Borussia Dortmund fädelt offenbar einen Last-Minute-Deal für den 18-jährigen Cole Campbell ein. Laut verschiedenen Medienberichten steht Campbell vor einem Leihwechsel zum FC Luzern. In der Schweiz ist das Transferfenster noch bis Montag geöffnet.
Campbell stand am Samstag etwas überraschend nicht im Aufgebot der Dortmunder U23, für die der 18-Jährige in der laufenden Saison regelmäßig zum Einsatz kommt. Campbells Fehlen im Kader der zweiten Mannschaft könnte durchaus Aufschluss darüber geben, dass der Youngster vor dem Wechsel nach Luzern steht.
Bisher gibt es kaum Informationen über Details eines möglichen Deals. Vorstellbar ist, dass der BVB den 18-jährigen Flügelspieler bis Saisonende an Luzern ausleiht. Eine Kaufoption wird es beim talentierten US-Amerikaner aber sicher nicht geben. Immerhin war Campbell in dieser Saison auch schon für die Profis im Einsatz und sammelte unter dem im Januar entlassenen Nuri Sahin fleißig Minuten. Für die Profis kam Campbell in der aktuellen Saison vier mal in der Bundesliga und je einmal im DFB-Pokal und der Champions League zum Einsatz.
Da er insgesamt aber zu wenig Spielpraxis bekommt, könnte der BVB aufgeschlossen für eine Leihe sein. Einziges Manko: der Kader der Schwarzgelben ist arg auf Kante genäht; jetzt noch einen Perspektivspieler abzugeben ist durchaus riskant. Spätestens am morgigen Montagabend wird klar sein, ob der BVB und Luzern sich auf einen Deal für Campbell einigen können.
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Durch ein 2:0 holte sich der VfL Bochum in der Partie gegen Borussia Dortmund drei Punkte. Bochum hat mit dem Sieg über Dortmund einen Coup gelandet.
Im Hinspiel hatte der BVB einen Erfolg geholt und einen 4:2-Sieg zustande gebracht.
Mit einem schnellen Doppelpack (33./35.) zum 2:0 schockte Georgios Masouras den Gast. Mit der Führung für den VfL ging es in die Halbzeitpause. In Durchgang zwei lief Salih Özcan anstelle von Marcel Sabitzer für Borussia Dortmund auf. Wenig später kamen Julien Duranville und Yan Couto per Doppelwechsel für Karim Adeyemi und Niklas Süle auf Seiten von Dortmund ins Match (63.). Letztendlich hatte der VfL Bochum Spielentscheidendes bereits in der ersten Hälfte vollbracht, als er die Führung mit in die Kabine nahm – ein Vorsprung, der auch noch nach Ablauf der vollen Spielzeit Bestand hatte.
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Der Gastgeber muss sich ohne Zweifel um die eigene Abwehr kümmern. Im Schnitt kassierte das Team mehr als zwei Gegentreffer pro Spiel. Bochum verließ mit dem Erfolg die Schlussposition der Bundesliga. Der VfL bessert seine eher dürftige Bilanz auf und kommt nun auf insgesamt drei Siege, fünf Unentschieden und 14 Pleiten. Den Maximalertrag von 15 Punkten aus den vergangenen fünf Spielen verfehlte Bochum deutlich. Insgesamt nur fünf Zähler weist der VfL Bochum in diesem Ranking auf.
Mit 29 Zählern aus 22 Spielen steht der BVB momentan im Mittelfeld der Tabelle. Acht Siege, fünf Remis und neun Niederlagen hat Borussia Dortmund derzeit auf dem Konto. Die letzten Spiele liefen enttäuschend und so gelang Dortmund auch nur ein Sieg in fünf Partien.
Nächster Prüfstein für den VfL ist Wolfsburg (Samstag, 15:30 Uhr). Borussia Dortmund misst sich am selben Tag mit dem 1. FC Union Berlin (18:30 Uhr).
Dieser Artikel wurde automatisch von unserem Partner Retresco anhand von Spieldaten erstellt.
Der FC Bayern München holt beim 0:0 im Topspiel bei Bayer Leverkusen einen schmeichelhaften Punkt. Die Werkself belohnt sich für einen Sturmlauf nicht und scheitert letztlich an der Chancenverwertung und Manuel Neuer. ran hat die Noten zum Top-Spiel.
