Schlagwort: Deutschland

  • Zuschauerboom: Fans strömen in die Stadien – BVB und Schalke

    Zuschauerboom: Fans strömen in die Stadien – BVB und Schalke


    Der Profi-Fußball in Deutschland boomt. Das zeigt sich vor allem an den Zuschauerzahlen. Mehrere Revierklubs vermelden Rekorde.

    Die 1. und 2. Bundesliga boomen. Seit dem Ende der Corona-Pandemie strömen Jahr für Jahr immer mehr Fans in die Stadien. Beide Ligen vermeldeten in der Hinrunde einen Zuschauer-Rekord – zum zweiten Mal in Folge. Insgesamt setzten die 36 Profi-Klubs in der Hinrunde 10,38 Millionen Tickets ab, rund 100.000 mehr als in der Hinrunde der bisherigen Rekordsaison 2023/24, wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) mitteilte. Die Bundesliga kommt auf einen Durchschnitt von 38.079 Zuschauern pro Partie.

    Bei Borussia Dortmund läuft es sportlich derzeit zwar alles andere als gut, doch auf die Fans können sich die Westfalen weiter verlassen. Mit durchschnittlich 81.365 Besuchern sehen so viele Zuschauer wie in keinem anderen deutschen Stadion die Spiele der Borussia. Zumindest im Zuschauer-Ranking ist der BVB damit meisterlich. Der zweite Bundesligist aus dem Revier, der VfL Bochum, trägt seine Heimspiele an der Castroper Straße im Schnitt vor 25.547 Zuschauern aus – und belegt damit deutschlandweit immerhin Platz 23.

    Auffällig in der Bundesliga ist, dass auch Vereine, die in der Vergangenheit Probleme hatten, ihr Stadion voll zu bekommen, in dieser Hinrunde kaum auf ihren Karten sitzen blieben – und dabei sogar häufig ausverkauft meldeten. Klubs wie der FSV Mainz 05 oder der FC Augsburg steigerten ihre Besucherzahlen um teils mehrere Tausend Zuschauer pro Spiel. Ausreißer nach unten, bei denen massenweise Plätze in den Stadien leer blieben, gab es kaum noch. Eine weitere Statistik, die den Zuschauer-Boom bestätigt: Dreizehn der achtzehn Bundesligisten hatten bei ihren Heimspielen bisher eine 100-prozentige Auslastung im Heimbereich. Nur bei Mainz, Augsburg, Wolfsburg, Hoffenheim und Leipzig waren bei Bundesliga-Spielen noch Karten für Heimfans zu erhalten.

    Die leicht gestiegenen Eintrittspreise waren für die Fans der 18 Erstliga-Teams kein Hindernis: Eine Eintrittskarte in der Bundesliga kostete im Schnitt 26,75 Euro, lediglich 27 Cent mehr als im Vorjahr. Stehplätze gibt es zu fanfreundlichen Preisen für durchschnittlich 11,99 Euro zu haben. In der 2. Bundesliga kostete eine Eintrittskarte im Schnitt 22,56 Euro – ebenfalls ein leichter Anstieg zur Vorsaison.

    Schalke Zuschauer-Primus in Liga zwei

    In der 2. Bundesliga sind neben dem spannenden Aufstiegskampf natürlich auch die vielen Traditionsvereine für die hohen Zuschauerzahlen verantwortlich. Neben Schalke 04 sind auch der Hamburger SV, der 1. FC Köln, Hertha BSC oder der 1. FC Kaiserslautern Zugpferde der 2. Bundesliga und tragen ihre Spiele vor großen Kulissen aus. Durchschnittlich pilgerten 29.761 Fans bisher in die Stadien der Zweitligisten. Nie zuvor waren es so viele. Mit 4,55 Millionen Tickets erzielte die 2. Bundesliga zudem den höchsten Verkaufswert ihrer Geschichte. Der FC Schalke hat mit durchschnittlich 61. 455 Besuchern die meisten Zuschauer und steht mit diesem Wert ligaübergreifend auf Platz drei. Nur der FC Bayern und Borussia Dortmund begrüßen mehr Zuschauer zu ihren Heimspielen.

