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  • VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte

    VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte


    TM-Interview, Teil 2 

    VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte bestehen bleiben

    ©IMAGO

    Der VfB Stuttgart stand gefühlt mehrfach mit einem Bein in der 2. Bundesliga, ehe er in den vergangenen anderthalb Jahren an längst vergessene Erfolgszeiten anknüpfen konnte. Was dank guter Entscheidungen möglich ist, zeigen die Verantwortlichen um Vorstandschef Alexander Wehrle, Sport-Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth und Cheftrainer Sebastian Hoeneß, die den Schwaben neues Leben einhauchten.

    In Teil 2 des großen Transfermarkt-Interviews, das mit Fragen aus der Community gespickt ist, spricht Wehrle über das künftige Transferbudget, notwendige Ausstiegsklauseln, die Bedeutung von Angelo Stillers Verlängerung, Mängel in der Jugendarbeit und die Zukunft der Schwaben.

    Teil 1 – VfB-Boss Wehrle über mutige Wahl Wohlgemuth & Hoeneß: „Was macht der da eigentlich?“

    Transfermarkt: Mit Deniz Undav und Ermedin Demirovic gab es 2024 gleich zweimal einen Rekordtransfer. Gehen Sie davon aus, dass diese Bestmarke 2025 wieder geknackt wird?

    Wehrle: Davon gehe ich Stand heute nicht aus. Das waren für den VfB zwei außergewöhnliche Transfers. Es war klar, welchen Stellenwert Deniz Undav für den Verein und das ganze Umfeld hat. Mit Serhou Guirassy hatte uns ein wichtiger Stürmer verlassen, weswegen wir alle Energie eingesetzt haben, um Deniz langfristig binden zu können. Ermedin Demirovic hat in Augsburg mit konstant guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Wir sind froh, dass Deniz und Medo das VfB-Trikot tragen.  Dass man auch ablösefreie Spieler verpflichten kann, die sich zu Leistungsträgern entwickeln, zeigt das Beispiel Nick Woltemade. Es geht nicht um Rekordsummen. Wir müssen überzeugt sein, dass ein Spieler zu uns passt. Dann tun wir auch alles, um ihn zu bekommen.

    Transfermarkt: „justalittlethought“ möchte wissen, welches Transferbudget der VfB im Sommer zur Verfügung hat? Und welche konkreten Auswirkungen hätte eine ausbleibende Europacup-Qualifikation?

    Wehrle: Wir sind so aufgestellt, dass wir keine internationalen Einnahmen generieren müssen. Wenn wir on top Einnahmen aus der Champions League oder Europa League haben sollten, werden wir diese sicherlich wieder in die Mannschaft investieren. Aber immer so, dass wir uns auch Spielzeiten ohne internationale Teilnahme leisten können. Das ist unsere Maxime. Eine genaue Zahl möchte ich ungern nennen, das wäre ein Wettbewerbsnachteil, weil die Konkurrenz ja mitliest. (schmunzelt)

    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Warum hat der VfB in der Vergangenheit so großflächig Ausstiegsklauseln bei seinen Spielern verteilt? Das wirkte mitunter schwer nachvollziehbar.


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    Wehrle: Ich kann nachvollziehen, wenn Fans wegen der Ausstiegsklauseln verwundert waren. Man muss aber berücksichtigen, dass wir damals in einer ganz anderen Situation waren. Wir standen vor der Wahl, Verträge mit einer Restlaufzeit von 18 Monaten zu verlängern oder mit dem wirtschaftlichen Risiko eines ablösefreien Abgangs in ein letztes Vertragsjahr gehen. Ohne Ausstiegsklausel wäre eine Vertragsverlängerung in vielen Fällen nicht umsetzbar gewesen. Und zum Zeitpunkt der Vertragsabschlüsse konnten wir zudem in den meisten Fällen eine Ausstiegsklausel festsetzen, die höher war als der damalige Marktwert der Spieler.  

    Wehrle über Marktwerte: Korrelation zu tatsächlichen Ablösesummen sichtbar

    Transfermarkt: Orientieren Sie sich bei den Marktwerten auch an den Summen bei TM?

    Wehrle:  Von Zeit zu Zeit schaut man auf die Zahlen. Es zeigt sich, dass es eine gewisse Korrelation zu den tatsächlichen Ablösesummen gibt. Unabhängig davon befinden wir uns jetzt glücklicherweise in der Situation, in der wir ohne Ausstiegsklausel mit deutschen Nationalspielern verlängern können.

    Transfermarkt: Womit wir bei Angelo Stiller landen, der bis 2028 gebunden wurde und zum Top-Verdiener aufstieg. Über die Existenz einer Ausstiegsklausel gab es widersprüchliche Meldungen. Jamie Leweling hat im Dezember sogar bis 2029 verlängert, laut „Sky“ mit einer Änderung der vorhandenen Klausel. Klären Sie uns bitte auf.

    Wehrle: Ich habe gesagt, dass wir mit einigen Nationalspielern ohne Ausstiegsklausel verlängert haben. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Angelo ist ein ganz wichtiger Schlüsselspieler für den VfB, er hat sich unter Sebastian Hoeneß fantastisch entwickelt und ihm gehört auch in der Nationalmannschaft die Zukunft. Es war wichtig, mit der Verlängerung ein Signal nach innen und nach außen zu senden. Und Angelo hat sich diesen neuen Vertrag verdient.


    Kimmich, Gnbary & Co.
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    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Vor rund 20 Jahren drängten die „jungen Wilden“ Sami Khedira, Mario Gómez, Christian Gentner und Andreas Beck ins Profiteam. Seitdem wurde von VfB-Verantwortlichen immer wieder betont, dass der eigene Nachwuchs für den Herrenbereich gefördert werden soll. Der hochgelobte 2005er-Jahrgang scheint bis auf Torwart Dennis Seimen ausgebremst. Wann schaffen es endlich wieder Eigengewächse regelmäßig in den Profikader?

    Wehrle: Es gehört zur DNA des VfB, junge Spieler aus der eigenen Jugend in den Lizenzspielerkader zu integrieren. In den letzten Jahren ist es uns nicht ausreichend gelungen, solche Stamm- und Schlüsselspieler zu entwickeln. Wir haben ein paar Änderungen im NLZ vollzogen, was Scouting und Kaderplanung zwischen der U17 und U21 angeht. Mit Tobias Werner haben wir jemanden dazugeholt, der sich ganzheitlicher um die Top-Talente kümmert und ein wichtiges Bindeglied zu Christian Gentner und dem Trainerteam der Profis ist. Der Vorstand bekommt fast täglich Updates, es gibt einen ganz engen Austausch. Wir haben einige Talente – ohne Namen zu nennen –, die in naher Zukunft wichtige Spieler werden können. Das muss auch unser Ziel sein. Erste Ansätze waren bereits da, aber wir wollen natürlich am liebsten mehrere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Kader haben, die regelmäßig in der MHP Arena spielen.

    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Laurin Ulrich hat als einziger VfB-Jugendspieler nach Joshua Kimmich, Timo Werner und Jordan Meyer die Fritz-Walter-Medaille seit 2014 gewonnen, sein Vertrag endet 2026. Welche Perspektive hat er in Stuttgart? Und warum hat der Übergang bei ihm länger gedauert als bei Tom Bischof in Hoffenheim?

    Wehrle: Laurin hat nach wie vor eine große Perspektive, wurde aber in den letzten Jahren von Krankheiten und Verletzungen ausgebremst.  Wir haben ihn im Winter aus Ulm zurückgeholt, um ihm in unserer U21 in der 3. Liga Spielpraxis zu geben.  Dort hat er zuletzt gute Leistungen gezeigt und wichtige Tore geschossen.

    Wehrle: VfB Stuttgart ist dabei, internationale Zielmärkte zu erschließen

    Transfermarkt: Weitere Frage von „TF1893“: Wie steht der VfB im Vergleich zu anderen Bundesliga-Klubs hinsichtlich der Reichweite, Merchandising-Einnahmen und Medienpräsenz international da?

    Wehrle: Tradition und Erfolg haben den VfB über Jahrzehnte hinweg geprägt. Aber von der Geschichte allein kann man sich nichts kaufen. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns perspektivisch weiterentwickeln. Wir haben wirtschaftliche Stabilität und sportliche Substanz als Grundvoraussetzung, viele Spiele in der MHP Arena sind ausverkauft, bei der TV-Reichweite sind wir immer unter den Top-Vereinen. Jetzt haben wir auch wieder neu begonnen, internationale Zielmärkte zu erschließen. Man darf nicht vergessen, dass es bei meinem Einstieg 2022 keine Stelle für Internationalisierung gab. In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben wir viel aufgebaut, waren in den USA und in Japan. Die Fußballschule ist sehr viel unterwegs. Wir haben mittlerweile deutliche siebenstellige Erträge im internationalen Segment. Das ist noch ausbaufähig und wir befinden uns auf einem guten Weg.

    Transfermarkt: Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen ließ auf dem „SPOBIS“ durchblicken, dass es aus seiner Sicht unmöglich sei, konkrete Pläne für mehrere Jahre zu entwerfen. Wie handhaben Sie das?

    Wehrle: Wir arbeiten in Dreijahreszyklen, was die mittelfristige finanzielle Planung angeht, und bei der Strategie in Vierjahreszyklen. Wir haben 2022 eine Strategie für 2026 entwickelt und nutzen die Management-Methode OKR (Objectives and Key Results; d. Red.) für alle Fokusthemen, damit unsere Organisation Orientierung hat und jeder weiß, wo wir hinwollen und was unsere Schwerpunktthemen sind. Wohin wir uns vor allem mit Blick auf Investitionen bewegen wollen. Das gehört für mich zu einer strategischen Ausrichtung einer jeden Organisation – auch im Fußballbereich.

    Transfermarkt: Der VfB rauschte rasant von unten nach oben. Was ist das maximal Mögliche für den Klub?

    Wehrle: Vereine wie Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen sind vom Umsatz und den vorhandenen Investitionsmöglichkeiten her weit vor uns. Diese Lücke zu schließen, wird Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte dauern. So realistisch muss man einfach sein. Und dennoch kann es durch kluges Kadermanagement und kluge Transferpolitik mit den richtigen handelnden Personen gelingen, im einen oder anderen Jahr für Überraschungen zu sorgen. Unser vorrangiges Ziel ist es, den VfB so aufzustellen, dass er ein stabiler Bundesligist ist, der sich perspektivisch auch immer mal wieder für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren kann. Wir sind nicht so weit, dass wir die Topteams angreifen und um die Meisterschaft mitspielen können. Aber wir haben sehr gute Möglichkeiten, uns zu entwickeln und weiterhin zu wachsen.

    Ich habe für die Interessens- und die Nachwuchssäule argumentiert und gekämpft.

    Transfermarkt: Zu guter Letzt eine Frage von „Santiago15“: Wie hat sich der VfB in den jüngsten Gesprächen rund um die Verteilung der TV-Gelder positioniert?

    Wehrle: Als Vertreter eines reichweitenstarken Traditionsklubs finde ich, dass der Solidaritätsgedanke für die Liga spricht – über 50 Prozent werden solidarisch verteilt. Dennoch habe ich mich schon in den vergangenen Jahren danach als DFL-Präsidiumsmitglied dafür eingesetzt, dass die Reichweiten mehr berücksichtigt werden. Ich habe für die Interessens- und die Nachwuchssäule argumentiert und gekämpft. Und ich halte es für eine richtige Entscheidung des aktuellen DFL-Präsidiums, dass man nun die drei Prozent, die aus der bisherigen Interessenssäule ausgeschüttet wird, ein Stück verändert hat, indem die Kriterien Mitgliederstärke und Reichweite ergänzt werden. Und es wäre auch einen Gedanken wert, diese drei Prozent bei der nächsten Rechteperiode zu erhöhen.

    Hier geht es zu Teil 1: VfB-Boss Wehrle spricht über die sensationelle letzte Saison, emotionale Abgänge, seine „mutige“ Wahl pro Wohlgemuth und Hoeneß, einen Verbleib des begehrten Trainers und die Auswirkungen des Einstiegs von Porsche.

    Interview: Philipp Marquardt



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  • VfB Stuttgart bei Borussia Dortmund: BVB verpatzt Kovac-Debüt – Niederlage gegen Stuttgart

    VfB Stuttgart bei Borussia Dortmund: BVB verpatzt Kovac-Debüt – Niederlage gegen Stuttgart



    Borussia Dortmund unterliegt beim Einstand des neuen Trainers dem VfB. Auch wegen eines Eigentores von Waldemar Anton. red/dpa/SID 08.02.2025 – 17:30 Uhr

    Niko Kovac hat als neuer Trainer von Borussia Dortmund einen Fehlstart hingelegt. Der BVB verlor im ersten Spiel unter dem Nachfolger von Nuri Sahin gegen den VfB Stuttgart mit 1:2 (0:0). Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion sorgten ausgerechnet der Ex-Stuttgarter Waldemar Anton (50. Minute) mit einem Eigentor und Jeff Chabot (62.) für die Tore der Gäste. Julian Brandt (81.) gelang nur noch der Anschlusstreffer für Dortmund.
    Nach zuletzt drei ungeschlagenen Spielen unter Interimstrainer Mike Tullberg ist die Niederlage ein klarer Rückschlag für den BVB, der immer noch um das Minimalziel Champions League kämpft. Stuttgart liegt als Tabellenvierter bereits sechs Punkte vor den Dortmundern.BVB ideenlos „Wir müssen hier Leidenschaft an den Tag legen, diese Fans, dieses Publikum verlangen viel Leidenschaft, viel Engagement, viel Laufbereitschaft und Intensität“, betonte Kovac vor der Partie bei Sky. Richtig leidenschaftlich wurde es aber zunächst nicht. Beide Mannschaften zeigten sich im 110. Bundesliga-Duell gegeneinander anfangs verhalten. Der Gastgeber hatte mehr Ballbesitz, wirkte aber ideenlos.
    Erstmals nennenswert aktiv vor dem Gästetor wurde der BVB durch eine Doppelchance von Ramy Bensebaini nach einer Ecke (11.). Auf der anderen Seite köpfte Chabot eine Freistoßflanke von Angelo Stiller ein, kam aber klar aus dem Abseits (18.). Jamie Gittens prüfte Alexander Nübel (22. und 27.) zweimal aus der Distanz. Doch klar herausgespielte Torchancen kreierte zunächst kein Team.

    Undav mit Riesenchance Doch dann hätten die Gäste in Führung gehen müssen. Deniz Undav erlief einen zu kurzen Rückpass von Anton, wurde jedoch im Strafraum kurz vor dem Torabschluss noch von Emre Can abgelaufen (37.). Diese fahrig ausgelassene Riesenchance des Nationalspielers war sinnbildlich für den wenig entschlossenen Stuttgarter Auftritt in Durchgang eins. Nach dem Einzug ins DFB-Pokalhalbfinale durch ein 1:0 gegen den FC Augsburg unter der Woche wirkten die Schwaben zunächst wenig zielstrebig.
    „Wir wollen nicht herkommen und Spalier stehen für einen guten Auftakt von Niko“, hatte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß vor der Partie bei Sky gesagt. Davon war in Durchgang eins nur wenig zu sehen. Eigentor bringt BVB in Rückstand Nach dem Seitenwechsel startete Dortmund zunächst entschlossener. Doch Adeyemi vergab aus vielversprechender Schussposition deutlich (49.). Im direkten Gegenzug kam es für den Gastgeber bitter: Anton fälschte eine Hereingabe von Chris Führich unglücklich ins eigene Tor ab. Wenig später baute Chabot die Stuttgarter Führung aus, als er nach einer nicht konsequent geklärten Ecke eine Flanke von Jamie Leweling den Ball komplett frei im Netz unterbrachte. Gegen eine gut sortierte Stuttgarter Defensive tat sich der BVB schwer, zum Anschluss zu kommen. Gittens (68.) scheitere erneut an Nübel, der seinen Schuss aus der Distanz noch gegen das Aluminium lenkte. Brandt, der in der Partie bis dahin kaum in Erscheinung getreten war, sorgte schließlich für den Anschlusstreffer. Nach einer Eckballvariante mit Groß auf der linken Seite verwandelte der Offensivmann mit einem Flachschuss. Für mehr als ein Tor reichte es für den Gastgeber trotz hitziger Schlussphase, in der Julian Ryerson noch mit Gelb-Rot vom Platz flog (89.), aber nicht.



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  • VfB Stuttgart | Stimmen Borussia Dortmund

    VfB Stuttgart | Stimmen Borussia Dortmund



    Cheftrainer Sebastian Hoeneß: „Wir wollten das Spiel so ähnlich gestalten, wie wir es getan haben. Einen offenen Schlagabtausch wollten wir nicht zulassen. Die erste Halbzeit war insgesamt recht ereignisarm. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir Glück bei den Situationen durch Karim Adeyemi. Die 15 bis 20 Minuten nach der Pause haben wir für uns entschieden und das war die entscheidende Phase. Der Anschlusstreffer lag nicht in der Luft und war unnötig. Dennoch sind wir überglücklich, hier zu gewinnen, das ist nicht selbstverständlich. Ich möchte meiner jungen Mannschaft ein riesiges Kompliment aussprechen. Jeff Chabot war heute ein Fels in der Brandung. Er ist ein guter Kerl und es war ihm sogar gerade etwas unangenehm, so gelobt zu werden. Das zeigt, was er für ein Typ ist.“
    Jeff Chabot: „Es ist stark in Dortmund zu gewinnen, wir haben gegen einen guten Gegner gespielt. Wir haben unser Spiel auf den Platz gebracht, alle Zweikämpfe angenommen und waren griffig. Es war ein wichtiger Sieg heute, aber wir haben noch viele Spiele vor uns. Ich freue mich sehr über mein erstes Bundesligator und umso mehr darüber, dass ich es vor so einer Kulisse und in diesem Spiel schießen konnte. Ich hoffe, dass bei mir jetzt ein Knoten geplatzt ist.“
    Leonidas Stergiou: „Gratulation an Jeff zu seinem Tor-Debüt. Wir sind verdient als Sieger vom Platz gegangen. So viele Fans im Rücken zu haben, ist der Wahnsinn. Die Energie war heute wieder spürbar. Wir haben jetzt mal wieder eine ganze Woche Zeit bis zum nächsten Spiel. Die nächsten ein, zwei Tage werden wir nutzen, um runterzukommen. Danach richten wir den Fokus auf das nächste Spiel.“
    Deniz Undav: „Wir wissen, wie anstrengend und hart es ist, in Dortmund zu gewinnen. Wir haben überragend verteidigt und unsere Chancen genutzt. Am Ende wurde es etwas spannend, aber wir haben gewonnen. Ich bin froh, dass es bei Jeff jetzt mit einem Tor geklappt hat, nachdem er schon zwei Abseitstore gemacht hatte. Eigentlich hatten wir einen Jubel zusammen, aber den hat er in dem Moment wohl vergessen.“
    Niko Kovac, Cheftrainer Borussia Dortmund: „Ich finde, dass meine Mannschaft es heute über 90 Minuten von der Einsatzbereitschaft und vom Willen her sehr gut gemacht hat. In gewissen Phasen, zum Beispiel beim Boxeintritt, haben wir allerdings oft nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Unglücklicher als nach der Pause kann es nicht laufen. Den Ball hätten wir besser klären müssen. Beim zweiten Tor weiß ich nicht, ob das nicht doch eine Abseitssituation war. Es ist einiges gegen uns gelaufen. Aber der VfB hat die Tore richtig gut herausgespielt, das muss man anerkennen.“



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  • Fußball-Bundesliga: Schnee wirbelt Trainingsplan des VfB…

    Fußball-Bundesliga: Schnee wirbelt Trainingsplan des VfB…


    Fußball-Bundesliga

    Schnee wirbelt Trainingsplan des VfB Stuttgart durcheinander

    Die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Wolfsburg läuft für den VfB ungewohnt – wegen freier Tage und einem seltenen Training im Schnee. Deniz Undav geht es besser.

