Der 25. Spieltag der dritten Liga hatte einiges zu bieten: Ein wildes Derby, harten Abstiegskampf und clevere Trainer-Entscheidungen.
Am Freitagabend (21.02) eröffnete Arminia Bielefeld den 25. Spieltag der 3. Liga furios: Mit dem 3:0-Auswärtserfolg im Stadion an der Grünwalder Straße bei 1860 München erhöhten die Ostwestfalen den Druck auf das Spitzentrio und tankten Selbstvertrauen für das DFB-Pokalspiel gegen Werder Bremen.
Wichtige Punkte im Abstiegskampf sammelte Rot-Weiss Essen vor heimischer Kulisse. Gegen Drittliga-Top-Team FC Ingolstadt gewann RWE mit 2:0.
In der oberen Tabellenhälfte empfing Hansa Rostock den Tabellenzweiten Dynamo Dresden im Ostderby. Nach erwartungsgemäß verspätetem Anpfiff wegen Einsatz von Pyrotechnik brachte Nils Fröling die Hanseaten in Führung (11.). Auch der Wiederanpfiff verzögerte sich aufgrund von Fankrawallen – Anhänger beider Fanlager beschossen sich gegenseitig mit Feuerwerksköpern.
Nach einer halben Stunde Verspätung kündigte der Stadionsprecher die Wiederkunft der Teams an – unter Androhung eines Spielabbruchs bei weiterem Gebrauch von Pyrotechnik. Fußball wurde dann auch noch gespielt, doch Dynamo kam nicht mehr zurück und unterlag Hansa im Derby mit 0:1.
Friedlich verlief hingegen vor über 20.000 Zuschauern im Tivoli das Westduell zwischen Alemannia Aachen und der Zweitvertretung von Borussia Dortmund. Bereits nach sechs Minuten jubelten die Kicker aus der Kaiserstadt – doch das Tor wurde wegen einer zweifelhaften Abseitsstellung für ungültig erklärt. Dabei kam der Ball vor dem Treffer von einem Borussen!
Für die verdiente Führung der zuletzt formschwachen Aachener sorgte dann Bentley Bahn (36.). Auch nach der Pause war Aachen die spielbestimmende Mannschaft. Ein Ballverlust vom 18-jährigen Jungborussen Almugera Kabar, der jüngst einen langfristigen Profivertrag beim BVB erhielt, leitete dann das 2:0 für die Alemannia ein – Anas Bakhat vollstreckte (53.). Doch BVB-Coach Jan Zimmermann hatte noch zwei Asse im Ärmel: In der 59. Minute wechselte er Arbnor Foti und Ayman Azhil ein. Letzterer erzielte den Anschlusstreffer (72.), Ersterer den Ausgleichstreffer zum 2:2 (86.). Und so endete die Partie 2:2 – den Kaiserstädtern misslang also spät ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf.
Die SpVgg Unterhaching steckt tief in ebenjenem und verliert so langsam aber sicher den Anschluss ans rettende Ufer. Auch gegen Erzgebirge Aue setzte es eine 0:1-Pleite für die Münchener, die mit 18 Punkten zehn Zähler hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz zurückliegen.
Im Duell der Tabellennachbarn zwischen dem SC Verl und Viktoria Köln erwischten die Gäste aus Köln einen heftigen Fehlstart: Viktoria-Innenverteidiger Christoph Greger unterlief ein haarsträubender Fehler, unfreiwillig legte er für Berkan Taz auf, der sich nicht zweimal bitten ließ und nach drei Minuten die Führung für die Hausherren erzielte. Für eine heiße Schlussphase sorgte Niklas Mays Treffer zum 1:1-Ausgleich. Verl warf nochmal alles nach vorne – doch es blieb beim Remis.
Komplettiert wird der Spieltag am Sonntag (23.02), wenn die Zweitvertretung des VfB Stuttgart den Spitzenreiter Energie Cottbus empfängt (13.30 Uhr), der VfL Osnabrück den SV Waldhof Mannheim zu einem heißen Tanz im Abstiegskampf bittet (16.30 Uhr) und schließlich Wehen Wiesbaden im Stadion am Hardtwald in Sandhausen gefordert ist (19.30 Uhr).
Bundesliga, 23. Spieltag: Bayer souverän in Kiel, Gladbachs Omlin fliegt nach Notbremse vom Platz, Bochum hofft
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Samstag, 22.02.2025, 16:17
Meister Bayer Leverkusen trifft auf das Kellerkind Kiel. Die Bochumer müssen in Wolfsburg ran. Mainz 05 duelliert sich mit Aufsteiger St. Pauli, und Borussia Mönchengladbach empfängt den FC Augsburg. Die Bundesliga-Konferenz im Liveticker.
