Schlagwort: Stuttgart..

  • Bundesliga, 22. Spieltag – Nach Königsklassen-Gala braucht BVB Sieg in Bochum, Stuttgart trifft auf Wolfsburg

    Bundesliga, 22. Spieltag – Nach Königsklassen-Gala braucht BVB Sieg in Bochum, Stuttgart trifft auf Wolfsburg


    Bundesliga-Konferenz am Samstag! Der BVB braucht nach der Gala in Lissabon dringend einen Auswärtssieg in Bochum. Stuttgart empfängt den VfL Wolfsburg. Gladbach ist bei Union Berlin gefordert. St. Pauli trifft auf den SC Freiburg. Die Spiele im Liveticker.

    VfL Bochum – Borussia Dortmund -:-

    VfB Stuttgart – VfL Wolfsburg -:-

    Union Berlin – M’gladbach -:-

    St. Pauli – SC Freiburg -:-

    Bundesliga-Konferenz live (15.30 Uhr)

     

    Vorberichte zu VfL Bochum – Borussia Dortmund

    Situation: Beide Clubs laufen ihren Saisonzielen hinterher. Bochum als Schlusslicht fehlt drei Punkte auf die Relegation, sieben zum rettenden Ufer.  Dortmund liegt als 11. sieben Zähler hinter Champions-League-Platz vier.

    Statistik: Die letzte BVB-Niederlage in Bochum liegt 18 Jahre zurück. Allerdings gab es für Schwarzgelb nur sechs Siege in 33 Bundesliga-Gastspielen beim VfL, Bochum gewann elfmal. Die letzten drei Spiele im Ruhrstadion endeten 1:1.

    Personal: Der VfL muss auf Torjäger Boadu, Stammtorhüter Drewes sowie Passlack und Wittek verzichten. Dem  BVB fehlen Bensebaini, Chukwuemeka sowie Ryerson nach seiner Gelb-Roten-Karte.

    Besonderes: Durch den krankheitsbedingten Ausfall von Stammtorhüter Drewes wird Ex-Kölner Horn sein Debüt im Trikot des VfL geben.

    VfB Stuttgart – VfL Wolfsburg

    Situation: Der VfB hat sich mit dem  DFB-Pokal-Halbfinaleinzug und dem Sieg in Dortmund zurückgemeldet und möchte seine Champions-League-Ambitionen untermauern. Wolfsburg ist seit vier Spielen sieglos, trotzte aber zuletzt Frankfurt und Leverkusen jeweils ein Remis ab.

    Statistik: VfB-Mittelfelddirigent Stiller und Wolfsburgs Stürmer Behrens stehen vor ihrem 100. Bundesliga-Spiel. Hoeneß strebt seinen 50. Pflichtspielsieg mit dem VfB an.

    Personal: Der VfB muss weiter auf Verteidiger Al-Dakhil (Zerrung) verzichten. Undav dürfte nach seiner Erkältung fit sein, Bruun Larsen ist wegen eines Infekts fraglich. Wolfsburg muss auf seinen Kapitän Arnold verzichten. Für ihn dürfte Vranckx zum Einsatz kommen. Zudem ist Maehle gesperrt.

    Besonderes: Der VfB hat erstmals nach der Winterpause keine Englische Woche hinter sich. Die ungewohnten freien Tage sorgten laut Trainer Hoeneß für Frische und neue Energie.

    1. FC Union Berlin – Borussia Mönchengladbach

    Situation: Der 1. FC Union scheint sich nach schwerem Beginn unter dem neuen Coach Baumgart zu stabilisieren und von den Abstiegsrängen zu entfernen. Nach einem Remis folgte zuletzt ein Sieg. Die Gladbacher liegen knapp hinter den internationalen Rängen.

    Statistik: Beide Mannschaften holten in der Rückrunde zwei Siege und ein Remis bei einer Niederlage. Die Borussen sind seit drei Partien ungeschlagen (7 Punkte). Ein Sieg in Berlin und es Gladbach hätte erstmals seit dem Frühjahr 2022 zwei Auswärtsspiele nacheinander gewonnen.

    Personal: Union fehlt unter anderem der gelbgesperrte Routinier Trimmel. Bei den Gästen sind Sander und Elvedi wieder gesund und einsatzbereit.

    Besonderes: Die Gladbacher sind die Kopfballtor-Experten. Keine andere Mannschaft traf öfter, neunmal bis jetzt.

    FC St. Pauli – SC Freiburg

    Situation: Aufsteiger St. Pauli will sich weiter von den Abstiegsplätzen entfernen, Freiburg seinen Europa-League-Platz verteidigen.

    Statistik: Seit 1997 hat Freiburg in der Bundesliga nicht mehr gegen St. Pauli gewonnen. Das 3:0 im Hinspiel war der erste Saisonsieg der Hamburger.

    Personal: Vier Ex-Freiburger (Wagner, Weißhaupt, Boukhalfa, Treu) spielen bei St. Pauli. Leihgabe Wagner ist aber einer von vier verletzten Stammspielern.

    Besonderes: St. Paulis Johannes gegen Freiburgs Maximilian: Am Millerntor kommt es zum Bruderduell der Eggesteins.



    Source link

  • VfB Stuttgart bei Borussia Dortmund: „Jeder hat um jeden

    VfB Stuttgart bei Borussia Dortmund: „Jeder hat um jeden


    Nach dem 2:1 des VfB bei Borussia Dortmund haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.

    Sport: David Scheu (dsc)



    Nach einer disziplinierten Leistung nimmt der VfB durch einen 2:1-Sieg bei Borussia Dortmund alle drei Punkte mit nach Hause. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.

    VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Wir wussten, dass wir einen offenen Schlagabtausch wahrscheinlich heute nicht spielen können. Deswegen war die Idee, den Gegner einen Tick tiefer zu empfangen. Es war eine recht ereignisarme erste Hälfte. In der zweiten Hälfte hatten wir Glück in der Anfangsphase. Du musst dann zustechen und die Situationen die daliegen nutzen. Wir wollten schlau spielen – und das ist heute super aufgegangen. Die Jungs haben nicht zum ersten Mal Charakter gezeigt. Die Mannschaft hat klug und pragmatisch verteidigt.“

    BVB-Trainer Niko Kovac: „Meine Mannschaft hat es mit Blick auf die Leistungsbereitschaft und den Willen 90 Minuten richtig gut gemacht, teils aber offensiv nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Die Niederlage tut uns weh, weil sie unnötig war.“

    VfB-Chris Führich „Ich freue mich sehr über den Sieg – auch weil ich hier aus der Gegend komme. Nach der kleinen Schwächephase in der Bundesliga tut uns dieser Erfolg als Mannschaft sehr gut.“


    VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: „Wir hatten heute weniger Ballbesitz als sonst und haben den Gegner kommen lassen. Wir haben den Plan extrem schlau und clever umgesetzt. Und jeder hat um jeden Zentimeter gekämpft. Es war ein verdienter Sieg am Ende. Das Selbstbewusstsein aus dem Sieg gegen Augsburg unter der Woche hat uns geholfen, hier zu bestehen.“



    Alle Noten für die Weiß-Roten | Das Bundesliga-Livecenter


    Wir haben alle mindestens zehn Minuten eingesetzten Stuttgarter Profis mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.



    Source link

  • Stuttgart & Leverkusen an Maza interessiert

    Stuttgart & Leverkusen an Maza interessiert


    Ibrahim Maza befindet sich bereits seit längerer Zeit im Visier des VfB Stuttgart. Der offensive Mittelfeldspieler zählt bei Zweitligist Hertha BSC zum Stammpersonal und machte in dieser Saison mit sieben Toren und vier Vorlagen in 24 Pflichtpartien auf sich aufmerksam. Laut BILD-Informationen wollen die Schwaben den 19-Jährigen „unbedingt“ verpflichten.


    Um einen möglichen Deal ins Rollen zu bekommen, wurde während des Champions-League-Spiels gegen den Paris Saint-Germain FC (1:4 am 29. Januar) ein Treffen in einer Stuttgarter Loge anberaumt. Mehrere VfB-Verantwortliche nahmen Maza samt Anhang (Vater und Berater) in Empfang.

    Das Hauptthema sei die weitere Zukunft des gebürtigen Berliners gewesen, der in der Hauptstadt noch einen gültigen Vertrag bis 2027 besitzt. Machbar wäre ein Transfer des Leistungsträgers dem Bericht zufolge im Anschluss an die gegenwärtige Saison für eine Ablösesumme von rund 9,5 Millionen Euro.

    Alleine sollen die Stuttgarter im Werben um den algerischen Nationalspieler aber nicht sein: Laut BILD-Informationen mischt Bayer Leverkusen ebenfalls im Rennen um das Mittelfeld-Talent mit. Maza selbst soll einen Wechsel innerhalb Deutschlands bevorzugen, was beiden Interessenten zunächst mal entgegenkommt.

    LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren



    Source link

  • VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte

    VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte


    TM-Interview, Teil 2 

    VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte bestehen bleiben

    ©IMAGO

    Der VfB Stuttgart stand gefühlt mehrfach mit einem Bein in der 2. Bundesliga, ehe er in den vergangenen anderthalb Jahren an längst vergessene Erfolgszeiten anknüpfen konnte. Was dank guter Entscheidungen möglich ist, zeigen die Verantwortlichen um Vorstandschef Alexander Wehrle, Sport-Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth und Cheftrainer Sebastian Hoeneß, die den Schwaben neues Leben einhauchten.

    In Teil 2 des großen Transfermarkt-Interviews, das mit Fragen aus der Community gespickt ist, spricht Wehrle über das künftige Transferbudget, notwendige Ausstiegsklauseln, die Bedeutung von Angelo Stillers Verlängerung, Mängel in der Jugendarbeit und die Zukunft der Schwaben.

    Teil 1 – VfB-Boss Wehrle über mutige Wahl Wohlgemuth & Hoeneß: „Was macht der da eigentlich?“

    Transfermarkt: Mit Deniz Undav und Ermedin Demirovic gab es 2024 gleich zweimal einen Rekordtransfer. Gehen Sie davon aus, dass diese Bestmarke 2025 wieder geknackt wird?

    Wehrle: Davon gehe ich Stand heute nicht aus. Das waren für den VfB zwei außergewöhnliche Transfers. Es war klar, welchen Stellenwert Deniz Undav für den Verein und das ganze Umfeld hat. Mit Serhou Guirassy hatte uns ein wichtiger Stürmer verlassen, weswegen wir alle Energie eingesetzt haben, um Deniz langfristig binden zu können. Ermedin Demirovic hat in Augsburg mit konstant guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Wir sind froh, dass Deniz und Medo das VfB-Trikot tragen.  Dass man auch ablösefreie Spieler verpflichten kann, die sich zu Leistungsträgern entwickeln, zeigt das Beispiel Nick Woltemade. Es geht nicht um Rekordsummen. Wir müssen überzeugt sein, dass ein Spieler zu uns passt. Dann tun wir auch alles, um ihn zu bekommen.

    Transfermarkt: „justalittlethought“ möchte wissen, welches Transferbudget der VfB im Sommer zur Verfügung hat? Und welche konkreten Auswirkungen hätte eine ausbleibende Europacup-Qualifikation?

    Wehrle: Wir sind so aufgestellt, dass wir keine internationalen Einnahmen generieren müssen. Wenn wir on top Einnahmen aus der Champions League oder Europa League haben sollten, werden wir diese sicherlich wieder in die Mannschaft investieren. Aber immer so, dass wir uns auch Spielzeiten ohne internationale Teilnahme leisten können. Das ist unsere Maxime. Eine genaue Zahl möchte ich ungern nennen, das wäre ein Wettbewerbsnachteil, weil die Konkurrenz ja mitliest. (schmunzelt)

    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Warum hat der VfB in der Vergangenheit so großflächig Ausstiegsklauseln bei seinen Spielern verteilt? Das wirkte mitunter schwer nachvollziehbar.


    Zuletzt kam Jeltsch
    Alle Transfers des VfB Stuttgart
    Zur Übersicht

    Wehrle: Ich kann nachvollziehen, wenn Fans wegen der Ausstiegsklauseln verwundert waren. Man muss aber berücksichtigen, dass wir damals in einer ganz anderen Situation waren. Wir standen vor der Wahl, Verträge mit einer Restlaufzeit von 18 Monaten zu verlängern oder mit dem wirtschaftlichen Risiko eines ablösefreien Abgangs in ein letztes Vertragsjahr gehen. Ohne Ausstiegsklausel wäre eine Vertragsverlängerung in vielen Fällen nicht umsetzbar gewesen. Und zum Zeitpunkt der Vertragsabschlüsse konnten wir zudem in den meisten Fällen eine Ausstiegsklausel festsetzen, die höher war als der damalige Marktwert der Spieler.  

