BVB: Für Watzke wird im Machtkampf ums Präsidentenamt eine
Im Hintergrund des deutschen Fußballs braut sich ein Machtkampf um das Präsidentenamt von Borussia Dortmund zusammen. Hans-Joachim Watzke, der seit 2004 Geschäftsführer der BVB GmbH & Co. KGaA ist und das operative Geschäft maßgeblich prägt, sieht sich in einer bislang untypischen Situation. Der 64-Jährige, der oft als unumstrittener Machtfaktor im Verein galt, muss sich nun einer ernsthaften Herausforderung stellen.
Watzkes Einfluss und sein Führungsstil
Watzkes Führungstil wird häufig als pragmatisch und strategisch beschrieben. Unter seiner Ägide hat sich der BVB zu einem der wirtschaftlich stärksten Clubs der Bundesliga entwickelt. Seine Fähigkeit, Sponsoren zu gewinnen und die sportliche auch wirtschaftliche Stabilität des Vereins sicherzustellen, wird von vielen als vorbildlich gepriesen. Doch nicht nur seine Erfolge stehen zur Debatte. Auch seine Entscheidungen stehen zunehmend in der Kritik, besonders in Bezug auf die sportliche Leitung und die Transferpolitik.
Die Herausforderer
In den letzten Monaten haben sich mehrere namhafte Persönlichkeiten als potenzielle Herausforderer für das Präsidentenamt profilieren können. Vor allem der ehemalige BVB-Manager Michael Zorc, der lange Jahre als sportlicher Leiter tätig war, könnte eine ernsthafte Alternative zu Watzke darstellen. Zorcs Rückkehr in eine führende Rolle könnte ein Umbruch in der Vereinspolitik und der sportlichen Ausrichtung des Clubs bedeuten.
Ein weiterer möglicher Herausforderer könnte der ehemalige BVB-Spieler und jetzige Unternehmer Götz Titz sein. Titz hat bereits öffentlich seine Ambitionen geäußert und insbesondere auf die Notwendigkeit von Veränderungen in der aktuellen Vereinsführung hingewiesen. „Es braucht frischen Wind, um die Mannschaft und den Verein in die Zukunft zu führen“, so Titz in einem kürzlich veröffentlichten Interview.
Die Reaktionen aus dem Umfeld
Die Herausforderungen für Watzke rufen unterschiedliche Reaktionen in der Anhängerschaft und in den Gremien des Vereins hervor. Zum Teil gibt es klare Unterstützer, die die Meinung vertreten, dass Watzke die richtige Person zur richtigen Zeit ist. Ein Fanvertreter äußerte gegenüber der Presse: „Watzke hat uns durch Höhen und Tiefen geführt. Sein Wissen und seine Erfahrung sind unverzichtbar.“
Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch kritische Stimmen, die darauf hinweisen, dass der Club unter seiner Führung in den letzten Jahren nicht die erhofften sportlichen Erfolge erzielen konnte. Besonders die letzte Rückrunde, die durch schwache Ergebnisse gekennzeichnet war, hat viele zum Nachdenken angeregt. Ein ehemaliger Spieler kommentierte dies mit den Worten: „Es ist Zeit für einen Neuanfang. Wir brauchen neue Impulse.“
Die strategischen Überlegungen
In diesem Machtkampf geht es nicht nur um persönliches Ansehen, sondern auch um die strategische Ausrichtung des Vereins. Der BVB hat mit Herausforderungen zu kämpfen, die über das Spielfeld hinausreichen. Die Konkurrenz in der Bundesliga wird zunehmend stärker, und die Bedeutung von Sponsoring und digitalen Märkten nimmt zu. Watzke muss also nicht nur seine Position verteidigen, sondern auch überzeugende Konzepte für die Zukunft präsentieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Frage der Nachwuchsförderung. Watzke ist bekannt für seine Unterstützung der Jugendabteilung, doch Kritiker forcieren nun die Diskussion, ob der BVB weiterhin in der Lage ist, junge Talente erfolgreich in die erste Mannschaft zu integrieren. Nachwuchsspieler müssen nicht nur ausgebildet, sondern auch gefördert werden, um den Club nachhaltig im deutschen und europäischen Fußball konkurrenzfähig zu halten.
Der Zeitrahmen und die nächsten Schritte
Der Machtkampf wird die kommenden Wochen und Monate dominieren, besonders vor dem Hintergrund der nächsten Hauptversammlung des Vereins, die im November stattfinden soll. Auf dieser Versammlung werden die Mitglieder die Möglichkeit haben, über die zukünftige Ausrichtung des Vereins und gegebenenfalls die Stimmen für eine Neuwahl des Präsidiums abzugeben. Watzke muss sich bis dahin nicht nur neu positionieren, sondern auch das Vertrauen der Mitglieder zurückgewinnen, die in jüngster Zeit kritischer geworden sind.
Fazit
Es bleibt abzuwarten, wie sich der Machtkampf um das Präsidentenamt bei Borussia Dortmund entwickeln wird. Watzkes jahrzehntelange Führung könnte sowohl als Vorteil als auch als Hindernis angesehen werden, während die Herausforderungen durch neue Kandidaten zunehmen. Die kommenden Monate könnten entscheidend dafür sein, in welche Richtung sich der Traditionsclub weiterentwickeln wird.
Der Sport-Tag: Mit dem vielen Geld aus der Klub-WM:
Die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft (Klub-WM) hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, sowohl sportlich als auch finanziell. Der jüngste Wettbewerb in Katar, der im Jahr 2022 stattfand, hat erneut hohe Einnahmen generiert, die den teilnehmenden Clubs zugutekommen. Die FIFA hat verkündet, dass die Preisgelder in den kommenden Jahren erheblich steigen werden, um die Attraktivität des Turniers zu erhöhen und die besten Vereine der Welt anzuziehen.
Finanzielle Rahmenbedingungen der Klub-WM
Während der Klub-WM 2022 wurden insgesamt 16,5 Millionen US-Dollar an Preisgeldern ausgeschüttet. Dies stellt einen Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum vorherigen Turnier dar. Die Vereine, die ins Halbfinale einziehen, können mit bis zu 4 Millionen US-Dollar rechnen, während der Sieger des Turniers zusätzlich 5 Millionen US-Dollar erhält. Diese Summen ermöglichen es den teilnehmenden Teams, erheblich in ihre Kader und Infrastruktur zu investieren.
