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  • Bochum – Borussia Dortmund: Albtraum-Comeback! Fans rasend vor Wut

    Bochum – Borussia Dortmund: Albtraum-Comeback! Fans rasend vor Wut


    So hatte er sich sein Comeback wahrlich nicht vorgestellt. Keine volle Halbzeit war gespielt, da mutierte die Begegnung zwischen Bochum und Borussia Dortmund für Niklas Süle zum Albtraum-Startelf-Comeback. Dem Verteidiger unterlief ein folgenschwerer Schnitzer.

    Die Fans hatten bei Bochum – Borussia Dortmund anschließend den Kaffee auf. Nicht, weil es sich um einen Fehler von Niklas Süle handelte – sondern weil es einer Situation aus der Vorwoche haargenau ähnelte.

    Bochum – Borussia Dortmund: Süle mit Katastrophen-Pass

    Einige Fans hatten es schon befürchtet: Nach der Champions-League-Gala unter der Woche, roch es mal wieder nach einem fetten Bundesliga-Tiefschlag. Und der BVB wusste die „Erwartungen“ in der ersten Halbzeit zu erfüllen. Das Team von Niko Kovac überließ dem Tabellenletzten über weite Phasen der ersten 45 Minuten das Spielgeschehen.

    +++ Edin Terzic: Neuer Job? Trainer-Knall kaum noch zu vermeiden +++

    Das rächte sich erstmals nach 33 Minuten. Einen Schuss von Philipp Hofmann drückte Georgios Masouras über die Linie – das Ruhrstadion in Ekstase. Und was sollte man keinesfalls machen, wenn man gerade das 0:1 kassiert hat? Gleich das zweite Gegentor verursachen.

    Doch genau das passierte bei Bochum gegen Borussia Dortmund. Comebacker Süle spielte einen katastrophalen Rückpass, den Masouras abfing und frei stehend vor Kobel zum 0:2 verwandelte.

    Wie Anton gegen Stuttgart

    Angesichts der Leistung der Dortmunder fluchten die Fans vor den heimischen TV-Geräten bereits. Doch was beim Süle-Fehler besonders schwer wiegte: Exakt die gleiche Szene war bereits eine Woche zuvor gegen Stuttgart passiert.


    Mehr von uns liest du hier:


    Dort hatte Waldemar Anton einen Ball zu Gregor Kobel passen wollen. VfB-Stürmer Undav ging dazwischen und hatte die große Chance auf ein Tor. Wo gegen Stuttgart aber noch Emre Can eingreifen konnte, war gegen Bochum kein Verteidiger mehr da.

    Entsprechen entgeistert reagierte der schwarz-gelbe Anhang bei Bochum gegen Borussia Dortmund. Wieder einmal zeigt der BVB sein schlimmes Bundesliga-Gesicht.



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  • Das Debakel in Bochum spricht Bände über den BVB-Kader

    Das Debakel in Bochum spricht Bände über den BVB-Kader


    1. Soester Anzeiger
    2. Sport
    3. BVB 09

    Im Fiasko des BVB in Bochum unterläuft Niklas Süle ein schwerwiegender Fehler. Sein Einsatz spricht Bände über den Kader.

    Dortmund – Borussia Dortmund hat in der Bundesliga mit der 0:2-Niederlage gegen das Schlusslicht VfL Bochum einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nach 22 Spieltagen verzeichnet der Verein mehr Niederlagen als Siege, ein negatives Torverhältnis und hat den gleichen Abstand zu Platz 14 wie zu Platz vier.

    Dass beim BVB überhaupt noch von der kommenden Champions-League-Saison die Rede ist, erscheint fast absurd. Dies lässt sich nur durch das Selbstverständnis des Vereins erklären, das jedoch durch schwache Leistungen wie in Bochum zunehmend bröckelt.

    Niko Kovač sieht beim BVB wohl keine großen Alternativen

    Über Monate und Jahre hinweg wurde dem BVB immer wieder die Mentalitätsfrage gestellt. Inzwischen ist längst auch die Frage nach der Qualität des Kaders berechtigt. Er ist unausgewogen zusammengestellt, es fehlen an vielen Positionen geeignete Alternativen, um außer Form geratene Spieler zu ersetzen. Trainer Niko Kovač ist noch nicht lange im Amt und hält sich mit öffentlicher Kritik zurück.

    Seine Meinung über den Kader drückt Kovač mit seinen Aufstellungen aus. In einer englischen Woche mit Spielen am Samstag, Dienstag und erneut Samstag setzte er auf einen festen Kern von Spielern, den er nur notgedrungen veränderte. Die sogenannten Alternativen scheinen für Kovač in Wirklichkeit keine zu sein.

    Besonders deutlich wurde Kovačs Haltung bei der Besetzung der Rechtsverteidiger-Position im Spiel gegen Bochum.

    Yan Couto kam von der Bank bei der 0:2-Niederlage des BVB in Bochum.
    Yan Couto kam von der Bank bei der 0:2-Niederlage des BVB in Bochum. © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON

    Niklas Süle in Bochum zum Kaltstart gezwungen

    Stammspieler Julian Ryerson war nach einer Gelb-Roten Karte aus dem Spiel gegen den VfB Stuttgart gesperrt. Kovač entschied sich stattdessen für Niklas Süle, der eigentlich Innenverteidiger ist und nach zwei schweren Sprunggelenksverletzungen in dieser Saison kaum Spielpraxis hat. Seit dem Hinspiel gegen Bochum Ende September machte Süle nur drei Einsätze, von denen lediglich einer im Jahr 2025 stattfand und nur etwas länger als die Nachspielzeit gegen Sporting in der Champions League dauerte.

    Süle musste also in einem kleinen Revierderby gegen den aggressiven VfL Bochum einen Kaltstart hinlegen, da Kovač den eigentlichen Rechtsverteidiger Yan Couto nicht als fähig erachtete, die Position auszufüllen. „Die Spieler, die seit Jahren in der Bundesliga spielen, kennen wir alle. Yan ist erst vor kurzem hergekommen, da brauche ich noch ein bisschen Zeit um ihn zu scannen. Er ist sicherlich eine Alternative hinten rechts, wobei er schon eher ein Wing-Back als ein Full-Back ist“, erklärte der Trainer am Freitag über Couto.