    Zuschauer: RWE lässt MSV hinter sich

    Auch in der 3. Liga sahen mit bisher 11.150 Zuschauern im Schnitt so viele Fans die Spiele, wie in keiner Saison zuvor. Die Fans von Rot-Weiss Essen trugen bisher auch in hohem Maße zu diesem Rekord bei. Mit 16.449 Zuschauern verzeichnet das Stadion an der Hafenstraße durchschnittlich die fünftmeisten Zuschauer aller Drittligisten. Im deutschlandweiten Ranking bedeutet das noch vor einigen Bundesligisten Rang 33.

    Nicht mehr im Profi-Fußball zu finden ist seit dieser Saison der MSV Duisburg. Die Meidericher waren vergangenes Jahr sang- und klanglos in die Regionalliga abgestiegen. Kein Grund aber für die Fans der Wedauer den Kopf in den Sand zu stecken. Der MSV erlebte eine regelrechte Renaissance und löste in Duisburg eine große Euphorie aus. In „Jetzt-erst-Recht“-Haltung rannten die MSV-Fans den Zebras die Bude ein und steigerten ihren Zuschauerschnitt von 12.119 in der 3. Liga auf 16.141 in der Regionalliga. Damit steht der MSV auf Rang 34 im deutschlandweiten Vergleich – einen Platz hinter RWE.



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  • Champions League: 0:3- und 0:7-Debakel – wieso diese Leihe

    Champions League: 0:3- und 0:7-Debakel – wieso diese Leihe


    0:10 nach zwei Spielen liest sich erst einmal katastrophal. Das ist es auch. Eine Leihgabe von Borussia Dortmund profitiert dennoch – wenn auch nicht vom Ergebnis.

    Auf den ersten Blick liest sich die Champions-League-Bilanz von Stade Brest verheerend. In den Playoffs mussten die Franzosen gegen den Ligarivalen Paris Saint-Germain ran – und gingen in Summe mit 0:3 und 0:7 baden. Über die gesamten 180 Minuten stand dabei auch Soumaila Coulibaly auf dem Feld.

    Die Leihgabe von Borussia Dortmund spielt eine Saison mit Höhen und Tiefen, wobei die Höhen im Vergleich zu den Vorsaisons überwiegen. Klar: Ende des vergangenen Jahres zog sich der 21-jährige Innenverteidiger eine Beckenverletzung zu, die ihn bis in den Januar hinein ausbremste. Aber er sammelt Spielpraxis auf höchstem Niveau, die er in Dortmund nicht bekommen hätte.

    Und das eben vor allem in der Champions League. Von acht möglichen Spielen hat Coulibaly da sieben absolviert, sechs in der Startelf. Er hat beim 1:1 gegen Bayer 04 Leverkusen ebenso dabei mitgeholfen, die Werkself-Offensive in Schach zu halten, wie er beim 0:3 gegen Real Madrid Lehrgeld gezahlt hat.

    In der Liga hat er Ende Januar beim 1:0-Sieg gegen AC Le Havre sein Comeback gegeben. Zuletzt saß er dreimal 90 Minuten auf der Bank. Brest ist Neunter. Das internationale Geschäft ist aktuell vier Punkte entfernt. Für Coulibaly geht es jetzt darum, sich seinen Stammplatz zurückzuholen und wietere, wertvolle Spielpraxis zu bekommen.

    Coulibalys Zeit beim BVB war bisher unglücklich

    Soumaila Coulibaly wurde ausgebildet bei Paris Saint-Germain in Frankreich, 2021 wechselte er zu Borussia Dortmund. In der Saison 2022/23 saß er jedoch meistens auf der Bank, BVB-Trainer Edin Terzic vertraute anderen Spielern. In seinem ersten und einzigen Bundesliga-Spiel patzte Coulibaly, der immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden ist, beim wilden 3:3 gegen den VfB Stuttgart böse.

    Die Dortmunder verspielten eine 2:0-Führung und mussten sich mit dem Remis begnügen. Ein schwerer Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft, den der BVB letztlich denkbar knapp gegen den FC Bayern verlor. Beim dritten Gegentor in der 97. Minute patzte Coulibaly. Er trat über den Ball. Bei Instagram musste er dafür eine Reihe von rassistischen Beleidigungen über sich ergehen lassen.

    Unter dem Strich verlief seine BVB-Zeit enttäuschend – eben auch, weil er immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden ist. Die Saison 2023/24 hat Coulibaly bei Royal Antwerpen verbracht, wo es schon besser lief. Aber auch hier musste er mehrfach verletzt passen.

    Jetzt will er bei Stade Brest weiter Spielpraxis sammeln. Im kommenden Sommer steht die Rückkehr zum BVB an.



