Kategorie: Borussia Dortmund

  • Ricken erklärt BVB-Elefantenrunde für beendet

    Ricken erklärt BVB-Elefantenrunde für beendet


    Borussia Dortmunds Sportchef Lars Ricken hat die sogenannte Elefantenrunde beim BVB für beendet erklärt. „Die wird es in Zukunft nicht mehr geben“, sagte Ricken dazu gefragt bei Sky am Rande des 6:0-Sieges am Samstagabend gegen Union Berlin. 

    Bislang hatten der im Herbst aus dem Amt scheidende Clubchef Hans-Joachim Watzke, Berater Matthias Sammer, Sportdirektor Sebastian Kehl, Sport-Geschäftsführer Ricken sowie die inzwischen beurlaubten Kaderplaner Sven Mislintat und Trainer Nuri Sahin einmal im Monat strategische Gespräche geführt.

    „Aus der Elefantenrunde hat es auch mit Sven Mislintat und Nuri Sahin letztendlich auch zwei getroffen“, sagte Ricken weiter. Er sei inzwischen mit Kehl und dem neuen Chefcoach Niko Kovac im täglichen Austausch. „Da haben wir eine ganz normale Meeting-Struktur. Aber da braucht man diese Elefantenrunde, die braucht man da nicht.“

    © dpa-infocom, dpa:250223-930-383492/1

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  • Bundestagswahl: Mit dieser starken Aktion riefen der BVB und

    Bundestagswahl: Mit dieser starken Aktion riefen der BVB und


    Der BVB ruft zum Wählen auf

    Auf dem grünen Rasen dreht sich normalerweise alles ums runde Leder. Beim Spiel von Borussia Dortmund gegen Union Berlin war das am Samstagabend zu Beginn anders. Am Tag vor der Bundestagswahl nutzte der BVB die Gelegenheit, die Menschen im Stadion und vor den TV-Bildschirmen an den Urnengang zu erinnern.

    Ab Sonntagabend wird abgerechnet. Gut 59,2 Millionen Deutsche dürfen bei der vorgezogenen Bundestagswahl ihr Kreuzchen machen. Die Frage, ob auch

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  • Eine kleine Revolution bei Borussia Dortmund

    Eine kleine Revolution bei Borussia Dortmund


    Ein kleines Wort reichte dem Fußballtrainer Niko Kovac, um den Auftritt seines Tageshelden zu beschreiben. „Weltklasse“ sei die Leistung des Torjägers Serhou Guirassy gewesen, der vier Treffer zum 6:0-Sieg beigetragen und damit erstmals in seiner Profikarriere in einer Partie viermal getroffen hatte. „Das war ein perfekter Abend“, ergänzte der Nationalspieler Guineas, der bereits die Torjägerliste der Champions League vor Superstars wie Kylian Mbappé, Robert Lewandowski oder Harry Kane anführt. In der Bundesliga war er vor diesem 23. Spieltag mit neun Toren weit weniger effizient. Haben die Dortmunder also am Samstag den endgültigen Durchbruch eines Fußballers erlebt, der alle mitreißen kann?

    Das Gesicht dieses für Borussia Dortmund befreienden Abends mag Hans-Joachim Watzke gewesen sein, dessen ungetrübtes Lachen auf der Tribüne eine bislang verborgene Seite des Klubchefs sichtbar machte. Der heimliche Held war Pascal Groß, der vier Tore vorbereitet hatte, aber die große Hoffnung ist Guirassy.

    Denn zumindest auf den ersten Blick verkörperte der im vorigen Sommer für 18 Millionen Euro aus Stuttgart ins Revier transferierte Profi die stark schwankenden Ergebnisse zwischen nationalem und internationalem Wettbewerb wie kaum ein anderer. Wenn er jetzt auch in der Bundesliga regelmäßig träfe – so könnte man annehmen –, würden für das gesamte Team bessere Zeiten anbrechen. Wobei Guirassy auch in Partien ohne Tore häufig zu den stärksten Dortmundern zählte.