Investitionen in Mannschaften und Infrastruktur
Einige Clubs haben bereits bekannt gegeben, wie sie die zusätzlichen Einnahmen verwenden wollen. So hat der FC Bayern München angekündigt, einen Teil der finanziellen Mittel in die Jugendakademie zu investieren. „Unsere Nachwuchsarbeit ist der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg“, sagte der Sportdirektor des Vereins, Hasan Salihamidžić. Auch Borussia Dortmund plant, einen Teil der Gelder in die Fortbildung der Trainer und Sportwissenschaftler zu stecken.
Wachstum der Liga und globales Interesse
Die steigenden Einnahmen aus der Klub-WM können auch dazu beitragen, dass die nationalen Ligen stärker wahrgenommen werden, insbesondere in Ländern mit einer aufstrebenden Fußballkultur. Die FIFA hat angekündigt, die internationale Vermarktung der Ligen und Vereine verstärken zu wollen. „Wir sehen ein großes Potenzial auf den internationalen Märkten, und die Klub-WM ist eine hervorragende Plattform dafür“, erklärte FIFA-Präsident Gianni Infantino.
Langfristige Strategie der FIFA
Die FIFA arbeitet an einem langfristigen Plan, um die Klub-WM in eine der bedeutendsten jährlichen Fußballveranstaltungen zu wandeln. Dabei ist auch die zukünftige Ausrichtung des Turniers ein Thema. „Wir denken darüber nach, ob die Klub-WM in einem neuen Format stattfinden soll, vielleicht sogar mit mehr Mannschaften“, so Infantino. Der Fokus liegt darauf, sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch das Zuschauerinteresse zu steigern.
Öffentliche Reaktionen und Kritik
Trotz der positiven finanziellen Aussichten gibt es auch kritische Stimmen. Einige Fans und Fußballexperten äußern Bedenken, dass das Turnier dazu führt, dass kleinere Vereine in der globalen Fußballszene weiter ins Hintertreffen geraten. Oliver Bierhoff, Sportdirektor der deutschen Nationalmannschaft, hat darauf hingewiesen, dass dies auch eine Herausforderung für die nationale Identität des Fußballs darstellen könnte. „Wir müssen darauf achten, dass auch kleinere Clubs eine Chance haben und nicht in den Hintergrund gedrängt werden“, sagte Bierhoff in einer aktuellen Diskussion.
Neue Sponsoren und Partnerschaften
Die FIFA hat in Zusammenhang mit der Klub-WM auch neue Sponsorenverträge abgeschlossen. Diese Partnerschaften, darunter mehrere große Marken aus der Tech- und Automobilindustrie, könnten zusätzliche Einnahmen für die teilnehmenden Clubs generieren. „Sponsoring in Verbindung mit der Klub-WM bringt frisches Kapital in die Liga und ermöglicht spürbare Investitionen“, erklärt ein Marketingexperte. Das generierte Geld wird dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der teilnehmenden Teams auf internationaler Ebene zu stärken.
Zukunftsausblick
In den kommenden Jahren wird sich zeigen, ob die gesteigerten Einnahmen aus der Klub-WM tatsächlich zu einem nachhaltigeren Wachstum im europäischen und internationalen Fußball führen können. Die UEFA und nationale Verbände beobachten die Entwicklungen genau, da die Finanzströme auch Einfluss auf die Latvijasche Liga, Bundesliga und andere Wettbewerbe haben könnten. Jüngste Daten zeigen, dass Klubs, die in der Klub-WM erfolgreich abschneiden, eine höhere Medienaufmerksamkeit und damit auch einen Anstieg der Ticketverkäufe in ihren eigenen Ligen verzeichnen.
Schlussbetrachtung
Die kommende Klub-WM wird weitere Möglichkeiten zur Generierung von Einnahmen für teilnehmende Clubs bieten. Das Potenzial der finanziellen Mittel aus dem Turnier könnte den Wettbewerb um die besten Fußballtalente anheizen und gleichzeitig den europäischen Fußball revolutionieren. Die kommenden Entscheidungen der FIFA und der Ligen werden entscheidend sein für die zukünftige Entwicklung und das Gesicht des weltweiten Fußballs.
Borussia Dortmund: Erstmals bezieht Watzke Stellung zum
Hintergrund zur aktuellen Lage
Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA steht in diesen Tagen im Fokus der Fußballwelt. In einem jüngsten Interview äußerte sich der Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erstmals zu verschiedenen Themen, die den Verein und seine Zukunft betreffen. Watzke, der seit Jahren als prägende Figur in der Vereinsführung gilt, sprach sowohl über sportliche als auch finanzielle Aspekte der aktuellen Saison.
Sportliche Herausforderungen
Watzke gab zu, dass die sportlichen Leistungen des Teams nicht den Erwartungen entsprechen. „Wir haben uns hohe Ziele gesetzt, die vor der Saison nicht nur sportlich, sondern auch finanziell realisierbar sind“, erklärte er. Die Mannschaft sei stark genug, um um die oberen Tabellenplätze mitzuspielen, aber die aktuellen Ergebnisse sind alles andere als zufriedenstellend. „Wir müssen unsere Leistung steigern, um die angestrebten Ziele zu erreichen“, so Watzke weiter.
Trainerfrage und Kaderplanung
Ein zentrales Thema war auch die Position des Trainers. Watzke stellte klar, dass die Vereinsführung hinter dem Trainerteam steht, „aber wir müssen Ergebnisse sehen“. Dies sorgt für weitere Spekulationen über die Zukunft des Trainers, insbesondere da die Ergebnisse in der Bundesliga bislang enttäuschend sind. Die Kaderplanung für die nächste Saison wurde ebenfalls angesprochen. „Wir prüfen kontinuierlich die Möglichkeiten, das Team zu verstärken, um konkurrenzfähig zu bleiben“, sagte Watzke.
Finanzielle Situation des Vereins
In den letzten Jahren stand Borussia Dortmund wegen der finanziellen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie unter Druck. Watzke wies darauf hin, dass die wirtschaftliche Basis des Vereins stabil sei, obwohl einige Herausforderungen bestehen. „Wir haben in der Vergangenheit weise investiert und diese Strategie werden wir fortsetzen“, betonte er. Zudem erläuterte er, dass die Einnahmen aus Ticketverkäufen und Sponsoring-Deals in dieser Saison bereits wieder ansteigen. Diese Entwicklung sei ein positives Signal für die Zukunft des Vereins.