Bayer Leverkusen hat den FC Bayern München 90 Minuten lang an den Rand einer Niederlage gedrängt, muss sich jedoch im Topspiel des 22. Bundesliga-Spieltags mit einem 0:0 zufrieden geben. Dieses wird sehr wahrscheinlich zu wenig sein, um das Titelrennen wirklich nochmal spannend zu machen.
An Chancen mangelte es der Werkself nicht. Nathan Tella und Jeremie Frimpong trafen in Durchgang eins die Latte, während die Münchner noch nicht mal einen Torschuss markierten.
Auch nach dem Seitenwechsel spielte fast nur Leverkusen. Zunächst klärten die Münchner einen Tella-Kopfball aber auf der Linie, ehe Amine Adli und Florian Wirtz kurz vor dem Ende die Chance auf den großen Coup liegen ließen.
ran wirft einen Blick auf die Spielernoten.
Das Wichtigste zur Bundesliga
Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen)
Der Schlussmann bleibt in Durchgang eins angesichts fehlender Münchner Akzente völlig beschäftigungslos. Im zweiten Abschnitt kommen die Bayern seinem Tor nur selten näher und schaffen es erneut nicht, Hradecky zu fordern. Derart arbeitslos ist ein Keeper gegen Bayern sonst nie. ran-Note: 3
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Nordi Mukiele (Bayer Leverkusen)
Der Franzose verteidigt hart gegen Coman und bewegt sich teilweise an der Grenze der Legalität. Mit seinem guten Stellungsspiel und seiner Athletik hält er seinen Landsmann aber gut in Schach. Ähnliches gilt für sein Duell mit Gnabry, der Mukiele kein bisschen fordern kann. Auf dem Weg nach vorne bleibt er unauffälliger als Gegenüber Hincapie, macht aber dennoch fleißig Meter. Kurz vor dem Ende scheitert er mit einem scharfen Versuch aufs kurze Eck an Neuer. ran-Note: 3
Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)
Der 29-Jährige wird in Durchgang eins praktisch überhaupt nicht gefordert und löst die wenigen Situationen robust und souverän. Daran ändert sich im Anschluss wenig, was Tah erlaubt, auch vor dem gegnerischen Tor gefährlich aufzutauchen. In der 66. Minute leitet er per Kopf eine Groß-Chance von Tella ein. ran-Note: 2
Edmond Tapsoba (Bayer Leverkusen)
Tapsoba wird wie Nebenmann Tah kaum mal gefordert und löst die wenigen Szenen in der Regel souverän. Mit dem Ball am Fuß leistet er sich ein paar kleine Unaufmerksamkeiten, jedoch ist das eher Meckern auf hohem Niveau. ran-Note: 3
Piero Hincapie (Bayer Leverkusen)
Der Linksverteidiger zeigt sich sehr engagiert und schiebt über seine Seite ordentlich mit an. Trotz seiner offensiven Akzente sieht Olise gegen den Ecuadorianer in Durchgang eins praktisch kein Land. Sane erhält in der letzten halben Stunde die Chance gegen einen etwas müderen Hincapie, jedoch hat dieser mit dem Bayern-Joker genauso wenig Probleme. ran-Note: 2
Granit Xhaka (Bayer Leverkusen)
Der Schweizer präsentiert sich als absoluter Mittelfeld-Leader und stellt damit auch das Bayern-Duo Kimmich & Pavlovic in den Schatten. Mit seiner Passsicherheit und Kreativität bringt Xhaka zahlreiche Angriffe auf die Strecke. Der Routinier wird kurz nach der Pause einmal relativ hart von Musiala getroffen, berappelt sich aber und fungiert sofort wieder als Chef in der Schaltzentrale. ran-Note: 2
Der Argentinier übernimmt den defensiveren Posten an der Seite von Xhaka und macht das zunächst unauffällig, aber effizient. So ist Musiala praktisch über 90 Minuten lang weitgehend abgemeldet. In Durchgang zwei schaltet sich Palacios dann auch ein wenig häufiger in die Offensive mit ein und spielt den ein oder anderen sehenswerten Steckpass, selbst wenn der entscheidende Moment nicht dabei ist. ran-Note: 2
