Autor: Stre

  • DFB-Nachwuchsliga: Schalke schlägt Bayern, BVB holt Punkt in

    DFB-Nachwuchsliga: Schalke schlägt Bayern, BVB holt Punkt in


    Es war viel los am vierten Spieltag der DFB-Nachwuchsliga: Besonders bei Schalke 04 und Rot-Weiss Essen war die Freude groß.

    Vierter Spieltag der Hauptrunde in der DFB-Nachwuchsliga. Die Schalker U19 hatte hohen Besuch aus dem Süden, auch der BVB und Rot-Weiss Essen waren im Einsatz.

    FC Schalke 04 gegen FC Bayern München. Was wie ein Bundesliga-Klassiker klingt, ist leider nur bei den Junioren Realität. Sowohl die U19 der Knappenschmiede als auch die des Rekordmeisters qualifizierte sich für Liga A – beide dürfen also noch auf die deutsche Meisterschaft hoffen.

    Die Talente des S04 starteten unter den Augen von Youri Mulder und Kees van Wonderen furios und konzentriert, stellten die Bayern vor große Herausforderungen. Folgerichtig gingen die Knappen kurz vor der Pause durch Ayman Gulasi (41.) in Führung. Erst im Januar hatte Gulasi beim S04 einen Lizenzspielervertrag bis 2028 unterschrieben – und gegen Bayern zeigte er, wieso Schalke ihn langfristig binden will.

    In Hälfte zwei erhöhte Bayern erwartungsgemäß den Druck, die Partie wurde umkämpfter – doch Schalkes Rückhalt, Keeper Johannes Siebeking, hielt die Null weiter fest. Und dann der Riesenjubel: Der eingewechselte Wallentowitz sorgte per Lupfer in der Nachspielzeit für die Entscheidung (94.). Die Elgert-Elf bezwang die U19 des großen FC Bayern München mit 2:0 und sammelt damit wichtige Punkte in der Liga A.

    Die U19 von Borussia Dortmund reiste zu jenem Gegner, der sie 2023 im Finale um die deutsche Meisterschaft bezwang: zum 1. FSV Mainz 05. Die Null stand lange, dann dezimierte Dortmund sich selbst – Ousmane Diallo flog mit der Ampelkarte vom Platz (79.). Aus seiner Überzahl konnte der FSV jedoch kein Kapital mehr schlagen: Es blieb beim torlosen Remis zwischen dem BVB und dem 1. FSV Mainz 05.

    Liga B Gruppe G

    Einige Tore zu sehen gab es dagegen im Westduell zwischen Rot-Weiss Essen und dem SC Paderborn. Die Vorzeichen schienen klar: Paderborn ging mit zwei Siegen aus zwei Partien als Spitzenreiter in die Partie, während die U19 von RWE nach drei Spielen mit null Punkten auf dem letzten Rang stand.

    Doch der vermeintliche Außenseiter ging früh mit dem ersten Torschuss durch Ben Berzen in Führung (13.). Postwendend folgte allerdings der Ausgleich per Elfmeter – Monti Theiß verwandelte für den SCP (14.). RWE schüttelte sich kurz, bekam die Partie wieder in den Griff und war hellwach.

    Umso bitterer war der Führungstreffer für die Ostwestfalen durch Fedir Babak, der in einer Essener Druckphase fiel (27.). Dann kam es noch dicker: Durch ein Slapstick-Eigentor von Keeper Romero Gerres (31.) erhöhten die Gäste auf 3:1, doch Essens Kamil Kaya verkürzte noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 2:3.

    Essens beherzte Leistung und das intensive Pressing wurde dann nach dem Seitenwechsel belohnt: Yasin Pirnal verwertete einen zweiten Ball zum 3:3-Ausgleich (61.). Dann stellte eine Rote Karte das Spiel erneut auf den Kopf. Eine kuriose, überharte Entscheidung des Schiedsrichters gegen Essens Bilal Charkaoui (75.). Entgegen aller Erwartungen war es aber dennoch die RWE-Junioren, die den Lucky-Punch setzten: In Unterzahl traf Yan Montas zum umjubelten 4:3 für das bisherige Schlusslicht (82.). Paderborn warf alles nach vorne, doch Essen war der glückliche Sieger.

    Essens Ligakonkurrent aus der Region, Rot-Weiß Oberhausen, ist am Sonntag gegen den FC Hennef 05 gefordert (23.02, 13 Uhr), der MSV Duisburg ist im Pokal gefordert und hat spielfrei.



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  • Beim BVB passt einfach gar nichts mehr

    Beim BVB passt einfach gar nichts mehr


    Bei Borussia Dortmund hat man nach wie vor das Gefühl, dass es hinten und vorne nicht stimmt. Der BVB braucht deshalb dringend einen Neuanfang auf allen Ebenen. Doch das scheint leichter gesagt als getan.

    Dieser Text enthält eine Einordnung aktueller Ereignisse, in die neben Daten und Fakten auch die Einschätzungen von Stefan Rommel sowie ggf. von Expertinnen oder Experten einfließen. Informieren Sie sich über die verschiedenen journalistischen Textarten.

    Spät am Dienstagabend hat Emre Can einen bemerkenswerten Satz gesagt. “Wir haben nicht mehr gemacht als nötig”, erzählte Borussia Dortmunds Kapitän nach dem 0:0 gegen Sporting und dem damit verbundenen Weiterkommen in der Champions League.

    Mehr News zu Borussia Dortmund

    Cans ehrliche – oder naive, je nach Lesart – Ausführung hat danach ein paar Wellen geschlagen, sein Trainer Niko Kovac musste ihm widersprechen, heftige Kritik gab es von Seiten der BVB-Fans und unter anderem auch von Ex-Kapitän Roman Weidenfeller.