    Kovac schickt Groß bei Ballbesitz auf die Außenbahn

    Denn er arbeitet auch dann intensiv mit, wenn die Gegner den Ball haben. Er wartet nicht nur auf Torvorlagen, sondern bereichert den Spielaufbau, indem er sich in den engen Räumen des offensiven Mittelfeldes anbietet. „Ich würde Serhou gegen keinen Spieler der Welt tauschen“, hat der im Januar beim BVB entlassene Nuri Şahin im Herbst über Guirassy gesagt. Das war vielleicht ein wenig übertrieben, aber nicht erst seit der Show gegen Union ist der Nationalspieler Guineas neben Nico Schlotterbeck der zuverlässigste Stabilisator des launischen BVB-Konstrukts. Es hat allerdings lange gedauert, bis er auf diesem Niveau angekommen ist.

    Nach ersten Profistationen bei Stade Laval, AJ Auxerre und OSC Lille wechselte er 2016 zum 1. FC Köln in die Bundesliga, wo er – auch aufgrund von Verletzungen – drei Jahre lang eher mitschwamm. Erinnert wird bei den Rheinländern vor allen Dingen eine Szene aus einer richtungsweisenden Partie im Kampf um den Klassenverbleib gegen Werder Bremen, als Guirassy aus drei Metern das leere Tor verfehlte. Danach war das Kölner Urteil gefällt: Das ist keiner.

    „Weltklasse“: BVB-Coach Kovac ist voll des Lobes für seinen trefffreudigen Torjäger. Der Erfolg liegt auch an der Zusammenarbeit mit Pascal Groß.
    „Weltklasse“: BVB-Coach Kovac ist voll des Lobes für seinen trefffreudigen Torjäger. Der Erfolg liegt auch an der Zusammenarbeit mit Pascal Groß.AFP

    Zurück in Frankreich blieb er zunächst ein Mittelklassestürmer, schoss in einer Saison zehn Tore für Stade Rennes, in einem anderen Jahr traf er neunmal, aber kaum jemand konnte sich vorstellen, dass dieser Spieler in die Phalanx der Allergrößten vorstoßen würde. Doch die 28 Treffer in der vergangenen Bundesligasaison für den VfB Stuttgart waren ein Statement. Und dass Guirassy sich im laufenden Jahr nicht dauerhaft von den Krisendynamiken beim BVB herunterziehen ließ, ist beeindruckend. Nach dieser Partie besteht nun sogar die Hoffnung, dass er einen kongenialen Partner gefunden hat.

    Drei Guirassy-Treffer und Maxi Beiers 6:0 hatte Pascal Groß aufgelegt. Vier Assists eines Bundesligafußballers in einem einzigen Spiel gab es nach Angaben des Statistikdienstleisters „Opta“ seit Beginn der Datenerhebung erst zweimal: durch Christopher Nkunku für RB Leipzig gegen Schalke 2020 sowie acht Jahre zuvor durch Szabolcs Huszti für Hannover 96 beim Niedersachsen-Derby in Wolfsburg.

    Besser als Şahin scheint es Kovac zu gelingen, Groß ins Spiel des Teams zu integrieren, eine direkte Verbindung zu Guirassy herzustellen und nebenbei eine kleine BVB-Revolution in Gang zu setzen. In der jüngeren Vergangenheit wurde das alte Prinzip Flanke-Kopfball-Tor eher umgangen, Treffer sollten herauskombiniert werden. Weil aber Groß solch ein brillanter Flankengeber ist und Guirassy der passende Abnehmer, ändert sich das gerade.

    Ein Grund dafür ist, dass der defensive Zentrumsspieler Groß seit einigen Wochen bei Ballbesitz regelmäßig die Position mit dem Linksverteidiger tauschen soll. Dadurch kommt er oft in Räume weit vorne auf dem Flügel, aus denen er seine Bälle in den Strafraum schlagen kann. Zwei Guirassy-Treffer und das Tor von Beier bereitete er auf diese Art vor, blieb anschließend aber selbstkritisch. „Wir haben in dieser Saison kein einziges Mal zwei Spiele hintereinander in der Bundesliga gewonnen, das ist schon echt schwach.“

    Es ist also verständlich, dass die Angst vor dem nächsten Rückschlag noch nicht verflogen ist. Es sei dringend nötig, „mal drei, vier Spiele am Stück“ zu gewinnen, sagte Marcel Sabitzer, und nicht sofort wieder zusammenzufallen, wenn „dann auswärts wieder so ein ekliges Spiel kommt, wo wir uns den Schneid abkaufen lassen“. Auch Kovac mahnte: „Dieses Spiel ist ein schönes Zeichen, aber mehr auch nicht.“