Bundesliga-Konferenz im Liveticker
Holstein Kiel – Bayer Leverkusen 0:2
0:1 Schick (9.), 0:2 Adli (45.)
Mönchengladbach – FC Augsburg 0:0
Bes. Vorkommnisse: Rot für Omlin (29./Mönchengladbach, Notbremse)
VfL Wolfsburg – VfL Bochum 0:1
0:1 Masovic (49.)
Mainz 05 – FC St. Pauli 0:0
Kiel mit geschwächtem Kader vor Partie gegen Leverkusen
Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist Holstein Kiel beklagt weiter einige Ausfälle vor der Partie gegen den Meister Bayer 04 Leverkusen. Der Kader des Tabellenletzten ist laut Trainer Marcel Rapp „ein bisschen ausgedünnt“. Leistungsträger Finn Porath und Winter-Zugang David Nekic drohen wegen muskulärer Probleme vor der Partie gegen den Tabellenzweiten am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auszufallen. Eine Entscheidung steht nach dem Abschlusstraining aus.
Neben Langzeitverletzten wie Patrick Erras fehlen auch weiterhin die Offensivspieler Steven Skrzybski, Alexander Bernhardsson und Benedikt Pichler. Rapp ließ zudem die Torwart-Frage offen, nachdem Thomas Dähne beim 1:3 in Frankfurt in der Vorwoche den erkrankten Stammtorhüter Timon Weiner vertreten hatte.
Die Bundesliga-Krise des BVB hat sich aus Sicht vieler Fans lange angedeutet. Mentalcoach Matthias Herzog übt deutliche Kritik an der Klubführung.
Dortmund – Borussia Dortmund erlebt eine schwere Krise. Angesichts des Rückstands auf die Ränge, die am Ende der Spielzeit zur Teilnahme an der Champions League berechtigen, ist die Saison in der Bundesliga bisher eine Vollkatastrophe. Nur absolute Optimisten glauben an eine Wende unter Niko Kovač.
Der Chefcoach hat aus seinen ersten vier Pflichtspielen nur einen Sieg geholt, zwei Niederlagen in der Bundesliga bedeuteten sogar einen Fehlstart von historischem Ausmaß. Mit der Verpflichtung des Kroaten ging das Eingeständnis der Klubführung einher, die Situation um den Trainer-Neuling Nuri Şahin vor Saisonbeginn falsch eingeschätzt zu haben.
„Wer beim BVB nach den Schuldigen sucht, muss ganz oben anfangen“
Bei Experten und vor allem vielen Fans des BVB geht der Blick längst nicht mehr bloß auf die Männer an der Seitenlinie: Die Arbeit auf der Chefetage in Dortmund wird immer kritischer beäugt. Völlig zurecht, erklärt Sportpsychologe Matthias Herzog im Interview mit fussball.news, dem Fußballportal von IPPEN.MEDIA.
„Die Probleme sind nicht neu – aber sie werden von Jahr zu Jahr größer. Wer beim BVB nach den Schuldigen sucht, muss ganz oben anfangen“, wird Mentaltrainer Herzog deutlich. „Der Fisch stinkt vom Kopf: Watzke, Ricken, Kehl, Sammer – die Dortmunder Chefetage wirkt wie ein Gockelstall. Jeder hält sich für den Wichtigsten, aber keiner übernimmt echte Verantwortung.“
Kritik an BVB-Bossen: „Immer wieder interne Machtspielchen“
In den letzten Monaten hatten wiederholt Interna den Weg in die Öffentlichkeit gefunden, vor allem zwischen Sportdirektor Sebastian Kehl und dem Technischen Direktor Sven Mislintat gab es eine Art medial ausgefochtenen Machtkampf. Sportchef Lars Ricken beendete ihn für den Moment mit der Demission von Mislintat.
Der BVB habe dennoch ein denkbar schlechtes Bild abgegeben, kritisiert Herzog. „Statt als Einheit voranzugehen, gibt es immer wieder interne Machtspielchen. Wer Führung von seinem Team erwartet, muss sie selbst vorleben.“ Dass sich die Unruhe auf den Fluren der Geschäftsstelle nach und nach auch zur Mannschaft durchschlägt, ist eine naheliegende Vermutung.
Matthias Herzog
Matthias Herzog (48), anerkannter Sportpsychologe und Mentaltrainer, ist Vortragsredner und Experte für Mental Health und Performance-Psychologie.
Der Vater von drei Töchtern arbeitet unter anderem mit Deutschen Meistern, Europameistern, Weltmeistern und Olympiasiegern sowie Nationalmannschaften, Unternehmern und Geschäftsführern.
