Bei Borussia Dortmund muss man sich wohl bald von einem Talent verabschieden. Franz Roggow aus der 2. Mannschaft steht offenbar vor einem Abgang. Der 22-Jährigen wurde bereits bei Verhandlungen mit einem anderen Klub gesichtet.
Roggow zieht es laut Medienberichten in die 2. Bundesliga. Bei Borussia Dortmund hatte er bislang keine Chance, sich bei den Profis durchzusetzen. Im Sommer macht er nun wohl den Abflug.
BVB-Talent Roggow vor Wechsel zu Hertha BSC?
Vom FC St. Pauli kam Roggow 2023 zu Borussia Dortmund in die 2. Mannschaft. Von Anfang an war Roggow im Mittelfeld von Dortmunds Zweitvertretung gesetzt. In der laufenden Saison trug er zwischenzeitlich sogar immer wieder die Kapitänsbinde.
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Die leise Hoffnung, auch eine Chance bei den Profis zu bekommen, erfüllte sich für Roggow in den vergangenen zwei Jahren nicht. Nun wagt er offenbar den Sprung in die 2. Bundesliga. Der 22-Jährige soll vor einem Wechsel zu Hertha BSC stehen.
Roggow in Berlin gesichtet
Ein Video vom Pay-TV-Sender „Sky“, das am Montag (17. Februar) aufgenommen wurde, zeigt ihn auf dem Weg zur Geschäftsstelle im Berliner Olympiapark. Dort traf er sich mit Herthas Kaderplaner Timon Pauls.
Roggows Vertrag bei Borussia Dortmund läuft im kommenden Sommer aus. Damit darf der Mittelfeldspieler aktuell frei mit anderen Vereinen verhandeln. Ein mögliches Ziel des 22-Jährigen ist offenbar Hertha BSC. Mit dem Zweitligisten befinde er sich laut „Sky“ in intensiven Gesprächen. Fix ist der Deal aber noch nicht.
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Bevor sich Roggow aber aus Dortmund verabschiedet, stehen noch wichtige Wochen mit Borussia Dortmund an. In der 3. Liga liegt der BVB auf Rang zehn. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge ist aktuell mit sechs Punkten recht komfortabel.
BVB-U23-Leistungsträger Franz Roggow steht in Verhandlungen mit Hertha BSC. Der 22-Jährige wird Dortmund im Sommer ablösefrei verlassen.
4 Min Lesezeit
Hier gibt es alle BVB-News und Gerüchte:
18. Februar, 19.45 Uhr: Roggow verhandelt mit Hertha BSC
Am Samstag noch war Franz Roggow Siegtorschütze beim 1:0-Erfolg von Borussia Dortmunds U23 gegen den SV Sandhausen. Den trainingsfreien Dienstag nutzte der 22-Jährige nun offenbar für weitere persönliche Weichenstellungen. Ein Video, das bei „X“ kursiert, zeigt, wie der BVB-Mittelfeldspieler gemeinsam mit seinem Berater Mohamed Meziani die Geschäftsstelle von Hertha BSC besucht.
Roggow, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, führt derzeit Vertragsverhandlungen. Berlin ist dabei einer von mehreren Zweitligisten, die Interesse am Dortmunder zeigen. Roggow war 2021 vom FC St. Pauli zur BVB-U23 gewechselt und hat sich dort nach kurzer Anlaufzeit rasch zum absoluten Stammspieler entwickelt. Dennoch ist sein Abgang im Juni gewiss – der 22-Jährige möchte den nächsten Schritt in seiner Karriere machen.
16. Februar, 17.17 Uhr: Ragnick übt massive Kritik an BVB-Kaderplanung
Ralf Rangnick (66) hat in der sportlichen Krise von Borussia Dortmund die Kaderplanung des Klubs kritisiert. Der österreichische Nationalcoach war vor der Verpflichtung von Niko Kovac selbst ein Trainerkandidat beim BVB und sagte bei „Bild Sport“: „Man hat nicht das Gefühl, dass als Überschrift steht: Wie wollen wir eigentlich spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern nicht den Vorwurf machen. Sondern das liegt daran, dass über Jahre hinweg dieser Fixpunkt einer Spielidee nicht mehr verfolgt worden ist.“
Rangnick hatte im Januar in Salzburg Gespräche mit Hans-Joachim Watzke und Lars Ricken über ein mögliches Engagement bei den Schwarzgelben gesprochen, letztlich aber abgesagt. Die Krise der Dortmunder hat seiner Meinung nach einen langen Vorlauf.