    Hinter solchen Aussagen steckt das ewige Problemthema beim BVB: Es gelingt nicht, die Spannung hoch zu halten und dauerhaft mit der erforderlichen ­Intensität zu arbeiten. Der abermals schwache Karim Adeyemi forderte erst mal sehr forsch zwei freie Tage, statt fokussiert zu bleiben, was Guirassy eher nicht tun würde. Der Stürmer ist auch deshalb solch ein bedeutsamer Spieler, weil er zwar auf die Vorlagen der Kollegen angewiesen ist, aber relativ unabhängig von den Leistungsschwankungen und Stimmungen seiner Mannschaft bleibt. Das trifft wahrlich nicht auf viele Dortmunder Profis zu.



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  • Fast 10.000 Fans bei den BVB-Handballerinnen

    Fast 10.000 Fans bei den BVB-Handballerinnen


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  • Fußball, Bundesliga: Borussia Dortmund bejubelt Sieg – Fußball – Sport

    Fußball, Bundesliga: Borussia Dortmund bejubelt Sieg – Fußball – Sport


    Zum anderen agierte aber auch Mittelfeldspieler Pascal Groß überaus beeindruckend: Der 33-Jährige bereitete vier Tore vor. “Ich kenne ihn, ich weiß, was er kann”, sagte Kovac. Groß sei mannschaftsdienlich und spiele alles, was ein Trainer verlange. Aber im zentralen Mittelfeld, etwas offensiver als auf der zuvor angestammten “Sechs” sei der gebürtige Mannheimer am stärksten. “Da glänzt er im Moment von Spiel zu Spiel.”

    Die Positionsänderung bei Groß ist ein Beispiel dafür, dass Maßnahmen von Kovac nun erstmals greifen. Zum ersten Mal seit seiner Amtsübernahme am 2. Februar hat der Kroate nun eine komplette Woche bis zum nächsten Spiel auf St. Pauli Zeit, im Training Inhalte zu vermitteln.

    Jetzt hoffen Spieler, Verantwortliche und Fans von Borussia Dortmund, dass endlich Konstanz einkehrt und dass das Potenzial regelmäßig abgerufen wird. “Wir müssen auf dem Platz liefern, wir können sagen, was wir wollen, aber am Ende zählt nächste Woche Samstag”, sagte BVB-Kapitän Can. Und auch Sportdirektor Sebastian Kehl mahnte: “Ich möchte, dass keinen Millimeter nachgegeben wird, das wäre fatal.”

    Unsere Quellen:

    • Sportschau-Interview mit Niko Kovac nach dem Spiel
    • Nachrichtenagenturen sid und dpa


    Quelle: red



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  • Wertvollste BVB-Elf aller Zeiten: Drei aktuelle Dortmund-Stars dabei

    Wertvollste BVB-Elf aller Zeiten: Drei aktuelle Dortmund-Stars dabei


    1. ruhr24
    2. BVB

    Bei Borussia Dortmund spielten bereits echte Top-Stars. Diese elf Profis bilden das historisch teuerste BVB-Team. Kostenpunkt: 780 Millionen Euro.

