Schlagwort: FC Augsburg

  • Wolfsburg verliert auch gegen Augsburg – wird es eng

    Wolfsburg verliert auch gegen Augsburg – wird es eng


    Stand: 16.03.2024 19:24 Uhr

    Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat am Sonnabend auf bittere Weise zu Hause mit 1:3 (1:1) gegen den FC Augsburg verloren. Es war das elfte sieglose Spiel in Serie. Zur tragischen Figur bei den “Wölfen” wurde Torschütze Patrick Wimmer. Er hatte beim Stand von 1:0 kurz vor der Pause zu Unrecht die Rote Karte gesehen.

    von Christian Görtzen

    “Es ist aus meiner Sicht eine klare Fehlentscheidung”, sagte VfL-Trainer Niko Kovac im Interview mit dem NDR. “Bis kurz vor der Strafraumlinie rempelt Patrick, das ist ein Körpereinsatz. Und in dem Moment, in dem er seinen Gegenspieler hält, ist Maxence Lacroix schon auf drei Meter dran. Er hätte eingreifen können.”

    Geschäftsführer Marcel Schäfer sagte: “Die Art und Weise, wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, die Einsatzbereitschaft und wie Fußball gespielt wurde, das war mehr als in Ordnung. Wir müssen selbstkritisch mit uns sein, dass wir es nicht geschafft haben nachzulegen.”

    Schäfer vermeidet Bekenntnis zu Kovac

    Es bleibt abzuwarten, wie die Vereinsführung des VfL in der nun anstehenden Spielpause in der Bundesliga reagieren wird. Einerseits spricht die Bilanz natürlich nicht für Kovac. Sein Team, mit dem es in den Europapokal gehen sollte, findet sich nach dem 26. Spieltag in der Tabelle nur auf Rang 14 wieder. Eine längere Negativserie gab es für Wolfsburg während einer Saison noch nie. Gegen Augsburg setzte es die dritte Pleite in Folge.

    “Man sollte uns die Möglichkeit geben, das intern zu besprechen.”
    VfL-Geschäftsführer Marcel Schäfer

    Die Leistung des Teams bis zur Roten Karte könnte den 52-Jährigen aber vor der Entlassung bewahren. Erst danach kippte die Partie. Es war insgesamt auch kein Wolfsburger Team zu sehen, das gegen seinen Coach spielte. “Ich habe nur gesehen, dass die Mannschaft jede Woche und auch heute richtig Gas gibt, richtig gut eingestellt ist”, sagte Kovac.

    Wolfsburg-Trainer Niko Kovac gestikuliert am Spielfeldrand. © picture alliance/dpa | Swen Pförtner

    AUDIO: VfL-Trainer Kovac: “Klare Fehlentscheidung, müssen nicht diskutieren” (2 Min)

    Sein Vorgesetzter blieb jedoch eine richtige Antwort auf die Frage nach der Zukunft des Trainers im NDR Interview schuldig: “Zehn Minuten nach dem Spiel eine Personaldiskussion öffentlich zu führen – ich glaube, das ist nicht angebracht”, sagte Schäfer. “Man sollte uns auch die Möglichkeit geben, das intern zu besprechen und das Spiel aufzuarbeiten.” In den Wochen zuvor hatten sich Schäfer und Sportdirektor Sebastian Schindzielorz allerdings stets umgehend hinter Kovac gestellt.

    Wimmer bringt spielfreudige “Wölfe” in Führung

    So bitter das Ende, so furios war der Auftakt in die Partie gewesen. Chipbälle mit dem Außenrist, Absatzkicks, Seitfallzieher, fulminante Schüsse aus der zweiten Reihe, dazu schnelle Kombinationen – ja, das alles war tatsächlich der VfL Wolfsburg in der Anfangsviertelstunde. Für eine Mannschaft, die zehn Spiele in Folge keinen Sieg errungen hatte, war es ein ganz erstaunlicher Beginn. Die “Wölfe” strahlten Spielfreude aus im Duell mit den Fuggerstädtern, die zuvor drei Spiele in Folge gewonnen hatten.