    Kovač meinte damit, dass er Couto nicht als Außenverteidiger in einer Viererkette einsetzen will, sondern ihn als Flügelspieler in einem System mit Dreierkette sieht. Dort könnte der Brasilianer seine Offensivstärke nutzen, ohne zu viel defensive Verantwortung zu übernehmen. Zu einer Systemumstellung konnte sich Kovač jedoch nicht durchringen, sodass Süle trotz fehlender Spielpraxis begann.

    Süle patzt spielentscheidend gegen Bochum

    Der (Ex-?) Nationalspieler Süle hatte dann einen rabenschwarzen Tag, was das derzeitige Bild des BVB widerspiegelt. Schon vor seinem entscheidenden Fehlpass zum 2:0 für Bochum, der Dortmund den sprichwörtlichen Genickbruch versetzte, wirkte Süle unsicher. Dieses Gegentor entlarvte regelrecht die Kaderpolitik des BVB.

    Couto hat zweifellos seine Stärken, die er in Spanien beim Überraschungsteam der Vorsaison, dem FC Girona, auch unter Beweis stellte. Dass sich diese Stärken jedoch hauptsächlich auf die Offensive beschränken, war jedem Beobachter bekannt. Beim BVB scheint man dennoch überrascht, denn Kovač ist bereits der dritte Trainer in dieser Saison, der nicht weiß, wie er Couto einsetzen soll.

    In Bochum spielte Couto nach seiner Einwechslung für Süle ebenfalls einen schlimmen Fehlpass, den Torhüter Gregor Kobel jedoch ausbügelte. Dies war wohl eher dem fehlenden Selbstvertrauen geschuldet als seiner Vorliebe für offensive Aktionen. Trotzdem war es ein weiterer Auftritt, der mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.

    Yan Couto steht sinnbildlich für die Fehler in der Kaderplanung

    Couto steht sinnbildlich für einen Kader, der aus Spielern besteht, die zwar individuelle Qualitäten haben, aber nicht unbedingt zu einem funktionierenden Team zusammengefügt wurden. Zwar sind Coutos Leistungen noch enttäuschender, aber es gibt Parallelen zur Situation von Maximilian Beier.

    Beim EM-Fahrer hofft man, dass er den beim BVB nicht untypischen längeren Anlauf benötigt, um sich zurechtzufinden. Als vielseitiger Offensivspieler wird Dortmund für Beier in Zukunft eine Verwendung finden. Bei Couto sind jedoch Zweifel angebracht.

    Sollte der Brasilianer tatsächlich nur als Flügelverteidiger in einem Dreierkettensystem geeignet sein, für das dem BVB an anderer Stelle die Mittel fehlen, war Couto schlichtweg ein Fehleinkauf. Besonders ärgerlich ist, dass der 22-Jährige noch als Leihspieler in Dortmund aktiv ist. Sportdirektor Sebastian Kehl und sein Team haben sich jedoch im Deal mit Manchester City auf eine Kaufverpflichtung eingelassen, die bereits in Kraft getreten ist.

    Couto verschlingt im Sommer eine hohe Ablöse vom BVB

    Der feste Transfer, der bürokratisch erst im Sommer abgeschlossen wird, soll den BVB bis zu 30 Millionen Euro kosten. Angesichts der bisherigen Leistungen von Couto in Dortmund wäre selbst ein Drittel dieser Summe zu hoch. Dies gilt umso mehr, wenn man die wahrscheinlich ausbleibenden Einnahmen aus der Champions League berücksichtigt.

    Im Sommer wird der BVB vermutlich einige Spieler verkaufen müssen, um die finanziellen Lücken zu schließen, wie Hans-Joachim Watzke kürzlich überraschend nonchalant erklärte. In einer solchen Situation eine hohe Ablöse für Couto zu zahlen, schmerzt umso mehr.



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  • Bundesliga: VfL Bochum düpiert BVB – Masouras-Doppelpack in 2 Minuten

    Bundesliga: VfL Bochum düpiert BVB – Masouras-Doppelpack in 2 Minuten


    Siege für Gladbach & Freiburg 

    Bundesliga: VfL Bochum düpiert BVB – Masouras-Doppelpack in 2 Minuten

    ©IMAGO

    Blamage statt Befreiungsschlag: Borussia Dortmund hat das Derby beim stark abstiegsbedrohten VfL Bochum verloren und rutscht immer tiefer in die Krise. Das Team von Trainer Niko Kovac unterlag dem Revierrivalen verdient mit 0:2 (0:2). Vier Tage nach dem Sieg in der Champions League bei Sporting leistete sich der BVB krasse defensive Patzer und war vorne harmlos.

    Einen Rückschlag im Kampf um die Königsklassenplätze kassierte auch der VfB Stuttgart durch das 1:2 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg. Der SC Freiburg kletterte dank eines 1:0 (0:0) bei Aufsteiger FC St. Pauli an den Schwaben vorbei auf Platz fünf. Auch Borussia Mönchengladbach untermauerte dank des 2:1 (2:0) beim 1. FC Union Berlin seine Europapokal-Ambitionen.

    Das Szenario einer BVB-Saison ohne internationalen Startplatz wird immer realistischer. Dortmund ist nur noch Mittelmaß. Erstmals seit 41 Jahren unter Timo Konietzka verlor wieder ein BVB-Trainer seine ersten beiden Bundesliga-Partien. In den vergangenen sechs Ligaspielen hat die Borussia nur einmal drei Punkte geholt.

    Bochum schöpfte mit dem prestigeträchtigen Erfolg dagegen neuen Mut im Abstiegskampf. Der VfL gab zumindest vorübergehend den letzten Platz an Holstein Kiel ab. Vor 26.000 Zuschauern im ausverkauften Ruhrstadion erzielte Georgios Masouras (33./35. Minute) beide Bochumer Tore.

    Kovac hatte ein „schwieriges“ und „Kampf-geprägtes“ Spiel erwartet. Und tatsächlich hielt der VfL von Beginn an mit hoher Einsatzbereitschaft, aber auch mit Spielfreude, dagegen. Die Gastgeber kamen gut in die Partie. Dortmund hatte früh Probleme. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da war BVB-Keeper Gregor Kobel bei einem Schuss von Bochums Winterneuzugang Masouras erstmals gefordert. Auch bei der zweiten Chance des Griechen war der 27-Jährige zur Stelle. In der 11. Minute zeigte sich dann auch die Borussia gefährlich vor dem gegnerischen Tor. Serhou Guirassy ließ VfL-Verteidiger Erhan Masovic ins Leere laufen und scheiterte dann freistehend an Torwart Timo Horn. Der 31-Jährige gab als Ersatz für den erkrankten Patrick Drewes sein Pflichtspieldebüt für Bochum.

