Ein BVB-Spieler wechselt von Borussia Dortmund nach Hannover. Der Transfer geht im Sommer ablösefrei über die Bühne.
Dortmund – Franz Roggow wechselt von Borussia Dortmund zu Hannover 96. Das gab der BVB am Mittwoch (5. März) auf dem Instagramkanal seiner Jugendteams bekannt. Auch der Zweitligist aus Niedersachsen vermeldete den Transfer auf seiner Homepage.
BVB teilt Entscheidung mit: Spieler verlässt Dortmund ablösefrei
Dort wird Franz Roggow wie folgt zitiert: „Ich hatte sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen, die mich wirklich überzeugt haben. Darin habe ich das Gefühl gewonnen, dass Hannover 96 der richtige nächste Schritt für mich ist. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und selbstverständlich drücke ich der Mannschaft in jedem Spiel fest die Daumen – ganz besonders jetzt im Derby.“
Franz Roggow wird im Sommer ablösefrei von der U23 des BVB zu Hannover 96 wechseln. Der 22-jährige Mittelfeld-Allrounder ist der erste Hannover-Neuzugang für die Saison 2025/26 und unterschreibt einen Vertrag, der bis zum 30. Juni 2028 gültig ist.
BVB-U23 verliert Franz Roggow an Hannover: 96 freut sich auf „begehrtesten jungen Spieler“
Hannovers Sportdirektor Marcus Mann zeigte sich erfreut über die Verpflichtung: „Franz war einer der begehrtesten jungen Spieler auf dem Markt, von daher sind wir sehr froh, ihn für uns gewonnen zu haben“. Roggow, der auf der Sechs, der Acht oder in der Innenverteidigung spielen kann, wird für seine technische und taktische Ausbildung sowie seine ausgeprägten strategischen Fähigkeiten gelobt (alle News zum BVB-Nachwuchs auf RUHR24).
„Er ist taktisch und technisch extrem gut ausgebildet und verfügt über ausgeprägte strategische Fähigkeiten“, so Mann weiter über den Neuzugang vom BVB. Der junge Profi sei zudem ein Mentalitätsspieler und mit 22 Jahren in seiner Persönlichkeit sehr reif.
BVB-Talent Franz Roggow führte auch Transfer-Gespräche mit Hertha BSC
Franz Roggow, der seit der Saison 2023/24 für die U23 von Borussia Dortmund spielt, hat sich als Stammspieler in der 3. Liga etabliert. In dieser Saison führte er die Mannschaft mehrfach als Kapitän an. Der Mittelfeldspieler sammelte in 59 Drittligaspielen bislang sechs Tore und fünf Assists.
Aufgewachsen in Bad Freienwalde bei Berlin, wurde Roggow im Nachwuchs des FC St. Pauli und Energie Cottbus ausgebildet, bevor er zu Borussia Dortmund wechselte. Vor dem Bekanntwerden seines Wechsels zu Hannover 96 führte BVB-Talent Franz Roggow auch Gespräche mit Hertha BSC.
Dortmund taz | Das Gefühl der Ambivalenz sitzt mittlerweile beinahe so tief wie das der „Echten Liebe“, die die Anhänger von Borussia Dortmund laut eigener Geschichtsschreibung empfinden. Wie so oft in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren war das Publikum auch am Dienstag hin- und hergerissen. Manche pfiffen, als das 1:1 gegen den OSC Lille beendet war, andere applaudierten.
Zuneigung und Ablehnung hielten sich die Waage: so wie dieses Spiel zerrissen war in zwei unterschiedliche Hälften, so wie der BVB ein Wesen mit zwei Gesichtern ist, die beide an diesem Abend zu sehen waren. „Wir bleiben auf unserem Weg, wir haben nicht verloren“, sagte Sebastian Kehl, der mit diesen Worten eigentlich Zuversicht verbreiten wollte. Allerdings wäre ein neuer Weg vielleicht gar nicht so schlecht. Denn ein echter Fortschritt will einfach nicht gelingen.
Dabei hatte die erste Halbzeit gewirkt wie eine Fortsetzung der Aufschwungphase, die dem Team in der Bundesliga kürzlich zwei Siege in Folge beschert hatte: ein am Ende entfesseltes 6:0 gegen Union Berlin und das von Effizienz und Stabilität geprägte 2:0 beim FC St. Pauli. Nun spielten die Dortmunder auch gegen Lille eine Hälfte auf gehobenem Champions-League-Niveau. Karim Adeyemi schoss ein brillantes Tor (22.) und, noch wichtiger, alle halfen aufmerksam und voller Energie dabei mit, das eigene Tor zu verteidigen.
