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  • Sieggarant Karim Adeyemi verkörpert einen wichtigen BVB-Trend

    Sieggarant Karim Adeyemi verkörpert einen wichtigen BVB-Trend


    1. Hersfelder Zeitung
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    3. Fußball

    Karim Adeyemi war der Schlüsselspieler für den BVB auf St. Pauli. Nach schwierigen Monaten scheint der Trend beim Außenstürmer aufwärtszugehen.

    Hamburg/Dortmund – Borussia Dortmund musste am 24. Spieltag der Bundesliga im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli nur einmal kurz aufs Gaspedal drücken, um mit einer kuriosen Schreckensbilanz aufzuräumen: Dank Treffern von Serhou Guirassy und Karim Adeyemi gelang ein 2:0-Sieg, durch den der BVB erstmals in dieser Spielzeit ein zweites Bundesligaspiel in Serie für sich entscheiden konnte.

    Guirassy stocherte in der 50. Minute entscheidend, Adeyemi legte acht Minuten später per Einmannkonter nach Befreiungsschlag von Maximilian Beier nach. Der Außenstürmer avancierte zum Matchwinner beim Arbeitssieg des BVB, weil er zuvor schon den Treffer von Guirassy mit einer feinen Ballannahme eingeleitet hatte.

    Karim Adeyemi ist ein klarer Kovač-Gewinner

    Adeyemi kann mit Fug und Recht als ein Gewinner des Trainerwechsels beim BVB bezeichnet werden. Der Begriff mag aktuell etwas inflationär genutzt werden, auf den WM-Teilnehmer von 2022 trifft er aber zu. Unter Niko Kovač standen aus der Dortmund-Offensive nur Guirassy und Adeyemi in allen sechs Spielen in der Startelf. Während es beim Mittelstürmer schon aus Gründen der Kaderplanung eine Selbstverständlichkeit darstellt, böten sich auf den Außenbahnen durchaus Alternativen.

    Immerhin versetzte Kovač Jungstar Jamie Gittens nun schon zum zweiten Mal in Serie auf die Ersatzbank. Der Engländer wirkte zuvor überspielt, lief sich immer wieder bei Dribblingversuchen fest. Auch Adeyemi ist in den ersten Wochen unter Kovač nicht alles gelungen, weit gefehlt: Die Entscheidungsfindung bleibt das größte Problem beim 23-Jährigen. Dass er sich jetzt aber für den großen Aufwand, den er unter Kovač betreibt, mit dem ersten Bundesliga-Tor seit Mitte September (!) belohnte, kommt nicht von ungefähr.

    Karim Adeyemi belohnte sich für den positiven Trend mit seinem ersten Bundesliga-Tor für den BVB seit Monaten.
    Karim Adeyemi belohnte sich für den positiven Trend mit seinem ersten Bundesliga-Tor für den BVB seit Monaten. © IMAGO/kolbert-press/Burghard Schreyer

    Selbst Adeyemi-Kritiker schnallt mit der Zunge: „Ein herausragendes Tor“

    Bei seinem Treffer zeigte Adeyemi seine Stärken, die ihm im Gesamtpaket zu einem Spieler von herausragendem Potenzial machen: Seinem Gegner nahm er beim Schlag von Beier auf kurzer Distanz einige Meter ab, im Zweikampf blieb Adeyemi stabil, einen anderen Gegenspieler wackelte er kurzerhand aus, der Torschuss war die leichteste Übung. „Ein herausragendes Tor“, lobte nach der Partie sogar der sonst so kritische Sky-Experte Dietmar Hamann.

    In der Vergangenheit forderte Hamann schon mehrfach, Adeyemi müsse den nächsten Schritt machen und „erwachsen werden“. Ob dieser Prozess jetzt so richtig im Gang ist, muss sich noch zeigen. Positive Anzeichen gibt es. Dass Adeyemi zum Beispiel auf den Treffer drängte, anstatt eine mögliche Rote Karte wegen einer Notbremse zu provozieren. Aber auch, dass Adeyemi nach misslungen Situationen nicht mehr stehenbleibt, sondern direkt in den Rückwärtsgang schaltet.

    Gute Entwicklung seit dem Denkzettel von BVB-Interimscoach Tullberg

    Vereinzelt hatte der gebürtige Münchner auch in der Vergangenheit schon gezeigt, dass mit ihm auch stinknormaler, seriöser Fußball möglich ist. Zu oft aber ging es für Adeyemi nach kurzer Zeit zurück in einen Ego-Modus, mit dem er selbst verhinderte, dass er sein herausragendes Potenzial ausschöpft.

    Deshalb wird Adeyemi rund um den BVB durchaus kritisch betrachtet. Wenige Spieler polarisieren unter den Fans in Dortmund so stark wie er. Wer es nicht so sehr mit Adeyemi hält, verweist auf den Auftritt gegen den 1. FC Heidenheim, als Mike Tullberg die fußballerische Höchststrafe aussprach: Der Interimstrainer wechselte Adeyemi ein und kurz vor Schluss wieder aus, schickte einen öffentlichen Denkzettel hinterher.