    Viel zu tun bekam er in der Folge erstmal nicht mehr. Die Gastgeber blieben gegen den Champions-League-Finalisten des Vorjahres die bessere Mannschaft und belohnten sich mit einem Doppelpack: Erst drückte Masouras den Ball nach starker Vorarbeit von Philipp Hofmann über die Linie, dann nutzte er einen haarsträubenden Dortmunder Abwehrfehler eiskalt aus. Niklas Süle, der erstmals seit Anfang Dezember wieder in der Bundesliga spielte, wollte den Ball zu Kobel zurückspielen. Masouras lief den Rückpass jedoch ab und traf zum 2:0 für Bochum.

    Dortmund mühte sich um eine schnelle Antwort, kam jedoch nur vereinzelt zu Chancen. Guirassy und Nico Schlotterbeck trafen das Tor nicht, bei einem Versuch von Julian Brandt war Horn zur Stelle. Auf der Gegenseite verhinderte Kobel nach einer Stunde gegen den agilen Gerrit Holtmann das dritte Bochumer Tor. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte der BVB zwar den Druck. Den Gästen fiel jedoch zu wenig ein, um die gut sortierte Bochumer Abwehr vor größere Probleme zu stellen. Der VfL brachte den Sieg souverän über die Zeit.

    VfL Wolfsburg dreht Partie beim VfB Stuttgart

    Trotz des sehenswerten Solos von Joker Nick Woltemade hat der VfB Stuttgart einen Rückschlag im Kampf um die erneute Qualifikation für die Champions League hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Coach Sebastian Hoeneß musste sich in der Bundesliga dem VfL Wolfsburg mit 1:2 (0:0) geschlagen geben. Dadurch beendeten die Gäste, die sich weiter im Tabellenmittelfeld aufhalten, ihre Sieglos-Serie im fünften Anlauf. Stuttgart verpasste den Sprung auf einen Königsklassen-Platz und ist nur noch Sechster.

    58.000 Zuschauer sahen ein intensives, aber auch fehlerbehaftetes Duell. Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang vergab VfB-Kapitän Atakan Karazor per Kopf (44. Minute). Nach der Pause brachte Woltemade die Gastgeber in Führung (72.), ehe der ehemalige Stuttgarter Tiago Tomás nur fünf Minuten später ausglich und Mohamed Amoura die Partie per verwandeltem Handelfmeter drehte (87.).

    Hoeneß hatte ungeachtet der fehlenden Erfolgserlebnisse vor den Niedersachsen gewarnt: „Das ist eine richtig gute Mannschaft. Sie haben sich zuletzt auf gutem Niveau stabilisiert. Es wird eine schwere Aufgabe.“ Besonders in der Anfangs- und in der Schlussphase zeigten die Wolfsburger, weshalb der Stuttgarter Trainer Recht hatte.

    Zumal seine eigene Mannschaft eher passiv startete. Der VfB rannte häufig hinterher und wagte erst nach einer Viertelstunde erste zaghafte Angriffsversuche über die sonst so gefährliche linke Seite mit den beiden Nationalspielern Chris Führich und Maximilian Mittelstädt. Doch immer wieder fehlte den Mitspielern bei Hereingaben die entscheidenden Zentimeter oder eine saubere Ballannahme.

    In der Defensive hatte Josha Vagnoman so seine liebe Mühe – vor allem mit dem quirligen VfL-Flügelspieler Patrick Wimmer. Nach einem Diagonalball entwischte der Österreicher seinem Gegenspieler, doch VfB-Abwehrchef Jeff Chabot rettete für den abgehängten Vagnoman in höchster Not (22.). Wenig später touchierte der Rechtsverteidiger der Schwaben Amoura im Strafraum, Tobias Welz reichte die Berührung allerdings nicht für einen Elfmeterpfiff. Ähnlich bewertete er die Situation nach einer halben Stunde, als Chabot nach einem ruhenden Ball zu Boden ging.

    Hasenhüttl verfolgte das Spiel unaufgeregt mit den Händen in den Taschen seiner langen Winterjacke. Schon im Vorfeld hatte er vermutet, dass der VfL auch mit einer ersatzgeschwächte Elf dem Vizemeister Paroli bieten würde. „Wir haben zwar wieder einen guten Gegner vor der Brust, aber wir sind auch nicht so schlecht und fahren da mit Selbstvertrauen hin“, hatte der 57-Jährige gesagt. Unter anderem musste er Kapitän Maximilian Arnold und Stammtorhüter Kamil Grabara ersetzen. Trotz der Ausfälle und fehlender Torschüsse zeigten die Gäste im ersten Durchgang einen ordentlichen Auftritt.

    © tm/imago - Hier die Bundesliga-Profis benoten (Link zur Noteneingabe)

    Auch nach dem Seitenwechsel fehlte den Gastgebern, die erstmals seit ihrem Aus in der Champions League und dem Weiterkommen im DFB-Pokal wieder eine komplette Trainingswoche absolvieren konnten, die nötige Konsequenz im letzten Drittel. Leweling prüfte Marius Müller, der im Nachfassen die Situation entschärfte (52.).

    Offensiv taten sich beide Mannschaften weiter schwer. Die Wolfsburger erweckten zeitweise den Eindruck, als könnten sie mit dem Punkt gut leben. Denn allzu großes Risiko wagten sie auch weiterhin nicht. Das wurde kurzzeitig bestraft. Der eingewechselte Woltemade ließ alle VfL-Abwehrspieler aussteigen und erzielte die Führung. Diese hatte allerdings nur fünf Minuten Bestand, denn auf der Gegenseite ärgerte Tomás seinen Ex-Klub. Dann zog Wimmer ab und traf den ausgestreckten Arm von Vagnoman. Den fälligen Strafstoß, den Welz nach Betrachtung der Bilder gab, verwandelte Amoura mit etwas Glück.

    Union Berlin unterliegt Borussia Mönchengladbach knapp

    Der Positivtrend des 1. FC Union Berlin ist schon wieder gestoppt. Die Eisernen kassierten daheim im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei ein 1:2 (0:2) gegen Europapokal-Anwärter Borussia Mönchengladbach. Mit schnellem und direktem Spiel legten die Gäste die Schwächen der Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart offen, die Tore für Gladbach erzielten Lukas Ullrich (10. Minute) und Tim Kleindienst (26.).

