Leverkusen – Nach dem glücklichen Punktgewinn beim Titelrivalen genossen Jamal Musiala und Co. die Meistergesänge der mitgereisten Fans, Leverkusens Jungstar Florian Wirtz verstand dagegen die Welt nicht mehr. Nach einer wahren Abwehrschlacht retteten die Münchner ein 0:0 bei Titelverteidiger Bayer ins Ziel und machten vermutlich den vorentscheidenden Schritt Richtung 34. Meisterschaft.
Ein Taktik-Kniff von Meistercoach Xabi Alonso und eine Vielzahl an Leverkusener Chancen reichten nicht, um zumindest für einen Hauch Spannung im Titelrennen zu sorgen. Nach 22 Spieltagen bleibt das Team von Trainer Vincent Kompany acht Punkte vor der Werkself, die zum zweiten Mal am Stück sieglos blieb. Einen solchen Vorsprung zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft hat noch nie eine Mannschaft eingebüßt.
„Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis. Natürlich haben wir selbst wenig kreiert. Leverkusen hat einen guten Tag gehabt. Sie haben uns unter Druck gesetzt. (…) Am Ende gehen wir mit einem Punkt nach Hause. Der ist vielleicht glücklich. Wichtig war, dass wir dieses Spiel nicht verlieren“, sagte Bayern-Keeper Manuel Neuer und Jamal Musiala ergänzte: „Am Ende sind wir mit einem Punkt rausgegangen und die acht Punkte bleiben gleich.“
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus zeigte sich verwundert ob der Leverkusener Überlegenheit. Das habe er noch nie erlebt. „Nicht einmal zu meiner Zeit. So harmlos nach vorne. (…) Bayern München hat 0:0 gewonnen“, sagte der Sky-Experte.
Torjäger Schick und Boniface auf der Bank
Alonso blieb im mit Spannung erwarteten Spitzenspiel zwar im sechsten Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Club als Trainer unbesiegt. Doch auch ein Griff in die Trickkiste vor dem Spiel brachte seinem klar überlegenen Team nicht den dringend benötigten Sieg. Seine Torjäger Patrik Schick und Victor Boniface ließ der Baske überraschend auf der Bank. Erst in der Nachspielzeit kam Schick ins Spiel. Trotzdem hatte Bayer auch so zahlreiche Chancen, um das Spiel zu entscheiden. In der Nachspielzeit vergab Wirtz den Siegtreffer.
„Ich bin stolz. Wir haben fast alles gemacht, um zu gewinnen. Nur das Tor hat gefehlt“, haderte Alonso. Ähnlich sah es Granit Xhaka: „Riesenleistung von uns. Wenn man die Tore nicht macht, ist es enttäuschend. Wir hätten es heute mehr als verdient, das Spiel zu gewinnen.“
Vor den Augen von Ex-Bayern-Coach Thomas Tuchel spielte vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena auch ohne nominelle Spitze nur der Tabellenzweite. Der Treffer für Bayer wollte aber nicht fallen. Die Bayern hatten hingegen bis zum Schlusspfiff keine echte Torchance. Vincent Kompany dürfte dies herzlich egal sein. Der Belgier steht vor seiner ersten deutschen Meisterschaft in seiner Premierensaison als Bayern-Coach.
Duell Wirtz gegen Musiala geht an den Leverkusener
Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Schick (14 Saisontore) und Bayerns Super-Torjäger Harry Kane (21) kam nicht wirklich zustande. Aber es gab ja noch das Aufeinandertreffen der beiden besten deutschen Fußballer: Bayers Florian Wirtz und Münchens Jamal Musiala, der am Freitag pünktlich zum Topspiel seinen Vertrag bis 2030 verlängert hatte. Auch für den Edeltechniker der Gäste hatte sich Alonso etwas ausgedacht.
Innenverteidiger Jonathan Tah rückte teils weit aus der Viererkette heraus und störte Musiala manchmal schon kurz vor dem Bayern-Strafraum bei der Ballannahme. Das durchaus mitunter harte Einsteigen Tahs gegen seinen Nationalmannschaftskollegen blieb zunächst aber ohne Konsequenzen in Form einer Karte.
Möglicherweise auch wegen der einschüchternden Sonderbewachung für Musiala war es erst einmal Wirtz, der in Erscheinung trat und mit einigen Traumpässen seinen Sonderstatus verdeutlichte. Leverkusen hatte auch nach 20 Minuten die erste große Möglichkeit, als Jeremie Frimpong an die Latte köpfte, nachdem Wirtz zuvor aus spitzem Winkel nur Manuel Neuer im Bayern-Tor getroffen hatte. Nur vier Minuten später war es Nathan Tella, der am Querbalken scheiterte. Die Führung Leverkusens lag in der Luft.
Spiel auf das Bayern-Tor
Die Bayern hielten die Null aber, weil sie mit Glück und Geschick verteidigten und die brenzligen Situationen allesamt überstanden. Offensiv kam erwartungsgemäß dagegen wenig vom Rekordmeister, der angesichts der Tabellensituation nicht zum Siegen verdammt war. In der gesamten ersten Halbzeit brachten die Gäste nicht einen Torschuss zustande.
Das Spiel auf ein Tor setzte sich auch nach dem Seitenwechsel fort. Auch ein Vierfachwechsel von Kompany nach fast 70 Minuten brachte keine Entlastung. Zu diesem Zeitpunkt stand es in der Torschussstatistik bereits 11:0 für die Werkself. Die Bayern verteidigten allerdings weiter fleißig und geduldig und mussten zudem lange auf weitere personelle Herausforderungen von der Bayer-Bank warten.
Bereits beim 0:0 in der Vorwoche beim VfL Wolfsburg war Alonso für seine Rotation kritisiert worden. In Wolfsburg war Wirtz erst von der Bank gekommen.
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Borussia Dortmund hat sich in der Fußball-Bundesliga blamiert. Auf und neben dem Platz. 0:2 verliert der BVB beim VfL Bochum. Danach will niemand Fragen beantworten.
