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  • Eine „Riesenchance“, aber kein Aufbaugegner

    Eine „Riesenchance“, aber kein Aufbaugegner


    Bei Borussia Dortmund wähnt man sich noch lange nicht am Ziel: Niko Kovac sieht trotz des Aufwärtstrends weiter viel Arbeit vor sich. Der BVB-Coach machte seiner Mannschaft vor dem Achtelfinal-Hinspiel gegen OSC Lille am Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime) eine deutliche Ansage. „Es gibt nichts zu beschönigen. Wir haben etwas Stabilität reingebracht. Wichtig ist, dass das, was wir einbringen, auch von der Mannschaft übernommen wird. Es ist harte Arbeit jeden Tag“, sagte Kovac am Montag. „Wir haben sicher noch großes Verbesserungspotenzial.“

    Der neue Coach, der den arg ins Taumeln geratenen Champions-League-Finalisten des Vorjahres vor einem Monat übernommen hatte, traut dem Aufschwung noch nicht so ganz und gibt sich vor dem Spiel gegen den Fünften der französischen Ligue 1 recht streng. Bloß kein Nachlassen lautet die Devise. „Es geht nichts über Siege. Das ist die Medizin, die jeder Mensch, jeder Spieler braucht. Von dieser Medizin brauchen wir noch viele“, sagte Kovac.

    Dabei wirkt der 53-Jährige inzwischen spürbar. Von den sechs Pflichtspielen unter Kovac spielte der BVB viermal zu null, zuletzt gewann er gegen Union Berlin (6:0) und beim FC St. Pauli (2:0) zweimal in Folge. Das hatte es in dieser Saison zuvor noch gar nicht gegeben. Gegen Lille, das erstmals überhaupt im Achtelfinale der Königsklasse steht, spricht Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nun von einer „Riesenchance“.

    Setzt sich der Trend fort und schaffen die Dortmunder den Viertelfinal-Einzug, winkt dort nicht nur das Knaller-Duell mit dem FC Barcelona und Ex-Bundestrainer Hansi Flick. Die bislang so schwierige BVB-Saison stünde gleich in einem positiveren Licht. „Wir wollen uns zu Hause eine gute Ausgangsposition verschaffen“, sagte Ricken.

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    Adeyemi deutlich forscher als der neue BVB-Coach

    Forscher drückte es Karim Adeyemi aus. „Das Stadion wird brennen und wir werden auch brennen. Wir versuchen, zu null zu spielen und vorne viele Tore zu machen“, sagte der Nationalstürmer, dessen Selbstvertrauen unter Kovac wieder spürbar gestiegen ist. „Ich bin guter Dinge, dass wir gewinnen werden.“

    Der französische Fußball und gerade Lille, das ist schon gut. Wir müssen uns darauf einstellen, dass das eine harte Nuss wird.

    Niko Kovac, Trainer von Borussia Dortmund

    Für Kovacs Geschmack deutlich zu forsche Töne. Lille ist sicher ein deutlich stärkerer Gegner als die beiden BVB-Aufbaugegner Union Berlin und St. Pauli zuletzt. „Der französische Fußball und gerade Lille, das ist schon gut“, sagte der frühere Trainer der AS Monaco. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass das eine harte Nuss wird.“

    Kovac ist es bislang gelungen, den BVB vor allem defensiv stabiler zu machen. In der Liga sind die Dortmunder zwar immer noch nur Zehnter. Doch der Rückstand auf die Europapokalränge schrumpft. „Das Grundgerüst wird gerade ein bisschen besser. Der Trainer hat vielen Spielern immer das gleiche Vertrauen gegeben, das zahlt sich gerade aus“, sagte Innenverteidiger Nico Schlotterbeck. „Wir hatten in der Hinrunde viele Wechsel in der Verteidigung, sind dadurch nicht so richtig in den Rhythmus gekommen.“

    Offensiv dagegen hat Kovac vom BVB-Spiel noch andere Vorstellungen: „Man sieht schon gute Ansätze. Wir sind schon zufrieden. Aber bei weitem sind wir noch nicht da, wo wir hinkommen wollen.“ Ricken sieht das ähnlich: „Es gibt überhaupt keinen Grund, schon wieder in Euphorie zu verfallen.“ (dpa)



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  • Unter Kovac gibt es beim BVB vier Gewinner – aber auch drei

    Unter Kovac gibt es beim BVB vier Gewinner – aber auch drei


    Nach schwachem Start zeigt die Formkurve des BVB unter Niko Kovac zuletzt nach oben. Dem Weiterkommen in der Champions League folgte ein überzeugender Kantersieg gegen Union Berlin. Nach bislang fünf absolvierten Partien zeichnet sich immer mehr ab, auf wen Kovac setzt – und für wen es in den nächsten Monaten schwer wird.

    Zuvor war immerhin schon das Achtelfinale der Champions League erreicht worden. Es zeichnet sich ab, auf welche Spieler Kovac setzt – und wer eher zu den Verlierern des Trainerwechsels zu zählen ist.

    So sieht es jedenfalls die Redaktion von ran.de, die ihre Einschätzungen hier darlegt.

    Groß größter Gewinner

    Der erste Gewinner ist unschwer auszumachen. Pascal Groß blühte insbesondere im letzten Spiel – dem 6:0 über den 1. FC Union Berlin – beeindruckend auf, bereitete als einer von nur ganz wenigen Spielern in der Bundesliga-Historie vier Tore in einer Partie vor. 

    Dies ist auch darin begründet, dass Groß unter Sahin teilweise als Rechtsverteidiger aushelfen musste, nun aber seine Stärken im Spiel nach vorne zur Geltung bringen kann.

    Er absolvierte alle fünf Partien unter Kovac‘ Leitung und zeigte dabei (nahezu) nichts von jener Fehleranfälligkeit, die ihn noch in den Wochen zuvor zu einem der vielen Problemfälle bei Borussia Dortmund hatten werden lassen.

    Guirassy zeigt endlich sein „Stuttgart-Gesicht“

    Auch, um den dritten „Gewinner“ auszumachen, muss man kein Experte sein. Serhou Guirassy war ohnehin schon einer der ganz wenigen, die auch in Krisenzeiten meist Normalform brachten. Allerdings hatte auch er in der Bundesliga einen Durchhänger mit nur einem Treffer zwischen Ende November und Mitte Januar. Diese Durststrecke wurde bekanntlich auf fulminante Art beendet.