„Gehen wir mal in die Zeit zurück, in der der BVB am erfolgreichsten war in den letzten 20 Jahren. Das waren die Jahre unter Jürgen Klopp“, sagte Rangnick. „Damals hat man von Anfang an in der Kaderzusammenstellung darauf geachtet, dass die Spieler zu der gewünschten Spielweise von Jürgen Klopp passen. Damals gab es drei Entscheider, die auch nach außen hin die Entscheider waren mit Aki Watzke, mit Michael Zorc und mit Jürgen Klopp. Und in jedem Transferfenster hat man diesen Kader zusammengestellt, der dann am Ende zweimal Deutscher Meister und Pokalsieger wurde.“
Damals sei der BVB „tatsächlich eine Marke“ gewesen, so Rangnick. „Jetzt haben sie den zehnten oder zwölften Trainer seit Jürgen Klopp nicht mehr da ist. Aber man hat einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise den Kader zusammengestellt.“
16. Februar, 16.28 Uhr: Diallo sichert Auswärtssieg der BVB-U19
Borussia Dortmunds U19 hat das Aus in der Youth League gegen Real Madrid gut verkraftet. Bei Union Berlin siegte die Mannschaft von Mike Tullberg am Sonntag mt 4:2 (1:2) und drehte dabei einen zweimaligen Rückstand. Zum Matchwinner avancierte Ousmane Diallo mit einem Doppelpack (73., 82.).
Den besseren Start erwischten jedoch die Gastgeber. Nach einem Fehler von BVB-Rechtsverteidiger William Rashidi schob Musa Alkan zur Berliner Führung ein. Dortmund fand durch Pharell Kegni jedoch die direkte Antwort (6.). Eine weitere Unaufmerksamkeit in der Defensive führte nach Foul von Dortmunds Torhüter Robin Lisewski zur erneuten Union-Führung per Elfmeter durch Duje Sliskovic (19.).
Nach insgesamt vier Wechseln bis zur 71. Minute übernahmen die Schwarzgelben immer mehr die Spielkontrolle und drehten die Partie innerhalb von zehn Minuten durch Diallo und Joker Alex Niziolek (77.). „Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit bestimmt und die drei Tore erzwungen“, sagte Tullberg. In der Tabelle rückt der BVB mit sechs Punkten auf Rang zwei vor. Am kommenden Samstag (12 Uhr) folgt ein weiteres Auswärtsspiel beim Tabellenvierten FSV Mainz 05.
15. Februar. 18.23 Uhr: BVB-U23 beendet Sieglos-Serie gegen Sandhausen
Die BVB-U23 ist zurück in der Erfolgsspur. Durch ein 1:0 gegen den SV Sandhausen beendete die schwarzgelbe Drittliga-Filiale ihre seit drei Spielen andauernde Sieg- und Torlos-Serie. Den Treffer des Tages erzielte Franz Roggow nach einem Doppelpass mit Jordi Paulina nach 17 Minuten.
Der BVB war in der ersten Hälfte drückend überlegen, vergab jedoch eine Reihe von Großchancen. Die dickste gab es nach 27 Minuten, als Michael Eberwein die Latte traf. Nach der Pause ein anderes Bild: Sandhausen drückte, die Borussia geriet vollkommen in die Defensive. Sie hatte in Torwart Marcel Lotka aber einen starken Rückhalt, der den Sieg festhielt.
