Joshua Kimmich fehlt beim Sieg des FC Bayern München in Stuttgart (3:1). Jetzt wartet in der Champions League Meister Bayer Leverkusen.
Wir Kimmich fit für den Königsklassen-Kracher?
Sein Fehlen hatte jedoch keine sportlichen oder taktischen Gründe, sondern war auf eine Verletzung zurückzuführen. Der Mittelfeld-Anführer musste wegen seiner Sehnenverletzung im Oberschenkel, die er sich beim 4:0 gegen Eintracht Frankfurt zuzog, pausieren und blieb in München.
In Kiel fehlte Nathan Tella (25) noch wegen Hüftproblemen. Beim 4:1 von Bayer Leverkusen in Frankfurt kehrte der Angreifer in die Startelf zurück und erzielte das 1:0.
„Jeder Sieg ist wichtig. Wir sind in der Tabelle Zweiter und wollen immer mehr Druck auf Bayern ausüben. Wir müssen weiter Spiele gewinnen. Wir haben das gegen Frankfurt mit einer guten Leistung geschafft, alle sind glücklich“, meinte Tella.
BILD Sport vom 02.03.2025: So reagiert Rolfes auf das Wirtz-Werben der Bayern
Quelle: BILD02.03.2025
Wie realistisch ist es, die Bayern im Titel-Rennen noch einzuholen?
„Sie haben wieder gewonnen. Es sind immer noch acht Punkte“, sagt Tella, um dann klarzustellen, dass er den Meistertitel noch nicht angeschrieben hat: „Alles ist möglich. Ich habe es oft gesehen, dass Teams am Ende noch eingebrochen sind. Wenn wir uns nur auf das fokussieren, was wir können, gibt es keine Gründe, warum wir den Druck nicht weiter erhöhen können.“
Wie groß ist die Vorfreude aufs Achtelfinal-Duell in der Champions League gegen die Bayern?
Tella: „Jeder freut sich darauf.“ Grundsätzlich sagt Tella: „Ich bin froh über alle Spiele, die ich spielen darf. Am Anfang der Saison habe ich nicht viel gespielt und jetzt bekomme ich mehr Minuten im Team.“ Deshalb sagt der in England geborene Nationalspieler Nigerias: „Ich bin glücklich mit mir selbst und darüber, dass das Team gute Ergebnisse erzielt. Das ist das Wichtigste. Wir können einfach so weitermachen.“
Und wie denkt Tella über den Zoff zwischen Victor Boniface und Emiliano Buendia kurz vor Schluss?
„Ich habe es nicht gesehen“, sagt Tella, der zu diesem Zeitpunkt ausgewechselt auf der Bank saß. Und: „Ich habe nach unten geschaut und meine Socken gesucht. Ich bin nicht sicher, worum es ging. Es ist Fußball, die Emotionen gehen schon mal hoch. Wir haben ein tolles Team, tolle Spieler – und alle wollen spielen. Vielleicht schauen wir bald zurück und können alle darüber lachen.“
Leverkusen – Bahnt sich bei Double-Sieger Bayer 04 Leverkusen etwa eine faustdicke Überraschung an? Zumindest zeigt sich Sportchef Simon Rolfes (43) offen für einen möglichen Wechsel.
Er sei mit seinen 43 Lenzen in seinem aktuellen Job vergleichsweise jung und habe daher noch große Pläne, verrät Rolfes im Interview mit TV-Sender Welt.
Hinzu kommt: Der Bayer-Sportchef war während seiner Spielerkarriere ausschließlich in Deutschland aktiv.
“Dass da das Ausland für mich irgendwann mal interessant ist bei einem großen Klub, das will ich nicht verneinen”, betont der 43-Jährige.
Bayer 04 Leverkusen
Falls Top-Star wechselt: Bayer 04 hat wohl diesen Ex-Leipziger im Visier!
Die Bayer-Fans dürfen aber aufatmen: Momentan könne er sich diesen Schritt noch nicht vorstellen, so Rolfes.
Ebenfalls im Verein bleiben soll Nationalspieler Jonathan Tah (29). Der Innenverteidiger soll zwar vor einen Sommer-Wechsel zum FC Barcelona stehen, abhaken will Rolfes einen Verbleib des 29-Jährigen am Rhein aber noch nicht.
“Dass sein Vertrag ausläuft und wir davon ausgehen müssen, dass er den Verein wechselt, ist im Moment die Ausgangssituation”, meint der Sportchef. Er gibt aber auch zu Bedenken: “Vielleicht gibt es ja noch einen kleinen Spalt, wo wir nochmal hereinkommen.”
