Schlagwort: Timo Werner

  • Werner nach kurzer Pause wieder im Teamtraining

    Werner nach kurzer Pause wieder im Teamtraining

    Werner nach kurzer Pause wieder im Teamtraining

    Nach einer kurzen Verletzungspause hat der deutsche Nationalspieler Timo Werner am Dienstag wieder am Teamtraining des RB Leipzig teilgenommen. Coach Marco Rose zeigte sich erfreut über die Rückkehr des Stürmers, der in dieser Saison eine Schlüsselrolle im Angriff der Leipziger spielt.

    Gesundheitszustand und Leistungsupdate

    Werner hatte zuletzt mit muskulären Problemen zu kämpfen und verpasste mehrere Trainingseinheiten sowie das letzte Ligaspiel. Laut Vereinsärzten ist der 27-Jährige jetzt vollständig genesen und bereit, wieder voll einzusteigen. „Es ist positiv, dass Timo wieder da ist. Er hat in den letzten Tagen intensiv gearbeitet, um seine Fitness zurückzugewinnen“, erklärte Marco Rose nach dem Training.

    Vorbereitung auf kommende Spiele

    Mit der Rückkehr Werners in das Training wird die Vorfreude auf die nächsten Begegnungen der Bundesliga und der UEFA Champions League größer. RB Leipzig steht vor einer intensiven Phase mit wichtigen Spielen gegen direkte Konkurrenten um die Spitzplätze. Die Verantwortlichen des Vereins betonen die Bedeutung eines gewissenhaften Managements der Spielerfitness, um Verletzungen vorzubeugen.

    Einfluss auf die Mannschaftsdynamik

    Die Anwesenheit von Werner im Training ist nicht nur wichtig für die Offensive der Mannschaft, sondern auch für die Stimmung im Team. Der Stürmer gilt als Teamplayer und motiviert seine Mitspieler durch Empfehlung und Leistungsbeispiel. „Timo bringt eine besondere Energie mit, die uns alle antreibt“, sagte Kapitän Marcel Sabitzer.

    Vergangene Leistungen

    In der aktuellen Saison hat Werner in den ersten Spielen bereits mehrere Tore erzielt und zahlreiche Vorlagen gegeben. Seine Rückkehr könnte maßgeblich dazu beitragen, dass RB Leipzig wieder zu alter Stärke zurückfindet und in der Tabelle aufsteigt. Experten erwarten, dass sein Zusammenspiel mit anderen Schlüsselspielern wie Christopher Nkunku Auswirkungen auf die Spieltaktik des Teams haben wird.

    Die nächsten Spiele im Fokus

    RB Leipzig trifft in den nächsten Wochen auf starke Gegner. Am kommenden Samstag steht das Duell gegen den FC Augsburg auf dem Programm, gefolgt von einem wichtigen Champions-League-Spiel gegen den FC Porto. In diesen Spielen könnte die Rückkehr von Werner entscheidend sein, um die ‚Roten Bullen‘ erfolgreich in die nächsten Runden zu führen.

    Fanreaktionen und Erwartungen

    Die Wiederaufnahme des Trainings von Werner wird von den Fans mit großer Begeisterung aufgenommen. In sozialen Netzwerken äußern sich zahlreiche Anhänger optimistisch über die zukünftigen Spiele und hoffen auf eine Rückkehr zu den besten Leistungen, die der Spieler bereits in der letzten Saison zeigte.

    Zusammenfassung der Situation

    Die Rückkehr von Timo Werner ins Teamtraining ist ein positives Signal für RB Leipzig und deren Anhänger. Auch wenn die Gefahr von Verletzungen immer präsent ist, signalisiert die Rückkehr, dass der Verein optimistisch in die Zukunft blickt. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die Mannschaft unter diesen neuen, aber auch vertrauten Voraussetzungen weiter entwickeln kann.

  • Auslaufende Verträge: 14 Profis von FC Bayern & BVB bald

    Auslaufende Verträge: 14 Profis von FC Bayern & BVB bald

    Auslaufende Verträge: 14 Profis von FC Bayern & BVB bald

    Die Fußballwelt blickt besorgt auf die bevorstehenden Vertragsverhandlungen von 14 Profis des FC Bayern München und von Borussia Dortmund. In den nächsten Monaten laufen zahlreiche Verträge der Schlüsselspieler aus, was sowohl die sportliche als auch die wirtschaftliche Zukunft der beiden Clubs betrifft. Die Situation wirft Fragen auf über mögliche Kaderveränderungen, zukünftige Transfers und die strategische Planung beider Vereine.