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  • Borussia Dortmund: Pflicht erfüllt – “Alles andere wäre eine

    Borussia Dortmund: Pflicht erfüllt – “Alles andere wäre eine


    Statt Rückenwind für das wichtige Spiel gegen Union Berlin gab es für den BVB nur ein 0:0 gegen Sporting Lissabon. Was Sebastian Kehl positiv stimmt.

    Als Giovanni Reyna in der 71. Minute frei vor Rui Silva auftauchte, schien ein träger Champions-League-Abend für Borussia Dortmund doch noch sein glückliches Ende zu nehmen. Der US-Amerikaner hatte gerade die Strecke von der Ersatzbank bis in den Strafraum von Sporting Lissabon zurückgelegt, da lag ihm der Ball auch schon vor den Füßen.

    Doch anstatt ins kurze Eck traf Reyna nur den Pfosten – und stolperte den Nachschuss vorbei. Bezeichnend. So stand am Ende ein 0:0, mit dem Borussia Dortmund zwar seine Pflicht getan, aber keine Begeisterung ausgelöst hat. Die Rehabilitation für das 0:2 beim VfL Bochum blieb vor dem richtungsweisenden Heimspiel gegen Union Berlin am Samstag, 22. Februar, 18:30 Uhr, aus.

    Dabei wäre die Partie gegen Sporting Lissabon dafür prädestiniert gewesen. Nach dem 0:3 im Hinspiel waren die Topstars Trincao und Viktor Gyökeres gar nicht erst mit nach Deutschland gereist. Sporting präsentierte sich harmlos, ließ den BVB spielen und ergab sich seinem Schicksal.

    Allein belohnt haben sich die Dortmunder nicht. „Wir hätten das Spiel gewinnen müssen“, konstatierte Trainer Niko Kovac. Seine Mannschaft hat sich nicht belohnt. Nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen.

    Borussia Dortmund: Pflicht erledigt, mehr aber auch nicht

    „Wir haben keinen Zauberfußball gespielt. Es ging darum, dass wir das Ergebnis, das wir uns in Lissabon erarbeitet haben, durchbringen“, sagte Kovac diplomatisch auch mit Blick auf den FC Bayern München, der sich am Dienstag gegen Celtic Glasgow enorm schwergetan hat. Und dennoch hätte den Dortmundern ein souveräner Sieg über die schwachen Portugiesen mehr als gutgetan. „Dass die Mannschaft im Moment nicht vor Selbstvertrauen strotzt, ist klar“, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl. „Wir haben ein seriöses Spiel gemacht und wollten vor allem zu Null spielen. Alles andere als das Weiterkommen wäre eine große Katastrophe gewesen. Wir machen kleine Schritte nach vorne.“

    Mit Union Berlin kommt am Samstag nun eben wieder eine ganz ähnliche Mannschaft ins Westfalenstadion: defensiv kompakt, mit schnellen Konterspielern. Ein Profil, gegen das Borussia Dortmund erst am vergangenen Samstag in Bochum nicht angekommen ist. „Es wird sicherlich ein ganz anderes Spiel werden. Wir sind unter Zugzwang, das wissen wir auch. Wir wissen aber auch, dass Union Aufwind bekommen hat. Wir werden sie über 90 Minuten bearbeiten müssen“, sagte Kovac.

    Kehl wurde noch etwas konkreter. Er sieht in den schnellen Außenspielern einen möglichen Schlüssel für das Union-Spiel: „Wir werden einen schnellen Spielaufbau und eine schnelle Spielverlagerung brauchen. Gerade gegen Union Berlin wird das extrem wichtig sein. Ähnlich wie die Bochumer werden sie sehr kompakt stehen und die Zweikämpfe annehmen wollen. Union wird eine hitzige Atmosphäre erzeugen wollen. Darauf müssen wir uns einstellen.“

    Denn am Ende sind eben Siege die dominierende Währung bei Borussia Dortmund. „Wir wissen um die Kritik, die im Moment auf uns einprasselt. Da müssen wir zusammenstehen. Am Ende werden uns nur Erfolgserlebnisse helfen“, sagte Kehl. Am besten schon gegen Union Berlin.



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  • Borussia Dortmund: Pflicht erfüllt – “Alles andere wäre eine große Katastrophe gewesen”

    Borussia Dortmund: Pflicht erfüllt – “Alles andere wäre eine große Katastrophe gewesen”


    Statt Rückenwind für das wichtige Spiel gegen Union Berlin gab es für den BVB nur ein 0:0 gegen Sporting Lissabon. Was Sebastian Kehl positiv stimmt.