Große Neuzugänge im Kader des Meisters sind laut Rolfes in der kommenden Zeit indes nicht zu erwarten. “Leider sind unsere Taschen längst nicht so tief für Spieler wie die von Bayern München. Das können wir uns wirtschaftlich nicht leisten”, betont der 43-Jährige.
Bayer 04 Leverkusen
Victor Boniface sorgt bei Bayer-Gala für Schubs-Eklat: So bewertet Trainer Alonso die Szene
Angesprochen auf das Werben um Florian Wirtz (21) meint er: “Florian weiß, wie sehr wir ihn wertschätzen. Er ist unsere Nummer 10 und unser Spielmacher. Das weiß er auch, und das ist eine gute Basis für Gespräche.”
Bayer trifft auf Pokalschreck – Topspiel in Stuttgart
Aktualisiert am 02.03.2025 – 19:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Florian Wirtz: Für den Nationalspieler geht es Anfang April nach Bielefeld. (Quelle: IMAGO/Grant Hubbs)
Der DFB-Pokal hatte im Viertelfinale wieder einige packende Partien und Überraschungen parat. Nun steht fest, wie die Partien für das Halbfinale aussehen.
Bayer Leverkusen trifft im DFB-Pokal-Halbfinale auf Drittligist Arminia Bielefeld und muss damit auf die Alm. Das ergab die Auslosung am Sonntag. In Stuttgart kommt es parallel zum Topspiel gegen Rasenballsport Leipzig. DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig, der neben Losfee Gerald Asamoah bei der Auslosung zu Gast war, sagte: “Bis auf Leipzig können alle zufrieden sein.”
Bielefeld-Manager Michael Mutzel kommentierte das Los in der ARD mit Respekt: “Es waren drei schwierige Aufgaben, die kommen konnten. Leverkusen ist die schwierigste. Wir freuen uns, den Doublesieger begrüßen zu dürfen.”
Gleichzeitig wollte Mutzel aber optimistisch bleiben: “Wir haben schon drei Bundesligisten geschlagen, jetzt kommt nochmal eine Kategorie höher. Aber es sind 90 Minuten, da kann alles passieren.”
Arminia Bielefeld hat bereits Union Berlin (2. Runde), den SC Freiburg (Achtelfinale) und jüngst Werder Bremen (Viertelfinale) im heimischen Stadion rausgeworfen. In der 1. Runde hatten sich die Ostwestfalen gegen den ambitionierten Zweitligisten Hannover 96 durchgesetzt.
Als Favorit auf den Pokal gilt Titelverteidiger Bayer Leverkusen, der unter anderem den FC Bayern auf dem Weg ins Halbfinale geschlagen hatte. Aber: Im Viertelfinale wäre die “Werkself” von Trainer Xabi Alonso fast gegen Zweitligist Köln ausgeschieden. Erst in der Verlängerung rettete sich Leverkusen.
Aber auch Stuttgart und Leipzig rechnen sich gute Chancen aus. Letztere könnten in Stuttgart zum fünften Mal in den vergangenen sieben Jahren ins Endspiel einziehen.
Ausgetragen werden die Partien am 1. und 2. April. Das Finale findet am 24. Mai im Berliner Olympiastadion statt.
Joshua Kimmich (30) ist teilweise zurück im Teamtraining. Am Sonntag um 13.58 Uhr betrat er den Platz an der Säbener Straße.
Nachdem er sich 20 Minuten mit der Mannschaft aufwärmte, trainierte Kimmich danach individuell auf dem Nebenplatz mit Athletik-Coach Stephan Kerth (36). Ein gutes Zeichen vor dem Achtelfinal-Hinspiel gegen Bayer Leverkusen am Mittwoch (21 Uhr/DAZN).
Gute Kimmich-Nachrichten bei Bayern!
Der Mittelfeld-Leader hatte zuletzt wegen einer Sehnenverletzung im Oberschenkel gefehlt. Beim 3:1 in Stuttgart stand er nicht im Kader – erstmals seit über einem Jahr! Statt mit der Mannschaft zu reisen, arbeitete er bereits am Freitag individuell an seinem Comeback. Das Training am Sonntag sah aber nach einem deutlichen Fortschritt aus.