    Svensson erweist sich als Transfertreffer

    Bliebe der Winterneuzugang Daniel Svensson, den viele nur schwerlich einschätzen konnten. Auch er überzeugt, kann den BVB nach Ansicht von ran.de nicht nur in der Breite verbessern, sondern auch in der Spitze. Zuletzt immer in der Startelf, scheint er einer der wenigen Transfertreffer zu werden.

    Anton großer Verlierer des Trainerwechsels

    Ein solcher ist Waldemar Anton bislang nicht und dürfte es vorerst wohl auch nicht mehr werden. Der ganz große Verlierer des Trainerwechsels, der zuletzt keine Rolle mehr spielte. Wie sich das ändern könnte, ist bei Kovac‘ Vorliebe für einen festen Stamm derzeit nicht ersichtlich.

    Auch Süle jetzt außen vor

    Für Niklas Süle hatte Kovac, der ihn vom FC Bayern München kennt, Vorschusslorbeeren verteilt – offenbar voreilig. Nach seinem haarsträubenden Fehlpass beim 0:2 in Bochum kam er nur noch zu einem Kurzeinsatz, schmorte ansonsten auf der Bank. Auch Süle ist somit einer der Verlierer der neuen Situation.

    Teurer Neuzugang hat schweren Stand

    Yan Couto hingegen war schon vor Kovac‘ Ankunft nicht richtig im Team angekommen, obgleich er schon auf 22 Einsätze in Pflichtspielen kommt. Davon stand er allerdings nur fünf mal in der Startelf, was unter Kovac noch gar nicht der Fall war. Für ihn dürfte es besonders schwierig werden, in der Restsaison noch eine Rolle zu spielen.



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  • BVB erteilt Gittens Wechsel-Freigabe – fordert aber enorme

    BVB erteilt Gittens Wechsel-Freigabe – fordert aber enorme


    Jamie Gittens gilt beim BVB als Abgangskandidat.

    Jamie Gittens gilt beim BVB als Abgangskandidat. © Lars Baron / Getty Images

    Während Jamie Gittens gerade zu Beginn der Saison zu den wichtigsten Spielern bei Borussia Dortmund zählte, befindet sich der Engländer inzwischen in einem Formtief. Ein Abgang im Sommer wird immer konkreter, die Freigabe für einen Wechsel soll er schon erhalten haben. VG Wort Zählpixel

    Jamie Gittens könnte Borussia Dortmund im kommenden Sommer nach dann fünf Jahren verlassen. Wie TBR Football berichtet, hat der Engländer vom BVB die Wechsel-Freigabe erhalten, sofern der Preis stimmt. Demnach wolle man ihm keine Steine in den Weg legen, wenn ein Klub 84 Millionen Euro auf den Tisch legt.

    Zuletzt war noch von einer Ablöseforderung von 100 Mio. Euro die Rede, doch angesichts seines seit Wochen andauernden Formtiefs geht der BVB wohl etwas mit dem Preis runter. Zu Beginn der Saison war der 20-Jährige noch einer der wichtigsten Dortmunder, steht wettbewerbsübergreifend bei elf Toren und vier Vorlagen.

    Gittens seit Wochen im Formtief

    Doch seine letzte Torbeteiligung ist inzwischen über einen Monat her und rührt aus der 2:4-Niederlage gegen Holstein Kiel Mitte Januar. Gerüchte um einen Abgang des englischen Youngsters gab es schon vor der kriselnden Phase des BVB. Doch durch die aktuelle sportliche Lage wird ein Verkauf immer wahrscheinlicher.

    Jamie Bynoe-Gittens spielt seit 2020 für den BVB.

    Jamie Bynoe-Gittens spielt seit 2020 für den BVB. © Vitalii Vitleo / Shutterstock.com

    Sollte der BVB – aktuell nur Tabellenzehnter – die Qualifikation für die Champions League verpassen, müsste das Tafelsilber veräußert werden. Ein Gittens-Verkauf liegt deshalb nah: Mit einem Marktwert von 50 Mio. Euro (transfermarkt.de) ist der Engländer der wertvollste Dortmunder des aktuellen Kaders. Zudem gibt es für ihn zahlreiche Interessenten aus der Premier League.



    Arsenal Favorit auf Gittens-Transfer

    Favorit auf einen Transfer soll TBR Football zufolge der FC Arsenal sein. Bei den Gunners hat die Verpflichtung eines Flügelspielers neben einem Stürmer höchste Priorität. Nach aktuellem Stand ist Gittens bei Arsenal aber wohl einer von vielen Kandidaten. Unter anderem Nico Williams (Athletic Bilbao), Rafael Leao (AC Mailand) und Bryan Mbeumo (FC Brentford) sind mit in der Verlosung.

    Quelle: TBR Football



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  • Blut im Schuh, aber kein Foul: Lamine Yamal vom FC Barcelona

    Blut im Schuh, aber kein Foul: Lamine Yamal vom FC Barcelona


    Beim Sieg des FC Barcelona am Wochenende wurde Lamine Yamal hart gefoult. Der Schiedsrichter sah jedoch von einem Pfiff ab.

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    Lamine Yamal hat nach dem 2:0-Sieg des FC Barcelona bei UD Las Palmas auf seinen sozialen Kanälen ein Foto geteilt, welches für großes Aufsehen sorgt. Dabei handelte es sich keineswegs um ein Jubelbild, stattdessen ist vor allem viel Blut zu sehen.



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  • Eintracht Frankfurt: Verschmerzbare Niederlage, aber

    Eintracht Frankfurt: Verschmerzbare Niederlage, aber



    Die Art und Weise der deutlichen 0:4-Niederlage in München ist ein Alarmsignal. Eintracht Frankfurt muss aus diesem Spiel umgehend die richtigen Schlüsse ziehen, sonst könnte es in Anbetracht der bevorstehenden Aufgaben Bayer Leverkusen und Ajax Amsterdam rasch ungemütlich werden.

    Kein glückliches Händchen: Auch Eintracht-Coach Dino Toppmöller traf in München falsche Entscheidungen.


    Kein glückliches Händchen: Auch Eintracht-Coach Dino Toppmöller traf in München falsche Entscheidungen.