    Durchaus möglich, dass der Torschütze die Kritik im Hinterkopf hatte, als er nach seinem Treffer auf St. Pauli regungslos in Richtung des Gästeblocks schaute, bis er von den Kollegen geradezu über den Haufen gerannt wurde. Dass in diesen (Nicht-) Jubel in den Tagen nach dem Auswärtssieg einiges hineininterpretiert werden dürfte, ist eine naheliegende Annahme.

    Adeyemi mit kryptischen Aussagen zu Wechselgerüchten

    Auch die Aussagen von Adeyemi nach dem Spiel ließen bei einem Thema Interpretationsspielraum: Beim Pay-TV-Sender wurde er auf die heißen Wechselgerüchte aus dem Winter angesprochen, reagierte durchaus kryptisch. „Ich habe in den Medien etwas gelesen, was da klipp und klar stand, dazu stehe ich“, sagte Adeyemi, ohne zu erklären, auf welchen der vielen Berichte um seine Person er anspielte. „Ich bin bei Borussia Dortmund sehr glücklich, was in der Zukunft passiert, weiß man nie“, so der vierfache A-Nationalspieler weiter.

    Im Winter-Transferfenster war ein möglicher Wechsel von Adeyemi zur SSC Neapel Dauerthema. Der Angreifer gilt auch perspektivisch als Kandidat, den BVB für viel Geld zu verlassen, wenn der Klub die Champions League verpassen und fehlende Einnahmen durch Transfers wettmachen wollen sollte.

    Für den Moment ist aber wichtiger, dass Adeyemi den positiven Trend verstetigt, der bei ihm eingesetzt hat. Damit steht er sinnbildlich für den ganzen BVB: Die Entwicklung ist ordentlich, muss aber von Dauer sein. Dass vielerorts eine gewisse Skepsis vorherrscht, gegen die man erst ankämpfen muss, haben sich Dortmund und auch Adeyemi persönlich selbst zuzuschreiben.



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  • Matchwinner Karim Adeyemi symbolisiert einen wichtigen BVB-Trend

    Matchwinner Karim Adeyemi symbolisiert einen wichtigen BVB-Trend


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    3. Borussia Dortmund

    Karim Adeyemi war der entscheidende Spieler für den BVB auf St. Pauli. Nach einer schwierigen Phase zeigt der Trend bei ihm in die richtige Richtung.

    Hamburg/Dortmund – Borussia Dortmund musste am 24. Spieltag der Bundesliga im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli nur einmal kurz aufs Gaspedal drücken, um mit einer kuriosen Schreckensbilanz aufzuräumen: Dank Treffern von Serhou Guirassy und Karim Adeyemi gelang ein 2:0-Sieg, durch den der BVB erstmals in dieser Spielzeit ein zweites Bundesligaspiel in Serie für sich entscheiden konnte.

    Guirassy stocherte in der 50. Minute entscheidend, Adeyemi legte acht Minuten später per Einmannkonter nach Befreiungsschlag von Maximilian Beier nach. Der Außenstürmer avancierte zum Matchwinner beim Arbeitssieg des BVB, weil er zuvor schon den Treffer von Guirassy mit einer feinen Ballannahme eingeleitet hatte.

    Karim Adeyemi ist ein klarer Kovač-Gewinner

    Adeyemi kann mit Fug und Recht als ein Gewinner des Trainerwechsels beim BVB bezeichnet werden. Der Begriff mag aktuell etwas inflationär genutzt werden, auf den WM-Teilnehmer von 2022 trifft er aber zu. Unter Niko Kovač standen aus der Dortmund-Offensive nur Guirassy und Adeyemi in allen sechs Spielen in der Startelf. Während es beim Mittelstürmer schon aus Gründen der Kaderplanung eine Selbstverständlichkeit darstellt, böten sich auf den Außenbahnen durchaus Alternativen.

    Immerhin versetzte Kovač Jungstar Jamie Gittens nun schon zum zweiten Mal in Serie auf die Ersatzbank. Der Engländer wirkte zuvor überspielt, lief sich immer wieder bei Dribblingversuchen fest. Auch Adeyemi ist in den ersten Wochen unter Kovač nicht alles gelungen, weit gefehlt: Die Entscheidungsfindung bleibt das größte Problem beim 23-Jährigen. Dass er sich jetzt aber für den großen Aufwand, den er unter Kovač betreibt, mit dem ersten Bundesliga-Tor seit Mitte September (!) belohnte, kommt nicht von ungefähr.

    Karim Adeyemi belohnte sich für den positiven Trend mit seinem ersten Bundesliga-Tor für den BVB seit Monaten.
    Karim Adeyemi belohnte sich für den positiven Trend mit seinem ersten Bundesliga-Tor für den BVB seit Monaten. © IMAGO/kolbert-press/Burghard Schreyer

    Selbst Adeyemi-Kritiker schnallt mit der Zunge: „Ein herausragendes Tor“

    Bei seinem Treffer zeigte Adeyemi seine Stärken, die ihm im Gesamtpaket zu einem Spieler von herausragendem Potenzial machen: Seinem Gegner nahm er beim Schlag von Beier auf kurzer Distanz einige Meter ab, im Zweikampf blieb Adeyemi stabil, einen anderen Gegenspieler wackelte er kurzerhand aus, der Torschuss war die leichteste Übung. „Ein herausragendes Tor“, lobte nach der Partie sogar der sonst so kritische Sky-Experte Dietmar Hamann.