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    Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv © Colourbox Foto: -

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    Und das Beste aus Sicht der Niedersachsen – ihr Engagement wurde belohnt, und das sehr früh. Nachdem Joakim Maehle mit dem Ball am Fuß auf der rechten Außenbahn Tempo aufgenommen und das Spielgerät zu Maxence Lacroix gepasst hatte, leitete dieser die Kugel sofort zu Patrick Wimmer weiter. Und der Österreicher machte es dann richtig gut. Aus der Drehung heraus zog er ab und traf mit Innenpfostenkontakt zum 1:0 (9.).

    Danach hatten Mattias Svanberg (10.), Maximilian Arnold (13.) und Jonas Wind (15.) allesamt gute Chancen, die Führung auszubauen. Gemeinsam hatten sie auch, dass ihnen das nicht gelang.

    Rote Karte für Torschütze Wimmer…

    Dieses hohe Pensum hielten die Norddeutschen in der Folgezeit zwar nicht durch, dennoch hatten sie die Partie komplett im Griff – bis Torschütze Wimmer in der 45. Minute im Aufbauspiel den Ball an Ex-“Wolf” Kevin Mbabu verlor. Er rannte dem Schweizer daraufhin hinterher, zog ihn am rechten Arm und brachte ihn kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall.

    Schiedsrichter Timo Gerach zückte sofort die Rote Karte. Dies aber war ein Fehler, da Mbabu keine klare Torchance hatte. Lacroix und wohl auch Arnold hätten noch eingreifen können. Es wurde diskutiert und offenbar gab es auch noch Kontakt mit dem VAR, doch Gerach sah sich die Szene nicht noch einmal an. Er blieb bei seiner Entscheidung, dass es eine Notbremse gewesen sei.

    “Das ist keine Rote Karte.”
    VfL-Kapitän Maximilian Arnold

    “Mit dieser Aktion wurde das Spiel entschieden”, sagte Arnold dem NDR. “Das hat nichts damit zu tun, dass wir verloren haben. Ich bin sehr enttäuscht darüber. Ich bewerte das so gut es geht neutral – das ist für mich keine Rote Karte.” So sah das auch Geschäftsführer Schäfer: “Ich glaube, da sind wir uns alle einig, selbst der Gegner hat es so gesehen, dass es keine Rote Karte war.”

    …und Gegentor per Freistoß

    Wimmer stapfte wütend in die Kabine. Auf dem Weg durch die Katakomben dürfte er noch den Jubel der Augsburger Fans vernommen haben. Arne Maier hatte den Freistoß zum 1:1 genutzt – seinen Schuss fälschte VfL-Kapitän Maximilian Arnold unhaltbar für Keeper Pavao Pervan mit dem Oberarm ins eigene Tor ab (45.+2). Der Pausenstand war für die Wolfsburger angesichts der eigenen Darbietung in der ersten Hälfte extrem bitter.

    Jakic wird für Augsburg zum Matchwinner

    Nach Wiederbeginn drängte Augsburg – und kam zum Erfolg. Kristijan Jakic traf zum 2:1 für den FCA (61.). Da sich aber der VAR meldete und darauf hinwies, dass es im Vorfeld des Tores eine überprüfenswerte Situation gegeben habe, sah sich Schiedsrichter Gerach am Spielfeldrand besagte Szene noch einmal an. Er entschied aber nicht auf Handspiel von Philipp Tietz – der Arm sei angelegt gewesen. Es lief wirklich nicht für Kovac und sein dezimiertes Team.

    Jakic war es dann auch, der mit dem 3:1 (79.) für die Vorentscheidung sorgte. Bei seinem Flachschuss aus 20 Metern machte Pervan aber keine gute Figur, der Ball war haltbar. Den in Unterzahl spielenden Gastgebern gelang es nicht mehr, die Partie noch einmal spannend zu machen. Nach dem Schlusspfiff gab es Pfiffe von den VfL-Fans und auch “Kovac raus”-Rufe.