Joshua Kimmich (30) mit Athletik-Coach Stephan Kerth (36)
Foto: Dennis Brosda
Die Bayern gaben sich nach dem Sieg in Stuttgart schon optimistisch, was ein Kimmich-Einsatz gegen Leverkusen angeht. Sportvorstand Max Eberl (51) sagte: „Es sieht nicht schlecht aus.“ Trainer Vincent Kompany (38) machte sogar klar: „Es sieht gut aus. Jo ist robust. Wenn alles gut geht, dann haben wir Jo zur Verfügung.“
Leverkusens Stürmer Victor Boniface (l.) attackiert Mitspieler Emiliano Buendia.
Quelle: SVEN SIMON
Der deutsche Meister hätte allen Grund zur Freude gehabt. Doch nach dem überzeugenden 4:1-Sieg von Bayer Leverkusen bei Eintracht Frankfurt war Xabi Alonso erst einmal als Streitschlichter gefragt. Nach Abpfiff versuchte der Trainer, seinen noch immer erzürnten Stürmer Victor Boniface zu beruhigen, der war kurz zuvor auf dem Feld mit dem eingewechselten Emiliano Buendía aneinandergeraten und hatte seinen Teamkollegen gar weggeschubst.
Aus etwas Kleinem machen wir nichts Großes. Das kann passieren. Wir bleiben ruhig.
„
Xabi Alonso
Auslöser des Zwists war, dass sich der Nigerianer und der Argentinier bei einer Torchance in der Nachspielzeit gegenseitig im Weg gestanden hatten. Es folgte eine gestenreiche Diskussion – und ein Schubser von Boniface, der zudem mit erhobenem Zeigefinger auf seinen Teamkollegen zuging. “Boni wollte schießen”, erklärte Alonso. Bei Sky ergänzte er, dass es normal sei, dass im Fußball “Leidenschaft” gezeigt werde.
Im Gipfeltreffen spielt nur der amtierende Meister vom Rhein. Im Abschluss lässt Leverkusen aber zu viel liegen und muss sich mit einem torlosen Unentschieden begnügen.17.02.2025 | 14:37 min
Rolfes kritisiert Boniface
Auch Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes verwies auf den Wunsch nach “einer Mannschaft, die lebt”, kritisierte aber gleichwohl: “Trotzdem muss Boni ihn nicht wegstoßen.” Abwehrchef Jonathan Tah sagte im ZDF: “Das sind Emotionen. Jeder will sein Tor machen.”
Alonso stellte klar: “Das Wichtigste sind die Mannschaft, die Leistung und das Ergebnis.” Damit Letzteres auch am Mittwoch (21 Uhr) beim Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Bayern München stimmt, wird er indes darauf hoffen, dass teaminterne Zwischenfälle wie am Samstag vermieden werden.
Bundesliga: 24. Spieltag
:Union Berlin – Kiel im Liveticker
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“Großer Respekt” vor Bayern
“Wir sind nicht dumm”, antwortete Alonso auf die Frage, ob man denke, dass man im Duell der nationalen Rivalen Favorit sei. “Wir müssen großen Respekt haben”, übte sich der Spanier vor dem mit Spannung erwarteten Achtelfinal-Hinspiel in München in Zurückhaltung.
Ähnlich äußerte sich Mittelfeldstratege Granit Xhaka, der die Favoritenrolle beim souveränen Tabellenführer der Fußball-Bundesliga sieht. “Für mich ist die Mannschaft Favorit, die auf dem ersten Platz steht. Und das sind nicht wir momentan, sondern das ist Bayern München. Dementsprechend sind sie der Favorit”, sagte der Schweizer im ZDF.
Granit Xhaka nach dem Spiel Eintracht Frankfurt gegen Bayer Leverkusen im sportstudio-Interview mit Lili Engels.01.03.2025 | 4:05 min
Alonsos starke Bilanz gegen Bayern
Die Favoritenrolle versuchten die Leverkusener elegant auf den Gegner abzuwälzen – trotz der Bayern-Bilanz von Alonso, die aus Sicht der Münchner erschreckend ist. Drei Siege, drei Unentschieden holte der 43-Jährige als Coach bislang gegen den deutschen Rekordmeister.
“Wir sind zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir sie schlagen können”, sagte Mittelfeldspieler Aleix Garcia, der in Frankfurt zum 4:1 traf. Beim 0:0 vor gut zwei Wochen in der Bundesliga dominierte Bayer den FC Bayern nach Belieben – nur die Tore fehlten, um das Meisterrennen noch einmal spannend zu machen.