Gutgläubige Menschen konnten der Annahme verfallen, dass der seit Anfang Februar in Dortmund arbeitende Trainer Niko Kovač eine Art Durchbruch bewirkt haben könnte. „Wir waren griffig, waren in den Zweikämpfen stark, hatten eine gute Ballzirkulation“, sagte Kovač, der konsequent darauf verzichtete, seine Mannschaft wegen des Leistungsabfalls zu kritisieren.
„Wir sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen, wir hatten nicht mehr die Räume wie in der ersten Hälfte“, sagte der Trainer nüchtern. Auch während des Spiels coachte er wohlwollend, nachdem das Team nach der Pause nur noch mit deutlich reduziertem Energieeinsatz spielte. „Die Intensität hat gefehlt“, sagte Pascal Groß. Kovač blieb demonstrativ ruhig.
Spaziergang von Adeyemi
Am deutlichsten wurde das Problem, als der Ausgleich nach einem fehlerhaften Balleroberungsversuch von Marcel Sabitzer fiel. Ja, der Österreicher hatte sich ungeschickt verhalten, aber in der ersten Halbzeit hätte das Kollektiv den Fauxpas ausgebügelt.
Konkret wäre Adeyemis Unterstützung hilfreich gewesen, weil in seinem Rücken Julian Ryerson plötzlich zwei Gegenspieler hatte und sich zu spät auf den Torschützen Hákon Haraldsson konzentrierte. Inmitten der sich anbahnenden Gefahrenlage war Adeyemi aber nach vorne spaziert, als habe er mit dem Verteidigen nichts mehr zu tun, nachdem ihm ein schönes Tor gelungen war.
So etwas passiert in solch einem bedeutenden Spiel weder einem großen Spieler noch einer großen Mannschaft. Die Verantwortlichen gingen nicht auf die offensichtlichen mentalen Probleme des Teams ein. „Wir hatten viele leichte Ballverluste, haben keine Sicherheit mehr in unser Spiel bekommen, haben wenige fußballerische Lösungen gefunden“, befand Kehl.
Dieser nachsichtige Umgang mit dem Team könnte auf der Überzeugung beruhen, dass öffentliche Kritik verunsicherten Spielern wie Julian Brandt oder Jamie Gittens noch mehr Selbstvertrauen rauben würde. Derzeit wird im Umfeld des Teams auch über eine andere Erklärung spekuliert: einen grundlegenden Mangel an körperlicher Fitness. „Es war am Ende auf gar keinen Fall eine Kraftfrage“, behauptete Nico Schlotterbeck zwar, aber dieses Thema wird bleiben, weil es Indizien physischer Schwächen gibt.
So ist in der Bundesliga nur der VfL Bochum weniger gelaufen. Die in der Regel gut informierten Ruhr Nachrichten wollen erfahren haben, dass Kovač am Fitnesszustand seiner Spieler „verzweifelt“. Insofern wäre es aufschlussreich, den BVB am kommenden Mittwoch im Rückspiel in einer Verlängerung spielen zu sehen, wobei diese Wundertütenmannschaft ebenso gut nach 90 Minuten glanzvoll in Lille gewinnen oder eben sehr deutlich verlieren kann. Kovač wird sich an die schwarz-gelben Schwankungen gewöhnen müssen.
Borussia Dortmund erlebt unter Niko Kovac einen leichten Aufschwung. Seit vier Spielen in Serie ist der BVB ungeschlagen, dazu wirkt die Mannschaft auf dem Rasen deutlich gefestigter – auch wenn man den eigenen Ansprüchen immer noch hinterherhechelt.
Doch nicht alle Spieler bei Borussia Dortmund profitieren vom frischen Wind des neuen BVB-Trainers. Ein Sommerzugang fällt unter Kovac komplett hinten ab – ihm droht eine ganz bittere Rückrunde!
Borussia Dortmund: Anton spielt keine Rolle mehr
Zwei Einsätze hat Waldemar Anton bislang unter der Regie von Niko Kovac zu verbuchen. Beim Ersten leitete er mit einem Eigentor die 1:2-Heimniederlage gegen Ex-Klub Stuttgart ein, bei seinem bislang letzten Einsatz stand er gegen Sporting Lissabon genau eine Minute auf dem Platz. Eine ernüchternde Bilanz für den 28-Jährigen, der im Sommer noch als Nachfolger für Mats Hummels geholt wurde.
