst drosch Jonathan Tah das Leder aus zehn Metern volley drüber (4.), dann lenkte Kiels Schlussmann Timon Weiner Edmond Tapsobas abgefälschten Kopfball mit den Fingerspitzen über die Querlatte (5.), und schließlich wurde auch Schicks Versuch von Shuto Maschino gerade noch so von der Linie gekratzt (6.).
Kurze Zeit später rappelte es dann doch im Kieler Kasten. Eine punktgenaue Hereingabe von Adli, der sich über links gegen zwei Gegenspieler durchsetzte, drückte Schick ohne Mühe aus drei Metern über die Linie.
Und Holstein? War kaum zu sehen. Einzig als Magnus Knudsen Mitte der ersten Hälfte wie aus dem Nichts frei vor Matej Kovar auftauchte, blitzte so etwas wie Torgefahr auf. Leverkusens Keeper, der anstelle des Kapitäns Lukas Hradecky zwischen den Pfosten ran durfte, eilte jedoch schnell genug aus dem Strafraum und klärte. Und so war Adlis Treffer nach feiner Vorarbeit von Florian Wirtz, der per perfekt getimtem Steilpass servierte, kurz vor dem Pausenpfiff der passende Schlussakkord einer einseitigen ersten Halbzeit.
Wer dachte, Holstein würde in der zweiten Hälfte aufs Tempo drücken, sah sich erstmal getäuscht. Leverkusen bestimmte zunächst weiter das Tempo und den Rhythmus des Spiels. Zwar blieben die ganz großen Möglichkeiten nun aus, hinten ließ die Defensive um Abwehrchef Jonathan Tah aber weiterhin kaum etwas zu.
Borussia Mönchengladbach – FC Augsburg 0:3 (0:0)
Borussia Mönchengladbach hat in der Fußball-Bundesliga den Sprung auf einen Europacup-Platz verpasst. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane unterlag dem FC Augsburg in Unterzahl mit 0:3 (0:0), Matchwinner der Gäste war Alexis Claude-Maurice mit einem Hattrick. Für Gladbach war es die erste Pleite nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage.
Als Claude-Maurice (55., 61., 70.) für den ersten Bundesliga-Hattrick der Augsburger Vereinsgeschichte sorgte, waren die Gäste schon in Überzahl. Der Gladbacher Torhüter Jonas Omlin sah nach einer Notbremse die Rote Karte (29.). Omlin war erst durch die Verletzung von Moritz Nicolas ins Gladbacher Tor zurückgekehrt. De ehemalige Stammtorhüter der Borussen bleibt nach dem Rot-Drama vom Pech verfolgt, die Augsburger hingegen setzten ihre Erfolgsserie damit fort. Die Mannschaft von Trainer Jess Thorup ist seit sieben Liga-Spielen ungeschlagen und liegt nur noch drei Punkte hinter der Borussia.
Die Partie, die sieben Minuten später begann, da der Augsburger Mannschaftsbus im Stau steckte, blieb zu Beginn ohne Torchancen. Doch dann unterlief Omlin sein Missgeschick. Er wurde nach einer Notbremse an Fredrik Jensen mit Rot vom Platz geschickt. Seoane holte Kevin Stöger vom Feld und schickte Ersatztorwart Tobias Sippel zwischen die Pfosten. Dennoch kamen zehn Gladbacher zur gefährlichsten Chance der ersten Hälfte. Nacheinander scheiterten Kou Itakura, Joe Scally und Nico Elvedi an Torwart Finn Dahmen.
In der zweiten Hälfte wussten die Augsburger ihre Überzahl besser zu nutzen. Claude-Maurice bekam den Ball im Strafraum, reagierte schnell und spitzelte ihn ohne Probleme flach ins linke Eck. Nur sechs Minuten später erhöhte Claude-Maurice. Er zog von der Strafraumkante ab, Sippel sah nicht gut aus. Claude-Maurice avancierte mit seinem dritten Treffer dann endgültig zum Matchwinner.
VfL Wolfsburg – VfL Bochum 1:1 (0:0)
Der VfL Bochum hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga das Momentum genutzt und erneut gepunktet. Eine Woche nach dem Sieg gegen Borussia Dortmund erkämpfte sich das Team von Trainer Dieter Hecking beim VfL Wolfsburg ein 1:1 (0:0) und verbesserte sich vorerst auf den Relegationsplatz. Ein Eigentor von Ivan Ordets (82.) rettete Wolfsburg einen Punkt. Erhan Masovic (50.) hatte die Gäste in Führung gebracht. Bochum, das in der laufenden Saison auswärts noch nicht gewonnen hat, ist nun seit drei Spielen ungeschlagen. Der Rückstand auf den rettenden Rang 15 ist aber weiter sehr groß.