    Als Sebastian Hoeneß am Mittag über den mit Schnee bedeckten Trainingsplatz sprach, war der Rasen schon wieder grün. Nur wenige Stunden zuvor hatten die seltenen weißen Flocken den Trainingsplan des VfB Stuttgart vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den VfL Wolfsburg durcheinandergewirbelt. Die geplanten Trainingsinhalte konnte Hoeneß nicht umsetzen. Er nahm es gelassen.

    “Es war weiß”, berichtete der 42-Jährige. Mit den Fingern deutete er eine Schneeschicht von ein paar Zentimetern an. Weil der Schnee nass war, hätten die Platzwarte gesagt, den Rasen nicht vernünftig räumen zu können. Es hätte nur überall Klumpen gegeben. “Da haben wir einfach gezockt, gespielt. Das war das Einzige, was Sinn gemacht hat”, erzählte Hoeneß: “Die Stimmung hat gezeigt, dass das die richtige Maßnahme war.”

    Hoeneß erkennt neue Energie 

    Hoeneß war guter Laune. Dazu könnten bei allem Bedauern über das Ausscheiden in der Champions League auch die ungewohnten freien Tage beigetragen haben. Nach der Winterpause hatten sich bei den Schwaben die Englischen Wochen aneinandergereiht. Nach eng getakteten Wochen zum Auftakt des neuen Fußball-Jahres liegen nun sechs spielfreie Tage zwischen dem 2:1 bei Borussia Dortmund und dem Auftritt gegen den VfL Wolfsburg. 

    “Tatsächlich ungewohnt. Ganz komische Zeit”, sagte Hoeneß verschmitzt. Er freut sich, eine neue Energie und Frische bei seiner Mannschaft bemerkt zu haben. Zwei freie Tage nach dem Spiel in Dortmund hätten allen gutgetan: “Der positive Effekt war tatsächlich schon am ersten Trainingstag sichtbar.” 

    Weniger Belastung durch weniger Spiele – Hilfreich für Undav?

    In dieser Saison steht der VfB nur noch vor einer Englischen Woche. Und zwar Anfang April, wenn es im DFB-Pokal um den Sprung ins Finale in Berlin geht. Weniger Spiele bieten generell mehr Zeit zum Training und die Chance, sich spielerisch zu entwickeln. 

    Und damit auch die Chance für den teilweise wechselhaft auftretenden Nationalstürmer Deniz Undav, wieder seinen Rhythmus zu finden. Dass der 28-Jährige nicht in Bestform ist, räumte auch Hoeneß ein. Undav habe zwischen seinen Toren und Torbeteiligungen zuletzt “den einen oder anderen zu leichten Ballverlust gehabt, den wir von ihm nicht kennen”, so Hoeneß. 

    Längst nicht alles läuft für den Torjäger in dieser Saison rund. Im Sommer war er nach dem langen Theater über den endgültigen Wechsel nach Stuttgart spät eingestiegen. Im Winter hatte ihn eine Oberschenkelverletzung länger ausgebremst. 

    Hoeneß hofft, dass Undav keinen Rückfall hat

    “Was Fakt ist, er hat sofort nach seiner Verletzung wieder gezeigt, was er für einen Einfluss auf unser Spiel hat”, betonte Hoeneß Undavs positive Wirkung. “Dass er nicht den Rhythmus haben kann, ist auch normal.” In Augsburg in der Liga und im Heimspiel gegen den FC Augsburg im DFB-Pokal hatte Undav jeweils das entscheidende Tor geschossen. Er war aber auch selbstkritisch mit seiner Leistung umgegangen.

    “Jetzt bleibt er hoffentlich gesund und wird seinen Rhythmus sicher wieder finden”, so Hoeneß. Die Woche hatte für Undav allerdings alles andere als optimal begonnen. Am Dienstag musste er erkältet mit dem Training aussetzen. Gegen Wolfsburg kann der VfB aber voraussichtlich wieder auf ihn bauen. “Wenn er keinen Rückfall erleidet, ist er einsatzbereit”, sagte Hoeneß. Beim Training im Schnee war Undav schon wieder voll dabei.

    dpa



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