    “Was ist denn das für ein Ansatz”, fragte Weidenfeller in einem Fußball-Talk bei “Sky”. “Ich finde es fahrlässig, dass der Kapitän von Borussia Dortmund das sagt. Bei einem Champions-League-Abend im Signal Iduna Park muss die Luft und der Platz brennen!”

    Eine nichtige Episode, möchten man meinen. Im Grunde spiegelt sich darin aber tatsächlich sehr viel von dem, was Borussia Dortmund in dieser Saison anbietet und wofür es steht. Und das ist in diesem Fall nicht als Qualitätsmerkmal zu verstehen.

    Platz elf entspricht den Leistungen

    Gegen Sporting blieben zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit Plätze im Stadion frei, die Partie war nicht ausverkauft oder ein kleiner Teil der Fans verzichtetet freiwillig auf einen Besuch. Nun könnte man das mit den besonderen Vorzeichen erklären, unter denen die Partie stand: Das Duell gegen den portugiesischen Meister schien nach dem 3:0-Erfolg aus dem Hinspiel bereits entschieden, außerdem war es lausig kalt.

    In “normalen” Zeiten wären die Fans trotzdem ins Westfalenstadion gepilgert und hätten sich darauf gefreut, dass dann “die Luft und der Rasen brennt”. Aber “normal” im Sinne von “geregelt” scheint bei Borussia Dortmund schon lange nichts mehr.

    Vielmehr wird BVB seit Monaten nur so durch diese Saison geschleudert, vereinzelten Highlights folgen immer noch schlimmere Tiefpunkte. Zuletzt beim 0:2 in Bochum, samt indiskutabler Leistung. Es war die fünfte Bundesliga-Niederlage im siebten Spiel in diesem Kalenderjahr, Tabellenplatz elf ist deshalb längst keine flüchtige Bestandsaufnahme mehr, sondern entspricht exakt der Leistungsfähigkeit der Mannschaft.

    Kovac und die Standard-Rezepte

    Dies zu ändern, wurde vor wenigen Wochen Niko Kovac als Aufgabe aufgetragen. Die große Euphorie versprühte Kovac‘ Berufung von Anfang an nicht, eher das Gefühl einer zweckdienlichen Entscheidung. Eine gute Halbzeit gegen Sporting ist der Mannschaft mit ihrem neuen Trainer aus den ersten vier Spielen geglückt. Der Rest war genau das, was man schon in den Wochen und Monaten davor sehen konnte.

    Mit Kovac holten sich die Verantwortlichen um Lars Ricken und dem immer noch omnipräsenten Hans-Joachim Watzke so etwas wie den kleinsten gemeinsamen Nenner ins Haus. Und zeigten damit bei der Besetzung der Trainerstelle, welche Art Lösungsansätze für den BVB definiert sind.

    Im offenkundigen Irrglauben, doch noch irgendwie auf Platz vier in der Tabelle und damit erneut in die Königsklasse zu springen, sollte es ein Trainer sein, der schnell die soften Faktoren anspricht und verbessert: Leidenschaft und Kampfgeist, “den Kopf frei machen”, Selbstvertrauen tanken, Gras fressen beim selbst ernannten Malocher-Klub. Und – als inhaltlichen Aspekt – die Stärkung der Defensivleistung der Mannschaft.

    Jeder einzelne Punkt für sich genommen ist eine wichtige Zutat erfolgreicher Mannschaften. Die eigentlichen Kernprobleme der Mannschaft werden dabei aber geflissentlich immer noch übersehen.

    Der Ballbesitz als größtes Problem

    Kovac versucht sich in seinen ersten Tagen beim BVB mit dem Patentrezept für abstiegsbedrohte Teams: Eine defensive Grundordnung zuerst, ein großer Fokus auf die viel zitierten Basics und Disziplin, ausgeführt von einem kleinen Stamm an Startspielern. Das ist nicht falsch, für die Ansprüche und die Ziele von Borussia Dortmund aber vermutlich auch zu wenig. Der BVB muss jetzt Spiele gewinnen, und das in Serie.

    Wie das mit den gravierenden Problemen im eigenen Ballbesitz, im tiefen Aufbau und vor allen Dingen im letzten Drittel funktionieren soll, ist schleierhaft. Dafür hat Kovac noch keine Ideen entwickelt oder aber eine gewisse Rotation innerhalb der Mannschaft gefunden, die wichtige Spieler in die für sie besten Positionen bringt.

    Pascal Groß bleibt ein Pendler zwischen seiner angestammten Position im zentralen Mittelfeld und der des Außenverteidigers. Maximilian Beier spielt nicht als zweite, hängende Spitze, sondern als Achter oder Flügelangreifer, Emre Can hat sein flüchtiges Glück nun als Innenverteidiger gefunden, zumindest vorerst. Am auffälligsten lässt sich das Problem aber wohl an einem Spieler belegen, der fast komplett unter dem Radar fliegt.

    Yan Couto als Sinnbild

    Yan Couto ist als Rechtsverteidiger von Manchester City ausgeliehen, in wenigen Monaten soll eine Kaufoption für den Brasilianer greifen. Kolportiert wird eine Summe von 25 Millionen Euro, inklusive der rund fünf Millionen Leihgebühr wäre Couto damit einer der teuersten Transfers der Dortmunder Klubgeschichte.

    Aktuell steht Couto bei 14 Einsätzen in der Bundesliga, rund die Hälfte davon als Einwechselspieler. Unter Kovac hat Couto bisher 27 Minuten spielen dürfen, gegen Sporting saß er in beiden Partien 90 Minuten lang nur auf der Bank. Eingekauft wurde Couto als offensivstarker Rechtsverteidiger, der im eigenen Ballbesitz in die letzte Linie hochschiebt – ganz so, wie es sich Ex-Trainer Nuri Sahin vorgestellt hatte und wie Couto bei seinem vorherigen Klub in Girona auf sich aufmerksam machen konnte.