Jeremie Frimpong (Bayer Leverkusen)
Frimpong kann seinen Speed zwar nur in wenigen Situationen so richtig ausspielen, erhält aber dennoch die ganz große Chance zum 1:0, die er jedoch per Kopfball an die Latte vergibt. Kurz nach dem Seitenwechsel setzt er Tella per Hereingebe in Szene, jedoch verhindert Upamecano einen möglichen Treffer. Gegen Spielende fehlt dem Niederländer ein wenig die Kraft, was sich an seiner fehlenden Präzision ablesen lässt. ran-Note: 3
Alejandro Grimaldo (Bayer Leverkusen)
Der linke Schienenspieler zeigt sich wie gewohnt offensivfreudig und überzeugt mit seinem guten Pass- und Flankenspiel. Mit seiner mustergültigen Hereingabe setzt er Tella in der 25. Minute optimal in Szene, der jedoch an der Latte scheitert. Grimaldo leitet viele Angriffe von der linken Seite ein, jedoch verlieren seine Flanken in Durchgang zwei ein klein wenig an Präzision. Kurz vor dem Ende legt er jedoch nochmals mustergültig für Adli auf. ran-Note: 3
Florian Wirtz (Bayer Leverkusen)
Wirtz findet auf Anhieb ins Spiel und zeigt sich insbesondere im Zusammenspiel mit Grimaldo gefährlich. Seine erste Szene vor dem Tor verzeichnet der Offensiv-Zauberer nach gut 20 Minuten, als er Upamecano düpiert, jedoch an Neuer scheitert. Rund 15 Minuten später versucht er den Bayern-Schlussmann mit einem 50-Meter-Schuss zu überraschen, der aber nur im Ansatz gefährlich aussieht. Im Anschluss bekommt Bayern zumindest Wirtz etwas besser in Griff, der erst in der 77. Minute wieder einen ordentlichen Abschluss abgibt. Kurz vor dem Ende erhält er die große Chance zum 1:0, lässt diese aber liegen. ran-Note: 3
Tella erhält von Alonso ein wenig überraschend das Vertrauen und darf von Beginn an ran. Der schnelle Offensivspieler markiert in der 17. Minute seinen ersten Abschluss, jedoch wird dieser von Kim abgefälscht. Tella nutzt seine Schnelligkeit immer wieder aus und verpasst in der 25. Minute das 1:0 durch einen Kopfball an die Latte nur um Zentimeter. Der Nigerianer ist zwar nicht häufig zu sehen, wenn aber, dann immer gefährlich. So auch in der 60. Minute, als er per Seitfallzieher nur knapp den Münchner Kasten verfehlt, oder in der 67. Minute, als sein Kopfball mit Ach und Krach von Ito von der Linie gekratzt wird. ran-Note: 3
Einwechselspieler von Bayer Leverkusen
Amine Adli: Kommt als erster Leverkusen-Joker in der 85. Minute und hat in der Nachspielzeit die ganz große Chance zum 1:0. Dabei scheitert er an Neuer. ran-Note: Ohne Bewertung
Patrik Schick: Muss sich bis zur zweiten Minute der Nachspielzeit gedulden und kann keine Akzente mehr setzen. ran-Note: Ohne Bewertung
Wirtz zum FC Bayern? Alonso spricht Klartext
Manuel Neuer (FC Bayern München)
Der Kapitän hat vom Anpfiff an mehr zu tun als in fast allen anderen Bundesligaspielen bisher. Verhindert bei Wirtz‘ Flachschuss mit dem Fuß einen frühen Rückstand, da Frimpong den Abpraller nur an die Latte köpft (21.). Vier Minuten später bei Tellas Lattenkracher erneut im Glück. Verursacht mit verunglückter Faustabwehr einen Eckstoß, den Tella fast zur Führung nutzt ((59.). Läuft bei Tellas nächster Topchance nicht konsequent raus, Ito rettet aber für ihn. Klärt dann mit dem Fuß gegen Wirtz (83.) und verhindert schließlich in der Nachspielzeit mit einem Reflex gegen Adli die Niederlage. ran-Note: 2
Konrad Laimer (FC Bayern München)
Der Österreicher hat rechts hinten immer wieder Probleme bei schnellen Leverkusener Vorstößen in die Tiefe, wo er sich mehrfach ausspielen lässt. Weil Grimaldo aber nicht so aggressiv draufgeht wie Frimpong auf der Gegenseite, steht er im Laufe der Begegnung sicherer. Geht nach Itos Auswechslung auf die ungewohnte linke Seite, verteidigt auch dort alles weg. ran-Note: 3