„Ich bin erleichtert und zufrieden. In der ersten Hälfte haben wir genau das auf dem Platz bekommen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben es aber versäumt, deutlich höher zu führen. Ein 2:0, 3:0 wäre möglich gewesen. In der zweiten Halbzeit haben wir eine tolle kämpferische Leistung geboten und es als Mannschaft rigoros verteidigt“, befand BVB-U23-Trainer Jan Zimmermann.
12. Februar, 12 Uhr: DFB terminiert Drittliga-Spieltage der BVB-U23
Der DFB hat die Spieltage 27 bis 30 in der 3. Liga terminiert. Glück für die U23 von Borussia Dortmund: An diesen vier Spieltagen findet keine Begegnung parallel zu den Profis statt. Eine Partie steigt allerdings am Achtelfinal-Spieltag der Champions League. Die Ansetzungen im Überblick:
06. Februar, 13.08 Uhr: DFL terminiert Bundesliga-Spieltage 25 bis 27
Die Deutsche Fußball Liga hat am Donnerstag die zeitegnauen Ansetzungen für die Bundesliga-Spieltage 25 bis 27 bekanntgegeben. Alle BVB-Termine auf einen Blick:
Wegducken, wenn es schwierig wird? Dortmunds Spieler standen am Wochenende massiv in der Kritik. Zurecht, findet Trainer Niko Kovac.
Man hatte den Eindruck, dass Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac noch etwas loswerden wollte. Am Dienstagnachmittag ging der 53-Jährige noch einmal auf das Geschehen nach der 0:2-Derbyniederlage beim VfL Bochum ein. Da nämlich wollte sich kein Spieler den Fragen der schreibenden Presse stellen.
„Wir werden dafür sorgen, dass das nicht wieder passiert“, sagte Kovac vor dem Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen Sporting Lissabon (18.45 Uhr/DAZN). „Da bitte ich um Nachsicht, das hat in diesem Fall nicht geklappt.“ Der BVB-Coach verwies darauf, dass es dazugehöre, auch in schwierigen Situationen Rede und Antwort zu stehen. Doch das sahen die Profis nach der Pleite in Bochum offenbar anders. Nur Gregor Kobel und Nico Schlotterbeck erschienen zu den Pflichtterminen der TV-Rechteinhaber.
BVB: Den Spielern fehlt häufig das Rückgrat
Dass keiner der Spieler spricht, ist eigentlich nebensächlich, wenn es nicht symptomatisch für den Zustand der Mannschaft stehen würde. Auf dem Platz nämlich, da bekam man in den vergangenen Monaten, nein: Jahren häufig den Eindruck, dass bei Rückschlägen kaum ein Spieler im Kader Verantwortung übernehmen würde.
In Person von Mats Hummels etwa ist einer der letzten, der für Rückgrat bekannt war, im Sommer gegangen. Es stellte sich am Samstag in Bochum wieder mal die Frage, wie eine Leistungskultur auf dem Rasen, das Übernehmen von Verantwortung etabliert werden soll, wenn sie abseits nicht gelebt wird.
Am Samstag noch lieferte Kovac eine ziemlich skurrile Erklärung für die Abwesenheit der Spieler in der Mixed Zone. „Die Jungs haben jetzt ihr Programm. Wir spielen in vier Tagen wieder, deswegen ist klar, dass sie Maßnahmen unternehmen, damit sie möglichst schnell regenerieren und so schnell wie möglich die Nahrung zu sich führen, die sie brauchen, um dementsprechend schneller wieder an Bord zu sein. Ich bin ja da, das reicht“, sagte Kovac. Nun ist man beim BVB offenbar zur Erkenntnis gekommen: Nein, tut es nicht.
Als Spieler des SV Werder Bremen lebte Markus Krösche einst im Internat des Vereins – jetzt verrät der heutige Sportvorstand von Eintracht Frankfurt eine irre Anekdote aus dieser Zeit!
Bremen – Heutzutage kennen die meisten Fußballfans Markus Krösche vor allem als erfolgreichen Manager, aktuell ist er Sportvorstand von Eintracht Frankfurt. Doch der 44-Jährige kann auch auf eine langjährige Spielerkarriere zurückblicken. Unter anderem spielte Krösche zwischen 1996 und 2001 in der Jugend sowie für die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen. Der gebürtige Hannoveraner lebte während seiner Zeit am Osterdeich im Werder-Internat und erinnert sich bis heute an so manch feuchtfröhliche Abende.