    Mit den Trainerwechseln zu Interimslösung Mike Tullberg und nun zu Kovac wurde Coutos Spielerprofil quasi wegrationalisiert: Den Job übernehmen nun auf der anderen Seite Groß und Winter-Zugang Daniel Svensson – während Coutos Planstelle auf rechts mit dem Kämpfertyp Julian Ryerson besetzt ist.

    Kaum etwas könnte die Dortmunder Malaise besser zusammenfassen als Coutos momentanes Schicksal: Ein Spieler mit reichlich Potenzial und einem sehr spielerischen Ansatz wird zum Opfer mehrerer Trainer- und damit auch Philosophiewechsel, findet sich vorerst lediglich auf der Bank wieder und “muss” im Sommer womöglich doch für sehr viel Geld fest verpflichtet werden.

    Dortmunds Ideen greifen einfach nicht

    Das Problem eines krumm und schief geplanten Kaders drängt sich wegen Geschichten wie dieser immer mehr auf. Wobei da weder Niko Kovac noch Yan Couto eine Schuld trifft. Die Zusammensetzung der Mannschaft erfolgte auf Grund einer gründlichen Analyse im Sommer nach einer holprigen letzten Saison, der Kern und der Charakter der Mannschaft wurden dafür aber offenbar außer Acht gelassen.

    Can bleibt Kapitän, das hat auch Neu-Trainer Kovac noch einmal mit Nachdruck bestätigt. Ein Stellvertreter ist Julian Brandt. Beide, Can und Brandt, galten vor nicht einmal zwei Jahren als Verkaufskandidaten Nummer eins und zwei – nun führen sie eine Mannschaft an, der es mehr denn je an Führung fehlt. Und an Charakteren, an der sich andere aufrichten können.

    Die Idee, auf Spielern der Vergangenheit die Basis zu bauen für eine erfolgreiche Zukunft, mit Zukäufen von in der Regel ligabekannten und -erprobten Spielern hat sich zum wiederholten Mal als Trugschluss erwiesen und die Frage wird sein, wann der BVB diese Strategie mit erfahrenen, teilweise (zu) satten Spielern wieder zu den Akten legt.

    Mit deutlich über 200 Millionen Euro unterhält der BVB immerhin den zweitteuersten Kader der Liga nach dem der Bayern. Aufwand und Ertrag passen da nun schon seit Jahren nicht mehr zusammen und es wird mehr als “nur” eine Transferperiode brauchen, die Fehleinschätzungen der letzten Jahre wieder zu kassieren.

    Watzke und die gespielte Lässigkeit

    Der BVB steht unter den besten 16 Mannschaften Europas, das ist nicht nur fürs Renommee, sondern auch aus finanzieller Sicht eine gute Nachricht. Nicht nur die Teilnahme an der Champions League in der kommenden Saison steht auf dem Spiel, womöglich haben die Dortmunder Spieler dann ganz grundsätzlich unter der Woche frei, wenn es nicht mal für die Trostpreise Europa League oder Conference League reicht.

    Möglich ist das allemal, die gespielte Gelassenheit von Klub-Boss Watzke, der seinem Klub auch zwei Jahre ohne Königsklasse zutrauen würde, mag in finanzieller Dimension stimmen. “Dann macht der BVB wieder ein oder zwei Transfers, dann ist wieder alles im Lot”, sagt Watzke. Dass dann aus einer mittelmäßigen Mannschaft ein oder zwei herausragende Spieler gerissen würden, sagt er nicht.

    Der fest beanspruchte Platz zwei hinter den Bayern, der Beste vom Rest quasi, ist an Bayer Leverkusen übergegangen, hinter der Borussia scharrt Eintracht Frankfurt schon mächtig mit den Hufen.

    Intern dürfte sich die Unruhe auch nach der Demission von Sven Mislintat und der Beschneidung von Matthias Sammers TV-Eskapaden nur geringfügig legen, so lange die Mannschaft nicht in die Spur findet. Wer ab sofort den Kader für welche Wettbewerbe planen wird, steht allenfalls auf dem Papier fest – ob Niko Kovac je nach Abschneiden noch über den Sommer hinaus Trainer bleiben kann, muss sich erst noch zeigen.

    Dazu kommt die zwar finanziell lukrative, aus sportlicher Sicht aber fragwürdige Klub-WM, die im Sommer eine gezielte Vorbereitung torpediert. Für den BVB und seine Ambitionen sind die Aussichten nicht gerade rosig. Eigentlich müsste eine komplette Neuausrichtung des Klubs her – das ist aber leichter gesagt als getan.

    Verwendete Quellen

    JTI zertifiziert
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  • Überraschung bei der Busabfahrt – Stammspieler fehlt

    Überraschung bei der Busabfahrt – Stammspieler fehlt


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  • Fällt er dem Kovac-System zum Opfer?

    Fällt er dem Kovac-System zum Opfer?


    Seit knapp drei Wochen ist Niko Kovac Cheftrainer bei Borussia Dortmund. Harte personelle Konsequenzen gibt es aufgrund der angespannten sportlichen Situation noch nicht. Trotzdem rückt ein BVB-Star auf das Abstellgleis.

    Die eigenen Ansprüche des Spielers und auch die Erwartungen des Vereins waren groß. „Ich werde alles dafür tun, um mit den Fans der Borussia großartige Stunden in der Bundesliga und in der Champions League zu erleben“, erklärte Yan Couto im Sommer bei seinem Wechsel zu Borussia Dortmund.

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    Umso glücklicher waren die Dortmunder, als bereits Anfang Oktober die Kaufpflicht griff und der brasilianische Rechtsverteidiger für rund 25 Millionen Euro fix zum BVB wechselte.