Dayot Upamecano (FC Bayern München)
Turm in der Schlacht, knüpft weitgehend an seine starke Vorstellung in Glasgow an. Rustikal und kompromisslos, meist mit gutem Stellungsspiel. Sieht aber gegen Wirtz vor dessen Großchancen schlecht aus und kommt auch bei Tellas Lattenschuss zu spät. ran-Note: 2
Min-Jae Kim (FC Bayern München)
Trotz Achillessehnenproblemen kehrt der Koreaner anstelle von Dier in die erste Mannschaft zurück. Hat es meist mit dem schnellen Tella zu tun, den er nicht immer bremsen kann. Aber mit einem wichtigen Block gegen den Bayer-Stürmer (18.). Auch sonst mehrfach aufmerksam, wenn es gefährlich wird und sehr oft rechtzeitig zur Stelle. ran-Note: 2
Hiroki Ito (FC Bayern München)
Drei Tage nach seinem Pflichtspieldebüt kommt der monatelang verletzte Japaner zu seinem ersten Einsatz für Bayern in der Anfangsformation und ersetzt links hinten den zuletzt schwachen Guerreiro. Ist aber dort sicher auch nicht die Idealbesetzung. Hat große Schwierigkeiten in den Laufduellen mit dem schnelleren Frimpong, den er einmal nur mit einem Foul stoppen kann und dafür Gelb sieht (39.). Zudem bei Tellas Lattenkracher ebenso wie Upamecano zu spät. Rettet aber auf der Linie bei Tellas Kopfball (66.). Geht kurz danach gegen Stanisic vom Feld. ran-Note: 4
Joshua Kimmich (FC Bayern München)
Hohes Laufpensum, auch weil er oft den aggressiven Leverkusenern hinterherlaufen muss. Versucht die Hintermannschaft zu ordnen, kann aber nach vorne nur wenig anschieben. Zu spät gegen Wirtz, der aber am Tor vorbeischießt (76.). ran-Note: 3
Aleksandar Pavlovic (FC Bayern München)
Der Nationalspieler kommt für Goretzka in die Anfangsformation und ist zumindest besser im Spiel als bei der 0:3-Pleite vor einem Jahr, als er schmerzliches Lehrgeld zahlte. Hat aber dennoch gegen das Pressing der Gastgeber keinen leichten Stand. Erhält nach Grätsche gegen Tella Gelb (53.). In der 68. Minute gegen Goretzka ausgewechselt. ran-Note: 4
Michael Olise (FC Bayern München)
Der Franzose tut sich gegen die hoch anlaufenden Gastgeber schwer, leitet mit einem Ballverlust Wirtz‘ Chance von der Mittellinie ein, der aber vorbeischießt (32.). Auch sonst zu viele Fehlpässe. Macht nach 68 Minuten Platz für Gnabry. ran-Note: 4
Jamal Musiala (FC Bayern München)
Am Tag nach seiner gefeierten Vertragsverlängerung bis 2030 kann der Shootingstar sein Können nicht abrufen, weil ihm vor allem Palacios immer wieder auf den Füßen steht. Kaum eine gelungene Offensivaktion, beißt sich an der Bayer-Defensive die Zähne aus. Nach 86 Minuten ausgewechselt. ran-Note: 4
Trotz seiner mäßigen Leistung nach der Einwechslung in Glasgow rückt der Franzose für Sane in die Startelf, auch um Gegenspieler Frimpong mit seiner Schnelligkeit zu neutralisieren. Hilft immer wieder hinten aus und rettet gerade noch vor Wirtz (65.), ist aber dafür offensiv ohne Wirkung. Nach 68 Minuten von Sane ersetzt. ran-Note: 4
Harry Kane (FC Bayern München)
Der Engländer kommt aufgrund der Leverkusener Dominanz kaum einmal in eine gefährliche Position, lässt sich daher teilweise weit fallen und hilft auch immer wieder hinten aus. Hat erst in der 45. Minute seine erste Gelegenheit, steht bei seinem Kopfball übers Tor aber im Abseits. ran-Note: 4
Einwechselspieler FC Bayern München:
Serge Gnabry: Der Stürmer kommt beim Vierfach-Wechsel nach 68 Minuten für Coman in die Partie. Kann sich aber nicht entscheidend in Szene setzen. ran-Note: 4