Auch interessant: Borussia Dortmund: Kovac in Erklärungsnot – plötzlich hagelt es Kritik
Von dieser Rolle ist Anton derzeit allerdings meilenweit entfernt. Stattdessen setzt Kovac derzeit voll auf Nico Schlotterbeck und Emre Can. Weil das Innenverteidiger-Duo zuletzt stark aufspielte, sah sich der BVB-Trainer nicht dazu genötigt, hinten zu rotieren. Nicht einmal durch Rotation während der anstrengenden englischen Wochen schafft er es gerade in die Mannschaft. Dabei wäre ein Spiel wie gegen Aufsteiger St. Pauli wohl die beste Wahl für Kovac gewesen, auch mal Außenseitern eine Chance zu geben.
Wechsel schon im Sommer?
Dass sich an der Situation des Ex-Stuttgarters zeitnah etwas ändert, erscheint deshalb unwahrscheinlich. Helfen könnten derzeit wohl nur Nico Schlotterbeck und Emre Can, die sich mit schwachen Leistungen selbst aus der Startelf kegeln könnten. Das zeichnet sich jedoch nicht ab.
Doch nicht nur auf Klubebene droht dem 28-Jährigen eine echte Seuchensaison. Angesichts Antons zuletzt spärlicher Spielzeit dürfte auch die Nominierung für die kommenden Länderspiele futsch sein. Wenig verwunderlich, dass bereits die ersten Wechselgerüchte um den BVB-Verteidiger ans Tageslicht kommen. Mehr dazu erfährst du hier.
Jetzt ist die Katze aus dem Sack! Seit Borussia Dortmund in der vergangenen Woche ein neues Sondertrikot angekündigt hatte, warteten die Fans sehnlichst auf weitere Infos bezüglich des Verkaufs. Diesem Wunsch kommt der Verein jetzt nach.
Schon in wenigen Tagen ist das neue Jersey zu haben – pünktlich zum Heimspiel gegen den FC Augsburg. Mit dem Trikot will Borussia Dortmund an eine der erfolgreichsten Phasen seiner Vereinsgeschichte erinnern.
Borussia Dortmund zeigt neues Trikot in ganzer Pracht
„Dare to stand out“ – unter diesem Motto präsentiert der BVB das Sondertrikot der diesjährigen Saison in seiner vollen Pracht. Angelehnt an die erfolgreichen Meisterjahre der 90er-Jahre und im unverwechselbaren neongelb zeigen sich Spieler wie Waldemar Anton oder Karim Adeyemi mit der neusten Kreation aus dem Hause Puma.
+++ Vage Kovac-Aussagen – liegt HIER das große BVB-Problem? +++
„Inspiriert vom legendären Trikot der Saison 1994/95, erinnert es an die historische Mannschaft, die nach 32 Jahren erstmals wieder die Meisterschaft holte“, schreibt der BVB. Die vierte Meisterschaft in der Vereinsgeschichte von Borussia Dortmund jährt sich in diesem Sommer zum 30. Mal.
Verkauf startet in Kürze
Einher mit der kompletten Trikot-Enthüllung geht auch die Verkündung über den Verkaufsstart. Interessierte Fans sollten sich daher den 7. März fett im Kalender anstreichen. Ab 10 Uhr sind die Trikots sowohl im Onlineshop als auch in einzelnen Fanshops zu erhalten.
Wer digital bestellen will, dem wird um 10 Uhr ein Platz in der Warteschlange per Zufallsgenerator eingeteilt. Sobald man im Shop ist, hat man zehn Minuten für seine Bestellung Zeit. Das Zufallsprinzip lässt aber bereits jetzt manchen Fan erahnen, der sich über lange Wartezeiten beschweren wird.
Noch mehr Nachrichten liest du hier:
Neben den neuen Trikots, wird Borussia Dortmund auch passende Hosen, Stutzen und andere Accessoires anbieten. Ob die Profis des BVB einen Tag später gegen Augsburg auch mit dem Sondertrikot auflaufen, bleibt weiterhin geheim.
Jamie Gittens befand sich zuletzt im Formtief, kehrt er nun beim BVB zurück ins Rampenlicht? Spannend ist diese Frage aus mehrerlei Hinsicht.