    Wehrle über Marktwerte: Korrelation zu tatsächlichen Ablösesummen sichtbar

    Transfermarkt: Orientieren Sie sich bei den Marktwerten auch an den Summen bei TM?

    Wehrle:  Von Zeit zu Zeit schaut man auf die Zahlen. Es zeigt sich, dass es eine gewisse Korrelation zu den tatsächlichen Ablösesummen gibt. Unabhängig davon befinden wir uns jetzt glücklicherweise in der Situation, in der wir ohne Ausstiegsklausel mit deutschen Nationalspielern verlängern können.

    Transfermarkt: Womit wir bei Angelo Stiller landen, der bis 2028 gebunden wurde und zum Top-Verdiener aufstieg. Über die Existenz einer Ausstiegsklausel gab es widersprüchliche Meldungen. Jamie Leweling hat im Dezember sogar bis 2029 verlängert, laut „Sky“ mit einer Änderung der vorhandenen Klausel. Klären Sie uns bitte auf.

    Wehrle: Ich habe gesagt, dass wir mit einigen Nationalspielern ohne Ausstiegsklausel verlängert haben. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Angelo ist ein ganz wichtiger Schlüsselspieler für den VfB, er hat sich unter Sebastian Hoeneß fantastisch entwickelt und ihm gehört auch in der Nationalmannschaft die Zukunft. Es war wichtig, mit der Verlängerung ein Signal nach innen und nach außen zu senden. Und Angelo hat sich diesen neuen Vertrag verdient.


    Kimmich, Gnbary & Co.
    Die Jugendarbeit des VfB
    Zur Übersicht

    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Vor rund 20 Jahren drängten die „jungen Wilden“ Sami Khedira, Mario Gómez, Christian Gentner und Andreas Beck ins Profiteam. Seitdem wurde von VfB-Verantwortlichen immer wieder betont, dass der eigene Nachwuchs für den Herrenbereich gefördert werden soll. Der hochgelobte 2005er-Jahrgang scheint bis auf Torwart Dennis Seimen ausgebremst. Wann schaffen es endlich wieder Eigengewächse regelmäßig in den Profikader?

    Wehrle: Es gehört zur DNA des VfB, junge Spieler aus der eigenen Jugend in den Lizenzspielerkader zu integrieren. In den letzten Jahren ist es uns nicht ausreichend gelungen, solche Stamm- und Schlüsselspieler zu entwickeln. Wir haben ein paar Änderungen im NLZ vollzogen, was Scouting und Kaderplanung zwischen der U17 und U21 angeht. Mit Tobias Werner haben wir jemanden dazugeholt, der sich ganzheitlicher um die Top-Talente kümmert und ein wichtiges Bindeglied zu Christian Gentner und dem Trainerteam der Profis ist. Der Vorstand bekommt fast täglich Updates, es gibt einen ganz engen Austausch. Wir haben einige Talente – ohne Namen zu nennen –, die in naher Zukunft wichtige Spieler werden können. Das muss auch unser Ziel sein. Erste Ansätze waren bereits da, aber wir wollen natürlich am liebsten mehrere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Kader haben, die regelmäßig in der MHP Arena spielen.

    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Laurin Ulrich hat als einziger VfB-Jugendspieler nach Joshua Kimmich, Timo Werner und Jordan Meyer die Fritz-Walter-Medaille seit 2014 gewonnen, sein Vertrag endet 2026. Welche Perspektive hat er in Stuttgart? Und warum hat der Übergang bei ihm länger gedauert als bei Tom Bischof in Hoffenheim?

    Wehrle: Laurin hat nach wie vor eine große Perspektive, wurde aber in den letzten Jahren von Krankheiten und Verletzungen ausgebremst.  Wir haben ihn im Winter aus Ulm zurückgeholt, um ihm in unserer U21 in der 3. Liga Spielpraxis zu geben.  Dort hat er zuletzt gute Leistungen gezeigt und wichtige Tore geschossen.

    Wehrle: VfB Stuttgart ist dabei, internationale Zielmärkte zu erschließen

    Transfermarkt: Weitere Frage von „TF1893“: Wie steht der VfB im Vergleich zu anderen Bundesliga-Klubs hinsichtlich der Reichweite, Merchandising-Einnahmen und Medienpräsenz international da?

    Wehrle: Tradition und Erfolg haben den VfB über Jahrzehnte hinweg geprägt. Aber von der Geschichte allein kann man sich nichts kaufen. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns perspektivisch weiterentwickeln. Wir haben wirtschaftliche Stabilität und sportliche Substanz als Grundvoraussetzung, viele Spiele in der MHP Arena sind ausverkauft, bei der TV-Reichweite sind wir immer unter den Top-Vereinen. Jetzt haben wir auch wieder neu begonnen, internationale Zielmärkte zu erschließen. Man darf nicht vergessen, dass es bei meinem Einstieg 2022 keine Stelle für Internationalisierung gab. In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben wir viel aufgebaut, waren in den USA und in Japan. Die Fußballschule ist sehr viel unterwegs. Wir haben mittlerweile deutliche siebenstellige Erträge im internationalen Segment. Das ist noch ausbaufähig und wir befinden uns auf einem guten Weg.

    Transfermarkt: Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen ließ auf dem „SPOBIS“ durchblicken, dass es aus seiner Sicht unmöglich sei, konkrete Pläne für mehrere Jahre zu entwerfen. Wie handhaben Sie das?

    Wehrle: Wir arbeiten in Dreijahreszyklen, was die mittelfristige finanzielle Planung angeht, und bei der Strategie in Vierjahreszyklen. Wir haben 2022 eine Strategie für 2026 entwickelt und nutzen die Management-Methode OKR (Objectives and Key Results; d. Red.) für alle Fokusthemen, damit unsere Organisation Orientierung hat und jeder weiß, wo wir hinwollen und was unsere Schwerpunktthemen sind. Wohin wir uns vor allem mit Blick auf Investitionen bewegen wollen. Das gehört für mich zu einer strategischen Ausrichtung einer jeden Organisation – auch im Fußballbereich.