Mit der Verpflichtung von Kovač wollte der BVB dabei einen Akzent in Sachen Teamführung setzen. Der Kroate ist für eine durchaus harte Hand im Umgang mit seinen Profis bekannt. In Dortmund ist davon aber noch wenig zu spüren. Auch Herzog erkennt bislang die Fortführung eines „Kuschelkurses“, Dortmund sei für Spieler „schon lange ein Wohlfühlparadies“.
Wofür will der BVB fußballerisch stehen?
Da reihe sich Kovač bisher nahtlos ein. Nach der blamablen 0:2-Niederlage im kleinen Revierderby beim VfL Bochum hatte sich kein BVB-Spieler für Gespräche mit Printmedien zur Verfügung gestellt, der Chefcoach rechtfertigte dies mit einem Hinweis auf die Regeneration der Spieler. „Regenerieren wovon? Vom Versagen?“, fragt Herzog rhetorisch. Beim BVB stellen sich seiner Expertise zufolge die Trainer zu oft vor die gut bezahlten Stars, „anstatt ihnen mal klarzumachen, dass Profifußball kein Streichelzoo ist!“.
Klare Linien fehlen aber auch aus sportlicher Sicht. Die ständigen Trainerwechsel hinterlassen Chaos, wo Orientierung wichtig wäre. Es sei „völlig unklar, was überhaupt Dortmunds Spielstil sein soll“, erklärt Herzog. „Ballbesitz? Umschaltspiel? Pressing? Keiner weiß es – und das Team selbst offenbar auch nicht.“ Dementsprechend fallen auch die Leistungen aus, jedenfalls im Bundesliga-Alltag. In der Champions League rafft sich der BVB bisher noch meist zu ordentlichen Darbietungen und Ergebnissen auf.
Sportpsychologe Herzog sieht den BVB „am Scheideweg“
Das Problem: Sofern Dortmund nicht sensationell die aktuelle Königsklasse gewinnt, muss der Verein den wichtigsten und lukrativsten Klubwettbewerb der Welt mit hoher Wahrscheinlichkeit kommende Saison im Fernsehen verfolgen. Oder sogar länger? Herzog sieht den BVB „am Scheideweg“.
„So geht es nicht weiter – es sei denn, man gibt sich mit Mittelmaß zufrieden. Es braucht echte Leader auf dem Platz. Es braucht ein klares System. Und es braucht endlich die Bereitschaft, auch mal den Finger in die Wunde zu legen“, fordert der Mentalcoach und spricht eine Warnung aus: „Sonst bleibt Dortmund das, was sie seit Jahren sind – ein Klub mit riesigem Potenzial, der es viel zu selten abruft.“
Spannendes Unentschieden auf dem Tivoli! Alemannia Aachen und Borussia Dortmund II trennen sich mit einem 2:2.
Die Partie beginnt mit viel Elan seitens der Gastgeber. Bentley Bahn bringt Alemannia Aachen in der 36. Minute nach einem schönen Querpass von Soufiane El-Faouzi in Führung. In der zweiten Halbzeit legt Anas Bakhat in der 53. Minute nach, als er eine Hereingabe von El-Faouzi ins lange Eck nickt.
Doch Borussia Dortmund II gibt nicht auf. In der 72. Minute bringt Ayman Azhil sein Team nach einer Hereingabe von Danylo Krevsun wieder ins Spiel. Dann, in der 86. Minute, gelingt António Fóti der Ausgleich. Eine Hereingabe von der linken Seite schirmt Rodney Elongo-Yombo ab, und Fóti trifft aus der Drehung ins lange Eck.
In der Nachspielzeit kassieren António Fóti, Marcel Lotka und Prince Aning von Borussia Dortmund II jeweils Gelb. Trotz intensiver Bemühungen beider Teams bleibt es beim 2:2.
Heute kommt es in Kiel zum Duell der Gegensätze. Meister Leverkusen ist bei Schlusslicht Holstein zu Gast. Gladbach und Bochum wollen ihre Aufwärtstrends fortsetzen, Mainz empfängt St. Pauli. Verfolgen Sie die Spiele hier im Liveticker.
Am Freitag hatte der SC Freiburg seine Siegesserie fortgesetzt. Angeführt von den Doppeltorschützen Vincenzo Grifo und Ritsu Doan gewann die Mannschaft von Trainer Julian Schuster mit 5:0 (2:0) gegen den SV Werder Bremen. Es war der vierte Freiburger Erfolg nacheinander – jeweils ohne Gegentor. Zuvor hatten sie drei 1:0-Siege in Serie bejubelt.