    BVB-Spieler jubeln zusammen
    1 / 12Beim Onlineportal „transfermarkt.de“ lassen sich unter anderem die Marktwertverläufe aller (Ex-)BVB-Spieler einsehen. Die folgende Elf bildet die teuerste Dortmund-Mannschaft aller Zeiten, gemessen am jeweils höchsten Marktwert als Profi der Borussia. Aufgestellt ist das Team im 4-1-4-1-System. © David Inderlied/Kirchner-Media
    Gregor Kobel
    2 / 12Gregor Kobel ist einer von drei aktuellen BVB-Stars, die zu den wertvollsten Dortmundern aller Zeiten zählen. 40 Millionen Euro war der Torwart mit dem Marktwert-Update am 14. Dezember 2023 wert – mehr als jeder Keeper des Revierklubs zuvor. © David Inderlied/Kirchner-Media
    Achraf Hakimi jubelt mit Daumen im Mund
    3 / 12Achraf Hakimi spielte zwischen 2018 und 2020 leihweise bei Borussia Dortmund. In seiner Zeit beim BVB konnte der Rechtsverteidiger seinen Marktwert auf 60 Millionen Euro anheben. © Christopher Neundorf/Kirchner-Media
    Manuel Akanji
    4 / 12Manuel Akanji spielt mittlerweile bei Manchester City. Zuvor hat sich der Schweizer Innenverteidiger beim BVB einen Namen gemacht und kam dort zwischenzeitlich auf einen Marktwert in Höhe von 40 Millionen Euro. © David Inderlied/Kirchner-Media
    Nico Schlotterbeck
    5 / 12Nico Schlotterbeck gehört beim BVB zu den absoluten Leistungsträgern. Der Linksfuß war mit dem Marktwert-Update im März 2023 prompt 40 Millionen Euro wert. © Bahho Kara/Kirchner-Media
    Raphael Guerreiro
    6 / 12Komplettiert wird die wertvollste Abwehrreihe der BVB-Geschichte von Linksverteidiger Raphael Guerreiro. Der Portugiese spielte zwischen 2016 und 2023 bei Borussia Dortmund und kam seinerzeit ebenfalls auf einen Marktwert von 40 Millionen Euro. © Christopher Neundorf/Kirchner-Media
    Jude Bellingham
    7 / 12Jude Bellingham entwickelte sich beim BVB zum Superstar. Deshalb dürfte sein Name in dieser Elf nur wenig überraschend sein. Immerhin kam der englische Nationalspieler vor seinem Wechsel zu Real Madrid auf einen Marktwert in Höhe von satten 120 Millionen Euro. Im Ranking der teuersten Dortmunder kommt er damit immerhin in die Top-Drei. © Marco Steinbrenner/Kirchner-Media
    Christian Pulisic
    8 / 12Auf der rechten Außenbahn ist Christian Pulisic als zweitteuerster BVB-Flügelspieler aller Zeiten gesetzt. 60 Millionen Euro war der US-Amerikaner zu Dortmunder Zeiten wert. Der FC Chelsea ließ sich seine Dienste im Jahr 2019 schließlich 64 Millionen Euro kosten. © David Inderlied/Kirchner-Media
    Julian Brandt jubelt
    9 / 12Julian Brandt komplettiert das Trio der aktuellen BVB-Stars in der wertvollsten Dortmund-Elf aller Zeiten. Als sich der dienstälteste Borusse dem Revierklub im Sommer 2019 anschloss, betrug sein Marktwert satte 50 Millionen Euro. © David Inderlied/Kirchner-Media
    Marco Reus jubelt
    10 / 12Nebenmann von Julian Brandt auf der Acht ist BVB-Legende Marco Reus. Über 300 Torbeteiligungen sammelte der Ex-Dortmund-Kapitän in 429 Partien für Schwarz-Gelb. Zwischenzeitlicher Marktwert: 50 Millionen Euro. © Christopher Neundorf/Kirchner-Media
    Jadon Sancho jubelt
    11 / 12Reus-Kumpel Jadon Sancho ließ in seiner Zeit beim BVB nicht nur die Herzen höher schlagen, sondern sorgte auch für einen gehörigen Geldregen. Im Jahr 2020 war der Engländer rund 130 Millionen Euro wert. Im Sommer 2021 wechselte der Linksaußen schließlich für 85 Millionen Euro zu Manchester United. Nur ein Dortmunder war noch wertvoller als er. © Christopher Neundorf/Kirchner-Media
    Erling Haaland
    12 / 12Im Sturm wartet Borussia Dortmunds wertvollster Spieler aller Zeiten. Erling Haaland knipste sich beim BVB zum Weltklasse-Stürmer und brachte es im Oktober 2021 auf einen stolzen Marktwert von 150 Millionen Euro. Manchester City musste für den Norweger im Sommer 2022 dank einer Ausstiegsklausel allerdings nur rund 60 Millionen Euro zahlen. © Christopher Neundorf/Kirchner-Media

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  • Kantersieg gegen Union: Kurze Atempause in der Dortmunder Dauerkrise

    Kantersieg gegen Union: Kurze Atempause in der Dortmunder Dauerkrise


    Der BVB hat endlich mal wieder ein Ligaspiel gewonnen – und das eindrucksvoll. Das 6:0 über Union Berlin sorgt für Erleichterung: bei Trainer Niko Kovac und Geschäftsführer Lars Ricken. Letzterer will dafür sorgen, dass künftig geräuschloser gearbeitet wird.

