Waldemar Anton saß beim 3:0-Sieg gegen Sporting Lissabon in der Champions League über die volle Distanz auf der Bank von Borussia Dortmund. Es scheint so, als hätte der Abwehrspieler seinen Stammplatz in der Innenverteidigung unter Neu-Trainer Niko Kovač vorerst verloren.
„Das hat nichts mit dem unglücklichen Eigentor (gegen den VfB Stuttgart, Anm. d. Red.) zu tun, sondern Schlotti kam wieder und auf der Seite hat man dann einen klaren Linksfuß. Das ist schon ein Vorteil“, erklärte Kovač den Bankplatz für Anton. Neben Schlotterbeck ist Emre Can unter dem Kroaten aktuell gesetzt. „Emre macht es im Moment richtig gut, da freue ich mich sehr darüber. Wir lassen es erst mal so, wie es in Lissabon war.“
Ob Kovač auch eine Systemumstellung auf eine Dreierkette vornehmen könnte, ließ der Coach offen: „Es ist nicht in Stein gemeißelt, mit welcher Kette wir spielen. Die Mannschaft kann alles und es geht um die Prinzipien. Wir müssen auch auf den Gegner reagieren. Ich möchte mich deswegen nicht auf ein spezielles System festlegen.“
Gut möglich, dass Anton am Wochenende gegen den VfL Bochum (Samstag, 15:30 Uhr) trotzdem in der Anfangsformation des BVB zu finden sein wird. Und zwar auf der Position des Rechtsverteidigers, auf der der gesperrte Julian Ryerson ersetzt werden muss. In Zukunft dürfte es der 28-Jährige jedoch schwer haben.
Quelle: Pressekonferenz
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Ungewohntes Lob von Kovac BVB-Prügelknabe Emre Can glänzt in neuer Rolle
14.02.2025, 21:40 Uhr
Emre Can hat sich in der Innenverteidigung von Borussia Dortmund festgespielt. Auf der neuen Position kann der Kapitän dem BVB deutlich mehr helfen. Der neue Trainer Niko Kovac ist voll des Lobes und sehnt dennoch die Rückkehr eines Innenverteidigers herbei.
Das ungewohnte Lob kam von höchster Stelle, doch Emre Can blieb ganz bescheiden. “Wenn er so weitermacht”, sagte Trainer Niko Kovac über seinen Kapitän, der vom Mittelfeld in die Abwehrzentrale umgezogen ist, “ist er sicherlich derjenige, der die Position im Moment am besten bekleidet.” Das mag seltsam klingen, immerhin hat Borussia Dortmund in der Innenverteidigung neben dem gesetzten Nico Schlotterbeck noch die potenziellen Nationalspieler Waldemar Anton und Niklas Süle zur Verfügung. Doch Can, der in der Vergangenheit oftmals arg kritisiert worden war, harmoniert derzeit hervorragend mit Schlotterbeck – und steht als gelernter Mittelfeldspieler in der Hierarchie der Innenverteidiger vor der namhaften Konkurrenz.
“Mit Emre kannst du eine hohe Kette spielen, weil er schnell ist”, lobte Schlotterbeck, der aufgrund der besseren Technik meist den Spielaufbau übernimmt. Bereits unter Kovacs Vorgänger Nuri Şahin spielte Can mitunter in der Abwehr. “Ich finde, er macht das mit und gegen den Ball gut, hat eine hohe Geschwindigkeit”, so Schlotterbeck.
Endlich mal wieder ein Spiel ohne Gegentor
In der Champions League beim 3:0 bei Sporting Lissabon blieb der BVB erstmals seit Ende November ohne Gegentreffer. Stürmer Viktor Gyökeres, von zahlreichen europäischen Spitzenteams begehrt, hatte in Laufduellen mit Can mehrfach das Nachsehen. Chancen ließen der Kapitän und die gesamte Dortmunder Abwehr in Portugal kaum zu, mit dieser neuen Stabilität will der BVB nun in der Bundesliga eine Aufholjagd starten.