Borussia Dortmund verliert immer mehr den Anschluss zu den europäischen Plätzen. Der BVB verliert in Bochum mit 0:2 und zeigt, an was es in dieser Saison mangelt. Bereits die erste Viertelstunde geht an den Spielern des BVB vorbei. Der VfL Bochum ist von Sekunde eins die spielbestimmende Mannschaft, kommt direkt zu Chancen. Die Akteure von Borussia Dortmund werden schon in der ersten Halbzeit zu Nebendarstellern. Einzig ein Distanzschuss von Julian Brandt und ein zu zentraler Abschluss von Serhou Guirassy sorgen für schwarz-gelbe Torgefahr. Bochum macht es auf der anderen Seite besser und wird zum Toreschießen eingeladen. Zunächst schaffen es die Bochumer mehrere Pässe durch die Dortmunder Platzhälfte zu spielen, ohne dass auch nur ein Spieler von Borussia Dortmund einen Zweikampf führen kann oder will. Ein Steckpass spielt dann Philpp Hofmann im Strafraum frei, der ungedeckt zum Abschluss kommt, den VfL-Neuzugang Masouras schlussendlich zur Führung über die Linie drückt. Der Grieche ist es wiederum, der einen katastrophalen Pass in den Rücken von Nico Schlotterbeck spielt, den Masouras erahnt und ihn zum 2:0-Endstand über den chancenlosen Keeper Kobel hebt. Das Ruhrstadion in Bochum feiert, die BVB-Fans pfeifen ihre Mannschaft aus, die in der zweiten Halbzeit nur durch Julian Brandt zu einer Halbchance kommt.
BVB-Stars blamieren sich auch neben dem Platz: Verantwortliche und Spieler stellen sich nicht
Was dem BVB in der aktuellen Saisonphase fehlt, sind nicht nur kreative Ideen für das Offensivspiel, sondern auch Spieler, die die gesamte Mannschaft mitreißen können. Borussia Dortmund wirkte vor allem in der zweiten Hälfte ratlos. Nahezu jede Flanke landete bei den Bochumern. Nach Abpfiff dann ein ähnliches Bild. Nachdem die anwesenden Journalisten 45 Minuten nach dem Ende der Partie immer noch auf ihren ersten Gesprächspartner von Seiten des BVB warteten, kam statt eines Spielers oder einer Person aus der Führungsetage ein Pressesprecher. Dieser versuchte bei den Journalisten um Verständnis zu werben, dass heute kein Spieler für Interviews bereit stehe. Niemand wollte nach der peinlichen Niederlage beim Tabellen-Letzten kritische Fragen in der Mixed Zone beantworten. Nico Schlotterbeck rang im Pflicht-Interview beim Fernsehsender Sky auf die Frage nach den Führungsspielern beim BVB um eine Antwort: “Das Problem ist, dass bei uns elf Spieler auf dem Platz stehen. Das heißt nicht, dass fünf oder sechs Führung übernehmen und gut spielen müssen. Elf Spieler müssen gut spielen.” Am Samstagabend übernahm niemand eine Führungsrolle. Weder auf noch neben dem Platz.
Der FC Bayern München holt beim 0:0 im Topspiel bei Bayer Leverkusen einen schmeichelhaften Punkt. Die Werkself belohnt sich für einen Sturmlauf nicht und scheitert letztlich an der Chancenverwertung und Manuel Neuer. ran hat die Noten zum Top-Spiel.
Bayer Leverkusen hat den FC Bayern München 90 Minuten lang an den Rand einer Niederlage gedrängt, muss sich jedoch im Topspiel des 22. Bundesliga-Spieltags mit einem 0:0 zufrieden geben. Dieses wird sehr wahrscheinlich zu wenig sein, um das Titelrennen wirklich nochmal spannend zu machen.
An Chancen mangelte es der Werkself nicht. Nathan Tella und Jeremie Frimpong trafen in Durchgang eins die Latte, während die Münchner noch nicht mal einen Torschuss markierten.
Auch nach dem Seitenwechsel spielte fast nur Leverkusen. Zunächst klärten die Münchner einen Tella-Kopfball aber auf der Linie, ehe Amine Adli und Florian Wirtz kurz vor dem Ende die Chance auf den großen Coup liegen ließen.
ran wirft einen Blick auf die Spielernoten.
Das Wichtigste zur Bundesliga
Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen)
Der Schlussmann bleibt in Durchgang eins angesichts fehlender Münchner Akzente völlig beschäftigungslos. Im zweiten Abschnitt kommen die Bayern seinem Tor nur selten näher und schaffen es erneut nicht, Hradecky zu fordern. Derart arbeitslos ist ein Keeper gegen Bayern sonst nie. ran-Note: 3
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Nordi Mukiele (Bayer Leverkusen)
Der Franzose verteidigt hart gegen Coman und bewegt sich teilweise an der Grenze der Legalität. Mit seinem guten Stellungsspiel und seiner Athletik hält er seinen Landsmann aber gut in Schach. Ähnliches gilt für sein Duell mit Gnabry, der Mukiele kein bisschen fordern kann. Auf dem Weg nach vorne bleibt er unauffälliger als Gegenüber Hincapie, macht aber dennoch fleißig Meter. Kurz vor dem Ende scheitert er mit einem scharfen Versuch aufs kurze Eck an Neuer. ran-Note: 3
Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)
Der 29-Jährige wird in Durchgang eins praktisch überhaupt nicht gefordert und löst die wenigen Situationen robust und souverän. Daran ändert sich im Anschluss wenig, was Tah erlaubt, auch vor dem gegnerischen Tor gefährlich aufzutauchen. In der 66. Minute leitet er per Kopf eine Groß-Chance von Tella ein. ran-Note: 2
Edmond Tapsoba (Bayer Leverkusen)
Tapsoba wird wie Nebenmann Tah kaum mal gefordert und löst die wenigen Szenen in der Regel souverän. Mit dem Ball am Fuß leistet er sich ein paar kleine Unaufmerksamkeiten, jedoch ist das eher Meckern auf hohem Niveau. ran-Note: 3
Piero Hincapie (Bayer Leverkusen)