    Transfermarkt: Der VfB rauschte rasant von unten nach oben. Was ist das maximal Mögliche für den Klub?

    Wehrle: Vereine wie Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen sind vom Umsatz und den vorhandenen Investitionsmöglichkeiten her weit vor uns. Diese Lücke zu schließen, wird Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte dauern. So realistisch muss man einfach sein. Und dennoch kann es durch kluges Kadermanagement und kluge Transferpolitik mit den richtigen handelnden Personen gelingen, im einen oder anderen Jahr für Überraschungen zu sorgen. Unser vorrangiges Ziel ist es, den VfB so aufzustellen, dass er ein stabiler Bundesligist ist, der sich perspektivisch auch immer mal wieder für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren kann. Wir sind nicht so weit, dass wir die Topteams angreifen und um die Meisterschaft mitspielen können. Aber wir haben sehr gute Möglichkeiten, uns zu entwickeln und weiterhin zu wachsen.

    Ich habe für die Interessens- und die Nachwuchssäule argumentiert und gekämpft.

    Transfermarkt: Zu guter Letzt eine Frage von „Santiago15“: Wie hat sich der VfB in den jüngsten Gesprächen rund um die Verteilung der TV-Gelder positioniert?

    Wehrle: Als Vertreter eines reichweitenstarken Traditionsklubs finde ich, dass der Solidaritätsgedanke für die Liga spricht – über 50 Prozent werden solidarisch verteilt. Dennoch habe ich mich schon in den vergangenen Jahren danach als DFL-Präsidiumsmitglied dafür eingesetzt, dass die Reichweiten mehr berücksichtigt werden. Ich habe für die Interessens- und die Nachwuchssäule argumentiert und gekämpft. Und ich halte es für eine richtige Entscheidung des aktuellen DFL-Präsidiums, dass man nun die drei Prozent, die aus der bisherigen Interessenssäule ausgeschüttet wird, ein Stück verändert hat, indem die Kriterien Mitgliederstärke und Reichweite ergänzt werden. Und es wäre auch einen Gedanken wert, diese drei Prozent bei der nächsten Rechteperiode zu erhöhen.

    Hier geht es zu Teil 1: VfB-Boss Wehrle spricht über die sensationelle letzte Saison, emotionale Abgänge, seine „mutige“ Wahl pro Wohlgemuth und Hoeneß, einen Verbleib des begehrten Trainers und die Auswirkungen des Einstiegs von Porsche.

    Interview: Philipp Marquardt



    Source link

  • VfB Stuttgart bei Borussia Dortmund: BVB verpatzt Kovac-Debüt – Niederlage gegen Stuttgart

    VfB Stuttgart bei Borussia Dortmund: BVB verpatzt Kovac-Debüt – Niederlage gegen Stuttgart



    Borussia Dortmund unterliegt beim Einstand des neuen Trainers dem VfB. Auch wegen eines Eigentores von Waldemar Anton. red/dpa/SID 08.02.2025 – 17:30 Uhr

    Niko Kovac hat als neuer Trainer von Borussia Dortmund einen Fehlstart hingelegt. Der BVB verlor im ersten Spiel unter dem Nachfolger von Nuri Sahin gegen den VfB Stuttgart mit 1:2 (0:0). Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion sorgten ausgerechnet der Ex-Stuttgarter Waldemar Anton (50. Minute) mit einem Eigentor und Jeff Chabot (62.) für die Tore der Gäste. Julian Brandt (81.) gelang nur noch der Anschlusstreffer für Dortmund.
    Nach zuletzt drei ungeschlagenen Spielen unter Interimstrainer Mike Tullberg ist die Niederlage ein klarer Rückschlag für den BVB, der immer noch um das Minimalziel Champions League kämpft. Stuttgart liegt als Tabellenvierter bereits sechs Punkte vor den Dortmundern.BVB ideenlos „Wir müssen hier Leidenschaft an den Tag legen, diese Fans, dieses Publikum verlangen viel Leidenschaft, viel Engagement, viel Laufbereitschaft und Intensität“, betonte Kovac vor der Partie bei Sky. Richtig leidenschaftlich wurde es aber zunächst nicht. Beide Mannschaften zeigten sich im 110. Bundesliga-Duell gegeneinander anfangs verhalten. Der Gastgeber hatte mehr Ballbesitz, wirkte aber ideenlos.
    Erstmals nennenswert aktiv vor dem Gästetor wurde der BVB durch eine Doppelchance von Ramy Bensebaini nach einer Ecke (11.). Auf der anderen Seite köpfte Chabot eine Freistoßflanke von Angelo Stiller ein, kam aber klar aus dem Abseits (18.). Jamie Gittens prüfte Alexander Nübel (22. und 27.) zweimal aus der Distanz. Doch klar herausgespielte Torchancen kreierte zunächst kein Team.

    Undav mit Riesenchance Doch dann hätten die Gäste in Führung gehen müssen. Deniz Undav erlief einen zu kurzen Rückpass von Anton, wurde jedoch im Strafraum kurz vor dem Torabschluss noch von Emre Can abgelaufen (37.). Diese fahrig ausgelassene Riesenchance des Nationalspielers war sinnbildlich für den wenig entschlossenen Stuttgarter Auftritt in Durchgang eins. Nach dem Einzug ins DFB-Pokalhalbfinale durch ein 1:0 gegen den FC Augsburg unter der Woche wirkten die Schwaben zunächst wenig zielstrebig.
    „Wir wollen nicht herkommen und Spalier stehen für einen guten Auftakt von Niko“, hatte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß vor der Partie bei Sky gesagt. Davon war in Durchgang eins nur wenig zu sehen. Eigentor bringt BVB in Rückstand Nach dem Seitenwechsel startete Dortmund zunächst entschlossener. Doch Adeyemi vergab aus vielversprechender Schussposition deutlich (49.). Im direkten Gegenzug kam es für den Gastgeber bitter: Anton fälschte eine Hereingabe von Chris Führich unglücklich ins eigene Tor ab. Wenig später baute Chabot die Stuttgarter Führung aus, als er nach einer nicht konsequent geklärten Ecke eine Flanke von Jamie Leweling den Ball komplett frei im Netz unterbrachte. Gegen eine gut sortierte Stuttgarter Defensive tat sich der BVB schwer, zum Anschluss zu kommen. Gittens (68.) scheitere erneut an Nübel, der seinen Schuss aus der Distanz noch gegen das Aluminium lenkte. Brandt, der in der Partie bis dahin kaum in Erscheinung getreten war, sorgte schließlich für den Anschlusstreffer. Nach einer Eckballvariante mit Groß auf der linken Seite verwandelte der Offensivmann mit einem Flachschuss. Für mehr als ein Tor reichte es für den Gastgeber trotz hitziger Schlussphase, in der Julian Ryerson noch mit Gelb-Rot vom Platz flog (89.), aber nicht.