Eintracht-Frankfurt-Boss Markus Krösche über seine Zeit im Werder-Bremen-Internat: „Wir haben im Zimmer Bier versteckt“
Im „BILD“-Podcast „Phrasenmäher“ verrät er: „Wir haben uns damals an der Tanke häufiger mit einem 10er-Pack Bier eingedeckt, das wir dann in einem großen Rucksack ins Internat schmuggelten.“ Zudem gesteht Markus Krösche: „Im Zimmer hatten wir eine eingezogene Decke und haben den Zwischenraum genutzt, um das Bier zu verstecken.“ Während seiner A-Jugend-Zeit spielte der heutige Sportvorstand unter anderem mit Tim Borowski in einer Mannschaft – und hatte häufiger Anlass zum Feiern. Schließlich gewannen Krösche und Borowski 1999 mit dem SV Werder Bremen die A-Junioren-Meisterschaft. Beim 4:1-Finalsieg über den VfB Stuttgart gehörten die beiden späteren Profis sogar zu den Torschützen.
Wie ausgiebig die Meisterschaft damals im Internat gefeiert wurde, verrät Markus Krösche zwar nicht. Doch eines gibt er preis: Der geheime Bier-Schmuggel blieb nicht unbemerkt. „Irgendwann wurde es entdeckt – das hat einen schönen Einlauf gegeben.“ Geschadet hat die Aktion dem 44-Jährigen mit Blick auf seine Karriere jedoch nicht. Im Jahr 2001 wechselte Krösche von Werder Bremen zum SC Paderborn und blieb dort bis zu seinem Karriereende im Sommer 2014. Nach etwas mehr als 190 Zweitligapartien für den SCP wurde er nach seiner aktiven Laufbahn zum Ehrenspielführer ernannt. (bvo)
Denis Vavro gehört zu den Überraschungen beim VfL Wolfsburg. Der Slowake kam auf den letzten Drücker per Leihe aus Kopenhagen – und bleibt nach kicker-Informationen sehr wahrscheinlich noch länger.
Überzeugt in Wolfsburg: Leihspieler Denis Vavro hat sich einen Stammplatz erobert – er dürfte vom VfL fest verpflichtet werden.
picture alliance/dpa
Das Hinspiel gegen Bochum (3:1) war eine besondere Begegnung für Denis Vavro. Zwei Wochen zuvor war er gegen Leverkusen (3:4) erstmals für den VfL Wolfsburg eingewechselt worden, im Ruhrstadion stand er dann fürs erste Mal in der Startelf von Trainer Ralph Hasenhüttl. Bemerkenswert: Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) geht es wieder gegen Bochum, seit dem Hinspiel hat Vavro keine einzige Minute mehr verpasst. Konstanz mit Folgen: Nach kicker-Informationen geht beim VfL die klare Tendenz in die Richtung, den Leihspieler fest zu verpflichten.
Der Schritt nach Wolfsburg kam für Vavro überraschend und gelegen zugleich
Auf den letzten Drücker war der Slowake im Sommer gekommen, Moritz Jenz (Mainz) und schließlich Maxence Lacroix (Crystal Palace) hatten den Klub verlassen, es bestand Handlungsbedarf in der Innenverteidigung. Und da wusste Wolfsburgs neuer Geschäftsführer natürlich genau, wo er zugreifen konnte – beim eigenen Ex-Klub FC Kopenhagen. Da war Vavro wenige Tage zuvor mitgeteilt worden, dass sich seine Einsatzchancen verschlechtern würden, also kam der Schritt vorwärts in die Bundesliga so überraschend wie gelegen.
Er ist in der Hierarchie geklettert.