    IMAGO/Jan Huebner


    Mit einem Durchschnittsalter von 23,59 Jahren schickte Dino Toppmöller die jüngste Eintracht-Startelf seit dem 34. Spieltag der Saison 1985/86 auf den Platz. Jünger war zuletzt der VfB Stuttgart am 12. November 2022 (23,56 Jahre). Das geringe Durchschnittsalter hing damit zusammen, dass die zuletzt angeschlagenen Mario Götze (32, Erkältung) und Ellyes Skhiri (29, Rippenblessur) zunächst nur auf der Bank saßen. Allerdings hätte die Möglichkeit bestanden, den erfahrenen Mahmoud Dahoud (29) anstelle des überforderten Oscar Höjlund (20) aufzubieten. Der Däne gewann laut Datenanbieter Opta keinen einzigen Zweikampf.

    Mutloser Auftritt, Bayern laufstärker


    Der FC Bayern erteilte den “jungen Wilden” eine Lehrstunde. Übrigens auch in Sachen Laufbereitschaft: Mit 124,28 Kilometern spulten die Bayern über fünf Kilometer mehr ab als der Underdog aus Frankfurt (119,08 Kilometer). Auch bei der Anzahl der Sprints lagen die Hausherren vorne (250:223). Die Hessen konnten heilfroh sein, dass der zuletzt angeschlagene Weltklasse-Stürmer Harry Kane nicht in der ersten Elf stand. Sonst wäre das Ergebnis wahrscheinlich noch deutlicher ausgefallen.


    Wir haben auch in der Höhe verdient verloren und sehr viel Lehrgeld gezahlt. Daraus müssen wir lernen.



    “Wir haben auch in der Höhe verdient verloren und sehr viel Lehrgeld gezahlt. Daraus müssen wir lernen”, resümiert Sportvorstand Markus Krösche. Der Wagemut in den ersten Spielminuten, der in Hugo Ekitikés Chance zur Führung gipfelte (6.), wich rasch einer naiven Hasenfüßigkeit. Intensives Forechecking war nur in homöopathischer Dosis zu erkennen. Es fehlten Entschlossenheit und Esprit. Die Eintracht agierte wie das Kaninchen vor der Schlange.


    “Wir wollten früh hoch Druck machen. Ich habe versucht, die Jungs immer wieder nach vorne zu treiben”, sagte Toppmöller bei DAZN und analysierte: “Das Problem ist: Wenn wir nach Ballgewinnen den Ball relativ schnell wieder verlieren, fehlen die Körner, um immer wieder in diese Pressingmomente reinzugehen. Wir waren technisch nicht sauber genug, nicht klar genug in unserem Offensivspiel.”

    Kaum Tiefe im Spiel


    Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Allen voran Ekitiké wirkte über weite Strecken lethargisch, beinahe lustlos, und stand sinnbildlich für die Schwächen im Offensivspiel. Der Franzose zwang die Bayern in keine Eins-gegen-eins-Duelle und versäumte es, seine Tempovorteile auszuspielen. Den nicht minder flinken Ansgar Knauff und Jean-Matteo Bahoya gelang ebenfalls kaum etwas. Die fehlende Tiefe im Spiel bemängelte auch Krösche mehrfach, als er in der Mixed Zone zu den Journalisten sprach.


    Hugo Ekitiké in einem Zweikampf mit Eric Dier.


    Hugo Ekitiké (re.) sah gegen die bayrische Verteidigung um Eric Dier keinen Stich.
    IMAGO/Sven Simon


    Toppmöllers taktische Umstellung auf ein 4-4-2 verpuffte. Aktuell scheint sich die Mannschaft im 3-4-2-1 oder 3-5-2 wohler zu fühlen. In einem 3-4-2-1 hätte Knauff weiter vorne im Halbraum spielen können, so wie beim 2:0-Erfolg im Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Das hätte die Wahrscheinlichkeit auf mehr Tiefe im Spiel erhöht. Bahoya wiederum ist für so ein Spiel schlichtweg noch zu grün hinter den Ohren.


    Entscheidend für die Niederlage war die Grundformation allerdings nicht; kein einziger Spieler kam an sein Leistungsmaximum heran. Das ist bedenklich. Man sollte der Mannschaft schon ansehen können, dass sie um den Einzug in die Champions League kämpft.

    Lichtblick Uzun zur Pause ausgewechselt


    Einziger Lichtblick war Can Uzun, der Ekitikés Chance nach Bahoyas Ballgewinn einleitete und selbst zu einigen Abschlüssen kam. Toppmöller bewies kein glückliches Händchen, indem er ausgerechnet den 19-Jährigen zur Halbzeit herausnahm. Uzun war der einzige Akteur, dem man an diesem Tag zutrauen konnte, auch mal einen Ball hinter die Kette zu spielen. Ihn zu opfern, war ein offensichtlicher Fehler.


    Joker Elye Wahi zeigte nicht, weshalb die SGE für ihn 20 Millionen Euro hinblätterte. Laut Toppmöller kam der Franzose “aus Fitnessgründen” noch nicht für die Startelf infrage. Das ist kein gutes Zeugnis für einen Profisportler und erinnert an Ekitikés große Probleme während der ersten Monate in Frankfurt. Nur 57 Prozent von Wahis Abspielen erreichten einen Mitspieler. Torgefährlichkeit strahlte er nicht aus. Allerdings hatte er es auch nicht leicht, weil keiner da war, der ihn in die Tiefe schickte.


    Elye Wahi sitzt am Boden.


    Elye Wahi zeigt bisher nicht, warum die Eintracht 20 Millionen Euro für ihn bezahlte.
    IMAGO/Jan Huebner


    So verpuffte – wie bei Ekitiké – der Tempovorteil. Mit schnellen Spielern wie Knauff, Bahoya, Ekitiké und Wahi muss die Mannschaft sehr viel häufiger in den Rücken der gegnerischen Abwehr kommen. An diesem Defizit muss Toppmöller dringend arbeiten. Auch der naive Spielaufbau ins Pressing der Bayern hinein ist ein Warnzeichen. Das erinnerte an den indiskutablen Auftritt beim 0:3 im DFB-Pokal in Leipzig. Warum wurde daraus nichts gelernt?


    Wir haben die Grenze von Mut zu Naivität das eine oder andere Mal zu oft überschritten und den Gegner teilweise dazu eingeladen, Tore zu schießen.



    Mit Geschick, Glück und Leidenschaft gelang es zumindest bis zum 0:1 noch, einige gefährliche Bayern-Abschlüsse zu blocken. Tuta und Rasmus Kristensen taten sich dabei positiv hervor, sie gingen nach der Pause im defensiven Tohuwabohu aber mit unter. “Wir haben in allen Bereichen viele falsche Entscheidungen getroffen”, bemängelt Krösche. Toppmöller moniert: “Wir haben die Grenze von Mut zu Naivität das eine oder andere Mal zu oft überschritten und den Gegner teilweise dazu eingeladen, Tore zu schießen.” Von Mut konnte in München allerdings keine Rede sein, eher von Leichtsinn.