    Doch der Alltag ist ein anderer. Der 22-Jährige spielt keine große Rolle bei Schwarz-Gelb. Gerade unter Trainer Niko Kovac rückt er zunehmend auf das Abstellgleis.

    BVB-Neuzugang Couto unter Kovac außen vor

    „Ich muss mir da noch ein klareres Bild machen von jedem Einzelnen. Die, die schon seit Jahren in der Bundesliga spielen, die kennen wir alle. Yan ist erst vor Kurzem in die Bundesliga gekommen. Da brauche ich noch ein bisschen Zeit, um ihn besser zu scannen“, erklärte Kovac zuletzt den Verzicht.

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    Unter dem neuen BVB-Trainer bekam Couto erst 27 Spielminuten. Doch in Bochum enttäuschte er nach seiner Einwechslung auf ganzer Linie und hätte durch eine Unachtsamkeit fast noch das dritte Gegentor verschuldet.

    In drei der bisherigen vier Spiele kam er überhaupt nicht zum Einsatz – und das, obwohl Not am Mann war. In Bochum vertrat der lange Zeit verletzte Niklas Süle den gesperrten Julian Ryerson – ein erster deutlicher Fingerzeig in Richtung des Brasilianers, der eigentlich mindestens ein erster Backup sein sollte.

    In den beiden Playoff-Spielen gegen Sporting Lissabon bildeten der flexibel einetzbare Julian Ryerson und Neuzugang Daniel Svensson, der bereits einen sehr guten Eindruck hinterließ, die defensive Achse. Übrigens: Bei der Einschätzung des Schweden brauchte Kovac offenbar, im Gegensatz zu Couto, nicht viel Zeit.

    Feststeht: Alle Dortmunder Außenverteidiger, und sogar der noch nicht einmal vollständig fitte Innenverteidiger Niklas Süle, scheinen für Kovac derzeit die bessere Wahl zu sein.

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    Kovac-System passt nicht zu Couto

    Doch auch das System von Kovac kommt dem Brasilianer alles andere als entgegen. Der BVB-Coach bevorzugt das Spiel mit einer Viererkette, im Ballbesitz auch mal mit dem Außenverteidiger auf der Sechs. Sowohl Bensebaini als auch Svensson machten in dieser Rolle zuletzt einen ordentlichen Eindruck.

    „Yan ist sicherlich eine Alternative hinten rechts“, erklärte Kovac vor dem Spiel in Bochum, betonte aber auch: „Wobei er schon eher ein Wingback als ein Fullback ist.“

    Bedeutet: Kovac sieht Couto eher auf einer offensiveren Position im Mittelfeld als in der letzten Kette. Optimal wäre für den Rechtsverteidiger die Position in einer Fünferkette als rechter Außenverteidiger, der viel nach vorne arbeiten kann. Doch dieses System kam für Kovac bislang nicht infrage. Und auf den Flügeln sind die Plätze bereits vergeben.

    BVB-Wunschvorstellung bereits geplatzt?

    Schon früh in der Saison konnte Couto sein Potenzial andeuten: Schnell, technisch stark und mit ordentlich Offensivdrang. Doch seine Defizite in der Defensivarbeit fielen schnell auf. Auch wegen muskulärer Probleme kam er nie richtig in Tritt. In 21 Einsätzen für den BVB kommt Couto gerade mal auf einen Assist – im Pokal bei Regionalligist Phönix Lübeck.

    Die Zweifel an seiner Verpflichtung wachsen. Ist die Dortmunder Wunschvorstellung, dass Couto der Nachfolger von Ian Maatsen werden könnte, schon geplatzt?

    2021 war Couto mit gerade einmal 17 Jahren von The Guardian in eine Liste mit den 60 größten Talenten der Fußball-Welt aufgenommen worden. Ein Jahr später wechselte er zu Manchester City und wurde direkt zum FC Girona verliehen. In Spanien erlebte er seine bislang erfolgreichste Zeit. Couto sorgte mit dem Klub für Furore, qualifizierte sich in der vergangenen Spielzeit sogar für die Champions League.

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    Kovac: „Brauche noch ein bisschen Zeit“

    Bei Girona wurde er auch erstmals für die brasilianische Nationalmannschaft nominiert. Der Lebenslauf wirkte vielversprechend. Auch deshalb blätterten die BVB-Verantwortlichen, allen voran Sportdirektor Sebastian Kehl, so viel Geld auf den Tisch.

    Zwar erscheinen 25 Millionen Euro im modernen Fußball heutzutage alles andere als abwegig, doch war Couto das wirklich wert? Zudem wundern sich einige BVB-Anhänger über die schnell gegriffene Kaufpflicht. Fakt ist: Die Dortmunder Verantwortlichen müssen sich nicht nur wegen dieses Transfers Fragen gefallen lassen.

    „Er wird auch seine Minuten bekommen, die Frage ist nur, wann und wie schnell. Aber da brauche ich noch ein bisschen Zeit“, meinte Kovac.



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  • Inter verpasst Sprung an Tabellenspitze


    Inter Mailand hat den Sprung an die Tabellenspitze der Serie A verpasst. Der italienische Meister musste sich am Sonntag im Spitzenspiel bei Juventus Turin mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und liegt nach der 25. Runde zwei Punkte hinter der SSC Napoli.

    Jubel bei Francisco Conceicao


    Reuters/Massimo Pinca

    ÖFB-Torjäger Marko Arnautovic wurde bei den Mailändern nicht eingewechselt. Für Juve, nun zehn Zähler hinter Napoli auf Platz vier, erzielte Francisco Conceicao (74.) den Siegestreffer nach Traumvorlage von Randal Kolo Muani. Lazio Rom hatte am Samstag ein spätes 2:2-Heimremis gegen die SSC Napoli erkämpft und dem Spitzenreiter zwei Punkte im Titelrennen abgeknöpft.