VfL-Geschäftsführer Peter Christiansen über Verteidiger Denis Vavro
Mit Sebastiaan Bornauw, Cedric Zesiger und Konstantinos Koulierakis sah er sich namhafter Konkurrenz gegenüber, nicht wenige glaubten, mit dem 28-Jährigen habe der VfL lediglich einen Back-up für die Defensive verpflichtet. “Er ist in der Hierarchie geklettert”, betont Boss Christiansen, der zufrieden ist mit seinem Last-Minute-Transfer. “Wir wussten, was er kann und was er verbessern muss. Das hat er gut gemacht.”
Und das führt nach kicker-Informationen wohl dazu, dass der VfL in nächster Zeit aus der Leihe einen Kauf macht. In Dänemark wurde die mögliche Ablöse auf zwei Millionen Euro beziffert, Geld, das Wolfsburg investieren wird. Christiansen sagt dazu im kicker-Gespräch: “Wir müssen es erst im Mai entscheiden.” Die Tendenz aber ist klar.
“Wir werden sehen, was passiert, aber ich sage nicht nein”
An Vavro, der vor einigen Jahren noch seine Karriere beenden wollte, würde eine dauerhafte Zusammenarbeit ohnehin nicht scheitern. “Ich bin glücklich hier”, sagt der Innenverteidiger. “Wir werden sehen, was passiert, aber ich sage nicht nein.” Zu Wolfsburg, wo er mittlerweile dauerhaft an der Seite von Koulierakis verteidigt.
Und ein Grund dafür ist, weswegen der VfL nach komplizierten Jahren wieder von Europa träumen darf. Nach dem 2:1-Sieg in Stuttgart befindet sich Wolfsburg beim Europa-Rennen im Verfolgerfeld. Vavro, der in Kopenhagen schon Champions-League-Erfahrungen gesammelt hat, hat dieses Ziel vor Augen. “Wenn wir so weitermachen, können wir nächstes Jahr vielleicht internationale Spiele haben.” Er wird dann aller Voraussicht nach noch immer an Bord sein.
Die Ausgangslage in der Champions League ist eigentlich bestens, die Stimmung rund um Borussia Dortmund aber auf dem Tiefpunkt. Angesichts der verheerenden Situation in der Bundesliga ist von Festtagslaune vor dem wahrscheinlichen Achtelfinal-Einzug gegen Sporting Lissabon am Mittwoch (18.45 Uhr/Dazn) nichts zu spüren. Die allgemeine Lage und der Liga-Fehlstart vom neuen Chefcoach Niko Kovac drücken beim Bundesliga-Elften aufs Gemüt.
„Wir müssen schauen, dass wir erstmal wieder Spiele in der Bundesliga gewinnen. Das ist das, was wir brauchen. Das ist die Hausarbeit. Champions League ist nur die Sahne oben auf der Torte“, sagte der mit zwei Niederlagen aus zwei Bundesligaspielen gestartete Kovac vor dem Playoff-Rückspiel gegen den Tabellenführer aus Portugal.
Einen solch bescheidenen Einstand eines BVB-Trainers hatte es zuletzt vor 41 Jahren gegeben: Timo Konietzka musste 1984 nach sieben Niederlagen aus neun Spielen wieder gehen.
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Jahre ist es her, dass der BVB zuletzt den Europapokal verpasst hat
Zum Glück gibt es für die schwarz-gelbe Seele – zumindest noch – die Champions League. Nach dem 3:0 im Hinspiel vor einer Woche ist das Weiterkommen dort selbst für den taumelnden BVB sehr wahrscheinlich. Auch das Viertelfinale ist angesichts von OSC Lille oder Aston Villa als weiterem Gegner, der am Freitag ausgelost wird, alles andere als ausgeschlossen.
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Wie lange darf der BVB noch in der Champions League ran?
Trotz der günstigen Situation aber herrscht Fatalismus im Revierklub. Der Champions-League-Finalist des Vorjahres bereitet sich längst auf eine nächste Saison ohne Millionen-Einnahmen aus dem internationalen Geschäft vor. Dass die Dortmunder den Wettbewerb gewinnen, darf angesichts des Gesamtzustands der Mannschaft aktuell ausgeschlossen werden.