    Duelle gegen Ajax von größter Bedeutung


    Eine Niederlage beim Tabellenführer ist gewiss kein Beinbruch. “Wir sollten unsere Punkte gegen andere Gegner holen”, sagt Coach Toppmöller richtigerweise. Zähler in München sind immer Bonuspunkte, die objektiv betrachtet nicht erwartet oder gar eingeplant werden können. Die Art und Weise der Niederlage ist aber ein unüberhörbares Alarmsignal. Wie am Montag zu vernehmen war, soll in dieser Woche intern Tacheles geredet werden. Die Unzufriedenheit über die Leistung in München ist größer, als es am Sonntagabend nach außen den Anschein erweckte.


    Die Eintracht muss sich erheblich steigern, gegen Leverkusen und Amsterdam ein anderes Gesicht zeigen. Besonders die beiden Spiele in der Europa League gegen Ajax sind von größter Bedeutung. Ajax ist keine internationale Top-Mannschaft mehr, wie noch vor ein paar Jahren. Qualitativ ist die Eintracht besser aufgestellt. Fliegt sie trotzdem im Achtelfinale raus, wäre das ein Stimmungskiller, der sich auch auf den weiteren Saisonverlauf in der Liga negativ auswirken könnte. Die Ausgangslage ist hervorragend, um in dieser Spielzeit sehr viel zu erreichen. Doch die Eintracht muss stets auf der Hut sein, sonst könnte sie auch noch sehr viel verlieren. Es bleibt ein schmaler Grat.



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    FAQ: Eintracht Frankfurt – Verschmerzbare Niederlage, aber…

    Frage 1: Warum wird die Niederlage als „verschmerzbar“ angesehen?
    Antwort: Die Niederlage wird als verschmerzbar angesehen, da die Mannschaft trotz der Niederlage eine solide Leistung gezeigt hat und es Anzeichen für Fortschritte gibt. Es gab positive Aspekte im Spiel, wie gute Spielzüge oder starke individuelle Leistungen, die Hoffnung auf künftige Erfolge geben.

    Frage 2: Was sind die Gründe für die Niederlage?
    Antwort: Mögliche Gründe könnten technische Fehler, mangelnde Chancenverwertung oder individuelle Fehler in der Abwehr gewesen sein. Auch die Stärke des Gegners kann eine Rolle gespielt haben.

    Frage 3: Welche Lehren kann die Mannschaft aus diesem Spiel ziehen?
    Antwort: Die Mannschaft kann lernen, defensiv stabiler zu stehen, die Chancen besser zu nutzen und eventuell die taktische Ausrichtung zu überdenken. Zudem könnte das Team daran arbeiten, die mentale Stärke in Drucksituationen zu verbessern.

    Frage 4: Welche Auswirkungen hat die Niederlage auf die Tabelle?
    Antwort: Die genauen Auswirkungen hängen von den Ergebnissen der anderen Teams ab, jedoch könnte die Niederlage Einfluss auf die Tabellenplatzierung haben. Es ist wichtig, die nächsten Spiele erfolgreich zu gestalten, um in der Tabelle nicht weiter abzurutschen.

    Frage 5: Wie sieht das Programm für die nächsten Spiele aus?
    Antwort: In den kommenden Wochen stehen entscheidende Partien an, die für die Mannschaft wichtig sind, um zurück in die Erfolgsspur zu finden. Der Spielplan wird veröffentlicht und sollte regelmäßig überprüft werden.

    Frage 6: Was sagen die Trainer und Spieler nach der Niederlage?
    Antwort: Oft äußern sich Trainer und Spieler positiv, betonen die Lernmöglichkeiten und den Blick nach vorn. Es wird hervorgehoben, dass die Mannschaft zusammenarbeiten muss, um die Fehler zu beheben und wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden.

    Frage 7: Wie reagieren die Fans auf die Niederlage?
    Antwort: Die Reaktionen der Fans können gemischt sein. Einige unterstützen das Team weiterhin und glauben an eine Wende, während andere enttäuscht sind und Veränderungen anmahnen. Fanmeinungen sind häufig unterschiedlich und spiegeln die Emotionen des Spiels wider.

    Frage 8: Gibt es Spieler, die sich besonders hervorgetan haben?
    Antwort: In jedem Spiel gibt es Spieler, die sich positiv hervorheben, sei es durch Tore, Vorlagen oder starke Defensivleistungen. Diese Leistungen werden oft in der Analyse des Spiels gewürdigt und sollten in zukünftigen Partien gefestigt werden.

    Frage 9: Was kann die Mannschaft tun, um sich zu verbessern?
    Antwort: Um sich zu verbessern, kann die Mannschaft intensiver trainieren, an der Kommunikation auf dem Platz arbeiten, Taktiken verfeinern und den Fokus auf Teamarbeit und Zusammenhalt legen. Der Austausch unter den Spielern ist entscheidend, um an den Schwächen zu arbeiten.

    Frage 10: Wie können Fans die Mannschaft unterstützen?
    Antwort: Fans können die Mannschaft unterstützen, indem sie sie in den nächsten Spielen lautstark anfeuern, auch in schwierigen Zeiten loyal bleiben und Tickets für die Spiele kaufen, um eine positive Atmosphäre zu schaffen.


    Hoffentlich hilft dir diese FAQ für die Diskussion über die Niederlage von Eintracht Frankfurt!

  • Aber Guardiola schwärmt: Manchester City kann nicht mehr

    Aber Guardiola schwärmt: Manchester City kann nicht mehr



    Aber Guardiola schwärmt

    Manchester City kann nicht mehr

    Mit dem Kampf um den Titel in der Premier League hat Manchester City schon seit Monaten nichts mehr zu tun. Aber wie weit entfernt die Mannschaft derzeit von den Topteams erfährt ist, erlebt City gegen Liverpool. Pep Guardiola ist trotzdem begeistert.