    Mehr dazu in sport.ORF.at/fussball



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  • Borussia Dortmund trennt sich von Trainer Nuri Sahin

    Borussia Dortmund trennt sich von Trainer Nuri Sahin



    Borussia Dortmund hat sich nach der 1:2-Niederlage in Bologna von Nuri Sahin getrennt. Die Mannschaft wurde noch in der Nacht darüber informiert, am Morgen danach nahm Lars Ricken Stellung.

    Nuri Sahin ist nicht mehr Trainer des BVB.


    Nuri Sahin ist nicht mehr Trainer des BVB.

    picture alliance/dpa


    Nachdem der BVB mit vier Niederlagen ins neue Jahr gestartet ist, zogen die Verantwortlichen noch in der Nacht zum Mittwoch die Konsequenzen und trennen sich von ihrem Trainer. Was die Bild zuerst berichtete, wurde gegen 9 Uhr offiziell – der Coach hatte sich da schon von der Mannschaft verabschiedet. Nuri Sahin hatte erst vor der Saison den Chefposten als Nachfolger von Edin Terzic übernommen, konnte die in ihn gesetzten Erwartungen aber nur selten erfüllen.

    “Den Glauben verloren, die sportlichen Ziele erreichen zu können”


    Lars Ricken, Geschäftsführer Sport beim BVB, wird in der Stellungnahme der Westfalen zitiert: “Wir schätzen Nuri Sahin und seine Arbeit sehr, haben uns eine lange Zusammenarbeit gewünscht und hatten bis zuletzt die Hoffnung, dass wir gemeinsam die sportliche Wende schaffen. Nach vier Niederlagen in Serie, bedingt durch lediglich einen Sieg aus den vergangenen neun Spielen und als aktueller Tabellenzehnter der Bundesliga, haben wir aber leider den Glauben daran verloren, in der gegenwärtigen Konstellation noch unsere sportlichen Ziele erreichen zu können.” Diese Entscheidung tue Ricken “auch persönlich weh, aber sie war nach dem Spiel in Bologna nicht mehr vermeidbar”, da es nicht gelungen sei, “den sportlichen Ambitionen von Borussia Dortmund in dieser Saison zum jetzigen Zeitpunkt gerecht zu werden”.


    Nicht nur die Niederlagen-Serie zu Beginn des Jahres, auch der Sieben-Punkte-Rückstand in der Bundesliga auf die Champions-League-Plätze und vor allem die Art und Weise, wie sich der BVB zuletzt präsentierte, führten zum Ende der Zusammenarbeit, das sich bereits am Dienstagabend angedeutet hatte. Anders als nach dem 2:4 in Kiel und nach dem 0:2 in Frankfurt hatte Ricken in der Nacht ein Bekenntnis zum Trainer vermieden. Ex-Coach Matthias Sammer, der als Berater der Westfalen tätig ist, verwies auf das schwache Auftreten: “Körperlich und geistig ist diese Mannschaft in einer Nicht-Verfassung”, sagte der 57-Jährige bei Amazon Prime. “Leider kann die Mannschaft nicht verteidigen, aber sie kann auch nicht angreifen.”










    Podcast

    Sahin-Aus! Das muss sich beim BVB jetzt ändern


    22.01.25 – 12:45 Uhr
    12:58 Minuten

    Zwölf Siege in 27 Pflichtspielen


    Sahin war im Januar 2024 zum BVB gekommen und zunächst Assistent von Edin Terzic. Im Sommer übernahm er dann in Eigenverantwortung und holte seitdem in 27 Pflichtspielen nur zwölf Siege. Erfahrungen als Coach hatte er zuvor bei Antalyaspor in der Türkei gesammelt. Zu seiner aktiven Zeit wurde der 36-Jährige bei den Borussen ausgebildet, schaffte den Sprung zum Profi und gewann eine Meisterschaft mit den Dortmundern.




    Ein Nachfolger für Sahin steht noch nicht fest, übergangsweise wird zunächst U-19-Trainer Mike Tullberg das Training übernehmen und auch am Samstag im richtungsweisenden Bundesliga-Heimspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) auf der Dortmunder Trainerbank sitzen. Am 29. Januar steht dann das nicht minder wichtige Spiel gegen Donezk in der Champions League an, das entscheidet, ob der BVB noch in die Top 8 rutscht und sich damit zwei Zwischenrunden-Spiele in der Königsklasse spart.



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  • “Inakzeptabele Beleidigungen am Megafon”: Bayer

    “Inakzeptabele Beleidigungen am Megafon”: Bayer


    Manuel Neuer wurde in Leverkusen weit unter der Gürtellinie beleidigt. Der Werksklub verurteilt die Aktion.

    Beim Spitzenspiel der Bundesliga zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern am vergangenen Wochenende ist FCB-Kapitän Manuel Neuer übel beleidigt worden. Der Deutsche Meister reagierte auf die Anfeindungen, die von einem seiner Fans kamen.



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  • 23. Spieltag: SC Freiburg – SV Werder Bremen – SC

    23. Spieltag: SC Freiburg – SV Werder Bremen – SC


    Zitat von Spence2000

    Zitat von Herrenbude

    Ich verstehe die allgemeine Euphorie nicht so ganz. Klar ist ein 5:0 schön, aber die glücklichen Umstände, wie es zustande kam, sollten doch auch schon erwähnt werden.
    Einen Fallrückzieher zu versenken war sicherlich kein Plan, sondern ein schöner Zufall. Beim 2:0 war die Mauer falsch gestellt und der Torwart hat schlecht reagiert. Um eine Zehntelsekunde hat Eggestein kein Rot gesehen bei seinem völlig überzogenen Foul. Und ich freue mich auch, dass Atubolu den Elfer gehalten hat (wobei das Rumgehample davor grenzwertig zur Unfairness ist und vom Schiedsrichter eigentlich bestraft gehört), aber ansonsten wurde er wenig bis nicht gefordert, und hatte dennoch seine üblichen Wackler drin.
    Es wäre kein Wunder gewesen, wenn wir zur Halbzeit mit einem Mann weniger und zu Null gestanden hätten. Und dass Werder dann die zweite Halbzeit abschenkt: naja, geschenkt.
    Freuen wir uns, vier Spiele in Folge hat der Fussballgott in unserem Team gespielt. Es wird auch mal wieder weniger Glück auf unsere Seite fallen

    Welche Wackler bei Atubolu? Würde ich mir gerne nochmal ansehen die Szenen – gerne mit Spielminute.