Beteiligung der Fans
Watzke äußerte sich auch zur Rolle der Fans im Verein: „Die Unterstützung unserer Anhänger ist für uns von unschätzbarem Wert.“ Er betonte die Notwendigkeit, eng mit den Fangruppen zusammenzuarbeiten, um die Identität des Vereins zu wahren. Nach den turbulenten letzten Jahren ist der Dialog mit den Fans wichtiger denn je. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir gegenüber unseren treuen Anhängern haben“, so Watzke.
Ausblick auf die kommenden Spiele
Der Geschäftsführer nimmt einen positiven Blick auf die kommenden Begegnungen. „Wir haben noch viele Spiele vor uns, und ich bin überzeugt, dass wir die Wende schaffen können“, sagte Watzke. Die nächsten Wochen könnten entscheidend für die sportliche Zukunft des Vereins werden. Ein Leistungsschub sei nötig, insbesondere in den Spielen gegen direkte Konkurrenten. „Die Mannschaft hat das Potential, großartige Leistungen zu zeigen, und das müssen wir in den kommenden Wochen abrufen“, forderte er.
Kritik an der Medienberichterstattung
Watzke nahm auch Stellung zur medialen Berichterstattung über Borussia Dortmund. „Manchmal wird die Realität verzerrt dargestellt, und es ist wichtig, dass wir Fakten und Meinungen klar voneinander trennen“, erklärte er. Diese Klarstellung könnte möglicherweise dazu dienen, die öffentliche Wahrnehmung des Vereins zu verbessern. Watzke rief die Medien dazu auf, konstruktive Kritik zu formulieren und den Verein nicht nur auf die Negativaspekte zu reduzieren.
Schlussbemerkung zur Vereinsidentität
Zum Abschluss seiner Ausführungen betonte Watzke die Bedeutung von Borussia Dortmund als Traditionsverein. „Wir haben eine Geschichte und eine Identität, die uns von anderen Vereinen unterscheidet“, sagte er. Diese Identität müsse bewahrt und gestärkt werden, auch in turbulenten Zeiten. Watzke sieht sich und die Vereinsführung in der Pflicht, Borussia Dortmund auch weiterhin als Spitzenverein zu präsentieren.
In der Bundesliga zittert Borussia Dortmund um eine erneute Qualifikation für Champions League. Umso wichtiger wäre es, in der laufenden Saison international möglichst weit zu kommen. Es geht um viel Geld – und darum, die nationale Konkurrenz abzuwehren.
Lars Ricken war weit davon entfernt, euphorisch zu werden. „Wir haben Siege gefordert. Wir haben jetzt in zwei Spielen zwei Erfolge eingefahren“, sagte der Geschäftsführer Sport von Borussia Dortmund nach dem 2:0 beim FC St. Pauli vom Samstag. Insofern hätte die Mannschaft „abgeliefert“ – nicht mehr und nicht weniger, so Ricken.
Jeglicher Kommentar, der auch nur ansatzweise überschwänglich geklungen hätte, wäre deplatziert gewesen. Es war schließlich das erste Mal in der laufenden Saison, dass der BVB zwei Bundesligaspiele in Folge gewinnen konnte – am bereits 24. Spieltag. Das verdeutlicht, wie enttäuschend die laufende Spielzeit für den nach Bayern München umsatzstärksten deutschen Verein bislang verlaufen ist. Und der Pflichtsieg beim Aufsteiger bringt den Tabellenzehnten seinem Minimalziel, der erneuten Qualifikation für die Champions League, auch nur minimal näher. „Wir pirschen uns ran, und jetzt geht es im Tunnelblick weiter“, erklärte Ricken. Das Motto müsse lauten: „Scheuklappen auf und nächstes Spiel.“
Die kommende Partie ist vor dem Hintergrund der tristen Gegenwart für die Zukunft besonders wichtig. Am Dienstag geht es im Hinspiel des Achtelfinales in der Königsklasse gegen den OSC Lille (21 Uhr/Prime Video und im WELT-Liveticker). Und weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass den Dortmundern in der kommenden Saison die große europäische Bühne verwehrt bleiben könnte, sind die Einnahmen aus der aktuellen Spielzeit in der Champions League umso bedeutsamer für die Ausgestaltung der Zukunft. Sollten Umbauarbeiten am Team vorgenommen werden, dürfte dies einiges kosten.
Einnahmen von bis zu 110 Millionen Euro
Die Champions League ist für den BVB eine Cashcow, von der der Verein in den vergangenen Jahren sehr gut gelebt hat. Denn selbst wenn es in der Bundesliga in der vergangenen Saison nur zum fünften Platz gereicht hat und diesmal am Ende sogar eine noch schlechtere Platzierung drohen könnte – international ist der Klub eine starke Marke.
Was den Klub-Koeffizienten des europäischen Verbandes Uefa angeht, der die Spielstärke der einzelnen Vereine vergleicht und somit Auswirkungen auf die Gelder aus dem Marketingpool hat, liegt der BVB auf Rang sieben. Zwar mit deutlichem Rückstand auf die Bayern (Platz drei), aber unverändert vor dem Deutschen Meister Leverkusen (Platz neun). Das hat damit zu tun, dass die Dortmunder in den vergangenen Jahren Dauergast in diesem Wettbewerb waren und deshalb von der Fünf-Jahres-Wertung profitierten.
Das ließ und lässt Einnahmen sprudeln. Allein in der vergangenen Saison, als das Finale erreicht werden konnte, flossen rund 120 Millionen Euro an Prämien und Zuwendungen aus dem Marketingpool an den BVB. Zuschauereinnahmen kamen noch hinzu.
In der laufenden Spielzeit könnte dies wegen des ausgeweiteten Formats ebenfalls geschafft werden – selbst wenn die Dortmunder nicht ganz so weit kommen sollten. Bereits durch das Erreichen des Achtelfinales dürften bereits etwa 110 Millionen Euro aus den verschiedenen Einnahmefeldern sicher sein. Sollte sich die Mannschaft von Niko Kovac gegen den aktuell Tabellenfünften der Ligue 1 durchsetzen, könnten weitere 12,5 Millionen Euro allein an Prämien verbucht werden.
Die Dortmunder setzen deshalb vor allem auf die internationale Karte. „Wir haben eine Riesenchance, uns für die besten Acht in Europa zu qualifizieren“, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl – wohl wissend, dass ein Weiterkommen vor allem seine Arbeit sehr erleichtern könnte. Es würde den Spielraum auf dem Transfermarkt vergrößern – und möglicherweise auch helfen, ein Jahr ohne Teilnahme an der Königsklasse zu kompensieren.