    Der außergewöhnliche Niedergang von Manchester City setzt sich ungebremst fort. Gegen den FC Liverpool gibt es am Sonntagabend eine 0:2-Niederlage. Das klingt im Ergebnis gar nicht so fürchterlich, aber diese Mannschaft ist gegen die derzeit Besten der Welt einfach gnadenlos chancenlos. Eines der gefürchtetsten und erfolgreichsten Teams des vergangenen Jahrzehnts ist nur noch ein sattes, altes Raubtier. Träge in der Sonne liegend, nicht mehr in der Lage, große Beutezug zu unternehmen.

    Diesem Team droht eine Saison mit dem finalen Super-Gau. Womöglich wird in Manchester kein internationaler Fußball zu sehen sein. Nicht bei City, nicht beim anderen kollabierenden Riesen United. Unvorstellbar bei Stars wie Erling Haaland oder Rodri, dessen schwere Verletzung City komplett aus der Bahn warf.

    Diese Mannschaft ist endgültig am Ende. Das ist unübersehbar. Der große Kevin de Bruyne kämpft gegen seinen Körper und das Älterwerden. Er kann diesen Kampf nicht gewinnen. Der Belgier ist längst nicht der einzige im Kader, der nach dem Sommer keine oder keine große Rolle mehr bei City spielen wird. İlkay Gündoğan gehört dazu, vermutlich auch Ederson, Bernardo Silva oder Jack Grealish. Es wird einen großen, einen teuren Umbruch geben. Ein gnadenloses Aussortieren. Betreut werden soll der Umbruch von Pep Guardiola. Der Startrainer hatte inmitten der Krise während der Hinrunde seinen Vertrag verlängert und sich angeboten, die “Skyblues” wieder zu alter Größe aufzurichten. Dabei halten viele Experten eine Trennung für die bessere Idee.

    Beim FC Barcelona und beim FC Bayern besaß er ein gutes Gespür für den Abgang. Nach je drei Jahren ging er freiwillig und kündigte das frühzeitig an. Er war erschöpft, die Mannschaften auch. Allerdings ging es nach der Zeit in München schnell nach Manchester. Dort bauten sie ihm sein altes Barça mit unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten nach. Und dort soll nun alles anders sein? Guardiola sieht das nicht so.

    Irgendwann ist alles vorbei

    Aber kann er das? Der Mann, der Tiki-Taka erfunden hat, der als bester Trainer der Welt galt, wirkt seit Wochen ratlos. Was immer er sich einfallen lässt, es entfaltet keine Kraft mehr. Sind seine Ideen nicht mehr zeitgemäß? Erreicht Guardiola seine Spieler nicht mehr? Die Kollegen vom “Guardian” veranlasste das zu der steilen Theorie, dass die Spieler sich nur noch über den Katalanen ärgern, darüber, dass er ihnen noch länger erhalten bleibt? Ein gutes Licht würde ein solches Szenario nicht auf den Kader werfen. Aber es ist wie überall: Alles hat seine Zeit: Jürgen Klopp beim FC Liverpool, Sir Alex Ferguson bei Manchester United. Irgendwann ist es vorbei. Guardiola ist seit 2016 Trainer bei City, im vergangenen November verlängerte er seinen Vertrag bis Ende Juni 2027. Der 54-Jährige gewann mit dem Klub unter anderem sechsmal die Meisterschaft und 2023 die Champions League.

    Für Guardiola soll der Zeitpunkt des Abgangs noch nicht jetzt gekommen sein, noch nicht im Sommer. Er hat Fieberträume von einer neuen Mannschaft, der sich Europa unterwirft. Bayer Leverkusens Florian Wirtz könnte in diesem Team eine Schlüsselrolle einnehmen. Der Trainer soll ganz beseelt sein von der Idee, den kleinen Spielmacher in der neuen Saison unter seinen Fittichen zu haben. Aber dafür muss erstmal kurzfristiger Erfolg her. Die Kraft von City definiert sich auch über den Europapokal, über die Champions League. Große Stars werden vorerst abwinken, wenn ihnen die größte Bühne versagt bleibt. Aber wo soll dieser Erfolg herkommen?

    Unter der Woche wurden Manchester von Real Madrid gedemütigt. Wann war eine City-Mannschaft zuletzt so apathisch gewesen? Sie wurde von Tormonster Kylian Mbappé einfach aufgefressen. Und an diesem Sonntag machte Liverpool einfach alles richtig. Der seit Monaten in überragender Form aufspielende Mohamed Salah brachte die Reds in der 14. Minute nach Zuspiel von Dominik Szoboszlai mit einem abgefälschten Schuss in Führung. In der 37. Minute erhöhte Szoboszlai dann selbst, Salah gab dieses Mal den erfolgreichen Zuarbeiter.

    Liverpool-Slot gelingt historisches

    City rannte bemüht dagegen an, hatte reichlich Ballbesitz (64:36 Prozent), wurde aber zweimal eiskalt erwischt und konnte selbst kaum Gefährliches entfalten, trotz offiziell 16 Torschüssen. Nachdem Curtis Jones’ Treffer zum 3:0 nach 56 Minuten wegen Abseits vom VAR einkassiert wurde, riss sich City nochmal zusammen. Beinahe im Gegenzug forderte der ehemalige Frankfurter Omar Marmoush, ein hungriger Hoffnungsträger, mit seinem Schuss den Liverpooler Torwart Alisson zu einer starken Parade. Reds-Coach Arne Slot gelang mit diesem Sieg historisches. Als erster Trainer-Neuling seit 1974/75 konnte er den amtierenden Meister zweimal besiegen.

    Amtierender Meister, das klingt bei Manchester City in diesen Wochen reichlich komisch. Meisterlich ist einfach gar nichts. Und Trainer Pep Guardiola bleibt sich seiner ihm eigenen Seltsamkeit treu. “Wenn man verliert, muss man so verlieren, wie wir heute verloren haben. “Wir haben wirklich gut gespielt, ich bereue nichts. Wir haben mit Persönlichkeit gespielt”, sagte er. Er habe gegen Liverpool viele Dinge gesehen, “die zeigen, dass der Verein mit diesen Spielern eine große Zukunft hat”. Allerdings werde sich einiges verändern, verändern müssen. “Was auch immer der Klub entscheidet, es gibt eine glänzende Zukunft für diesen Verein in den nächsten Jahren. Das ist eine Frage der Zeit.”

    Derzeit spielt die Zeit aber gegen City. Noch steht die Mannschaft auf Platz vier, wäre damit direkt qualifiziert für die Champions League. Aber bis zu Platz neun, bis zum beginnenden Nirwana, sind es gerade einmal vier Punkte. Brighton & Hove Albion lauert am Tor zum Untergang, bereit, City hineinzustoßen. In dieser Saison haben die Skyblues nur noch eine realistische Titelchance – im FA Cup.