Dortmund – Für Borussia Dortmund war die Champions League in den vergangenen Monaten die Wohlfühloase, die den Ausstieg aus dem grauen Alltag in der Bundesliga ermöglichte. Vor dem Hinspiel im Achtelfinale gegen den OSC Lille am Dienstagabend (21 Uhr, alle TV-Infos) macht sich nun aber ein fast schon ungewohntes Gefühl breit.
Durch die Siege gegen Union Berlin (6:0) und den FC St. Pauli (2:0) sowie insgesamt schon vier Spiele ohne Gegentreffer in sechs Anläufen unter Neu-Trainer Niko Kovač geht der BVB mit vergleichsweise breiter Brust in die Partie. Das gilt freilich nicht für alle Spieler bei den Schwarzgelben.
Jamie Gittens zündet unter BVB-Trainer Niko Kovač noch nicht
Während beispielsweise bei Karim Adeyemi ein eklatanter Formanstieg seit dem Amtsantritt von Kovač sichtbar ist, war Jamie Gittens zuletzt in ein Leistungsloch gefallen. Der Engländer hat die BVB-Offensive in dieser Saison streckenweise mit seinen Einzelaktionen getragen, in den vergangenen Wochen war reichlich Sand in seinem Getriebe.
Starke 15 Scorerpunkte hat Gittens insgesamt auf dem Konto, den letzten allerdings Mitte Januar bei der hochnotpeinlichen Niederlage des BVB gegen Holstein Kiel – also noch unter Ex-Trainer Nuri Şahin. Interimscoach Mike Tullberg und zunächst auch Kovač schenkten dem Flügelstürmer dennoch uneingeschränktes Vertrauen. Erst bei den Siegen gegen Union und auf St. Pauli beorderte Kovač den merklich überspielt wirkenden Gittens auf die Bank.
Kehrt Gittens gegen Lille in die BVB-Startelf zurück?
In beiden Partien kam der U21-Nationalspieler als Joker von der Bank, für die BVB-Aufstellung gegen Lille wird Kovač erneut die Entscheidung zwischen Gittens und Maximilian Beier fällen. Einige Beobachter erwarten, dass sie diesmal zugunsten des ausgeruhten Engländers ausfällt, den die Versetzung auf die Bank motiviert haben sollte.
„Man merkt ihm an, dass er gerade frustriert ist. Am Ende geht es aber um die Mannschaft, das weiß auch Jamie“, versicherte Sportdirektor Sebastian Kehl nach dem Auswärtssieg in Hamburg: „Er ist dennoch unglaublich wichtig für den Klub, hat sich zum Unterschiedsspieler gemacht.“
Gittens soll sich unter BVB-Rekordverkäufe mischen
Die Worte von Kehl kommen nicht von ungefähr, denn die Personalie Gittens hat durchaus das Potenzial, zu einem Politikum zu werden. Schließlich stellt der Jungstar den größten Vermögenswert innerhalb der BVB-Mannschaft dar. Mit Gittens will Dortmund eines Tages große Kasse machen, er soll sich bei den Rekordverkäufen von Ousmane Dembélé (135 Millionen Euro), Jude Bellingham (113) und Jadon Sancho (85) einreihen.
Dass dieser Tag unweigerlich wesentlich früher als geplant in den Fokus rückt, wenn Dortmund in dieser Saison die Qualifikation zur Champions League verpasst, liegt auf der Hand. „Dann macht der BVB ein oder zwei Transfers und alles ist wieder im Lot“, prophezeite Klubchef Hans-Joachim Watzke bereits Anfang Februar.
Auch FC Bayern weiter an Gittens interessiert
Allzu viele Kandidaten für einen hochpreisigen Verkauf gibt es dabei aktuell gar nicht. Neben Adeyemi, der sich zuletzt etwas nebulös zu Wechselgerüchten äußerte, und Torhüter Gregor Kobel drängt sich eben vor allem Gittens auf.
Beim Flügelstürmer kann der BVB laut Medienberichten auf Einnahmen von bis zu 100 Millionen Euro hoffen, weil es für Gittens einen sehr robusten Markt in seiner englischen Heimat gibt.
Der TV-Sender Sky heizte die Gerüchteküche nun am Tag vor dem Hinspiel in der Champions League erneut an. Demnach stelle sich Dortmund auf einen Abschied von Gittens ein, an dem übrigens auch der FC Bayern weiterhin konkretes Interesse hege – allerdings nur zu deutlich geringen Preisen, als sie schon im Umlauf waren.