Während die heimstarken Breisgauer zum Auftakt des 23. Spieltags auf einen Champions-League-Platz vorrückten und weiter von der Rückkehr in den Europapokal träumen dürfen, mussten die Gäste durch die dritte Niederlage in Folge den nächsten Dämpfer hinnehmen.
„Sehr, sehr schön“ sei der Blick auf die Tabelle, sagte SC-Keeper Noah Atubolu bei DAZN. „Erschreckend“ fand Bremens Verteidiger Amos Pieper die Leistung der Hanseaten. Es habe „an allem gefehlt“, meinte er. „Das geht nicht.“
Kiliann Sildillia brachte den SC vor 34.700 Zuschauern nach einer Viertelstunde per Fallrückzieher in Führung. Grifo legte nach 33 Minuten mindestens genauso sehenswert nach. Die Bremer boten über weite Strecken einen Auftritt auf Augenhöhe, vergaben aber durch André Silva per Handelfmeter die große Chance, zu verkürzen (39.). Nach dem Seitenwechsel mussten sie auch noch das 0:3 durch Grifo (57.) und zwei Treffer von Doan hinnehmen (76./90.+2).
Der Ton bei Werder wird rauer, die Worte von Clemens Fritz waren nach der seiner Ansicht nach „desolaten“ Vorstellung deutlich. „Für das, was wir abgeliefert haben, können wir uns nur entschuldigen“, sagte der Geschäftsführer: „Die Freiburger mussten wirklich nicht hoch springen, weil sie auf einen Gegner getroffen sind, der nicht wirklich da war.“
Unverzüglich könne man zur Tagesordnung nicht übergehen, so Fritz weiter. Doch viel Zeit bleibt nicht. Schon am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF und Sky) steht für die Mannschaft von Coach Ole Werner das Viertelfinale im DFB-Pokal beim Drittligisten Arminia Bielefeld auf dem Programm. „Wir werden das analysieren, Ole wird die Fehler ansprechen. Es ist ja auch wirklich nicht so, dass es etwas zum Schönreden gibt“, sagte Fritz.
Bochum. Auch der derzeit verletzte Myron Boadu verteilt vor dem Spiel in Wolfsburg Fiege und Snacks an die Fans. Polizei löst Stau vor dem Ruhrstadion auf.
VfL Bochum: Mit Derby-Schwung zum ersten Auswärtssieg?
Die Profis des VfL Bochum hatten sich zum Auswärtsspiel in Wolfsburg als Dankeschön für ihre Fans eine besondere Aktion ausgedacht. Sie finanzierten Fiege-Bier, Snacks und 120 Fan-Schals, die sich die Fans vor der Abfahrt nach Wolfsburg am Vonovia Ruhrstadion abholen konnten.
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Angedacht war die Aktion unter dem Motto „Don‘t stop believin“ von 8 bis 10.30 Uhr. Weil die Fans aber sehr früh dran waren, nur für die ersten PKW gab es einen Fan-Schal, staute sich der Verkehr vor dem Kreisverkehr am Ruhrstadion zurück bis zur Autobahn. Die Polizei musste eingreifen.
Sie bat darum, dass die Aktion schon eher losgeht, damit sich der Rückstau auflöst. Um 7.40 Uhr ging es dann 20 Minuten eher los, um 8.10 Uhr war der große Andrang bereits vorbei. Zwischenzeitlich hatten die Volunteers des VfL Bochum in zwei Reihen die Autofahrer mit Fiege-Bier und Snacks versorgt. Sie hatten Tüten vorbereitet, reichten sie in die Autos. Später kam auch Myron Boadu dazu. Der derzeit verletzte Angreifer gab ebenso die vorbereiteten Proviant-Tüten an die Fans weiter.