Er sei sicher, betonte Can, dass Anton und Süle ihre Sache ebenso gut machen würden. Er spiele dort, wo ihn der Trainer aufstelle, und an seiner Herangehensweise ändere sich sowieso nie etwas. “Alles reinhauen”, lautet Cans Devise, auch in der Liga beim VfL Bochum am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) wird der Kapitän wieder in der Innenverteidigung spielen.
Im Mittelfeld offenbart Can große Probleme
Dort ist Can derzeit wertvoller als auf seiner angestammten Position im Mittelfeldzentrum, auf der er immer wieder große Probleme offenbarte. Kovac sieht dort eher Pascal Groß und Marcel Sabitzer, Julian Brandt spielt ebenfalls zentral, aber weiter vorne. Aus der Abwehr heraus soll Can, dessen Wort Gewicht hat, das Spiel von hinten mit Übersicht lenken. Er kommuniziert viel mit Schlotterbeck und trägt so zur Stabilität bei.
Es ist jedoch auch höchste Zeit, dass sich Dortmund fängt. Ein sicheres Gerüst fehlt dem BVB seit Saisonbeginn, 36 Gegentore in nur 21 Ligaspielen sind aberwitzig. Seit dem elften Spieltag hat Dortmund nicht mehr zu null gespielt, und in Bochum tut sich der BVB seit dem Aufstieg des VfL schwer. Der letzte Ligasieg beim Ruhr-Rivalen gelang im März 2010, zuletzt gab es in Bochum dreimal ein 1:1. Dabei braucht der BVB jetzt dringend eine Erfolgsserie für ein versöhnliches Ende einer bislang ganz schwachen Saison. Vielleicht ja mit Emre Can in ungewohnter Hauptrolle im Abwehrzentrum.
Für Ramy Bensebaini reicht die Zeit bis zum Bundesliga-Spiel gegen den VfL Bochum aller Voraussicht nach nicht aus, um für den Kader von Borussia Dortmund zur Verfügung zu stehen. Der Linksverteidiger verpasste bereits das Champions-League-Spiel in Lissabon aufgrund einer Muskelverhärtung.
„Es sieht so aus, dass Ramy weiterhin nicht zur Verfügung steht“, so Cheftrainer Niko Kovač auf der Pressekonferenz am Freitag. „Das heißt, die Verhärtung ist zwar auf dem Weg der Besserung, aber noch nicht so, dass er ein Bundesliga-Spiel bestreiten kann.“
Als Ersatz dürfte Neuzugang Daniel Svensson für die Startelf bereitstehen. Der Schwede kam bereits gegen die Portugiesen von Beginn an zum Einsatz und wusste durch eine stabile Leistung zu überzeugen.
Quelle: Pressekonferenz
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Das jetzt auch noch. Borussia Dortmund hat sich endgültig mit dem Big-City-Virus infiziert. Der Bundesliga-Gigant aus dem Ruhrgebiet ist gelähmt und zeigt Verhaltensmuster, die den Hauptstadtklub Hertha BSC aus dem modernen Fußball führten. Heilung ist nicht in Sicht.
Da lagen sie nun vor dem Tor und da standen sie nun im Tor, hinter ihnen sangen und jubelten die Fans und vor ihnen gruppierten sich die Fotografen. Es war ein Ereignis, das festgehalten werden musste. Der Aufstieg in die Fußball-Bundesliga hatte sich allein für dieses Spiel für die Geschichtsbücher am 14. Januar 2025 gelohnt. Die Profis von Holstein Kiel hatten jeden Grund, so richtig glücklich zu sein. Mit 4:2 (3:0) hatten sie gerade Borussia Dortmund aus dem Stadion gefegt.
Die Spieler von Kiel hatten sich in den letzten Minuten nach einer Roten Karte für Lewis Holtby gegen den unbeholfen anrennenden BVB nicht nur erfolgreich gegen den Ausgleich gestemmt, nein sie hatten darüber hinaus noch ein wunderbares Außenseitertor geschossen. Noch in 50 Jahren werden sich die Menschen in Kiel an den Moment erinnern, als Fiete Arp an diesem kalten Dienstagabend im Holstein-Stadion zum 4:2 ins leere Tor von Borussia Dortmund traf. Es war nichts anderes als ein Jahrhunderttor, eines, das auch kurzfristig zumindest für die nächsten Wochen sogar den Klassenerhalt in der Bundesliga möglich erscheinen lässt.