    Per Foulelfmeter gelang Andrej Ilic (63.) noch der Anschlusstreffer für die Berliner nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte. Für zumindest einen Punkt reichte es aber nicht. In der Tabelle verpassten es die Berliner, sich nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen weiter von den Abstiegsrängen abzusetzen. Die Gladbacher unterstrichen ihre Ambitionen auf den Einzug ins internationale Geschäft.

    Eines wollte Baumgart unbedingt wieder: In die neue Trainingswoche mit einem Lächeln wie nach dem Sieg zuvor auswärts gegen die TSG 1899 Hoffenheim starten. Sogar zwei Spiele nacheinander ohne Gegentor ließen die Eisernen zunächst auch recht resolut wirken. Sie versuchten, das Spiel zu machen. Und nach nur vier Minuten landete der Ball plötzlich auf der Latte des Gladbacher Tores. Außenverteidiger Robert Skov hatte es nach vorn gezogen, sein Kopfball sorgte für den ersten Aufreger-Moment.

    Doch jubeln konnten die Gäste ein paar Minuten später. Zu leicht ließen die Berliner die Borussen über deren linke Seite wirbeln. Ullrich leitete den Angriff selbst ein, nach einer Vorlage von Robin Hack drosch er den Ball vor dem Block der Union-Anhänger ins Tor – auf den Rängen herrschte kurz erst einmal Ruhe.

    Auch das frühe Verletzungs-Aus für Gladbachs Keeper Moritz Nicolas, für den Jonas Omlin von der Bank ohne großes Aufwärmen ins Tor musste, konnten die Gastgeber nicht nutzen. Stattdessen setzten sich die Borussen beim nächsten Treffer auf ihrer rechten Seite durch, Nationalspieler Kleindienst musste in der Mitte nur noch den Fuß hinhalten.

    © tm/imago - Hier über die 18 Bundesligisten mitdiskutieren (Link zu den Vereinsforen)

    Und die Gastgeber konnten froh sein, mit nur zwei Gegentoren in die Pause zu gehen. Torwart Frederick Rönnow musste gleich mehrfach retten, bei einem Lattenkracher von Robin Hack nach einer herrlichen Ballannahme wäre aber auch er in der langen Nachspielzeit der ersten Hälfte geschlagen gewesen.

    Den Willen, die Partie wieder zu ihren Gunsten zu kippen, konnte niemand der Mannschaft von Baumgart absprechen. Dass die nun mit einer Dreierkette agierenden Berliner nach der Pause auf ein schnelles Tor drängen würden, damit dürfte Kollege Gerardo Seoane auch gerechnet haben. Probleme bekamen die Gäste dennoch. In der 54. Minute retteten die Gladbacher gerade noch mit vereinten Kräften nach einem 15-Meter-Schuss von Benedict Hollerbach.

    Nach einem Schubser von Kleindienst gegen den eingewechselten Tom Rothe zeigte Schiedsrichter Sven Jablonski auf den Elfmeterpunkt – allerdings erst nach mehrfacher Ansicht der Szene per Video. Ilic verwandelte den Strafstoß sicher. Zwar wurde es noch mal richtig spannend – ein Tor fiel trotz einer Riesenchance für Tom Rothe in der sechsminütigen Nachspielzeit aber nicht mehr.

    Freiburg siegt bei St. Pauli: Slapstick von Grifo, Pechvogel Treu

    Durch ein Eigentor kurz vor Schluss hat der FC St. Pauli ein emotionales Bundesliga-Heimspiel noch verloren. Begleitet von der Debatte um die Stadionhymne des Klubs und von dem Duell der beiden Eggestein-Brüder unterlag der Aufsteiger dem SC Freiburg mit 0:1 (0:0).

    Das Tor für den Tabellensechsten der Fußball-Bundesliga fiel erst in der 88. Minute, weil Philipp Treu einen Schuss von Christian Günter noch ins eigene Netz lenkte. Für die Freiburger war es im engen Rennen um die Europa-League-Plätze bereits der dritte 1:0-Sieg in Serie. Da fiel es am Ende auch nicht mehr ins Gewicht, dass Vincenzo Grifo kurz vor der Pause einen Foulelfmeter auf groteske Weise verschossen hatte (45.).

    Für den Aufsteiger aus Hamburg war es dagegen ein bitterer Nachmittag in einer angespannten Situation. Kurz nach dem 0:1 verletzte sich auch noch der amerikanische Neuzugang James Sands offenbar schwerer am Knie. Und diesmal war es am Millerntor auch schon vor dem Spiel laut geworden. Da begründeten Präsident Oke Göttlich und Sicherheitschef Sven Brux über die Stadionmikrofone die Entscheidung, zum ersten Mal seit 20 Jahren nicht mehr das Lied „Herz von St. Pauli“ vor einem Heimspiel des Kiezklubs zu spielen.

    Hintergrund ist die NS-Vergangenheit des Texters, die die Mitarbeitenden des Vereinsmuseums selbst recherchiert hatten. Seitdem diskutieren viele St.-Pauli-Fans, ob man das Lied im Stadion weiter einspielen oder dieses Ritual beenden solle. Die Reaktion vor dem Anpfiff war ähnlich zwiegespalten: Ein Teil der Anhänger applaudierte, ein anderer Teil pfiff den Präsidenten sogar aus.

    Zwischen St. Paulis Johannes und Freiburgs Maximilian Eggestein ging es da deutlich harmonischer zu. Beide wuchsen in Hannover auf, beide wurden bei Werder Bremen ausgebildet – und beide hatten es in diesem Spiel gleichermaßen schwer. Gegen die überlegenen Freiburger bekam St. Paulis Eggestein als einsamer Mittelstürmer nur selten den Ball. Gegen kompakt verteidigende Hamburger wiederum tat sich Freiburgs Eggestein als Spielgestalter ebenfalls schwer. Nur selten war einmal eine Lücke in diesem Abwehrverbund zu finden.

