Am heutigen Mittwochabend treffen der FC Bayern und Bayer 04 Leverkusen im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinales in der Allianz Arena aufeinander. Anpfiff ist um 21 Uhr (DAZN und auf bild.de im Live-Ticker). Zum Rückspiel kommt es dann am Dienstag in einer Woche zur gleichen Zeit.
Und Ex-Bayern-Star Markus Babbel (52/1991 bis 1992 und 1994 bis 2000 bei den Münchnern) gibt einen absolut unerwarteten Tipp für das Hinspiel ab!
Leverkusen-Star Florian Wirtz (21/r.) und Bayern-Juwel Jamal Musiala (22) im Duell
Foto: WITTERS
Babbel: „Spüre, dass Bayern Außergewöhnliches gelingt“
Bei der Präsentation seines Buches „Das Leben nach den besten Jahren“ in Berlin sagte Babbel am Dienstagabend: „Ich spüre, dass den Bayern etwas ganz Außergewöhnliches gelingt. So ein 4:0 oder 5:0.“
Diese Prognose ist ziemlich kühn. Die Bayern haben zuletzt im September 2022 (4:0) gegen Leverkusen gewonnen. In den letzten sechs Pflichtspielen der beiden Top-Klubs holte Leverkusen drei Siege, drei Partien endeten Unentschieden. In der aktuellen Saison gewann Bayer im DFB-Pokal-Achtelfinale mit 1:0 in München, die anderen beiden Partien blieben ohne Sieger (1:1/0:0).
Ein Hauch von Verzweiflung schwang mit, als der sonst so unantastbar wirkende Xabi Alonso an diesem Abend einen letzten Kampf führte. Er wollte trotz der 0:3-Niederlage beim FC Bayern Optimismus ausstrahlen, also sagte er: „Es ist Fußball.“ Das Spiel, in dem schon so viele Wunder passiert sind. Bessere Argumente fielen dem spanischen Trainer am Ende einer denkwürdigen Champions-League-Nacht nicht mehr ein, um den Glauben an einen Erfolg im Achtelfinal-Rückspiel am kommenden Dienstag zu stärken.
Das Publikum hatte eine Demonstration der Stärke erlebt, die nicht zuletzt darauf hinwirkte, das alte Machtgefüge im deutschen Gegenwartsfußball wiederherzustellen. Er selbst habe jetzt als Triainer „vier Mal gegen Leverkusen gespielt“, sagte Vincent Kompany, „und jedes Mal ging es um Details, auch heute, auch wenn es nicht so aussieht.“ An diesem Abend hatte die Summe sehr vieler Kleinigkeiten das Bild einer grundlegenden Münchner Überlegenheit ergeben.
Der mit Spannung erwartete Wettbewerb der Trainerideen hatte schon auch stattgefunden, entschieden wurde dieses Spiel aber weniger durch Strategien und taktische Innovationen, als durch individuelle Qualität und durch den mentalen Zustand der Fußballer; allen drei Toren gingen schlimme Fehler der Rheinländer voraus, während die Bayern funktionierten wie eine auch auf höchster Stufe störungsfrei laufende Maschine. „Es war unsere Schuld, dass wir den Bayern die Chancen gegeben haben“, sagte Alonso. „Wir haben das Spiel nicht kontrolliert und große Fehler gemacht.“
Dieser Fehler ist Alonso passiert
Vor dem 1:0 agierte der neben sich stehende Nordi Mukiele viel zu passiv in einem Kopfballduell mit Harry Kane, nachdem Piero Hincapié zuvor eine Flanke von Michael Olise zugelassen hatte. Der zweite Treffer resultierte aus einem schlimmen Fehlgriff von Torhüter Matej Kovar, der eine eigentlich einfach zu verarbeitende Flanke vor die Füße von Jamal Musiala fallen ließ. Und vor dem 3:0 zerrte Edmond Tapsoba so lange im Strafraum an Kane, bis der Videoassistent eingriff und einen Elfmeter empfahl, den der englische Torjäger zum dritten Treffer nutzte.
Am Ende auch ein wenig ratlos: Bayer-Leverkusen-Trainer Xabi AlonsoReuters
Zwischendurch war zudem Mukiele nach einer zweiten Gelben Karte vom Platz geflogen, weil er Kingsley Coman zwar versehentlich, aber auch übermotiviert und sehr hart mit den Stollen in die Wade getreten hatte. Alonso ist der Fehler passiert, den offenkundig verunsicherten Franzosen nicht schon in der Halbzeit vom Feld zu nehmen. Dennoch haderten die Leverkusener mit Schiedsrichter Michael Oliver, dessen Zweikampfbewertung nicht immer konsistent war. Ein grober Patzer ist dem Engländer aber nicht unterlaufen.