    In der Vergangenheit forderte Hamann schon mehrfach, Adeyemi müsse den nächsten Schritt machen und „erwachsen werden“. Ob dieser Prozess jetzt so richtig im Gang ist, muss sich noch zeigen. Positive Anzeichen gibt es. Dass Adeyemi zum Beispiel auf den Treffer drängte, anstatt eine mögliche Rote Karte wegen einer Notbremse zu provozieren. Aber auch, dass Adeyemi nach misslungen Situationen nicht mehr stehenbleibt, sondern direkt in den Rückwärtsgang schaltet.

    Gute Entwicklung seit dem Denkzettel von BVB-Interimscoach Tullberg

    Vereinzelt hatte der gebürtige Münchner auch in der Vergangenheit schon gezeigt, dass mit ihm auch stinknormaler, seriöser Fußball möglich ist. Zu oft aber ging es für Adeyemi nach kurzer Zeit zurück in einen Ego-Modus, mit dem er selbst verhinderte, dass er sein herausragendes Potenzial ausschöpft.

    Deshalb wird Adeyemi rund um den BVB durchaus kritisch betrachtet. Wenige Spieler polarisieren unter den Fans in Dortmund so stark wie er. Wer es nicht so sehr mit Adeyemi hält, verweist auf den Auftritt gegen den 1. FC Heidenheim, als Mike Tullberg die fußballerische Höchststrafe aussprach: Der Interimstrainer wechselte Adeyemi ein und kurz vor Schluss wieder aus, schickte einen öffentlichen Denkzettel hinterher.

    Durchaus möglich, dass der Torschütze die Kritik im Hinterkopf hatte, als er nach seinem Treffer auf St. Pauli regungslos in Richtung des Gästeblocks schaute, bis er von den Kollegen geradezu über den Haufen gerannt wurde. Dass in diesen (Nicht-) Jubel in den Tagen nach dem Auswärtssieg einiges hineininterpretiert werden dürfte, ist eine naheliegende Annahme.

    Adeyemi mit kryptischen Aussagen zu Wechselgerüchten

    Auch die Aussagen von Adeyemi nach dem Spiel ließen bei einem Thema Interpretationsspielraum: Beim Pay-TV-Sender wurde er auf die heißen Wechselgerüchte aus dem Winter angesprochen, reagierte durchaus kryptisch. „Ich habe in den Medien etwas gelesen, was da klipp und klar stand, dazu stehe ich“, sagte Adeyemi, ohne zu erklären, auf welchen der vielen Berichte um seine Person er anspielte. „Ich bin bei Borussia Dortmund sehr glücklich, was in der Zukunft passiert, weiß man nie“, so der vierfache A-Nationalspieler weiter.

    Im Winter-Transferfenster war ein möglicher Wechsel von Adeyemi zur SSC Neapel Dauerthema. Der Angreifer gilt auch perspektivisch als Kandidat, den BVB für viel Geld zu verlassen, wenn der Klub die Champions League verpassen und fehlende Einnahmen durch Transfers wettmachen wollen sollte.

    Für den Moment ist aber wichtiger, dass Adeyemi den positiven Trend verstetigt, der bei ihm eingesetzt hat. Damit steht er sinnbildlich für den ganzen BVB: Die Entwicklung ist ordentlich, muss aber von Dauer sein. Dass vielerorts eine gewisse Skepsis vorherrscht, gegen die man erst ankämpfen muss, haben sich Dortmund und auch Adeyemi persönlich selbst zuzuschreiben.



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    Matchwinner Karim Adeyemi symbolisiert einen wichtigen BVB-Trend


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    Karim Adeyemi war der entscheidende Spieler für den BVB auf St. Pauli. Nach einer schwierigen Phase zeigt der Trend bei ihm in die richtige Richtung.

    Hamburg/Dortmund – Borussia Dortmund musste am 24. Spieltag der Bundesliga im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli nur einmal kurz aufs Gaspedal drücken, um mit einer kuriosen Schreckensbilanz aufzuräumen: Dank Treffern von Serhou Guirassy und Karim Adeyemi gelang ein 2:0-Sieg, durch den der BVB erstmals in dieser Spielzeit ein zweites Bundesligaspiel in Serie für sich entscheiden konnte.

    Guirassy stocherte in der 50. Minute entscheidend, Adeyemi legte acht Minuten später per Einmannkonter nach Befreiungsschlag von Maximilian Beier nach. Der Außenstürmer avancierte zum Matchwinner beim Arbeitssieg des BVB, weil er zuvor schon den Treffer von Guirassy mit einer feinen Ballannahme eingeleitet hatte.

    Karim Adeyemi ist ein klarer Kovač-Gewinner

    Adeyemi kann mit Fug und Recht als ein Gewinner des Trainerwechsels beim BVB bezeichnet werden. Der Begriff mag aktuell etwas inflationär genutzt werden, auf den WM-Teilnehmer von 2022 trifft er aber zu. Unter Niko Kovač standen aus der Dortmund-Offensive nur Guirassy und Adeyemi in allen sechs Spielen in der Startelf. Während es beim Mittelstürmer schon aus Gründen der Kaderplanung eine Selbstverständlichkeit darstellt, böten sich auf den Außenbahnen durchaus Alternativen.

