Borussia Dortmund reichte eine Führung im Achtelfinal-Hinspiel nicht zum Sieg. Jürgen Kohler sieht den BVB seit dem Trainerwechsel zwar verbessert, die Leistungsschwankungen sind aber noch zu groß. Bayer Leverkusen leistete sich im deutschen Duell beim FC Bayern zu viele Aussetzer.
Edmond Tapsoba verursachte einen Elfmeter, Serhou Guirassy und Julian Brandt waren nach dem 1:1 gegen Lille enttäuscht.
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Der FC Bayern hat im ersten Teil des deutschen Achtelfinals ein klares Zeichen gesetzt. Die Münchner waren hellwach und nutzten die Leverkusener Fehler eiskalt.
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Krankheitswelle, der Kopf – die Krise: Cheftrainer Ole Werner muss “Antworten finden” beim SV Werder Bremen: Gelingt ihm das, wie in der Vergangenheit, einmal mehr?
“Ich habe das jetzt auch schon häufiger erlebt”: Trainer Ole Werner und die Werder-Krise.
IMAGO/Steinsiek.ch
Bei Marvin Ducksch und Romano Schmid herrscht bereits Gewissheit, beide fallen neben Kapitän Marco Friedl für die Partie am Samstag gegen den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) sicher aus.
Fraglich sind zudem die kränkelnden Marco Grüll, Skelly Alvero und Keeper Michael Zetterer – Ersatzkeeper Mio Backhaus könnte zu seinem Bundesliga-Debüt kommen. Sicherlich keine optimalen Voraussetzungen für die ohnehin angespannte Situation beim derzeit arg kriselnden SV Werder Bremen.
Das Pokal-Aus in Bielefeld sei am Mittwoch noch einmal intern thematisiert und damit abgehakt worden – die öffentlichen Nachwirkungen waren es am Donnerstag indes noch nicht. Dafür waren die Aussagen im Anschluss an die 1:2-Niederlage beim Drittligisten zu harsch ausgefallen, die Unstimmigkeiten zwischen einzelnen Spielern zu deutlich geworden.
“Ich bin nicht derjenige, der sagt, das geht gar nicht”
“Ich glaube, dass viele Dinge, die jetzt zur Sprache kommen, wenn man keine Erfolgserlebnisse hat, ein Stück weit auch normal sind und die natürlich auch aus Emotionen heraus mal so formuliert werden”, befand Ole Werner dazu: “Ich bin nicht derjenige, der sagt, das geht gar nicht oder da kann man nicht mal offene Worte finden.” Die dann auch durchaus “etwas härter” ausfallen dürften.
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Entscheidend sei dabei jedoch, so der Bremer Cheftrainer, “dass man sich dann im Nachhinein zusammensetzt, zusammenrauft – und beim nächsten Mal wieder als Einheit auf dem Platz steht”. Nicht die Aussagen seien ausschlaggebend, sondern die Reaktion. “Und da ist es de facto so, dass man zu wenig auf dem Platz sieht”, urteilte der 36-Jährige.
Reden würde man laut Werner auch intern “aktuell relativ viel” am Osterdeich: “Zwischen den Spielen, nach den Spielen, während des Spiels.” Welchen Wert derlei Worte allerdings wirklich haben, würde dann erst deutlich, wenn ein Spieler, “der vielleicht mal auf den Deckel bekommen hat, einen Fehler macht – und trotzdem unterstützt wird”.
Werner: “24/7 Werder im Kopf”
Zum wiederholten Mal innerhalb einer Woche wurde sich beim Werder-Coach jetzt nach seiner “persönlich schwierigsten Zeit” an der Weser erkundigt. “Ehrlicherweise hast du als Trainer immer Themen, die dich auf Trab halten – auch wenn das nach außen manchmal vielleicht gut und schön aussieht. Deshalb ist es keine einfache Phase für uns alle”, entgegnete Werner.
Die aktuelle Situation als schlechtestes Bundesliga-Team im Jahr 2025 lasse ihn sicherlich nicht völlig kalt: “Ich habe seit über drei Jahren 24/7 Werder im Kopf – mit allen Themen, das ist in meinem Job immer so.”
Und da gehöre es für ihn nun vor allem dazu, “Antworten zu finden”. So, wie er es ja auch in der Vergangenheit tatsächlich immer wieder geschafft hat bei Werder: “Ich habe das jetzt auch schon häufiger erlebt.” Er muss auf fußballerischer Ebene wirken, aber eben auch auf psychologisch-pädagogischer Ebene. Im Kopf.