Leroy Sané: Der Außenstürmer wird für Olise in die Begegnung gebracht. Macht mehr Wirbel, mit einer guten Flanke auf Goretzka. ran-Note: 3
Josip Stanisic: Beim Sieg vor einem Jahr war der Kroate noch Torschütze für Leverkusen, diesmal kommt er für Bayern anstelle von Ito in die Begegnung und spielt rechts in der Viererkette. Lässt dort nichts mehr anbrennen. ran-Note: 3
Leon Goretzka: Der Ex-Nationalspieler ersetzt Pavlovic und holt sich schon wenig später nach einem Foul die Gelbe Karte ab. Köpft nach Sanes Flanke am Tor vorbei (81.). ran-Note: 3
Sacha Boey: Der Außenverteidiger ersetzt Musiala nach 86 Minuten und hilft mit, das Unentschieden über die Zeit zu bringen. ran-Note:Ohne Bewertung
Juventus Turin hat mit 2:1 gegen Como gewonnen und holt den zweiten Sieg in Folge. Como verpasste es, sich für eine gute Leistung zu belohnen.
Schoss seine Mannschaft wieder zum Sieg: Randal Kolo Muani
IMAGO/NurPhoto
Nach der 0:2-Niederlage gegen Bologna wechselte Como-Trainer Cesc Fabregas auf drei Positionen: Smolcic, Strefezza und da Cunha rückten für Engelhardt, Caqueret und den Rot-gesperrten Fadera in die Startelf.
Juventus Turin hingegen startete im Vergleich zum 4:1-Sieg gegen Empoli unverändert. Der Tabellensechste der Serie A stand trotz des Dreiers mächtig unter Druck: Um den Anschluss an die Champions-League-Plätze nicht zu verlieren, musste dringend ein Sieg her.
Como begann direkt druckvoll: In der zwölften Minute ließ Strefezza auf der rechten Seite Savona stehen und gab die Kugel an die Strafraumgrenze zu Paz, der direkt abschloss. Di Gregorio bewahrte seine Mannschaft mit einer Glanzparade vor dem frühen Rückstand.
Como kommt vor der Halbzeit zurück
Anschließend versuchte Juve die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen, jedoch fehlte der Mannschaft von Thiago Motta letztlich die Kreativität, um zu Chancen zu kommen. Stattdessen erspielten sich die Hausherren einen weiteren Torschuss durch da Cunha – bei di Gregorio war aber wieder Endstation (24.). Como machte das Spiel – doch Juve schlug während der Drangphase eiskalt zu: Kolo Muani bekam den Ball in den Lauf gesteckt und setzte sich stark per Finte gegen Dossena durch. Anschließend vollendete er trocken unter die Querlatte (34.).
Como zeigte sich jedoch sichtlich unbeeindruckt und machte einfach dort weiter, wo es vor dem Gegentor aufgehört hatte. Vor der Halbzeit kamen die Gastgeber dann verdientermaßen zum Ausgleich: Die Hintermannschaft der Alten Dame war nach einer Ecke unsortiert, sodass Diao am langen Pfosten in aller Ruhe zum Ausgleich einnicken konnte (45.+1). So ging es mit dem Remis in die Pause.
Später Elfmeter bringt den Sieg
Como begann erneut energisch – und hätte eigentlich direkt in Führung gehen müssen: Gatti schlug ein Luftloch, Diao legte quer auf Paz, der allerdings zu zentral abschloss, sodass di Gregorio per Fußabwehr parieren konnte (47.). In den folgenden Minuten verflachte das Spiel ein wenig: Beide Trainer begannen zu wechseln, was den Spielfluss zum Erliegen brachte.
Erst in der 75. Minute setzte Gonzalez wieder eine nächste Duftmarke, doch sein Abschluss rauschte am langen Eck vorbei. Ab dem Moment kippte das Spielgeschehen auf Seiten der Gäste: Juve übernahm die Kontrolle, ohne jedoch gefährlich zu werden – bis zur 89. Minute. Eine Flanke segelte in den Strafraum der Hausherren. Butez kam von der Linie, in der Absicht den Ball aus der Gefahrenzone zu fausten. Allerdings traf der Keeper nur Gatti im Gesicht. Referee Abisso entschied ohne zu zögern auf Elfmeter, den Kolo Muani zum Siegtreffer verwandelte.