Wie Arps später Stich ins Dortmunder Herz in vier Monaten beim BVB gewertet wird, ist hingegen noch lange nicht absehbar. Momentan deutet jedoch vieles darauf hin, dass die Katastrophe in Kiel, denn nichts anderes war diese Pleite beim Aufsteiger, als Symbol für den Niedergang eines aus der Zeit fallenden Giganten stehen wird. Nach der schlechtesten Hinrunde seit zehn Jahren hechelt der BVB der wirtschaftlich so wichtigen Qualifikation für die Königsklasse mindestens fünf, vielleicht sogar acht Punkte hinterher. Auch eine Qualifikation für die Europa oder Conference League erscheint momentan außer Reichweite. Wieder einmal müssen die großen Linien bemüht werden, um zu verstehen, auf welchem fatalen Kurs der Finalteilnehmer der letztjährigen Champions League sich befindet. Kurzfristig kann es bereits an diesem Spieltag noch in die zweite Hälfte der Tabelle gehen, langfristig sogar noch tiefer. Denn die Diagnose ist ein Schock für alle.
Zwischen Manchester und Berlin
Borussia Dortmund, der ehemals zweite Leuchtturm der Bundesliga, leidet an dem Manchester-United-Syndrom eines abstürzenden Top-Klubs. Er nimmt sich immer sehr wichtig und denkt, dass nur, weil früher alles in Ordnung war, auch die Zukunft golden erscheinen wird. Das lähmende Gift der Erinnerung macht den Klub handlungsunfähig. Er bleibt immer dort, wo er schon ist. Er agiert mit den immer gleichen Methoden und erzählt die immer gleichen Geschichten. Bis sich Beobachter gelangweilt abdrehen, bis die Substanz immer schlechter wird und kaum noch Möglichkeiten bleiben, die Richtung zu ändern.
Trainer kommen und Trainer gehen. Unter den Bedingungen des Familien-Unternehmers Hans-Joachim Watzke aus dem Sauerland. Nach außen sind sie alle eins, im Inneren jedoch zutiefst uneinig. Vereinsvereiner wie Edin Terzić werden ohne große Not zum Rücktritt gedrängt, weil sie nicht so schönen Fußball spielen lassen. Präsidenten sollen auf Mitgliederversammlungen instrumentalisiert werden. Rüstungsunternehmen treten als Sponsor auf, während die Verteidigung auf dem Platz zusammenbricht, wie die “Süddeutsche Zeitung” vor einigen Monaten bemerkte.
Neben dem Manchester-United-Syndrom hat Borussia Dortmund sich jedoch noch mit dem “Big-City-Virus” infiziert. Noch gefährlicher! Dieser riss vor weit über fünf Jahren Hertha BSC in den Abgrund. Rückblick: Der durch Lars Windhorst kurzfristig zu Geld gekommene Klub hatte sich im Sommer 2019 von Trainer Pal Dardai getrennt. Der Dardai-Ball hatte dem Klub in den Jahren zuvor zwar Stabilität gebracht, doch es sollte mehr sein. Als alle mit einem großen Namen rechneten, zauberte der da bereits umstrittene Sportvorstand Michael Preetz den vereinseigenen Übungsleiter Ante Covic aus dem Hut. Das Experiment scheiterte. Der Verein verlor in den fatalen Wochen unter Trainer Jürgen Klinsmann endgültig die Kontrolle. Externe Kräfte entwickelten eine Wucht, die alles zerstörte, was der Klub aufgebaut hatte. Bald ging auch Preetz, bald ging auch der langjährige Präsident Werner Gegenbauer.
Dieser Tage spielt der Hauptstadtklub in der zweiten Liga, kämpft weiter mit finanziellen Problemen, hat jedoch etwas geschaffen, was größer ist als die 90 Minuten auf dem Platz. Sportlicher Erfolg soll weiter her, die Rückkehr in die erste Liga auch, doch nicht mehr zu jedem Preis. Doch diese Entkopplung vom modernen Fußball, die unter dem vor genau einem Jahr verstorben Kay Bernstein zum “Berliner Weg” wurde, ist schmerzhaft und macht aus einem internationalen Leuchtturm einen Klub, der kaum mehr über Stadtgrenzen strahlt.