    Als Giovanni Reyna in der 71. Minute frei vor Rui Silva auftauchte, schien ein träger Champions-League-Abend für Borussia Dortmund doch noch sein glückliches Ende zu nehmen. Der US-Amerikaner hatte gerade die Strecke von der Ersatzbank bis in den Strafraum von Sporting Lissabon zurückgelegt, da lag ihm der Ball auch schon vor den Füßen.

    Doch anstatt ins kurze Eck traf Reyna nur den Pfosten – und stolperte den Nachschuss vorbei. Bezeichnend. So stand am Ende ein 0:0, mit dem Borussia Dortmund zwar seine Pflicht getan, aber keine Begeisterung ausgelöst hat. Die Rehabilitation für das 0:2 beim VfL Bochum blieb vor dem richtungsweisenden Heimspiel gegen Union Berlin am Samstag, 22. Februar, 18:30 Uhr, aus.

    Dabei wäre die Partie gegen Sporting Lissabon dafür prädestiniert gewesen. Nach dem 0:3 im Hinspiel waren die Topstars Trincao und Viktor Gyökeres gar nicht erst mit nach Deutschland gereist. Sporting präsentierte sich harmlos, ließ den BVB spielen und ergab sich seinem Schicksal.

    Allein belohnt haben sich die Dortmunder nicht. „Wir hätten das Spiel gewinnen müssen“, konstatierte Trainer Niko Kovac. Seine Mannschaft hat sich nicht belohnt. Nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen.

    Borussia Dortmund: Pflicht erledigt, mehr aber auch nicht

    „Wir haben keinen Zauberfußball gespielt. Es ging darum, dass wir das Ergebnis, das wir uns in Lissabon erarbeitet haben, durchbringen“, sagte Kovac diplomatisch auch mit Blick auf den FC Bayern München, der sich am Dienstag gegen Celtic Glasgow enorm schwergetan hat. Und dennoch hätte den Dortmundern ein souveräner Sieg über die schwachen Portugiesen mehr als gutgetan. „Dass die Mannschaft im Moment nicht vor Selbstvertrauen strotzt, ist klar“, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl. „Wir haben ein seriöses Spiel gemacht und wollten vor allem zu Null spielen. Alles andere als das Weiterkommen wäre eine große Katastrophe gewesen. Wir machen kleine Schritte nach vorne.“

    Mit Union Berlin kommt am Samstag nun eben wieder eine ganz ähnliche Mannschaft ins Westfalenstadion: defensiv kompakt, mit schnellen Konterspielern. Ein Profil, gegen das Borussia Dortmund erst am vergangenen Samstag in Bochum nicht angekommen ist. „Es wird sicherlich ein ganz anderes Spiel werden. Wir sind unter Zugzwang, das wissen wir auch. Wir wissen aber auch, dass Union Aufwind bekommen hat. Wir werden sie über 90 Minuten bearbeiten müssen“, sagte Kovac.

    Kehl wurde noch etwas konkreter. Er sieht in den schnellen Außenspielern einen möglichen Schlüssel für das Union-Spiel: „Wir werden einen schnellen Spielaufbau und eine schnelle Spielverlagerung brauchen. Gerade gegen Union Berlin wird das extrem wichtig sein. Ähnlich wie die Bochumer werden sie sehr kompakt stehen und die Zweikämpfe annehmen wollen. Union wird eine hitzige Atmosphäre erzeugen wollen. Darauf müssen wir uns einstellen.“

    Denn am Ende sind eben Siege die dominierende Währung bei Borussia Dortmund. „Wir wissen um die Kritik, die im Moment auf uns einprasselt. Da müssen wir zusammenstehen. Am Ende werden uns nur Erfolgserlebnisse helfen“, sagte Kehl. Am besten schon gegen Union Berlin.



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  • Champions League – „Egal“: BVB-Sportdirektor Kehl gibt nicht

    Champions League – „Egal“: BVB-Sportdirektor Kehl gibt nicht


    Dortmund (dpa) – Pflichtaufgabe erfüllt, jetzt zählt erst einmal nur die Bundesliga. Selbst die Achtelfinal-Auslosung der Champions League interessiert Borussia Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl nur am Rande. „Ehrlich gesagt ist es mir egal, gegen wen wir am Ende spielen“, sagte Kehl nach dem 0:0 am Abend im Playoff-Rückspiel gegen Sporting Lissabon. Das Hinspiel hatte Dortmund 3:0 gewonnen.

