Er ist mit seiner Treffer-Quote die Nr. 1 in Europa. Aber in den wichtigsten Spielen sitzt er auf der Bank.
Leverkusen-Star Patrik Schick (29) ist schwer gefrustet. In der Champions League wurde er im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Bayern (0:3) trotz seiner Top-Form wieder erst in der Schlussphase eingewechselt.
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Quelle: DFL07.03.2025
So war es schon beim 0:0 in der Liga gegen die Münchner. Bayer verpasste es in dem Spiel, auf fünf Punkte an den Tabellenführer heranzukommen und noch einmal den Meisterkampf zu eröffnen.
Hinzu kommt, dass Trainer Xabi Alonso (43) eine sehr klare Führung hat. Er erklärt nicht jedem Spieler, warum der nicht in der ersten Elf steht. Für den ehemaligen Weltstar von Liverpool, Real Madrid und Bayern München gehört es auf höchstem Niveau dazu, das wegzustecken. Den sensiblen Schick zieht es runter.
Der VfL Bochum geht mit Rückenwind in den Keller-Kracher gegen die TSG 1899 Hoffenheim, wird aber voraussichtlich auf seinen besten Torjäger verzichten müssen.
Das 1:1 gegen den VfL Wolfsburg war für den VfL Bochum gleich der nächste Schritt in die richtige Richtung. Nach dem 2:0-Sieg gegen Borussia Dortmund der nächste Punktgewinn, auch wenn ein Dreier absolut möglich gewesen wäre.
Der soll und muss jetzt am Samstag, 1. März, 15:30 Uhr, gegen die TSG 1899 Hoffenheim folgen. Sollte der VfL an der Castroper Straße einen Heimsieg feiern, dann würde das Team von Trainer Dieter Hecking seinen Gegner wieder ganz tief in den Abstiegsschlamassel ziehen.
Voraussichtlich nicht mit dabei sein wird allerdings Stürmer Myron Boadu. Der Sieben-Tore-Mann ist zuletzt mit einer Oberschenkelverletzung ausgefallen. “Ich denke nicht, dass er schon soweit ist. Da werden wir kein Risiko eingehen. Er wird in dieser Woche aufgebaut. Zum Bayern-Spiel sollte es dann realistisch sein”, sagte Hecking.
Mit Georgios Masouras und Philipp Hofmann hat Hecking aber Optionen im Sturm. Auch Moritz Broschinski wäre ein Kandidat. Hofmann soll am Mittwoch ins Teamtraining einsteigen, Gerrit Holtmann und Felix Passlack am Donnerstag. Dementsprechend sollten alle am Wochenende zur Verfügung stehen.
Zum Gegner aus Sinsheim wollte Hecking gar nicht allzu viele Worte verlieren. Er habe sie in Bremen beobachtet, sagte er. Da hat er einen 3:1-Auswärtssieg gesehen. Ein Szenario, das die Bochumer unbedingt vermeiden wollen.
Von einer “brisanten Woche”, in der der VfL Bochum am Freitag gerichtlich zwei Punkte aus dem Union-Spiel gesprochen bekommen und einen Tag später gegen die Hoffenheimer drei weitere holen könnte, wollte Hecking nichts wissen.
“Was wir am Samstag auf den Platz bringen, ist das Einzige, was zählt. Können wir sie schlagen? Dann wären wir immer noch nicht gerettet. Dieser Fokus ist das Einzige, was mich interessiert”, stellte Hecking klar.
Dennoch lohnt sich ein Gedankenspiel. Mit fünf Punkten mehr wäre die TSG 1899 Hoffenheim nur noch zwei Zähler entfernt. Sollte der FC St. Pauli parallel sein Heimspiel gegen Borussia Dortmund verlieren, wären die Kiezkicker gar nur noch einen Punkt vor den Bochumern. Es ist also weiter alles drin. mit gp
Essen. Borussia Dortmund hat gegen Union Berlin mit 6:0 (2:0) gewonnen. Vom Trainer gab es vor allem Lob für den viermaligen Torschützen.
Borussia Dortmund hat sich beim 6:0-Sieg über Union Berlin den Frust der vergangenen Monate von der Seele geschossen. Ein Eigentor von Diogo Leite (25., nach Schuss von Julian Ryerson) leitete den ersten Bundesliga-Sieg unter Trainer Niko Kovac ein. Serhou Guirassy traf noch vor der Pause zum 2:0 (40.) und schnürte nach der Pause innerhalb von acht Minuten einen Hattrick (75., 80. und 83.). Maximilian Beier setzte mit seinem Kopfballtor in der 89. Minute den Schlusspunkt. Vorbereiter des letzten BVB-Treffers war Pascal Groß, der es damit auf vier Assists brachte.
Wer Mann des Tages war, darüber gab es trotz einer starken Mannschaftsleistung keine ausufernde Diskussion. „Serhou hat eine Riesen-Show gemacht“, lobte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl am Mikrofon von Sky. „Es freut mich für ihn. Er hätte ja in Bochum auch schon treffen können.“ Von Trainer Kovac gab es ein kurzes, aber vielsagendes Fazit: „Weltklasse, mehr gibt’s nicht zu sagen, wenn einer vier Tore macht.“
BVB: Erster Viererpack seit vier Jahren
Guirassy wirkte im Interview ebenso gelöst wie Kehl („Ich glaube, wir sind alle erleichtert“). Noch nie habe der Nationalstürmer aus Guinea vier Tore in einem Spiel erzielt. „Vier Tore, ein Sieg, phantastische Fans“, resümierte der 28-Jährige, der im vergangenen Sommer vom VfB Stuttgart zum BVB gekommen war. Es war der erste Viererpack eines BVB-Stürmers seit mehr als vier Jahren. Zuletzt hatte der norwegische Ausnahme-Torjäger Erling Haaland beim 5:2-Sieg gegen Hertha BSC so oft getroffen.
Der Schlüssel zum auch in dieser Höhe verdienten Sieg sei der erste Treffer gewesen. „Danach sind wir dran geblieben“, ergänzte Guirassy. „In der Halbzeit hat uns der Trainer gesagt, dass wir weitermachen müssen, weil ein 2:0 nicht reicht.“
Das Gros der 81.365 Zuschauerinnen und Zuschauer feierte euphorisch den 6:0-Erfolg und wohl auch das ersehnte Ende einer Leidenszeit, in der die Mannschaft ihre Anhängerschaft mit teils beängstigenden Auftritten gequält und in der Bundesliga nicht in die Spur gefunden hatte. Borussia Dortmund dürfte jetzt mit der Erwartungshaltung konfrontiert sein, dass es jetzt so weitergeht.
„Ich hoffe es“, stimmte Guirassy zu. „Es war so ein wichtiges Spiel. Wir wussten, dass wir es gewinnen mussten, um zurückzukommen.“ Daran müsse der BVB jetzt anknüpfen: „Du musst irgendwann mal anfangen. Heute war ein guter Tag dafür.“
Ähnlich sah es auch Trainer Niko Kovac, der seinen Spielern nach dem Union-Sieg zwei trainingsfreie Tage spendiert. „Wir werden uns auch ein Glas Wein gönnen.“
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