    Die Gäste hatten trotzdem die deutlich besseren Chancen. In der 13. Minute tauchte Ritsu Doan auf einmal allein vor Nikola Vasilj auf, scheiterte aber mit einem zu unpräzisen Schuss am starken St.-Pauli-Torwart. Ein Freistoß von Grifo flog nur knapp über das Tor (43.) und dann folgte der Slapstick-Elfmeter des 31-Jährigen: Locker, lässig lief Grifo an und wollte den Ball in die Mitte des Tores lupfen. Doch da stand Vasilj und hätte den auch mit einer Mütze fangen können.

    Beim FC St. Pauli gehören insgesamt vier ehemalige Freiburger zum Kader und auch der Sportchef Andreas Bornemann spielte und arbeitete früher einmal für den SC. Der Stadionsprecher stellte die Hamburger deshalb auf launische Weise als „Badischer FC“ vor, aber die besondere Kenntnis der Freiburger Spielweise half dem Aufsteiger kaum.

    Offensiv blieb St. Pauli auch nach der Pause harmlos. Die meisten vielversprechenden Konterchancen wurden zu überhastet abgeschlossen. Auch bei einer Schlussoffensive in den letzten zehn Minuten kam bis auf eine gute Kopfballchance für Jackson Irvine (85.) nichts heraus. Aber auch die dominanten Freiburger nutzten ihre Möglichkeiten lange Zeit nicht. In der 57. Minute trat erneut Grifo an: diesmal zum Freistoß und diesmal auch mit Schmackes. Aber wieder hielt Vasilj stark.



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  • BVB im Abwärtsstrudel: Ralf Rangnick kritisiert Dortmunder Kader

    BVB im Abwärtsstrudel: Ralf Rangnick kritisiert Dortmunder Kader


    Der BVB hat nach dem 0:2 beim VfL Bochum bereits zum neunten Mal in der laufenden Bundesligasaison verloren. Die mit Nationalspielern gespickte Startruppe bietet höchstens Mittelmaß. Der BVB ist nicht in der Lage, einen Abstiegskandidaten zu beherrschen. Im Gegenteil: Dortmund unterlag Bochum verdient.

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    Ralf Rangnick kritisiert BVB Kader

    Ralf Rangnick hat in der sportlichen Krise von Borussia Dortmund die Kaderplanung des Clubs kritisiert. Der österreichische Nationalcoach war vor der Verpflichtung von Niko Kovač selbst ein Trainerkandidat beim BVB.

    Nun sagte gegenüber „Bild Sport“: „Man hat nicht das Gefühl, dass als Überschrift steht: Wie wollen wir eigentlich spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern nicht den Vorwurf machen. Sondern das liegt daran, dass über Jahre hinweg dieser Fixpunkt einer Spielidee nicht mehr verfolgt worden ist.“

    Der 66 Jahre alte Rangnick sagte in den vergangenen Monaten sowohl Borussia Dortmund als auch dem FC Bayern München ab, um in Österreich zu bleiben. Die Krise der Dortmunder hat seiner Meinung nach einen langen Vorlauf.

    BVB-Krise: Rangnick erinnert an Unterschiede in Klopp-Ära

    „Gehen wir mal in die Zeit zurück, in der der BVB am erfolgreichsten war in den letzten 20 Jahren. Das waren die sieben oder acht Jahre unter Jürgen Klopp“, sagte Rangnick.

    „Damals hat man von Anfang an in der Kaderzusammenstellung darauf geachtet, dass die Spieler zu der gewünschten Spielweise von Jürgen Klopp passen. Damals gab es drei Entscheider, die auch nach außen hin die Entscheider waren mit Aki Watzke, mit Michael Zorc und mit Jürgen Klopp. Und in jedem Transferfenster hat man diesen Kader zusammengestellt, der dann am Ende zweimal deutscher Meister und Pokalsieger wurde.“

    Lesen Sie auch: Jürgen Klopp auf Sylt gesichtet: Das treibt die Trainer-Ikone auf der Kultinsel

    Damals sei der BVB „tatsächlich eine Marke“ gewesen, so Rangnick. „Jetzt haben sie den zehnten oder zwölften Trainer seit Jürgen Klopp nicht mehr da ist. Aber man hat einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise den Kader zusammengestellt.“

    Schlotterbeck vermisst „Basics“ bei seinem Team

    Nico Schlotterbeck hat die Mannschaft nach der Derby-Niederlage mit deutlichen Worten in die Pflicht genommen. „Die Basics im Fußball – Zweikämpfe annehmen, vor allem Zweikämpfe führen erst mal – das muss sich schleunigst ändern“, sagte der deutsche Nationalspieler bei Sky. Würde das nicht gelingen, wäre „die Saison eine Horror-Saison.“ Vor der Fankurve schlug den Dortmunder Spielern die blanke Wut entgegen.

    Der Trainerwechsel von Nuri Sahin zu Niko Kovač zeigt keine Wirkung. Der frühere Bayern-Coach ist der erste BVB-Trainer seit Timo Konietzka vor 41 Jahren, der seine ersten beiden Bundesligapartien verliert. Kovač selbst blieb nach der Blamage dagegen betont ruhig – zumindest in der Öffentlichkeit. „Wir werden nicht die Nerven verlieren“, beteuerte der 53-Jährige. 

    Nach fünf Niederlagen in den ersten sieben Bundesligaspielen des Jahres liegt Dortmund auf Rang elf – für den stolzen Revierclub, der gerne Bayern-Jäger sein will, ist das eine sportliche Katastrophe.

    Der Rückstand auf einen Champions-League-Platz – eigentlich das Minimalziel der Borussia – beträgt schon acht Punkte. Eine kommende Saison ohne internationalen Wettbewerb wird immer realistischer.

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  • Bochum – Borussia Dortmund: Kobel wird nach Blamage deutlich!

    Bochum – Borussia Dortmund: Kobel wird nach Blamage deutlich!


    Für Borussia Dortmund war es einmal mehr ein Wochenende zum Vergessen. Im Derby gegen den VfL Bochum setzte es eine 0:2-Niederlage. Während der VfL mit diesem Ergebnis die rote Laterne abgibt, rücken die internationalen Plätze für Schwarz-gelb immer weiter in die Ferne.

    Gregor Kobel war es an diesem Tag sogar zu verdanken, dass Borussia Dortmund gegen Bochum nicht noch deutlicher unter die Räder kam. Nach Spielabpfiff ließ der Schweizer seinen Frust nun freien Lauf – seine Worte lassen tief blicken!