    Wenn am Freitag in Nyon dem BVB der OSC Lille oder Aston Villa als Achtelfinalgegner zugelost werden, sind die Dortmunder längst in der Vorbereitung auf das Bundesligaspiel einen Tag später gegen Union Berlin (18.30 Uhr/Sky). „Der Fokus liegt jetzt einzig und allein auf Union Berlin. Wir wollen dieses Heimspiel unbedingt gewinnen“, sagte Kehl. 

    Erstmals seit 2015/2016 Champions League wieder ohne BVB?

    Er hätte auch sagen können: Wir müssen unbedingt gewinnen. Denn nach zuletzt zwei Niederlagen in den ersten beiden Ligaspielen unter dem neuen Trainer Niko Kovac liegt die selbst ernannte zweite Kraft im deutschen Fußball in der Bundesliga tatsächlich nur auf Platz elf. Und hat bereits acht Punkte Rückstand auf das Minimalziel Rang vier. 

    Erstmals seit zehn Jahren droht damit eine Saison ohne Königsklassen-Fußball in Dortmund. „Natürlich müssen wir uns mit diesen Szenarien beschäftigen. Es gibt unterschiedliche Kalkulationen, die wir angestellt haben. Wir haben in diesem Wettbewerb aber noch Chancen, Einnahmen zu generieren, mit denen wir nicht geplant haben“, sagte Kehl dazu bei DAZN.

    Ganz so uninteressant ist die Champions League für den BVB dann also natürlich doch nicht. Zumal die Auslosung günstig und ein Weiterkommen auch in der nächsten Runde absolut möglich erscheint. „Natürlich wollen wir auch die weitere Runde überstehen“, sagte Kehl dazu. Das Achtelfinal-Hinspiel findet bereits in zwei Wochen, das Rückspiel in drei Wochen statt.

    © dpa-infocom, dpa:250220-930-380510/1



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  • Champions League – „Nicht mehr als nötig“: Tristes 0:0 bringt Dortmund weiter – Sport

    Champions League – „Nicht mehr als nötig“: Tristes 0:0 bringt Dortmund weiter – Sport


    Dortmund (dpa) – Die Bosse von Borussia Dortmund schauten ernst und ratlos, die Fans schickten ihre schwer verunsicherten Profis mit verhaltenem Applaus in die Kabine. Der BVB steht nach einer trostlosen Nullnummer gegen Sporting Lissabon zwar im Achtelfinale der Champions League – hat dabei aber alles andere als eine magische Europacup-Nacht erlebt.

    Dem in der Bundesliga übel abgestürzte Revier-Riesen bleibt die Königsklasse immerhin als Trostpflaster. „Wir haben nicht mehr gemacht als nötig. Es war ein kontrolliertes Weiterkommen, würde ich sagen. Nichtsdestotrotz müssen wir lernen, solche Spiele zu gewinnen“, sagte Kapitän Emre Can nach dem 0:0 im Playoff-Rückspiel. 

    Grimmige Mienen von Watzke und Co.

    Der verschossene Elfmeter von Serhou Guirassy (59. Minute) stand sinnbildlich für den wankenden BVB, der vom deutlichen 3:0 in Portugal im Hinspiel zehrte. Auf der Tribüne zeigten Hans-Joachim Watzke, Lars Ricken und Matthias Sammer grimmige Mienen, die so gar nicht zum Erreichen der Runde der letzten 16 passten. Wohl aber zur gezeigten Leistung vor 80.300 Zuschauern im nicht komplett ausverkauften EM-Stadion.

    Am Freitag (12.00 Uhr) wird dem BVB entweder der OSC Lille oder Aston Villa als Gegner für das Achtelfinale zugelost. Auch dies scheint trotz der aktuellen Lage des kriselnden Bundesliga-Elften machbar. „Ich schätze die Mannschaften ähnlich stark ein“, sagte Can. Als deutsche Vertreter stehen zudem Bayer Leverkusen und Bayern München unter den letzten 16 Teams. 

    BVB-Coach Niko Kovac war zufrieden (Foto: Bernd Thissen/dpa)

    Trainer Niko Kovac hatte vor dem Spiel angekündigt, das ramponierte Selbstbewusstsein seiner Profis stärken und in erster Linie über deren Stärken sprechen zu wollen. „Der Kopf macht die Beine müde beziehungsweise schwer. Wir müssen schauen, dass der Kopf frei und leicht ist“, hatte der neue BVB-Coach unmittelbar vor der Partie bei DAZN gesagt.