Fans des VfL Bochum sind bei Auswärtsfahrten zum Teil mehr als 16 Stunden unterwegs
Norman Niemeyer war einer, der sich einen Schal sichern konnte. Er hatte sich früh auf den Weg gemacht. „Ich wohne nicht so weit weg vom Stadion. Ich bin um 7.35 Uhr losgefahren. Als ich dann das Ruhrstadion in Sichtweite hatte, habe ich auch schon den Rückstau gesehen.“
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Niemeyer, der Dauerkarten für Heim- und auch die Auswärtsspiele hat, findet die Aktion sehr gut. „Die Fans begleiten den VfL Bochum zuverlässig und treu. Wir sind teilweise bis zu 16 Stunden unterwegs für 90 Minuten Fußball und Ergebnissen, die selten erfreuen. Deshalb sehe ich die Aktion als wichtiges Zeichen von den Profis an die Fans.“
Profis des VfL Bochum wollen ihren Fans Danke sagen
Genauso wollten es die Profis, allen voran Kapitän Anthony Losilla als Ideegeber, verstanden wissen. „Wir wollen uns mit der Aktion bei den Fans dafür bedanken, was sie seit Jahren für uns machen“, sagte er. „Die Unterstützung ist immer da. Wir wollten als Mannschaft etwas zurückgeben.“
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Auch Torwart Patrick Drewes, der seinen Stammplatz an Timo Horn verloren hat, lebt vor, dass es im Kampf gegen den Abstieg nur gemeinsam geht. „Es beginnt die heiße Phase, in der es darum geht, dass alle zusammenstehen“, sagte er. „Egal, welcher Fan ins Stadion kommt, jeder drückt dem VfL die Daumen und wünscht sich nichts sehnlicher als den Klassenerhalt. Es geht uns darum, alle zusammenzuholen. Das gilt nicht nur für die Mannschaft, sondern auch im Zusammenspiel mit den Fans.“
Großes Aufatmen bei Borussia Dortmund! Nach zuletzt schwachen Leistungen ist das Achtelfinale in der Champions League perfekt. Dafür reichte ein glanzloses 0:0-Unentschieden im Rückspiel gegen ein mehr als nur harmloses Sporting Lissabon.
Doch von einer Trendwende ist noch lange nicht die Rede. Im Gegenteil: Die jüngste 0:2-Niederlage beim VfL Bochum beschäftigt Borussia Dortmund weiterhin. Nach der Partie gegen Sporting Lissabon sprach Sportdirektor Sebastian Kehl Klartext und nahm dabei die Spieler in die Pflicht.
Borussia Dortmund: Kehl nimmt Spieler in die Pflicht
In der Champions League ins Achtelfinale eingezogen, in der Bundesliga nur noch Mittelmaß. Mittlerweile ist Borussia Dortmund auf Platz 11 abgerutscht. Sebastian Kehl erklärte, dass jetzt jeder beim BVB gefordert sei. „Denn ich glaube, dass viele Spieler im Moment unter ihrer Form spielen und dass die Mannschaft deutlich mehr Qualität besitzt. Aber das müssen wir vor allem auf dem Platz sehen“, sagte der Sportdirektor nach dem Lissabon-Spiel bei DAZN.
Auch interessant: BVB-Trainer Kovac spricht Klartext – „Der entscheidende Faktor“
An Julian Brandt und Co. hat er eine klare Forderung: „Das heißt, die Spieler müssen vor allem Verantwortung übernehmen für die Dinge auf dem Platz. Sie müssen Verantwortung übernehmen für ihre eigene Leistung.“
Die Niederlage gegen Bochum sei „sehr kritisch miteinander besprochen worden“. Ein Versprechen für die Fans gab es von Kehl dann auch noch: „Das wird in der Form auch nicht mehr passieren, das hat der Trainer auch gesagt.“
„Alle leiden in der aktuellen Situation“
Trotz der heftigen Krise in der Liga gibt Kehl noch nicht auf und hofft auf einen Turnaround bei Borussia Dortmund. „Wir haben insgesamt noch zwölf Bundesliga-Spieltage. Da wollen wir noch ein bisschen was gut machen“, so der ehemalige Profi.
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Auf die internationalen Plätze hat Dortmund tatsächlich „nur“ sechs Zähler Rückstand. Eine Siegesserie sollte reichen und schon dürfte der BVB wieder auf einem dieser begehrten Plätze sein. Allerdings dürfen sich die Schwarzgelben keine weiteren Fehler leisten – wie etwa gegen den VfL Bochum am vergangenen Wochenende. „Alle leiden in der aktuellen Situation“, betont Kehl abschließend.
Die BVB-U19 ergattert im schweren Auswärtsspiel in Mainz ein wichtiges Unentschieden. Ousmane Diallo schwächt sein Team durch einen unnötigen Platzverweis.
8 Min Lesezeit
Hier gibt es alle BVB-News und Gerüchte:
22. Februar, 15.20 Uhr: BVB-U19 mit 0:0 bei Mainz 05
Borussia Dortmunds U19 hat beim FSV Mainz 05 einen Teilerfolg errungen. Die Gastgeber waren den Dortmundern körperlich deutlich überlegen und wählten häufig lange Bälle. „Die mussten meine Jungs durchgehend verteidigen. Außerdem ist Mainz gegen den Ball vorne Mann gegen Mann draufgegangen“, berichtete BVB-U19-Trainer Mike Tullberg.