    Immerhin versetzte Kovač Jungstar Jamie Gittens nun schon zum zweiten Mal in Serie auf die Ersatzbank. Der Engländer wirkte zuvor überspielt, lief sich immer wieder bei Dribblingversuchen fest. Auch Adeyemi ist in den ersten Wochen unter Kovač nicht alles gelungen, weit gefehlt: Die Entscheidungsfindung bleibt das größte Problem beim 23-Jährigen. Dass er sich jetzt aber für den großen Aufwand, den er unter Kovač betreibt, mit dem ersten Bundesliga-Tor seit Mitte September (!) belohnte, kommt nicht von ungefähr.

    Karim Adeyemi belohnte sich für den positiven Trend mit seinem ersten Bundesliga-Tor für den BVB seit Monaten.
    Karim Adeyemi belohnte sich für den positiven Trend mit seinem ersten Bundesliga-Tor für den BVB seit Monaten. © IMAGO/kolbert-press/Burghard Schreyer

    Selbst Adeyemi-Kritiker schnallt mit der Zunge: „Ein herausragendes Tor“

    Bei seinem Treffer zeigte Adeyemi seine Stärken, die ihm im Gesamtpaket zu einem Spieler von herausragendem Potenzial machen: Seinem Gegner nahm er beim Schlag von Beier auf kurzer Distanz einige Meter ab, im Zweikampf blieb Adeyemi stabil, einen anderen Gegenspieler wackelte er kurzerhand aus, der Torschuss war die leichteste Übung. „Ein herausragendes Tor“, lobte nach der Partie sogar der sonst so kritische Sky-Experte Dietmar Hamann.

    In der Vergangenheit forderte Hamann schon mehrfach, Adeyemi müsse den nächsten Schritt machen und „erwachsen werden“. Ob dieser Prozess jetzt so richtig im Gang ist, muss sich noch zeigen. Positive Anzeichen gibt es. Dass Adeyemi zum Beispiel auf den Treffer drängte, anstatt eine mögliche Rote Karte wegen einer Notbremse zu provozieren. Aber auch, dass Adeyemi nach misslungen Situationen nicht mehr stehenbleibt, sondern direkt in den Rückwärtsgang schaltet.

    Gute Entwicklung seit dem Denkzettel von BVB-Interimscoach Tullberg

    Vereinzelt hatte der gebürtige Münchner auch in der Vergangenheit schon gezeigt, dass mit ihm auch stinknormaler, seriöser Fußball möglich ist. Zu oft aber ging es für Adeyemi nach kurzer Zeit zurück in einen Ego-Modus, mit dem er selbst verhinderte, dass er sein herausragendes Potenzial ausschöpft.

    Deshalb wird Adeyemi rund um den BVB durchaus kritisch betrachtet. Wenige Spieler polarisieren unter den Fans in Dortmund so stark wie er. Wer es nicht so sehr mit Adeyemi hält, verweist auf den Auftritt gegen den 1. FC Heidenheim, als Mike Tullberg die fußballerische Höchststrafe aussprach: Der Interimstrainer wechselte Adeyemi ein und kurz vor Schluss wieder aus, schickte einen öffentlichen Denkzettel hinterher.

    Durchaus möglich, dass der Torschütze die Kritik im Hinterkopf hatte, als er nach seinem Treffer auf St. Pauli regungslos in Richtung des Gästeblocks schaute, bis er von den Kollegen geradezu über den Haufen gerannt wurde. Dass in diesen (Nicht-) Jubel in den Tagen nach dem Auswärtssieg einiges hineininterpretiert werden dürfte, ist eine naheliegende Annahme.

    Adeyemi mit kryptischen Aussagen zu Wechselgerüchten

    Auch die Aussagen von Adeyemi nach dem Spiel ließen bei einem Thema Interpretationsspielraum: Beim Pay-TV-Sender wurde er auf die heißen Wechselgerüchte aus dem Winter angesprochen, reagierte durchaus kryptisch. „Ich habe in den Medien etwas gelesen, was da klipp und klar stand, dazu stehe ich“, sagte Adeyemi, ohne zu erklären, auf welchen der vielen Berichte um seine Person er anspielte. „Ich bin bei Borussia Dortmund sehr glücklich, was in der Zukunft passiert, weiß man nie“, so der vierfache A-Nationalspieler weiter.

    Im Winter-Transferfenster war ein möglicher Wechsel von Adeyemi zur SSC Neapel Dauerthema. Der Angreifer gilt auch perspektivisch als Kandidat, den BVB für viel Geld zu verlassen, wenn der Klub die Champions League verpassen und fehlende Einnahmen durch Transfers wettmachen wollen sollte.

    Für den Moment ist aber wichtiger, dass Adeyemi den positiven Trend verstetigt, der bei ihm eingesetzt hat. Damit steht er sinnbildlich für den ganzen BVB: Die Entwicklung ist ordentlich, muss aber von Dauer sein. Dass vielerorts eine gewisse Skepsis vorherrscht, gegen die man erst ankämpfen muss, haben sich Dortmund und auch Adeyemi persönlich selbst zuzuschreiben.



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  • BVB-Star Karim Adeyemi trifft – und jubelt merkwürdig

    BVB-Star Karim Adeyemi trifft – und jubelt merkwürdig


    Was wollte er damit sagen?