    Eines hätte Serhou Guirassy im Überschwang der Gefühle fast vergessen: sich einen der Spielbälle zu sichern. „Ich muss schauen, dass ich noch einen bekommen kann“, sagte der Torjäger von Borussia Dortmund, nachdem er an das in der Bundesliga nicht unübliche Ritual erinnert worden war: Ein Spieler, der drei Tore in einem Spiel erzielt hat, schnappt sich anschließend den Ball, lässt ihn von seinen Teamkollegen unterschreiben – und nimmt ihn als persönliche Trophäe mit nach Hause.

    Was für einen dreimaligen Torschützen gilt, muss für jemanden, der viermal getroffen hat, allemal gelten. Dieses Kunststück war Guirassy gelungen. „Zum ersten Mal in der Bundesliga, zum ersten Mal in meiner Profi-Karriere – zum ersten Mal überhaupt“, wie der Guineer nach dem 6:0 (2:0) über Union Berlin erklärte. Natürlich sei das etwas Besonderes – allerdings war es auch für ihn nicht das Wichtigste an diesem Samstagabend. „Das war ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen mussten – egal wie. Deshalb freue ich mich über meine vier Tore, doch es zählt der Sieg für die Mannschaft“, so Guirassy. Denn der macht dem BVB in der schwierigsten Phase inmitten einer brutal enttäuschenden Saison ein klein wenig Hoffnung.

    Es wäre kaum auszudenken gewesen, was passiert wäre, hätten die Dortmunder erneut nicht gewonnen oder gar verloren. Sie waren erstmals in der laufenden Saison mit einer negativen Bilanz in eine Bundesligapartie gegangen. Schlechter hatte der Klub zu diesem Zeitpunkt seit zehn Jahren nicht mehr dagestanden. Würde es eine Tabelle nur für das Kalenderjahr 2025 geben: Der BVB wäre vor dem Anpfiff mit nur vier Punkten Letzter gewesen.

    „Natürlich bin ich glücklich“

    Entsprechend groß war der Druck, der auf dem Team und vor allem auf Niko Kovac lastete. Für ihn war es im dritten Versuch der erste Bundesligasieg als BVB-Trainer. „Es fühlt sich gut an, natürlich bin ich glücklich“, sagte er nach einem Spiel, dessen Happy End zunächst gar nicht absehbar gewesen war. Seiner Mannschaft waren die Auswirkungen der Krise deutlich anzumerken. „Wir waren zu langsam, zu ungenau, zu behäbig“, gab Kovac zu.

    Es fehlte der Mut, ins Risiko zu gehen. Immer wieder brachen die Gastgeber ihre Angriffsversuche ab. Sie brauchten schon das Momentum, ein klein wenig Glück. Diesmal hatten sie es: Nachdem Unions Diogo Leite einen Schuss von Julian Ryerson ins eigene Tor abgefälscht hatte (25. Minute), löste sich die Blockade. Erst dann drehte Dortmund auf.

    „Das 1:0 war der Brustlöser. Danach haben sich die Jungs wirklich in einen Rausch gespielt“, erklärte Kovac. Plötzlich lief der Ball, die schwarz-gelbe Kombinationsmaschinerie kam auf Temperatur – und die 81.000 Zuschauer auch. Die Dortmunder attackierten die Berliner früh, verzeichneten Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte und spielten zielstrebig in den Strafraum. Sie machten das, was Kovac von ihnen in den knapp drei Wochen, in denen er mittlerweile in der Verantwortung ist, immer wieder gefordert hatte – was sie aber bis dahin nur selten umsetzen konnten: Sie flankten den Ball immer wieder in die gefährlichen Zonen. Vor allem Pascal Groß zeichnete sich dabei aus. Der Nationalspieler bereitete vier der sechs Tore vor.

    Was redet der denn da?