    Kovac stärkt seine Profis zunächst 

    So erhielten einige der zuletzt so enttäuschenden Spieler trotz der beiden Niederlagen in den ersten beiden Ligaspielen unter Kovac erneut eine Chance. Unter anderem blieb auch Marcel Sabitzer in der Startelf. Der Österreicher war es auch, der nach 27 Minuten mit einem satten Schuss ein erstes Zeichen setzte. Sporting-Keeper Rui Silva musste mit einer Glanztat retten.

    Dortmunder spielte recht gefällig und war klar spielbestimmend. Viele Torchancen kamen dabei aber nicht herum. Lissabon war zudem offensiv extrem ungefährlich und das Spiel somit recht ereignisarm.

    Zur zweiten Halbzeit hatte Kovac dann aber offenbar genug vom erneut ganz schwachen und lustlos wirkenden Jungstar Jamie Gittens. Der Engländer musste in der Pause runter, für ihn kam Maximilian Beier. Die Dortmunder blieben feldüberlegen, agierten aber zumeist ungefährlich. Die Verunsicherung der jüngsten Bundesliga-Ereignisse spielte beständig mit. 

    Auch der zuletzt enttäuschende Julian Brandt bekam wieder eine Chance. (Foto: Bernd Thissen/dpa)

    Guirassy scheitert kläglich vom Punkt

    Wie es um das Nervenkostüm bestellt ist, zeigte sich nach knapp einer Stunde, als Guirassy einen Foulelfmeter kläglich verschoss. Die Ausführung des Angreifers, die Silva fangen konnte, kam einem Rückpass gleich. Der Sporting-Keeper hatte Karim Adeyemi zuvor von den Beinen geholt. Kurz darauf musste auch Guirassy runter.

    Der BVB hatte weiterhin deutlich mehr Ballbesitz, es fehlte aber der letzte Zug zum Tor. Überhaupt wirkte das gesamte Spiel pomadig und tempoarm. Trotz des Weiterkommens dürfte Kovac noch viel Arbeit vor sich haben. Der 53-Jährige hatte ohnehin die Champions League derzeit nur als I-Tüpfelchen bezeichnet. 

    Entscheidend ist für Kovac vorerst das Auftreten in der Liga. Dort ist am Samstag gegen Union Berlin ein Sieg Pflicht, um eine erneute Teilnahme an der Champions League nicht völlig unwahrscheinlich werden zu lassen. Aktuell liegen die Westfalen acht Punkte hinter Rang vier. 

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    © dpa-infocom, dpa:250219-930-380295/2



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  • Reiner Calmund stellt Wirtz auf eine Stufe mit

    Reiner Calmund stellt Wirtz auf eine Stufe mit


    “Kategorie Seeler, Beckenbauer, Matthäus”

    Manager-Legende Calmund adelt Wirtz: “Ein Weltstar”

    19.02.2025 – 17:19 UhrLesedauer: 1 Min.

    imago images 0783587596Vergrößern des Bildes

    Reiner Calmund: Der ehemalige Manager von Bayer Leverkusen war voll des Lobes für Florian Wirtz. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago)

    Reiner Calmund hält große Stücke auf Florian Wirtz. Leverkusens Ex-Manager sieht den 21-Jährigen bereits in einer Reihe mit deutschen Fußball-Legenden.

    Der Offensivspieler sei “eines der größten Talente, das Deutschland je hervorgebracht hat” und bereits jetzt “ein Weltstar”. Wirtz bringe Talent, Qualität und eine starke Mentalität mit, erklärte der 76-Jährige, der fast 30 Jahre für Bayer Leverkusen tätig war.

    In dieser Saison sorgt Wirtz mit starken Leistungen für Aufsehen. In 35 Pflichtspielen erzielte er bislang 15 Tore und bereitete zwölf weitere Treffer vor. Laut Calmund zählt der Nationalspieler “aktuell zum Kreis der fünf Kandidaten für den Ballon d’Or” und könne in Zukunft sogar die Nummer eins werden – “vorausgesetzt, dass er gesund bleibt”.