    Source link

  • VfB Stuttgart | Stimmen Borussia Dortmund

    VfB Stuttgart | Stimmen Borussia Dortmund



    Cheftrainer Sebastian Hoeneß: „Wir wollten das Spiel so ähnlich gestalten, wie wir es getan haben. Einen offenen Schlagabtausch wollten wir nicht zulassen. Die erste Halbzeit war insgesamt recht ereignisarm. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir Glück bei den Situationen durch Karim Adeyemi. Die 15 bis 20 Minuten nach der Pause haben wir für uns entschieden und das war die entscheidende Phase. Der Anschlusstreffer lag nicht in der Luft und war unnötig. Dennoch sind wir überglücklich, hier zu gewinnen, das ist nicht selbstverständlich. Ich möchte meiner jungen Mannschaft ein riesiges Kompliment aussprechen. Jeff Chabot war heute ein Fels in der Brandung. Er ist ein guter Kerl und es war ihm sogar gerade etwas unangenehm, so gelobt zu werden. Das zeigt, was er für ein Typ ist.“
    Jeff Chabot: „Es ist stark in Dortmund zu gewinnen, wir haben gegen einen guten Gegner gespielt. Wir haben unser Spiel auf den Platz gebracht, alle Zweikämpfe angenommen und waren griffig. Es war ein wichtiger Sieg heute, aber wir haben noch viele Spiele vor uns. Ich freue mich sehr über mein erstes Bundesligator und umso mehr darüber, dass ich es vor so einer Kulisse und in diesem Spiel schießen konnte. Ich hoffe, dass bei mir jetzt ein Knoten geplatzt ist.“
    Leonidas Stergiou: „Gratulation an Jeff zu seinem Tor-Debüt. Wir sind verdient als Sieger vom Platz gegangen. So viele Fans im Rücken zu haben, ist der Wahnsinn. Die Energie war heute wieder spürbar. Wir haben jetzt mal wieder eine ganze Woche Zeit bis zum nächsten Spiel. Die nächsten ein, zwei Tage werden wir nutzen, um runterzukommen. Danach richten wir den Fokus auf das nächste Spiel.“
    Deniz Undav: „Wir wissen, wie anstrengend und hart es ist, in Dortmund zu gewinnen. Wir haben überragend verteidigt und unsere Chancen genutzt. Am Ende wurde es etwas spannend, aber wir haben gewonnen. Ich bin froh, dass es bei Jeff jetzt mit einem Tor geklappt hat, nachdem er schon zwei Abseitstore gemacht hatte. Eigentlich hatten wir einen Jubel zusammen, aber den hat er in dem Moment wohl vergessen.“
    Niko Kovac, Cheftrainer Borussia Dortmund: „Ich finde, dass meine Mannschaft es heute über 90 Minuten von der Einsatzbereitschaft und vom Willen her sehr gut gemacht hat. In gewissen Phasen, zum Beispiel beim Boxeintritt, haben wir allerdings oft nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Unglücklicher als nach der Pause kann es nicht laufen. Den Ball hätten wir besser klären müssen. Beim zweiten Tor weiß ich nicht, ob das nicht doch eine Abseitssituation war. Es ist einiges gegen uns gelaufen. Aber der VfB hat die Tore richtig gut herausgespielt, das muss man anerkennen.“



    Source link

  • Lothar Matthäus Kolumne über Borussia Dortmund, Can, Brandt und Kovac | Fußball News

    Lothar Matthäus Kolumne über Borussia Dortmund, Can, Brandt und Kovac | Fußball News


    Borussia Dortmund ist als Mitfavorit auf die Meisterschaft in die Saison gestartet und steht nach der 1:2-Niederlage gegen Stuttgart als Tabellen-Elfter im grauen Mittelmaß der Bundesliga. Lothar Matthäus erklärt in seiner Kolumne, was sich beim BVB ändern muss.Die Situation von Borussia Dortmund ist nach der 1:2-Niederlage gegen Stuttgart nicht nur unbefriedigend, sie ist fürchterlich, vor allem auch für die Fans.Natürlich hat man beim BVB immer den Anspruch, in der Champions League zu spielen.

    Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

    1:20

    Sky Experte Lothar Matthäus glaubt nicht mehr daran, dass Borussia Dortmund in dieser Saison noch einen Champions-League-Platz erreicht.

    Dortmund muss auf jeden Fall international spielen, aber wenn ich jetzt sage, “wir müssen unbedingt die Champions League erreichen”, würde ich zusätzlichen Druck aufbauen. Das bringt aber momentan nichts, denn die Spieler sind sowieso nicht frei im Kopf.
    Ich würde den Druck erst einmal etwas herausnehmen und sagen: “Wir wollen nach vorne schauen und vieles besser machen, was bisher schlecht gelaufen ist.”Beim BVB muss jetzt Ruhe reinkommenEs wurde vieles falsch gemacht, alle haben ihren Teil dazu beigetragen – abgesehen von den Fans. Es muss jetzt Ruhe reinkommen. In die Köpfe der Spieler und in den Verein.Die Mannschaft war zuletzt nicht in der Lage, die Qualität abzurufen, die ganz sicher in ihr steckt. Ein neuer Trainer garantiert auch nicht, dass es von einem auf den anderen Tag besser wird. Es gilt jetzt, Schritt für Schritt nach vorne zu machen.