    26.Spieltag, 16.03.2024 15:30 Uhr

    VfL Wolfsburg

    1

    FC Augsburg

    3

    Tore:

    VfL Wolfsburg:
    Pervan – Baku (78. Majer), Lacroix, Zesiger, Maehle – Svanberg (87. Vranckx), Arnold – Tomás (67. A. Sarr), Wimmer, Paredes (86. Rogério) – Wind

    FC Augsburg:
    Dahmen – Mbabu, Gouweleeuw, Uduokhai, Iago – Jakic – F. Jensen (65. Biel), A. Maier (76. Engels) – Vargas (76. M. Pedersen) – Tietz (83. S. Michel), Demirovic (82. Beljo)

    Zuschauer:
    21735

    Weitere Daten zum Spiel


    Weitere Informationen

    Sveindis Jane Jonsdottir (Wolfsburg, 23), Lena Sophie Oberdorf (Wolfsburg, 5), Spielerinnen vom VfL Wolfsburg, enttäuscht nach der Niederlage bei der TSG Hoffenheim © imago / foto 2 press

    Herber Dämpfer für den VfL: Die Niedersächsinnen unterlagen im Kraichgau 1:2. Immerhin: Kapitänin Alexandra Popp verletzte sich nicht schwer.
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    Dieses Thema im Programm:

    Sport aktuell |
    16.03.2024 | 18:17 Uhr

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  • Kristijan Jakic vor Trainingseinstieg am Donnerstag

    Kristijan Jakic vor Trainingseinstieg am Donnerstag


    Mittelfeldspieler Kristijan Jakić stand am Mittwoch nicht mit seinen Teamkollegen auf dem Trainingsplatz des FC Augsburg. Aufgrund von muskulären Problemen im Adduktorenbereich, die im Freiburg-Spiel zu seiner Auswechslung geführt hatten, wurde der Kroate noch geschont.


    Seine Rückkehr ins Mannschaftstraining ist laut Informationen der Augsburger Allgemeinen aber schon für Donnerstag angesetzt. Sollte der 27-Jährige die Einheiten bis zum Wochenende problemlos überstehen, steht einem Einsatz gegen Borussia Dortmund (Samstag, 15:30 Uhr) nichts im Wege.

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  • FC Augsburg will Vertrag mit Mert Kömür verlängern

    FC Augsburg will Vertrag mit Mert Kömür verlängern


    Mittelfeldspieler Mert Kömür hat beim FC Augsburg bereits das eine oder andere Mal für positive Akzente gesorgt. Der 19-Jährige gilt als großes Versprechen für die Zukunft und soll dementsprechend möglichst langfristig an den Verein gebunden werden.


    Laut Angaben der Sport Bild strebt der FCA daher eine vorzeitige Verlängerung des aktuell bis 2027 datierten Vertrags an. Ob Kömür seine Unterschrift setzt, bleibt abzuwarten.

    Zuletzt kam der beidfüßige Kömür vermehrt in der Bundesliga zum Einsatz, was ihm eine sportliche Perspektive aufzeigt. Beim 0:0 gegen den 1. FSV Mainz 05 sprang am 21. Spieltag sogar ein Startplatz für ihn heraus.

    Quelle: Sport Bild

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  • FCA-Profi Claude-Maurice ein Kandidat beim VfB

    FCA-Profi Claude-Maurice ein Kandidat beim VfB


    Alexis Claude-Maurice hat sich beim FC Augsburg nach und nach zu einer festen Größe im Team von Trainer Jess Thorup entwickelt. Der offensive Mittelfeldspieler kam erst im vergangenen Sommer ablösefrei aus Nizza und sorgt bereits jetzt für Interesse anderer Vereine.


    Laut Sport Bild soll der VfB Stuttgart ein Auge auf den 26-Jährigen geworfen haben. Hintergrund ist der drohende Abgang Enzo Millots, der im nächsten Sommer per Ausstiegsklausel (rund 20 Millionen Euro) wechseln könnte. Borussia Dortmund zeigte zuletzt zumindest loses Interesse.

    Neben Claude-Maurice, der beim FCA noch über ein gültiges Arbeitspapier bis 2027 verfügt, sollen die Stuttgarter auch Ibrahim Maza (Hertha BSC) und Muhammed Damar (von Hoffenheim an Elversberg verliehen) im Visier haben.

    Quelle: Sport Bild

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  • Kristijan Jakic klagt über Adduktorenprobleme

    Kristijan Jakic klagt über Adduktorenprobleme


    Die Auswechslung von Kristijan Jakić im Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg hatte verletzungsbedingte Gründe. Der defensive Mittelfeldspieler des FC Augsburg wurde in der Schlussphase (78.) wegen Adduktorenproblemen durch Arne Maier ersetzt.