Sein Team war vor allem mit Defensivarbeit beschäftigt. Eigene Chancen kreierten die Borussen nur ganz selten, weil sie sich im vorderen Drittel kaum durchsetzen konnten. Dafür ließen sie allerdings auch nur eine Mainzer Möglichkeit zu, als Luca Reggiani einen Ball des Gegners falsch einschätzte. Doch bei BVB-Torwart Robin Lisewski (65.) war für die Nullfünfer Endstation. Auf der Gegenseite wurde es nach einem direkt verwandelten Eckball von Nick Cherny (78.) gefährlich, den der FSV-Keeper letztlich noch bereinigen konnte.
Die Schlussphase bestritten die Schwarzgelben in Unterzahl, da Ousmane Diallo wegen Meckerns (80.) die Gelb-Rote Karte sah. Das war ihm in dieser Saison auch schon im Dezember beim 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf passiert. „Es war vollkommen in Ordnung, hier 0:0 zu spielen. Es freut mich, dass die Jungs in so einem schwierigen Spiel bestehen konnten. Sie müssen noch lernen, sich künftig in den Eins-gegen-Eins-Duellen besser durchzusetzen. Dafür war dieses Spiel sehr wertvoll“, befand Mike Tullberg.
21. Februar, 19.02 Uhr: BVB-U19 trifft auf Mainz 05
Mit dem Bus ist die U19 des BVB am Freitagnachmittag zur Auswärtspartie gegen den FSV Mainz 05 gefahren. Am Samstagmittag um 12 Uhr erwartet dann das Team von Trainer Mike Tullberg die vierte Partie der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga. Die Borussia ist mit zwei Siegen und einer Niederlage gestartet und rangiert hinter RB Leipzig auf Platz zwei der Sechserliga. „Wir wollen schon am Ende unter die ersten Zwei kommen, dann haben wir in der ersten Runde der K.o.-Phase definitiv ein Heimspiel“, sagt Tullberg. Der Gegner kommt dann aus der Gruppe C. Aktuell wäre der Drittplatzierte Bayer Leverkusen der Konkurrent.
Das ist die Zukunft. Die Gegenwart heißt Mainz 04. „Das ist eine erwachsene Mannschaft, die sehr reif ist, gute Standards schießt und sehr entschlossen ist“, beschreibt Tullberg den Gegner. Mit der Defensivarbeit seines jungen Teams ist er zufrieden, er verlangt aber ein besseres Umschaltspiel und mehr Gefahr in der Offensive.
Die junge Mannschaft muss auf die Verletzen Tyler Meiser, Joshua Burstedde und Thierry Fidjeu Tazemeta verzichten. Nico Adamczyk ist angeschlagen. „Wir gucken weiter auf die Ausbildung und dürfen nicht vergessen, dass wir überwiegend mit U16-, U17- und U18-Spielern auflaufen. Deshalb wird es spannend sein zu sehen, wie wir uns gegen solch eine erwachsene Mannschaft wie Mainz schlagen werden“, sagt Tullberg.
21. Februar, 11.20 Uhr: Dezimierte BVB-U23 reist nach Aachen
Vor dem Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen am Samstag (14 Uhr) hat Husten und Keuchen Hochkonjunktur bei Borussia Dortmunds U23. „Die Grippewelle hat bei uns richtig zugeschlagen“, sagt Trainer Jan Zimmermann im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Dann zählt er auf: Neben dem ohnehin verletzten Julian Hettwer plagen sich auch Babis Drakas, Franz Roggow, Prince Aning und Paul Besong mit einer Erkältung herum.
Damit nicht genug: Auch Zimmermann selbst, Co-Trainer Marcel Schmelzer und die beiden Physiotherapeuten Markus Langer und Daniel Zolinski hat es erwischt. „Wir konnten nicht das volle Pensum trainieren, das wir uns vorgenommen hatten“, bekennt Zimmermann und schiebt direkt hinterher: „Dennoch werden wir in Aachen gut vorbereitet sein.“
In Almugera Kabar, Kjell Wätjen und Cole Campbell haben dafür gleich drei Youngster in dieser Woche regelmäßig mittrainiert. Filippo Mane ist dagegen nach seiner in Osnabrück erlittenen Verletzung in der Reha. Mit ihrem Einsatz ist gegen Aachen zu rechnen. „Alemannia ist aggressiv und kampfstark. Am Tivoli herrscht eine tolle Atmosphäre und zugleich schlechte Platzverhältnisse. Dadurch werden unsere spielerischen Qualitäten nicht so zum Tragen kommen. Es wird deshalb darauf ankommen, dass wir uns in den Zweikämpfen behaupten. Das wird ein guter Test für meine junge Mannschaft, wie gut sie mit diesen intensiven Bedingungen zurechtkommt“, sagt Jan Zimmermann.