Welche Themen Werder angehen muss
“Und ehrlicherweise”, führte Werner weiter aus: “Diese Themen, die wir jetzt haben und die nach außen dringen, sind für mich nicht wahnsinnig neu.” Themen, die ihn mindestens schon seit zweieinhalb Jahren beschäftigen würden. Die Werder aber bislang nicht davon abgehalten hätten, trotzdem erfolgreich zu sein – daher bleibt der Coach zuversichtlich: “Wir sind in der Lage, diese Dinge zu ändern.”
Champions League entscheidet: Bleibt Hoeneß beim VfB Stuttgart?
Der VfB Stuttgart kommt noch nicht ganz an die Form der Vorsaison heran – nun warten die Wochen der Wahrheit mit Spielen gegen die Top 3. Los geht es mit dem Spiel gegen den FC Bayern München. Was ist drin für den VfB? Und wie geht es eigentlich mit Trainer Sebastian Hoeneß weiter, der von anderen Klubs umworben ist?
vor 10 Stunden
12:47 Minuten
Welche Themen das genau sind? Die Ausfälle von Schlüsselspielern wie Kapitän Friedl, das schwindende Selbstverständnis bei einer eigentlich gestiegenen Erwartungshaltung in den vergangenen Monaten, ja – alles bereits bekannte Gründe.
Doch am tückischsten erscheint derzeit insbesondere der Umgang mit all diesen Widrigkeiten: Die Probleme gemeinsam zu lösen, erklärte Werner, “das ist der Schlüssel”.
Es ist keine einfache Saison für Borussia Dortmund. Im DFB-Pokal gab es das frühe Aus, in der Bundesliga droht dem BVB, die Teilnahme für die Champions League für die kommende Saison zu verpassen.
Um solch ein Horror-Szenario abzuwenden, muss Borussia Dortmund in der restlichen Rückrunde eine furiose Aufholjagd hinlegen. Finanzboss Thomas Treß packt jetzt aus, was für heftige Auswirkungen das Verpassen der Königsklasse für den Revierklub hätte.
Borussia Dortmund in großer Sorge
Erstmals seit zehn Jahren könnte es bei Borussia Dortmund wieder so weit sein! Allerdings ist es nicht so erfreulich. Denn der BVB könnte die Champions League verpassen. Der Vorsprung auf Rang vier ist groß. Es muss schon eine große Aufholjagd in der restlichen Bundesliga-Rückrunde gelingen, damit der Revierklub auch in der kommenden Spielzeit in der Königsklasse spielt.
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Finanziell ist der beliebteste Wettbewerb für alle Vereine sehr lukrativ. Umso bitterer wäre es, wenn man nicht an der Champions League teilnehmen kann. Diese Sorge hat der BVB aktuell.
„Wir sind sehr gut aufgestellt dank unserer konservativen Finanzpolitik der vergangenen Jahre“, sagt BVB-Finanzchef Thomas Treß im Gespräch mit den „Ruhr Nachrichten“.
„Würde weh tun“
So schmerzhaft es für Borussia Dortmund wäre, nicht an der Königsklasse teilzunehmen, Treß betont: „Falls wir die Champions League-Qualifikation, um die wir noch immer kämpfen, letztlich verpassen sollten, würde das weh tun. Aus einer rein wirtschaftlichen Perspektive wäre es aber gut verkraftbar.“
Nichtsdestotrotz wird die Mannschaft von Trainer Niko Kovac in den restlichen Partien alles versuchen, um zunächst die Trendwende zu schaffen und sich doch noch für die Champions League zu qualifizieren.
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Immerhin ist der BVB in diesem Jahr noch in der Königsklasse vertreten. Nach der Ligaphase und den Playoffs stehen bald die Achtelfinalspiele gegen den französischen Klub LOSC Lille an. In der vergangenen Saison ging es sogar bis ins Finale, wo man gegen Real Madrid verlor.
Dortmund. Borussia Dortmund wollte auf die eigenen Talente setzen, doch der Plan hakte. Das sind die Gründe – und die Chancen für Wätjen und Co..
Tom Rothe sieht es ganz pragmatisch. „Das ist auch irgendwo Fußball“, sagt der 20-Jährige, und meint damit folgenden unglücklichen Verlauf der Dinge: Im Sommer war er zu Union Berlin gewechselt, um als Ersatz für Robin Gosens die linke Abwehrseite zu bearbeiten, sollte es den Nationalspieler zurück nach Italien ziehen. Tatsächlich trat dieses Szenario kurz vor Ablauf der Transferfrist ein. Rothe wurde zum Stammspieler unter Bo Svensson. Der Trainer aber musste kurz vor Weihnachten gehen, und beim Debüt von dessen Nachfolger Steffen Baumgart sah Rothe die Rote Karte. Der Platz in der Startelf war futsch, weil Robert Skov in Rothes Abwesenheit überzeugte. „Warum sollte ein Trainer dann wechseln?“, fragt Rothe.