    „Er hatte es selbst zu mir gesagt“, berichtete Trainer Jess Thorup im Nachgang auf der Pressekonferenz über die Bitte des 27-Jährigen, sich vorzeitig auswechseln zu lassen. „Er hatte die Woche hindurch ein bisschen Adduktorenprobleme und das ist jetzt (während des Spiels) etwas schlimmer geworden.“

    Wie es um die Einsatzfähigkeit des Kroaten mit Blick auf das nächste Duell mit Borussia Dortmund (Samstag, 15:30 Uhr) bestellt ist, wird sich zeigen.

    Quelle: Pressekonferenz

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  • Remis in Augsburg: Freiburg verpasst fünften Sieg in

    Remis in Augsburg: Freiburg verpasst fünften Sieg in


    Bundesliga

    Aktualisiert am 02.03.2025, 20:20 Uhr

    Der SC Freiburg hat seinen fünften Sieg am Stück in der Fußball-Bundesliga verpasst, im Kampf um Europa beim FC Augsburg aber wenigstens ein Remis gerettet.

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    Im Duell zweier Defensiven in Topform präsentierten sich die Breisgauer beim torlosen Unentschieden erstaunlich schwerfällig. Die Augsburger um ihren Schlussmann Finn Dahmen, der mit 433 Minuten ohne Gegentor einen Vereinsrekord aufstellte und gleichzeitig deutlich verbesserte, sind nun schon seit acht Spielen ungeschlagen.

    Freiburg ist Fünfter

    Die Freiburger liegen nach dem Unentschieden vor 29.651 Zuschauern mit 40 Punkten als Fünfter weiter sogar aussichtsreich im Champions-League-Rennen. Die Augsburger sind mit 32 Zählern im Sorglos-Mittelfeld, Steve Mounié traf in der Nachspielzeit nur den Pfosten.

    Die Südbadener, die mit einem fünften Sieg am Stück ihren Vereinsrekord eingestellt hätten, wollen in ihrem Heimspiel nächste Woche RB Leipzig im Rennen um Europa weiter hinter sich lassen. Der FCA muss beim wieder etwas stabileren BVB in Dortmund antreten.

    Was macht man gegen einen Champions-League-Kandidaten? Man gibt Gas. Das war die Marschroute der Augsburger vom Anpfiff an. Alexis Claude-Maurice, vor einer Woche mit einem Hattrick gegen Borussia Mönchengladbach der Matchwinner, gab schon nach 60 Sekunden eine erste Kostprobe ab. Der Schuss des Franzosen wurde allerdings abgeblockt.

    Onyekas Hammer an die Latte

    Die Freiburger ließen die Augsburger anschließend mit kluger Raumaufteilung nicht zur Entfaltung kommen – das war jedoch nicht von langer Dauer. Einen unsauber geklärten Ball von Vincenzo Grifo hämmerte Frank Onyeka (24.) von der Strafraumgrenze an die Unterkante der Latte. Torwart Noah Atubolu wäre geschlagen gewesen.

    Und nur drei Minuten später rauschte Dimitrios Giannoulis in einen Diagonalball von der rechten Seite von Antreiber Fredrik Jensen. Der Linksfuß konnte den Ball mit seinem schwächeren Fuß aber nicht kontrollieren. Die Augsburger waren klar am Drücker – doch auch Stürmer Phillip Tietz (45.+2) traf aus bester Position mit freier Sicht auf Atubolu einfach nicht.

    Beste mit der Topchance

    Die Hausherren waren auch nach dem Seitenwechsel die energischere Mannschaft. Die Freiburger dagegen agierten weiter zu behäbig, kamen aber zumindest ab und an gefährlich vor Dahmens Tor. Nur Sekunden nach seiner Einwechslung scheiterte Jan-Niklas Beste (63.) am FCA-Keeper.

    Brandgefährliche Szenen bekamen die Fans anschließend fast nicht mehr geboten, auch wenn die Augsburger mit einem Pfostenkracher durch den eingewechselten Mounié dem Lucky Punch näher waren als die Gäste. (dpa/bearbeitet von fra)

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  • Bollwerke von FC Augsburg und SC Freiburg halten auch

    Bollwerke von FC Augsburg und SC Freiburg halten auch


    Stand: 02.03.2025 21:41 Uhr

    Sie sind derzeit einfach nicht zu knacken – auch, wenn sie aufeinandertreffen. Der FC Augsburg und SC Freiburg haben sich am Sonntag (02.03.2025) torlos getrennt und ihre Zu-Null-Serien fortgesetzt.