Und in der Liga liegen die Westfalen nach dem peinlichen 0:2 beim abstiegsbedrohten Reviernachbarn VfL Bochum inzwischen schon sechs Punkte gar hinter einem Conference-League-Platz. Das letzte Mal, dass Dortmund nicht international spielte, war 2009/10. „Wir können die Situation schon einschätzen. Wir sind Elfter – weit weg von wo wir hinwollen. Aber wir müssen jetzt auch gar nicht nach oben schauen“, sagte Kovac.
Wir können die Situation schon einschätzen. Wir sind Elfter – weit weg von wo wir hinwollen.
Niko Kovac, Trainer von Borussia Dortmund
Vor dessen Verpflichtung hatte der aktuelle österreichische Nationaltrainer Ralf Rangnick die BVB-Offerte dankend abgelehnt. „Man hat nicht das Gefühl, dass als Überschrift steht: Wie wollen wir eigentlich spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern nicht den Vorwurf machen. Sondern das liegt daran, dass über Jahre hinweg dieser Fixpunkt einer Spielidee nicht mehr verfolgt worden ist“, kritisierte Rangnick nun in der „Sport-Bild“.
Wer muss gehen, wer darf bleiben?
Im Winter wurden dringend benötigte Kaderkorrekturen weitestgehend verpasst. Rund um den BVB wird munter spekuliert, wer den Club im Sommer verlassen muss. Die Liste derer, die bleiben sollten, wird dabei immer kleiner. Sollten die Dortmunder in der kommenden Spielzeit zum ersten Mal seit zehn Jahren nicht mehr in der Champions League dabei sein, wird der Klub nach Aussage von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ein, zwei große Verkäufe tätigen müssen, um die dann fehlenden Millionen-Einnahmen auszugleichen.
Florian Wirtz: Der 21-Jährige ist Leistungsträger bei Bayer Leverkusen. (Quelle: IMAGO/Marco Bader)
Florian Wirtz weckt das Interesse mehrerer Topklubs. Neben Real Madrid und Bayern München schaltet sich nun auch ein Spitzenverein aus England mit ein.
Manchester City hat offenbar Florian Wirtz ins Visier genommen. Wie die “Daily Mail” berichtet, könnte der deutsche Nationalspieler den Belgier Kevin De Bruyne ersetzen, dessen Vertrag am Ende der Saison ausläuft. Der 21-jährige Wirtz, der in dieser Saison bereits an 27 Toren von Bayer Leverkusen beteiligt war, zählt zu den größten Talenten des Weltfußballs.
Mit einem Marktwert von 140 Millionen Euro laut “transfermarkt.de” wäre Wirtz eine erhebliche Investition für den Premier-League-Champion. Bayer Leverkusen versucht derzeit, den Spieler mit einem neuen Vertrag zu binden. Durch das Interesse aus der Premier League dürfte dies nicht einfacher werden.
Mit 19 Treffern in 29 Spielen ist Serhou Guirassy der erfolgreichste Torschütze von Borussia Dortmund. Besonders seine zehn Tore in der Champions League sind herausragend, damit führt er die Torjäger-Liste aktuell sogar an.
Gegen den VfL Bochum erwischte Guirassy allerdings wieder einen schlechten Tag, vergab mehrere Großchancen. Ist der BVB-Stürmer einfach überspielt? Von Coach Niko Kovac gibt’s leise Kritik am Kader.
Borussia Dortmund: Guirassy überlastet?
Im Playoff-Hinspiel gegen Lissabon stellte Guirassy mit seinem Treffer zum 1:0 und der Vorlage zum 2:0 die Weichen für den wichtigen Auswärtssieg. Im Rückspiel ist der BVB-Angreifer nun wieder gefordert.
„Serhou ist für uns ein sehr wichtiger Spieler. Er ist unser Zielspieler. Er hat die meisten Tore für uns geschossen. Wir brauchen ihn“, so Kovac vor dem Spiel gegen Sporting. Gegen Bochum lief es zuletzt für Guirassy überhaupt nicht rund. Der 28-Jährige versagte mehrfach vor dem Tor.
