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  • 1,5 Gegentreffer pro Spiel: Galatasaray mit ungewohnter

    1,5 Gegentreffer pro Spiel: Galatasaray mit ungewohnter


    Nach der Blamage in Alkmaar droht Galatasaray in der Europa League das Zwischenrunden-Aus. Ein elementares Problem scheint dabei die Defensive zu sein, denn nicht nur international, sondern allgemein bleibt man in dieser Saison nur selten ohne Gegentreffer.

    Trotz der Tabellenführung in der heimischen Süper Lig, kann man nicht sagen, dass in Galatasarays Saison bislang alles rosig verläuft. Die Qualifikation für die Champions League ist nicht geglückt und in der Europa League droht nach dem 1:4 gegen AZ Alkmaar das Aus bereits nach der Zwischenrunde. Ein erhebliches Problem, dass der türkische Rekordmeister hat, ist dabei eine ungewohnte defensive Anfälligkeit.

    In dieser Saison bereits 54 Gegentreffer

    Der Schnitt ist nicht gut! In bislang 36 Pflichtspielen in dieser Saison musste Galatasaray schon bemerkenswerte 54 Gegentore schlucken, was eine für einen selbsternannten Spitzenklub und Titelkandidaten in allen Wettbewerben auffallend schwache Quote ist. In gerade einmal sieben Partien blieb man ohne Gegentreffer. Ein Schnitt von 1,5 Gegentreffern pro Spiel spricht eine klare Sprache und sind auch ein deutliches Signal an alle Gegner: Man kann Galatasaray recht leicht wehtun! Für die eigene Außenwirkung ist dies natürlich eine verheerende Aussage.

    International im Schnitt knapp 2,2 Gegentore pro Spiel

    Gerade in der Europa League sieht die Bilanz schwach aus. In neun Spielen fing man sich bislang 20 Gegentore, also im Schnitt mehr als zwei Gegentore pro Spiel. Zählt man dann noch die beiden Niederlagen in der Champions-League-Qualifikation gegen die Young Boys aus Bern hinzu, kommt man in Europa auf 24 Gegentreffer in elf Spielen. In keinem einzigen internationalen Spiel blieb die eigene Weste weiß. Bedenkt man dazu noch den Umstand, dass man die letzten fünf Spiele in der Europa League ohne Sieg blieb, dann kann das den eigenen Ansprüchen nicht genügen.

    Schwache Defensive wird durch starke Offensive aufgefangen

    Die eigene Defensivschwäche wird wiederum bislang von einer starken Offensive aufgefangen. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass die Gelb-Roten in besagten 36 Pflichtspielen auch beeindruckende 85 Tore erzielen konnten. Doch, wie eine alte Fußball-Binsenweisheit sagt: „Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Titel!“ Demnach müsste sich Galatasaray ernsthaft Gedanken machen.

    Wintertransfers sollen vor allem Defensive stärken

    Mit unter anderem Carlos Cuesta, Eren Elmalı, Mario Lemina und Przemyslaw Frankowski hat man im Winter vor allem auch die Defensive gestärkt. Für diese Spieler allein musste man allerdings bislang 15 Millionen Euro hinlegen, mögliche Bonuszahlungen und Kaufoptionen nicht mit eingerechnet. Welchen Effekt das haben wird, wird man erst nach einer Weile wirklich beobachten können.

    Frage nach zukünftigem Stammtorhüter

    In Zukunft wird es ebenfalls spannend sein, wie man auf der Position des Torhüters verfahren wird. Der ewige Fernando Muslera, der so lange Zeit eigentlich ein sicherer Rückhalt der Mannschaft war und für seine regelmäßigen weißen Westen gefeiert wurde, wird den Klub nach der Saison nach dann 14 Jahren verlassen. Ein geeigneter Ersatz, der die Vereinslegende langfristig ersetzen soll, ist bislang noch nicht gefunden.

    Foto: Getty Images / Ahmad Mora



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  • Siersleben in ungewohnter Rolle: FCH hofft aufs Achtelfinale

    Siersleben in ungewohnter Rolle: FCH hofft aufs Achtelfinale



    Der 1. FC Heidenheim hat sich im Hinspiel der Play-offs in der Conference League eine gute Ausgangsposition verschafft. Beim 2:1 in Kopenhagen belohnte Siersleben den FCH für die Leistungssteigerung nach Wiederanpfiff.

    Tim Siersleben ließ sich für sein spätes 2:1 feiern.


    Tim Siersleben ließ sich für sein spätes 2:1 feiern.

    IMAGO/Eibner


    Aus dem Abstiegskampf ins erste internationale K.-o.-Spiel – Heidenheim erlebte ein wenig abenteuerliche Ablenkung vom tristen Liga-Alltag. Wie üblich in der Conference League rotierte Frank Schmidt ordentlich durch, diesmal jedoch noch mehr als zuvor. Einzig Mainka verblieb nach dem 0:1 in Freiburg in der Startelf. So feierten unter anderem Keller und Niehues ihre Startelf-Debüts.


    Die durchgewürfelte Mannschaft war im ersten Durchgang fast ausschließlich in der Defensive gefordert. Denn die Kopenhagener übernahmen sofort die Initiative (66 Prozent Ballbesitz im ersten Durchgang): Sie ließen die Kugel mit wenigen Kontakten – meist durchs Zentrum – zirkulieren und pressten bei Ballverlusten häufig erfolgreich dagegen.

    Conference League, Play-offs


    Auf die erste Chance mussten die Zuschauer dennoch ein wenig warten – doch diese hatte es gleich in sich. Erst lenkte Feller Huescas’ Kopfball an die Latte, dann stand Theuerkauf bei Larssons Abstauber goldrichtig (21.). Damit schob der Linksverteidiger den Treffer des Ex-Schalkers, der genau wie Dortmund-Leihgabe und Ex-Heidenheimer Ramaj im Vergleich zum 0:3 bei Rapid Wien in die erste Elf gerückt war, allerdings nur auf: Mit der letzten Aktion des ersten Durchgangs schloss der Angreifer nach feinem Angriff über Mattsson und Lopez aus kurzer Distanz erfolgreich ab (45.+1).

    Heidenheim nutzt seinen Größenvorteil


    Wenige Minuten später schien Schmidt in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben: Heidenheim agierte nach Wiederanpfiff deutlich griffiger und agierte auch mutiger. Die Folge: Das Spiel wurde komplett auf den Kopf gestellt. Nun waren die Ostalbstädter einem Treffer näher, der auch zeitnah fallen sollte. Keller nickte nach Kopfballverlängerungen von Mainka und Siersleben aus kurzer Distanz ein (59.).


    Selbst der Ausgleich weckte Kopenhagen nicht auf, sodass der FCH spielbestimmend blieb. Daher rückte auch immer häufiger Ramaj in den Mittelpunkt. Zunächst war der Torwart gegen Wanner zur Stelle (67.), ehe er auch Honsaks Versuch parierte (68.). Aus dem Nichts ahmte ihn Feller auf der Gegenseite zehn Minuten später im Eins-gegen-eins mit Achouri nach (77.).

    Ramaj verhindert einmal mehr Schlimmeres


    Kaltschnäuziger als das Kopenhagener Talent zeigte sich dann in der Schlussphase noch Siersleben. Der aufgerückte Innenverteidiger schob Honsaks abgefälschte Flanke im Stile eines Torjägers überlegt ein (85.). Das verdiente 2:1 war auch der Endstand, weil Schöppner anschließend noch an Ramaj scheiterte (88.).


    Weiter geht es für Heidenheim, das eine vier Spiele andauernde Niederlagen-Serie beendete, am Sonntagabend. In der heimischen Voith-Arena empfangen die Ostalbstädter zum Abschluss des 22. Spieltags Mainz 05. Kopenhagen ist erst am Montag wieder beim Randers FC gefordert (19 Uhr). Am Donnerstag treffen die Teams um 18.45 Uhr im Rückspiel in Heidenheim wieder aufeinander.



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