    Der Fußball ist enger zusammengerückt, auf höchstem Niveau entscheiden Details. In Dortmund haben sich viele Kleinigkeiten zu einem größeren Problem addiert.Kovac muss seine Stammformation findenSahin hat seine Mannschaftsaufstellung sehr häufig verändert. Aber wenn du die Spieler am zweiten Spieltag zufriedenstellen willst, die du am ersten Spieltag enttäuscht hast, hast du schon verloren.Ein Trainer muss am Anfang einer Saison seine ersten elf bis 13 Spieler haben, die anderen müssen sich zunächst hinten anstellen. Auch für Kovac geht es jetzt darum, seine Stammformation zu finden.Viele der Neuzugänge, die auch von mir gelobt wurden, sind bisher unter den Erwartungen geblieben. Anton hat als Abwehrchef in Stuttgart und vorher in Hannover bewiesen, dass er ein Leader sein kann, aber in Dortmund hat er es noch nicht gezeigt.

    Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

    0:50

    Lothar Matthäus ist enttäuscht von den BVB-Spielern, sowohl die Neuzugänge wie Maximilian Beier wie auch Torwart Gregor Kobel stehen aktuell völlig neben sich, spielen blutleer und haben mit sich selbst zu kämpfen.

    Brandt schwankt zwischen Weltklasse und KreisklasseAltgediente BVB-Profis wie Brandt und Can haben durch inkonstante Leistungen und die Kritik der Öffentlichkeit viel mit sich selbst zu tun.Brandt würde ich gerne als Leader sehen, aber er zeigt mir immer das Gegenteil. Brandt hat Weltklasse-Spiele gemacht, aber jetzt schwankt er zwischen Weltklasse und Kreisklasse.

    Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

    0:44

    Sky Experte Lothar Matthäus mit vernichtenden Worten zu BVB-Spieler Julian Brandt, er sei nicht mehr als ein Talent, der vor vielen Jahren in seiner Entwicklung stehen geblieben sei.

    Kovac muss sich überlegen, was er mit Can vorhatCan hat nicht das Standing in der Mannschaft und auch nicht bei den Fans. Um eine Mannschaft als Kapitän anzuführen, muss man aber unantastbar und Stammspieler sein. Kovac muss sich überlegen, was er mit Can vorhat, ob er ihn in der Innenverteidigung oder im Mittelfeld sieht.Mit Can, Sabitzer, Groß und dem aktuell verletzten Nmecha hat der BVB vier potenzielle Sechser im Kader. Sabitzer und Groß können auch auf der Acht agieren, Brandt kann Achter und Zehner spielen. Der Trainer hat viele Möglichkeiten. Er muss ein System finden, in dem die Qualitäten der einzelnen Spieler am besten zur Geltung kommen.Vorne wäre eine Dreier-Offensive aus Gittens, Adeyemi und Beier hinter Guirassy eine mögliche Variante. Beier hat in Hoffenheim auch auf der Halbposition neben Kramaric gespielt und auf den Flügeln könnte man die Schnelligkeit von Gittens und Adeyemi optimal nutzen. Dann bräuchte man allerdings zwei Sechser zur Absicherung dahinter.Dortmund vor richtungweisenden WochenFakt ist: Der BVB steht vor richtungweisenden Wochen. Das Spiel am Dienstag (ab 21:00 Uhr im Liveticker) beim Tabellenführer der portugiesischen Liga wird alles andere als ein Selbstläufer. Sporting ist eine harte Nuss, die Dortmund in Lissabon und im Rückspiel mit den eigenen Fans im Rücken knacken muss. Dazwischen liegt das Derby beim Bundesliga-Schlusslicht in Bochum, das für beide Seiten ein Schlüsselspiel ist.
    Für Bayern sehe ich keine GefahrFür den FC Bayern sehe ich in den Duellen mit Celtic Glasgow keine Gefahr. Die Chancen der Münchner auf den Einzug ins Achtelfinale sind sehr groß.Celtic hat ein Heim- und ein Auswärtsgesicht. Die Schotten haben zu Hause 3:1 gegen Leipzig gewonnen, aber 1:7 in Dortmund verloren.Bayern hat zwar in Rotterdam und gegen Kiel jeweils drei Gegentore kassiert, aber am Freitag gegen Bremen zu Null gespielt. Bei ihnen passt momentan alles. Sie zeigen die Qualität, die in ihnen steckt. Im Gegensatz zu den Dortmundern.
    Mehr zum Autor Lothar MatthäusAlle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.



    Source link

  • So schlagen sich die Wintertransfers von Dortmund, Stuttgart…

    So schlagen sich die Wintertransfers von Dortmund, Stuttgart…

    Das Winter-Transferfenster ist dicht, die Kader der 18 Bundesliga-Klubs für die restliche Saison 2024/25 stehen. Einzig Borussia Mönchengladbach hat darauf verzichtet, die letzte Transferperiode vor dem Start der kommenden Spielzeit nochmal für externe Verstärkung und frischen Wind zu nutzen. Alle anderen Vereine haben im Winter neue Spieler an Land gezogen, teils auch im großen Stil. Knapp zwei Wochen nach Transferschluss stellt sich die Frage: Waren es diese Investitionen auch wert? 90min wirft einen Blick auf die bisherigen Leistungen der wichtigsten Winter-Neuzugänge:

    Mario HermosoMario Hermoso

    Mario Hermoso / Luciano Lima/GettyImages

    Beginnen wir beim (noch) amtierenden deutschen Meister. Bayer Leverkusen hielt sich im Winter-Transferfenster keinesfalls zurück, verpflichtete mit Mario Hermoso (Roma) und Emiliano Buendia (Aston Villa) zwei große Namen auf Leihbasis. Die Intention dahinter ist klar: Beide sollte eine Sofortverstärkung darstellen. Erfüllt hat sich diese Hoffnung bislang aber nur im Falle Hermosos. Der Spanier weiß mit starkem Passspiel und Flexibilität in der Defensive zu überzeugen und stand gegen Wolfsburg (0:0) bereits in der Startelf. Buendia hingegen blieb in seinen drei Einsätzen bislang blass, dem Offensivmann gelang noch keine Torbeteiligung. Das muss noch mehr kommen, will er über den Sommer hinaus in Leverkusen bleiben.