    Sebastian Hochrainer

    Zum Abschluss des 24. Spieltags kam es zum Duell von zwei der aktuell formstärksten Teams in der Bundesliga. Augsburg hatte aus den vorherigen sieben Partien 15 Punkte geholt und war dreimal in Folge ohne Gegentor geblieben. Bei Freiburg hatte in den vergangenen vier Spielen sogar die Null gestanden, alle Partien wurden gewonnen, zuletzt gab es sogar ein 5:0 gegen Werder Bremen.

    • Zum Live-Ticker: Augsburg – Freiburg
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    • 24. Spieltag
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    Augsburg hat Chancen, aber nutzt sie nicht

    Die Defensivreihen der beiden Mannschaften sind aktuell die Prunkstücke – und das zeigte sich auch im Spiel. Vor allem Freiburg konzentrierte sich darauf, Augsburg agierte mutiger und kontrollierte die Partie. Es dauerte ein wenig bis zur ersten Chance, die es dann aber gleich in sich hatte. Frank Onyeka versuchte es per Direktabnahme aus 16 Metern und SC-Keeper Noah Atubolu konnte den Ball gerade noch an die Latte lenken (24.).

    Auch in der Folge wurde es nur vor dem Freiburger Tor gefährlich, doch Augsburg machte zu wenig aus den Möglichkeiten. Zweimal Dimitrios Giannoulis (27./38.) und Fredrik Jensen (44.) schlossen nach Flanken zu ungenau ab, Phillip Tietz schoss den Ball aus zwölf Metern völlig freistehend genau in die Arme von Atubolu (45.+2). So hielten sich auch nach der ersten Halbzeit beide Teams weiter schadlos.

    Beste lässt die beste Möglichkeit liegen

    Freiburg machte nach vorne fast gar nichts, erhöhte die offensive Intensität nach der Pause aber wenigstens etwas. Merlin Röhl hatte in der 57. Minute den ersten nennenswerten Abschluss aus 18 Metern, mit dem Finn Dahmen, der mit über 400 Minuten ohne Gegentor einen neuen Vereinsrekord aufstellte, aber keine Probleme hatte.

    Seine ganze Klasse zeigte Dahmen dann, als Jan-Niklas Beste wenige Sekunden nach dessen Einwechslung vor ihm auftauchte, im Eins-gegen-eins aber nicht am Augsburger Torhüter vorbeikam (63.). Es war die größte Chance der Partie und ein Beleg dafür, dass sich die Kräfteverhältnisse verschoben hatten – der Sportclub war nun die bessere Mannschaft, der FCA dagegen nicht mehr so stark.

    Freiburg schafft es vor wegweisendem Leipzig-Duell nicht auf Platz vier

    Das änderte sich dann aber plötzlich wieder, innerhalb von zwei Minuten hatte Augsburg dann wieder drei Abschlüsse, bei denen wieder das Manko der ersten Halbzeit Bestand hatte – die fehlende Genauigkeit. In den letzten 20 Minuten plätscherte die Partie allerdings nur noch vor sich hin, keine Mannschaft bemühte sich noch sonderlich um den Sieg. In der Nachspielzeit vergab Mounié dann doch noch die Riesenchance auf einen Heimsieg, er traf aber nur den Pfosten (90.+3).

    “Für mich war das eine der besten Leistungen in dieser Saison, wenn man nach einem Unentschieden gegen ein Topteam enttäuscht ist, zeigt das, dass man was richtig gemacht hat. Und das hat die Mannschaft”, sagte FCA-Coach Jess Thorup im Sportschau-Interview. Sein Gegenüber Julian Schuster sah “zu wenige offensive Akzente seiner Mannschaft”, lobte aber “die unglaublich intensive” Arbeit seiner Defensive.