„Der BVB hält auch zwei Jahre ohne Champions League aus“, hatte der im November scheidende Klubchef Hans-Joachim Watzke vor einigen Wochen gesagt. Eine taktisch motivierte Aussage: Denn die nationale Konkurrenz könnte dem BVB den Rang ablaufen. Rein wirtschaftlich könnten die Einnahmeverluste durch Transfers kompensiert werden. Außerdem nehmen die Dortmunder nach Saisonende auch noch an der Fifa-Klub-WM in den USA teil. Dort soll es eine Antrittsgage von 50 Millionen Euro geben.
Ein wichtiger Aspekt ist allerdings die Auswirkung auf die Strahlkraft des Vereins, die sich auf dem zunehmend globalisierten Markt in erster Linie an einer erfolgreichen Performance in der Champions League speist. Vor diesem Hintergrund wäre es von großer Bedeutung, weit zu kommen.
Leicht wird dies jedoch nicht. „Lille ist ein unangenehmer Gegner, der defensiv sehr stark ist“, sagte Kehl über die Franzosen, die sich bereits in der Liga-Phase als Favoritenschreck erwiesen haben. Die Mannschaft von Trainer Genesio Bruno hat zu Hause Titelverteidiger Real Madrid (1:0) geschlagen, bei Atlético Madrid 3:1 und beim FC Bologna 2:1 gewonnen sowie am letzten Vorrundenspieltag Feyenoord Rotterdam mit 6:1 aus dem eigenen Stadion gefegt. „Wir wissen, was auf uns zukommt. Aber unser Stadion wird brennen“, sagte BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck.
Trotz seines bevorstehenden Rückzugs beim BVB bleibt Hans-Joachim Watzke im internationalen Fußball eine wichtige Figur. Jetzt stellt er sich einer bedeutenden Wahl – und trifft auf namhafte Konkurrenz.
Hans-Joachim Watzke will seine Tätigkeit im UEFA-Exekutivkomitee fortsetzen und stellt sich bei der Wahl am 3. April in Belgrad erneut zur Abstimmung. Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund war im April 2023 für den ehemaligen DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch in das Gremium nachgerückt. Sollte er wiedergewählt werden, würde seine nächste Amtszeit vier Jahre dauern.
Während Watzke seinen Rückzug als BVB-Geschäftsführer zum Jahresende bereits angekündigt hat, bleibt er weiterhin eine zentrale Figur im deutschen und europäischen Fußball. Neben seinem Amt im UEFA-Exekutivkomitee ist er aktuell auch Präsidiumssprecher der Deutschen Fußball Liga (DFL). In UEFA-Kreisen genießt er hohes Ansehen und war in der Vergangenheit bereits in verschiedenen Gremien tätig.
Auf der offiziellen Kandidatenliste der UEFA finden sich neben Watzke weitere prominente Namen. Der ehemalige ukrainische Nationalspieler Andrij Schewtschenko bewirbt sich um eine zweijährige Amtszeit. Der 48-Jährige ist derzeit Präsident des ukrainischen Fußballverbandes und war früher als Trainer der Nationalmannschaft aktiv.
Wird Watzke BVB-Präsident?
Auch Lise Klaveness, die Präsidentin des norwegischen Fußballverbands, tritt erneut an. Die 43-jährige frühere Nationalspielerin ist bekannt für ihre kritische Haltung gegenüber der FIFA und scheiterte vor zwei Jahren mit einer Kandidatur für das Exekutivkomitee.
Insgesamt stehen elf Kandidaten zur Wahl, von denen sieben für eine vierjährige Amtszeit ins UEFA-Exekutivkomitee gewählt werden. Die UEFA hat bereits alle Anwärter überprüft, sodass einer formellen Wiederwahl Watzkes nichts im Wege steht.
Während seine Zukunft bei der UEFA noch offen ist, könnte der 65-Jährige Borussia Dortmund auch in einer anderen Funktion erhalten bleiben. Es wird spekuliert, dass er sich bei der BVB-Mitgliederversammlung am 23. November als Vereinspräsident zur Wahl stellen könnte.
Zudem bleibt ihm in der UEFA theoretisch noch eine weitere Amtsperiode, bevor er aufgrund der Altersgrenze von 70 Jahren nicht mehr kandidieren dürfte. Ob Hans-Joachim Watzke jedoch seine Funktion im Exekutivkomitee über diese Wahl hinaus fortsetzen kann, entscheidet sich in wenigen Wochen beim UEFA-Kongress in Belgrad.
Noch ist offen, wie es für Hans-Joachim Watzke beim BVB weitergeht. Dafür hat er eine andere Entscheidung getroffen: Er will bei der UEFA bleiben.
Dortmund – Hans-Joachim Watzke hat einen Notfallplan für den BVB geschmiedet. Sollte die Krise der Schwarz-Gelben anhalten, würde er seinen für den Herbst dieses Jahres angedachten Rücktritt als Vorsitzender der Geschäftsführung wohl verschieben. Unabhängig davon will der gebürtige Marsberger dem Fußball noch in anderer Funktion erhalten bleiben.
Einer von der UEFA veröffentlichten Liste ist zu entnehmen, dass Watzke eine weitere Amtsperiode im UEFA-Exekutivkomitee anstrebt. Auf dieser wird der 65-Jährige neben zehn weiteren Kandidaten genannt.
Sieben der elf Kandidaten erhalten für vier Jahre einen Platz im Exekutivkomitee. Die erforderliche Überprüfung der Anwärter um Watzke wurde durch die Organisation bereits erledigt. Formell steht einer Wiederwahl von Borussia Dortmunds mächtigstem Mann also nichts im Wege.
BVB-Patron Hans-Joachim Watzke stellt sich bei der UEFA zur Wiederwahl: Das ist der Zeitplan
Von Seiten der UEFA heißt es weiter, dass die Deadline für die Bewerbungen der 3. Februar dieses Jahres war. Ob Watzke, der seit dem 5. April 2023 im Exekutivkomitee sitzt, seinen prestigeträchtigen Posten behält, entscheidet sich in wenigen Wochen.
Am 3. April dieses Jahres werden beim 49. ordentlichen UEFA-Kongress im serbischen Belgrad die Kandidaten gewählt. Für den BVB-Boss könnte es eine der letzten Gelegenheiten sein, Teil des Exekutivkomitees zu bleiben.