+++ Borussia Dortmund: Kovac tritt auf die Bremse – „Noch zu früh“ +++
„Das Problem, dass wir momentan haben, ist, dass er alle Spiele über 90 Minuten spielen muss. Das kostet ihn natürlich viel Kraft“, erklärt Kovac und lässt damit leise Kritik am Kader durchblicken.
Fehlende Alternativen?
Einen Ersatz hätte Dortmund eigentlich mit Maximilian Beier. Der Sommer-Neuzugang kann auf der Mittelstürmer-Position spielen, wird aktuell allerdings auch anderswo gebraucht. Da der BVB keinen Nachfolger für Donyell Malen verpflichtete, kommt Beier nun regelmäßig auf den Flügeln zum Einsatz.
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Da wundert auch Kovacs Aussage über Guirassy wenig: „Hoffentlich bleibt er gesund.“ Ein Ausfall des Stürmers wäre für Dortmund fatal. Das könnte der BVB mit dem aktuellen Kader wohl kaum kompensieren. Im Sommer muss also auch auf der Back-Up-Position noch etwas passieren. Das lässt Kovac jetzt schon durchblicken.
Borussia Dortmund steckt in der Krise, zumindest national. Die stark kritisierten Spieler rund um ÖFB-Kicker Marcel Sabitzer befinden sich auf Rang elf der deutschen Bundesliga und liegen damit nicht weniger als 26 Punkte (!) hinter Tabellenführer Bayern München. Der Champions-League-Sieg in Lissabon schien die Weichen kurzzeitig wieder auf Erfolg zu stellen, ehe die Schwarz-Gelben am vergangenen Wochenende 0:2 beim VfL Bochum verloren.
Vor allem Sabitzer weiß seit Wochen nicht zu überzeugen, gegen Bochum wurde der Steirer zur Pause ausgetauscht. „Für einen Spieler in der Schaltzentrale, der sich eigentlich viel zwischen den Strafräumen bewegen und Angriffe initiieren soll, viel zu wenig. Und wenn er mal den Ball hatte, schob er ihn eigentlich nur in ungefährlichen Räumen hin und her“, bewertet Sport1 den Auftritt des 30-Jährigen. Vor allem die Torgefährlichkeit scheint dem ÖFB-Star abhandengekommen zu sein: Sabitzer konnte in seinen 29 Pflichtspieleinsätzen in der laufenden Saison weder ein Tor erzielen noch einen Treffer vorbereiten. Für ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick unerklärlich. „Wenn du ihn jetzt in Dortmund spielen siehst, ist er fast nicht wiederzuerkennen. Im Team hat er stets performt und zu den Leistungsträgern gezählt.“
Das sehen auch die Sportmoderatoren Wolff Fuss und Frank „Buschi“ Buschmann ähnlich. „Was ist mit Marcel Sabitzer los? Wenn ich einen Vergleich ziehe zwischen dem (Sabitzer, Anm.) in der österreichischen Nationalmannschaft und dem in Borussia Dortmund: Der hat doch einen anderen nach Dortmund geschickt“, rätselt Buschmann in der Sky-Sendung „Glanzparade“.
Am Mittwoch sollte es für Sabitzer und Borussia Dortmund aber einen Grund zur Freude geben. Der Aufstieg ins Achtelfinale ist nach dem 3:0-Sieg in Lissabon wohl nur noch Formsache.
Göttingen/Dortmund.Das erste Testspiel in der Winterpause ist für die SVG Göttingen zu einem außergewöhnlichen Erlebnis geworden. Die Landesliga-Fußballerinnen waren am Wochenende bei einem Vorbereitungsspiel beim Profiklub Borussia Dortmund zu Gast.
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Bereits die Vorschau der SVG auf dieses Spiel auf Instagram war besonders. In einem kurzen Video waren Trainer Robin Gröling und Co-Trainerin Katharina Spangardt zu sehen. Beide trugen BVB-Trikots, betrachteten sich etwas skeptisch im Spiegel und wischten einmal über die Kamera. Plötzlich waren sie in SVG-Trainingsanzügen zu sehen. „Wir sind beide Dortmund-Fans. Für dieses Spiel wollten wir etwas Besonderes machen, man muss ja mit der Zeit gehen“, sagt Gröling zu der Video-Vorschau in den Sozialen Medien.