    Besonders der FC Bayern soll an einer Verpflichtung des Spielmachers interessiert sein. Vor dem direkten Duell am vergangenen Wochenende (0:0) hatten sich die Münchner in den Medien offensiv zu Wirtz geäußert. Sein Vertrag in Leverkusen läuft allerdings noch bis 2027, sein Marktwert wird auf 140 Millionen Euro geschätzt. Wirtz selbst betonte zuletzt, dass er sich in seiner Heimat im Rheinland wohlfühlt.



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  • Sporting Lissabon: Vor BVB-Spiel – Fans zünden Pyro und schießen Raketen

    Sporting Lissabon: Vor BVB-Spiel – Fans zünden Pyro und schießen Raketen


    Die Fans von Sporting Lissabon haben die Hoffnung auf ein Weiterkommen gegen Borussia Dortmund noch nicht aufgegeben. Das untermalen sie auch optisch.

    Der Gästeblock des Dortmunder Westfalenstadions ist gut gefüllt. Rund 4500 Fans von Sporting Lissabon haben die Reise aus Portugal auf sich genommen und glauben offensichtlich noch daran, dass ihr Team den 0:3-Rückstand gegen den BVB noch drehen kann. Und einige hatten noch mehr als die fromme Hoffnung auf das Champions-League-Achtelfinale im Gepäck.

    Denn rund 15 Minuten vor Anpfiff ging eine kleine Blockfahne im Gästesektor hoch, unter der dann wiederum eine handvoll Portugiesen wieder zum Vorschein kamen. Vermummt, um Pyrotechnik zu zünden. Mit grünen Fackeln sorgten sie für einen Gästeblock in Vereinsfarben, schossen aber auch Silvesterraketen. Ein in den Fankurven zunehmend beliebtes, aber auch noch umstritteneres Stilmittel als die Bengalos selbst. Schließlich könnten die Raketen am Dach hängenbleiben.

    In Dortmund ist das nicht passiert. Nach rund fünf Minuten war die Einlage vorbei und die Heimfans übernahmen das Kommando auf den Rängen. Kein Wunder: Aus dem Hinspiel hat ihre Mannschaft durch die Tore von Serhou Guirassy, Pascal Groß und Karim Adeyemi eine 3:0-Führung mit nach Dortmund gebracht.

    Gerade nach der 0:2-Niederlage beim VfL Bochum soll das Champions-League-Spiel unter der Woche die schnelle Rehabilitation bringen. Denn am Wochenende steht direkt die nächste knifflige Aufgabe an: Am Samstag, 22. Februar, 18:30 Uhr, kommt das zuletzt wieder erstarkte Union Berlin zum Topspiel ins Westfalenstadion.

    Dazu ist Sporting Lissabon ohne seine Topstars Trincao und natürlich Viktor Gyökeres angereist. Der Vorfreude der Lissabon-Fans tat all das dennoch keinen Abbruch. Sie sammelten sich bereits am Mittag am alten Markt in Dortmund und zogen unter lauten Gesängen zum Westfalenstadion. Dort fanden sie sich in beachtlicher Zahl im Gästeblock ein, um ihre Mannschaft doch noch in das Champions-League-Achtelfinale einziehen zu sehen.



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  • VfL Bochum: Krauß – “Die Szene mit der neuen Torhymne

    VfL Bochum: Krauß – “Die Szene mit der neuen Torhymne


    Zu Hause läuft es, jetzt muss der VfL Bochum auch mal auswärts ein anderes Gesicht zeigen. Vielleicht können die Spieler die Emotionen aus dem BVB-Sieg transportieren.

    Nach wenigen Wochen fällt das erste Fazit eindeutig aus: Der VfL Bochum hat lange mit Wintertransfers gewartet, doch scheinbar hat es sich gelohnt. Denn Tom Krauß (ausgeliehen vom FSV Mainz 05) und Georgios Masouras (ausgeliehen von Olympiakos Piräus), Doppeltorschütze gegen den BVB, haben geholfen, dass der VfL wieder an den Bundesliga-Klassenerhalt glauben kann.

    Kraus kam in allen drei Partien nach seinem Wechsel zum Einsatz und besticht mit seiner Art zu spielen im Mittelfeld. Vor allem den Sieg gegen Borussia Dortmund wird er so schnell nicht vergessen, denn es war besonderer Besuch im Ruhrstadion. “Meine Familie war nach viereinhalb Monaten hier, toll, dass sie bei so einer Partie dabei waren.”