BVB hofft bei Gittens auf Bieterstreit in England
Sollte der BVB die Champions League wirklich verpassen, besteht definitiv Transferdruck, nicht zuletzt auf der Personalie Gittens. Ob die Schwarzgelben dann die Preise diktieren können, bliebe abzuwarten. Hilfreich wäre ein mehrere Klubs umfassender Bieterstreit in der englischen Premier League, wo den Tottenham Hotspur, dem FC Chelsea, FC Liverpool und Manchester United Interesse nachgesagt wird.
Klar ist auch, dass Gittens idealerweise wieder zur Form finden sollte, sich in den verbleibenden Monaten der laufenden Saison ins Schaufenster spielt. Diese Überlegung stünde nicht im Vordergrund, wenn sich Kovač in der Champions League für Gittens entscheiden sollte, wäre aber als Nebeneffekt nicht von der Hand zu weisen.
Kovač erklärt Pause für BVB-Jungstar Gittens
„Einem Spieler in seinem Alter muss man auch mal erlauben, dass es eine Delle gibt. Dass es auch mal ein körperliches Problem werden kann, wenn man alle drei Tage auf dem Niveau spielt“, sagte Kovač in der UEFA-Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Lille zu Gittens. „Wenn er ausgeruht ist, kann er das zeigen, was er kann.“
Für den BVB wäre gleichzeitig aus sportlicher und aus strategischer Sicht wichtig, dass Gittens schon zwei Spiele Pause reichen. Eine ausgedehnte Zeit in der zweiten Reihe kann sich der Klub eher nicht leisten.
Essen. Der FC Bayern bestreitet gegen Bayer Leverkusen sein sechstes deutsch-deutsches Duell in der Champions League. So lief es für die Münchener.
Deutsch-deutsche Duelle in der Champions League sind sehr selten. Nun stehen sich mal wieder zwei Teams aus der Bundesliga gegenüber. Rekordmeister Bayern München fordert den aktuellen Titelträger Bayer Leverkusen im Achtelfinale. Vor dem Hinspiel in der Arena (21 Uhr/DAZN) ist es an der Zeit, einen Blick in die Europokal-Geschichte zu werfen.
Die Bayern treffen zum sechsten Mal auf einen deutschen Gegner. Die Bilanz der Münchener ist positiv.
Saison 1973/1974: Als Gerd Müller den Grundstein zum ersten Triumph legte
In den 1970er-Jahren spielten die besten Teams noch um den Europapokal der Landesmeister. Und der Name war Programm. Nur wer die heimische Liga auf Platz eins abschloss, durfte teilnehmen. Ausnahme: Auch der Titelverteidiger war in der nächsten Saison wieder dabei.
Gruppenphasen gab es nicht. Es galt der K.o.-Modus. Und so traf Bayern im Achtelfinale auf den DDR-Meister Dynamo Dresden. Torreich lief das Nachbarduell ab. Das Hinspiel im Olympiastadion gewannen die Münchener mit 4:3.
Im Hinspiel führten die Bayern dann durch Uli Hoeneß‘ Doppelpack mit 2:0. Dann drehte Dresden auf, führte auf einmal 3:2. Doch das letzte Wort hatte Gerd Müller. Sein Ausgleich brachte sein Team eine Runde weiter. Am Ende gewannen die Bayern den Wettbewerb zum ersten Mal in der Klubgeschichte.
Saison 1974/1975: Und wieder führte der Weg zum Titel über die DDR
Der Titelverteidiger musste auch im Jahr drauf zu einem Achtelfinal-Spiel in die DDR reisen. Diesmal ging es gegen den 1. FC Magdeburg mit Jürgen Sparwasser, der kurz zuvor das deutsch-deutsche Duell bei der WM 1974 entschieden hatte.
Wiederum hatte der FC Bayern große Probleme. Im Hinspiel zitterte sich der Klub zu einem 3:2, das Rückspiel an der Elbe gewannen die Münchener mit 2:1.
Gerd Müller war der überragende Mann in Hin- und Rückspiel. Der Angreifer bombte vier seiner Abschlüsse ins Tor. Am Saisonende konnte Müller und Co. erneut den Henkelpott ihren Fans präsentieren.
Saison 1997/1998: Stéphane Chapuisat bringt das Westfalen-Stadion zum Beben
Es war in der Frühphase der Champions League. Borussia Dortmund hatte den Wettbewerb im Mai 1997 gewonnen. Als Titelverteidiger trafen die Schwarz-Gelben in der folgenden Saison auf den Deutschen Meister Bayern München.