Die wichtigsten Spiele der Champions League gibt es immer mittwochs ab 23 Uhr bei sportstudio.de und bei ZDFheute im Video.
Quelle: Reuters
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Bayern wachsen ohne Kimmich: “Es brennt” vor Leverkusen
Aktualisiert am 02.03.2025 – 11:48 UhrLesedauer: 3 Min.
Großer Druck: Vincent Kompany erlebt gerade ganz wichtige Saisonwochen. (Quelle: Tom Weller/dpa/dpa-bilder)
Der Bayern-Sieg in Stuttgart sendet vielfältige Signale – im Meisterkampf, vor dem Leverkusen-Kracher und beim Probelauf ohne den Mittelfeldchef. Beim Trainer entladen sich Emotionen.
Der völlig losgelöste Jubelsprint von Trainer Vincent Kompany nach dem dritten Bayern-Tor in Stuttgart sagte viel mehr aus als alle Worte nach dem Spiel. Der emotionale Ausbruch des sanften Riesen aus Belgien beim 3:1 (1:1) des Bundesliga-Primus” offenbarte in eindrucksvollen Bildern den immensen Druck, der auf dem Münchner Fußball-Kessel ist.
Gleich in dreifacher Hinsicht war der hart erarbeitete und erzwungene Erfolg im Bundesliga-Südgipfel wichtig. Er bedeutete einen weiteren großen Schritt zum 34. Meistertitel. Dazu schaffte er ein richtig gutes Gefühl für die Champions-League-Kraftprobe mit dem neuen nationalen Rivalen Bayer Leverkusen.
Und drittens zeigte der Auftritt beim Vizemeister der Vorsaison, dass Kompanys Gruppe nicht nur ohne eine Führungsfigur wie Joshua Kimmich abliefern kann, sondern sich von einer möglichen Wende im Poker der Münchner Vereinsbosse mit dem Bayern-Kapitän in spe nicht zerreißen und vom Teamerfolg ablenken lässt. “Wir sind gewachsen in diesem Spiel”, lautete Kompanys zentraler Satz.
Seinen so noch nicht gesehenen Sturmlauf auf den Rasen nach dem Last-Minute-Tor von Kingsley Coman nannte der 38-Jährige “einfach Emotion”. Es brach einfach aus ihm heraus. “Keine Ahnung: Ich war an der Seitenlinie – und auf einmal an der Eckfahne.”
Auch Sportvorstand Max Eberl stach die Szene als Beobachter auf der Stadion-Tribüne ins Auge. Und er interpretierte sie als ein ganz wichtiges Zeichen in vorentscheidenden Saisonwochen. “Als Gruppe stehen wir zusammen. Das ist die Basis für jeden Erfolg – auf und neben dem Platz”, verkündete Eberl.
Leverkusen kann kommen, verkündete Kompany mit Blick auf das Achtelfinal-Hinspiel am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) in der Münchner Arena: “Es brennt, wir wollen diese Spiele spielen!” Kapitän Manuel Neuer sprach in Stuttgart von einem “erwachsener” gewordenen Bayern-Ensemble. “Die Team-Mechanismen funktionieren gut.” Auch ein 0:1-Rückstand wurde mental robust gemanagt.
Und es ging eben auch ohne Kimmich. Es war ein Probelauf in der Gegenwart, der zur Bayern-Zukunft werden könnte. Der Knall des laut Medienberichten vom Münchner Aufsichtsrat um Ehrenpräsident Uli Hoeneß zurückgezogenen Vertragsangebotes an den Nationalspieler hallt nach. Der Gesprächsfaden der Verantwortlichen um Eberl mit Kimmich ist trotzdem nicht abgerissen.
Sportdirektor Christoph Freund sprach von einer “sehr zeitnahen” Entscheidung. Geht der Mittelfeldchef im Sommer nach zehn Bayern-Jahren ablösefrei? Oder verlängert er doch noch, wenn das Gehalt stimmt?
“Es steht generell keiner über dem Verein”, verdeutlichte Eberl. “Und wenn ein Spieler sich anders entscheidet, dann wird es auch weitergehen beim FC Bayern.” Aber an diesem Punkt sei man noch nicht: “Wir sprechen!” Eberl sagte außerdem: “Im Verein wissen wir alle, was wir an Joshua haben.”