    FC Bayern München: Schlüsselspieler in der Zange

    Beim FC Bayern laufen die Verträge von mehreren Schlüsselspielern aus. Darunter befinden sich Namen wie Thomas Müller, Manuel Neuer und Leon Goretzka. Diese Spieler sind nicht nur Leistungsträger, sondern auch Identifikationsfiguren für die Fans. Ein Verlust von prominenten Spielern könnte den Kader erheblich schwächen und die Ambitionen der Münchener beeinflussen, insbesondere im Hinblick auf die begehrten Titel in der Bundesliga und der UEFA Champions League.

    Thomas Müller, der seit über einem Jahrzehnt für Bayern spielt, hat wiederholt betont, dass ihm die Vereinstreue wichtig ist. Dennoch könnten finanzielle Rahmenbedingungen auch für ihn eine Rolle spielen. „Ich mache mir schließlich Gedanken über meine Zukunft, sowohl sportlich als auch privat“, äußerte er kürzlich in einem Interview.

    Borussia Dortmund: Ein Umbruch steht bevor

    Ähnlich sieht es beim BVB aus, wo ebenfalls mehrere Verträge auslaufen. Spieler wie Marco Reus, der seit 2012 beim Verein ist, und Julian Brandt stehen vor ungewissen Zeiten. Insbesondere Reus wird als Schlüsselspieler angesehen, dessen Erfahrung und Führungsstärke in einer potenziellen Umbruchphase von großer Bedeutung sein könnte.

    Die sportliche Leitung des BVB zeigt sich optimistisch, allerdings sind auch hier Gespräche über mögliche Vertragsverlängerungen notwendig. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat betont: „Wir müssen die Weichen für die Zukunft stellen und dürfen keine Zeit verlieren.“ Eine personelle Neuausrichtung könnte gleichsam frischen Wind bringen, birgt aber auch Risiken.

    Finanzielle Gesichtspunkte und Marktwert

    In einer Zeit, in der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Pandemie und steigende Energiekosten stark belastet sind, stellt sich die Frage, wie viel Spielraum den Vereinen für Vertragsverlängerungen bleibt. Laut Expertenanalyse haben Spieler wie Neuer und Müller hypothetisch einen Marktwert von weit über 20 Millionen Euro, was sowohl ein Risiko als auch eine Chance für die Vereinsführung darstellt.

    Ein Versäumnis, diese Spieler frühzeitig an den Verein zu binden, könnte nicht nur sportliche Nachteile bringen, sondern auch finanzielle Einbußen bei einem potenziellen Verkauf. Sportökonomen warnen, dass die großen Clubs besonders darauf achten müssen, ihre Topspieler nicht zu verlieren, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

    Der Faktor Trainer: Wechsel und Einfluss

    Ein weiterer relevanter Aspekt sind mögliche Trainerwechsel. Julian Nagelsmann beim FC Bayern und Edin Terzić beim BVB stehen unter dem Druck, ständig positive Ergebnisse zu liefern. Die Unsicherheit um die Vertragsverhandlungen könnte die sportliche Leistung beeinflussen. Beide Trainer haben bereits betont, dass sie die Kaderplanung in enger Abstimmung mit der Vereinsführung praktisch umsetzen wollen.

    „Wir müssen die Teamchemie im Blick behalten“, erklärte Nagelsmann. „Verträge, die auslaufen, können Unruhe in die Mannschaft bringen, und das gilt es zu vermeiden.“ Der Druck, Spieler zu halten und gleichzeitig neue Talente zu akquirieren, wird für beide Coaches zunehmend herausfordernd.

    Verhandlungen bereits im Gange

    Aktuelle Berichte aus internen Kreisen belegen, dass Gespräche über Vertragsverlängerungen bereits im Gange sind. Sowohl Bayern als auch Dortmund wollen schnellstmöglich Klarheit schaffen, um die sportlichen und finanziellen Auswirkungen zu minimieren. Insider berichten, dass bereits erste Angebote vorliegen, allerdings sind die Verhandlungspartner noch weit voneinander entfernt.