    Die Folge war spürbare Erleichterung auf vielen Ebenen: Beim Trainer, der sich bereits Kritik gefallen lassen musste, weil er sich in den vergangenen Tagen immer wieder schützend vor die Mannschaft gestellt hatte. Dabei hatte die doch in schöner Regelmäßigkeit all das, was er über ihre angeblich so hohe Qualität gesagt hatte, immer wieder Lügen gestraft. Die Fans hatten sich zuletzt gefragt: Was redet der denn da?

    Kovac hatte sich in seinem Bestreben, Optimismus zu verbreiten, tatsächlich auf zunehmend dünneres Eis begeben. Er hatte Julian Brandt, den seit Wochen formschwachen Spielmacher, mit Florian Wirtz und Jamal Musiala verglichen. Er hatte Marcel Sabitzer und Groß in höchsten Tönen gelobt. Brandt fehlte am Samstag wegen muskulären Problemen, doch Sabitzer und vor allem Groß brachten Top-Leistungen. Da hätte man sehen können, dass er mit seiner Einschätzung tatsächlich „nicht so weit von der Wirklichkeit entfernt war“, so Kovac. Es hätten Kleinigkeiten gefehlt. Gerade noch rechtzeitig spielte die Mannschaft so, dass der Trainer mit seiner Einschätzung des Trainers möglicherweise wirklich noch recht behalten könnte: dass die Krise vor allem Kopfsache gewesen sei.

    „Alle sind erleichtert“

    Auch die Verantwortlichen des BVB werden dadurch ein wenig aus der Schlusslinie genommen. Vor allem in der Schlussphase, als Union regelrecht auseinandergenommen wurde, war immer wieder ein lachender Hans-Joachim Watzke auf der Tribüne zu sehen. Solche Bilder des zum Jahresende scheidenden Vereinspatrons hatte es ewig nicht mehr gegeben. Auch Lars Ricken, sein Teil-Nachfolger als Sportgeschäftsführer, lächelte wieder – genauso wie Sebastian Kehl, der Sportdirektor. „Alle sind erleichtert. Die Zuschauer waren lange nicht mehr so euphorisch und gelöst“, sagte Kehl.

    Der BVB-Führung blieb durch den ersten Heimsieg in der Bundesliga seit dem 23. November eine Zerreißprobe erspart. Zudem gewinnt sie etwas Zeit, die schwierige strukturelle Neuordnung voranzutreiben. Vor allem Ricken bemüht sich, Profil zu gewinnen. So erklärte er die sogenannte Elefantenrunde für beendet – jenes Gremium, das die entscheidenden Fragen in Bezug auf den Sport klären soll. „Die wird es nicht mehr geben“, sagte er gegenüber Sky.

    „Ganz normale Meeting-Struktur“

    Bislang hatten Watzke, Berater Matthias Sammer, Kehl, Ricken sowie der mittlerweile beurlaubte Technische Direktor Sven Mislintat mindestens einmal im Monat strategische Gespräche geführt. In die „Elefantenrunde“ war viel hineininterpretiert worden – vor allem hatte sie immer wieder Anlass zu Spekulationen über das belastete Binnenverhältnis der Protagonisten gegeben.

    „Aus der Elefantenrunde hat es mit Mislintat und Nuri Sahin (dem freigestellten Ex-Trainer, die Red.) letztlich ja auch zwei getroffen“, erklärte Ricken. Mittlerweile tausche er sich mit Kehl und Kovac täglich aus. „Da haben wir eine ganz normale Meeting-Struktur. Da braucht man diese Elefantenrunde nicht.“ Künftig, so die Botschaft, soll in Dortmund zielgerichteter – und vor allem geräuschloser gearbeitet werden.

    In erster Linie muss jedoch eine nachhaltige Trendwende in der Bundesliga geschafft werden. Davon ist der BVB trotz Sieges über Union Berlin noch weit entfernt. „Wir haben einiges nachzuholen, deshalb hoffe ich, dass es in den nächsten Wochen so erfolgreich weitergeht“, sagte Kapitän Emre Can.