Es waren die Spieler, ihre Form, ihre Interpretation der Aufgaben und ihre Einsatzbereitschaft, die den Bayern diese gute Ausgangslage für das Rückspiel beschert haben. Immer wieder fanden die Münchner Wege, um sich aus dem Leverkusener Pressing zu befreien, während Florian Wirtz bis zu seiner Auswechslung nach 80 Minuten ein Gefangener der konsequenten Manndeckung von Joshua Kimmich war.
Bedeutsam war außerdem, dass die Bayern nach diesem Abend zu den ganz wenigen Mannschaften zählen, denen es gelungen ist, zugleich auch noch Granit Xhaka aus dem Spiel zu nehmen. „Sie haben ihr Spiel angepasst, sie haben uns nicht die Möglichkeit gegeben, so zu pressen wie in den letzten Spielen“, sagte der Leverkusener Verteidiger Jonathan Tah.
Nach der dominanten Vorstellung der Leverkusener beim 0:0 gegen die Bayern Mitte Februar entstand ja der Eindruck, dass der Rekordmeister nun verunsichert sein müsse. Dass Respekt in Ehrfurcht oder Zaghaftigkeit umschlagen könnte, dass das Selbstvertrauen beschädigt ist, zumal Kompany als Münchner Trainer gerade auf dem höchsten Niveau verwundbar wirkte. „Wir alle hatten im Kopf, dass wir in den letzten Spielen nicht so erfolgreich waren gegen Leverkusen“, sagte Kimmich.
Dass die Bayern sich nicht lähmen, sondern beflügeln ließen von diesen schmerzlichen Erinnerungen, ist ein beeindruckendes Signal der Stärke einer Mannschaft, die vielleicht doch größer ist, als viele glauben. Leverkusen und Bayern wirken derzeit wie zwei Teams, die sich gegenseitig hochschaukeln, und gerade jetzt, wo die Zeit der wichtigsten Spiele beginnt, waren die Bayern hellwach, klar, harmonisch als Kollektiv und bereit, alle vorhandene Energie zu investieren.
Nach der überlegenen Vorsaison mit dem Leverkusener Double und sechs Duellen von Xabi Alonso mit dem Rekordmeister ohne eine einzige Niederlage schimmerte plötzlich eine Hilflosigkeit der Werkself hervor, die es in einem solch wichtigen Spiel bislang nur einmal gab: beim ebenfalls 0:3 verlorenen Europa-League-Finale gegen Bergamo im vergangenen Mai.
Alonsos Team mag an manchen Tagen fähig sein, einen Fußball zu spielen, der eine faszinierende Perfektion ausstrahlt. Aber wer genau hinsieht, findet unter dieser Oberfläche Stellen, an denen diese Mannschaft verwundbar ist. Kompany und seine Spieler haben diese Stellen entblößt.
Die Verletzung von Manuel Neuer ist das Schlimmste, was den Bayern in dieser Saisonphase passieren konnte. Mindestens bis zur Länderspielpause, vielleicht sogar noch ein, zwei Spiele darüber hinaus, muss der Rekordmeister auf Neuer verzichten. Das heißt: Auch im Rückspiel gegen Bayer Leverkusen nächste Woche ist Deutschlands ehemalige Nummer eins nicht dabei. Und das sollte den Bayern große Sorgen bereiten.
Jonas Urbig, der Neuer wohl ersetzen wird, ist erst seit dem Winter in München. Zuvor saß er auf der Ersatzbank in Köln, hat die letzten Wochen nur trainiert und wurde im Hinspiel gegen Leverkusen nun ins kalte Wasser geworfen. Ein Debüt unter absolut stressigen Bedingungen – und dafür machte es Urbig sogar recht gut. Aber so ehrlich muss man auch sein: Leverkusen erwischte einen absolut schwachen Tag und hatte kaum Torchancen. Jonas Urbig wurde wenig gefordert.