Der Linksverteidiger zeigt sich sehr engagiert und schiebt über seine Seite ordentlich mit an. Trotz seiner offensiven Akzente sieht Olise gegen den Ecuadorianer in Durchgang eins praktisch kein Land. Sane erhält in der letzten halben Stunde die Chance gegen einen etwas müderen Hincapie, jedoch hat dieser mit dem Bayern-Joker genauso wenig Probleme. ran-Note: 2
Granit Xhaka (Bayer Leverkusen)
Der Schweizer präsentiert sich als absoluter Mittelfeld-Leader und stellt damit auch das Bayern-Duo Kimmich & Pavlovic in den Schatten. Mit seiner Passsicherheit und Kreativität bringt Xhaka zahlreiche Angriffe auf die Strecke. Der Routinier wird kurz nach der Pause einmal relativ hart von Musiala getroffen, berappelt sich aber und fungiert sofort wieder als Chef in der Schaltzentrale. ran-Note: 2
Der Argentinier übernimmt den defensiveren Posten an der Seite von Xhaka und macht das zunächst unauffällig, aber effizient. So ist Musiala praktisch über 90 Minuten lang weitgehend abgemeldet. In Durchgang zwei schaltet sich Palacios dann auch ein wenig häufiger in die Offensive mit ein und spielt den ein oder anderen sehenswerten Steckpass, selbst wenn der entscheidende Moment nicht dabei ist. ran-Note: 2
Jeremie Frimpong (Bayer Leverkusen)
Frimpong kann seinen Speed zwar nur in wenigen Situationen so richtig ausspielen, erhält aber dennoch die ganz große Chance zum 1:0, die er jedoch per Kopfball an die Latte vergibt. Kurz nach dem Seitenwechsel setzt er Tella per Hereingebe in Szene, jedoch verhindert Upamecano einen möglichen Treffer. Gegen Spielende fehlt dem Niederländer ein wenig die Kraft, was sich an seiner fehlenden Präzision ablesen lässt. ran-Note: 3
Alejandro Grimaldo (Bayer Leverkusen)
Der linke Schienenspieler zeigt sich wie gewohnt offensivfreudig und überzeugt mit seinem guten Pass- und Flankenspiel. Mit seiner mustergültigen Hereingabe setzt er Tella in der 25. Minute optimal in Szene, der jedoch an der Latte scheitert. Grimaldo leitet viele Angriffe von der linken Seite ein, jedoch verlieren seine Flanken in Durchgang zwei ein klein wenig an Präzision. Kurz vor dem Ende legt er jedoch nochmals mustergültig für Adli auf. ran-Note: 3
Florian Wirtz (Bayer Leverkusen)
Wirtz findet auf Anhieb ins Spiel und zeigt sich insbesondere im Zusammenspiel mit Grimaldo gefährlich. Seine erste Szene vor dem Tor verzeichnet der Offensiv-Zauberer nach gut 20 Minuten, als er Upamecano düpiert, jedoch an Neuer scheitert. Rund 15 Minuten später versucht er den Bayern-Schlussmann mit einem 50-Meter-Schuss zu überraschen, der aber nur im Ansatz gefährlich aussieht. Im Anschluss bekommt Bayern zumindest Wirtz etwas besser in Griff, der erst in der 77. Minute wieder einen ordentlichen Abschluss abgibt. Kurz vor dem Ende erhält er die große Chance zum 1:0, lässt diese aber liegen. ran-Note: 3
Tella erhält von Alonso ein wenig überraschend das Vertrauen und darf von Beginn an ran. Der schnelle Offensivspieler markiert in der 17. Minute seinen ersten Abschluss, jedoch wird dieser von Kim abgefälscht. Tella nutzt seine Schnelligkeit immer wieder aus und verpasst in der 25. Minute das 1:0 durch einen Kopfball an die Latte nur um Zentimeter. Der Nigerianer ist zwar nicht häufig zu sehen, wenn aber, dann immer gefährlich. So auch in der 60. Minute, als er per Seitfallzieher nur knapp den Münchner Kasten verfehlt, oder in der 67. Minute, als sein Kopfball mit Ach und Krach von Ito von der Linie gekratzt wird. ran-Note: 3
Einwechselspieler von Bayer Leverkusen
Amine Adli: Kommt als erster Leverkusen-Joker in der 85. Minute und hat in der Nachspielzeit die ganz große Chance zum 1:0. Dabei scheitert er an Neuer. ran-Note: Ohne Bewertung
Patrik Schick: Muss sich bis zur zweiten Minute der Nachspielzeit gedulden und kann keine Akzente mehr setzen. ran-Note: Ohne Bewertung
Wirtz zum FC Bayern? Alonso spricht Klartext
Manuel Neuer (FC Bayern München)
Der Kapitän hat vom Anpfiff an mehr zu tun als in fast allen anderen Bundesligaspielen bisher. Verhindert bei Wirtz‘ Flachschuss mit dem Fuß einen frühen Rückstand, da Frimpong den Abpraller nur an die Latte köpft (21.). Vier Minuten später bei Tellas Lattenkracher erneut im Glück. Verursacht mit verunglückter Faustabwehr einen Eckstoß, den Tella fast zur Führung nutzt ((59.). Läuft bei Tellas nächster Topchance nicht konsequent raus, Ito rettet aber für ihn. Klärt dann mit dem Fuß gegen Wirtz (83.) und verhindert schließlich in der Nachspielzeit mit einem Reflex gegen Adli die Niederlage. ran-Note: 2
Konrad Laimer (FC Bayern München)
Der Österreicher hat rechts hinten immer wieder Probleme bei schnellen Leverkusener Vorstößen in die Tiefe, wo er sich mehrfach ausspielen lässt. Weil Grimaldo aber nicht so aggressiv draufgeht wie Frimpong auf der Gegenseite, steht er im Laufe der Begegnung sicherer. Geht nach Itos Auswechslung auf die ungewohnte linke Seite, verteidigt auch dort alles weg. ran-Note: 3
Dayot Upamecano (FC Bayern München)
Turm in der Schlacht, knüpft weitgehend an seine starke Vorstellung in Glasgow an. Rustikal und kompromisslos, meist mit gutem Stellungsspiel. Sieht aber gegen Wirtz vor dessen Großchancen schlecht aus und kommt auch bei Tellas Lattenschuss zu spät. ran-Note: 2
Min-Jae Kim (FC Bayern München)
