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  • Champions League: Vorentscheidung nah – Bayern München

    Champions League: Vorentscheidung nah – Bayern München


    Stand: 06.03.2025 00:25 Uhr

    Bayern München hat in der Champions League gegen Bayer Leverkusen ein Statement gesetzt und das Viertelfinale fest im Blick – auch, weil die Defensivtaktik von Leverkusen-Coach Xabi Alonso diesmal voll nach hinten losging.

    Christian Hornung

    Die Münchener gewannen am Mittwochabend in der heimischen Arena völlig verdient mit 3:0 (1:0). Harry Kane traf in der 9. und 75. Minute, dazwischen war Jamal Musiala (54.) erfolgreich. Bei Bayer sah Nordi Mukiele in der 62. Minute Gelb-Rot und fehlt damit im Rückspiel am 11. März in Leverkusen.

    Kane schwärmt, Xhaka ist bedient

    Kane lobte hinterher den Auftritt der Bayern: “Wir waren im Gegensatz zu den letzten Duellen diesmal total fokussiert, es war ein guter Schritt in die richtige Richtung, die Hälfte des Jobs ist erledigt.” Musiala meinte: “Unsere Frische und unsere Intensität haben den Unterschied gemacht. Wir haben einen großen Schritt gemacht, aber wir sind noch nicht fertig mit der Angelegenheit.”

    Das hofft auch Granit Xhaka, doch besonders überzeugt klang Granit Xhaka bei seinen Worten nicht: “Wir waren gut im Spiel trotz des Rückstands. Dann kriegen wir eine dumme Gelb-Rote Karte und Gegentore, die natürlich vermeidbar waren. Aber wir müssen daran glauben bis zum Schluss – und dann schauen, für was es reicht.”

    Seit Xabi Alonso Bayer coacht, war es im siebten Pflichtspiel zwischen diesen beiden Teams die erste Pleite für Leverkusen – an der der Trainer nicht schuldlos war.

    Leverkusen wieder ohne Boniface und Schick

    Denn wie schon beim 0:0 zuletzt im Ligagipfel bot Bayer erneut keinen klassischen Mittelstürmer auf. Victor Boniface und Patrik Schick saßen auf der Bank, in Alonsos Startelf standen acht (!) gelernte Defensivspieler plus Torwart.

    Die rein auf Konter ausgerichtete Mauertaktik überraschte insofern, als die Bayern am 15. Februar im wahrsten Sinne chancenlos gewesen waren und Leverkusen nur ein Abschlussspieler gefehlt hatte. Bei den erwartbaren Toren auf Münchener Seite stand damals der historische Minuswert von 0,14 – diese Peinlichkeit wollte der Rekordmeister ganz offenbar kein zweites Mal erleben. Von Beginn an machte München Druck und erarbeitete sich Chancen.

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    Hermoso rettet für Kovar – aber nur einmal

    Einen Kopfball von Leon Goretzka in der 7. Minute blockte Mario Hermoso so gerade noch mit dem Oberschenkel kurz vor der Torlinie, Leverkusens Keeper Matek Kovar war bereits geschlagen. Kurz danach rettete dann niemand mehr für den Tschechen, den Xabi Alonso in der Champions League erstaunlicherweise Lukáš Hrádecký vorzieht: Michael Olise hatte perfekt auf Kane geflankt, der im Gegensatz zu Bayer-Abwehrspieler Nordi Mukiele den entscheidenden Schritt zum Ball machte – Kovar reckte sich vergeblich.

    Ein schwerer Fehler von Dayot Upamecano hätte Leverkusen dann aber beinahe direkt in die Partie zurückgeholt. Der Innenverteidiger, der auch schon in den K.o.-Spielen gegen Celtic gravierend gepatzt hatte, spielte einen viel zu kurzen Rückpass unfreiwillig in den Lauf von Jeremy Frimpong – der brachte die Kugel aber nicht am brillant reagierenden Manuel Neuer vorbei.

    Musiala köpft an die Latte

    Statt aus dieser Szene Mut zu schöpfen, zog sich Leverkusen wieder zurück. Als Kovar in der 22. Minute orientierungslos durch seinen Fünfmeterraum irrte, hätte Jamal Musiala beinahe das 2:0 nachgelegt, sein Kopfball aus kurzer Distanz klatschte aber an die Latte. Bayer bekam keine Ruhe ins Spiel, fand mangels Anspielstationen im vorderen Bereich auch kaum Entlastung. Kingsley Coman und Joshua Kimmich hätten das mit gefährlichen Distanzschüssen beinahe ausgenutzt, dass es zur Pause nur 0:1 stand, war aus Leverkusener Sicht noch die beste Nachricht.

    Trotz des weitgehend einseitigen Spielverlaufs, keiner einzigen herausgespielten Chance, einem von Kimmich komplett abgemeldeten Florian Wirtz und 3:9 Torschüssen änderte Xabi Alonso zur Pause: nichts. Leverkusen versuchte zwar, längere Ballbesitzstaffetten zu bekommen, entwickelte aber weiterhin null Torgefahr.

    Musiala nutzt Torwartfehler – Neuer verletzt sich beim Jubeln

    Sollte es die Absicht gewesen zu sein, ein 0:1 irgendwie ins Rückspiel zu retten, war das nach dem nächsten Torwartfehler Makulatur: Kovar wollte eine Kimmich-Flanke mit beiden Händen aus der Luft pflücken, ließ den Ball aber durchflutschen – Musiala reagierte eher als der völlig perplexe Hermoso und schob die Kugel ins leere Tor.

    Leverkusens Torwart Matej Kovar lässt den Ball durch die Hände fallen

    Fast parallel dazu gab es auch auf der anderen Seite Aufregung um den Schlussmann. Neuer hatte sich beim Jubel über den Musiala-Treffer eine Verletzung am linken Bein zugezogen, als er zu den Kollegen sprinten wollte. Er zog sich die Handschuhe aus und signalisierte Arbeitsunfähigkeit: Der 21-jährige Jonas Urbig, in der Winterpause für sieben Millionen Euro aus Köln verpflichtet und zuvor 13 Jahre beim FC ausgebildet, feierte sein Debüt im Bayern-Tor.

    Mukiele und Tapsoba schwächen ihr Team

    Noch ehe er erstmals sein großes Talent zeigen konnte, schwächten sich die Leverkusener weiter selbst. Statt nach Kovars Panne eine Reaktion zu zeigen, trat Mukiele an der Seitenlinie völlig sinnlos Kingsley Coman in die Achillessehne und flog mit Gelb-Rot vom Platz (62.).

    Zehn Minuten später klammerte der kurz zuvor eingewechselte Edmond Tapsoba bei einem Eckball Kane so offensichtlich mit beiden Armen von hinten, dass Schiedsrichter Michael Oliver nach Videobeweis keine andere Wahl blieb, als auf den Punkt zu zeigen: Kane verwandelte auch seinen 30. Pflichtspiel-Elfmeter in Serie eiskalt.

    3:17 Torschüsse und ein Trainer-Bekenntnis

    Danach hätte es für Leverkusen durchaus noch schlimmer kommen können, doch Joao Palinha vergab nach grandioser Vorarbeit von Musiala kurz vor Schluss die Chance zum 4:0. Die Statistik am Ende war diesmal eine Ohrfeige für Bayer: 3:17 Torschüsse aus ihrer Sicht, weniger als 40 Prozent Ballbesitz, Neuer wurde nur einmal geprüft, Urbig gar nicht.

    Ob es auch an der Trainer-Taktik lag, beantwortete Alonso so: “Vielleicht, es kann sein. Aber wir verlieren nicht, weil wir ohne Mittelstürmer spielen, sondern weil wir Fehler gemacht und nicht erwachsen genug gespielt haben.”



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  • FC Bayern drängt auf Vorentscheidung bei Bayer

    FC Bayern drängt auf Vorentscheidung bei Bayer


    Alonso ungeschlagen gegen FCB 

    FC Bayern drängt auf Vorentscheidung bei Bayer Leverkusen

    ©IMAGO

    Mit einem Sieg beim deutschen Meister Bayer Leverkusen will der FC Bayern München eine Art Vorentscheidung im Titelkampf erreichen. „Wir wollen da hinfahren und das Spiel gewinnen. Danach wird man sehen, wie die Tabelle aussieht. Das kann jeder lesen, wie es danach aussehen würde“, sagte Sportvorstand Max Eberl am Tag vor dem Bundesliga-Gipfel am Samstag (18:30 Uhr/„Sky“).

    „Wir fahren mit acht Punkten dahin und das gibt erstmal ein richtig gutes Gefühl. Ich glaube, wenn es diese Situation hergibt, dann muss Leverkusen wahrscheinlich eher gewinnen als wir, um es offenzuhalten. Was nicht heißt, dass wir irgendwie abwarten, sondern wir wollen dieses Spiel gewinnen“, meinte Eberl über das prestigeträchtige Duell. „Ich sehe das Spiel ein Stück weit separat und freue mich da sehr drauf.“

    Seitdem der frühere Bayern-Profi Xabi Alonso Trainer in Leverkusen ist, hat die Werkself bei drei Siegen und zwei Unentschieden gegen die Münchner kein Pflichtspiel verloren. „Ich weiß, dass es immer sehr auf Personen reduziert wird. Jetzt haben wir gegen Xabi Alonso noch nicht gewonnen, aber es spielt Bayern München in Bayer Leverkusen und wir sind acht Punkte vor, plus Torverhältnis“, so Eberl.

    Als der FC Bayern das letzte Mal gegen Leverkusen gewinnen konnte, hieß der Trainer Julian Nagelsmann und Sadio Mané war der Star im Sturm. Mit 4:0 siegte der FC Bayern im September 2022. Kurze Zeit später übernahm Alonso den Trainerposten von Gerardo Seoane. Für die längste Serie ohne Niederlage gegen den Rekordmeister seit Bundesliga-Gründung reicht es aber nicht, diese Marke stellte zwischen 1988 und 1993 mit zwölf Partien Werder Bremen auf.

    Es gehe um den Sieg im Spiel, „aber nicht um dann Xabi Alonso in die Schranken zu weisen, nach dem Motto: Jetzt haben wir ihn mal geschlagen, sondern einfach die noch bessere Ausgangslage für den FC Bayern München zu schaffen“, erklärte Eberl. Wie der Rekordmeister würde Titelverteidiger Leverkusen zu den besten Mannschaften Deutschlands und Europas zählen.

    FC Bayerns Kompany warnt: „Man darf nicht vergessen …“

    Zum ersten Mal seit über zweieinhalb Jahren liegt Bayern als Tabellenführer acht Punkte vor Platz zwei. Ein so großer Vorsprung wurde im Meisterrennen zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nie verspielt. „Wenn man von Vormachtstellung spricht, dann haben wir erstmal den immer noch amtierenden deutschen Meister in Schach gehalten über die Saison hinweg. Es geht da nicht um ein oder zwei Spiele, es geht um die ganze Saison“, betonte Eberl. Die deutsche Meisterschaft sei der „ehrlichste Titel, den du gewinnen kannst und da haben wir eine sehr, sehr gute Ausgangslage“.

    Trainer Vincent Kompany wies auf die Leverkusener Qualität in den vergangenen anderthalb Jahren hin. „Das Spiel interessiert sehr viel Leute. Man darf nicht vergessen, dass sie in den letzten 18 Monaten nur einmal in der Liga verloren haben“, sagte der Belgier. „Wir wollen eine von den Mannschaften sein, die auswärts dort gewinnt.“ Am Samstagabend treffen 637 Millionen Euro Kaderwert (Bayer 04) auf 856 Millionen (FC Bayern).

    Bayer Leverkusen glaubt an Alonso-Verbleib: „Sorge habe ich nicht“

    Bei der Werkself geht man derweil nicht davon aus, dass Erfolgstrainer Alonso trotz eines Vertrages bis 2026  im Sommer den Abflug macht. „Nein, diese Sorge habe ich nicht. Hatte ich letztes Jahr nicht, das Jahr davor nicht und dieses Jahr habe ich es auch nicht. Wir haben ein sehr enges, sehr vertrauensvolles Verhältnis“, sagte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes den Sendern „RTL und ntv“. „Xabi ist in alle Themen eingebunden, nicht nur diese Saison betreffend, sondern auch darüber hinaus. Er hat einen Vertrag – und das Gefühl ist auch, dass er sich sehr wohlfühlt und auch die Arbeit mit der Mannschaft sehr, sehr schätzt. Jeden Tag. Und dass er eine große Freude daran hat. Deswegen sind wir alle sehr entspannt in dem Thema.“



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  • Vorentscheidung im Titelrennen der Bundesliga? Das erwartet…

    Vorentscheidung im Titelrennen der Bundesliga? Das erwartet…


    München – Fällt am Samstagabend bereits die Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft? Der FC Bayern gastiert bei Bayer Leverkusen – und reist mit acht Punkten Vorsprung an. Trainer Vincent Kompany (38) gibt sich zurückhaltend.

    Führt Vincent Kompany (38) den FC Bayern zur Meisterschaft?
    Führt Vincent Kompany (38) den FC Bayern zur Meisterschaft?  © Sven Hoppe/dpa

    “Beide Spiele waren ganz eng. Aber das erwartet man auch. Der Unterschied liegt oft in Momenten. Die Qualität der Mannschaften ist natürlich sehr groß”, erklärte der 38-Jährige am Freitagvormittag mit Blick auf das Kräftemessen in der BayArena.

    Zur Erinnerung: In der Bundesliga gab es in dieser Spielzeit am 5. Spieltag in München ein 1:1-Remis, im DFB-Pokal-Duell konnte sich die Werkself im Achtelfinale denkbar knapp mit 1:0 durchsetzen.

    Ziel sei es natürlich, die Begegnung in Leverkusen zu gewinnen, so Kompany. Man wisse jedoch nie, “wie solch ein Spiel läuft”. Er rechne am Samstag mit einer hohen Intensität und Qualität. Klappt es mit dem Auswärtssieg? “Leicht wird es nicht sein.”

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    FC Bayern München
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    Angesprochen auf das straffe Programm seiner Mannschaft, am Dienstagabend steht bereits das Rückspiel in der Champions League gegen Celtic Glasgow (21 Uhr) an, stellte er klar: “Es darf keine Rolle spielen, es kann eine Rolle spielen.” Die mentale Verfassung sei aber gut, der Klub das hohe Pensum gewohnt. “Wir haben den Kader dafür, wir haben fast keine Verletzten.”

    Respekt ist zwar vorhanden, schließlich habe die Werkself gezeigt, dass sie sowohl voll pressen als auch tief stehen könne. Die Lösung aus Sicht des Rekordmeisters klingt dennoch simpel: “Wir müssen auf beides vorbereitet sein und wollen in jeder Phase gefährlich sein.” Zu viele Gedanken über den Gegner wolle man sich jedoch nicht machen.



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