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Noch liegt BVB-Boss Hans-Joachim Watzke unter der Altersgrenze der UEFA
Zum einen dürfen Präsidenten und Mitglieder des Exekutivkomitees maximal drei Amtsperioden erleben, zum anderen ist eine Wahl oder Wiederwahl nach dem zurückgelegten 70. Lebensjahr nicht mehr möglich. Dementsprechend bleiben Watzke nicht mehr allzu viele Möglichkeiten, sollte er aus dieser Wahl nicht siegreich hervorgehen.
Selbst wenn er seinen Platz im UEFA-Exekutivkomitee nicht behält und auch nicht als Geschäftsführer des BVB weitermacht, könnte Watzke Borussia Dortmund erhalten bleiben. Im Raum steht, dass er bei der BVB-Mitgliederversammlung am 23. November dieses Jahres zum neuen Präsidenten der Borussen gewählt wird.
Hans-Joachim Watzke kandidiert erneut für das UEFA-Exekutivkomitee. BVB-Geschäftsführer Lars Ricken bestätigt das Ende der Elefantenrunde.
10 Min Lesezeit
Hier gibt es alle BVB-News und Gerüchte:
25. Februar, 10.04 Uhr: Hans-Joachim Watzke stellt sich zur Wahl
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke strebt eine weitere Amtszeit im UEFA-Exekutivkomitee an. Der 65-Jährige tritt zur Wiederwahl an. Watzke war im April 2023 für Rainer Koch nachgerückt. Sollte Watzke am 3. April wiedergewählt werden, würde seine Amtszeit vier Jahre dauern. Beim BVB hat Watzke seinen Rückzug als Geschäftsführer zum Jahresende angekündigt. In der DFL ist Watzke Präsidiumssprecher.
Neben Watzke stehen weitere prominente Namen auf der am Montag veröffentlichten Kandidatenliste der UEFA. Der frühere ukrainische Stürmer Andriy Shevchenko (48) ist ebenso dabei wie auch Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness (43).
22. Februar, 18.54 Uhr: Ricken bestätigt Ende der Elefantenrunde
Bei Borussia Dortmund ist die Elefantenrunde Geschichte. Das bestätigte Geschäftsführer Lars Ricken vor dem Heimspiel gegen Union Berlin bei Sky. „Aki Watzke scheidet Ende des Jahres aus, Sven Mislintat und Nuri Sahin sind ebenfalls nicht mehr dabei“, sagte der 48-Jährige. „Ich stehe täglich in engem Austausch mit Niko Kovac und Sebastian Kehl.“ Bislang hatten sich die BVB-Verantwortlichen inklusive Berater Matthias Sammer einmal im Montag zur Analyse getroffen.
Sammers Zukunft als TX-Experte bei Prime Video ließ Ricken hingegen offen. „Das muss Matthias mit Amazon klären.“ Das nächste BVB-Spiel bei Prime ist das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen den OSC Lille am 4. März.
22. Februar, 16 Uhr: BVB-U23 entführt einen Punkt aus Aachen
Borussia Dortmunds U23 hat am Tivoli Moral bewiesen. Der BVB machte aus einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden und holte einen wichtigen Punkt bei Alemannia Aachen. Die Mannschaft von Jan Zimmermann tat sich lange schwer, Chancen zu kreieren. Besser machten es die Gastgeber, die durch Bentley Baxter Bahn (35.) und Anas Bakhat (53.) zwischenzeitlich verdient mit 2:0 vorne lagen.
Der Dreifach-Wechsel von BVB-Trainer Jan Zimmermann kurz darauf erwies sich jedoch als goldrichtig. Auf Zuspiel des eingewechselten Danylo Krevsun erzielte der ebenfalls eingewechselte Ayman Azhil zunächst den 1:2-Anschlusstreffer (72.). Vier Minuten vor dem Ende traf auch Antonio Foti als Joker zum 2:2 (86.). Zwei Schüsse, zwei Treffer – der BVB war enorm effizient.
„Wir wussten, was uns hier erwartet. Wir haben es dem Gegner trotzdem zu einfach gemacht mit unseren individuellen Fehlern. Wir haben vor beiden Tore zu krasse Fehler gemacht. Aachen war auf der Siegerstraße, aber als sie dann nicht richtig wollten, waren wir noch mal da und das spricht für die Jungs“, resümierte BVB-U23-Trainer Jan Zimmermann bei „Magentasport“.
22. Februar, 15.20 Uhr: BVB-U19 mit 0:0 bei Mainz 05
Borussia Dortmunds U19 hat beim FSV Mainz 05 einen Teilerfolg errungen. Die Gastgeber waren den Dortmundern körperlich deutlich überlegen und wählten häufig lange Bälle. „Die mussten meine Jungs durchgehend verteidigen. Außerdem ist Mainz gegen den Ball vorne Mann gegen Mann draufgegangen“, berichtete BVB-U19-Trainer Mike Tullberg.
Sein Team war vor allem mit Defensivarbeit beschäftigt. Eigene Chancen kreierten die Borussen nur ganz selten, weil sie sich im vorderen Drittel kaum durchsetzen konnten. Dafür ließen sie allerdings auch nur eine Mainzer Möglichkeit zu, als Luca Reggiani einen Ball des Gegners falsch einschätzte. Doch bei BVB-Torwart Robin Lisewski (65.) war für die Nullfünfer Endstation. Auf der Gegenseite wurde es nach einem direkt verwandelten Eckball von Nick Cherny (78.) gefährlich, den der FSV-Keeper letztlich noch bereinigen konnte.
Die Schlussphase bestritten die Schwarzgelben in Unterzahl, da Ousmane Diallo wegen Meckerns (80.) die Gelb-Rote Karte sah. Das war ihm in dieser Saison auch schon im Dezember beim 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf passiert. „Es war vollkommen in Ordnung, hier 0:0 zu spielen. Es freut mich, dass die Jungs in so einem schwierigen Spiel bestehen konnten. Sie müssen noch lernen, sich künftig in den Eins-gegen-Eins-Duellen besser durchzusetzen. Dafür war dieses Spiel sehr wertvoll“, befand Mike Tullberg.