Die Wolfsburger um Coach Ralph Hasenhüttl, der vergeblich vor den Bochumer Standards gewarnt hatte, suchen im Rennen um das internationale Geschäft derweil die nötige Konstanz. Bereits Ende Januar hatten die Niedersachsen im Heimspiel gegen Holstein Kiel Punkte gegen einen Abstiegskandidaten liegen lassen und einen vermeintlichen Pflichtsieg verpasst. Auch mit Blick auf das DFB-Pokal-Viertelfinale bei RB Leipzig am kommenden Mittwoch war das Remis ein Dämpfer.
Drin der Fisch am Mittellandkanal.
(Foto: IMAGO/regios24)
Die Wolfsburger, die weiter ohne ihren verletzten Kapitän Maximilian Arnold auskommen mussten, übernahmen früh die Kontrolle und ließen Ball und Gegner laufen. Bochum störte das ruhige Aufbauspieler der Wölfe mit diversen kleinen Fouls, dennoch kamen die Gastgeber zu ersten Chancen. Insgesamt machte Wolfsburg aus der spielerischen Überlegenheit aber zu wenig, den Aktionen fehlten Tempo und Genauigkeit. Der anfängliche Schwung ging im Verlauf der zunehmend ausgeglichenen ersten Halbzeit verloren.
Einen Anteil an den mangelnden Chancen des Europapokal-Aspiranten hatte aber auch Bochum, das defensiv stabil stand, auf Konter lauerte und dabei fast erfolgreich gewesen wäre: Masouras (27.) zwang Wolfsburgs Torhüter Marius Müller aus kurzer Distanz per Kopf zu einer Großtat. Wenig später scheiterte Kapitän Philipp Hofmann (36.) nach einer Ecke.
Bochum witterte auch nach dem Seitenwechsel seine Chance, spielte mutig nach vorn – und wurde belohnt. Masovic hatte bei einer Ecke viel Platz und köpfte ungestört zur Führung, die Hofmann (53.) kurz darauf hätte erhöhen können. Wolfsburg wirkte geschockt, das Spiel der Gastgeber blieb fehlerbehaftet. Mohamed Amoura (64.) traf schließlich aus dem Nichts zum vermeintlichen Ausgleich. Der Treffer wurde nach Eingriff des VAR wegen eines Foulspiels aberkannt. Im Gegensatz zum für Bochum unglücklich Eigentor.
1. FSV Mainz – FC St. Pauli 2:0 (0:0)
Dank “Joker” Jae-sung Lee darf die Überraschungsmannschaft des FSV Mainz 05 mehr denn je vom Europacup träumen. Trotz ganz schwachen 60 Minuten gewannen die Rheinhessen am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga 2:0 (0:0) gegen Aufsteiger FC. St. Pauli. Der eingewechselte Südkoreaner Lee traf für den “Karnevalsverein” (67.). Paul Nebel sorgte in der Nachspielzeit nach Vorarbeit von Lee für den Endstand (90.+5). St Pauli verpasste einen wichtigen Punktgewinn im Kampf gegen den Abstieg.
Vorhang auf für Lee.
(Foto: IMAGO/Revierfoto)
“Das ist Neuland für mich”, sagte der gesperrte Pauli-Trainer Alexander Blessin kurz vor dem Anpfiff bei Sky: “Ich bin gespannt, wie ich es auf der Tribüne erleben werde.” Blessin wurde von seinem Assistenten Peter Nemeth an der Seitenlinie vertreten.
Die Mainzer hatten großes Glück, dass ihnen in ihren bunten Fastnachtstrikots nicht früh der Spaß verging. Die Hamburger erwischten den deutlich besseren Start in die Partie. Noah Weißhaupt traf in der 6. Minute den Pfosten, Johannes Eggestein vergab kurz darauf eine weitere Großchance (15.). Die Gastgeber um Nationalstürmer Jonathan Burkardt und Defensiv-Vorkämpfer Dominik Kohr in seinem 300. Bundesligaspiel hatten große Mühe mit den Kiezkickern. In der 21. Minute entschied Schiedsrichter Felix Zwayer zunächst auf Strafstoß für St. Pauli – der Unparteiische kassierte die Entscheidung aber zu Recht nach Videostudium wieder ein. Moritz Jenz hatte Elias Saad nicht gefoult.