Trotz Achillessehnenproblemen kehrt der Koreaner anstelle von Dier in die erste Mannschaft zurück. Hat es meist mit dem schnellen Tella zu tun, den er nicht immer bremsen kann. Aber mit einem wichtigen Block gegen den Bayer-Stürmer (18.). Auch sonst mehrfach aufmerksam, wenn es gefährlich wird und sehr oft rechtzeitig zur Stelle. ran-Note: 2
Hiroki Ito (FC Bayern München)
Drei Tage nach seinem Pflichtspieldebüt kommt der monatelang verletzte Japaner zu seinem ersten Einsatz für Bayern in der Anfangsformation und ersetzt links hinten den zuletzt schwachen Guerreiro. Ist aber dort sicher auch nicht die Idealbesetzung. Hat große Schwierigkeiten in den Laufduellen mit dem schnelleren Frimpong, den er einmal nur mit einem Foul stoppen kann und dafür Gelb sieht (39.). Zudem bei Tellas Lattenkracher ebenso wie Upamecano zu spät. Rettet aber auf der Linie bei Tellas Kopfball (66.). Geht kurz danach gegen Stanisic vom Feld. ran-Note: 4
Joshua Kimmich (FC Bayern München)
Hohes Laufpensum, auch weil er oft den aggressiven Leverkusenern hinterherlaufen muss. Versucht die Hintermannschaft zu ordnen, kann aber nach vorne nur wenig anschieben. Zu spät gegen Wirtz, der aber am Tor vorbeischießt (76.). ran-Note: 3
Aleksandar Pavlovic (FC Bayern München)
Der Nationalspieler kommt für Goretzka in die Anfangsformation und ist zumindest besser im Spiel als bei der 0:3-Pleite vor einem Jahr, als er schmerzliches Lehrgeld zahlte. Hat aber dennoch gegen das Pressing der Gastgeber keinen leichten Stand. Erhält nach Grätsche gegen Tella Gelb (53.). In der 68. Minute gegen Goretzka ausgewechselt. ran-Note: 4
Michael Olise (FC Bayern München)
Der Franzose tut sich gegen die hoch anlaufenden Gastgeber schwer, leitet mit einem Ballverlust Wirtz‘ Chance von der Mittellinie ein, der aber vorbeischießt (32.). Auch sonst zu viele Fehlpässe. Macht nach 68 Minuten Platz für Gnabry. ran-Note: 4
Jamal Musiala (FC Bayern München)
Am Tag nach seiner gefeierten Vertragsverlängerung bis 2030 kann der Shootingstar sein Können nicht abrufen, weil ihm vor allem Palacios immer wieder auf den Füßen steht. Kaum eine gelungene Offensivaktion, beißt sich an der Bayer-Defensive die Zähne aus. Nach 86 Minuten ausgewechselt. ran-Note: 4
Trotz seiner mäßigen Leistung nach der Einwechslung in Glasgow rückt der Franzose für Sane in die Startelf, auch um Gegenspieler Frimpong mit seiner Schnelligkeit zu neutralisieren. Hilft immer wieder hinten aus und rettet gerade noch vor Wirtz (65.), ist aber dafür offensiv ohne Wirkung. Nach 68 Minuten von Sane ersetzt. ran-Note: 4
Harry Kane (FC Bayern München)
Der Engländer kommt aufgrund der Leverkusener Dominanz kaum einmal in eine gefährliche Position, lässt sich daher teilweise weit fallen und hilft auch immer wieder hinten aus. Hat erst in der 45. Minute seine erste Gelegenheit, steht bei seinem Kopfball übers Tor aber im Abseits. ran-Note: 4
Einwechselspieler FC Bayern München:
Serge Gnabry: Der Stürmer kommt beim Vierfach-Wechsel nach 68 Minuten für Coman in die Partie. Kann sich aber nicht entscheidend in Szene setzen. ran-Note: 4
Leroy Sané: Der Außenstürmer wird für Olise in die Begegnung gebracht. Macht mehr Wirbel, mit einer guten Flanke auf Goretzka. ran-Note: 3
Josip Stanisic: Beim Sieg vor einem Jahr war der Kroate noch Torschütze für Leverkusen, diesmal kommt er für Bayern anstelle von Ito in die Begegnung und spielt rechts in der Viererkette. Lässt dort nichts mehr anbrennen. ran-Note: 3
Leon Goretzka: Der Ex-Nationalspieler ersetzt Pavlovic und holt sich schon wenig später nach einem Foul die Gelbe Karte ab. Köpft nach Sanes Flanke am Tor vorbei (81.). ran-Note: 3
Sacha Boey: Der Außenverteidiger ersetzt Musiala nach 86 Minuten und hilft mit, das Unentschieden über die Zeit zu bringen. ran-Note:Ohne Bewertung
Er rettete den Verein vor dem Ruin, führte ihn zurück in Europas Elite und fast 20 Jahren lang an. Nun blickt Hans-Joachim Watzke dem Ende seiner Regentschaft bei Borussia Dortmund entgegen. So richtig loslassen kann und will er noch nicht.
Wegen der sportlichen Krise verschob er seinen Ausstand bereits. Er überlässt seinem Nachfolger Lars Ricken zwar die Entscheidungen, mischt im operativen Geschäft aber weiter mit und bleibt stark involviert. Jetzt steht sogar die Kandidatur für einen anderen Chefposten bei Borussia Dortmund im Raum.
Borussia Dortmund: Bleibt Watzke doch?
Eigentlich wollte er schon im Herbst 2025 ganz abdanken. Dann taumelte sein BVB in die Krise. Zu groß war die Sorge, dass der Klub ohne ihn weiter abstürzt – und so mischt Hans-Joachim Watzke doch weiter mit. Berät. Entscheidet mit. Tritt als Klub-Offizieller vor die Mikrofone. „Ich habe gedacht, es ist eine gute Zeit für Lars, da jetzt hineinzugleiten. Ich hatte nicht gedacht, dass wir in ein solches Krisenszenario abgleiten“, rechtfertigt er sein Klammern laut „Frankfurter Rundschau“ nun bei einem Treffen von Wirtschaftsmanager.
+++ Borussia Dortmund: Trainer sorgt für Wirbel! Fans trauen ihren Ohren kaum +++
Der Negativtrend habe sein Nachfolger Ricken „mit voller Wucht getroffen“, sagt er. „Jetzt muss er gucken, dass er sich daraus befreit. Das ist nun natürlich eine ganz andere Herausforderung, doch er schafft das ohne Wenn und Aber“, stellt er klar und sagt ein für alle Mal: „Einen Rücktritt vom Rücktritt schließe ich total und komplett aus.“
Kandidiert er als BVB-Vizepräsident?