Es war ein Viertelfinale ohne großes Spektakel. In der bayerischen Landeshauptstadt gab es ein 0:0. So stand es nach 90 Minuten auch beim Rückspiel in Dortmund.
Es kam zur Verlängerung: In der 109. Minute hatte dann Stéphane Chapiusat seinen großen Auftritt. Der Dortmunder Fanliebling traf zum 1:0. Dortmund kam weiter und scheiterte im Halbfinale an Real Madrid.
Saison 1998/1999: Stefan Effenberg und Mario Basler wirbeln Kaiserslautern durcheinander
Die Champions League öffnete sich bald auch für Vizemeister und Drittplatzierte. Und so war der FC Bayern mal wieder dabei, auch wenn der 1. FC Kaiserslautern zuvor überraschend die Meisterschaft geholt hatte.
Das Viertelfinale im März 1999 war eine klare Nummer. Nach dem 2:0 im Hinspiel fuhren die Bayern selbstbewusst zum Betzenberg und wirbelten den Gegner durcheinander. Stefan Effenberg und Mario Basler führten die Gäste zu einem 4:0.
Die Bayern zogen ins Endspiel ein, sahen dort schon wie der Sieger aus. Doch dann erzielte Manchester United zwei späte Tore. Und ganz München weinte.
Saison 2012/2013: Als Arjen Robben sich in Wembley einen Heldenstatus erwarb
Die Bilder gingen um die Welt: Der heutige BVB-Geschäftsführer Lars Ricken und Bayern-Ikone Paul Breitner trugen den Henkelpott ins Wembley-Stadion. Beide hatten eine Ritterrüstung an.
Es war die Ouvertüre zu einem spektakulären deutsch-deutsch Finale mit Topchancen auf beiden Seiten. Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller und Bayerns Nummer eins Manuel Neuer zeigte überragenden Paraden.
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Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Mario Mandzukic die Bayern in Führung. Ilkay Gündogan traf per Foulelfmeter zum Ausgleich. Und dann kam in der Schlussphase der große Auftritt von Arjen Robben. Der Niederländer überwand Weidenfeller – und erwarb sich mit seinem Siegtor einen Heldenstatus bei den Bayern-Fans.
Daniel Svensson fällt vorerst aus. Wie sein Klub Borussia Dortmund am Tag nach dem Champions-League-Spiel gegen Lille mitteilt, hat sich der 23-Jährige in dieser Partie eine Innenbandverletzung im Knie zugezogen.
Wie lange der Schwede genau ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Zumindest mal bis zur anstehenden Länderspielpause werde Svensson keinen Einsatz mehr absolvieren. Die nächsten drei Pflichtspiele (Augsburg, Rückspiel Lille, Leipzig) ist er somit auf jeden Fall zum Zuschauen gezwungen.
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren
Die FIFA setzt große Hoffnungen auf ihre neue Klub-WM – und lockt mit gewaltigen Summen. Wie der Weltverband am Mittwoch bestätigt hat, wird ein Preisgeld von einer Milliarde US-Dollar ausgeschüttet werden.
Der Siegerpokal bei der FIFA Klub-WM.
IMAGO/Sportimage
“Das robuste finanzielle Fundament, um den Fußball weltweit voranzubringen, stand beim Treffen des FIFA-Rates im Rampenlicht”, schreibt die FIFA am Mittwoch in einer Verbandsmitteilung und bestätigt dabei, dass der Jahresbericht 2024 einstimmig genehmigt worden sei – “einschließlich des überarbeiteten Haushaltsziels von 13 Milliarden US-Dollar für den Zyklus von 2023 bis 2026, von dem fast 90 Prozent wieder in den Fußball reinvestiert werden sollen.”
Der neue Haushalt gehe davon aus, dass die FIFA “Einnahmen in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar aus der Klub-Weltmeisterschaft 2025” einstreichen wird, was “einen neuen Maßstab für den globalen Klubfußball setzen wird”.
Auf satte Mehreinnahmen dürfen sich auch die teilnehmenden Klubs freuen, denn der Weltverband bestätigt, dass “eine Milliarde US-Dollar an die teilnehmenden Klubs ausgeschüttet” werden sollen. Außerdem soll “ein Solidaritätsmechanismus” implementiert werden, “der dem Klubfußball auf der ganzen Welt” zugutekomme.