    Borussia Dortmund: Kobel nach Niederlage deutlich

    Im Interview mit dem Pay-TV-Sender „Sky“ findet der 27-Jährige wenige Worte für die Leistung seiner Mannschaft: „Eine Erklärung dafür gibt es nicht wirklich, denke ich“, so Kobel deutlich, der nach dem Hoffnungsschimmer aus dem vergangenen Sporting-Spiel am Dienstag (11. Februar) also merklich bedient ist.


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    Ein paar Worte ließ sich die Dortmunder Nummer eins dann aber doch noch entlocken: „Ich denke wir haben sicher schlechter gespielt als am Dienstag. Ich will nichts wegnehmen von Bochum. Ich meine, wir wissen was hier kommt, es ist jedes Mal dasselbe: Sie sind super aggressiv, sie verteidigen gut. Der Coach hat es uns auch genau so mit auf dem Weg gegeben“.

    BVB braucht Siege

    Mit der erneuten Niederlage gegen Schlusslicht Bochum, das mit dem Sieg vorerst die rote Laterne an Holstein Kiel abgibt, steckt Borussia Dortmund weiter im Tabellenmittelfeld der Bundesliga fest. Der Rückstand auf die Champions-League-Ränge beträgt dennoch weiterhin nur acht Punkte.



    Das internationale Geschäft ist also keineswegs außer Reichweite. Angesichts der aktuellen Formkurve des BVB scheint ein Turnaround derzeit jedoch in weiter Ferne. Neu-BVB-Coach Niko Kovac steht vor einer Mammutaufgabe.



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  • Bundesliga: Borussia Dortmund verliert 0:2 in Bochum – Sport

    Bundesliga: Borussia Dortmund verliert 0:2 in Bochum – Sport


    Einer aktuellen Erhebung zufolge behaupten 68 Prozent der deutschen Männer, die Hausarbeit sei zwischen ihnen und der Partnerin gleichwertig aufgeteilt. Die Partnerinnen sehen das in derselben Umfrage allerdings völlig anders. Nur 44 Prozent gaben an, es gehe bei der Arbeit im Haushalt gerecht zu.

    Mit der männlichen Einschätzung zur Hausarbeit ist es folglich so eine Sache. Dies bestätigen auch die Leistungen der Fußballer von Borussia Dortmund. „Die Bundesliga ist unsere Hausarbeit“, mahnte am Samstag demonstrativ demütig der neue Trainer Niko Kovac kurz nach einem Spiel, das über die sorgsame Erledigung der Dortmunder Basics in dieser Saison wenig Gutes verraten hatte. Das 0:2 beim Tabellenletzten VfL Bochum war bereits die neunte Niederlage in dieser Bundesligasaison für eine im Tabellenmittelfeld versunkene Dortmunder Mannschaft, deren Anspruch es doch ist, einen der ersten vier Tabellenplätze und damit die Champions League zu erreichen.

    SZ PlusBorussia Dortmund mit Trainer Kovac

    :Gute Miene zum verlorenen Spiel

    Nach den Aufräumarbeiten in der Chefetage setzt sich Dortmunds Misere auch beim Debüt von Trainer Niko Kovac fort. Das 1:2 gegen Stuttgart erhärtet den Verdacht, dass das Hauptproblem des BVB nicht an der Seitenlinie zu finden ist.

    Vermutlich mindestens 68 Prozent der Dortmunder Spieler halten dieses BVB-Team vom Potenzial her für eines der besten in der Bundesliga. Aber wahrscheinlich maximal 44 Prozent ihrer Fans und Beobachter glauben momentan daran, dass die Dortmunder die Champions-League-Plätze noch erreichen.

    Dabei spielt die Champions League in der zunehmenden fußballerischen Schizophrenie von Borussia Dortmund eine relevante Rolle. Im Europapokal steht der BVB kurz vor dem Einzug ins Achtelfinale, dazu bedarf es am Mittwoch im Heimspiel gegen Sporting Lissabon bloß noch der Verteidigung eines 3:0-Sieges aus dem Hinspiel.

    Georgios Masouras trifft für Bochum zweimal

    Just dieser Sieg hatte am Dienstag bei den Dortmundern die Hoffnung geweckt, dass sie unter dem neuen Trainer Kovac endlich in der bislang so verkorksten Bundesligasaison die Wende schaffen. Doch von einer solchen Wende ist beim BVB auch unter dem nun schon dritten Trainer dieser Saison (nach Nuri Sahin und Mike Tullberg) nichts zu spüren. Das Kovac-Debüt daheim gegen den VfB Stuttgart verlor Dortmund am vorletzten Samstag 1:2, dann gab es das 3:0 in Lissabon und vier Tage später nun das 0:2 in Bochum, bei dem sich der BVB vom Tabellenletzten vorführen ließ. Bochums neue griechische Leihgabe Georgios Masouras schoss in der 33. und 35. Minute die beiden Siegtreffer. Die Dortmunder schafften es danach trotz einer ganzen Stunde verbleibender Spielzeit nicht, die Bochumer Führung auch nur annähernd in Gefahr zu bringen.

    Nach dem Spiel war es dem Trainer Kovac wichtig, die Bedeutung von Bundesliga und Champions League noch einmal grundsätzlich einzuordnen. „Die Bundesliga ist unsere Hausarbeit, die Champions League ist nur die Sahne auf der Torte“, sagte er mahnend. Dabei lieben die Dortmunder ihre Tortensahne offenbar so sehr, dass sie bei ihren oft respektablen Leistungen in der Champions League eine Art Zuckerschock erleiden. Neun Europapokalspiele hat der BVB in dieser Saison bestritten, und schon zum vierten Mal ist es ihm passiert, dass er nach einem Champions-League-Sieg das folgende Bundesligaspiel verlor. Einem 3:0 in Brügge folgte ein 1:5 in Stuttgart, einem 7:1 gegen Glasgow ein 1:2 in Berlin, einem 1:0 gegen Graz ein 1:3 in Mainz und dem 3:0 in Lissabon nun das 0:2 in Bochum.

    Zwischen Torte und Hausarbeit geht den Dortmundern irgendwas verloren, und es fällt nicht allzu schwer zu erkennen, dass das etwas mit der mentalen Einstellung zu tun hat. Natürlich hatte Kovac seine Spieler darauf vorbereitet, dass es beim Spiel im Bochumer Ruhrstadion sehr körperlich zugehen würde und ein Mittel zum Erfolg wäre, sich massiv zu wehren. Doch davon war von der ersten Minute an wenig zu erkennen. „Sie haben das schon verstanden, aber sie konnten es nicht umsetzen“, sagte Kovac.