Am Ende gewann Juve mit 2:1 gegen ein kämpferisches Como. Dadurch kletterte die Alte Dame auf Platz vier und setzte die Konkurrenz um die Champions-League-Plätze unter Druck. Die Hausherren hingegen verblieben zwar zunächst noch auf Rang 15, jedoch kann der Aufsteiger bei Siegen der Konkurrenz auf Platz 18 abrutschen.
Tore und Karten
0:1
Kolo Muani (34′)
1:1
Diao (45′)
Spieldaten
Como
Juventus
Spielinfo
Stadion
Giuseppe Sinigaglia
Zuschauer
13.602
Como ist als nächstes am kommenden Sonntag um 12.30 Uhr in Florenz zu Gast während Juve schon am Dienstag im Play-off-Hinspiel in der Champions League zu Hause auf Eindhoven trifft.
Bayern-Boss Max Eberl verbreitet nach der Vertragsverlängerung mit Jamal Musiala in Bezug auf Joshua Kimmich Optimismus. Auch zu Uli Hoeneß’ Traum von Florian Wirtz äußert sich Eberl.
Mit der am Freitag vermeldeten Vertragsverlängerung von Jamal Musiala hat der FC Bayern eine wichtige Personalie geklärt – doch die Zukunft von Joshua Kimmich ist weiterhin offen. Sportvorstand Max Eberl zeigte sich aber auch in Bezug auf den Mittelfeldstar zuversichtlich.
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„Wir haben uns sehr klar committet. Wir wissen genau, was wir wollen, Josh weiß, was wir wollen. Jetzt hoffe ich mal, dass wir das über die Ziellinie bringen“, sagte Eberl vor dem Bundesliga-Topspiel der Bayern bei Bayer Leverkusen bei Sky.
FC Bayern: Eberl hofft auf Kimmich-Zusage
Die Verlängerung mit Musiala sieht Eberl als gutes Argument im Kimmich-Poker: „Mit Josh haben wir wirklich sehr, sehr gute Gespräche geführt. Wir haben als Bayern München mit den Verlängerungen klar gezeigt, was wir wollen, was die Idee ist. Das weiß Josh übrigens auch, weil genau das in den Gesprächen auch Thema war. Jetzt hoffen wir, dass wir den nächsten Sack zuziehen können.“
Der Vertrag von Kimmich läuft im Sommer aus, zuletzt hatten die Münchner bereits die Verträge mit Torhüter Manuel Neuer, Linksverteidiger Alphonso Davies und Musiala verlängert. „Wir haben peu à peu unsere Arbeit gemacht“, sagte Eberl.
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Musiala? Eberl lässt aufhorchen
Zugleich ließ der Bayern-Boss in Bezug auf Musiala aufhorchen. „Tatsache war, dass wir mit Jamal schon direkt nach Weihnachten fast durch waren, dass wir im Januar schon die Zusage hatten.“
Es sei dann noch darum gegangen, die Verträge zu formulieren, führte Eberl weiter aus: „Wir haben uns Zeit gelassen, weil wir das ‚Ja‘ von Jamal sehr schnell hatten. Dementsprechend hatten wir Zeit, das Ding zu unterschreiben. Wir dachten, jetzt war der richtige Moment.“
Wirtz? „Ich wollte Uli Hoeneß nicht einfangen“
Die Spekulationen um Leverkusen-Star Florian Wirtz, den Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß zuletzt abermals als „Wunschspieler“ bezeichnet hat, wollte Eberl nicht weiter anheizen.
„Wir haben momentan den Gedanken gar nicht, weil wir ein Spitzenspiel haben“, betonte der 51-Jährige: „Was dann im Sommer passiert, werden dann wahrscheinlich die Themen ab Mai werden.“
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Und in Bezug auf Hoeneß erneute Schwärmerei von Wirtz meinte Eberl: „Ich wollte Uli Hoeneß gar nicht einfangen. Natürlich hat Uli davon gesprochen. Das kann und möchte ich auch gar nicht wegdiskutieren. Uli darf sagen, was er möchte.“
Die ganzen Diskussionen rund um das Spiel zwischen Leverkusen und Bayern seien Eberl zu viel gewesen.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler warb indes um einen Verbleib von Wirtz in Leverkusen.