Zum Vergleich: Für die Männer-WM 2022 in Katar hatte die FIFA ein Preisgeld von 440 Millionen US-Dollar ausgerufen – das ist nicht einmal die Hälfte von dem, was nun bei der Klub-WM ausgeschüttet wird. Andererseits schüttet der europäische Kontinentalverband UEFA im Rahmen der neu formierten Champions League insgesamt 2,47 Milliarden Euro aus.
Infantino verspricht das “Maß der Dinge des Klubfußballs”
Wenn es nach FIFA-Präsident Gianni Infantino geht, dann soll die Klub-WM nicht weniger als das “Maß der Dinge des Klubfußballs” werden und darüber hinaus soll von dem Wettbewerb der Klubfußball “in einem Ausmaß profitieren, wie es noch bei keinem anderen Wettbewerb der Fall war”. Infantino betonte auch, dass “alle durch das Turnier erzielten Einnahmen an die teilnehmenden Vereine” und über einen Solidaritätsmechanismus weltweit verteilt werden, “da die FIFA keinen einzigen Dollar” einbehalten wird.
Die finanziellen Reserven der FIFA, “die für die globale Fußballentwicklung vorgesehen sind, bleiben unangetastet. Gleichzeitig tätigen wir im Zyklus 2023 bis 2026 eine Rekordinvestition von fast 2,3 Milliarden US-Dollar in das FIFA-Forward-Programm. Damit werden wir bis 2026 seit 2016 die beispiellose Summe von bis zu 5,1 Milliarden US-Dollar für die Fußballentwicklung zur Verfügung stellen.”
Bayern und BVB dürfen sich freuen
Vom 15. Juni bis 13. Juli 2025 findet erstmals eine Klub-WM mit 32 Mannschaften statt und löst das bisherige Format ab – die FIFA hatte lange für das Turnier, das analog zur WM alle vier Jahre stattfinden soll, gekämpft. Ausgetragen wird das Megaevent in den USA, Mexiko und Kanada. Mit dem FC Bayern München und Borussia Dortmund sind zwei deutsche Mannschaften vertreten – und können sich entsprechend auf satte Mehreinnahmen freuen.
“Teil des Gesamtproblems”: Warum sich der BVB gegen Lille schwertat
Borussia Dortmund hat im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Lille 1:1 gespielt – dabei wäre für den BVB mehr drin gewesen. Wieso hatte Schwarz-Gelb nach der Pause Probleme mit den Franzosen und wie stehen die Chancen fürs Rückspiel? kicker-Reporter Patrick Kleinmann schätzt die Lage ein.
vor 10 Stunden
10:18 Minuten
Wie viel genau welcher Klub erhalten wird, ist noch unklar, denn zum Verteilungsschlüssel machte die FIFA keine Angaben. Die britische Zeitung The Independent berichtet jedoch, dass die Gelder nicht gleichmäßig unter den 32 Klubs verteilt werden, vielmehr sei der Plan, dies nach Konföderationen zu staffeln (Europa stellt mit zwölf Teams das größte Kontingent). Mehrere Hundert Millionen US-Dollar sollen abhängig von der sportlichen Leistung ausgezahlt werden.
Wie das Turnier genau finanziert werden soll, dazu machte die FIFA bislang wenig bis keine Angaben. Zuletzt waren aber vereinzelt Sponsoren präsentiert worden. Die weltweiten Übertragungsrechte an den 63 Spielen hat sich DAZN für kolportiert eine Milliarde US-Dollar (950 Millionen Euro) gesichert. Der Streaming-Anbieter überträgt für alle Fans gratis.
Der Fußball-Weltverband FIFA will eine Milliarde US-Dollar (930 Millionen Euro) Preisgeld an die 32 Teilnehmer bei der Club-WM in diesem Sommer ausschütten. Das beschloss das FIFA-Council laut einer Mitteilung. Wie viel die einzelnen Teams wie der FC Bayern München und Borussia Dortmund alleine für die Teilnahme am Turnier in den USA erhalten und wie sich das Preisgeld verteilt, wurde weiter offengelassen.
FIFA erwartet Einnahmen von zwei Milliarden
Zusätzlich soll es Solidaritätszahlungen geben, deren Höhe noch nicht mitgeteilt wurde. Es wird erwartet, dass 100 Millionen US-Dollar auf diesem Wege ausgeschüttet werden.