    Kovac überrascht, als er Brandt auf eine Stufe mit Wirtz und Musiala hebt

    Das war nicht zum ersten Mal in dieser Saison so. Wie eklatant beim BVB aktuell die Lücke zwischen Selbsteinschätzung und Leistungsfähigkeit ist, das zeigte ein Zitat vom Trainer Kovac vor dem Anpfiff in Bochum beim Sender Sky. Da sagte er nämlich über seinen spielerisch recht wankelmütigen und deshalb in der Öffentlichkeit umstrittenen Spielgestalter Julian Brandt: „Neben Wirtz und Musiala gehört unser Jule irgendwo auch in diese Range.“ Damit stellte er Brandt auf eine Ebene mit den derzeit besten und wertvollsten deutschen Spielern Florian Wirtz (Bayer Leverkusen) und Jamal Musiala (Bayern München) – und diese Behauptung wirkte angesichts der aktuellen Dortmunder Leistungen und Ergebnisse in der Bundesliga mindestens kühn.

    Dass viele Beobachter primär an Brandt die Wechselhaftigkeit des BVB festmachen, ist freilich ungerecht. So ziemlich kein Spieler in Gelb hat in Bochum sein Potenzial abgerufen. „Die Basics im Fußball lauten: Zweikämpfe annehmen und Zweikämpfe gewinnen – das muss sich schleunigst ändern“, mahnte der Innenverteidiger Nico Schlotterbeck. „Das müssen wir schnell hinkriegen, sonst wird es eine Horrorsaison.“



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  • BVB: Unbekannter Trainer coachte Niko Kovac beim VfL Bochum

    BVB: Unbekannter Trainer coachte Niko Kovac beim VfL Bochum


    Wer turnte denn da die ganze Zeit vor Kovac rum?

    Bei Dortmunds 0:2-Debakel in Bochum spielten sich vor der BVB-Trainerbank skurrile Szenen ab. Immer wieder sprang plötzlich ein völlig unbekannter Mitarbeiter auf, wirbelte durch die Coaching-Zone und gab permanent Anweisungen an die Stars auf dem Platz.

    Was war das denn?: Der Süle-Blackout im VIDEO

    Teaser-Bild

    Quelle: Bild15.02.2025

    Oft stand er sogar direkt im Sichtfeld von Chef-Trainer Niko Kovac (53), fuchtelte vor ihm wild mit den Armen herum. Mit isoliertem Blick auf die Bank konnte man kurzzeitig den Eindruck gewinnen, nicht Kovac, sondern der junge Mann mit den Initialen „AC“ auf der Jacke sei der Boss an der BVB-Seitenlinie…

    Unbekannter Trainer coachte Kovac ins Abseits!

    Bei dem No-Name-Mitarbeiter handelt es sich um Standard-Trainer Alex Clapham (35). Ex-Trainer Nuri Sahin (36) hatte den Briten Anfang der Saison in sein Trainerteam geholt – was aber über ein halbes Jahr lang kaum jemand mitbekommen hatte. Bis er jetzt plötzlich in den Mittelpunkt drängte …

    Stets am Spielfeldrand zugegen: Alex Clapham (35, l.) an der Seite von Niko Kovac (53)

    Stets am Spielfeldrand zugegen: Alex Clapham (35, l.) an der Seite von Niko Kovac (53)

    Foto: Gerd Scheewel

    Der Plan mit Clapham: Kovac hat dem eigentlichen Techniktrainer die Hauptverantwortung für Dortmunds Standardsituationen übertragen. Auch bei den Spielen gegen Stuttgart (1:2) und in Lissabon (3:0) war er bereits mehrfach an der Linie aufgetaucht.

    BVB-Stars schenken Alex Clapham kaum Beachtung

    Auffällig in Bochum: Clapham agierte nicht nur in seinem Kompetenzbereich – bei den Standards, sondern auch während vieler anderer Spielsituationen. BILD beobachtete aber, dass der Assistent zu den Spielern kaum durchdrang, kein Star schenkte ihm sichtbar Beachtung. Kovac ließ den hektischen Clapham machen, während er selbst ruhiger und sachlich wirkte. Zwischendurch stimmten sich beide in kurzen Dialogen ab.



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  • Fußball-Bundesliga: Bochums Masouras: Harte Arbeit für den…

    Fußball-Bundesliga: Bochums Masouras: Harte Arbeit für den…


    Einen Sirtaki blieb Bochums Matchwinner Georgios Masouras den VfL-Fans noch schuldig. Für die Zukunft ist der Doppeltorschütze beim 2:0 im Derby gegen Dortmund einer Tanzeinlage aber nicht abgeneigt. «Ja, vielleicht», sagte der 31-Jährige, als er auf eine Neuauflage der Aktion seines berühmten griechischen Landsmanns und früheren Bochumer Torjägers Theofanis Gekas angesprochen wurde, und lachte.

    Rund 18 Jahre, nachdem Gekas beim VfL Bundesliga-Torschützenkönig wurde, erklang Masouras zu Ehren im Ruhrstadion wieder griechische Volksmusik. «Ich bin sehr glücklich, in diesem Stadion Sirtaki zu hören», sagte Masouras und fügte mit einem Lächeln hinzu: «Ich werde hart weiterarbeiten für den nächsten Sirtaki.» Auch Gekas hatte seinerzeit gegen Dortmund doppelt getroffen.

    Wintertransfers als Soforthilfen

    Masouras war erst vor zwei Wochen nach Bochum gewechselt. Besser hätte sein Heimdebüt für den neuen Club kaum laufen können. Von der Derby-Atmosphäre war er begeistert.

    «Die Teamkollegen haben mir vorher von der Stimmung im Derby erzählt. Aber solche Fans, so eine Atmosphäre, habe ich nicht erwartet», sagte Masouras. «Sie haben uns von der ersten bis zur 90. Minute zum Sieg gepusht.»

    Der Stürmer und Mittelfeldspieler Tom Krauß, der ebenfalls erst in der Wintertransferperiode kam, tun dem Bochumer Spiel sichtlich gut. Auch Krauß zeigte gegen den BVB eine starke Leistung. «Sie helfen uns enorm. Sie geben der Mannschaft Stabilität», sagte Trainer Dieter Hecking.