21. Februar, 19.02 Uhr: BVB-U19 trifft auf Mainz 05
Mit dem Bus ist die U19 des BVB am Freitagnachmittag zur Auswärtspartie gegen den FSV Mainz 05 gefahren. Am Samstagmittag um 12 Uhr erwartet dann das Team von Trainer Mike Tullberg die vierte Partie der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga. Die Borussia ist mit zwei Siegen und einer Niederlage gestartet und rangiert hinter RB Leipzig auf Platz zwei der Sechserliga. „Wir wollen schon am Ende unter die ersten Zwei kommen, dann haben wir in der ersten Runde der K.o.-Phase definitiv ein Heimspiel“, sagt Tullberg. Der Gegner kommt dann aus der Gruppe C. Aktuell wäre der Drittplatzierte Bayer Leverkusen der Konkurrent.
Das ist die Zukunft. Die Gegenwart heißt Mainz 04. „Das ist eine erwachsene Mannschaft, die sehr reif ist, gute Standards schießt und sehr entschlossen ist“, beschreibt Tullberg den Gegner. Mit der Defensivarbeit seines jungen Teams ist er zufrieden, er verlangt aber ein besseres Umschaltspiel und mehr Gefahr in der Offensive.
Die junge Mannschaft muss auf die Verletzen Tyler Meiser, Joshua Burstedde und Thierry Fidjeu Tazemeta verzichten. Nico Adamczyk ist angeschlagen. „Wir gucken weiter auf die Ausbildung und dürfen nicht vergessen, dass wir überwiegend mit U16-, U17- und U18-Spielern auflaufen. Deshalb wird es spannend sein zu sehen, wie wir uns gegen solch eine erwachsene Mannschaft wie Mainz schlagen werden“, sagt Tullberg.
21. Februar, 11.20 Uhr: Dezimierte BVB-U23 reist nach Aachen
Vor dem Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen am Samstag (14 Uhr) hat Husten und Keuchen Hochkonjunktur bei Borussia Dortmunds U23. „Die Grippewelle hat bei uns richtig zugeschlagen“, sagt Trainer Jan Zimmermann im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Dann zählt er auf: Neben dem ohnehin verletzten Julian Hettwer plagen sich auch Babis Drakas, Franz Roggow, Prince Aning und Paul Besong mit einer Erkältung herum.
Damit nicht genug: Auch Zimmermann selbst, Co-Trainer Marcel Schmelzer und die beiden Physiotherapeuten Markus Langer und Daniel Zolinski hat es erwischt. „Wir konnten nicht das volle Pensum trainieren, das wir uns vorgenommen hatten“, bekennt Zimmermann und schiebt direkt hinterher: „Dennoch werden wir in Aachen gut vorbereitet sein.“
In Almugera Kabar, Kjell Wätjen und Cole Campbell haben dafür gleich drei Youngster in dieser Woche regelmäßig mittrainiert. Filippo Mane ist dagegen nach seiner in Osnabrück erlittenen Verletzung in der Reha. Mit ihrem Einsatz ist gegen Aachen zu rechnen. „Alemannia ist aggressiv und kampfstark. Am Tivoli herrscht eine tolle Atmosphäre und zugleich schlechte Platzverhältnisse. Dadurch werden unsere spielerischen Qualitäten nicht so zum Tragen kommen. Es wird deshalb darauf ankommen, dass wir uns in den Zweikämpfen behaupten. Das wird ein guter Test für meine junge Mannschaft, wie gut sie mit diesen intensiven Bedingungen zurechtkommt“, sagt Jan Zimmermann.
Sein Arbeitsauftrag ist klar formuliert: „Ich erwarte von meinen Jungs, dass sie sich wehren und durchsetzen können.“ Nach dem 1:0 gegen den SV Sandhausen soll die BVB-U23 bei den Remis-Königen der 3. Liga in Aachen (schon zwölf Unentschieden) nachlegen.
20. Februar, 15.46 Uhr: Borussia Dortmund trauert um Volunteer
Große Trauer bei Borussia Dortmund. Am Mittwochabend während des Champions-League-Spiels gegen Sporting Lissabon ist Martin Labus, ein langjähriger Volunteer, gestorben. Er ist 63 Jahre alt geworden. „Martin Labus war seit Juli 2013 ein fester Bestandteil des Volunteer-Teams und hat seither bei fast jedem Spiel unterstützt. Mit seiner unermüdlichen Einsatzbereitschaft war er eine große Bereicherung für die Volunteers. Im Info-Team „Team Außen“ stand er zahlreichen Fans mit Rat und Tat zur Seite und war stets bereit, bei Fragen und Anliegen zu helfen. Bei seinen Volunteer-Kollegen war er äußerst beliebt, seine kecken Sprüche brachten immer wieder ein Lächeln auf die Gesichter seiner Mitmenschen“, schreibt der BVB in einer Mitteilung. „Wir sind mit unseren Gedanken bei seiner Familie.“ Labus hinterlässt eine Frau und zwei Töchter.
18. Februar, 22.18 Uhr: Kovac-Ansage an BVB-Profis nach Presse-Aufreger in Bochum
Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac hat seine Spieler für ihr Verhalten nach dem 0:2 beim VfL Bochum gerüffelt. Dass die enttäuschten Profis nach einer Niederlage wie am vergangenen Samstag nicht mit Journalisten sprechen, werde es in Zukunft nicht mehr geben „In Zukunft werden sich die Spieler den Nachfragen stellen. Das gehört zum Leben dazu. Das werden wir mit Sicherheit besser machen“, sagte der 53-Jährige am Dienstag.
Nach der Blamage beim abstiegsbedrohten Reviernachbarn waren nur zwei Spieler den vertraglichen Pflichten nachgekommen und vor die TV-Kameras getreten. Den Fragen aller anderen Journalisten entzogen sich die Profis indes. „Das ist nicht gut gelaufen, dass niemand bei der schreibenden Zunft war“, meinte Kovac. „Da werde ich auch dafür sorgen, dass das in Zukunft nicht mehr passiert. Ich bitte um Nachsicht.“
18. Februar, 19.45 Uhr: Roggow verhandelt mit Hertha BSC
Am Samstag noch war Franz Roggow Siegtorschütze beim 1:0-Erfolg von Borussia Dortmunds U23 gegen den SV Sandhausen. Den trainingsfreien Dienstag nutzte der 22-Jährige nun offenbar für weitere persönliche Weichenstellungen. Ein Video von Sky, das bei „X“ kursiert, zeigt, wie der BVB-Mittelfeldspieler gemeinsam mit seinem Berater Mohamed Meziani die Geschäftsstelle von Hertha BSC besucht.