    Aktualisiert am 02.03.2025, 09:52 Uhr

    Karim Adeyemi trifft beim BVB-Sieg gegen St. Pauli. Sein Torjubel mutet eher merkwürdig an, eine Erklärung gibt es anschließend nicht.

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    Karim Adeyemi jubelte nicht. Er bewegte sich nicht einmal. Zeigte keine Regung. Dabei hatte der quirlige Angreifer gerade für Borussia Dortmund das 2:0 beim FC St. Pauli erzielt, und was war das für ein Tor. Ein sehenswertes Solo über den halben Platz, danach überlegt abgeschlossen. Der erste “Doppel-Sieg” in dieser Saison war dem BVB danach nicht mehr zu nehmen.

    Adeyemi blieb nach seinem Tor regungslos vor dem Gästeblock stehen

    Adeyemi blieb nach seinem Tor regungslos vor dem Gästeblock stehen.

    © picture alliance/nordphoto GmbH/ Witke

    “Tor geschossen, weiter geht’s”, sagte Adeyemi zu seinem ungewöhnlichen und seltsam anmutenden Jubel in der 58. Minute. Der 23-Jährige hat mit den Schwarz-Gelben schließlich keine Zeit zu verlieren, wie die gesamte Mannschaft hat auch Adeyemi nach dieser bisher vermurksten Saison noch etwas gutzumachen. Doch wie die Dortmunder insgesamt befindet sich auch der Angreifer im Aufwind.

    Adeyemi will mit dem BVB wieder angreifen

    “Wir sind, glaube ich, nicht auf unserem gerechten Tabellenplatz. Natürlich macht das auch etwas mit einem Spieler. Ich persönlich habe ja auch meine Ziele nicht erreicht”, sagte Adeyemi, der in der Hinrunde wegen eines Muskelfaserrisses lange ausgefallen war: “Ich möchte für Dortmund viele Tore schießen, viele Assists sammeln und natürlich viele Spiele gewinnen. Wenn das alles nicht so da ist, dann ist man natürlich enttäuscht und arbeitet daran, dass es besser wird. Das machen wir.”

    Und so langsam scheint Adeyemi unter dem neuen Trainer Niko Kovac wieder aufzublühen. “Er sagt: ‘Du musst deine Stärken, Schnelligkeit und das Eins gegen Eins, ausspielen. Und mach Tore’. Das ist, was er gerne will. Ich versuche, es jedes Spiel zu zeigen und zu bringen”, sagte Adeyemi.

    Auf St. Pauli leitete Adeyemi den Führungstreffer von Serhou Guirassy (51.) ein, für die Entscheidung sorgte er dann selbst. “In den letzten Spielen habe ich wieder mehr Selbstbewusstsein gekriegt, sie waren ganz okay”, sagte Adeyemi, aber ein Grund zum Jubeln ist das noch lange nicht: “Es geht auf jeden Fall noch mehr. Ich baue darauf auf.” (sid/bearbeitet von ms)

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  • BVB: Adeyemi lässt Zukunft offen

    BVB: Adeyemi lässt Zukunft offen


    Karim Adeyemi will sich nicht darauf festnageln lassen, auch in der kommenden Saison in schwarz-gelb aufzulaufen. „Was in der Zukunft passiert, weiß man nie“, sagte Borussia Dortmunds Offensivspieler nach dem gestrigen 2:0-Sieg beim FC St. Pauli, betonte aber auch, er fühle sich wohl beim BVB. Im Winter stand ein Wechsel zur SSC Neapel kurz bevor. Die Vereine waren sich über eine Ablöse von über 50 Millionen Euro einig, Adeyemi legte jedoch sein Veto ein.

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    Vertraglich gebunden ist der vierfache Nationalspieler noch bis 2027. Gegen St. Pauli erzielte Adeyemi sein drittes Ligator in dieser Saison. Der 23-Jährige erklärt: „In den letzten Spielen habe ich Selbstbewusstsein gekriegt. Sie waren ganz okay, aber da geht noch mehr. Ich baue darauf auf.“



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  • Karim Adeyemi glänzt beim BVB: Der 50-Millionen-Euro-Mann spielt wie ein 50-Millionen-Euro-Mann

    Karim Adeyemi glänzt beim BVB: Der 50-Millionen-Euro-Mann spielt wie ein 50-Millionen-Euro-Mann


    Im Winter stand er angeblich kurz vor dem Abschied aus Dortmund, doch nun zeigt er, dass er in Top-Form unverzichtbar ist.

    Dass Karim Adeyemi der schnellste Spieler auf dem Platz ist, kommt oft vor. So auch beim 2:0-Sieg seines Teams von Borussia Dortmund in der Bundesliga beim FC St. Pauli: Mit 34,24 km/h wurde sein Top-Speed gemessen. Dass Karim Adeyemi hingegen der beste Spieler auf dem Platz ist, kommt deutlich seltener vor, aber auch das war am Samstag der Fall – und sogar messbar: Beim ersten Tor der Schwarz-Gelben lieferte er die Vorlage für Serhou Guirassy, der nur noch abstauben musste. Und das entscheidende 2:0 erzielte er nach einer überragenden Konter-Aktion selbst.

