Werder muss in Leverkusen (Sa., 15.30 Uhr, Sky) auf drei wichtige Spieler verzichten.
Wie befürchtet kommt das Spiel für Kapitän Marco Friedl (26), aber auch für Stürmer Marvin Ducksch (30) und Innenverteidiger Niklas Stark (29) zu früh.
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Quelle: DAZN06.03.2025
Werner: „Duckschi hat immer noch muskuläre Probleme im Oberschenkel. Es wird besser, ist aber nicht absehbar, ob es für ihn bis zum Gladbach-Spiel reicht.“ Die Heim-Partie gegen die Borussia ist die letzte vor der anstehenden Länderspielpause.
Werder Bremen ohne drei Stars zum Double-Sieger!
Ähnlich der Fall bei Innenverteidiger Stark, der gegen Wolfsburg (1:3) zur Pause rausmusste. Werner: „Starki hat eine Reizung im Knie, die Probleme bereitet. Gegen Gladbach ist er noch nicht raus, aber für Leverkusen wird es nicht reichen.“
Fünf Niederlagen in Folge, erst ein Sieg 2025 und Meister Leverkusen vor der Brust (Sa., 15.30 Uhr) – Werder steckt im Dauer-Tief.
Aber wie kommen Mannschaft und Trainer Ole Werner (36) wieder in die Spur?
In BILD erklären die Werder-Legenden Ivan Klasnic (45), Ailton (51, beide Double-Helden von 2004) und Jonny Otten (64, Europapokalsieger 1992), wie Werder aus der Krise kommt.
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Quelle: BILD/Twitter @PaulHodowanic05.03.2025
Klasnic: „Mehr Chancen für Burke“
BILD: Warum schmiert Werder ab?
Ivan Klasnic: „Den Spielern fehlt das Selbstbewusstsein. Das müssen sie sich über Erfolgserlebnisse im Training zurückholen. Der Teamgeist ist ein wichtiges Thema. Ein schöner Mannschaftsabend wäre wichtig, um lockerer zu werden. In diesem Jahr besteht die Chance, nach Europa zu kommen. Ich glaube immer noch, dass Werder es schaffen kann.“
Wo muss Werner anpacken?
„Die Impulse müssen jetzt aus der Mannschaft, nicht vom Trainer, kommen. Die Spieler, die etwas zu sagen haben, müssen vorangehen. Ich denke zum Beispiel an Niklas Stark, der zuletzt Kapitän war. Aber Werner könnte auch Oliver Burke ein paar mehr Chancen geben – er kommt richtig in Fahrt.“
Ivan Klasnic (45) stürmte von 2001 bis 2008 für Werder Bremen
Foto: Matthias Koch
Muss im Sommer ein großer Umbruch her?
„Es braucht Veränderungen auf einigen Positionen, um Qualität und Konkurrenzkampf zu steigern. Das betrifft Positionen, auf denen Verträge auslaufen – sie wären sonst schon verlängert worden. Die Platzierung in der Bundesliga wird eine große Rolle spielen. Je schwächer Werder abschneidet, desto schwieriger wird es, mögliche Neuzugänge begeistern zu können. Auf der Trainerbank ist kein Umbruch nötig. Im Gegenteil: Werner ist der richtige Coach, ein Ruhepol wie Thomas Schaaf.“
Ailton: „Mehr Defensive, mehr Konter“
Warum schmiert Werder ab?
Ailton: „Ich habe den Eindruck, dass die Mannschaft aktuell keine ist. Die Leichtigkeit aus dem alten Jahr ist weg. Mir fehlen Charaktere wie früher Frings oder Micoud, die mit selbstbewusster Körpersprache und Mentalität vorangehen.“
Wo muss Werner anpacken?
Ailton (51) war in der Double-Saison 2003/04 Torschützenkönig der Bundesliga (28 Treffer)
Foto: Getty Images
„Der Trainer muss viele Gespräche führen. Die Spieler müssen ihrerseits mehr investieren, sich über gewonnene Zweikämpfe Selbstvertrauen zurückholen. Werner sollte mehr auf defensive Stabilität und auf Konter setzen.“
Muss im Sommer ein großer Umbruch her?
„Wichtig, dass nicht zu viele Schlüsselspieler verkauft werden. Nach der Saison muss im jeden Mannschaftsteil eine Verstärkung her. Ich hoffe dabei auf eine sehr präzise Spieler-Analyse, an der auch der Trainer beteiligt sein sollte.“
Bremen verliert 1:3 gegen Hoffenheim. Bitter: Bremens Niklas Stark (29/nach Gelb-Rot-Sperre zurück) wird vor den ersten beiden Gegentoren getunnelt.
Dabei legt Werder einen Start nach Maß hin – ohne eigenen Torschuss. Hoffenheim-Verteidiger Nsoki nickt vor Grüll eine Flanke von Bremens Startelf-Rückkehrer Schmid in Stürmer-Manier ins eigene Netz. 1:0 für Werder (7.).
Ausgerechnet Nsoki! Schon beim spektakulären Hinspiel (4:3 für Bremen) hatte der Franzose beim Stand von 3:0 für Hoffenheim in der 18. Minute die Rote Karte gesehen und damit die spektakuläre Werder-Wende eingeleitet.
Hoffenheim zeigt sich von dem frühen Eigentor unbeeindruckt. Stach gleicht per Flachschuss aus etwa 15 Metern durch die Beine von Stark zum 1:1 aus (28.). Und Bischof dreht das Spiel. Der zukünftige Bayern-Spieler trifft per Grätsch-Schuss aus knapp 17 Metern zum 2:1 für die TSG (44.) – erneut durch die Beine von Stark.
Laute, deutliche Pfiffe der Werder-Fans beim Gang in die Kabine!
Tom Bischof (19, M.) trifft durch die Beine von Niklas Stark (r.) zum 2:1 für Hoffenheim – sein Schuss hoppelt mit 70 km/h ins Netz
Foto: WITTERS
Bremen-Trainer Ole Werner reagiert mit drei Wechseln, bringt u.a. Winter-Neuzugang Silva für Ducksch – ungewöhnlich, angesichts der schwachen Leistung des Topscorers jedoch verständlich. Hilft aber nichts, Orban legt per Kopf aus etwa 4 Metern das 3:1 für Hoffenheim nach (63.).
Ein Nachmittag zum Vergessen für Werder – diese Heim-Pleite tut richtig weh. Bremen bleibt 10., Hoffenheim holt drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.