Insgesamt rechnet die FIFA mit zwei Milliarden US-Dollar an Einnahmen durch die ausgeweitete Club-WM. «Sämtliche Einnahmen aus dem Turnier werden an die teilnehmenden Clubs sowie über den Solidarmechanismus weltweit verteilt», sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. «Die FIFA wird keinen einzigen Dollar einbehalten. Die Reserven der FIFA, die der globalen Fußballentwicklung dienen, bleiben unangetastet.»
Das Turnier vom 15. Juni bis 13. Juli (MESZ) ist die Generalprobe für die WM 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko gespielt wird. Der Streamingdienst DAZN überträgt alle Spiele kostenlos.
Neuigkeiten bei Club-Turnieren für Fußballerinnen
Zudem verschob das FIFA-Council, dem auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf angehört, die geplante erste Ausgabe der Frauen-Club-WM von 2026 auf 2028. Dies sei «nach intensiven Beratungen mit den Konföderationen und Schlüsselakteuren» geschehen, teilte der Weltverband mit. An dem Turnier nehmen 19 Teams teil, darunter sechs aus Europa.
In den Jahren ohne Club-WM soll es bei den Fußballerinnen ein Turnier für die sechs Sieger der kontinentalen Vereinswettbewerbe geben, den FIFA-Meisterpokal. Die erste Auflage findet vom 28. Januar bis 1. Februar 2026 statt.
Nach seinem Rückzug als Amazon-Experte bei BVB-Spielen könnte Matthias Sammer nun überraschend vor einem Comeback stehen. Droht damit neuer Ärger zwischen ihm und Borussia Dortmund?
Matthias Sammer steht erneut im Mittelpunkt einer Diskussion um seine Doppelrolle als Berater von Borussia Dortmund und TV-Experte für Amazon Prime. Nachdem er zuletzt bei mehreren Übertragungen der Champions-League-Spiele des BVB nicht im Einsatz war, gibt es nun Spekulationen über eine mögliche Rückkehr in die Expertenrunde des Streaminganbieters – sehr zum Unmut des BVB.
Der Streit begann im Januar nach der 1:2-Niederlage von Borussia Dortmund gegen den FC Bologna. Sammer analysierte die Partie für Amazon Prime und ging dabei hart mit der Mannschaft ins Gericht. Er sprach von einer „Nicht-Verfassung“ des Teams und kritisierte den Auftritt in deutlichen Worten. Die Folge: Die Vereinsführung um Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Lars Ricken war unzufrieden mit Sammers öffentlicher Kritik.
Intern soll es laut Berichten zu einer klaren Ansage gekommen sein: Der 57-Jährige musste sich zwischen seinen beiden Rollen entscheiden. Der BVB stellte ihm ein Ultimatum – entweder er bleibt Berater des Klubs oder er setzt seine Tätigkeit als Amazon-Experte bei Dortmunder Spielen fort. Sammer entschied sich für die Beraterrolle und war seitdem bei Amazon nicht mehr vor der Kamera zu sehen, wenn der BVB spielte. Auch beim jüngsten Achtelfinal-Hinspiel gegen den OSC Lille (1:1) blieb der ehemalige BVB-Trainer dem Prime-Video-Expertenteam fern.
Kehrt Sammer als Amazon-Experte zurück?
Nun berichten die Ruhr Nachrichten, dass Amazon Prime Sammer gerne wieder in seine Expertenrunde aufnehmen würde. Der Streamingdienst schätze seine meinungsstarken Analysen und würde ihn künftig erneut bei BVB-Spielen einsetzen wollen. Sollte es dazu kommen, droht neuer Ärger mit Borussia Dortmund, da der Interessenkonflikt erneut aufflammen könnte.
Amazon selbst äußerte sich zur Personalie des BVB-Beraters mit folgendem Statement: „Sammer ist Teil unseres Prime Video-Expertenteams. Wie schon in den vergangenen UCL-Spielzeiten bei Prime Video rotieren wir das Expertenteam über die Saison hinweg.“
Das lässt Spielraum für Interpretationen. Klar ist: Eine endgültige Entscheidung über Matthias Sammers zukünftige Rolle ist noch nicht gefallen. Allerdings bleibt ungewiss, wie viele Dortmunder Champions-League-Partien Amazon in naher Zukunft überhaupt noch übertragen wird – denn die Qualifikation des BVB für die Königsklasse in der nächsten Spielzeit ist alles andere als sicher.