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  • Borussia Dortmund: Ein Aufwärtstrend. Jetzt aber wirklich! – Sport

    Borussia Dortmund: Ein Aufwärtstrend. Jetzt aber wirklich! – Sport


    6:0 gewonnen, vier Tore von Serhou Guirassy: Wird jetzt alles gut in Dortmund? Beim Sieg gegen Union Berlin tragen die entscheidenden BVB-Spieler immerhin dazu bei, dass sich die Debatte um die Transferpolitik etwas beruhigt.

    In der Halbzeitpause, beim Stand von 2:0, hatte Serhou Guirassy die entscheidende Information erhalten. „Der Trainer hat uns gesagt, dass zwei Tore nicht genügen“, berichtete Borussia Dortmunds Mittelstürmer später lächelnd. Vielleicht hätte den Dortmunder Spielern in dieser Saison einfach öfter mal jemand sagen sollen, dass ihre Leistungen noch nicht reichen?



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  • Borussia Dortmund – Union Berlin: Pyro aber keine Punkte – gefährliche Klatsche für FCU

    Borussia Dortmund – Union Berlin: Pyro aber keine Punkte – gefährliche Klatsche für FCU


    22. Februar 2025 um 20:24 UhrDortmund

    Jan Lehmann

    GER, Borussia Dortmund gegen Union Berlin, Fussball, 1.Liga, 23.Spieltag, Spielzeit 2024/2025, 22.02.2025: Suedtribuehne Borussia Dortmund

GER, Borussia Dortmund gegen Union Berlin, Fussball, 1.Liga, 23.Spieltag, Spielzeit 2024/2025, 22.02.2025

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Foto: Eibner-Pressefoto/Frank Zeising

    Der Signal Iduna Park von Borussia Dortmund bleibt für den 1. FC Union Berlin in der Bundesliga kein gutes Pflaster. Am Samstagabend verloren die Eisernen zum sechsten Mal.

    Frank Zeising/Eibner

    Die Tore von Diogo Leite (25./Eigentor), Serhou Guirassy (40./75./80./83.) sowie Maximilian Beier (89.) sorgten für die elfte Niederlage in dieser Saison. Gefährlich: Union Berlin hat nach 23 Spieltagen erst 24 Zähler. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatten die Eisernen zum gleichen Zeitpunkt bereits 25 Punkte – mussten aber bis in die Nachspielzeit des letzten Spieltages um den Klassenerhalt zittern.



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  • BVB-Aktie im Blick: Drama in Dortmund – BVB vergibt Elfer, steht aber im Achtelfinale

    BVB-Aktie im Blick: Drama in Dortmund – BVB vergibt Elfer, steht aber im Achtelfinale


    Die Bosse von Borussia Dortmund schauten ernst und ratlos, die Fans schickten ihre schwer verunsicherten Profis mit verhaltenem Applaus in die Kabine.

    Der BVB steht nach einer trostlosen Nullnummer gegen Sporting Lissabon zwar im Achtelfinale der Champions League – hat dabei aber alles andere als eine magische Europacup-Nacht erlebt.

    Dem in der Bundesliga übel abgestürzte Revier-Riesen bleibt die Königsklasse immerhin als Trostpflaster. “Wir haben nicht mehr gemacht als nötig. Es war ein kontrolliertes Weiterkommen, würde ich sagen. Nichtsdestotrotz müssen wir lernen, solche Spiele zu gewinnen”, sagte Kapitän Emre Can nach dem 0:0 im Playoff-Rückspiel.

    Grimmige Mienen von Watzke und Co.

    Der verschossene Elfmeter von Serhou Guirassy (59. Minute) stand sinnbildlich für den wankenden BVB, der vom deutlichen 3:0 in Portugal im Hinspiel zehrte. Auf der Tribüne zeigten Hans-Joachim Watzke, Lars Ricken und Matthias Sammer grimmige Mienen, die so gar nicht zum Erreichen der Runde der letzten 16 passten. Wohl aber zur gezeigten Leistung vor 80.300 Zuschauern im nicht komplett ausverkauften EM-Stadion.

    Am Freitag (12.00 Uhr) wird dem BVB entweder der OSC Lille oder Aston Villa als Gegner für das Achtelfinale zugelost. Auch dies scheint trotz der aktuellen Lage des kriselnden Bundesliga-Elften machbar. “Ich schätze die Mannschaften ähnlich stark ein”, sagte Can. Als deutsche Vertreter stehen zudem Bayer Leverkusen und Bayern München unter den letzten 16 Teams.

    Trainer Niko Kovac hatte vor dem Spiel angekündigt, das ramponierte Selbstbewusstsein seiner Profis stärken und in erster Linie über deren Stärken sprechen zu wollen. “Der Kopf macht die Beine müde beziehungsweise schwer. Wir müssen schauen, dass der Kopf frei und leicht ist”, hatte der neue BVB-Coach unmittelbar vor der Partie bei DAZN gesagt.

    Kovac stärkt seine Profis zunächst

    So erhielten einige der zuletzt so enttäuschenden Spieler trotz der beiden Niederlagen in den ersten beiden Ligaspielen unter Kovac erneut eine Chance. Unter anderem blieb auch Marcel Sabitzer in der Startelf. Der Österreicher war es auch, der nach 27 Minuten mit einem satten Schuss ein erstes Zeichen setzte. Sporting-Keeper Rui Silva musste mit einer Glanztat retten.

    Dortmunder spielte recht gefällig und war klar spielbestimmend. Viele Torchancen kamen dabei aber nicht herum. Lissabon war zudem offensiv extrem ungefährlich und das Spiel somit recht ereignisarm.

    Zur zweiten Halbzeit hatte Kovac dann aber offenbar genug vom erneut ganz schwachen und lustlos wirkenden Jungstar Jamie Gittens. Der Engländer musste in der Pause runter, für ihn kam Maximilian Beier. Die Dortmunder blieben feldüberlegen, agierten aber zumeist ungefährlich. Die Verunsicherung der jüngsten Bundesliga-Ereignisse spielte beständig mit.

    Guirassy scheitert kläglich vom Punkt

    Wie es um das Nervenkostüm bestellt ist, zeigte sich nach knapp einer Stunde, als Guirassy einen Foulelfmeter kläglich verschoss. Die Ausführung des Angreifers, die Silva fangen konnte, kam einem Rückpass gleich. Der Sporting-Keeper hatte Karim Adeyemi zuvor von den Beinen geholt. Kurz darauf musste auch Guirassy runter.