Eine kleine Hintertür hält er sich aber womöglich offen. Laut „Sky“ gehen viele im Verein davon aus, dass „Aki“ Watzke in Zukunft für das Amt des Vizepräsidenten kandidieren könnte. Sein Einfluss wäre damit gewahrt, dennoch hätte er Wort gehalten und den Geschäftsführer-Posten niedergelegt.
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Bislang nicht mehr als ein Gerücht – doch es bestätigt das Gefühl aller Fans von Borussia Dortmund: Watzke kann sein Baby nur schwer loslassen.
Damit sollte der Unsinn vom Eintracht Fluch widerlegt worden sein. Kohle Muani trifft jetzt bei Juventus und Omar hat heute gezeigt, dass er nicht nur im Trikot der Eintracht klasse spielen kann. Freut mich mich sehr für ihn.
Wenn überhaupt ist es doch eher ein Segen für Frankfurt, dass sie es anscheinend schaffen quasi jeden Stürmer zu seiner absoluten Topform zu bringen.
Wenn andere Vereine das dann nicht hinbekommen, nachdem sie Frankfurt eine Riesenablöse bezahlt haben, ist das ja nicht euer Problem.
Genau so ist es.
Diesen Blödsinn vom Frankfurter Fluch erzählen auch nur die, die sich die Einzelfälle nicht näher anschauen:
Jovic: wechselt nach Madrid und zieht den kürzeren gegen einen Benzema, der nach dem Abgang von CR7 in die Rolle des Torjägers gewachsen ist. Zudem wohl undiszipliniert (Partys und Reisen in die Heimat statt Trainingseifer) Fazit: klassische Selbstüberschätzung des Spielers und seines Umfelds.
André Silva: war vor dem Wechsel von Milan zu uns schon umstritten und nie konstant. Machte bis dato von sich reden, weil CR7 ihn als sein Nachfolger ausgerufen hatte. Harmonierte dann perfekt mit Kostic. Fazit: Hier muss sich Leipzig fragen in was für ein System sie ihn integrieren wollten. Spielanlage von RedBull und SGE waren grundverschieden.
Filip Kostic: Vereinslegende, die über jeden Zweifel erhaben ist (Schlüsselspieler zum EL Sieg). Dennoch – dass wir uns immer über eine schwache rechte Schiene beschwerten war ein hausgemachtes Problem. Denn unser Spielsystem war auf ihn zugeschnitten. Wir lebten von Kostic – das merkte man vor allem nach seinem Abgang und dem fehlenden Input über Außen. Und Juve hat auch hier ähnlich wie RedBull bei Silva den Fehler gemacht und sich scheinbar nicht ausreichend damit beschäftigt, was sie für einen Spieler verplichten. Umso erstaunlicher wie erfolgreich Kostic in seinem 1. Juve Jahr noch gewesen ist.
Rebic: Hat bei Milan mehrere Saisons gut funktioniert. Dürfte mMn in der Fluch Auflistung eh nicht erwähnt werden. Hat sich dann mit dem kroatischen Nationalcoach überworfen und später auch in Mailand.
Haller: bei Westham nicht glücklich, bei Ajax umso mehr. Sportlich dennoch nicht gefloppt. Was das psychisch mit dir macht wenn du Krebs hattest und ihn überlebt hast, dürfen gern Menschen beurteilen, die sein Schicksal teilen. Der Mann kann froh sein, dass er noch lebt. Von daher mag ich nicht beurteilen wie es jetzt sportlich für ihn läuft.
Kolo Muani: war Wunschtransfer von Mbappe. Scheint sich im Umfeld von PSG nicht zurechtgefunden zu haben und mit der Erwartungshaltung seines Transfers. Knüpft jetzt in Turin an, wo er in Frankfurt aufgehört hat. Auch hier bin ich dabei, dass PSG keinen Plan hatte wie sie Kolos Stärken optimal einsetzen wollen. Schließlich war er in Frankfurt auch nicht Teil eines 3er Sturms, sondern Umschalt Doppelspitze mit Jobbe.
Der einzige, der für mich wirklich als SGE Fluch gesehen werden kann ist Kamada. Das zeigte sich schon während seiner Zeit bei uns, als er bei der WM 22 nicht wirklich überzeugt. Sehr sensibel, braucht das Umfeld, dass ihm das volle Vertrauen schenkt. Andernfalls geht er unter.
BTT: Für Omar freut es mich riesig. Ich hoffe das gibt ihm weiter Auftrieb. Nicht auszudenken wenn er das Ding gegen Madrid entscheidend drehen würde.
Erstmal muss er sich gegen Laimer, der das auf RAV aktuell gut macht und Boey durchsetzen.
Das ist nicht so einfach, der nächste Schritt für ihn ist einmal Stammspieler zu werden oder wenigstens auf vernünftige Einsatzzeiten zu kommen.
Ganz ehrlich, so leid es mir für ihn tut, ich glaube nicht, dass sich irgendjemand bei Bayern nochmal gegen Boey durchsetzen muss…
Der ist jetzt seit einem Jahr mehr verletzt als fit und es wirkt auf mich nicht so, als würde das besser werden, auch wenn ich hoffe, dass ich mich täusche…
Und ja, gegen Laimer muss sich Stani erstmal durchsetzen, allerdings traue ich ihm das durchaus zu, sollte er wieder mindestens auf das Niveau von letzter Saison kommen.
Laimer macht das schon sehr gut aktuell und im MF sind Kimmich und Pavlovic und Goretzka und Palhinha.
Wobei wenn man ehrlich ist, dann schreit sowohl Palhinha als auch Boey bisher nach dem Prädikat Transferflop. Das sind 80 Mio. Ablöse die beide gekostet haben und die Bayern erstmal nicht stärker machen.
Ist für mich auch ein grosses Problem des FCBs, die Transfers alle zusammen, wo war der Fortschritt, wo ist man besser geworden? DeLigt war nicht besser, obwohl sündteuer, dann mit Verlust weiter verkauft. Kim war nicht besser, so gesamt gesehen.
Olise scheint ein Treffer zu sein, Kane hat eingeschlagen.
Aber die Trefferquote bei den Transfers von Bayern war zuletzt nicht so gut, da hat einfach zuviel nicht funktioniert, gerade wenn man an Hernandez denkt, oder Mane, oder Saar, etc.
Natürlich macht Laimer es gut, aber im Zweifel wird ein Stanisic aufgrund der Vorteile, die er abseits des Platzes hat (Jünger, Eigengewächs —> wichtig für Registrierungsregeln) bei gleicher Leistung vermutlich eher den Vorzug erhalten. Und bei Leverkusen letztes Jahr oder auch schon die Saison vorher unter Nagelsmann hat er ja auch teils sehr gute Leistungen gezeigt, deshalb würde ich trotz Laimers guter Form nicht davon ausgehen, dass Stani nicht auf ein ähnliches Niveau kommen kann.
Im Mittelfeld hat man mit Palhinha halt einen Spieler, der so 0,0 zu Kompanys Spielstil passt und der eindeutig wegen einem Versprechen aus dem vorherigen Sommer verpflichtet wurde, ob das den Preis wert war? Das müssen die Verantwortlichen beurteilen. Und ein Goretzka steht auf dem Abstellgleis, gut, man hat dafür einen Bischof verpflichtet, aber dort ist die Frage, für welche Position der eingeplant wird.
De Ligt kam damals als Ersatz für Süle. Wenn ich diese beiden Spieler danach vergleiche, war de Ligt definitiv die bessere Option. Dass er jetzt verkauft wurde, wird auch wieder mit dem Spielstil zu tun haben. De Ligt ist einfach eher der klassische IV, dessen Stärken im Verteidigen liegen, was wiederum nicht wirklich zu Kompanys Idee passt und wo sowohl Kim als auch Upa einfach weiter sind, auch wenn sie vielleicht Defensiv schwächer sind. Daher ist für mich nicht der Transfer von de Ligt das Problem, sondern eher die fehlende Vision für einen Spielstil und die dementsprechend benötigten Spieler…
Dass du am Ende einen Hernandez in eine Kategorie mit Mane und Sarr packst, finde ich auch gewagt. Die letzteren beiden wahren von ihren Leistungen her totale Flops, Hernandez‘ Problem waren nie seine Leistungen, die haben, wenn er fit war, mehr als nur gepasst, dass Problem ist eben dieses „wenn er fit war“ sowie Preis und Gehalt, daher würde ich ihn doch deutlich von Mané und insbesondere Sarr, die sportlich nicht zu überzeugen wussten, abgrenzen.
Sehe ich vieles anders.
Bei Laimer vs. Stani spielt das alter keine Rolle, da zählt alleine Leistung. Und da hat Laimer gerade einfach gute Karten, weil er gut spielt.
Palhinha, man wollte unbedingt diesen defensiven Abräumer ala Martinez, Tuchel wollte den unbedingt, aber ob das so smart war? Ich fand Palhinha abseits seiner Zweikampfwerte nicht so überzeugend und es war v.a. viel Geld für einen 30 Jährigen. Jetzt zeigt sich, das man mit Pavlovic – Kimmich oder Goretzka – Kimmich doch genauso gut wenn nicht besser ist. Warum das dann mit Gravenberch nicht geklappt hat? Den eigentlich wäre so ne 1,90m Kante neben Kimmich im DMF schon geil, zumal der richtig gut kicken kann.
Der Palhinha Transfer war für mich so eine Sache, bei der man einfach versucht hat, das was man vor 10 Jahren gemacht hat zu wiederholen. Ein reiner DMF hat in meinen Augen irgendwie keine Berechtigung, und da stimme ich dir zu, passt auch garnicht zu diesem hohen Verteidigen. Aber das System von Kompany wird gegen die Topteams der CL an seine Grenzen stoßen, das gibt Topteams zuviele Räume und die haben die Qualität diese dann auszunutzen. Kim und Upa schauen dann gezwungener Massen schlecht aus, weil sie aus dem System raus in schlechte Situationen gebracht werden. Jeder Fehler ist dann sofort tödlich.
DeLigt war am Ende einfach zu teuer, und war eher der Ersatz für Boateng, nur hat man irgendwie die Mobilität hinten angestellt. Keine Ahnung warum man ihn überhaupt geholt hat, er kam nie mehr an sein Level bei Ajax heran. Eigentlich hat er eine gute Kombination, aber es fehlt halt etwas an Tempo. Bei Kim fehlt es fussballerisch, sein Passspiel schaut oft alles andere als Rund aus. Bayern kann froh sein das sie einigermassen Glimpflich aus der Geschichte gekommen sind.
Das ist auch der Gegensatz zu Hernandez – keine Ahnung was Brazzo da geritten hat 80 Mio. zu zahlen. Dafür war er nicht ansatzweise komplett genug. Sehr defensiv geprägt, lange keinen so guten Aufbau von hinten raus wie Hummels oder Boateng, und dann natürlich mit Verletzungspech. Am Ende wars gesamt gesehen ein Flop, und damit ist er auf dem Level von Sarr oder Mane. Er war sau teuer, hat das Gehaltsgefüge nachhaltig ruiniert, hat Alaba gekostet, war im ersten Jahr nur Ersatz, dann quasi jede weitere Saison einmal schwer verletzt, und ging dann mit 40 Mio. Transferverlust. Wenn das bei so einer Transfersumme kein Flop ist weiss ich es auch nicht.
Im Topspiel der 2. Bundesliga hat Hertha seine Niederlagenserie fortgesetzt. Gegen Düsseldorf verloren die Berliner trotz starker Leistung ihr viertes Spiel in Folge. Die Zukunft von Trainer Cristian Fiél ist damit ungewisser als je zuvor.
Hertha verliert trotz eines guten Auftritts mit 1:2 (1:0) in Düsseldorf
Aus den vergangenen vier Partien haben die Berliner keinen Punkt geholt
Die Alte Dame tritt wieder dominant auf, kann aber erneut keine Punkte holen
Fabian Reese trifft nach langer Verletzungspause erstmals in dieser Saison
Hertha BSC hat am Samstagabend mit einem 1:2 (1:0) bei Fortuna Düsseldorf seinen Negativlauf fortgesetzt. Dadurch wird die Luft für Trainer Cristian Fiél immer dünner, der schon durch die Auftritte seiner Mannschaft zuletzt stark in der Kritik stand. Durch die verpassten Punkte wird für Hertha auch der Abstand im Tabellenkeller immer kleiner. Aktuell trennen sie nur noch fünf Zähler vom Relegationsrang.
Fabian Reese erzielte die Führung bereits in der 13. Minute. Ein schneller Doppelpack nach der Pause von Dzenan Pejcinovic drehte die Partie (55., 58.) und sorgte trotz einer wirklich couragierten Leistung der Hertha-Mannschaft für eine Auswärtspleite für das Team von Cristian Fiél.
Der Spielverlauf
Hertha startete wie schon in den letzten Partien spielerisch dominant. Doch diesmal schafften sie es, ihre optische Überlegenheit auch auf die Anzeigetafel zu bringen. In der 13. Minute landete ein verunglückter Schuss bei Reese, der links im Sechzehner ein, zwei Schritte machte und trocken ins lange Eck verwandelte. Nur sieben Minuten später klingelte es fast erneut. Nur eine starke Fußabwehr von Torhüter Florian Kastenmeier konnte den zweiten Treffer von Reese gerade noch so verhindern.
Erst in der 31. Minute näherte sich Düsseldorf erstmals dem Hertha-Tor an. Eine Flanke aus dem Halbfeld köpfte Dawid Kownacki deutlich drüber. Gefährlich wurde vor der Halbzeitpause allerdings nur Hertha. Einen Konter in Überzahl spielten sie über Maza und Cuisance aber schlecht aus, sodass kein Spieler zum Abschluss kam.
In der 51. Minute war der Fußballgott noch auf der Seite von Marton Dardai. Bei einem scharfen Freistoß von Shinta Appelkamp rutschte der 23-jährige Innenverteidiger in die Flanke, traf allerdings nur die Oberkante der eigenen Latte. Kurz danach lag dann der Ball im Hertha-Tor. Bei einem schnellen Gegenstoß tauchte Dzenan Pejcinovic frei vor Gersbeck auf und schloss humorlos ins linke Eck ab (55.). Nur drei Minuten später musste Pejcinovic bei einem Freistoß den Ball am zweiten Pfosten nur noch über die Linie drücken.
Hertha reagierte mit wütenden Angriffen. Ein Dropkick von Reese flog nur knapp über das Tor. Cristian Fiél stellte offensiv um und brachte mit Luca Schuler einen Stürmer für Sechser Pascal Klemens. Immer wieder brannte es im Strafraum der Düsseldorfer. In der 81. Minute kam Ibrahim Maza völlig frei vor dem Tor zum Kopfball, aber köpfte den Ball genau auf Kastenmeier. Nur eine Minute später traf auch Schuler mit einem Kopfball nur den linken Pfosten. Der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen.
Was war denn da los?
Da dürfte kein Wohnzimmer eines Hertha-Fans am Samstagabend leise geblieben sein: In der 54. Minute blieb Michael Cuisance bei einem Konter nach einem rüden Einsteigen von Jamil Siebert mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. Florian Kastenmeier fing den Ball ab und leitete seinerseits den Angriff ein. Alle Herthaner signalisierten, dass ins Aus gespielt werden soll. Doch die Düsseldorfer spielten weiter und erzielten mit dem Angriff den Ausgleich. Siebert bekam nachträglich Gelb, das Tor hatte allerdings Bestand.
Spieler des Spiels
Betrachtet man nur die erste Halbzeit, würde kein Weg an Fabian Reese vorbeiführen. Der Herthaner ließ ein weiteres Mal alles auf dem Platz, erzielte die Führung und verkörperte den absoluten Willen. Doch zur Halbzeit kam Dzenan Pejcinovic. Der 20-jährige Düsseldorfer knipste innerhalb von drei Minuten direkt zwei Mal, drehte das Spiel und wurde zum Matchwinner der Heimmannschaft – und das sogar an seinem Geburtstag.
Zählbares
Mit 20 Torschüssen hat Hertha in Düsseldorf den eigenen Saisonrekord aufgestellt
Stürmer Dawid Kownacki war an allen vier Düsseldorfer Toren gegen Hertha in dieser Saison beteiligt (ein Tor, drei Assists)
In der ersten Halbzeit musste Hertha-Torhüter Marius Gersbeck nicht einen einzigen Ball halten
Die mitgereisten BVB-Fans lassen bei der Pleite in Bochum ihrem Ärger freien Lauf. Besonders Jamie Gittens bekommt es ab – Trainer Niko Kovac reagiert.
Jetzt pesten sogar schon die eigenen Fans gegen die Spieler! Es war bezeichnend, als der Dortmunder Jamie Gittens bei seiner Auswechslung in Bochum (0:2) von den mitgereisten BVB-Fans wüst beschimpft wurde.
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Sichtlich frustriert trottete Gittens am Gästeblock vorbei, bereits nach 54 Minuten war Schluss für den Engländer. Dass er nach nicht einmal einer Stunde durch Maximilian Beier ersetzt wurde, stieß Gittens übel auf.
Die Auswechselspieler Giovanni Reyna, Yan Couto und Waldemar Anton versuchten den niedergeschlagenen Gittens zu umarmen, doch er schubste sie einfach weg. Auch gab es kein Handshake mit Niko Kovac und Sebastian Kehl.
BVB-Fans mit gellendem Pfeifkonzert
Damit nicht genug: Nach Abpfiff setzte es gellendes Pfeifkonzert, es hagelte weitere Beschimpfungen, Becher flogen – und sogar eine Fahnenstange.
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Auf der Tribüne saßen die Bosse Matthias Sammer, Lars Ricken und Hans-Joachim Watzke mit versteinerter Miene. Kehl saß verzweifelt und kopfschüttelnd an der Seitenlinie.
Kovac wurde nach dem Spiel bei Sky auf den Fan-Ärger und Gittens angesprochen. Ob es Zwietracht zwischen der Mannschaft und den Fans gebe?
„Gar nicht. Wir müssen jetzt nicht diese Aufnahme hernehmen und da irgendwas reininterpretieren. Dafür sind wir beide erwachsen genug und groß genug“, erwiderte Kovac.
Kovac: „Fans sind enttäuscht“
Gittens habe sich über seine Auswechslung geärgert und dass der BVB mit 0:2 hinten lag – mehr nicht. „Da jetzt was hineinzuinterpretieren – dafür bist du ein zu guter Journalist, als dass du mir da irgendwas erzählen willst“, kreidete Kovac Sky-Reporter Yannick Erkenbrecher an. Gittens sei „ein ganz feiner Junge, keiner, der irgendwas vom Zaun bricht“.
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Die Spieler seien „enttäuscht, wenn sie ausgewechselt werden. Die Fans sind natürlich auch enttäuscht, wenn wir die Spiele verlieren. Aber man darf das nicht überinterpretieren“, meinte Kovac.
Bemerkenswert: In der Mixed Zone stellte sich kein Spieler oder Verantwortlicher den Fragen der Reporter. Auf der Pressekonferenz erklärte Kovac auf Nachfrage von SPORT1, dass die Spieler möglichst schnell regenerieren wollen würden. „Ich bin da, das reicht ja“, sagte der 53-Jährige.
Hertha verliert auch in Düsseldorf – Trainer vor dem Aus
Aktualisiert am 15.02.2025 – 22:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Cristian Fiél: Der Druck auf den Hertha-Trainer wächst immens. (Quelle: Roland Weihrauch)
Vier Niederlagen in den letzten vier Spielen: Hertha BSC steht nach einer Pleite in Düsseldorf sportlich am Scheideweg. Für den Trainer wird es eng.
Die Krise von Hertha BSC weitet sich aus. Bei Fortuna Düsseldorf verloren die Hauptstädter die vierte Partie in Serie. Im Samstagabendspiel des 22. Spieltags der 2. Bundesliga hieß es am Ende 2:1 (0:1) für die Gastgeber.
Nachdem Fabian Reese die Hertha in der 13. Minute in Führung gebracht hatte, sorgte Dženan Pejčinović an seinem 20. Geburtstag mit einem Doppelpack innerhalb weniger Minuten (55./58.) für den Endstand.
Damit steckt die Hertha als aktuell 13. im unteren Mittelfeld der Tabelle fest und die Abstiegszone kommt immer näher. Für den seit Saisonbeginn amtierenden Hertha-Coach Cristian Fiél galt die Begegnung in Düsseldorf, wo die Berliner zuvor mehr als 14 Jahre nicht gewinnen konnten, als eine Art Endspiel.
“Wir haben jetzt drei gute Spiele gemacht, aber am Ende immer nichts mitgenommen. Am Ende ist Fußball leider – so hart es klingt – ein Ergebnissport. Wir werden jetzt erstmal nach Hause fahren und – wie wir es immer machen – alles gemeinsam analysieren”, sagte Herthas Sportdirektor Benjamin Weber bei Sky auf die Trainer-Frage angesprochen.
Fiél hatte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel klargestellt, dass ein Sieg die Erwartungshaltung der sportlichen Führung sei. Seine Mannschaft begann dementsprechend druckvoll. Reese besorgte mit einem Schlenzer die Führung, auch im Anschluss blieb die Hertha spielbestimmend, verpasste es aber, das Ergebnis auszubauen.
Nach dem Seitenwechsel wurde Düsseldorf besser. Der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Stürmer Pejcinović schlug doppelt zu, nachdem die Gäste in der Hintermannschaft die Zuordnung verloren hatten.
Die Berliner fingen sich wieder, die Fortuna lauerte nun auf Konter. Luca Schuler verpasste den Ausgleich mit einem Kopfball an den Pfosten (83.).
Heilmittel Champions League! Wieder einmal kann Borussia Dortmund mit einem Sieg in der Königsklasse von der Bundesliga-Krise ablenken. Beim 3:0-Erfolg in Lissabon gelingt der erste Sieg unter Niko Kovac.
Einige Spieler konnten dabei nach langer Zeit mal wieder Pluspunkte sammeln, Pascal Groß zum Beispiel mit seinem ersten Treffer für Borussia Dortmund (hier mehr dazu lesen). Und dann war da auch noch BVB-Debütant Daniel Svensson, der alle staunen ließ.
Borussia Dortmund: Svensson mit Traum-Einstand
Daniel Svensson – diesen Namen merken sich ab sofort alle Dortmund-Fans! Der Schwede war am letzten Tag des Transferfensters ins Ruhrgebiet gewechselt. Doch während die Hoffnungen für die Rückrunde eigentlich auf Carney Chukwuemeka liegen, sollte Svensson eigentlich perspektivisch die Mannschaft verstärken.
+++ BVB feiert Champions-League-Gala – alle stellen sich nur DIESE Frage +++
Gegen Lissabon vertauschten sich die Rollen allerdings. Während Chukwuemeka nach kleinerer Verletzung auf der Bank Platz nahm, rutschte Svensson unverhofft in die Startelf. Weil Ramy Bensebaini kurzfristig passen musste, feierte der 23-Jährige sein Startelf-Debüt für Borussia Dortmund.
Und dabei lieferte er gleich voll ab. Svensson ackerte über fast 90 Minuten, variierte zwischen Flankenläufen und Spielaufbau über die Mitte. Als Eckschütze kreierte er zudem Chancen mit. Aber auch hinten machte er seine Sache gut und half mit, die Null zu halten.
Kovac voll des Lobes
Dass der Schwede gleich in einem so wichtigen Spiel ran musste und dann auch ablieferte, hatte man in Dortmund wohl nicht kommen sehen. Zwar war Svensson bei Nordsjaelland unangefochtener Stammspieler. Doch weil die Winterpause in Norwegen von Anfang Dezember bis Mitte Februar geht, hatte er fast zwei Monate kein Spiel mehr bestritten.
Auch deshalb hatte Sportdirektor Sebastian Kehl nach Svenssons Verpflichtung zu Geduld gemahnt. Dass die Fähigkeiten des Linksverteidigers so schnell gebraucht würden – damit hatte er nicht gerechnet.
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Svensson bewies aber, dass Borussia Dortmund mit ihm einen guten Fang gemacht hat. Entsprechend großes Lob gab es von Trainer Kovac. „Ich möchte den kleinen Jungen Daniel hervorheben, der heute sein erstes und ein richtig gutes Spiel gemacht hat. Er hatte keine Minute in den Knochen. Dass er so ein Spiel abliefert, muss auch erwähnt werden. Fantastisch!“