Sein Arbeitsauftrag ist klar formuliert: „Ich erwarte von meinen Jungs, dass sie sich wehren und durchsetzen können.“ Nach dem 1:0 gegen den SV Sandhausen soll die BVB-U23 bei den Remis-Königen der 3. Liga in Aachen (schon zwölf Unentschieden) nachlegen.
20. Februar, 15.46 Uhr: Borussia Dortmund trauert um Volunteer
Große Trauer bei Borussia Dortmund. Am Mittwochabend während des Champions-League-Spiels gegen Sporting Lissabon ist Martin Labus, ein langjähriger Volunteer, gestorben. Er ist 63 Jahre alt geworden. „Martin Labus war seit Juli 2013 ein fester Bestandteil des Volunteer-Teams und hat seither bei fast jedem Spiel unterstützt. Mit seiner unermüdlichen Einsatzbereitschaft war er eine große Bereicherung für die Volunteers. Im Info-Team „Team Außen“ stand er zahlreichen Fans mit Rat und Tat zur Seite und war stets bereit, bei Fragen und Anliegen zu helfen. Bei seinen Volunteer-Kollegen war er äußerst beliebt, seine kecken Sprüche brachten immer wieder ein Lächeln auf die Gesichter seiner Mitmenschen“, schreibt der BVB in einer Mitteilung. „Wir sind mit unseren Gedanken bei seiner Familie.“ Labus hinterlässt eine Frau und zwei Töchter.
18. Februar, 22.18 Uhr: Kovac-Ansage an BVB-Profis nach Presse-Aufreger in Bochum
Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac hat seine Spieler für ihr Verhalten nach dem 0:2 beim VfL Bochum gerüffelt. Dass die enttäuschten Profis nach einer Niederlage wie am vergangenen Samstag nicht mit Journalisten sprechen, werde es in Zukunft nicht mehr geben „In Zukunft werden sich die Spieler den Nachfragen stellen. Das gehört zum Leben dazu. Das werden wir mit Sicherheit besser machen“, sagte der 53-Jährige am Dienstag.
Nach der Blamage beim abstiegsbedrohten Reviernachbarn waren nur zwei Spieler den vertraglichen Pflichten nachgekommen und vor die TV-Kameras getreten. Den Fragen aller anderen Journalisten entzogen sich die Profis indes. „Das ist nicht gut gelaufen, dass niemand bei der schreibenden Zunft war“, meinte Kovac. „Da werde ich auch dafür sorgen, dass das in Zukunft nicht mehr passiert. Ich bitte um Nachsicht.“
18. Februar, 19.45 Uhr: Roggow verhandelt mit Hertha BSC
Am Samstag noch war Franz Roggow Siegtorschütze beim 1:0-Erfolg von Borussia Dortmunds U23 gegen den SV Sandhausen. Den trainingsfreien Dienstag nutzte der 22-Jährige nun offenbar für weitere persönliche Weichenstellungen. Ein Video von Sky, das bei „X“ kursiert, zeigt, wie der BVB-Mittelfeldspieler gemeinsam mit seinem Berater Mohamed Meziani die Geschäftsstelle von Hertha BSC besucht.
Roggow, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, führt derzeit Vertragsverhandlungen. Berlin ist dabei einer von mehreren Zweitligisten, die Interesse am Dortmunder zeigen. Roggow (Marktwert: 600.000 Euro) war 2021 vom FC St. Pauli zur BVB-U23 gewechselt und hat sich dort nach kurzer Anlaufzeit rasch zum absoluten Stammspieler entwickelt. Dennoch ist sein Abgang im Juni gewiss – der 22-Jährige möchte den nächsten Schritt in seiner Karriere machen.
16. Februar, 17.17 Uhr: Ragnick übt massive Kritik an BVB-Kaderplanung
Ralf Rangnick (66) hat in der sportlichen Krise von Borussia Dortmund die Kaderplanung des Klubs kritisiert. Der österreichische Nationalcoach war vor der Verpflichtung von Niko Kovac selbst ein Trainerkandidat beim BVB und sagte bei „Bild Sport“: „Man hat nicht das Gefühl, dass als Überschrift steht: Wie wollen wir eigentlich spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern nicht den Vorwurf machen. Sondern das liegt daran, dass über Jahre hinweg dieser Fixpunkt einer Spielidee nicht mehr verfolgt worden ist.“
Rangnick hatte im Januar in Salzburg Gespräche mit Hans-Joachim Watzke und Lars Ricken über ein mögliches Engagement bei den Schwarzgelben gesprochen, letztlich aber abgesagt. Die Krise der Dortmunder hat seiner Meinung nach einen langen Vorlauf.