    Da ja auch keine Erklärung (wie auch, sind schlichtweg Fake News) vom User mehr folgt, kann man den Kommentar als solches einstufen, was er ist: ein armseliger Schrei nach Aufmerksamkeit, weil gestern die eigene (negative) Überzeugung bzgl. einzelner SC-Spieler auf dem Platz widerlegt wurde. Wer bei Atubolu die üblichen Wackler (aus seiner Anfangszeit) gesehen haben will, hat schlichtweg phantasiert.

    Ich habe ja ebenfalls zahlreiche SC Freunde, denen es schwerfällt, die neuerdings starken Spiele von Atubolu und z.B. auch Sildillia (von Höler fange ich gar nicht an) wohlwollend einzuordnen. Denen kann man dann nur argumentativ entgegenwirken. Es ist aber schon ein psychologisches Phänomen, wie viele Menschen solche Überzeugungen über Monate und Jahre mit sich tragen und es ihnen schwerfällt, sogar in Phasen des maximalen Erfolgs nur die (Detail-)Bestätigung der eigenen Vorurteil-behafteten Meinung zu bekommen.

    Ich gebe z.B. auch zu, dass ich zu Beginn seiner Karriere niemals geglaubt habe, dass unser Capitano Günter es schaffen wird – zu viele krasse Fehler und Wackler waren in seinem Spiel. Ich habe in jedem seiner Auftritte nur das Negative gesehen – jahrelang. Aber über das letzte Jahrzehnt hat er mich eines Besseren belehrt – und viele Diskussionen über unsere LV-Position widerlegt. Was bin ich froh, dass Streich, Schuster & Co. es besser wissen und wussten.

    Und das eine, zwei, drei Rote Karten und das Ausbleiben der Tore 1 + 2 vor der Halbzeit gestern ein anderes Spiel verursacht HÄTTEN, das kann ich mir vorstellen. Es ist aber ebenfalls wieder viel einseitige Phantasie gefragt, sich mit diesem Worst Case Szenario zu befassen (das es ja gar nicht gab), als mit der Realität auf dem Platz.

    Auch wenn die Szenen von Eggestein, Röhl, Höler immer mal wieder an der Grenze waren, war genau diese Einstellung der Schlüssel zum Erfolg. Genauso übrigens wie das geradlinige Spiel von Atubolu hinten raus. Ich habe mich sogar dabei ertappt, manchmal von ihm mehr Risiko-Bälle zu “fordern” als den langen Schlag. Aber der Junge weiß aktuell am besten in der Liga, wie man die 0 hinten hält. Also wer bin ich, dass ich etwas kritisiere, das man gar nicht kritisieren kann?

    Happy Saturday!
    Dieser Beitrag wurde zuletzt von Spence2000 am 22.02.2025 um 08:45 Uhr bearbeitet



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  • LaLiga blockiert Piraten-Streaming – Cloudflare verklagt

    LaLiga blockiert Piraten-Streaming – Cloudflare verklagt


    Zum Schutz geistiger Eigentumsrechte hat Spaniens höchste Fußballliga LaLiga zwei Piraten-Streaming-Plattformen blockiert.

    Die beiden Plattformen DazcFutbolios und RBTV77 ermöglichten eine illegale Übertragung von Fußballspielen in Spanien. Sie operierten sowohl über Websites als auch über Apps und nutzten dabei die Infrastruktur von Cloudflare. Zusammen hatten die Portale in Spanien mehr als 400.000 monatliche User. LaLiga blockiert nach eigenen Angaben erfolgreich beide Piraten-Streaming-Plattformen.

    LaLiga blockiert Piraten-Streaming-Plattformen DazcFutbolios und RBTV77

    Ihren Kampf gegen illegales Sport-Streaming setzt LaLiga auch durch die jüngsten Maßnahmen fort. Die von Javier Tebas geleitete Organisation teilte mit, dass sie „erneut ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt haben, audiovisuellen Betrug mit einer schnellen und wirksamen Reaktion zu bekämpfen“. Entsprechend konnten sie erfolgreich am vergangenen Wochenende die illegalen Sportübertragungen der Piraten-Streaming-Plattformen DazcFutbolios und RBTV77 blockieren.

    LaLiga blockiert Piraten-Streaming
    LaLiga blockiert Piraten-Streaming

    In diesem Zusammenhang versicherte LaLiga, dass diese Sperren weder groß angelegt noch willkürlich erfolgten. Sie hätten auch eine Reihe speziell identifizierter IP-Adressen deaktiviert, die speziell als Hosts von Piraterie-Diensten und parallel betriebenen, nicht autorisierten Streaming-Diensten identifiziert wurden.

    Die Organisation arbeitet dabei mit verschiedenen Telekommunikationsdienstleistern zusammen, um illegale Streaming-Plattformen zu identifizieren und zu schließen. So wolle man die Integrität, finanzielle Stabilität und Haupteinnahmequellen von Fußballvereinen und der gesamten Sportbranche schützen.

    Cloudflare verklagt LaLiga: IP-Sperre sei „unsinnig und ineffektiv“

    Einmal mehr verurteilte LaLiga dabei öffentlich die Rolle von Cloudflare beim „Tolerieren von Piraterie“. Sie behaupten, das Unternehmen würde aus Profitgründen wissentlich kriminelle Organisationen schützen und beherbergen.

    Cloudflare hingegen hat beschlossen, LaLiga wegen dieser „unverhältnismäßigen“ Sperrungen zu verklagen, die es für illegal hält. Durch solche wahllosen Sperren seien vielmehr auch Dritte geschädigt. Dabei hätten die massiven IP-Sperren einen Dominoeffekt ausgelöst und sich auf Unternehmen und Privatpersonen ausgewirkt, die in ihrem Tagesgeschäft auf die Dienste von Cloudflare angewiesen sind. Die spanische Nachrichten-Site Xataka verweist darauf, es sei fraglich, ob „die Vorgehensweise von LaLiga rechtlich fundiert“ wäre. Tatsächlich würden zudem Betroffene in Spanien inzwischen mögliche rechtliche Schritte gegen LaLiga erwägen.

    Cloudflare verklagt LaLiga
    Cloudflare verklagt LaLiga

    Cloudflare sieht in Blockaden Bedrohung für die Freiheit des Internets

    Xataka hat Zugriff auf die jüngste von Cloudflare veröffentlichte Erklärung, in der offiziell die Einleitung rechtlicher Schritte gegen LaLiga angekündigt wird. Cloudflare stuft diese Sperren als illegal ein. Sie betonen dabei insbesondere, dass sie bei den Maßnahmen auch Personen sperren, die nichts mit illegalen Fußballinhalten zu tun haben:

    „Als langjähriger Verfechter des offenen Internets bietet Cloudflare Sicherheitsdienste, die Millionen von Websites vor Cyberangriffen schützen und die Infrastruktur des Internets stärken. In den letzten Wochen haben LaLiga und spanische ISPs fehlgeleitet versucht, das Problem des illegalen Streamings anzugehen, indem sie sich angeblich auf ein kürzlich ergangenes Urteil beriefen, das die Sperrung gemeinsam genutzter IP-Adressen von Cloudflare und anderen Cloud-Dienstanbietern anordnen würde – ein unbeholfener und ineffektiver Ansatz, der Millionen von Benutzern daran gehindert hat, auf Tausende von Websites zuzugreifen, die nichts mit derartigen Aktivitäten zu tun haben. LaLiga hat dieses Urteil erwirkt, ohne sich an die Cloud-Dienstanbieter zu wenden und so vor dem Gericht den vorhersehbaren Schaden für Dritte und das öffentliche Interesse verschwiegen. Die Maßnahmen von LaLiga stellen eine klare Bedrohung für das offene Internet dar. Cloudflare hat heute einen Antrag auf Aufhebung dieses Urteils gestellt und versucht festzustellen, dass die unverhältnismäßigen Sperrmaßnahmen von LaLiga rechtswidrig sind.

    Cloudflare arbeitet regelmäßig mit Rechteinhabern zusammen, um Probleme wie illegales Streaming zu lösen, doch LaLiga hat Cloudflare keine andere Wahl gelassen, als diesen Rechtsweg zu beschreiten. Anstatt auf die Bedenken der spanischen Benutzer hinsichtlich einer übermäßigen Blockierung von Inhalten einzugehen, versuchte LaLiga mit unbegründeten Anschuldigungen gegen Cloudflare abzulenken und verstärkte gleichzeitig seine illegalen Blockierungspraktiken. Cloudflare hofft, dass dieses Gerichtsverfahren dazu beiträgt, künftige wahllose Sperrmaßnahmen zu verhindern und deutlich zu machen, dass Rechteinhaber ihre kommerziellen Interessen nicht über das Grundrecht von Millionen Verbrauchern auf Zugang zu einem offenen Internet stellen können.“

    Ziel der Klage ist es, die Verfügung anzufechten und festzustellen, dass LaLigas unverhältnismäßige Sperrbemühungen rechtswidrig sind. Gemäß Xataka hätten bereits einige betroffene Benutzer darauf hingewiesen und Beweise gesammelt, um ähnliche rechtliche Schritte einzuleiten.

    LaLiga: Das Imperium schlägt zurück

    Genbeta berichtete, dass LaLiga als Reaktion auf obige Aussage schwere Vorwürfe gegen Cloudflare erhob. Sie behaupten, das Unternehmen nutze einen „digitalen Schutzschild“, um die IP-Adressen betrügerischer Dienste zu verschleiern. Das Unternehmen würde wissentlich aus Profitgründen kriminelle Organisationen schützen. Erneut betonen sie, dass ihre Blockaden weder massiv noch wahllos seien. Sie verlangen vielmehr Beweise für die Behauptung, dass Millionen von Nutzern von den Sperren betroffen seien:

    „Nach der am Mittwoch von Cloudflare veröffentlichten Erklärung möchte LaLiga klarstellen, dass Cloudflares Behauptung, regelmäßig mit Rechteinhabern zusammenzuarbeiten, um illegale Sendungen aufzuklären, völlig falsch ist. In anderen Ländern wie Frankreich, Deutschland, Italien und Portugal haben Rechteinhaber Cloudflare jedoch ebenfalls vor Gericht wegen mangelnder Kooperation bei der Bekämpfung audiovisuellen Betrugs verklagt. Insbesondere in Italien haben sie diese verurteilenden Gerichtsurteile nicht einmal befolgt.
    LaLiga hat, wie dies bei anderen Internetbetreibern immer der Fall war, zahlreiche Anfragen an Cloudflare gestellt und um die Zusammenarbeit gebeten, die jedoch mit unglaubwürdigen und inkohärenten technischen Entschuldigungen reagierten, die ihr Verhalten bestätigten. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Cloudflare zwar behauptet, das offene Internet zu verteidigen, in Wirklichkeit jedoch nur versucht, weiterhin Profit zu machen, indem das Unternehmen andere Kunden als digitalen Schutzschild nutzt und gleichzeitig wissentlich kriminelle Organisationen schützt. LaLiga positioniert sich zwar auch als Verteidiger des offenen Internets, jedoch nicht als Verteidiger eines Internets, in dem Verbrechen gegen das geistige Eigentum ungestraft begangen werden können. Im Falle von Cloudflare trägt das Unternehmen dazu bei, dies mithilfe seiner Technologie zu ermöglichen, und verhindert damit eine Bestrafung schwerster Verbrechen wie Kinderpornografie, Zuhälterei, Betrug usw.
    LaLiga bestreitet außerdem erneut, dass es sich um massive und wahllose Inhaltssperren handele und dass diese ungeschickt oder ineffektiv seien. Vielmehr seien sie das Ergebnis wirksamer Maßnahmen eines spezialisierten Teams nach umfassenden Vorkehrungen auf allen Ebenen. Im Rahmen seines fortwährenden Engagements zum Schutz der Rechte am geistigen Eigentum und mit dem entsprechenden Rechtsschutz verfügt LaLiga über die absolute Gewissheit und den Beweis, dass die zur Sperrung beantragten IP-Adressen zur Verbreitung illegaler Inhalte verwendet und mit legitimen Inhalten geteilt werden, wobei Cloudflare die einzige Partei ist, die hierfür verantwortlich ist.

    Angesichts der Untätigkeit von Cloudflare und des mangelnden Schutzes seiner eigenen Benutzer hat sich LaLiga bei Cloudflare gemeldet und zudem ein Postfach für Kunden eröffnet, die von diesen Sperrungen betroffen sein könnten, und wartet zudem darauf, dass Cloudflare nachweisen kann, dass es sich um Millionen betroffener Benutzer handelt, die das Technologieunternehmen, wie es behauptet, als digitalen Schutzschild verwendet hat. LaLiga schätzt, dass diese Zahl nur einige Hundert beträgt.

    LaLiga bekräftigt sein Engagement im Kampf gegen audiovisuellen Betrug und wird bei Bedarf geeignete und verhältnismäßige rechtliche Schritte einleiten, um sein geistiges Eigentum sowie die Interessen und Integrität seiner Clubs und Internetnutzer zu schützen.“



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  • Rotterdam wirft AC Mailand aus Champions League: Das war der

    Rotterdam wirft AC Mailand aus Champions League: Das war der


    Das Überraschungsteam Feyenoord Rotterdam hat den großen AC Mailand aus der Champions League geworfen und steht dort nun erstmals in seiner Klubgeschichte im Achtelfinale. Der niederländische Pokalsieger holte im Rückspiel der Play-offs ein 1:1 (0:1) in Mailand, das Hinspiel hatte der Underdog mit 1:0 gewonnen. Für Milan ist das frühe Aus ein schwerer Schlag in einer ohnehin schwierigen Saison: In der Serie A müssen die „Rossoneri“ als derzeit Siebter um die abermalige Qualifikation für die Königsklasse bangen.

    Das Aus von Atalanta Bergamo gegen den FC Brügge machte das italienische Debakel in der Königsklasse perfekt. Nach dem 1:2 im Hinspiel in Belgien verlor der aktuelle Europa-League-Sieger das Rückspiel mit 1:3 (0:3).

    Benfica Lissabon reichte in einem wilden Spiel ein 3:3 (1:1) gegen AS Monaco zum Weiterkommen ins Achtelfinale. Das Hinspiel im Fürstentum hatten die Portugiesen mit 1:0 knapp für sich entschieden.

    Frühstart reicht Milan nicht

    Milan erwischte einen Auftakt nach Maß. Nach nur 37 Sekunden traf ausgerechnet der im Winter von Rotterdam nach Mailand gewechselte Santiago Giménez nach Vorlage von Malik Thiaw zum 1:0.

    Nach dem Seitenwechsel erwies Théo Hernández den Hausherren einen Bärendienst: Wegen einer Schwalbe sah der Defensivspieler die Gelb-Rote Karte (51.). Dadurch kippte das Spiel. In Überzahl übernahm Feyenoord die Kontrolle und glich durch einen Kopfball von Julián Carranza aus (73.). Das reichte den Niederländern zum Weiterkommen. Nach dem Schlusspfiff geriet Rotterdams Givairo Read mit Milan-Spielern noch aneinander und sah dafür die Rote Karte.

    Brügge überrascht gegen Bergamo

    Für eine Überraschung in Italien sorgte auch Brügge. Für die Belgier trafen Chemsdine Talbi (3./27.) und Ferran Jutglà (45.+3). Atalanta kam kurz nach der Pause nur noch zum Ehrentreffer durch Ademola Lookman (46.). Bergamos Rafael Tolói wurde nach einer Tätlichkeit vom deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer vom Platz gestellt (87.).

    In Lissabon erzielten Kerem Aktürkoglu (22.), Vangelis Pavlidis per Elfmeter (76.) und Orkun Kökçü (84.) die Tore für Benfica. Für Monaco waren Takumi Minamino (32.), Eliesse Ben Seghir (51.) und George Ilenikhena (81.) erfolgreich.

    Feyenoord besser denn je zuvor

    Feyenoord gehört mit 16 nationalen Meistertiteln zu den erfolgreichsten Klubs der Niederlande, in der Champions League hatte der Klub bislang jedoch nie die Gruppenphase überstanden. In dieser Saison macht das Team um den deutschen Torhüter Timon Wellenreuther allerdings nicht zum ersten Mal auf sich aufmerksam: Im Januar gelang im heimischen „De Kuip“ ein 3:0 gegen den FC Bayern, das den Weg in die Play-offs ebnete.



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