Nach dem Erfolg in der Champions League hat Borussia Dortmund am Samstag einen heftigen Rückschlag kassiert. Im Revierderby gegen den VfL Bochum verlor eine desolate Kovac-Elf völlig verdient mit 0:2. Alle BVB-Stars in der Einzelkritik:
TOR: Gregor Kobel – Note: 2,5
Verhinderte in den ersten Minuten zweimal einen möglichen Rückstand gegen Masouras (4., 9.), war bei beiden Gegentoren dann komplett machtlos. Sorte im zweiten Durchgang mit seinen Glanztaten dafür, dass das Ergebnis nicht komplett verrutschte. Mit großem Abstand bester BVB-Akteur.
ABWEHR: Niklas Süle (bis 63.) – Note: 5,5
Feierte nach überstandener Knöchelverletzung sein Comeback – es wurde ein Katastrophen-Spiel. Führte Zweikämpfe zu zaghaft und konnte Flanken eigentlich nie verhindern. Leitete mit seinem Horror-Fehlpass dann das 0:2 ein.
Yan Couto (ab 63.) – Note: 4,5
Hätte beinahe einen Horror-Start hingelegt und wie Süle zuvor mit einem hergeschenkten Ball einen weiteren Gegentreffer verschuldet. Schüttelte die Szene aber schnell ab. In der Schlussphase durchaus ein Aktivposten im Spiel nach vorne.
Emre Can – Note: 4,0
Hatte beim Rausschieben teilweise ein abenteuerliches Timing und leitete so vor dem 0:1 die Fehlerkette ein. Verteidigte später aber reihenweise als letzter Mann die Bochumer Konter weg. War letztlich einer der wenigen BVB-Stars, die volle Einsatzbereitschaft ausstrahlten.
Nico Schlotterbeck – Note: 4,5
Warf sich in der Anfangsphase mehrfach entscheidend in die Bochumer Torschüsse. Die krassen Abstimmungsprobleme in der Viererkette konnte aber auch er nicht überdecken. Wurde in seiner Spielweise immer unscheinbarer, traute sich mit Ball später ebenfalls wenig zu.
Daniel Svensson – Note: 4,5
Rückte im eigenen Ballbesitz auf die Sechs, der Spielaufbau wurde dadurch aber nicht zwingend besser. Fand sogar in der Rückwärtsbewegung wiederholt seine Position nicht wieder und kam beim 0:1 einen Schritt zu spät. Schlug offensiv viele unpräzise Flanken in die Box.
MITTELFELD: Pascal Groß (bis 80.) – Note: 4,0
Belebte das Dortmunder Spiel zumindest punktuell mit seinen Pässen. Leitete vor der Pause zwei Großchancen ein und trieb auch nach dem Seitenwechsel die Angriffe an. Gegen den Ball kam durchgängig zu wenig.
Gio Reyna (ab 80.) – ohne Bewertung
Sollte in der Schlussoffensiv für kreative Impulse sorgen. Robuste Gegenspieler hinderten ihn aber erfolgreich an der Entfaltung.
Marcel Sabitzer (bis 45.) – Note: 5,5
War auf beiden Seiten des Feldes überhaupt kein Faktor, konnte gegen engagierte Bochumer nicht einmal das Energie-Level mitgehen. Die Auswechslung zur Pause war folgerichtig.
Salih Özcan (ab 46.) – Note: 5,0
Stabilisierte das Zentrum gegen den Ball mit guten Zweikampfwerten. Wollte spielerisch aber zu viel erzwingen. Ging am Ende mit einer Passquote von 59 Prozent aus der Partie – für einen zentralen Mittelfeldspieler ist das ein desolater Wert.
Karim Adeyemi (bis 63.) – Note: 5,0
Brauchte viel zu lange, um in die Partie zu finden. Versuchte nach einer halben Stunde Leerlauf zunehmend sein Tempo ausspielen. Blieb spielerisch aber eine Enttäuschung. Bis zur Auswechslung an keiner klaren Torchance beteiligt.