„Gehen wir mal in die Zeit zurück, in der der BVB am erfolgreichsten war in den letzten 20 Jahren. Das waren die Jahre unter Jürgen Klopp“, sagte Rangnick. „Damals hat man von Anfang an in der Kaderzusammenstellung darauf geachtet, dass die Spieler zu der gewünschten Spielweise von Jürgen Klopp passen. Damals gab es drei Entscheider, die auch nach außen hin die Entscheider waren mit Aki Watzke, mit Michael Zorc und mit Jürgen Klopp. Und in jedem Transferfenster hat man diesen Kader zusammengestellt, der dann am Ende zweimal Deutscher Meister und Pokalsieger wurde.“
Damals sei der BVB „tatsächlich eine Marke“ gewesen, so Rangnick. „Jetzt haben sie den zehnten oder zwölften Trainer seit Jürgen Klopp nicht mehr da ist. Aber man hat einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise den Kader zusammengestellt.“
16. Februar, 16.28 Uhr: Diallo sichert Auswärtssieg der BVB-U19
Borussia Dortmunds U19 hat das Aus in der Youth League gegen Real Madrid gut verkraftet. Bei Union Berlin siegte die Mannschaft von Mike Tullberg am Sonntag mt 4:2 (1:2) und drehte dabei einen zweimaligen Rückstand. Zum Matchwinner avancierte Ousmane Diallo mit einem Doppelpack (73., 82.).
Den besseren Start erwischten jedoch die Gastgeber. Nach einem Fehler von BVB-Rechtsverteidiger William Rashidi schob Musa Alkan zur Berliner Führung ein. Dortmund fand durch Pharell Kegni jedoch die direkte Antwort (6.). Eine weitere Unaufmerksamkeit in der Defensive führte nach Foul von Dortmunds Torhüter Robin Lisewski zur erneuten Union-Führung per Elfmeter durch Duje Sliskovic (19.).
Nach insgesamt vier Wechseln bis zur 71. Minute übernahmen die Schwarzgelben immer mehr die Spielkontrolle und drehten die Partie innerhalb von zehn Minuten durch Diallo und Joker Alex Niziolek (77.). „Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit bestimmt und die drei Tore erzwungen“, sagte Tullberg. In der Tabelle rückt der BVB mit sechs Punkten auf Rang zwei vor. Am kommenden Samstag (12 Uhr) folgt ein weiteres Auswärtsspiel beim Tabellenvierten FSV Mainz 05.
15. Februar. 18.23 Uhr: BVB-U23 beendet Sieglos-Serie gegen Sandhausen
Die BVB-U23 ist zurück in der Erfolgsspur. Durch ein 1:0 gegen den SV Sandhausen beendete die schwarzgelbe Drittliga-Filiale ihre seit drei Spielen andauernde Sieg- und Torlos-Serie. Den Treffer des Tages erzielte Franz Roggow nach einem Doppelpass mit Jordi Paulina nach 17 Minuten.
Der BVB war in der ersten Hälfte drückend überlegen, vergab jedoch eine Reihe von Großchancen. Die dickste gab es nach 27 Minuten, als Michael Eberwein die Latte traf. Nach der Pause ein anderes Bild: Sandhausen drückte, die Borussia geriet vollkommen in die Defensive. Sie hatte in Torwart Marcel Lotka aber einen starken Rückhalt, der den Sieg festhielt.
„Ich bin erleichtert und zufrieden. In der ersten Hälfte haben wir genau das auf dem Platz bekommen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben es aber versäumt, deutlich höher zu führen. Ein 2:0, 3:0 wäre möglich gewesen. In der zweiten Halbzeit haben wir eine tolle kämpferische Leistung geboten und es als Mannschaft rigoros verteidigt“, befand BVB-U23-Trainer Jan Zimmermann.
12. Februar, 12 Uhr: DFB terminiert Drittliga-Spieltage der BVB-U23
Der DFB hat die Spieltage 27 bis 30 in der 3. Liga terminiert. Glück für die U23 von Borussia Dortmund: An diesen vier Spieltagen findet keine Begegnung parallel zu den Profis statt. Eine Partie steigt allerdings am Achtelfinal-Spieltag der Champions League. Die Ansetzungen im Überblick:
06. Februar, 13.08 Uhr: DFL terminiert Bundesliga-Spieltage 25 bis 27
Die Deutsche Fußball Liga hat am Donnerstag die zeitegnauen Ansetzungen für die Bundesliga-Spieltage 25 bis 27 bekanntgegeben. Alle BVB-Termine auf einen Blick: