Die Champions League bleibt Borussia Dortmund als Trostpflaster. Der in der Bundesliga abgestürzte Fußballklub ist problemlos ins Achtelfinale der Königsklasse eingezogen, zeigte beim trostlosen 0:0 gegen Sporting Lissabon aber einmal mehr die aktuelle Verunsicherung. Stürmer Serhou Guirassy vergab unter anderem einen Foulelfmeter (59.).
Das Playoff-Hinspiel in Portugal hatten die Dortmunder in der vergangenen Woche 3:0 beim komplett harmlosen portugiesischen Spitzenreiter gewonnen. Am Freitag (12.00 Uhr) wird dem BVB entweder der OSC Lille oder Aston Villa als Gegner für das Achtelfinale zugelost. Auch dies scheint trotz der aktuellen Lage des kriselnden Bundesliga-Elften machbar. Als deutsche Vertreter stehen zudem Bayer Leverkusen und Bayern München unter den letzten 16 Teams.
Kovac stärkt seine Profis zunächst
Trainer Niko Kovac hatte vor dem Spiel angekündigt, das ramponierte Selbstbewusstsein seiner Profis stärken und in erster Linie über deren Stärken sprechen zu wollen. „Der Kopf macht die Beine müde beziehungsweise schwer. Wir müssen schauen, dass der Kopf frei und leicht ist“, sagte der neue BVB-Coach unmittelbar vor der Partie bei DAZN.
So erhielten einige der zuletzt so enttäuschenden Spieler trotz der beiden Niederlagen in den ersten beiden Ligaspielen unter Kovac abermals eine Chance. Unter anderen blieb auch Marcel Sabitzer in der Startelf. Der Österreicher war es auch, der nach 27 Minuten mit einem satten Schuss ein erstes Zeichen setzte. Sporting-Keeper Rui Silva musste mit einer Glanztat retten.
Dortmunder spielte recht gefällig und war klar spielbestimmend. Viele Torchancen kamen dabei aber nicht herum. Lissabon war zudem offensiv extrem ungefährlich und das Spiel somit recht ereignisarm.
Zur zweiten Halbzeit hatte Kovac dann aber offenbar genug vom abermals schwachen und lustlos wirkenden Jungstar Jamie Gittens. Der Engländer musste in der Pause runter, für ihn kam Maximilian Beier. Die Dortmunder blieben feldüberlegen, agierten aber zumeist ungefährlich. Die Verunsicherung der jüngsten Bundesliga-Ereignisse spielte beständig mit.
Wie es um das Nervenkostüm bestellt ist, zeigte sich nach knapp einer Stunde, als Guirassy einen Foulelfmeter kläglich verschoss. Die Ausführung des Angreifers, die Silva fangen konnte, kam einem Rückpass gleich. Der Sporting-Keeper hatte Karim Adeyemi zuvor von den Beinen geholt. Kurz darauf wurde auch Guirassy ausgewechselt.
Der BVB hatte weiterhin deutlich mehr Ballbesitz, es fehlte aber der letzte Zug zum Tor. Überhaupt wirkte das gesamte Spiel pomadig und tempoarm. Trotz des Weiterkommens dürfte Kovac noch viel Arbeit vor sich haben. Der 53-Jährige hatte ohnehin die Champions League derzeit nur als I-Tüpfelchen bezeichnet.
Entscheidend ist für Kovac vorerst das Auftreten in der Liga. Dort ist am Samstag gegen Union Berlin ein Sieg Pflicht, um eine abermalige Teilnahme an der Champions League nicht völlig unwahrscheinlich werden zu lassen. Aktuell liegen die Westfalen acht Punkte hinter Rang vier.
In düsteren Tagen bleibt die Champions League für Borussia Dortmund der Lichtblick. Mit schwerem Kopf und müden Beinen schaffte es der BVB durch ein 0:0 gegen Sporting Lissabon souverän zum sechsten Mal in sieben Jahren ins Achtelfinale – von Wiedergutmachung für die Bochum-Blamage oder gar dem Aufbau eines neuen Selbstvertrauens aber war keine Spur.
Der FC Barcelona hat die Patzer von Real und Atletico genutzt und dank des 1:0-Erfolges über Rayo Vallecano die Tabellenführung in La Liga zurückerobert. Den Blaugrana reichte der verwandelte Strafstoß von Lewandowski.
Erzielte per Strafstoß den Treffer des Tages: Robert Lewandowski (#9).
IMAGO/ZUMA Press Wire
Nach den beiden Remis von Real Madrid (1:1 bei CA Osasuna) und Atletico (1:1 gegen Celta Vigo) war der Auftrag für die Blaugrana klar: Mit einem Sieg würde die Elf von Hansi Flick an die Tabellenspitze klettern. Um dies zu schaffen, bot der Coach im Vergleich zum 4:1-Auswärtssieg in Sevilla mit Cubarsi und Fort anstelle von Araujo und Koundé zwei neue Akteure auf.
Lewandowski trifft vom Punkt – Rayo-Ausgleich zählt nicht
Barca kontrollierte das Geschehen von Beginn an und gab durch Lewandowskis Kopfball den ersten Abschluss ab (4.). Rund eine Viertelstunde später hätte Raphinha die Führung erzielen können, er vergab jedoch gleich zwei gute Chancen (20., 23.). Kurz danach bot sich Lewandowski dann die aussichtsreichste Gelegenheit: Nach einer Ecke klammerte Ciss nämlich abseits der Aktion an Inigo Martinez. Nach VAR-Review entschied der Unparteiische Mario Melero Lopez auf Strafstoß. Der Pole trat an und verwandelte mithilfe des Innenpfostens zum 1:0 (28.).
Die Gäste aus dem Madrider Stadtviertel Vallecas hatten daraufhin Glück, dass Lamine Yamal nicht das 2:0 hinterherlegte (30.), kamen aber daraufhin besser ins Spiel. Mit tiefen Bällen hinter die Kette gelang es einige Male, gefährlich nach vorne zu kommen. So auch beim Abschluss von Nteka, den Szczesny glänzend parierte (37.), oder beim Treffer von de Frutos, der allerdings wegen einer Abseitsstellung von Nteka aberkannt wurde (43.) – dieser hatte nämlich Barca-Verteidiger Inigo Martinez weggeblockt.
Barca lässt Entscheidung liegen – und wird fast bestraft
Nach der Pause kontrollierte Barca das Spiel, hatte durch Lewandowski (53.) und Lamine Yamal (60.) auch gute Gelegenheiten. Dennoch fehlte alles in allem oftmals die letzte Konsequenz in der Offensive. So witterten die Gäste um de Frutos stets ihre Chance (67.). Auch der eingewechselte Dani Olmo (71.) und Raphinha (72.) ließen beste Chancen aus, sodass nach obendrauf weiteren unsauber ausgespielten Kontern plötzlich Rayo in der Nachspielzeit die große Ausgleichschance hatte. Doch de Frutos setzte den Ball per Kopf freistehend daneben.
So musste Barca am Ende noch einmal zittern, erklomm durch den letztlich aber verdienten 1:0-Erfolg die Tabellenspitze in La Liga. Am Samstag (21 Uhr) wartet für die Katalanen nun das Auswärtsspiel bei Las Palmas, ehe am 23. Februar (21.30 Uhr, beide LIVE! bei kicker) das Copa-Halbfinale gegen Atletico ansteht.
Pep Guardiola steht mit Manchester City vor dem Playoff-Rückspiel bei Real Madrid mit dem Rücken zur Wand. Erling Haaland muss zunächst zuschauen, Omar Marmoush bekommt erneut die Chance.
Pep Guardiola muss zaubern: Ein sensationelles Comeback im sagenumwobenen Bernabeu? Nahezu ausgeschlossen. Der Startrainer von Manchester City hat nach dem 2:3 im Hinspiel nur noch eine geringe Chance auf ein Weiterkommen im Königsklassen-Kracher bei Real Madrid am Mittwochabend (ab 21 Uhr im LIVETICKER).
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Erling Haaland, der am Wochenende beim 4:0-Erfolg gegen Newcastle United angeschlagen ausgewechselt werden musste, ist wohl nicht rechtzeitig fit geworden.
Der Norweger sitzt zunächst nur auf der Bank, ein Einsatz ist fraglich. Haaland hat vermutlich noch mit Knieproblemen zu kämpfen, zuletzt wurde er deshalb auch vorzeitig ausgewechselt. „Es war knapp, aber es hat nicht gereicht. Er hat gestern ein bisschen trainiert, wir haben gestern und heute Morgen gesprochen und er hat gesagt, dass er sich nicht gut fühlt“, gab Guardiola vor dem Spiel bei TNT Sports bekannt.
Auch Superstar Kevin De Bruyne steht nicht in der Startaufstellung. Im Sturm darf beim Champions-League-Sieger von 2023 erneut Omar Marmoush von Beginn an ran.
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Real Madrid – Manchester City: Die offiziellen Aufstellungen:
Champions League: So können Sie Real Madrid – Manchester City live verfolgen:
TV: –
Livestream: DAZN
Liveticker: SPORT1.de und SPORT1 App
Beim 4:0 am Samstag gegen Newcastle United erzielte Marmoush seine ersten Tore für City – und schnürte mit seinem Dreierpack binnen 14 Minuten (19., 24., 33.) auch gleich den ersten Hattrick seiner Karriere. „Das ist erst der Anfang“, kündigte der Ex-Frankfurter gewohnt selbstbewusst an, „wir freuen uns auf die nächsten Spiele.“
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Ein wenig zurückhaltender fiel der Kommentar seines Teammanagers aus. „Ich war zufrieden mit der Art und Weise, wie er die Tore geschossen hat“, sagte Guardiola: „Wir wussten, dass er früher oder später treffen würde, er ist eben ein guter Finisher. Aber jetzt schauen wir mal, wie er mit den ganzen Komplimenten umgeht.“
Guardiola weiß nur zu gut, dass Marmoush-Tore am Mittwoch in der Champions League weitaus wichtiger wären. Es geht immerhin darum, nach der Meisterschaft (16 Punkte Rückstand auf Liverpool) nicht den nächsten schmerzhaften Titel-K.o. zu erleiden. Um in Madrid die Verlängerung zu erreichen, muss City mit einem Tor Unterschied nach 90 Minuten vorn sein, für das Weiterkommen mit mindestens mit zwei Treffern gewinnen.
Dass Guardiola sich mit großen Fußball-Comebacks auskennt, ist hinlänglich bekannt. Auch mit dem FC Bayern erlebte der Katalane seinerzeit so einen magischen Abend. Im Frühjahr 2015 war es, als die Münchner im Viertelfinale eine 1:3-Pleite aus dem Hinspiel noch wettmachten und das Rückspiel gegen den FC Porto mit 6:1 gewannen. Fünf Tore allein in der ersten Hälfte ebneten den Weg fürs Weiterkommen.
Ausfälle: Morita, Braganca, Nuno Santos, Pedro Goncalves, Catamo
****************************************************************************** HINWEIS: In diesem Thread geht es ausschließlich um das Spiel Borussia Dortmund vs. Sporting Lissabon. Bitte achtet auf einen angemessenen Umgangston. Sollte es zu Provokationen kommen, diese bitte einfach alarmieren und nicht weiter darauf eingehen. Das Fragen nach illegalen Streams ist untersagt. ******************************************************************************
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—WESTFALENSTADION—
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DortmunderJunge am 17.02.2025 um 10:52 Uhr bearbeitet
Während Valverde als Aushilfs-Rechtsverteidiger wieder überall auf dem Platz zu finden war, sorgte Camavinga durch seinen verursachten Elfmeter für den Punkteverlust der königlichen – Fotos: Getty Images
Startelf
Thibaut Courtois
Eigentlich zeigte der Belgier eine gute Leistung und sorgte mit seinen Top-Reflexen bei dem Schuss von Oroz (28.) für Fassungslosigkeit bei den Gastgebern. Auch in der Folge konnte Courtois gleich drei Paraden verbuchen und hielt den Kasten der Königlichen im laufenden Spiel sauber. Bei dem Elfmeter, welcher Stürmer Budimir (58.) eiskalt ins linke untere Eck verwandelte, konnte er aber nichts machen. Ein durchaus guter Tag inklusive gut eingeleiteter Konter wurde damit leider etwas heruntergezogen. REAL TOTAL-Note: 2.
Federico Valverde
Lieferte auch auf seiner ungewohnten Position als Rechtsverteidiger wie gewohnt stark ab. Auch auf der rechten Außenbahn war der Uruguayer überall auf dem Platz zu finden und sicherte nicht nur in der Defensive ab, sondern sorgte auch in der Offensive für ordentlich Gefahr. Nach gut einer Viertelstunde bekam er den Ball von Bellingham vorgelegt und rannte in den Strafraum ein, um die Kugel dann auf Mbappé vorzulegen, welcher das zwischenzeitliche 1:0 erzielte. Konnte das Spiel auch gut verlagern wie bei seiner sehenswerten Spielverlagerung per Flanke über das halbe Spielfeld auf Vinícius Júnior (22.). Kurz nach Wiederanpfiff hatte er selbst die Gelegenheit per Freistoß einen Treffer zu erzielen, der Schuss war jedoch nicht platziert genug. Eine Passgenauigkeit von 89 Prozent und zwei gewonnene Lufzweikämpfe wie auch einer Grätsche gegen Zaragoza markierten eine gute Leistung des Uruguayers. REAL TOTAL-Note: 2.
Aurélien Tchouaméni
Spielte sich im Verbund mit Raúl Asencio als Defensiv-Duo immer besser ein. Sorgte vor allem per Kopf für zahrleiche Klärungen wie gegen Zaragoza (19.) oder Herando (39.). Der Franzose war immer zur Stelle und konnte viele Angriffsversuche entschärfen. Eine Leistung, die es auch gegen ManCity brauchen wird. REAL TOTAL-Note: 2,5.
Raúl Asencio
Er wird langsam aber sicher immer mehr zur Entdeckung in dieser LaLiga-Saison aus Sicht der Königlichen. Trotz seines jungen Alters und der fehlenden Erfahrung strahlte Asencio abermals viel Ruhe in der Abwehr aus. Kam es zu gefährlichen Situation, versuchte der Spanier nicht, die Szene spielerisch in eine Umschaltsituation zu verwandeln, sondern entschärfte sie, indem er den Ball gekonnt in Richtung Tribüne schoss. Auch in der Luft zeigte er vor allem gegen Budimir (66.) seine Klasse. Eine Passgenauigkeit von 93 Prozent und neun Klärungen unterstreichen diese gute Leistung umso mehr. REAL TOTAL-Note: 2.
Fran García
War über das ganze Spiel gesehen ein Aktivposten in der Offensive, schaltete sich, wenn nötig aber auch hinten gut ein wie bei der Klärung gegen Areso gleich zu Beginn oder Budimir (27.) im eigenen Strafraum. Nach vorne war es vor allem sein super Pass auf Mbappé (31.), der auf Vinícius weiterlegte, doch der Ball landete zu ungenau in den Armen von Keeper Herrera. Eine durchaus gute Leistung des Spaniers. REAL TOTAL-Note: 2,5.
Luka Modrić
Über 90 Minuten lang sorgte der Altmeister im Zentrum für Ordnung und schaltete sich selbst mit einem guten Steckpass auf Mbappé nach nur zwei Minuten auch in der Offensive ein. Agierte oft als defensiver Schlussmann vor der Viererkette und versuchte das Spiel gekonnt aufzubauen. Kurz vor Schluss hätte er sich auch selbst mit einem Treffer belohnen können, als Vinícius (82.) den Ball per Flanke auf ihn im Strafraum legte, doch der Schuss ging knapp an das linke äußere Tornetz. Diese fast 100-prozentige Torgelegenheit hätte möglicherweise den Sieg und damit drei Punkte für die Königlichen bedeutet. REAL TOTAL-Note: 3.
Eduardo Camavinga
Ein gebrauchter Tag für den Franzosen – als defensiver Mittelfeldspieler sorgte Camavinga bereits zu Beginn mit einem harten Einsteigen gegen García für Aufsehen, sah dafür jedoch glücklicherweise weder eine gelbe Karte noch einen Freistoß. Nach Wiederanpfiff ließ er Moncayola (55.) jedoch völlig frei hinter seinem Rücken zu einem gefährlichen Abschluss kommen, welcher von Courtois noch pariert werden konnte. Direkt im Anschluss rutsche der Franzose aber über den Fuß von Budimir nach dessen verschossener Chance und verursachte dadurch den Strafstoß und auch den Punkteverlust für die Blancos. Ein Einsteigen, was möglicherweise die Tabellenführung kosten könnte. REAL TOTAL-Note: 4.
Jude Bellingham
Agierte zu Beginn wie gewohnt aufmerksam im Mittelfeld und sorgte direkt mit seinem Pre-Assist auf Valverde, nach einem gewonnenen Zweikampf gegen Herando, für den ersten Treffer der Partie. Leitete auch eine gute Vorlage auf Mbappé (23.), welche der Franzose aber nicht verwandeln konnte, da er noch einen Fuß dazwischen bekam. Nach knapp 40 Minuten dann der Schock – wegen einer vermeintlichen Schiedsrichterbeleidigung sah Bellingham Rot und musste vom Platz. Ein eigentlich anfangs noch guter Auftritt endete dennoch in einem Debakel… REAL TOTAL-Note: 3,5.
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Brahim Díaz (bis zur 69. Minute)
Das Gastspiel bei Osasuna war sicherlich nicht Brahims bester Auftritt im weißen Dress. Zwar durfte der Marokkaner knapp 70 Minuten ran, eine wirklich nennenswerte Aktion gelang ihm dabei jedoch nicht. In der zweiten Halbzeit musste er aufgrund der roten Karte von Bellingham etwas tiefer als rechter Mittelfeldspieler auf der Außenbahn agieren und verlor somit noch mehr an offensiver Durchschlagskraft. Auch eine Passgenauigkeit von 79 Prozent und keine zählbare Torchance unterstreichen diese Leistung nur noch mehr. REAL TOTAL-Note: 3.
Kylian Mbappé
Mbappé bestätigte gleich zu Beginn seine Top-Form und legte per Flanke auf Vinícius vor, der den Ball aber am Tor vorbei köpfte. Er selbst kam nach rund zehn Minuten zum ersten Abschluss, jedoch war dieser zu ungefährlich. Nach 15 Minuten dann aber lief er perfekt in den Strafraum ein und verwandelte nach Vorlage von Valverde über rechts und erzielte den ersten und einzigen Treffer der Königlichen. Bereits kurze Zeit später hatte der Franzose die Chance auf den zweiten Treffer als er durch Vini gut durchgesteckt wurde, aber Keeper Herrera entschärfte die Situation sehenswert. Nach Wiederanpfiff hatte der Stürmerstar noch ein paar gute Gelengenheiten zu erhöhen, doch es sollte ihm einfach nicht gelingen. Mit sechs Torschüssen, wovon vier direkt auf den Kasten von Osasuna gingen, wäre definitiv mehr möglich gewesen. REAL TOTAL-Note: 2,5.
Vinícius Júnior
Noch in der Hinrunde erzielte der Brasilianer gegen Osasuna einen Hattrick, diesmal hatte er bereits nach drei Minuten den ersten Treffer auf dem Kopf nach Mbappés Flanke, doch der Ball flog am Tor vorbei. Kurz darauf steckte der Brasilianer den Ball sehenswert durch die letzte Abwehrkette auf Mbappé durch, doch der Franzose konnte diese Gelegenheit nicht verwerten. Die nächste Chance folgte in der 32. Minute nach Vorlage von Mbappé, doch Vinícius kam nicht gut genug an den Ball ran und sein Abschluss war kein Problem für Keeper Herrea. Nach Wiederanpfiff arbeitete er mehr nach hinten und stopfte auf der linken Seite die offene Lücke durch Bellinghams rote Karte. Kurz vor Schluss (75.) hatte der Brasilianer nochmals die Chance auf den Siegtreffer, nachdem er sich im Strafraum über linke Seite gedribbelt hatte, doch beim Abschluss die Balance verlor. Abseits davon sorgten jedoch vor allem seine Forderungen nach gelben Karten für viel Aufsehen. Mit vier Torschüssen am Konto hätte mindestens ein Treffer rausspringen können, wenn nicht sogar müssen. REAL TOTAL-Note: 3.
Vor dem Spiel gegen Sporting Lissabon nahm Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl seine Spieler in die Pflicht und gab ein Versprechen.
Sieht viele Spieler unter Form beim BVB: Sportdirektor Sebastian Kehl.
IMAGO/DeFodi Images
Die jüngste Niederlage in Bochum ließ wenig Raum für Interpretationen. Der BVB ist in der Bundesliga derzeit nur noch Mittelmaß, hat ein Spiel mehr verloren als gewonnen. Jeder müsse die nötige Selbstkritik an den Tag legen, sagte Kehl am Mikrofon von DAZN vor dem Spiel. “Denn ich glaube, dass viele Spieler im Moment unter ihrer Form spielen und dass die Mannschaft deutlich mehr Qualität besitzt. Aber das müssen wir vor allem auf dem Platz sehen.” Da sei jetzt jeder gefordert.
Alle müssten in der aktuellen Situation in eine Richtung marschieren. “Das heißt, die Spieler müssen vor allem Verantwortung übernehmen für die Dinge auf dem Platz. Sie müssen Verantwortung übernehmen für ihre eigene Leistung”, fordert Kehl.
Mit Niko Kovac habe der BVB jetzt einen neuen Weg beschritten und die Zügel seien etwas angezogen worden. Das Spiel in Bochum sei “sehr kritisch miteinander besprochen” worden. Deshalb gab Kehl auch ein Versprechen: “Das wird in der Form auch nicht mehr passieren, das hat der Trainer auch gesagt.”
“Wir haben noch zwölf Spieltage”
In der Champions League hofft Kehl, dass Dortmund noch ein paar Einnahmen generieren kann, mit denen nicht kalkuliert worden sei. Und die Bundesliga hat der BVB natürlich auch noch nicht abgeschrieben. “Wir haben insgesamt noch zwölf Bundesliga-Spieltage”, rechnet Kehl. “Da wollen wir noch ein bisschen was gut machen.”
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Immerhin sind noch 36 Punkte zu vergeben und die internationalen Plätze sind nur sechs Punkte entfernt. Allzu viele Patzer sollte sich Dortmund bei der gewünschten Aufholjagd allerdings nicht mehr erlauben, denn eines stellte Kehl auch klar: “Alle leiden in der aktuellen Situation.”
Essen. Der BVB empfängt Sporting Lissabon zum Rückspiel in der Champions League. Gelingt der Einzug ins Achtelfinale? Das Spiel im Live-Ticker.
Für Borussia Dortmund geht es am Mittwochabend in den Playoffs der Champions-League gegen Sporting Lissabon um den Einzug ins Achtelfinale. Das Hinspiel in Lissabon hat die Kovac-Elf nach einer deutlichen Leistungssteigerung mit 3:0 (0:0) gewonnen und sich somit eine gute Ausgangslage für das Rückspiel erarbeitet. Anpfiff der Partie im Dortmunder Signal Iduna Park ist um 18:45 Uhr.
Allerdings: So eine desolate Leistung wie im Revier-Derby am Samstag gegen den VfL Bochum (0:2) darf der BVB auch gegen Lissabon nicht zeigen. In der Bundesliga steht Borussia Dortmund auf Platz 11 und hinkt seinen eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. Niko Kovac hat als Trainer den schlechtesten Bundesliga-Start seit 11 Jahren beim BVB hingelegt.
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Dennoch verzichtet Kovac auf große personelle Änderungen, da er eine Stammelf finden und das Selbstvertrauen der Mannschaft stärken will. Nur Niklas Süle sitzt draußen, dafür kehrt Julian Ryerson, der in Bochum gesperrt war, in die Anfangsformation zurück.
So spielt der BVB: Kobel – Svensson, Schlotterbeck, Can, Ryerson – Sabitzer, Groß – Gittens, Brandt, Adeyemi – Guirassy.
Champions League: Borussia Dortmund gegen Sporting Lissabon – Das Spiel hier im Liveticker
BVB: Mehr News und Hintergründe zu Borussia Dortmund
Fast 150 neue Spieler in sieben Jahren: Das spezielle Erfolgsrezept von Nottingham Forest
Der Traditionsverein steht zurzeit auf Rang drei der Premier League. Der Erfolg kam mit dem neuen Trainer und vor allem auch durch das Geld eines zornigen Milliardärs.
Publiziert heute um 20:02 Uhr
In Nottingham haben sie derzeit viel zu bejubeln: Chris Wood und Anthony Elanga (rechts) feiern ein Tor gegen Bournemouth.
Foto: Michael Regan (Getty Images)
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In Kürze:
Nottingham Forest überrascht mit einem beeindruckenden dritten Platz in der englischen Premier League.
Der griechische Milliardär Evangelos Marinakis hat über 400 Millionen Franken investiert.
Trainer Nuno Espírito Santo führte das Team in kurzer Zeit zu bemerkenswertem Erfolg.
Marinakis’ umstrittener Führungsstil spiegelt sich in häufigen Transfers und Trainerwechseln wider.
Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Fussballmärchen. Nottingham Forest spielt sich in der laufenden Saison bis auf den dritten Rang der Premier League vor. Im Team tummeln sich Namen, die beim durchschnittlichen hiesigen Fussballfan nicht die grosse Euphorie erzeugen: Murillo, Ola Aina, Chris Wood – sie könnten bald auf der europäischen Bühne für Aufregung sorgen.
Der Erfolg kommt unerwartet, aber nicht ganz zufällig. Die Investitionen seit dem Aufstieg 2022 sind enorm, der Spielerverschleiss grenzt an Absurdität. Etwas über 400 Millionen Schweizer Franken hat Nottingham in den letzten rund zweieinhalb Jahren ausgegeben. Zum Vergleich: Tabellenführer Liverpool investierte in dieser Zeit rund 340 Millionen Franken.
Das Geld für die Investitionen stammt aus der Tasche des griechischen Milliardärs Evangelos Marinakis, der den Club 2017 zu 80 Prozent übernahm – mit grossen Ambitionen. Zu dieser Zeit steht der taumelnde Traditionsverein auf den hinteren Rängen der Zweitklassigkeit. Weit weg von der Blütezeit der Siebzigerjahre, als Nottingham einst den einzigen Meistertitel (1978) und zweimal den Europacup der Landesmeister (1979, 1980) gewann. Später rutschte der Club aus der Stadt, in der sich die Legende von Robin Hood zugetragen haben soll, sogar bis in die Drittklassigkeit ab.
Präsident Marinakis, der sich anders als der Held aus dem späten Mittelalter nicht für soziale Gerechtigkeit, sondern vielmehr für Erfolge im Fussball interessiert, ist bekannt für grosse Ankündigungen und ein nicht immer ganz sittliches Benehmen. Beim Amtsantritt lässt er verlauten, den Club wieder in eine ähnlich glorreiche Zeit wie vor rund 50 Jahren zurückführen zu wollen.
Der schwerreiche Mann stapft über den Platz seines Clubs: Evangelos Marinakis ist Mehrheitseigner von Nottingham Forest.
Foto: Michael Regan (Getty Images)
In der Funktion des Mehrheitseigners von Olympiakos Piräus bedroht und beleidigt Marinakis nach einem Spiel den Schiedsrichter derart massiv, dass ihm ein griechisches Sportgericht ein fünfmonatiges Stadioninnenraum-Verbot auferlegt. Und auch in England sorgt Marinakis’ Umgang mit Unparteiischen für Aufsehen: Ende 2024 soll er einem Schiedsrichter nach einem Spiel Nottinghams gegen Fulham vor die Füsse gespuckt haben, der englische Verband erteilte dem Präsidenten daraufhin für fünf Spiele Stadionverbot.
«Ihr seid nicht einmal das Toilettenpapier in unserem Trainingszentrum wert»
In der illustren Runde von Clubbesitzern gehört der Grieche, der auch beim portugiesischen Rio Ave FC Mehrheitseigner ist, wahrlich nicht zu den Gemässigten. Wenig überraschend sieht auch die Transferkultur Nottinghams eher unkonventionell aus. In der Saison nach dem Aufstieg verpflichtet der Club aus den Midlands stolze 30 neue Spieler, darunter mit Remo Freuler auch einen Schweizer Nationalspieler, der den Verein nach einem Jahr wieder verlässt. Seit Marinakis’ Übernahme 2017 amteten in Nottingham schon sieben Trainer, und der Club verpflichtete nahezu 150 Spieler.
Es sind Zahlen, die nicht gerade Erfolg versprechend oder auch nur annähernd nachhaltig wirken. Der Club kann in der Premier League nach dem Aufstieg auch zweimal nur knapp dem Abstieg entkommen. Unter Trainer Nuno Espírito Santo nimmt das Team aber enorm an Fahrt auf. Seit Dezember 2023 steht der Portugiese nun an der Seitenlinie – mit ihm kommt der Höhenflug.
Mit ihm kam Konstanz auf dem Trainerposten – und der sportliche Erfolg: Nuno Espirito Santo.
Foto: David Rogers (Getty Images)
Mit Ryan Yates steht nur noch ein Spieler aus der Aufstiegsmannschaft im Kader. Transformation vor Tradition ist das Credo von Marinakis, der mit Reedereien ein Vermögen angehäuft hat. Laut Forbes soll der Grieche, dessen Vater schon als Reeder tätig war, rund 4 Milliarden Dollar schwer sein.
Ebenso wie der Reichtum gehört auch eine gesunde Portion Zorn zum Patriarchen, der einst bei Olympiakos Piräus die Spieler nach einer schwachen Saison mit den Worten «Ihr seid nicht einmal das Toilettenpapier in unserem Trainingszentrum wert» beleidigte. Einen Monat zuvor hatte er die Spieler mit einer Gesamtbusse von 400’000 Euro bestraft und ihnen die Möglichkeit eröffnet, besser gleich in den Urlaub zu gehen.
Anklagen wegen Spielmanipulationen oder Schmuggel von 2,1 Tonnen Heroin auf einem seiner Frachter: Marinakis musste auch immer wieder vor Gericht antraben. In keinem der Fälle wurde Marinakis verurteilt. Die Persona des Präsidenten ist einigen Fans dennoch nicht ganz genehm.
Im Sommer 2024 feierten in Piräus aber sicherlich auch die Kritischen mit den weiteren Zehntausenden Anhängern den Gewinn der Conference League, den ersten Europacup-Titel überhaupt für ein griechisches Team. Und in Nottingham träumen sie weiter davon, dass die Zukunft nun ebenso rosig wird wie die bald schon 50-jährigen Gedanken.
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Loris Brasser ist Redaktor im Ressort Sport und berichtet vorwiegend über Fussball.Mehr Infos