    Doch nicht nur die zwei Scorerpunkte zeichneten Adeyemi in Hamburg aus: Er bemühte sich ständig, ließ das Spiel nicht an sich vorbeilaufen und war schon in der schwachen ersten Hälfte des BVB der beste Mann bei den Gästen. Seine Aktionen brachten Gefährliches hervor – und nicht nur die eigenen Fans zum Kopfschütteln.



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  • Matchwinner Karim Adeyemi steht für bedeutenden BVB-Trend

    Matchwinner Karim Adeyemi steht für bedeutenden BVB-Trend


    1. Wetterauer Zeitung
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    Karim Adeyemi hat sich als Sieggarant für den BVB auf St. Pauli hervorgetan. Nach einigen harten Monaten ist der Trend beim Flügelspieler positiv.

    Hamburg/Dortmund – Borussia Dortmund musste am 24. Spieltag der Bundesliga im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli nur einmal kurz aufs Gaspedal drücken, um mit einer kuriosen Schreckensbilanz aufzuräumen: Dank Treffern von Serhou Guirassy und Karim Adeyemi gelang ein 2:0-Sieg, durch den der BVB erstmals in dieser Spielzeit ein zweites Bundesligaspiel in Serie für sich entscheiden konnte.

    Guirassy stocherte in der 50. Minute entscheidend, Adeyemi legte acht Minuten später per Einmannkonter nach Befreiungsschlag von Maximilian Beier nach. Der Außenstürmer avancierte zum Matchwinner beim Arbeitssieg des BVB, weil er zuvor schon den Treffer von Guirassy mit einer feinen Ballannahme eingeleitet hatte.

    Karim Adeyemi ist ein klarer Kovač-Gewinner

    Adeyemi kann mit Fug und Recht als ein Gewinner des Trainerwechsels beim BVB bezeichnet werden. Der Begriff mag aktuell etwas inflationär genutzt werden, auf den WM-Teilnehmer von 2022 trifft er aber zu. Unter Niko Kovač standen aus der Dortmund-Offensive nur Guirassy und Adeyemi in allen sechs Spielen in der Startelf. Während es beim Mittelstürmer schon aus Gründen der Kaderplanung eine Selbstverständlichkeit darstellt, böten sich auf den Außenbahnen durchaus Alternativen.

    Immerhin versetzte Kovač Jungstar Jamie Gittens nun schon zum zweiten Mal in Serie auf die Ersatzbank. Der Engländer wirkte zuvor überspielt, lief sich immer wieder bei Dribblingversuchen fest. Auch Adeyemi ist in den ersten Wochen unter Kovač nicht alles gelungen, weit gefehlt: Die Entscheidungsfindung bleibt das größte Problem beim 23-Jährigen. Dass er sich jetzt aber für den großen Aufwand, den er unter Kovač betreibt, mit dem ersten Bundesliga-Tor seit Mitte September (!) belohnte, kommt nicht von ungefähr.

    Karim Adeyemi belohnte sich für den positiven Trend mit seinem ersten Bundesliga-Tor für den BVB seit Monaten.
    Karim Adeyemi belohnte sich für den positiven Trend mit seinem ersten Bundesliga-Tor für den BVB seit Monaten. © IMAGO/kolbert-press/Burghard Schreyer

    Selbst Adeyemi-Kritiker schnallt mit der Zunge: „Ein herausragendes Tor“

    Bei seinem Treffer zeigte Adeyemi seine Stärken, die ihm im Gesamtpaket zu einem Spieler von herausragendem Potenzial machen: Seinem Gegner nahm er beim Schlag von Beier auf kurzer Distanz einige Meter ab, im Zweikampf blieb Adeyemi stabil, einen anderen Gegenspieler wackelte er kurzerhand aus, der Torschuss war die leichteste Übung. „Ein herausragendes Tor“, lobte nach der Partie sogar der sonst so kritische Sky-Experte Dietmar Hamann.

    In der Vergangenheit forderte Hamann schon mehrfach, Adeyemi müsse den nächsten Schritt machen und „erwachsen werden“. Ob dieser Prozess jetzt so richtig im Gang ist, muss sich noch zeigen. Positive Anzeichen gibt es. Dass Adeyemi zum Beispiel auf den Treffer drängte, anstatt eine mögliche Rote Karte wegen einer Notbremse zu provozieren. Aber auch, dass Adeyemi nach misslungen Situationen nicht mehr stehenbleibt, sondern direkt in den Rückwärtsgang schaltet.

    Gute Entwicklung seit dem Denkzettel von BVB-Interimscoach Tullberg

    Vereinzelt hatte der gebürtige Münchner auch in der Vergangenheit schon gezeigt, dass mit ihm auch stinknormaler, seriöser Fußball möglich ist. Zu oft aber ging es für Adeyemi nach kurzer Zeit zurück in einen Ego-Modus, mit dem er selbst verhinderte, dass er sein herausragendes Potenzial ausschöpft.

    Deshalb wird Adeyemi rund um den BVB durchaus kritisch betrachtet. Wenige Spieler polarisieren unter den Fans in Dortmund so stark wie er. Wer es nicht so sehr mit Adeyemi hält, verweist auf den Auftritt gegen den 1. FC Heidenheim, als Mike Tullberg die fußballerische Höchststrafe aussprach: Der Interimstrainer wechselte Adeyemi ein und kurz vor Schluss wieder aus, schickte einen öffentlichen Denkzettel hinterher.

    Durchaus möglich, dass der Torschütze die Kritik im Hinterkopf hatte, als er nach seinem Treffer auf St. Pauli regungslos in Richtung des Gästeblocks schaute, bis er von den Kollegen geradezu über den Haufen gerannt wurde. Dass in diesen (Nicht-) Jubel in den Tagen nach dem Auswärtssieg einiges hineininterpretiert werden dürfte, ist eine naheliegende Annahme.

    Adeyemi mit kryptischen Aussagen zu Wechselgerüchten

    Auch die Aussagen von Adeyemi nach dem Spiel ließen bei einem Thema Interpretationsspielraum: Beim Pay-TV-Sender wurde er auf die heißen Wechselgerüchte aus dem Winter angesprochen, reagierte durchaus kryptisch. „Ich habe in den Medien etwas gelesen, was da klipp und klar stand, dazu stehe ich“, sagte Adeyemi, ohne zu erklären, auf welchen der vielen Berichte um seine Person er anspielte. „Ich bin bei Borussia Dortmund sehr glücklich, was in der Zukunft passiert, weiß man nie“, so der vierfache A-Nationalspieler weiter.

    Im Winter-Transferfenster war ein möglicher Wechsel von Adeyemi zur SSC Neapel Dauerthema. Der Angreifer gilt auch perspektivisch als Kandidat, den BVB für viel Geld zu verlassen, wenn der Klub die Champions League verpassen und fehlende Einnahmen durch Transfers wettmachen wollen sollte.

    Für den Moment ist aber wichtiger, dass Adeyemi den positiven Trend verstetigt, der bei ihm eingesetzt hat. Damit steht er sinnbildlich für den ganzen BVB: Die Entwicklung ist ordentlich, muss aber von Dauer sein. Dass vielerorts eine gewisse Skepsis vorherrscht, gegen die man erst ankämpfen muss, haben sich Dortmund und auch Adeyemi persönlich selbst zuzuschreiben.



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  • Borussia Dortmund mit nächstem Sieg auf St. Pauli

    Borussia Dortmund mit nächstem Sieg auf St. Pauli


    Der BVB kommt immer besser in Fahrt. Beim FC St. Pauli holten die Dortmunder den zweiten Sieg in Folge.

    Mit einem “Doppel-Sieg” in die Champions League: Borussia Dortmund hat dank Torjäger Serhou Guirassy und einem Super-Solo von Karim Adeyemi in der Bundesliga den zweiten Sieg in Serie eingefahren und damit weiter Selbstvertrauen für das Achtelfinal-Hinspiel in der Königsklasse gegen den OSC Lille am Dienstag gesammelt.

    Das zunächst behäbige Borussia Dortmund gewann am Samstagnachmittag beim FC St. Pauli am Ende nicht unverdient mit 2:0 (0:0), Guirassy (51.) und Adeyemi (58.) ließen die mitgereisten Fans im Millerntor-Stadion nach ihrem Doppelschlag jubeln. St. Pauli machte zu wenig aus seinen Möglichkeiten und stand wieder einmal mit leeren Händen da.

    Kaum zu glauben, aber wahr: BVB-Trainer Niko Kovac schaffte damit, was seinen Vorgängern Nuri Sahin und Mike Tullberg nicht gelang – zwei Liga-Siege hintereinander.

    Durch den nächsten Dreier nach dem 6:0 zuletzt gegen Union Berlin bleiben die Schwarz-Gelben auf Platz zehn in der Tabelle und halten die Europapokalplätze in Sichtweite. St. Pauli setzt derweil mit der vierten Pleite in Serie seinen Negativtrend fort und belegt Rang 15.

    Ohne Esprit, ohne Tempo, ohne Ideen – BVB agiert lange sehr schwach

    “Wir müssen von Beginn an Gas geben”, hatte Kovac vor der Partie von seinem Team gefordert. Mittelfeldstar Julian Brandt saß bei diesem Vorhaben nach seiner Muskelverhärtung zunächst nur auf der Bank und kam erst in der 89. Minute in die Partie.

    Das Tempo gab vor 29.546 Zuschauern erst einmal St. Pauli vor, Elias Saad hatte schon früh eine richtig gute Möglichkeit (7.). Der BVB tat sich lange schwer mit der gut organisierten Abwehr der Hausherren und hatte in der Defensive um Kapitän Emre Can wiederum Probleme, unter anderem den quirligen Noah Weißhaupt unter Kontrolle zu bekommen.

    Ohne Esprit, ohne Tempo, ohne Ideen – Dortmund war im Vergleich zum Union-Spiel lange kaum wiederzuerkennen. Doch dann drehte der BVB plötzlich auf. Kovac hätte fast schon vor dem Pausenpfiff jubeln können, als Adeyemi den Ball nach einer Einzelaktion nur knapp vorbeilegte (45.+1).