Andere Klubs sind längst attraktiver
So verlockend also der Hertha-Absturz für das Wohlbefinden der Fangemeinschaft auch der Dortmunder ist, so kann sich der Klub diese Abwesenheit von Ambitionen kaum leisten. Es gibt keinen kontrollierten Absturz im Fußball. Alles drängt nach oben und was sich dort nicht hält, fällt brutal.
Problematisch wird es daher nun, wenn die verzweifelten Erklärungsversuche der Borussia wieder nur in Stillstand münden und mit den ewig gleichen Forderungen nach “Konsequenzen” für diese mit allerhand Adjektiven umschriebenen Katastrophen garniert werden und diese allesamt ohne Folgen bleiben. Denn Stillstand ist der unsichtbare Begleiter des Rückschritts. In diesem Konstrukt ohne Konsequenzen ist mal der eine sauer und mal der andere. Es ist für Außenstehende kaum mehr zu durchschauen, worauf sie gerade sauer sind. Meist sind es Niederlagen. Sie stärken sich dabei so lange den Rücken, bis nichts mehr zu stärken ist. Bis der nächste Umbruch kommt, der den Kader wieder ein wenig schlechter macht.
“Windhund” Maxi Beier ist noch lange nicht in Dortmund angekommen.
(Foto: IMAGO/Kirchner-Media)
Aus Jadon Sancho wird dann Donyell Malen, aus Jude Bellingham wird Felix Nmecha, aus Erling Haaland erst Sebastien Haller, dann Niclas Füllkrug und dann Serhou Guirassy. Aus Mats Hummels wird Waldemar Anton und aus dem ewigen Marco Reus wird der ewige Julian Brandt. Nichts wird besser. Alles wird egaler – und andere Klubs werden begehrter. Weil sie die attraktiveren Trainer haben, weil sie ein besseres Scouting haben, weil sie eine bessere Geschichte erzählen und die Spieler sich im Durchlauferhitzer Bundesliga dort besser für ihre Karriere aufladen können. Es darf bezweifelt werden, ob Dortmund im aktuellen Zustand noch einmal ein Juwel wie Haaland erbeuten könnte.
Kehl, kaum verlängert und schon wieder angezählt
Das ist ein Problem für den BVB, der von der Entwicklung dieser Stars lebt und die großen Transfers braucht, um den Kader zu finanzieren. Oft erzählt. Und momentan im Hintergrund. Denn der Klub hat ganz akute Probleme. Er muss aktuell entscheiden, wie er vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt am Freitag (20:30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) reagieren soll. Der Trainer bleibt. So viel ist klar. Er bekommt mindestens noch ein Endspiel in diesen Tagen, in denen sich für den BVB Endspiel an Endspiel reiht. Jede Partie könnte das Ende ihrer Ambitionen sein. In Europa, wo die direkte Qualifikation für das Achtelfinale nicht mehr sicher ist, und in der Bundesliga, wo jede weitere Niederlage die Aufgabe unlösbarer macht.
Sahin, sagte Sportvorstand Lars Ricken in Kiel, habe die Mannschaft “vor dem Spiel nicht nur taktisch, sondern auch emotional hervorragend eingestellt”, berichtete jedoch auch davon, dass er beim Team bereits vor der Partie fehlende Überzeugung bemerkt habe. “Es liegt nicht am Trainer, wir Spieler sind dafür verantwortlich”, sagte Kapitän Emre Can. Sahin und Co. hätten immer einen Matchplan, aber “wir kriegen es nicht hin. Wir können so nicht Fußball spielen”, sagte er: “Das hat was mit Ehre zu tun. Bei allem Respekt vor Kiel.”