    Der BVB hatte weiterhin deutlich mehr Ballbesitz, es fehlte aber der letzte Zug zum Tor. Überhaupt wirkte das gesamte Spiel pomadig und tempoarm. Trotz des Weiterkommens dürfte Kovac noch viel Arbeit vor sich haben. Der 53-Jährige hatte ohnehin die Champions League derzeit nur als I-Tüpfelchen bezeichnet.

    Entscheidend ist für Kovac vorerst das Auftreten in der Liga. Dort ist am Samstag gegen Union Berlin ein Sieg Pflicht, um eine erneute Teilnahme an der Champions League nicht völlig unwahrscheinlich werden zu lassen. Aktuell liegen die Westfalen acht Punkte hinter Rang vier.

    ‘Egal’: BVB-Sportdirektor Kehl gibt nicht viel auf Auslosung



    Pflichtaufgabe erfüllt, jetzt zählt erst einmal nur die Bundesliga. Selbst die Achtelfinal-Auslosung der Champions League interessiert Borussia Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl nur am Rande. “Ehrlich gesagt ist es mir egal, gegen wen wir am Ende spielen”, sagte Kehl nach dem 0:0 am Abend im Playoff-Rückspiel gegen Sporting Lissabon. Das Hinspiel hatte Dortmund 3:0 gewonnen.

    Wenn am Freitag in Nyon dem BVB der OSC Lille oder Aston Villa als Achtelfinalgegner zugelost werden, sind die Dortmunder längst in der Vorbereitung auf das Bundesligaspiel einen Tag später gegen Union Berlin (18.30 Uhr/Sky). “Der Fokus liegt jetzt einzig und allein auf Union Berlin. Wir wollen dieses Heimspiel unbedingt gewinnen”, sagte Kehl.

    Erstmals seit 2015/2016 Champions League wieder ohne BVB?

    Er hätte auch sagen können: Wir müssen unbedingt gewinnen. Denn nach zuletzt zwei Niederlagen in den ersten beiden Ligaspielen unter dem neuen Trainer Niko Kovac liegt die selbst ernannte zweite Kraft im deutschen Fußball in der Bundesliga tatsächlich nur auf Platz elf. Und hat bereits acht Punkte Rückstand auf das Minimalziel Rang vier.

    Erstmals seit zehn Jahren droht damit eine Saison ohne Königsklassen-Fußball in Dortmund. “Natürlich müssen wir uns mit diesen Szenarien beschäftigen. Es gibt unterschiedliche Kalkulationen, die wir angestellt haben. Wir haben in diesem Wettbewerb aber noch Chancen, Einnahmen zu generieren, mit denen wir nicht geplant haben”, sagte Kehl dazu bei DAZN.

    Ganz so uninteressant ist die Champions League für den BVB dann also natürlich doch nicht. Zumal die Auslosung günstig und ein Weiterkommen auch in der nächsten Runde absolut möglich erscheint. “Natürlich wollen wir auch die weitere Runde überstehen”, sagte Kehl dazu. Das Achtelfinal-Hinspiel findet bereits in zwei Wochen, das Rückspiel in drei Wochen statt.

    Mann stirbt bei Dortmunder Champions-League-Spiel



    Beim Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund gegen Sporting Lissabon ist am Mittwoch ein freiwilliger Helfer des BVB gestorben. Zu den Umständen des Todes des 63-Jährigen beim 0:0 im Playoff-Rückspiel machte der BVB tags darauf keine Angaben.

    Der Mann war demnach seit knapp zwölf Jahren als Volunteer bei Dortmunder Heimspielen im Einsatz. Er hinterlasse eine Frau und zwei Töchter.

    So bewegt sich die BVB-Aktie



    Die BVB-Aktie zeigt sich im XETRA-Handel am Donnerstag zeitweise 2,15 Prozent tiefer bei 3,18 Euro.




    DORTMUND (dpa-AFX)

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  • Datenanalyse: Kovac ist richtig bei Borussia Dortmund – aber nicht für lang | NDR.de – Sport

    Datenanalyse: Kovac ist richtig bei Borussia Dortmund – aber nicht für lang | NDR.de – Sport


    Stand: 19.02.2025 12:55 Uhr

    Der Effekt des Trainerwechsels bei Borussia Dortmund – so es denn überhaupt einen gegeben hat – scheint bereits verpufft. Die Datenanalyse zeigt, dass Niko Kovac und der BVB trotzdem zusammenpassen könnten. Wenn auch nicht langfristig…

    von Florian Neuhauss

    Die Bundesliga-Rückkehr von Kovac Anfang Februar ging mit 1:2 gegen den VfB Stuttgart daneben. Der verdiente Sieg in der Champions League bei Sporting Lissabon (3:0) machte dann Hoffnung. Der Einzug ins Achtelfinale der “Königsklasse” sollte heute (18.45 Uhr, im NDR Livecenter) im Rückspiel zu Hause Formsache sein. In der Bundesliga hatte es am vergangenen Wochenende aber mit dem 0:2 bei Schlusslicht VfL Bochum den vorläufigen Tiefpunkt gegeben. Dortmund rangiert nach 26 Spieltagen auf Tabellenplatz elf, sechs Punkte von der Qualifikation zum Europapokal entfernt. Die Rede ist wohlgemerkt von der Conference League.

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    Der Pokal der Champions League steht auf einem Podest in einem Fußballstadion. © dpa picture alliance/Pacific Press Agency Foto: Alexander Gusev

    Zieht der BVB heute nach dem 3:0 im Hinspiel ins Achtelfinale ein? Die Partie ab 18.45 Uhr in der Audio-Vollreportage und im Ticker.
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    Von einer “herausfordernden Situation” hatte BVB-Geschäftsführer Sport Lars Ricken schon bei der Verpflichtung des Kroaten am 30. Januar gesprochen. Diese Situation ist seitdem noch prekärer geworden. Und doch kommt die Analyse der von Global Soccer Network (GSN) zu dem Ergebnis, dass Kovac (eigentlich) der richtige Mann für den Job ist. Zumindest, um den BVB wieder zurück in die Erfolgsspur zu führen.