    In der Halbzeitpause fand der Trainer dann offenbar die richtigen Worte, die Gäste kamen wie verwandelt aus der Kabine und erhöhten aus dem Stand mal eben den Druck. Erst drückte Guirassy den Ball mit all seiner Klasse und Wucht irgendwie zur Führung ins Tor, dann entschädigte Adeyemi mit einem famosen Solo über den halben Platz die Fans für die dürftigen ersten 45 Minuten.

    Nach den starken 15 Minuten nach der Halbzeit, in denen der BVB seine Qualitäten aufblitzen ließ, schalteten die Gäste wieder in den Verwaltungsmodus – und konnten so Kräfte für Lille sparen.



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  • BVB: Rätselhafter Stumm-Jubel von Karim Adeyemi: Was will er

    BVB: Rätselhafter Stumm-Jubel von Karim Adeyemi: Was will er


    Ist das der Start einer Dortmunder Sieges-Serie?

    Borussia Dortmund müht sich zu einem 2:0-Erfolg bei Außenseiter St. Pauli, holt damit erstmals in der laufenden Saison zwei Liga-Siege in Serie und hat so nun nur noch 3 Punkte Rückstand auf Europapokal-Platz 6.

    Dabei sorgt Karim Adeyemi (23) mit einem rätselhaften Stumm-Jubel für Aufsehen!

    Nach Super-Solo-Tor: Kurioser Adeyemi-Jubel

    Teaser-Bild

    Quelle: Bild01.03.2025

    58. Minute: Nach einem Beier-Befreiuungsschlag setzt sich Adeyemi an der Mittellinie gegen Treu durch, bleibt vor St. Pauli-Keeper Vasilj cool und stellt auf 2:0.

    Doch anstatt sein Tor ausgelassen zu feiern, bleibt Adeyemi vor dem Gästeblock einfach auf der Stelle stehen, zeigt keine Emotionen.

    Was uns Adeyemi damit sagen will, ist unklar. Gut möglich, dass bei ihm in diesem Moment viel Anspannung abgefallen ist, weil zuvor bei ihm und dem BVB nicht viel klappte.

    Denn beim BVB ist vom Rückenwind nach der 6:0-Gala am vergangenen Freitag gegen Union lange nichts zu sehen!

    Im Gegenteil: Der Auftritt der Elf von Trainer Niko Kovac (53) erinnert vor allem in der ersten Hälfte eher an die Peinlich-Pleite in Bochum Mitte Februar (0:2).

    Dabei sagt Kovac vor Anpfiff bei Sky: „Wir sind hierhergekommen, um das weiterzuspielen, was wir gegen Union angefangen haben: guten, attraktiven Fußball nach vorne zu spielen und das Spiel zu gewinnen.“

    Gut für den BVB: Auch ohne guten, attraktiven Fußball gibt es am Ende den Sieg – weil Union-Viererpacker Serhou Guirassy (28) erneut trifft!

    Nemeth blockt erst einen Adeyemi-Schuss, legt die Kugel dann aber unglücklich für Guirassy auf, der nur noch einschieben muss – 1:0 (50.)!

    Für Guirassy ist es bereits das 8. Tor in der Rückrunde. Kurios: Damit traf er in diesem Zeitraum öfters als die gesamte Startelf des Kiez-Klubs (6 Tore).

    Einzige Änderung im Vergleich zum Union-Spiel: Couto ersetzt hinten rechts etwas überraschend Ryerson (krank), erhält so den Vorzug vor den möglichen Alternativen Süle und Anton (beide Bank). Auch Julian Brandt (nach Muskelverhärtung zurück im Kader), sitzt erstmals in der laufenden Saison auf der Bank.

    Zwar hat Dortmund mehr vom Spiel (62 Prozent Ballbesitz vor der Pause), agiert gegen die konter- und defensivstarken Kiez-Kicker aber lange mut- und harmlos.

    Der Außenseiter hat durch Saad (7.) und Wahl (34.) sogar die besseren Chancen – kann sich aber nicht belohnen. Und das, obwohl BVB-Kapitän Can sich im Spielaufbau immer wieder unnötige und schlampige Ballverluste leistet und den Aufsteiger zu guten Möglichkeiten einlädt.

    Dann der BVB im Glück: Bensebaini ringt abseits der Kugel Weißhaupt im Strafraum zu Boden. Doch Schiri Stieler entscheidet nicht auf Elfmeter. Auch der Videobeweis greift überraschend nicht ein – eine knifflige Entscheidung (33.)!

    Weißhaupt dazu: „Er hält mich fest. Ich weiß nicht, warum er sich das nicht noch mal anschaut.“ Als er die Szene in der Mixed Zone im TV sieht, sagt er fassungslos: „Ein klarer Elfmeter. Jetzt, wo ich es sehe, ist es noch ärgerlicher.“

    Beim BVB sorgen einzig Guirassy (11.) und Adeyemi (24., 45.+1) offensiv für Gefahr – und am Ende auch für die Tore!

    Damit steht für St. Pauli die vierte Torlos-Pleite in Folge. Irre: St. Pauli wartet damit nun schon seit 433 Minuten auf eine Bundesliga-Bude – eingestellter Vereinsnegativrekord!

    Beim Achtelfinal-Hinspiel in der Champions-League gegen Lille am Dienstag (21 Uhr) will der BVB dann den dritten Sieg in Serie feiern, sich so eine gute Ausgangslage für das Rückspiel schaffen …



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