Ein klares Bekenntnis zum FC Bayern – wie es Jungstar Jamal Musiala schon frühzeitig in den Verhandlungen intern gab – möchten einige Bosse auch von Kimmich hören. Neuer sieht freilich immer noch Zeit für eine Einigung. Der Poker ist auch im Team mehr als ein Tuschelthema. “Jo ist nicht der normalste Spieler, den es gibt. Er ist schon lange in unserer Mannschaft. Er ist ein wichtiger Faktor”, bemerkte der Teamsenior zu Kimmichs Teambedeutung.
Granit Xhaka erwies sich auch nach dem Abpfiff, als er mit Badeschlappen an den Füßen und entspanntem Lächeln durch die Katakomben der Frankfurter Arena schritt, als cleverer Zeitgenosse, der sich – wie zuvor auf dem Spielfeld – in keine Falle locken ließ.
Mit einer Beharrlichkeit, die ihm auch in der Begegnung mit der Eintracht maßgeblich weitergeholfen hatte, absolvierte der Schweizer Profi die Fragerunde vor den TV-Kameras – und ließ sich trotz einer das Leverkusener Selbstbewusstsein weiter stärkenden Vorstellung zu keiner übermütigen Aussage hinreißen. Als „Spiele auf Augenhöhe“ bezeichnete der Zweiunddreißigjährige, der beim 4:1-Sieg am Samstagabend wie ein Schwungrad für die nötige Antriebsenergie im Mittelfeld der Bayer-Elf gesorgt hatte, die anstehende Auseinandersetzung mit dem FC Bayern im Achtelfinale der Champions League an diesem Mittwoch (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei DAZN).
„Momentan“, formulierte Xhaka seine Wahrscheinlichkeitstheorie, liege die Chance auf einen prestigeträchtigen Erfolg im Duell mit dem Münchner Branchenprimus bei „fifty-fifty“. Wobei für ihn, wie er anfügte, üblicherweise derjenige die Last der Favoritenrolle zu schultern habe, „der auf dem ersten Platz steht“ – und das sind seit dem dritten Spieltag Mitte September die Münchner, die aktuell acht Punkte vor der Werkself rangieren, die als Titelverteidiger mittlerweile aber in 22 Bundesligaspielen in Serie ungeschlagen blieb. In Frankfurt legten sie – nicht zuletzt dank Xhaka – ein weiteres Zeugnis ihres ausgeprägten Ehrgeizes ab.
Bei Xhaka laufen die Fäden zusammen
„Wir haben heute eine absolute Top-Mannschaft gegen uns gehabt“, sagte Eintracht-Torwart Kevin Trapp auf die Frage nach den Gründen, warum sein Team wie eine Woche zuvor in München hoffnungslos unterlegen geblieben war: „Sie sind unglaublich effektiv, zielstrebig. Das ist schon sehr gerade und mit viel Plan dahinter.“ Von der Leverkusener Entschlossenheit in allen Bereichen des Platzes und Phasen der Partie könne sich die Eintracht „noch ein bisschen was abschauen“, sagte Trapp. Alonsos Kreativkollektiv, das auch die Kunst des Kämpfens beherrsche, „war ein bis zwei Klassen stärker und hat einen sehr erwachsenen, abgezockten Fußball gespielt“.
Bei Xhaka liefen dabei die Fäden zusammen. Das 1:0 durch Nathan Tella (26. Minute) legte er mit einem präzisen Pass in die Lücke der Eintracht-Abwehrkette auf, vor dem 3:0 durch Patrik Schick (33.) ebnete er mit Übersicht Alejandro Grimaldo den Weg. Seine Statistik wies, nachdem er in der 77. Minute ausgewechselt worden war, als der Sieg in Anbetracht der Leverkusener Dominanz nicht mehr in Gefahr zu geraten drohte und Trainer Xabi Alonso ihn für kommende Aufgaben etwas mehr Erholungspause gönnte, eine Laufleistung von zehn Kilometern, 82 Ballkontakte und eine Passquote von 91 Prozent auf.
„Ich bin fit“, begründete Xhaka seine Topform in der Rückrunde, „vielleicht fitter als letztes Jahr.“ Zudem komme ihm die taktische Herangehensweise unter Alonso entgegen. „Wir gehen dieses hohe Pressing und spielen auch mal riskant eins gegen eins“, sagte Xhaka, den die Summe an individueller Qualität für die Schlussphase der Saison optimistisch stimmt: In allen drei Wettbewerben „ist sehr viel drin“, sagte er. Als Nächstes seien sie auf jeden Fall „stabil genug, um die Bayern zu ärgern“. Mit Widerspruch für diese These musste der Bayer-Kraftprotz nicht rechnen.