Eine Führung der Hamburger, bei denen unter anderem Morgan Guilavogui, Connor Metcalfe und Simon Zoller fehlten, wäre nach einer halben Stunde verdient gewesen. Die Mainzer, die auf Abwehrchef Stefan Bell verzichten mussten, brachten kaum etwas zu Stande. Zu Beginn des zweiten Durchgangs holte sich Kohr seine zehnte Gelbe Karte der Saison ab. Er fehlt damit im kommenden Spiel bei RB Leipzig. Sportlich auffälliger blieb weiter St. Pauli. Die Vorstellung der harmlosen Mainzer war auch nach einer Stunde enttäuschend.
Insgesamt erreichte die Partie in dieser Phase kein Bundesliga-Niveau. Spielerisch ging bei beiden Teams so gut wie nichts, Kampf war Trumpf, von Burkardt kam kaum etwas. Das Tor von Lee fiel aus dem Nichts – unter gütiger Mithilfe von Pauli-Torwart Nikoloa Vasilj. Der Bosnier hielt einen harmlosen Distanzschuss von Nadiem Amiri nicht fest, Lee staubte ab.
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FAQ: Bayer Souverän, Bochum mit Pech: Borussia
Frage 1: Was bedeutet "Bayer souverän, Bochum mit Pech: Borussia"?
Antwort: Diese Phrase könnte sich auf ein Fußballspiel oder eine Saisonleistung beziehen, bei der Bayer Leverkusen souverän spielt, während der VfL Bochum weniger Glück hat, zeigt dabei Schwächen oder erleidet unglückliche Niederlagen. Borussia könnte sich auf Borussia Dortmund oder Borussia Mönchengladbach beziehen, was darauf hindeutet, dass deren Leistungen ebenfalls in Verbindung mit der Situation betrachtet werden.
Frage 2: Wie ist die aktuelle Form von Bayer Leverkusen?
Antwort: Bayer Leverkusen zeigt in der Regel starke Leistungen, insbesondere in der Bundesliga. In der laufenden Saison haben sie oft ihre Spiele gewonnen und stellen eine formidable Mannschaft dar.
Frage 3: Welche Probleme hat der VfL Bochum?
Antwort: Der VfL Bochum könnte Schwierigkeiten in der Defensive oder im Angriff haben, die sich durch Verletzungen, fehlendes Selbstvertrauen oder nicht optimale Spielergebnissen manifestieren. Diese Faktoren tragen häufig dazu bei, dass sie in Spielen das Nachsehen haben.
Frage 4: Wie schlägt sich Borussia Dortmund/Mönchengladbach in dieser Konstellation?
Antwort: Borussia Dortmund oder Borussia Mönchengladbach könnten in ähnlichen Szenarien betrachtet werden, je nachdem, wie sie gegen Bayer Leverkusen und Bochum performen. Ihre Leistungen können sowohl von ihrer eigenen Form als auch von der Form ihrer Gegner abhängig sein.
Frage 5: Gibt es spezifische Spieler, die in dieser Situation hervorzuheben sind?
Antwort: In der Regel sind Schlüsselspieler der Mannschaften entscheidend für den Ausgang der Spiele. Bei Bayer Leverkusen könnten Spieler wie Florian Wirtz oder Patrik Schick erwähnt werden, während Bochum möglicherweise auf Leistungen von Spielern wie Sebastian Polter angewiesen ist.
Frage 6: Wie wirken sich solche Spiele auf die Tabelle aus?
Antwort: Siege für Bayer Leverkusen könnten dazu führen, dass sie sich in der Tabellenführung festigen, während Niederlagen für Bochum deren Abstiegschancen erhöhen können. Gute Leistungen von Borussia-Vereinen können deren Platz in der oberen Tabellenhälfte sichern.
Frage 7: Wo kann ich die nächsten Spiele verfolgen?
Antwort: Informationen zu TV-Übertragungen, Livestreams oder Radiokommentaren zu den Spielen der Bundesliga sind in der Regel auf Sportwebseiten, in der offiziellen Bundesliga-App oder auf den Webseiten der jeweiligen Vereine zu finden.
Frage 8: Gibt es Prognosen für künftige Spiele?
Antwort: Prognosen hängen von zahlreichen Faktoren ab, darunter die aktuelle Form, Verletzungsstände und direkte Begegnungen in der Vergangenheit. Sportanalysten und Experten bieten oft ausführliche Vorhersagen und Analysen an.
Frage 9: Wie können die Mannschaften ihre Leistungen verbessern?
Antwort: Die Teams könnten durch gezieltes Training, strategische Anpassungen, externe Unterstützung wie Sportpsychologen oder auch durch Team-Building-Maßnahmen an ihren Leistungen arbeiten.