    Für 1,7 Millionen Euro hat der VfB Stuttgart im Winter Jacob Bruun Larsen zurück ins Ländle geholt – und damit wohl einen Schnapper gelandet. Anlaufzeit benötigte der Däne nämlich nicht, machte bereits fünf Bundesliga-Spiele für den VfB. Dreimal stand er dabei in der Startelf und erzielte beim 2:1-Sieg gegen RB Leipzig auch schon ein Tor. Keine Frage: Bruun Larsen wird den VfB-Fans in der Rückrunde wohl noch einiges an Freude bereiten, ein echter Volltreffer. Ob das auch für Finn Jeltsch und Luca Vazquez gilt, lässt sich noch nicht beurteilen. Die beiden Abwehrtalente kamen erst kurz vor Transferschluss und warten bislang noch auf Einsätze.

    Ridle BakuRidle Baku

    Ridle Baku / Stuart Franklin/GettyImages

    Die Sachsen brauchten im Winter einen Ersatz für den langzeitverletzten Benjamin Henrichs und fanden ihn in Ridle Baku. 4,5 Millionen Euro für den Rechtsaußen, dessen Vertrag beim VfL Wolfsburg im Sommer ohnehin ausgelaufen wäre, erscheint erstmal viel Geld, doch die Investition war es wohl wert. Baku kam bislang in allen Bundesliga-Spielen zum Einsatz und lieferte stabile Leistungen ab – brachte das, was man sich von ihm erhofft hatte.

    Der BVB stürzte im Januar 2025 in eine schwere sportliche Krise, auf Verstärkung musste jedoch lange gewartet werden. Nach der Rückholaktion von Salih Özcan (Wolfsburg) kamen erst am Deadline-Day mit Daniel Svensson (Nordsjaelland) und Carney Chukwuemeka (Chelsea) noch zwei Neue. Zumindest Ersterer scheint sich dabei aber direkt als die dringend benötigte Verstärkung zu entpuppen. Nach einem Kurzeinsatz gegen Stuttgart (1:2) stand er in der Champions League gegen Sporting (3:0) direkt in der Startelf und überzeugte als spielstarker Linksverteidiger auf ganzer Linie. Bei Chukwuemeka könnte sich der BVB dagegen verrannt haben, er fällt vorerst mit Knieproblemen aus. Gut also, dass es nur eine Kaufoption und keine Kaufpflicht im Leihvertrag gibt.

    Elye WahiElye Wahi

    Elye Wahi / Pau Barrena/GettyImages

    Mit Omar Marmoush (ManCity) verlor Eintracht Frankfurt im Winter den eigenen Starspieler. Den Ägypter zu ersetzen, scheint unmöglich – und doch wurde es natürlich versucht. Mit Elye Wahi (Marseille) und Michy Batshuayi (Galatasaray) kamen zwei völlig unterschiedliche Stürmertypen: Eine spielstarke Allzweckwaffe und ein klassischer Torjäger. Den größeren Impact hatte bislang der günstigere Batshuayi, der gegen Gladbach (1:1) direkt von Beginn an ran durfte. Ein ordentliches Debüt, allerdings ohne Torerfolg. Die Frankfurter Hoffnungen dürften daher eher auf Wahi liegen, der 26-Millione-Euro-Mann kam bislang aber nicht auf die Beine. Nur ein Kurzeinsatz steht zu Buche. Das muss sich schnell ändern, sonst wartet auf Hugo Ekitike ein Mammutprogramm in der Rückrunde.

    Neun Millionen Euro investierte die TSG 1899 Hoffenheim im Winter in Gift Orban. Der junge Franzose sollte die lahmende Offensive beleben und erzielte bislang auch zwei Treffer, schwankt aber noch stark zwischen Genie und Wahnsinn. Nur eine Startelfnominierung spricht nicht für ihn, da wäre mehr zu erwarten gewesen. Gleiches gilt für Bazoumana Toure, der sogar für zehn Millionen Euro von Hammarby IF kam. Der 18-jährige Ivorer braucht wohl noch Eingewöhnungszeit, diese kann sich Hoffenheim ob der prekären Bundesliga-Tabellensituation aber eigentlich kaum leisten. Auf dem Papier hätte da die Leihe von Leo Østigard deutlich wertvoller sein sollen, doch der Norweger erlebte beim Startelfdebüt gegen Union (0:4) einen Alptraum. So wird das nichts mit dem Turnaround im Kraichgau.

    Beim 2:0-Heimsieg gegen Union Berlin erlebte das Duo Budu Zivzivadze (Karlsruhe) und Frans Krätzig (Bayern) einen Traumeinstand beim 1. FC Heidenheim. Dem Conference-League-Teilnehmer schein ein doppelter Volltreffer auf dem Transfermarkt gelungen, doch in den vergangenen Wochen hat sich dieser Hype schnell wieder gelegt. Zwar gehörten beide Spieler seither stets zur Startelf, die sportliche Talfahrt konnten auch sie allerdings nur im Union-Spiel kurzzeitig stoppen.

    Andre SilvaAndre Silva

    Andre Silva / Stefan Matzke – sampics/GettyImages

    Dem SV Werder Bremen gelang kurz vor Transferschluss mit der Leihe von Andre Silva noch ein echter Coup. Ob der 29-jährige Portugiese aber auch eine Verstärkung darstellen kann, muss sich erst noch zeigen. Gegen die Bayern (0:3) bekam er direkt 40 Minuten Einsatzzeit, blieb dabei jedoch relativ blass – wie allerdings die gesamte Mannschaft. Die undankbarste Aufgabe ist nun aus dem Weg geräumt, in den kommenden Wochen gilt es. Wie es gehen könnte, hat der zweite Neue vorgemacht: Issa Kabore. Der flexible Außenverteidiger benötigte keine Anlaufzeit und kam bislang in jedem Spiel zum Einsatz. Schon jetzt geht von ihm deutlich mehr Druck auf die Stammspieler Mitchell Weiser und Derrick Köhn aus als von Olivier Deman in den letzten anderthalb Jahren.

    Es zog sich über viele Tage und Wochen, letztlich wurde kurz vor Transferschluss aber doch noch Nägel mit Köpfen gemacht. Acht Millionen Euro zahlte der SC Freiburg für die Dienste von Jan-Niklas Beste an Benfica Lissabon und machte den 26-Jährigen damit zum drittteuersten Neuzugang der Klub-Geschichte. Bislang reichte es nur zu einem Kurzeinsatz gegen Ex-Klub Heidenheim (1:0), selbst in diesen wenigen Minuten deutete Beste aber schon an, welchen Impact er in den kommenden Monaten auf die lahmende Freiburger Offensive haben kann. Nur Zentimeter fehlten zum ersten Scorerpunkt, der wohl nicht allzu lange auf sich warten lassen dürfte.