Julien Duranville (ab 63.) – Note: 5,0
Rieb sich auf den rechten Flügel auf, ohne dass viel heraussprang. Wurde bei seinen Sturmläufen immer wieder gestoppt. Wenn er am Gegenspieler vorbeikam, fehlte das Auge für die Kollegen.
Julian Brandt – Note: 4,5
Begann durchaus ansprechend und war direkt an zwei Guirassy-Chancen beteiligt. Mit der Zeit aber immer fahriger in seinen Aktionen. Und je selbstbewusster Bochum wurde, desto weniger stemmte sich Brandt dagegen.
Jamie Gittens (bis 58.) – Note: 4,0
Brachte über Einzelaktionen ein Element, das kein anderer BVB-Spieler liefern konnte. Sorgte zumindest im Ansatz wiederholt für Unruhe in der VfL-Abwehr. Seine Bälle in den Strafraum waren aber wechselhaft.
Maximilian Beier (ab 58.) – Note: 5,0
Ersetzte Gittens auf der linken Seite – und einmal mehr wurde deutlich, dass er kein klassischer Flügelspieler ist. Strahlte einen Hauch von Gefahr aus, wenn er neben Guirassy einrückte. Im Zusammenspiel mit den Kollegen aber sehr dürftig.
ANGRIFF: Serhou Guirassy – Note: 5,0
Hätte die Partie im Alleingang in eine andere Richtung lenken können, leistete sich aber unfassbare Fehlschüsse. Ließ frei vor Horn drei Großchancen aus, die ein Stürmer unterbringen muss. Auf seine Ideen am Ball gingen die Nebenleute zudem fast nie ein.
Nach dem gescheiterten Transfer von Rayan Cherki zwischen Borussia Dortmund und Olympique Lyon kam es zu öffentlichen Spannungen. Nun äußerte sich der Lyon-Boss zu den Gründen für das Scheitern des Deals.
Der angestrebte Transfer von Rayan Cherki zu Borussia Dortmund scheiterte in der Winter-Transferperiode und löste einen öffentlich ausgetragenen Streit zwischen dem BVB und Olympique Lyon aus. Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl hatte nach dem gescheiterten Deal von „Spielchen“ gesprochen, die Lyon im Umgang mit dem BVB gespielt haben soll. In einem Interview mit Spox reagierte Lyon-Direktor Michael Gerlinger auf diese Vorwürfe und versuchte, die Situation zu relativieren.
Auf die Frage, was genau Kehl mit „Spielchen“ meinte, wich der 52-Jährige jedoch aus: „Das müssen Sie Sebastian fragen, was er damit meint.“ Und auch, als er nach dem eskalierten Konflikt gefragt wurde, gab er keine klare Stellungnahme ab: „Dazu möchte ich keinen Kommentar abgeben. Ich habe ein gutes Verhältnis zu den Kollegen in Dortmund. Das bleibt auch so. An diesem Tag ist alles hochgekocht. Ich glaube, das kocht aber auch schnell wieder runter.“ Trotz der Spannungen blieb Gerlinger dabei, dass das Verhältnis zum BVB nicht beschädigt sei.
Lyon-Boss über Cherki: „Ein unfassbares Talent“
Der Streit rund um Cherki wurde vor allem durch die ablehnende Haltung von Lyon-Besitzer John Textor verstärkt. Dieser hatte das Interesse von Borussia Dortmund an seinem Spieler als „respektlos“ bezeichnet und das Angebot des BVB als „weit unter dem Marktwert“ abgelehnt. Textor erklärte klar: „Rayan Cherki zu Borussia Dortmund? Nein, keine Chance.“ Textor ließ es dabei nicht bewenden und verbreitete zudem in einem geleakten Chat, dass er froh sei, den Dortmunder Verantwortlichen sagen zu können, dass sie sich „verpissen“ könnten.
Trotz der negativen Haltung seitens Lyon betonte BVB-Sportdirektor Kehl, dass Dortmund weiterhin an Cherki interessiert sei und den Spieler als großes Talent einschätze. Gerlinger selbst bezeichnete den 21-Jährigen im Spox-Interview als „unfassbares Talent“, das jedoch noch „reifer werden“ müsse. „Rayan kann am Ball Sachen, die ich noch nie zuvor gesehen habe“, erklärte der Lyon-Direktor, „aber er muss noch wachsen.“