    René Kirsch, Sportschau, 02.03.2025 19:52 Uhr

    So blieb Augsburg zum vierten Mal in Folge ohne Gegentor, Freiburg zum fünften Mal – die Breisgauer verpassten allerdings den Sprung auf Platz vier. Am kommenden Samstag (08.03.2025, 18.30 Uhr) geht es für sie dann im Duell zweier Königsklassen-Anwärter gegen RB Leipzig darum, sich im Kampf um die Champions League festzusetzen. Für Augsburg geht es ein paar Stunden vorher bei Borussia Dortmund weiter.

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  • Tobias Sippel gegen Alexis Claude-Maurice: Borussia

    Tobias Sippel gegen Alexis Claude-Maurice: Borussia


    Der Torwart Tobias Sippel feiert in diesem Jahr bei Borussia Mönchengladbach sein Zehnjähriges. 2015 war er vom 1. FC Kaiserslautern an den Niederrhein gewechselt, aber eine sportliche Erfolgsgeschichte ist das nicht geworden. Der 36 Jahre alte Pfälzer ist über den Status des Ersatztorhüters in Gladbach nie hinausgekommen. Und selbst, dass er an diesem Samstag zwei Jahre nach seinem zuvor letzten Bundesligaspiel und in seinem womöglich letzten Profijahr in der 32. Minute noch einmal eingewechselt wurde, war kein Akt der Anerkennung. Sondern pure Not.

    Die Gladbacher sind mit guten Torhütern eigentlich derart gesegnet, dass sie das Talent Jan Olschowsky an Alemannia Aachen verliehen und das Talent Jonas Kersken an Arminia Bielefeld verkauft haben. Im Bundesligakader war der Schweizer Jonas Omlin lange verletzt, sodass sich stattdessen Moritz Nicolas nicht nur zum Stammtorwart, sondern sogar zu einem der besten Torhüter der Bundesliga gemausert hatte.

    :Ein Aufwärtstrend. Jetzt aber wirklich!

    6:0 gewonnen, vier Tore von Serhou Guirassy: Wird jetzt alles gut in Dortmund? Beim Sieg gegen Union Berlin tragen die entscheidenden BVB-Spieler immerhin dazu bei, dass sich die Debatte um die Transferpolitik etwas beruhigt.

    Nicolas aber musste sich in der vergangenen Woche einer Adduktoren-OP unterziehen und fällt für den Rest der Saison aus. Der dafür ins Tor zurückgekehrte Omlin wurde am Samstag im Heimspiel gegen den FC Augsburg in der 28. Minute nach einer Notbremse gegen den Augsburger Fredrik Jensen des Feldes verwiesen. Und so stieg der Oldie Sippel binnen einer Woche plötzlich und unerwartet vom dritten Torwart zur Nummer eins auf.

    In seiner zehnten Saison in Mönchengladbach bestritt Sippel am Samstag erst sein 19. Bundesligaspiel für die Borussia. Er, immer nur der Torwart auf Abruf, hätte gegen Augsburg also plötzlich dazu beitragen sollen, dass Gladbach mit einem vierten Sieg binnen fünf Spielen näher an die internationale Zone der Bundesligatabelle herankommt. Doch das ist gründlich schiefgegangen. Sippel, im Stich gelassen von einer miserabel verteidigenden Mannschaft, musste in der zweiten Halbzeit binnen einer Viertelstunde drei Gegentore hinnehmen (55., 61., 70.). Diesen Hattrick zelebrierte ein Augsburger, der erst seit September dort spielt und binnen sechs Monaten 17 Bundesligaspiele gemacht hat – also fast genauso viele wie Borussias Torwart in zehn Jahren.

    „Mit diesem Comeback habe ich eigentlich schon gar nicht mehr gerechnet“, sagte Sippel

    Gladbachs 0:3-Niederlage gegen Augsburg lässt sich reduzieren auf das Duell des Pfälzer Torhüters Sippel mit dem französischen Offensivspieler Alexis Claude-Maurice. Der 26-Jährige, im vergangenen Sommer ablösefrei vom französischen Erstligisten OGC Nizza gekommen, erzielte im Borussia-Park seine Saisontreffer sieben, acht und neun und fügte Sippel in dessen 19. Bundesligaspiel die zehnte Niederlage zu. Das Leben ist um Fairness bisweilen nicht allzu bemüht.