    Mergim BerishaMergim Berisha

    Mergim Berisha / Helge Prang/GettyImages

    In Hoffenheim kam Mergim Berisha nie auf die Beine, weshalb er sein Glück nun wieder bei der Ex sucht. Während der FCA äußerst erfolgreich in die Rückrunde gestartet ist, kann das vom 26-jährigen Angreifer aber nicht behauptet werden. Gerade erst in Augsburg angekommen, bremst ihn nun eine Oberschenkelverletzung schon wieder aus. Bekommt Berisha seine körperlichen Gebrechen nicht in den Griff, wird er den FCA nicht verstärken können. Das Gute aus Sicht der Fuggerstädter: Sie haben Berisha nur geliehen und haben somit eigentlich nichts zu verlieren. Als deutlich sinnvoller hat sich da die Leihe von Cedric Zesiger erwiesen. Der ehemalige Wolfsburger ist beim FCA bereits gesetzt und auf bestem Wege, ein essentieller Stammspieler zu werden. Volltreffer!

    14 Millionen Euro zahlte der VfL Wolfsburg für Baku-Ersatz Andreas Skov Olsen und sorgte damit für einen der teuersten Wintertransfers. Gelohnt hat sich das bislang aber noch nicht. In den vier Rückrundenspielen kommt der Däne nur auf zwei Einwechslungen, zweimal blieb er ohne Einsatz auf der Bank sitzen. Da dürften sich die Fans des VfL deutlich mehr erhofft haben.

    Als Überflieger der Hinrunde verbreiterte der 1. FSV Mainz 05 im Winter mit den Verpflichtungen von Arnaud Nordin (Montpellier) und Lennard Maloney (Heidenheim) den eigenen Kader. Den Beweis, das sie eine Verstärkung sein können, sind beide Spieler bislang noch schuldig geblieben. Arnaud brachte es nur zu zwei Kurzeinsätzen ohne nennenswerte Aktionen, Maloney spielte noch gar nicht. Wie sinnvolle ihre Transfers waren, wird sich also erst in den kommenden Wochen zeigen. Bei einer kombinierten Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro hat man in Mainz mit dem Duo auf den ersten Blick allerdings auch nicht viel falsch gemacht.

    Lediglich 16 Tore erzielte Union Berlin in den ersten 20 Bundesliga-Spielen. Es fehlte ein echter Torjäger, der im Winter in Marin Ljubicic (LASK) gefunden wurde. 4,5 Millionen Euro ließen sich die Berliner diese Verpflichtung kosten – und könnten damit einen Glücksgriff gelandet haben. Keine zwei Minuten benötigte der Kroate, um erstmals in der Bundesliga zu netzen und die Weichen mit dem 2:0 auf den wichtigen Auswärtssieg zu stellen. Später folgte sogar noch ein Assist zum 4:0-Endstand. Macht Ljubicic auch nur im Ansatz so weiter, dürfte Union die Millionen-Investition nicht bereuen.

    Georgios Masouras im Zweikampf mit Lewis HoltbyGeorgios Masouras im Zweikampf mit Lewis Holtby

    Georgios Masouras im Zweikampf mit Lewis Holtby / Selim Sudheimer/GettyImages

    Lange Zeit sah es aus, als würde der VfL Bochum trotz der schwachen Hinrunde ohne Verstärkung in die restliche Bundesliga-Saison gehen. Kurz vor Schluss holte man dann aber doch noch zwei Neue: Tom Kraus (Mainz) und Georgios Masouras (Olympiakos). Beide sind erstmal auf Leihbasis da, könnten in der Rückrunde aber noch sehr wichtig werden. Beim 2:2 gegen Holstein Kiel standen beide in der Startelf und machten mehr als deutlich, welch große Verstärkung sie für den VfL noch werden können. Starke Transferarbeit!

    450.000 Euro überwies der FC St. Pauli im Winter nach Estland zu Paide Linnameeskond, um Abdoulie Ceesay zu verpflichten. Viel Geld für den Aufsteiger, weshalb der wuchtige Angreifer in Hamburg auf hohe Erwartungen trifft. Erwartungen, denen er bislang nicht gerecht werden konnte. In sechs Bundesliga-Spielen kam er nur zu drei Kurzeinsätzen, eine Torbeteiligung fehlt. Der Mann aus Gambia fremdelt noch mit dem deutschen Oberhaus, stand jetzt also schlecht investiertes Geld. Deutlich cleverer waren da die Leihen von Noah Weißhaupt (Freiburg) und James Sands (New York City), die sich beide schon einen Stammplatz ergattert haben und noch essentiell für das Saisonziel ‘Klassenerhalt’ werden könnten.

    43 Gegentore kassierte Holstein Kiel in der Hinrunde und stellte damit die Schießbude der Liga. Dass in der Abwehr nachgebessert werden musste, war somit klar. Und die Kieler taten das auch: John Tolkin (2,5 Mio. Euro), David Zec (1,5 Mio. Euro) und Ivan Nekic (unklar) kamen für nicht gerade kleines Geld. Während Letzterer noch auf den ersten Einsatz wartet, haben sich die beiden Erstgenannten auch direkt einen Stammplatz gesichert. Stabiler haben sie die Kieler Defensive allerdings auch nicht gemacht: Elf Gegentore in vier Spielen lassen nur wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt zu. In Anbetracht der für Kieler Verhältnisse großen Geldsummen hätte man da schon etwas mehr erwarten dürfen.

    Keine Beurteilung möglich:

    Während Borussia Mönchengladbach völlig auf Neuzugänge verzichtete, schnappte sich der FC Bayern München in Jonas Urbig (Köln) nur einen Neuen. Da dieser aber nur als Ersatzkeeper geholt wurde, bleibt eine Beurteilung des Transfers bislang sinnlos. Festhalten lässt sich einzig: In der Rolle als Nummer zwei hinter Manuel Neuer hat sich der U-Nationalkeeper bislang zumindest nichts zu Schulden kommen lassen.

    Weitere Bundesliga-News lesen:

    Source link