    © dpa-infocom, dpa:250216-930-376956/1



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  • Nach Pleite in Bochum: Borussia Dortmund sucht weiter nach Erklärungen

    Nach Pleite in Bochum: Borussia Dortmund sucht weiter nach Erklärungen


    Stand: 16.02.2025 13:20 Uhr

    Bei Borussia Dortmund wächst nach dem erneuten Rückschlag in der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Bochum die Unruhe. Auch die Fans möchten sich offenbar nicht mehr von den Auftritten in der Champions League blenden lassen.

    Niko Kovac musste viele Fragen beantworten nach der 0:2-Niederlage von Borussia Dortmund beim VfL Bochum. Die meisten davon waren aber Varianten ein und derselben Frage: Wie konnte es passieren, dass der BVB vier Tage nach einem bemerkenswerten 3:0-Auswärtserfolg bei Sporting, in einem K.o-Spiel der Champions League, beim Tabellenletzten der Bundesliga den nächsten, ernüchternden Rückschlag kassiert? Schon zum vierten Mal verlor der BVB nach einem Sieg auf der großen europäischen Bühne im Bundesliga-Alltag, eins der Probleme, die Kovac von seinem Vorgänger Nuri Sahin übernommen hat.

    Kovac räumte ohne Ausflüchte zu suchen ein, dass es dem Team zurzeit schwer falle, die guten Leistungen in der Champions League auch in der Bundesliga abzurufen. In jenen “ekligen Spielen, die du dann gewinnen musst, auch mit Ach und Krach. Das gehört zum Fußball dazu“, sagte Kovac.

    Dabei klang er wie der Coach eines Europapokal-Neulings, der sich erst einmal an die Herausforderungen des Wechselspiels zwischen der großen, internationalen Bühne und dem grauem Liga-Alltag gewöhnen muss. Kovac trainiert aber nicht den 1. FC Heidenheim, sondern Borussia Dortmund – eine Mannschaft, die vor acht Monaten noch im Champions-League-Endspiel gegen Real Madrid stand.

    Fehlender Einsatz kein Grund für BVB-Misere – was dann?

    Den Vorwurf fehlender Einstellung gegen ein Team wie Bochum, das bekanntermaßen über den Kampf kommt, wehrte BVB-Keeper Gregor Kobel ab. Die Mannschaft sei nicht überrascht worden, sagte Kobel am Sportschau-Mikrofon: Wir wussten was kommt. Der Coach hat uns genau vorbereitet. Aber trotzdem haben wir es nicht geschafft, dagegenzuhalten. Es ist schwer, dafür eine Erklärung zu haben.”

    Am fehlenden Einsatz habe es nicht gelegen, sagte auch Dortmunds Coach, seine Mannschaft habe körperlich und läuferisch alles gezeigt. Blieben als Erklärung dann eigentlich nur Taktik und Spielvermögen übrig, als weitere grundsätzliche Bestandteile des Fußballs. Kovac beklagte die Nachlässigkeit und die mangelnde Chancenverwertung, vor allem in der ersten Halbzeit. Wohlgemerkt: Mit Serhou Guirassy stand auch in Bochum ein Mittelstürmer auf dem Platz, der mit zehn Treffern aktuell erfolgreichster Torschütze der Champions League ist.

    • 22. Spieltag
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    Nach nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Bundesligaspielen ist der BVB auf Platz 11 abgerutscht, der Rückstand auf die Champions-League-Plätze ist auf acht Punkte angewachsen. Vom Rennen um die erneute Teilnahme an der Champions League, eigentlich eine Pflichtvorgabe der Klubführung, brauche man momentan nicht zu reden, sagte Kovac.

    Als erster BVB-Trainer seit Timo Konietzka vor 41 Jahren hat Kovac seine ersten beiden Bundesligaspiele verloren. Schlimmer wog die Erkenntnis bei vielen Beobachtern, dass es gegenüber seinem Vorgänger Sahin bislang wenig Anzeichen für eine mögliche, nachhaltige Verbesserung gibt.

    Man muss nicht so weit gehen wie Didi Hamann, der krawallige Sky-Experte nannte den BVB nach der Pleite in Bochum eine “Jugendmannschaft” und sah “Hopfen und Malz verloren“. Doch der erneute Einbruch der Dortmunder, kurz nach der auch mannschaftlich reifen Leistung in Lissabon, erweckt den Eindruck, dass Kovac der nächste Trainer beim BVB werden könnte, der den Laden nicht in den Griff bekommt.

    Frust bei BVB-Fans wächst

    Auch die Dortmunder Fans möchten sich von den Gala-Auftritten in der Champions League offenar nicht mehr blenden lassen, nach der Blamage im Derby gegen Bochum ließen sie den Spielern deutlich ihren Frust spüren. Die Profis stoppten beim Gang in die Kurve an der Strafraumkante und hielten Sicherheitsabstand zum wütenden schwarz-gelben Anhang.

    Die Verantwortlichen, die mit ernsten Mienen die erste Pleite in Bochum seit 18 Jahren verfolgt hatten, gingen nach dem Spiel allen Mikrofonen aus dem Weg. Weder Sport-Geschäftsführer Lars Ricken noch Sportdirektor Sebastian Kehl, die Architekten des Teams, wollte reden. Dafür fand Nationalspieler Nico Schlotterbeck klare Worte. Die Mannschaft müsse “von sich aus den Pötten kommen“, sagte der Nationalspieler, sonst drohe “eine Horrorsaison“. Am Mittwoch ist aber erst einmal wieder Champions League, das Rückspiel gegen Sporting.

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  • Dortmund rutscht mit 0:2 in Bochum tiefer in die Krise,

    Dortmund rutscht mit 0:2 in Bochum tiefer in die Krise,


    Der FC Bayern hat dank eines schmeichelhaften 0:0 bei Bayer Leverkusen den Acht-Punkte-Vorsprung auf den ersten Verfolger gehalten. Die Münchner mit Konrad Laimer liegen in der deutschen Bundesliga nach 22 Runden weiter komfortabel voran. Einen solchen Vorsprung zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft hat noch nie ein Team eingebüßt. Titelverteidiger Leverkusen hatte zahlreiche Chancen, um den Schlager zu entscheiden. In der Nachspielzeit vergab Florian Wirtz den Siegestreffer.



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