    So konnten sie den ersten Derbysieg ihres Sohnemannes im Ruhrgebiet sehen, mit Schalke war ihm das gegen den BVB nicht vergönnt. Zwar erklärt der 23-Jährige, dass Fußball ein Tagesgeschäft ist, der volle Fokus nun schon dem kommenden Gegner aus Wolfsburg gelte, aber: So ganz schnell konnte er nach dem 2:0 gegen den BVB nicht zum Alltag umschalten.

    Er verrät: “Die Szene mit der neuen Torhymne habe ich mir sehr oft angeschaut. Das sind Emotionen, die man sich als Spieler wünscht.” Zweimal wurde nach den Treffern von Masouras der Sirtaki gespielt.

    Jetzt geht es zum VfL Wolfsburg, der mittlerweile voll in der Saison angekommen ist und zuletzt nach Rückstand noch 2:1 beim VfB Stuttgart gewinnen konnte.

    Krauß betont: “Es kommt nicht von ungefähr, dass man in Stuttgart 2:1 gewinnt. Wenn wir aber unsere Emotionen wieder hereinbringen, dann ist was drin. Nach dem Auftritt gegen den BVB müssen wir uns vor nichts verstecken.”

    Auch auswärts nicht, wo der VfL Bochum bisher kaum ein Bein auf den Boden bekommen hat. Zuletzt gab es ein 2:2 bei Holstein Kiel, nun soll endlich der erste Dreier in der Fremde her, will man nicht wieder zu Hause unter Druck stehen, unbedingt gewinnen zu müssen.

    Krauß: “Wir dürfen kein frühes Gegentor bekommen, da hat Timo Horn uns gegen den BVB im Spiel gehalten. Wir müssen einfach den Abstiegskampf wieder so annehmen, um die Punkte zu holen.” cb / gp



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  • VfL Bochum – BVB: Trotz BVB-Pyro – Sicherheitskonzept ging auf – massiv Pyro sichergestellt

    VfL Bochum – BVB: Trotz BVB-Pyro – Sicherheitskonzept ging auf – massiv Pyro sichergestellt


    Der Einsatz von Pyrotechnik der BVB-Anhänger in Bochum wäre deutlich größer ausgefallen, wären nicht viele Pyro-Fackeln vor dem Spiel sichergestellt worden.

    Fußball-Bundesligist VfL Bochum hat die Aufarbeitung des Derbys gegen Borussia Dortmund beendet. Was das Sicherheitskonzept angeht, das der VfL zusammen mit den Sicherheitsbehörden und dem Security-Dienstleister Klüh erarbeitete, zeigt man sich mit dem Ergebnis zufrieden.

    Auch wenn es zum Start der Begegnung im BVB-Fanlager zu massiven pyrotechnischen Zwischenfällen kam. Zuvor seien trotzdem bereits etliche pyrotechnische Gegenstände und Masken zur Vermummung sichergestellt worden. Den entsprechenden Personen wurde kein Zutritt zum Stadion gewährt, nachdem die Personalien aufgenommen wurden.”

    Was der VfL bei seiner Analyse auch hervorhebt, ist die Tatsache, dass Gästefans weiter nicht in den Heimbereich gelassen werden. 40 Dortmunder seien so daran gehindert worden, im Bochumer Heimbereich ihren Platz einzunehmen. Von denen haben lediglich zwei Personen das Angebot angenommen und die Clearingstelle aufgesucht.

    Hintergrund: Immer wieder kam es früher in solchen Fällen zu Auseinandersetzungen, die sich zum Teil nicht nur aufs Verbale beschränkten, sondern mitunter in gewalttätigen Auseinandersetzungen mündeten, die auch vor Kindern und Jugendlichen nicht Halt machten. Die Zahl der Übergriffe, insbesondere auf Gästefans, hat seitdem rapide abgenommen. Die Bochumer erklären: “Dass es dabei auch zu Härtefällen kommen kann, ist allen Beteiligten bewusst und bedauerlich, ändert aber nichts an der konsequenten Umsetzung seitens der Sicherheitsstellen.”

    Ein Nachspiel wird der 2:0-Erfolg des VfL allerdings noch haben, zu Lasten des Gastvereins aus Dortmund: Seitens der DFB-Sicherheitsbeobachter ist der massive Einsatz von Pyrotechnik auf Dortmunder Seite vermerkt worden, der unter anderem auch eine Spielfortsetzung kurzzeitig unmöglich machte, was beizeiten ein Urteil nach sich ziehen wird.



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