Ab sofort muss er aber liefern. Die weiteren Torhüter, Sven Ulreich und Daniel Peretz, sind seit Wochen aus verschiedenen Gründen außen vor, für die Startelf sind wohl beide vorerst keine Option. Bayern muss auf Urbig setzen. Entscheidend wird nun sein, wie der 21-Jährige mit dem unfassbaren Druck umgeht. Vor allem im Rückspiel gegen Leverkusen.
Das 3:0-Hinspielergebnis sollte die Bayern etwas ruhiger schlafen lassen. Aber dass die Abwehr gelegentlich für einen Wackler gut ist, hat sie in dieser Saison schon einige Male gezeigt. Und dann haben die Bayern einen jungen, unerfahrenen Torwart im Kasten, der möglicherweise einen Fehler ausbügeln muss. Das Risiko, dass er dem nicht gewachsen ist, ist groß.
Für Jonas Urbig ist der Ausfall von Manuel Neuer zwar eine Chance – diese kann aber sowohl Fluch als auch Segen bedeuten.
Offenbar hat der FC Bayern neben Jamie Bynoe-Gittens noch ein weiteres Top-Talent aus Dortmund auf dem Radar. Der Spieler könnte ein Wechselkandidat werden.
München – Neben Gittens soll ein weiterer Dortmunder Flügelstürmer beim FC Bayern auf der Wunschliste stehen: Karim Adeyemi. Der deutsche Nationalspieler, dessen Vertrag in Dortmund noch bis 2027 läuft, hat sich zuletzt als heißer Kandidat für einen Sommer-Transfer herauskristallisiert. Laut mehreren Quellen, darunter Fichajes.net, soll der FC Bayern zusammen mit Top-Klubs wie Paris Saint-Germain und Manchester United ein Auge auf den Flügelspieler geworfen haben.
Im Winter wurde Adeyemi vor allem mit dem SSC Neapel in Verbindung gebracht, doch der Spieler entschied sich vorerst, nicht zu wechseln. Nun könnte ein Transfer im Sommer wahrscheinlicher werden – insbesondere, wenn der BVB die angepeilte Champions-League-Qualifikation verpasst. Die BVB-Bosse sehen Adeyemi laut Ruhr Nachrichten sogar als Verkaufskandidat Nummer eins, sollte ein attraktives Angebot eingehen. Ein Transfer für rund 60 Millionen Euro scheint in diesem Fall realistisch, wie die Sport Bild berichtet.
FC Bayern verfolgt die Entwicklung von Adeyemi und Gittens
Die Konkurrenz für Karim Adeyemi ist groß, denn auch in der Premier League zeigen laut verschiedenen Medienberichten Vereine wie Chelsea, Liverpool und Arsenal Interesse. Für den FC Bayern könnte der schnelle Flügelspieler ebenfalls interessant sein, da der Spieler weiterhin als eines der vielversprechendsten Offensiv-Talente Deutschlands gilt.
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Parallel dazu verfolgt der FC Bayern auch das Geschehen um Jamie Gittens. Der junge Engländer, der ebenfalls bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht, gilt trotz einer aktuellen Formkrise als großes Talent. Auch bei dem 20-Jährigen hat der FC Bayern laut Informationen von Sky Interesse an einer Verpflichtung. Doch die Konkurrenz ist stark, insbesondere aus der Premier League, wo Vereine wie Manchester United, Chelsea und Liverpool großes Interesse zeigen sollen. Ein Wechsel von Gittens dürfte – wie der von Adeyemi – vor allem vom Erreichen der Königsklasse abhängen. Sollten die Dortmunder diese verpassen, wären Transfererlöse nötig, um die entgangenen Einnahmen zu kompensieren.
Statement-Sieg des FC Bayern im Champions-League-Achtelfinale. Die Münchner gewannen das Hinspiel gegen Leverkusen klar und deutlich.
FC Bayern – Bayer Leverkusen 3:0 (1:0)
Münchner dominieren im Hinspiel gegen Leverkusen
Die Highlights zum Nachlesen in unserem Ticker
München – Was heckt Bayern-Schreck Alonso diesmal aus? Formiert er wieder eine Elf ohne seinen Top-Torjäger Patrik Schick? Lässt er wieder ganz hoch pressen? Oder warten die Gäste geschickt ab, im Wissen um das Rückspiel daheim?