Aber wie kam es zu diesem außergewöhnlichen Testspiel? „Durch Eigeninitiative“, sagt der SVG-Trainer. Gröling nahm zunächst Kontakt zu den Frauenfußball-Ansprechpartnern des BVB auf. „Wir hatten eigentlich gehofft, gegen die erste Frauenmannschaft spielen zu können, aber die war im Westfalenpokal im Einsatz und sucht in der Vorbereitung vielleicht auch nicht unbedingt einen Gegner aus einer niedrigeren Liga“, sagt Gröling.
Es war von der Atmosphäre her überragend.
Robin Gröling,
SVG-Trainer
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Der BVB I spielt in der Westfalenliga, der vierthöchsten Spielklasse. Aber die Göttingerinnen hatten Glück, dass die zweite Mannschaft der Borussia auf Landesliga-Niveau spielt – genau wie die SVG. Und noch eine Gemeinsamkeit gibt es zwischen beiden Mannschaften: Sie sind jeweils Spitzenreiter in ihren Landesligen. So stimmten die BVB-Verantwortlichen dem Testspiel zu. „Wir haben uns darüber sehr gefreut, das ist nicht selbstverständlich“, sagt der SVG-Trainer.
Testspiel in der Nähe des Signal Iduna Parks
Die Partie fand auf einem Kunstrasenplatz der Fußballakademie des BVB in unmittelbarer Nähe zum Stadion statt. „Da konnte ich auch mal eine halbe Minute den Blick auf den Signal Iduna Park genießen, und habe mich mal kurz nicht auf das Geschehen konzentriert“, sagt Gröling und fügt hinzu: „Es war von der Atmosphäre her überragend.“
Schließlich sei auch auf dem Trainingsgelände und in den Umkleidekabinen alles im schwarz-gelben Stil gehalten, der auch von den Bundesliga-Profis im Stadion bekannt ist. „Es war alles sehr professionell, eine sehr moderne Anlage.“
SVG Göttingen führt bei Borussia Dortmund
Im Testspiel hatten die Dortmunderinnen zwar mehr Ballbesitz und überzeugten mit der Qualität ihrer Einzelspielerinnen, aber die Göttingerinnen gingen in Führung: Bei einem Angriff über die linke Seite passte Anouk Baumann zu Luisa Grosch, die per Heber für das 1:0 (36. Minute) sorgte. „Das war ideal für uns“, sagt Gröling.
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In der zweiten Halbzeit machte sich zunehmend bemerkbar, dass die Gäste ihr erstes Testspiel in der Vorbereitung absolvierten, die Dortmunderinnen kurz vor dem Rückrundenstart stehen und es sich um ihr letztes Vorbereitungsspiel handelte. „Wir haben 75 Minuten super konzentriert gegen den Ball gearbeitet, hatten sogar die Chance auf das 2:0″, sagt der SVG-Trainer.
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Allerdings drehte Line Mikloweit (75., 83.) mit ihrem Doppelpack noch die Partie zum 2:1-Sieg des BVB. „Auch wenn wir verloren haben, war das Spiel ein voller Erfolg. Es war nicht nur der Wow-Effekt, dass wir in Dortmund gespielt haben, sondern wir nehmen viel aus dem Spiel mit“, sagt Gröling.
Bevor die Göttingerinnen am 23. März mit dem Heimspiel gegen den VfL Wahrenholz in die Restrunde der Landesliga starten, stehen noch die Testspiele gegen den Oberligisten BW Tündern und den Landesligisten SG Spelle sowie ein Trainingslager in Rheine auf dem Programm. „Wir freuen uns auch auf die anderen Testspielgegner, aber die Partie in Dortmund war natürlich das super Highlight der Vorbereitung“, sagt Gröling.