Roggow, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, führt derzeit Vertragsverhandlungen. Berlin ist dabei einer von mehreren Zweitligisten, die Interesse am Dortmunder zeigen. Roggow (Marktwert: 600.000 Euro) war 2021 vom FC St. Pauli zur BVB-U23 gewechselt und hat sich dort nach kurzer Anlaufzeit rasch zum absoluten Stammspieler entwickelt. Dennoch ist sein Abgang im Juni gewiss – der 22-Jährige möchte den nächsten Schritt in seiner Karriere machen.
16. Februar, 17.17 Uhr: Ragnick übt massive Kritik an BVB-Kaderplanung
Ralf Rangnick (66) hat in der sportlichen Krise von Borussia Dortmund die Kaderplanung des Klubs kritisiert. Der österreichische Nationalcoach war vor der Verpflichtung von Niko Kovac selbst ein Trainerkandidat beim BVB und sagte bei „Bild Sport“: „Man hat nicht das Gefühl, dass als Überschrift steht: Wie wollen wir eigentlich spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern nicht den Vorwurf machen. Sondern das liegt daran, dass über Jahre hinweg dieser Fixpunkt einer Spielidee nicht mehr verfolgt worden ist.“
Rangnick hatte im Januar in Salzburg Gespräche mit Hans-Joachim Watzke und Lars Ricken über ein mögliches Engagement bei den Schwarzgelben gesprochen, letztlich aber abgesagt. Die Krise der Dortmunder hat seiner Meinung nach einen langen Vorlauf.
„Gehen wir mal in die Zeit zurück, in der der BVB am erfolgreichsten war in den letzten 20 Jahren. Das waren die Jahre unter Jürgen Klopp“, sagte Rangnick. „Damals hat man von Anfang an in der Kaderzusammenstellung darauf geachtet, dass die Spieler zu der gewünschten Spielweise von Jürgen Klopp passen. Damals gab es drei Entscheider, die auch nach außen hin die Entscheider waren mit Aki Watzke, mit Michael Zorc und mit Jürgen Klopp. Und in jedem Transferfenster hat man diesen Kader zusammengestellt, der dann am Ende zweimal Deutscher Meister und Pokalsieger wurde.“
Damals sei der BVB „tatsächlich eine Marke“ gewesen, so Rangnick. „Jetzt haben sie den zehnten oder zwölften Trainer seit Jürgen Klopp nicht mehr da ist. Aber man hat einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise den Kader zusammengestellt.“
16. Februar, 16.28 Uhr: Diallo sichert Auswärtssieg der BVB-U19
Borussia Dortmunds U19 hat das Aus in der Youth League gegen Real Madrid gut verkraftet. Bei Union Berlin siegte die Mannschaft von Mike Tullberg am Sonntag mt 4:2 (1:2) und drehte dabei einen zweimaligen Rückstand. Zum Matchwinner avancierte Ousmane Diallo mit einem Doppelpack (73., 82.).
Den besseren Start erwischten jedoch die Gastgeber. Nach einem Fehler von BVB-Rechtsverteidiger William Rashidi schob Musa Alkan zur Berliner Führung ein. Dortmund fand durch Pharell Kegni jedoch die direkte Antwort (6.). Eine weitere Unaufmerksamkeit in der Defensive führte nach Foul von Dortmunds Torhüter Robin Lisewski zur erneuten Union-Führung per Elfmeter durch Duje Sliskovic (19.).
Nach insgesamt vier Wechseln bis zur 71. Minute übernahmen die Schwarzgelben immer mehr die Spielkontrolle und drehten die Partie innerhalb von zehn Minuten durch Diallo und Joker Alex Niziolek (77.). „Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit bestimmt und die drei Tore erzwungen“, sagte Tullberg. In der Tabelle rückt der BVB mit sechs Punkten auf Rang zwei vor. Am kommenden Samstag (12 Uhr) folgt ein weiteres Auswärtsspiel beim Tabellenvierten FSV Mainz 05.
15. Februar. 18.23 Uhr: BVB-U23 beendet Sieglos-Serie gegen Sandhausen
Die BVB-U23 ist zurück in der Erfolgsspur. Durch ein 1:0 gegen den SV Sandhausen beendete die schwarzgelbe Drittliga-Filiale ihre seit drei Spielen andauernde Sieg- und Torlos-Serie. Den Treffer des Tages erzielte Franz Roggow nach einem Doppelpass mit Jordi Paulina nach 17 Minuten.
Der BVB war in der ersten Hälfte drückend überlegen, vergab jedoch eine Reihe von Großchancen. Die dickste gab es nach 27 Minuten, als Michael Eberwein die Latte traf. Nach der Pause ein anderes Bild: Sandhausen drückte, die Borussia geriet vollkommen in die Defensive. Sie hatte in Torwart Marcel Lotka aber einen starken Rückhalt, der den Sieg festhielt.
„Ich bin erleichtert und zufrieden. In der ersten Hälfte haben wir genau das auf dem Platz bekommen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben es aber versäumt, deutlich höher zu führen. Ein 2:0, 3:0 wäre möglich gewesen. In der zweiten Halbzeit haben wir eine tolle kämpferische Leistung geboten und es als Mannschaft rigoros verteidigt“, befand BVB-U23-Trainer Jan Zimmermann.
12. Februar, 12 Uhr: DFB terminiert Drittliga-Spieltage der BVB-U23
Der DFB hat die Spieltage 27 bis 30 in der 3. Liga terminiert. Glück für die U23 von Borussia Dortmund: An diesen vier Spieltagen findet keine Begegnung parallel zu den Profis statt. Eine Partie steigt allerdings am Achtelfinal-Spieltag der Champions League. Die Ansetzungen im Überblick:
06. Februar, 13.08 Uhr: DFL terminiert Bundesliga-Spieltage 25 bis 27
Die Deutsche Fußball Liga hat am Donnerstag die zeitegnauen Ansetzungen für die Bundesliga-Spieltage 25 bis 27 bekanntgegeben. Alle BVB-Termine auf einen Blick:
Meisterschaft, Double, zweimal ins Champions-League-Finale, dazu noch zwei Pokalsiege – die Ära von Hans-Joachim Watzke gehört beim BVB zu den erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Als Vorsitzender der Geschäftsführung führte er Dortmund aus der Fast-Insolvenz im Jahr 2005 bis in die Spitze der Bundesliga und Europas.