All dies führt dazu, dass Rothe am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) gegen seinen Ausbildungsklub Borussia Dortmund das Dortmunder Stadion wohl nur von der Reservebank bestaunen wird. Dennoch beweist der Fall Rothe, dass der BVB noch immer sehr gute Erstliga-Spieler produziert. Bei anderen Klubs kommen zudem Ansgar Knauff, Nnamdi Collins (beide Eintracht Frankfurt), Hendry Blank (RB Salzburg) und Soumaila Coulibaly (Stade Brest) auf ihre Minuten. Doch es zeigt eben auch, was derzeit nicht so gut funktioniert: Der sofortige Sprung in den Profibereich in Dortmund scheint zu groß.
BVB: Tom Rothe hätte die Chance auf Einsätzzeit gehabt
Rothe war hinter Ramy Bensebaini eigentlich fest für den Profikader eingeplant. Die Verantwortlichen unter dem neuen Sportchef Lars Ricken, zuvor Leiter des Nachwuchsleistungzentrum, wollten wieder mehr auf den eigenen Stall setzen. Doch die Aussicht auf mehr Spielzeit in Berlin-Köpenick war für Rothe zu verlockend – und der BVB wollte gegen eine Ablöse von fünf Millionen Euro samt Rückkaufoption seinem Eigengewächs keine Steine in den Weg legen.
Tatsächlich spielte Bensebaini eine ordentliche Hinrunde, im Hinblick auf Dortmunds Verletzungssorgen aber wäre Rothe auf seine Minuten gekommen – nicht umsonst hat sich der BVB im Winter ja auf dieser Position mit Daniel Svensson verstärkt. Denn der 20-Jährige, der vor zwei Jahren bei den schwarz-gelben Profis debütierte, ist weiter als die meisten anderen Talente, die sich in Dortmund auf der Schwelle zur ersten Mannschaft bewegen. Rothe hat ja in Holstein Kiels Aufstiegssaison eine tragende Rolle gespielt.
BVB: Kabar, Wätjen, Campbell und Mané haben nun Profiverträge
Almugera Kabar (18), der Rothes Kaderplatz beim BVB eingenommen hat, Kjell Wätjen (19), Cole Campbell (19) und Filippo Mané (19) waren im Sommer hochgelobt worden, haben inzwischen Profiverträge unterschrieben, kommen aber derzeit nicht für höhere Aufgaben infrage. Dabei wäre ein Heimspiel gegen Union ein sicheres Umfeld, um punktuell ein Talent ins kalte Wasser zu schubsen. Was aber ist beim BVB derzeit sicher? Die fragile sportliche Lage und die skurrile Verletztensituation im Herbst haben verhindert, dass die jungen Spieler Minuten sammeln. „Im Moment sieht es so aus, dass wir wirklich die 20 Plätze schon gut abgedeckt haben, sodass es eher sein wird, dass die Jungs unten spielen werden“, sagt Trainer Niko Kovac.
Trainieren dürfen sie zwar mit den Profis, spielen aber überwiegend bei U23 und U19. „Das Spiel an sich, die 90 Minuten, der Rhythmus, die Belastung, die Läufe braucht jeder einzelne junge Spieler“, meint Kovac, macht aber Hoffnung auf mehr: „Wenn die Jungs gute Leistungen bringen, wenn das Benehmen richtig gut ist, dann werden sie auch hier oben Chancen haben.“ Wann das sein wird, ist offen. Dahinter hat der Klub ein, zwei Jahre Leerlauf. Um zu den U19-Spielern Mathis Albert (15), Ousmane Diallo (17) oder Mussa Kaba (16) aber eine Prognose abzugeben, ist es ohnehin zu früh. Ab kommendem Jahr wird Justin Lerma, 16, aus Ecuador ins Ruhrgebiet ziehen – noch so eine Wette auf die Zukunft.
BVB: Julien Duranville bildet eine Ausnahme
Die Ausnahme bildet Julien Duranville. Der 18-Jährige hat aber nicht die Jugendteams des BVB durchlaufen, sondern wurde bereits für eine Millionensumme von RSC Anderlecht eingekauft. Wiederkehrende Muskelprobleme machten die Entscheidung zwischen Spielpraxis und behutsamen Aufbau bisher zum Vabanquespiel. „Man sieht, dass wir viel von ihm halten, dass wir seine Qualitäten kennen“, meint Kovac. „Er ist schnell, dribbelstark, er kann viele Situationen gut auflegen und vorbereiten. Deswegen werden wir weiter mit ihm arbeiten.“ Möglicherweise rotiert er im Heimspiel gegen Union in die Startelf.
Zu ihm sagte der BVB-Trainer folgenden Satz: „Unterm Strich steht die Leistung, es geht nicht um das Alter, sondern nur um Qualität.“ Er gilt auch für alle anderen.
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