    „Es ist ein komplexer Prozess. Wir setzen auf Kontinuität, aber auch auf Flexibilität“, sagte ein Vertreter von Borussia Dortmund. Es wird erwartet, dass in den kommenden Wochen sowohl in München als auch in Dortmund entscheidende Gespräche stattfinden werden, die über den zukünftigen Kurs der Clubs maßgeblich bestimmen.

    Fazit: Eine kritische Phase

    Die nächsten Monate könnten für den FC Bayern München und Borussia Dortmund entscheidend sein. Das Management beider Clubs ist gefordert, um sowohl sportliche als auch wirtschaftliche Stabilität sicherzustellen. In einer Liga, die zunehmend von finanziellen und strategischen Überlegungen geprägt ist, spielt die Kaderplanung eine entscheidende Rolle.

    Vor dem Hintergrund der schnellen Entwicklungen in der Transferszene bleibt abzuwarten, wie sich das Schicksal der Spieler und Clubs entwickeln wird. Der Fußball hat oft überraschende Wendungen parat, und die kommenden Monate werden zeigen, welche Richtung sowohl Bayern als auch der BVB einschlagen wird.

  • Timo Werner aus Kader für die Europa League gestrichen

    Timo Werner aus Kader für die Europa League gestrichen


    Wegen Neuzugang vom FC Bayern

    Ex-Nationalspieler fliegt in England aus dem Kader


    Aktualisiert am 08.02.2025Lesedauer: 2 Min.

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    Timo Werner: Der Angreifer ist von Leipzig nach Tottenham verliehen. (Quelle: IMAGO/Simon Stacpoole/imago)

    Für Timo Werner läuft es bei Tottenham Hotspur nicht rund. Jetzt muss der 28-Jährige einen weiteren Rückschlag verkraften.

    26 Pflichtspiele, ein Tor: Das ist die magere Ausbeute von Timo Werner in dieser Saison beim englischen Team Tottenham Hotspur. Der langjährige deutsche Nationalspieler (57 Länderspiele, 24 Tore) findet einfach nicht mehr in die Spur – und darf sich jetzt nicht mal mehr auf europäischer Bühne beweisen.

    Wie Tottenham am Freitag mitteilte, wurde Werner gemeinsam mit seinen Kollegen Fraser Forster und Radu Drăgușin aus dem Kader für die Europa League gestrichen. Neu dabei im Aufgebot der “Spurs” sind dafür der Ex-Bundesligaprofi Kevin Danso, Djed Spence sowie Mathys Tel.

    Der französische U-Nationalspieler war erst vor wenigen Tagen vom FC Bayern nach London verliehen worden. Tottenham besitzt Berichten zufolge eine Kaufoption für Tel in Höhe von 60 Millionen Euro.

    Der 19-Jährige dürfte als einzige neu-gemeldete Offensivkraft der direkte Ersatz für Werner im Europa-League-Kader des Klubs sein. Sein Debüt für Tottenham hatte Tel unter der Woche gegeben. Im Halbfinale des Ligapokals setzte es aber eine herbe Pleite beim FC Liverpool (0:4), bei welcher der Neuzugang noch nicht aufzutrumpfen wusste.

    Timo Werner muss durch die Tel-Verpflichtung derweil bangen, noch weniger Spielzeit zu erhalten. In der Premier League kommt er aktuell nur auf 500 Minuten, wird von Trainer Ange Postecoglou meist nur eingewechselt. Die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko mit der deutschen Nationalelf rückt für ihn damit in noch weitere Ferne. Für die EM im vergangenen Jahr war er nicht einmal nominiert worden. Sein letztes Länderspiel absolvierte er im März 2023.

    Werner ist von Bundesligist RB Leipzig nach Tottenham verliehen. Bei den Sachsen hatte er sich einst zu einem Stürmer mit internationalem Format entwickelt. Nach einem millionenschweren Wechsel zum FC Chelsea 2020 zeigte sich Werner dann aber nicht mehr so treffsicher, obgleich er mit dem Klub sogar die Champions League gewann. 2022 kehrte er nach Leipzig zurück. Das zweite Engagement bei den “Roten Bullen” war aber von deutlich weniger Erfolg gekrönt.