„Fünf schlechte Minuten – und du bist weg“, warnte Alonso vor dem deutschen Kracher zwischen dem FC Bayern München und Bayer Leverkusen im Champions-League-Achtelfinale. Ähnlich äußerte sich FCB-Kapitän Manuel Neuer: „Man muss nicht in einem Spiel alles entscheiden. Man muss intelligent sein, einen kühlen Kopf bewahren.“
Bayern-Schreck Xabi Alonso: Leverkusen hat gute Erinnerungen an den FCB
Der Torwart weiß, wovon er spricht. Seine Rote Karte war der Knackpunkt beim DFB-Pokal-K.o. der Bayern gegen Leverkusen Anfang Dezember. Beim 0:1 fehlte den überlegenen Münchnern zudem Harry Kane. Der Torjäger ist diesmal dabei. Ebenso Kimmich: Nach dem ersten verpassten Saisonspiel beim 3:1 in Stuttgart wegen einer Sehnenreizung im Oberschenkel mischte der 30-Jährige beim Abschlusstraining im sonnigen München wieder hochmotiviert mit. „Für dieses Spiel bist du immer bei 100 Prozent“, bemerkte Kompany zu Kimmich.
Gerade daheim sind die Bayern eine Macht und seit 21 Königsklassen-Partien unbesiegt. „Wir sind stabil genug, um Bayern zu ärgern“, hält Bayer-Stratege Xhaka verbal dagegen. Der Schweizer ist neben Wirtz einer von gleich fünf Bayer-Profis, die von einer Gelb-Sperre im Rückspiel bedroht sind.
FC Bayern flog schon im Pokal gegen Champions-League-Gegner Leverkusen raus
Wenn für die Münchner zum Pokal-K.o. auch noch das Königsklassen-Aus gegen Bayer käme, wäre selbst der Acht-Punkte-Vorsprung in der Bundesliga kein Gütesiegel mehr, das diese Misserfolge ausgleichen könnte.
Es würde größere Münchner Reaktionen im Kaderumbau provozieren. Und es dürfte Hoeneß‘ Sehnsucht nach einem Wirtz-Transfer nur verstärken. Das Werben um Leverkusens Jungstar haben die Alt-Bosse pünktlich vor Wirtz‘ nächstem München-Auftritt in bemerkenswerter Weise verbal intensiviert.
FC Bayern gegen Leverkusen im CL-Achtelfinale: Alle Augen auf Florian Wirtz
„Florian Wirtz ist für mich der beste Spieler Deutschlands“, sagte Ex-Bayern-Chef Rummenigge. Und das trotz Musiala, der Bayerns Gesicht der Zukunft sein soll. Wer ist in der Gegenwart der Beste auf dem Platz? Musiala oder Wirtz? Bayern oder Bayer? Der neue deutsche Klassiker soll Antworten geben. (akl/dpa)
Die FIFA wird bei der Klub-WM im Sommer offenbar ein Preisgeld in Höhe von einer Milliarde US-Dollar an die Klubs ausschütten. Das berichtete die Nachrichtenagentur „AFP“ am Mittwoch nach einer Sitzung des FIFA-Councils unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle. Zur Finanzierung des Megaevents in den USA hatte die FIFA bislang nur wenige Angaben gemacht, zuletzt waren vereinzelt Sponsoren präsentiert worden.
Wie zudem die britische Zeitung „The Independent“ berichtet, sollen die für die Teilnahme veranschlagten Gelder allerdings nicht gleichmäßig unter den 32 Klubs verteilt werden – sondern nach Konföderationen gestaffelt. Mehrere Hundert Millionen US-Dollar werden demnach abhängig von der sportlichen Leistung ausgezahlt, dazu sei ein Solidaritätsbeitrag für Klubs geplant, die nicht an dem Turnier teilnehmen.
Zwölf europäische Teams sind bei der Klub-WM dabei
Die Klub-WM wird erstmals als Vier-Wochen-Mega-Event (14. Juni bis 13. Juli) ausgetragen. Europa stellt mit zwölf Teams das größte Kontingent, aus der Bundesliga sind Bayern München und Borussia Dortmund dabei.
Die weltweiten Übertragungsrechte an den 63 Spielen hatte sich nach langer Suche der FIFA DAZN gesichert. Der Streaminganbieter überträgt für alle Fans gratis und zahlt dem Weltverband dafür kolportiert eine Milliarde US-Dollar (950 Millionen Euro). Zuletzt hatte DAZN einen Deal mit einer Abteilung des saudi-arabischen Staatsfonds PIF abgeschlossen.