    „Mit diesem Comeback habe ich eigentlich schon gar nicht mehr gerechnet“, sagte Sippel hinterher gefasst. Mit 36 wirft einen so ein Spiel nicht mehr groß aus der Bahn. „Mit ein bisschen mehr Spielrhythmus hätte ich das eine oder andere Tor vielleicht auch verhindern können“, mutmaßte er und lag damit wohl richtig. In der Erwartung, dass Omlin für zwei Spiele gesperrt werden dürfte, braucht Gladbach für die nun umso bedeutsameren Spiele in Heidenheim und gegen Mainz also eine Entscheidung in der Torhüterfrage – und da scheint es noch nicht ausgemacht zu sein, dass Sippel im Tor bleibt. Mit Maximilian Brüll, 22, und Maximilian Neutgens, 20, aus der zweiten Mannschaft (vierte Liga) stünden auch zwei talentierte Keeper zur Verfügung.

    Dem Franzosen Claude-Maurice ist durch die Gladbacher Unpässlichkeiten derweil etwas Historisches widerfahren, denn im 14. Bundesligajahr des FC Augsburg ist er der Erste, dem ein sog. lupenreiner Hattrick (drei Treffer binnen einer Halbzeit) gelungen ist. „Das ist eine große Ehre für mich“, sagte er, „aber ohne das Team wäre das nicht möglich gewesen.“ Auch sein Trainer Jess Thorup war einen Tag nach seinem 55. Geburtstag mit seinem 50. Bundesligaspiel äußerst zufrieden: „Alexis hat es hervorragend gemacht. Und dass wir jetzt seit sieben Ligaspielen ungeschlagen sind, gibt uns Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.“



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  • Henri Koudossou verpasst auch das Freiburg-Spiel

    Henri Koudossou verpasst auch das Freiburg-Spiel


    Für Henri Koudossou läuft es in der Rückrunde nicht so richtig rund. Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr wird er von Verletzungsproblemen zurückgeworfen. Nach drei verpassten Spielen und einem zwischenzeitlichen Kurzcomeback sind es wieder muskuläre Probleme, die ihn ausbremsen – auch für die kommende Partie.


    Augsburgs Jess Thorup verriet vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg (Sonntag, 17:30 Uhr), dass sich an der personellen Situation im Vergleich zum vergangenen Spieltag nichts verändert hat. Auch dann war Koudossou bereits ausgefallen.

    Wie andere verletzte Spieler arbeitet der Außenverteidiger noch individuell an seinem Comeback. Ob für das Bundesliga-Duell mit Borussia Dortmund am 8. März einer von ihnen zurückzuerwarten ist, vermochte Thorup noch nicht zu sagen.

    Für Koudossou sind die Zwangspausen jedenfalls ein Rückschlag im Kampf um die Startelf. In der Zeit kurz vor und nach der Winterpause war er immerhin jeweils zweimal von Beginn an für Augsburg aufgelaufen.

    Quelle: Pressekonferenz

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  • Reece Oxford verzeichnet gute Fortschritte im Training

    Reece Oxford verzeichnet gute Fortschritte im Training


    Nach längerer Zeit hat Augsburgs Trainer Jess Thorup mal wieder eine Wasserstandsmeldung zu Reece Oxford abgegeben. Zwar hat sich nichts daran geändert, dass der gesundheitlich schwer zurückgeworfene Engländer keine Option für den FCA darstellt, im Trainingsbetrieb scheint er aber merklich vorangekommen zu sein.


    „Bei Reece kann ich sagen, dass er jetzt mehrere Wochen mittrainiert hat. Er macht im Moment fast alles mit der Mannschaft und er ist auf einem guten Weg“, berichtete Thorup am Freitag.

    Vor dem Hintergrund, dass Oxfords bislang letzter Einsatz für Augsburg fast zwei Jahre zurückliegt und er sich erst seit vergangenem Herbst behutsam an das Mannschaftstraining herantastet, ist das durchaus als Erfolg für den Verteidiger zu werten, dessen lange Zwangspause auf eine Long-COVID-Erkrankung zurückzuführen ist.

    Thorup hatte vor der Winterpause die Hoffnung geäußert, dass sich Oxford so weit steigern kann, dass er irgendwann tatsächlich unverhofft zur Kadermöglichkeit avanciert.

    Quelle: Pressekonferenz

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