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  • VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte

    VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte


    TM-Interview, Teil 2 

    VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte bestehen bleiben

    ©IMAGO

    Der VfB Stuttgart stand gefühlt mehrfach mit einem Bein in der 2. Bundesliga, ehe er in den vergangenen anderthalb Jahren an längst vergessene Erfolgszeiten anknüpfen konnte. Was dank guter Entscheidungen möglich ist, zeigen die Verantwortlichen um Vorstandschef Alexander Wehrle, Sport-Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth und Cheftrainer Sebastian Hoeneß, die den Schwaben neues Leben einhauchten.

    In Teil 2 des großen Transfermarkt-Interviews, das mit Fragen aus der Community gespickt ist, spricht Wehrle über das künftige Transferbudget, notwendige Ausstiegsklauseln, die Bedeutung von Angelo Stillers Verlängerung, Mängel in der Jugendarbeit und die Zukunft der Schwaben.

    Teil 1 – VfB-Boss Wehrle über mutige Wahl Wohlgemuth & Hoeneß: „Was macht der da eigentlich?“

    Transfermarkt: Mit Deniz Undav und Ermedin Demirovic gab es 2024 gleich zweimal einen Rekordtransfer. Gehen Sie davon aus, dass diese Bestmarke 2025 wieder geknackt wird?

    Wehrle: Davon gehe ich Stand heute nicht aus. Das waren für den VfB zwei außergewöhnliche Transfers. Es war klar, welchen Stellenwert Deniz Undav für den Verein und das ganze Umfeld hat. Mit Serhou Guirassy hatte uns ein wichtiger Stürmer verlassen, weswegen wir alle Energie eingesetzt haben, um Deniz langfristig binden zu können. Ermedin Demirovic hat in Augsburg mit konstant guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Wir sind froh, dass Deniz und Medo das VfB-Trikot tragen.  Dass man auch ablösefreie Spieler verpflichten kann, die sich zu Leistungsträgern entwickeln, zeigt das Beispiel Nick Woltemade. Es geht nicht um Rekordsummen. Wir müssen überzeugt sein, dass ein Spieler zu uns passt. Dann tun wir auch alles, um ihn zu bekommen.

    Transfermarkt: „justalittlethought“ möchte wissen, welches Transferbudget der VfB im Sommer zur Verfügung hat? Und welche konkreten Auswirkungen hätte eine ausbleibende Europacup-Qualifikation?

    Wehrle: Wir sind so aufgestellt, dass wir keine internationalen Einnahmen generieren müssen. Wenn wir on top Einnahmen aus der Champions League oder Europa League haben sollten, werden wir diese sicherlich wieder in die Mannschaft investieren. Aber immer so, dass wir uns auch Spielzeiten ohne internationale Teilnahme leisten können. Das ist unsere Maxime. Eine genaue Zahl möchte ich ungern nennen, das wäre ein Wettbewerbsnachteil, weil die Konkurrenz ja mitliest. (schmunzelt)

    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Warum hat der VfB in der Vergangenheit so großflächig Ausstiegsklauseln bei seinen Spielern verteilt? Das wirkte mitunter schwer nachvollziehbar.


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    Wehrle: Ich kann nachvollziehen, wenn Fans wegen der Ausstiegsklauseln verwundert waren. Man muss aber berücksichtigen, dass wir damals in einer ganz anderen Situation waren. Wir standen vor der Wahl, Verträge mit einer Restlaufzeit von 18 Monaten zu verlängern oder mit dem wirtschaftlichen Risiko eines ablösefreien Abgangs in ein letztes Vertragsjahr gehen. Ohne Ausstiegsklausel wäre eine Vertragsverlängerung in vielen Fällen nicht umsetzbar gewesen. Und zum Zeitpunkt der Vertragsabschlüsse konnten wir zudem in den meisten Fällen eine Ausstiegsklausel festsetzen, die höher war als der damalige Marktwert der Spieler.  

    Wehrle über Marktwerte: Korrelation zu tatsächlichen Ablösesummen sichtbar

    Transfermarkt: Orientieren Sie sich bei den Marktwerten auch an den Summen bei TM?

    Wehrle:  Von Zeit zu Zeit schaut man auf die Zahlen. Es zeigt sich, dass es eine gewisse Korrelation zu den tatsächlichen Ablösesummen gibt. Unabhängig davon befinden wir uns jetzt glücklicherweise in der Situation, in der wir ohne Ausstiegsklausel mit deutschen Nationalspielern verlängern können.

    Transfermarkt: Womit wir bei Angelo Stiller landen, der bis 2028 gebunden wurde und zum Top-Verdiener aufstieg. Über die Existenz einer Ausstiegsklausel gab es widersprüchliche Meldungen. Jamie Leweling hat im Dezember sogar bis 2029 verlängert, laut „Sky“ mit einer Änderung der vorhandenen Klausel. Klären Sie uns bitte auf.

    Wehrle: Ich habe gesagt, dass wir mit einigen Nationalspielern ohne Ausstiegsklausel verlängert haben. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Angelo ist ein ganz wichtiger Schlüsselspieler für den VfB, er hat sich unter Sebastian Hoeneß fantastisch entwickelt und ihm gehört auch in der Nationalmannschaft die Zukunft. Es war wichtig, mit der Verlängerung ein Signal nach innen und nach außen zu senden. Und Angelo hat sich diesen neuen Vertrag verdient.


    Kimmich, Gnbary & Co.
    Die Jugendarbeit des VfB
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    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Vor rund 20 Jahren drängten die „jungen Wilden“ Sami Khedira, Mario Gómez, Christian Gentner und Andreas Beck ins Profiteam. Seitdem wurde von VfB-Verantwortlichen immer wieder betont, dass der eigene Nachwuchs für den Herrenbereich gefördert werden soll. Der hochgelobte 2005er-Jahrgang scheint bis auf Torwart Dennis Seimen ausgebremst. Wann schaffen es endlich wieder Eigengewächse regelmäßig in den Profikader?

    Wehrle: Es gehört zur DNA des VfB, junge Spieler aus der eigenen Jugend in den Lizenzspielerkader zu integrieren. In den letzten Jahren ist es uns nicht ausreichend gelungen, solche Stamm- und Schlüsselspieler zu entwickeln. Wir haben ein paar Änderungen im NLZ vollzogen, was Scouting und Kaderplanung zwischen der U17 und U21 angeht. Mit Tobias Werner haben wir jemanden dazugeholt, der sich ganzheitlicher um die Top-Talente kümmert und ein wichtiges Bindeglied zu Christian Gentner und dem Trainerteam der Profis ist. Der Vorstand bekommt fast täglich Updates, es gibt einen ganz engen Austausch. Wir haben einige Talente – ohne Namen zu nennen –, die in naher Zukunft wichtige Spieler werden können. Das muss auch unser Ziel sein. Erste Ansätze waren bereits da, aber wir wollen natürlich am liebsten mehrere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Kader haben, die regelmäßig in der MHP Arena spielen.

    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Laurin Ulrich hat als einziger VfB-Jugendspieler nach Joshua Kimmich, Timo Werner und Jordan Meyer die Fritz-Walter-Medaille seit 2014 gewonnen, sein Vertrag endet 2026. Welche Perspektive hat er in Stuttgart? Und warum hat der Übergang bei ihm länger gedauert als bei Tom Bischof in Hoffenheim?

    Wehrle: Laurin hat nach wie vor eine große Perspektive, wurde aber in den letzten Jahren von Krankheiten und Verletzungen ausgebremst.  Wir haben ihn im Winter aus Ulm zurückgeholt, um ihm in unserer U21 in der 3. Liga Spielpraxis zu geben.  Dort hat er zuletzt gute Leistungen gezeigt und wichtige Tore geschossen.

    Wehrle: VfB Stuttgart ist dabei, internationale Zielmärkte zu erschließen

    Transfermarkt: Weitere Frage von „TF1893“: Wie steht der VfB im Vergleich zu anderen Bundesliga-Klubs hinsichtlich der Reichweite, Merchandising-Einnahmen und Medienpräsenz international da?

    Wehrle: Tradition und Erfolg haben den VfB über Jahrzehnte hinweg geprägt. Aber von der Geschichte allein kann man sich nichts kaufen. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns perspektivisch weiterentwickeln. Wir haben wirtschaftliche Stabilität und sportliche Substanz als Grundvoraussetzung, viele Spiele in der MHP Arena sind ausverkauft, bei der TV-Reichweite sind wir immer unter den Top-Vereinen. Jetzt haben wir auch wieder neu begonnen, internationale Zielmärkte zu erschließen. Man darf nicht vergessen, dass es bei meinem Einstieg 2022 keine Stelle für Internationalisierung gab. In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben wir viel aufgebaut, waren in den USA und in Japan. Die Fußballschule ist sehr viel unterwegs. Wir haben mittlerweile deutliche siebenstellige Erträge im internationalen Segment. Das ist noch ausbaufähig und wir befinden uns auf einem guten Weg.

    Transfermarkt: Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen ließ auf dem „SPOBIS“ durchblicken, dass es aus seiner Sicht unmöglich sei, konkrete Pläne für mehrere Jahre zu entwerfen. Wie handhaben Sie das?

    Wehrle: Wir arbeiten in Dreijahreszyklen, was die mittelfristige finanzielle Planung angeht, und bei der Strategie in Vierjahreszyklen. Wir haben 2022 eine Strategie für 2026 entwickelt und nutzen die Management-Methode OKR (Objectives and Key Results; d. Red.) für alle Fokusthemen, damit unsere Organisation Orientierung hat und jeder weiß, wo wir hinwollen und was unsere Schwerpunktthemen sind. Wohin wir uns vor allem mit Blick auf Investitionen bewegen wollen. Das gehört für mich zu einer strategischen Ausrichtung einer jeden Organisation – auch im Fußballbereich.

    Transfermarkt: Der VfB rauschte rasant von unten nach oben. Was ist das maximal Mögliche für den Klub?

    Wehrle: Vereine wie Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen sind vom Umsatz und den vorhandenen Investitionsmöglichkeiten her weit vor uns. Diese Lücke zu schließen, wird Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte dauern. So realistisch muss man einfach sein. Und dennoch kann es durch kluges Kadermanagement und kluge Transferpolitik mit den richtigen handelnden Personen gelingen, im einen oder anderen Jahr für Überraschungen zu sorgen. Unser vorrangiges Ziel ist es, den VfB so aufzustellen, dass er ein stabiler Bundesligist ist, der sich perspektivisch auch immer mal wieder für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren kann. Wir sind nicht so weit, dass wir die Topteams angreifen und um die Meisterschaft mitspielen können. Aber wir haben sehr gute Möglichkeiten, uns zu entwickeln und weiterhin zu wachsen.

    Ich habe für die Interessens- und die Nachwuchssäule argumentiert und gekämpft.

    Transfermarkt: Zu guter Letzt eine Frage von „Santiago15“: Wie hat sich der VfB in den jüngsten Gesprächen rund um die Verteilung der TV-Gelder positioniert?

    Wehrle: Als Vertreter eines reichweitenstarken Traditionsklubs finde ich, dass der Solidaritätsgedanke für die Liga spricht – über 50 Prozent werden solidarisch verteilt. Dennoch habe ich mich schon in den vergangenen Jahren danach als DFL-Präsidiumsmitglied dafür eingesetzt, dass die Reichweiten mehr berücksichtigt werden. Ich habe für die Interessens- und die Nachwuchssäule argumentiert und gekämpft. Und ich halte es für eine richtige Entscheidung des aktuellen DFL-Präsidiums, dass man nun die drei Prozent, die aus der bisherigen Interessenssäule ausgeschüttet wird, ein Stück verändert hat, indem die Kriterien Mitgliederstärke und Reichweite ergänzt werden. Und es wäre auch einen Gedanken wert, diese drei Prozent bei der nächsten Rechteperiode zu erhöhen.

    Hier geht es zu Teil 1: VfB-Boss Wehrle spricht über die sensationelle letzte Saison, emotionale Abgänge, seine „mutige“ Wahl pro Wohlgemuth und Hoeneß, einen Verbleib des begehrten Trainers und die Auswirkungen des Einstiegs von Porsche.

    Interview: Philipp Marquardt



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