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Zum Vergleich: Das Preisgeld für die Männer-WM 2022 in Katar betrug 440 Millionen US-Dollar, das für die Frauen-WM 2023 in Neuseeland und Australien 110 Millionen US-Dollar. Die Champions League, die in dieser Saison in einem neuen Format mit 36 Vereinen ausgetragen wird, schüttet insgesamt 2,47 Milliarden Euro aus. (sid/jh)
Das 3:0 gegen den neuen Erzrivalen Leverkusen war ein großer Schritt Richtung Champions-League-Viertelfinale und das Finale Dahoam in München. Durch die Vertrags-Verlängerung mit Joshua Kimmich (30) ist zudem klar, wer DER Führungsspieler in den nächsten Jahren ist.
Der taktische Schachzug des Aufsichtsrates mit Hainer, Rummenigge & Hoeneß, am 24. Februar zunächst das Angebot zurückziehen, um im Poker den Entscheidungsdruck auf Kimmich zu erhöhen, hat sich ausgezahlt. Danach ging es plötzlich ganz schnell.
Die Gehaltskosten beim FC Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig sind im letzten Jahr gestiegen – beim BVB sogar stärker als bei fast allen europäischen Top-20-Teams. Als mit Abstand spendabelster Klub thront weiterhin PSG an der Spitze des Gehaltsrankings, das aus dem Finanzreport der UEFA für 2024 hervorgeht. Die Pariser zahlten für Löhne mehr als Bayern & Leipzig zusammen.
Der BVB zahlte dem UEFA-Bericht zufolge im letzten Jahr 269 Millionen Euro für Gehälter von Spielern, Trainern und allen anderen Jobs im Verein. Das sei eine Steigerung von 14 Prozent gegenüber 2023. In der Top-20 der Klubs mit den höchsten Gehaltskosten haben nur drei einen stärkeren Anstieg verzeichnet als die Schwarz-Gelben: AS Rom (+16 %), Aston Villa (+33 %) und Arsenal (+41 %). Dortmund liegt in der Ausgabenliste auf dem elften Rang, der FC Bayern ist mit 430 Mio. Euro (+3 %) Sechster, und RB Leipzig landet mit 202 Mio. Euro (+5 %) auf Rang 17.
Mit drei Teams hat die Bundesliga ebenso viele Vertreter in der Top-20 wie die spanische LaLiga. Real Madrid überholte dort mit einem Zuwachs um zwölf Prozent auf 505 Mio. Euro den FC Barcelona, der gemäß strengen Vorgaben des spanischen Verbands Gehaltskürzungen um gut ein Viertel (476 Mio. €) vornahm. Aus Italien finden sich vier Klubs im Top-20-Ranking, aus der Premier League sind es neun. Sechs der englischen Vertreter werden sogar in der Top-10 gelistet, wo der FC Bayern hinter Liverpool (449 Mio.) aber noch vor Manchester United (429 Mio.) platziert ist. Aus der französischen Ligue ist einzig Gehaltschampion PSG vertreten; um sieben Prozent auf 658 Mio. Euro steigerte der vom katarischen Sportinvestmentfonds finanzierte Klub seine Gehaltskosten. Das sind 314 Mio. Euro mehr als der Durchschnitt der Top-20 (344 Mio.).
UEFA-Boss Severin: Gehaltserhöhungen für Spieler „verantwortungsvoll“
Aus den UEFA-Zahlen geht zudem hervor, dass die Spielergehälter, die den größten Anteil an den Gesamtkosten haben, mit Blick auf alle Klubs im Verband deutlich schwächer angestiegen sind als die von anderen Angestellten. Um vier Prozent steigerten sich die Ausgaben für Gehälter der Profis, um 16 Prozent jene der Trainer und des technischen Personals im sportlichen Bereich. Das Salär in allen anderen Bereichen wird mit einem Plus von elf Prozent angegeben. Die Summe der Angestellten wuchs demnach um sechs Prozent. Alle Gehaltskategorien seien deutlich höher als vor der Corona-Pandemie.
„Während die meisten Vereine mit den Gehaltserhöhungen für Spieler verantwortungsvoll umzugehen scheinen, steigen andere Kosten rapide an und üben einen größeren Druck auf die operativen Margen aus als je zuvor. Die Vereine müssen wachsam bleiben, da noch erhebliche Arbeit zu leisten ist, um die Profitabilität vor der Pandemie wiederherzustellen“, erklärte UEFA-Boss Aleksander Ceferin. Den Zuwachs der operativen Kosten für die Klubs beziffert der Verband auf plus zwölf Prozent.