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  • Auf jeden Schritt nach vorn folgen zwei zurück

    Auf jeden Schritt nach vorn folgen zwei zurück


    Ein paar Minuten Nachspielzeit hätte man durchaus erwarten können, als sich das Spiel am Samstagabend in Dortmund dem Ende zuneigte. Allein für Ein- und Auswechslungen war die zweite Hälfte doch sechs Mal unterbrochen worden.

    Doch nicht einmal zehn Sekunden nach dem Ablauf der regulären Spielzeit griff Schiedsrichter Bastian Dankert schon zur Pfeife. Ein Schlusspfiff als Akt der Gnade.

    In den 15 Minuten zuvor war der 1. FC Union schließlich zum Opfer einer öffentlichen Demütigung geworden. Oder war das schon eine Selbstgeißelung? In einer knappen Viertelstunde kassierten die Berliner jedenfalls vier Tore und damit letztlich ein 0:6 bei Borussia Dortmund.

    Die letzte Viertelstunde kann ich auf Anhieb auch nicht erklären. Bis dahin war es ein normales Spiel und ein normales Ergebnis. Die letzten drei Tore muss ich auch erst mal sacken lassen.

    Unions Trainer Steffen Baumgart nach dem 0:6 in Dortmund

    Es war die höchste Bundesliga-Niederlage der Vereinsgeschichte und vor allem ein verheerendes Zeichen im Abstiegskampf.

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    „Dass das nicht passieren darf, kann sich jeder vorstellen“, sagte ein sichtlich geschockter Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Die letzte Viertelstunde kann ich auf Anhieb auch nicht erklären. Bis dahin war es ein normales Spiel und ein normales Ergebnis. Die letzten drei Tore muss ich auch erst mal sacken lassen.“

    Selbst das war aber noch ein ziemlich wohlwollendes Fazit. Union war zwar gut in beide Halbzeiten gestartet, doch schon vor dem Einbruch in der Schlussphase war die Leistung alles andere als überzeugend. Vorne zahnlos, hinten wackelig: Das in dieser Saison allzu bekannte Muster war wieder deutlich zu erkennen. Hinzu kam erneut das Gefühl, dass Union unter Baumgart nach jedem Schritt nach vorne immer gleich zwei zurück macht.

    Warum das so ist, bleibt die Frage. Und wieder wird bei der Analyse über altbekannte Probleme geredet werden: die ungewohnte Viererkette und den fehlenden Mut vor dem Tor.

    Als Erklärung reicht das allein aber nicht aus, denn es ist nicht so, als hätte Baumgart keine Antworten darauf. Im Angriff ist Union unter dem neuen Trainer tatsächlich schon besser geworden. Und in der Abwehr hat er sich auch pragmatisch genug gezeigt, um gelegentlich zurück auf die Dreierkette umzustellen.

    Gegen Dortmund schien das Problem eher mental zu sein. Nach vorne traute sich die Mannschaft wenig zu, und wenn, dann fehlte die Präzision. Hinten fiel man nach dem dritten Tor komplett auseinander. Das Selbstvertrauen, das die Mannschaft vor zwei Wochen mit dem 4:0 gegen Hoffenheim getankt hatte, ist inzwischen komplett verschwunden.

    Es bringt nichts, wie Rumpelstilzchen durch die Gegend zu laufen.

    Unions Trainer Steffen Baumgart nahm seine Spieler nach dem 0:6 beim BVB in Schutz.

    Insofern war es vielleicht auch verständlich, dass sich Baumgart vor seine Spieler stellte und die Leistung nicht komplett schlechtreden wollte. Wer so verliert, braucht eben keine weitere Rüge. „Ich bin nicht der Typ, der draufhaut oder irgendwelche wilden Sachen macht. Es bringt nichts, wie Rumpelstilzchen durch die Gegend zu laufen“, sagte der Trainer. „Die Mannschaft hat aus meiner Sicht bis auf das heutige Spiel vieles richtig gemacht: Wir sind auf dem richtigen Weg und den haben wir nicht verlassen.“

    Die Niederlage werde man nun in Ruhe analysieren und sich auf das nächste wichtige Spiel gegen Holstein Kiel vorbereiten. Ein Spiel, das richtungsweisend für den Rest der Saison werden könnte. In Dortmund konnte man – gerade auch mit Blick auf die jüngere Geschichte – nicht unbedingt mit Punkten rechnen. Gegen Kiel hingegen ist ein Sieg Pflicht.