Im Herbst will der Sauerländer seinen Job als oberster Boss nach über 20 Jahren eigentlich aufgeben. Aber in der aktuellen Lage darf Watzke nicht aufhören!
Dortmund spielt trotz des 6:0 gegen Union Berlin die schlechteste Saison seit zehn Jahren – Stand jetzt verpasst der Klub nicht nur erstmals seit 2015 die Champions League, sondern spielt kommende Saison überhaupt nicht in Europa. Es wird immer klarer: Nur mit ein paar kosmetischen Eingriffen allein findet Dortmund nicht zurück in die Erfolgsspur.
Häppchenweise sollte bei Borussia Dortmund die neue Ära beginnen. Michael Zorc gab 2022 seinen Posten als Sportdirektor auf, im vergangenen Sommer übernahm mit Lars Ricken ein neuer Geschäftsführer Sport. Hans-Joachim Watzke verabschiedete sich aus dem sportlichen Scheinwerferlicht, leitet den Konzern weiter als Vorstandsvorsitzender.
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Sportliches und Wirtschaftliches sollte beim BVB stärker getrennt werden. Und wie die ‚Sport Bild‘ berichtet, gelang die Trennung bislang. Zumindest drückte Ricken die Entlassungen von Nuri Sahin und Sven Mislintat – beides Watzke-Verpflichtungen – ohne Zustimmung des Padrons und nur in Absprache mit Sportdirektor Sebastian Kehl durch.
Ricken genießt alle Freiheiten
Watzke wurde erst nach den Entscheidungen informiert. Ricken soll bewusst in Dortmund über alle Freiheiten verfügen. Für das Jahresende ist dann der letzte Akt des Wandels geplant, Watzke wird als Vorsitzender der Geschäftsführung zurücktreten und fortan als Präsident ein eher repräsentatives Amt übernehmen. Aber kommt es wirklich dazu?
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Laut der ‚Sport Bild‘ mehren sich die Zweifel, dass dieses Drehbuch wirklich so über die Bühne geht. Demnach ist es „in der Klubspitze ein realistisches Gedankenspiel“, dass die Uhr im Sommer wieder komplett zurückgedreht wird. Das würde bedeuten, dass Watzke doch noch weitermacht und in einer Hauruckaktion den kompletten Austausch der sportlichen Führungsebene orchestriert.
Tabula rasa?
Eine Weiterbeschäftigung von Ricken, Kehl und Trainer Niko Kovac, dessen mögliche Entlassung ohnehin bereits mit eingeplant ist, wäre in diesem Szenario undenkbar, heißt es in dem Bericht. Die ‚Sport Bild‘ spricht in diesem Zusammenhang von „Tabula rasa“ und einem „kompletten Neustart auf allen Ebenen“.
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Folgerichtig wären dabei neue Köpfe vonnöten. Das Fachmagazin bringt einmal mehr Markus Krösche und Ralf Rangnick ins Spiel, die tragende Führungspositionen unter Watzke übernehmen könnten. Ob es tatsächlich so weit kommt, ist jedoch fraglich. Aber eines ist klar: Am Ende hebt oder senkt Watzke allein den Daumen.
Zitat von LuciferIX
Am Ende ist Watzke zu sehr “Diplomat”, als dass er so eine harte Entscheidung trifft und Ricken, Kehl und Kovac vor die Tür setzt.
Da muss schon alles schief laufen und selbst dann wird es vermutlich keine Konsequenzen haben. Das kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Aber nur das würde etwas ändern. In der Konstellation kann es eigentlich nicht mehr weitergehen. Aber wenn man hört, dass Watzke der Meinung ist, dass Sammer und Matthäus zwei der besten Analysten sind, dann bin ich mir mittlerweile bei Watzke nicht mehr sicher, ob er die Situationen noch richtig einschätzen kann.
Ich bin ein absoluter Befürworter seit der ersten Stunde von ihm. Für mich hatte jede seiner Entscheidungen bis drei, vier Jahre immer Hand und Fuß.
Leider habe ich dieses Gefühl verloren durch viele Interviews, etc. in den letzten zwei, drei Jahren.
Da sehe ich Watzke schon deutlich kritischer, auch wenn ich nicht jeder meiner Aussagen belegen kann, sie aber aus dem Kontext heraus für nachvollziehbar halte.
Watzke hinterlässt hier ein (in Teilen zurecht) positives Bild. Aber wenn wir 100 Fans fragen, welche die wichtigste Personalie der letzten 20 Jahre beim BVB war, dann werden vermutlich 99 von ihnen Jürgen Klopp nennen. Mit ihm haben wir den Weg in die Spitzengruppe gefunden und ohne ihn hat man selbst in besseren Phasen das Gefühl, da fehlen sportlich einfach die letzten 10 Prozent.
Ja, Watzke hat Klopp geholt oder war mitverantwortlich und es wäre unfair, ihm diese Errungenschaft abzusprechen.
Diese Argumente kann man dann aber bei anderen Personalien auch umkehren. Watzke hat all die Trainer danach zumindest mitzuverantworten, er hat sicher nicht unerhebliches Mitspracherecht in der “Mentalitäts” und “Deutsche Nationalspieler” Strategie, sowie Rückholaktionen um Sahin oder Götze, die Instellation von Terzic, die teils unverständliche Trennung von Rose, um Terzic erneut zu installieren, Sahin als Co-, dann als Haupttrainer. Und nicht zuletzt schien er ebenfalls in die kürzliche Trainersuche um Rangnick und Kovac beteiligt zu sein, bei der man eigentlich nur eine Übergangslösung suchte und nun Kovac für 1 1/2 Jahre am Backen hat. Ebenso das Ricken-Experiment ist ihm mitzuverdanken, was indirekt auch in einer für mich total unverständlichen Vertragsverlängerung von Kehl mündete.
Selbst wenn man im Sommer einen harten Cut macht und sich von Ricken, Kehl, Sammer und Kovac trennt, dann hab ich kein gutes Gefühl, wenn es wieder Watzke sein wird, der den Laden dann wieder von der Pike auf neu zusammenstellt.
Ich lasse mich gern eines Besseren belehren. Aber mir geht es um Wahrscheinlichkeiten. Und wenn ich mir die teilweise haarsträubenden Entscheidungen der letzten Jahre so anschaue, dann beurteile ich die Wahrscheinlichkeit auf einen erfolgreichen U-Turn unter Watzke als nicht besonders hoch.