Bezeichnend dabei ist die Vertragsverlängerung mit Sportdirektor Sebastian Kehl, der große Teile des Kaders zu verantworten hat. Schon lange wird rund um den Verein über die Arbeit des ehemaligen Kapitäns getuschelt. Zufrieden ist kaum jemand, manche äußern ihr Mitleid für den Mann im Haifischbecken Dortmund. Als sich nun dem Klub jedoch die Chance bot, Kehls Vertrag im kommenden Sommer auslaufen zu lassen, bekam er einen neuen angeboten. Was nur eine Verlängerung der Tuschelei darstellt, denn schon berichten jene, die um den Verein herumschwirren, von der Möglichkeit einer Entlassung im Sommer.
Der letzte glückliche Moment liegt lange zurück
In diesem Winter aber muss Kehl erst einmal neue Spieler ranschaffen. Der auf Kante genähte Kader, der nach dem Abgang des Niederländers Donyell Malen weiter an Substanz verloren hat, soll mal wieder kurzfristig auf Erfolg getrimmt werden. Der Blick, so ist überall zu lesen, richtet sich dabei wieder einmal auf die Ersatzbank von Chelsea. Dort tummeln sich die Spieler, nach denen der uninspirierte BVB greift. Sie sind jung, teuer und ohne Spielpraxis. Chelseas Plan dabei: Im Westfalenstadion sollen diese ihren Marktwerten aufmöbeln, damit sie danach für gutes Geld verkauft werden können. Wenn es nicht klappt, gibt es noch genug andere Spieler. Für den BVB müssen die Transfers jedoch sitzen.
Those were the days, my friend.
(Foto: IMAGO/Moritz Müller)
Der Klub hängt an dem Tropf des modernen Fußballs. Der Klub braucht das Geld der internationalen Wettbewerbe, sie brauchen die Anerkennung Europas und der Welt, um ihr System am Laufen zu halten. Denn das “Big-City-Virus” übertrumpft das “Manchester-United-Syndrom”. Das ist ein Problem. Manchester United hält aufgrund der Besonderheiten des englischen Systems den Kopf zumindest finanziell weiter über Wasser.
Als Dortmund das letzte Mal so richtig glücklich war, stürmten die Spieler vor die Kurve, manche rissen die Grenzen nieder und fanden sich auf einmal neben den Ultras wieder. Sie gingen ineinander auf und freuten sich gemeinsam diebisch über den Einzug ins Finale der Champions League. Das war im Mai 2024. Der BVB hatte in Paris gewonnen. Die Spieler standen vor der Tribüne, hinter ihnen sangen die Fans und die Fotografen gruppierten sich, um diese Momente für die Ewigkeit festzuhalten. In Kiel stiegen nun einige Fans über den Zaun und redeten auf die Spieler ein. Meist sind das die letzten Zuckungen, bevor alles noch viel schlimmer wird. Fragen Sie nach in Berlin, fragen Sie aber auch nach in Hamburg oder auf Schalke.
Der frühere Dortmund-Trainer Edin Terzic wird mit einem möglichen Engagement bei Tottenham Hotspur in Verbindung gebracht.
Bis zum Sommer 2024 war Edin Terzic Trainer von Borussia Dortmund, nun könnte der 42-Jährige möglicherweise vor einem Engagement in der Premier League stehen.
Wie das Portal “Teamtalk” berichtet, wird der frühere BVB-Coach als möglicher neuer Trainer von Tottenham Hotspur gehandelt.
Bei den Spurs steht der aktuelle Amtsinhaber Ange Postecoglu nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen unter Druck.
Zuletzt flogen die Londoner innerhalb von nur vier Tagen zunächst aus dem Ligapokal und dann auch noch dem FA-Cup raus. In der Premier League ist Tottenham zudem nur auf Rang 14.
Zwar soll Spurs-Besitzer Daniel Levy weiterhin an Postecoglu festhalten wollen, allerdings dürften im Hintergrund schon Vorbereitungen laufen, sollte sich die sportliche Situation unter dem Australier nicht verbessern.
Die Premier League wäre für Terzic kein komplettes Neuland, immerhin war er beim Londonern Spurs-Rivalen West Ham einst von August 2015 bis November 2017 als Co-Trainer von Slaven Bilic.
Als Cheftrainer arbeitete der Deutsch-Kroate Terzic hingegen bislang nur in Dortmund. Den Revierklub führte er im Frühjahr 2024 sogar bis ins Finale der Champions League. Nach der Niederlage im Endspiel gegen Real Madrid entschieden sich Terzic und der BVB zur Trennung nach zwei gemeinsamen Jahren.