Diese FAQ soll einen Überblick über die jeweilige Situation der Mannschaften geben. Für detaillierte Informationen zu Spielen, Statistiken und Spielergebnissen empfiehlt sich ein Blick in die offiziellen Quellen oder Sport-Portale.
Leverkusen bleibt an Bayern dran – Gladbach geht in Unterzahl unter
Von t-online, sid, dpa, BZU
Aktualisiert am 22.02.2025 – 17:40 UhrLesedauer: 3 Min.
Leverkusens Spieler feiern einen Treffer gegen Kiel: Im hohen Norden holte die Werkself wichtige Punkte. (Quelle: IMAGO/CB)
Nach dem Unentschieden gegen die Bayern ist Leverkusens Meisterchance gering. Einen weiteren Patzer darf sich die Werkself nicht erlauben. In Kiel erfüllte Bayer die Pflicht.
Bayer Leverkusen bleibt im Meisterkampf der Bundesliga an den Bayern dran. Der Titelverteidiger gewann bei Holstein Kiel mit 2:0 und fuhr verdiente drei Punkte ein. Borussia Mönchengladbach hingegen erlebte einen Samstagnachmittag zum Vergessen. Gegen den FC Augsburg sah Torwart Jonas Omlin früh die Rote Karte, sodass die Borussia in Unterzahl spielte. Augsburg nutzte den Vorteil aus und gewann deutlich mit 3:0.
Mainz feierte parallel einen Heimsieg gegen St. Pauli, Wolfsburg holte gegen Bochum daheim nur ein 1:1-Unentschieden.
Vor den Wochen der Wahrheit hat Bayer Leverkusen seine Pflicht beim Bundesliga-Letzten Holstein Kiel erfüllt. Das Team von Trainer Xabi Alonso kam zu einem ungefährdeten 2:0 (2:0) gegen die überforderten Norddeutschen. Noch in der Hinrunde hatte Kiel bei Bayer mit einem 2:2 überrascht.
Patrik Schick (9. Minute) mit seinem 15. Saisontreffer und Amine Adli (45.) machten mit ihren Toren schon vor der Pause alles klar. Die harmlosen Kieler sind nach dem sechsten Spiel ohne Sieg weiter am Tabellenende und müssen mehr denn je fürchten, nach einem Jahr Erstklassigkeit wieder abzusteigen.
Borussia Mönchengladbach hat den Sprung auf einen Europacup-Platz verpasst. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane unterlag dem FC Augsburg in Unterzahl deutlich mit 0:3 (0:0), Matchwinner der Gäste war Alexis Claude-Maurice mit einem Hattrick. Für Gladbach war es die erste Pleite nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage.
Als Claude-Maurice (55., 61., 70.) den ersten Bundesliga-Hattrick der Augsburger Vereinsgeschichte erzielte, waren die Gäste schon in Überzahl. Der Gladbacher Torhüter Jonas Omlin sah nach einer Notbremse die Rote Karte (29.).
Omlin war erst durch die Verletzung von Moritz Nicolas ins Gladbacher Tor zurückgekehrt. Die Augsburger setzten ihre Erfolgsserie damit fort. Die Mannschaft von Trainer Jess Thorup ist seit sieben Liga-Spielen ungeschlagen und liegt nur noch drei Punkte hinter der Borussia.
Dem VfL Bochum haben im Abstiegskampf nur wenige Minuten zum ersten Saison-Auswärtssieg gefehlt. Beim Europa-League-Kandidaten VfL Wolfsburg kassierte der zuletzt erstarkte Abstiegskandidat erst in der Schlussphase das Gegentor zum 1:1 (0:0). Eine Woche nach dem Derbysieg gegen Borussia Dortmund verpasste der VfL damit die nächste Überraschung nur knapp.
Vor 23.772 Zuschauern brachte Erhan Mašović die Bochumer in der 50. Minute in Führung. Der Ausgleich von Mattias Svanberg fiel erst knapp zehn Minuten vor Schluss (81.). Ein weiterer Wolfsburger Treffer von Mohammed Amoura (64.) war zuvor nach dem Einsatz des Videobeweises wieder aberkannt worden.
Mainz 05 2:0 FC St. Pauli
Der FSV Mainz 05 hat seinen närrischen Fans am Fastnachtsspieltag einen mühsamen Sieg gegen den FC St. Pauli beschert. Im kunterbunten Karo-Sondertrikot zeigte der Europapokal-Kandidat lange eine farblose Partie, gewann aber mit 2:0 (0:0) gegen den Aufsteiger.