    Bis auf das Spiel in Hoffenheim hat Union die letzten direkten Duelle gegen andere Abstiegskandidaten allesamt verloren: Auch deswegen befinden sich die Berliner überhaupt noch in Abstiegsgefahr. Ein weiterer Ausrutscher am kommenden Sonntag würde die Sogkraft der unteren drei Plätze nur noch verstärken.

    Noch ist der Vorsprung auf den Relegationsplatz komfortabel. Damit das weiter so bleibt, muss es allerdings eine schnelle Antwort auf den Albtraum in Dortmund geben. Denn wie Lothar Matthäus schon vor dem Schlusspfiff am Sky-Mikrofon gnadenlos zusammengefasst hatte, war diese Leistung von Union „nicht bundesligareif“.



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  • Börse Express – Borussia Dortmund GmbH Aktie: Finanzielle Höhenflüge!

    Börse Express – Borussia Dortmund GmbH Aktie: Finanzielle Höhenflüge!


    Der Bundesligist Borussia Dortmund vollzieht eine bedeutende organisatorische Umstrukturierung in der Führungsebene, die das Unternehmen strategisch neu positionieren soll. Sportchef Lars Ricken verkündete die Auflösung der monatlich tagenden Strategierunde, die bislang als wichtiges Steuerungsgremium fungierte. Diese Entscheidung markiert einen klaren Schnitt in der Vereinsführung, da künftig ein schlankeres Managementmodell mit täglichen Abstimmungen zwischen den Hauptverantwortlichen implementiert wird. Die neue Struktur sieht einen direkteren Austausch zwischen der sportlichen Leitung und dem Trainerteam vor, was eine effizientere Entscheidungsfindung ermöglichen soll.

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    Die strategische Neuausrichtung wird durch einen bemerkenswerten sportlichen Erfolg untermauert. Der überzeugende 6:0-Heimsieg gegen Union Berlin demonstriert das Potenzial der Mannschaft und könnte sich positiv auf die Marktposition des börsennotierten Unternehmens auswirken. Besonders beachtlich war die Leistung des Offensivspielers, der mit vier Treffern maßgeblich zum Erfolg beitrug. Dieser sportliche Durchbruch kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt, da der Verein in den vorangegangenen sieben Ligaspielen fünf Niederlagen hinnehmen musste. Die neue Führungsstruktur in Kombination mit dem überzeugenden Auftritt könnte das Vertrauen der Investoren in die langfristige Entwicklung des Unternehmens stärken.

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  • Carney Chukwuemeka bringt frischen Wind ins Spiel

    Carney Chukwuemeka bringt frischen Wind ins Spiel


    Beim furiosen 6:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Union Berlin konnte Winterneuzugang Carney Chukwuemeka sein Bundesliga-Debüt für Borussia Dortmund feiern. Nach dem überzeugenden Einsatz war BVB-Coach Niko Kovač vollen Lobes für die Chelsea-Leihgabe.


    „Carney kam heute rein und war sensationell gut. Wir haben gesehen, welche Fähigkeiten er hat. Leider hatte er zu Beginn Probleme mit dem Knie nach einem Sturz, aber allein die 20 Minuten die er gespielt hat, waren unfassbar gut“, so der Übungsleiter über den Mittelfeldakteur, welcher in der 70. Minute für Giovanni Reyna aufs Feld kam.

    Nach der Einwechslung konnte sich der Engländer für mehr Spielzeit bewerben: „Wie er den Ball mitnimmt, wie er sich sofort in Spielrichtung dreht, das ist schon einzigartig. Er hat eine sehr gute Beschleunigung und Technik. Der Junge wird uns Freude machen, wenn er fit bleibt“, so Kovač. Hätte Karim Adeyemi bei seinem Abschluss nicht den Pfosten getroffen, wäre sogar ein erster Scorerpunkt für den Neuzugang herausgesprungen.

    Es bleibt abzuwarten, wie in den kommenden Partien mit Chukwuemeka geplant wird. Vom Profil und den Anlagen könnte er ein Spieler sein, den die Borussen in dieser Saison in der Zentrale schmerzlich vermissten.

    Quelle: Pressekonferenz

    LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren



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