    Kovacs Fußball: “Physisch stark und gut organisiert”

    Eine kompakte Defensive und eine strukturierte Offensive durch taktische Flexibilität und hohes Pressing nennt GSN als die Schlüsselelemente von Kovacs Fußball-Philosophie. “Seine Mannschaften sind physisch stark, gut organisiert und schwer zu bespielen, weil sie flexibel auf verschiedene Spielsituationen reagieren können”, lautet die Zusammenfassung der Analysten.

    Legt man die Tabelle nach “Expected Points” zugrunde, stünden die Dortmunder auf Rang fünf! Doch eine bessere Platzierung verhindern vor allem haarsträubende Fehler in der Defensive. Und der Offensive gelingt es in dieser Saison nicht, diese Fehler auszugleichen.

    Dortmund hat sieben Tore weniger geschossen als im Vergleich zum selben Zeitpunkt vor einem Jahr – und elf Gegentreffer mehr kassiert. Aktuell steht die Tordifferenz bei -1 und erinnert an eine Zeit, in der der BVB kein Topclub mehr war.

    GSN hat drei große Baustellen für die Dortmunder Misere ausgemacht: 1. Defensive Stabilität und Gegentoranfälligkeit, 2. Chancenverwertung und offensive Effizienz sowie 3. Zweikampfverhalten und Kampf um zweite Bälle. Hier muss und kann Kovac ansetzen: Das sogenannte “Lösungspotenzial” beziffern die Datenspezialisten auf 80 Prozent. Das ist ein guter, fast schon sehr guter Wert.

    Trainer Kovac hat “internationale Klasse”

    Kovac ist Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz. Der GSN-Trainer-Index weist ihn zudem mit 74,70 Punkten als einen Coach mit internationaler Klasse aus. Seine Stärken “Struktur, Organisation und Intensität” sind allerdings eng mit den “Problemen” in seinem System verbunden.

    Die Datenauswertung zeigt, dass die Kovac-Teams nicht gerade vor Kreativität in der Offensive strotzen. Außerdem geht es auf dem Platz eher durch die Mitte denn über die Flügel. Klingt eigentlich nicht nach dem erfolgreichen Dortmund der vergangenen Jahre.

    Auf seinen bisherigen Stationen legte er großen Wert auf taktische Disziplin, was manchmal zu Lasten der spielerischen Freiheit ging und eben auch die Kreativität einschränken kann. Die Folge: Wenn sich der Gegner hinten reinstellt, fehlen oft Lösungen, um spielerisch Lücken zu finden.

    Kovac erarbeitet sich in Frankfurt einen guten Ruf

    Kovac, mittlerweile 53 Jahre alt, bezeichnet sich selbst als “Kind der Bundesliga”. In 148 Zweitliga- und 241 Bundesliga-Partien ist der gebürtige Berliner im deutschen Fußball groß geworden. Seine Nationalmannschaftskarriere (83 Partien) absolvierte Kovac aber für Kroatien. 2001 gewann er mit den Bayern den Weltpokal, 2003 das Double aus Meisterschaft und Pokal – alle Titel unter Legende Ottmar Hitzfeld.

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    Symbolbild Fußball-Daten © Imago / STPP

    Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Zusammenarbeit zwischen NDR und GSN.
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    Mit dem DFB-Pokal-Sieg 2018 setzte sich Kovac bei Eintracht Frankfurt selbst als Trainer ein Denkmal. Das Tor zum 3:1-Endstand gegen Bayern München von Mijat Gacinovic hat sich tief ins Gedächtnis eingebrannt. Der Serbe dribbelte nach einer abgewehrten Ecke, zu der Keeper Manuel Neuer mit nach vorn geeilt war, über den halben Platz. Das ganze Stadion erhob sich – und Gacinovic schoss ins leere Tor.

    Kovac war in der Folge knapp eineinhalb Jahre selbst Coach der Münchner (2019 Doublesieger) und danach ähnlich lange Cheftrainer des französischen Topclubs AS Monaco. An beiden Stationen war er den Verantwortlichen allerdings nicht erfolgreich genug. Und besonders bei den Bayern gab es auch immer wieder Kritik, an Kovacs unspektakulärer Spielweise.

    Schwere Zeiten für Kovac in Wolfsburg

    Seine bis dato schwierigste Zeit als Trainer hatte Kovac wohl in Wolfsburg, wo er antrat, um den Club nach enttäuschenden Jahren unter Mark van Bommel und Florian Kohfeldt wieder ins internationale Geschäft zu führen – am besten gleich in die Champions League. Markigen Worten folgten aber zu selten ebensolche Taten.

    In seiner Debütsaison 2022/2023 wurden die “Wölfe” am Ende Achter. Ein Punkt fehlte zur Qualifikation für die Conference League. Als die Wolfsburger im März 2024 wieder in Abstiegsgefahr zu geraten drohten, wurde Kovac beurlaubt. Auch hier dauerte seine Amtszeit am Ende grob eineinhalb Jahre.

    Kovac “nicht die ideale langfristige Besetzung für den BVB”

    Sein Wirken in Wolfsburg klingt eigentlich nicht nach einem Bewerbungsschreiben für die Aufgabe in Dortmund. Zumal der Job beim BVB einen persönlichen Aufstieg bedeutet. Aber da war eben diese “herausfordernden Situation”, von der Geschäftsführer Ricken sprach.

    Das Fazit der Datenanalyse ist eindeutig: Kovac sei zwar ein Trainer, “der den Kader in wichtigen Bereichen optimieren könnte, jedoch nicht die ideale langfristige Besetzung für den BVB”. Gerade der Spielaufbau und die schwach ausgeprägte offensive Kreativität würden “nicht vollständig zu Dortmunds Identität passen”.

    Aber womöglich sind Ricken sowie sein Geschäftsführer-Kollege Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Sebastian Kehl in der gegenwärtigen Lage auch einfach realistisch. Dortmund muss sich stabilisieren – und vielleicht reicht es am Ende ja doch zumindest noch für die Europa League. Ein Schelm, wer bei der Vertragslaufzeit Böses denkt: Die beträgt nämlich anderthalb Jahre.

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    Szene der Bundesliga-Partie FC St. Pauli gegen den FC Augsburg. © picture alliance/dpa Foto: Marcus Brandt

    Zwei Nordclubs hoffen auf Europa, zwei kämpfen um den Klassenerhalt. So wird die Bundesliga-Tabelle nach einer KI-Berechnung am Ende der Spielzeit aussehen.
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    Dieses Thema im Programm:

    Sport aktuell |
    19.02.2025 | 12:17 Uhr

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