Vor 33.305 Zuschauern in der ausverkauften Arena geriet Torwart Nikola Vasilj zum Unglücksraben aufseiten der Hamburger: Der Bosnier konnte in der 67. Minute den Ball nach einem Fernschuss von Nadiem Amiri nicht festhalten – so gelang dem eingewechselten Jae-sung Lee das Führungstor. Paul Nebel erhöhte nach einem Konter auf 2:0 (90.+5).
Damit blieben die Rheinhessen im achten Heimspiel in Serie ungeschlagen. St. Pauli kann am Sonntag noch auf den 15. Tabellenplatz rutschen. Zum dritten Mal hintereinander erzielten die Kiezkicker kein Tor.
Bayer 04 Leverkusen bleibt an Bayern München dran!
Der amtierende Meister feiert in der 23. Runde der deutschen Bundesliga gegen Aufsteiger Holstein Kiel einen ungefährdeten 2:0-Auswärtssieg und rückt damit wieder bis auf fünf Punkte an Leader Bayern heran. Der Rekordmeister spielt am Sonntag (ab 17:30 Uhr im LIVE-Ticker) gegen Eintracht Frankfurt.
Der Favorit aus Leverkusen fackelt nicht lange und legt furios los. Nach drei Torannäherungen trifft Stürmer Schick zur frühen Führung für die Gäste. Nach einer butterweichen Flanke von Adli ins Zentrum steht der Tscheche goldrichtig und schiebt aus wenigen Metern mit dem linken Außenrist den Ball ins Tor (9.).
Aus dem Nichts kommt Kiel zur ersten guten Chance. Knudsen wird steil geschickt, Kovar kommt mit Risiko aus dem Tor und rettet gerade noch gegen den Norweger, ehe beide zusammenprallen. Es geht bei beiden aber weiter (22.).
Kurz vor dem Pausenpfiff erhöht Leverkusen durch Adli auf 2:0. Wirtz schickt den Offensivspieler in die Tiefe und Adli vollendet eiskalt an Weiner vorbei (45.).
Im zweiten Spielabschnitt nimmt der amtierende Meister das Tempo etwas raus, ist aber trotzdem die bessere Mannschaft. Am Ende bleibt es beim 2:0-Auswärtssieg für Leverkusen, die dadurch als Zweiter wieder auf fünf Punkte an Bayern ranrücken. Kiel bleibt Schlusslicht.
Wolfsburg holt spätes Remis
Im Parallelspiel holt der VfL Wolfsburg dank einem späten Treffer noch ein 1:1-Remis gegen Nachzügler VfL Bochum.
Die erste Hälfte endet torlos, Wolfsburg erwischt den besseren Start, Bochum kommt mit Fortdauer besser ins Spiel. Kurz nach Wiederbeginn nutzt Bochum eine Ecke für die Führung. Eine Hereingabe von Bero von der linken Seite köpft Masovic ins rechte Eck (50.).
Die Gäste sind auch in weiterer Folge besser, bis Wolfsburg aus dem Nichts durch Amoura ausgleichen kann. Nach VAR-Check wird der Treffer wegen eines Foulspiels im Vorfeld wieder annuliert (64.).
Durch den zurückgenommenen Treffer wird die Hasenhüttl-Elf aber stärker und gleicht schließlich in der 81. Minute auch verdient durch Svanberg aus. Durch das Remis springen die “Wölfe” auf Rang acht, Bochum bleibt auf dem Relegationsrang.
Mainz schlägt Aufsteiger Pauli – Claude-Maurice schockt Gladbach
Mainz 05 gewinnt ihr Heimspiel gegen den 1. FC St. Pauli mit 2:0. Für die Tore sorgen Lee (67.) und Nebel (90.+5). ÖFB-Verteidiger Mwene spielt bis zur 83. Minute.
Die Mainzer springen dadurch in der Tabelle vorläufig auf Rang fünf, Pauli ist 14.
Borussia Mönchengladbach kassiert überraschend eine klare 0:3-Heimniederlage gegen den FC Augsburg. Nach der Roten Karte von Torhüter Omlin (28.), nach der auch ÖFB-Legionär Stöger ausgewechselt wird, kippt die Partie zu Gunsten der Gäste.
In Überzahl sorgt Claude-Maurice mit einem lupenreinen Hattrick (55./61./70.) für die drei Punkte. Augsburg springt damit auf Rang zehn, Gladbach ist direkt davor auf Rang neun.
Deutsche Bundesliga: Die Erwartungen an die ÖFB-Teamspieler