Zuvor war Terzic auch schon von Ende 2020 bis zum Sommer 2021 Trainer des BVB. Damals beendete er sein Engagement mit dem Gewinn des DFB-Pokals.
Die Ära Kovac beim BVB startet mit einigen Baustellen. Intern sollen die Rollen von Pascal Groß, Waldemar Anton und das harte Training Thema sein
Beim BVB werden vor dem richtungsweisenden Champions-League-Spiel bei Sporting in Lissabon offenbar pikante Themen intern auf den Tisch gebracht. Im Fokus stehen dabei wohl besonders zwei Stars – und das intensive Training von Niko Kovac.
Das hat er sich alles sicher ganz anders vorgestellt …
Im Winter wechselte Donyell Malen von Borussia Dortmund in die Premier League zu Aston Villa. Für die Dienste des Niederländers überwiesen die „Villans“ 25 Millionen Euro Ablöse.
Beim Premier-League-Klub hat Malen jetzt aber schnell Schiffbruch erlitten. Für die nächsten Aufgaben in der Champions League wurde der Offensivstar nicht nominiert. Ein schwerer Schlag für Malen.
Malen nach BVB-Abgang „sehr enttäuscht“
Wie das englische Portal „The Athletic“ berichtet, sei der Ex-BVB-Akteur „sehr enttäuscht“ von der Entscheidung seines neuen Arbeitgebers.
Borussia Dortmund muss am Samstag (15:30 Uhr) beim VfL Bochum die rechte Abwehrseite neu besetzen. Durch die Sperre von Julian Ryerson wäre Yan Couto eine naheliegende Alternative, doch die Startelfrolle dürfte wohl Waldemar Anton übernehmen.
Trainer Niko Kovač erklärte auf der Pressekonferenz, dass er sich noch einen genaueren Eindruck von Couto machen müsse: „Ich bin knapp zehn Tage hier und muss mir noch ein klareres Bild machen.“ Der Brasilianer sei erst vor kurzem in die Bundesliga gekommen, während andere Spieler bereits etabliert seien. Zudem sei er „schon eher ein Wingback als ein Fullback“.
Dennoch dürfte Couto in den kommenden Wochen seine Chance bekommen. „Er wird auch seine Minuten bekommen, die Frage ist wann und wie schnell“, so Kovač. Für das Bochum-Spiel habe der BVB-Coach bereits eine Lösung gefunden: „Wir haben da schon eine gute Idee und ich hoffe, dass diese auch aufgeht.“
Quelle: Pressekonferenz
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Nach über zwei Monaten Verletzungspause feierte Niklas Süle am Dienstag im Champions-League-Spiel gegen Sporting CP (3:0) sein Comeback für Borussia Dortmund. Trainer Niko Kovač zeigte sich erfreut über die Rückkehr des Innenverteidigers.
„Er ist nach den beiden Verletzungen wieder dabei. Das Training ist gut verarbeitet worden, aber wir wissen, dass Spielrhythmus etwas völlig anderes ist“, erklärte der Coach auf der Pressekonferenz am Freitag. Daher sei der 29-Jährige bereits gegen die Portugiesen eingewechselt worden, um wieder ein Gefühl für Raum, Gegner und Geschwindigkeit zu bekommen.
Ob Süle am Samstag (15:30 Uhr) beim Bundesliga-Schlusslicht VfL Bochum wieder zum Einsatz kommen wird, ließ Kovač offen: „Niki ist morgen sicherlich auch eine Alternative. Wir müssen schauen, wie wir das – gerade in Bezug auf die Ryerson-Sperre – regeln.“ Allerdings brauche der Abwehrspieler noch Zeit, um nach der langen Pause wieder in Topform zu kommen: „Man kann jetzt acht Wochen nicht so einfach wegreden.“
Unter dem neuen Coach dürfte der ehemalige Bayern-Spieler in den kommenden Wochen wieder eine zunehmend größere Rolle in der BVB-Defensive einnehmen.
Quelle: Pressekonferenz
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