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  • Hoffenheim löst Vertrag mit früherem Sportchef Rosen

    Hoffenheim löst Vertrag mit früherem Sportchef Rosen

    Titel: Hoffenheim löst Vertrag mit Ex-Sportchef Rosen

    Die TSG 1899 Hoffenheim hat am Montag offiziell bekannt gegeben, dass der Vertrag mit ihrem ehemaligen Sportchef Alexander Rosen beendet wurde. Diese Entscheidung kommt in einer Phase großer Herausforderungen für den Klub, der in der Bundesliga an einem Wendepunkt steht. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Hintergründe dieser Entscheidung und ihre möglichen Auswirkungen auf die Zukunft des Vereins.

    Hintergründe der Vertragsauflösung

    Alexander Rosen, der seit 2015 die Geschicke der TSG im sportlichen Bereich leitete, hat den Verein durch viele Höhen und Tiefen geführt. Unter seiner Ägide gelang es Hoffenheim, sich in der Bundesliga zu etablieren und sogar an europäischen Wettbewerben teilzunehmen. Dennoch blieben die letzten Saisons hinter den Erwartungen zurück, was letztlich zur Trennung führte.

    Auswirkungen auf den Verein

    Die Trennung von Rosen könnte einige Veränderungen im sportlichen Aufenthalt von Hoffenheim nach sich ziehen. Mit der Anstellung eines neuen Sportchefs wird der Verein versuchen, frischen Wind in die sportliche Ausrichtung zu bringen. Es bleibt abzuwarten, welche Schwerpunkte im Kader und in der langfristigen Planung gesetzt werden.

    Die Reaktionen der Fans und Experten

    Die Nachricht der Vertragsauflösung hat in der Fangemeinde und unter Fußball-Experten gemischte Reaktionen ausgelöst. Viele Anhänger der TSG schätzen die Zeit, die Rosen für den Klub investiert hat, und sind gespannt auf die nächste Phase der Vereinsgeschichte. Experten warnen jedoch davor, dass eine plötzliche Veränderung auch Risiken birgt. In einer Liga, in der der Wettbewerb immer härter wird, könnte die Unsicherheit zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen.

    Fazit

    Die Trennung von Alexander Rosen zeigt, wie dynamisch und herausfordernd der Fußball auf höchstem Niveau ist. Hoffenheim steht nun vor der Aufgabe, die Weichen für eine positive Zukunft zu stellen. Die Suche nach einem neuen Sportchef wird entscheidend sein, um die sportliche Identität des Vereins zu wahren und neue Talente zu fördern.

    Diese Entscheidung könnte sich in den kommenden Monaten als wegweisend für die TSG 1899 Hoffenheim herausstellen. Fans, Spieler und Verantwortliche müssen gemeinsam an einem Strang ziehen, um die richtigen Schritte für eine erfolgreiche Saison zu gehen. Es bleibt spannend, wie sich die Entwicklungen rund um die TSG entfalten werden.

    Indem wir die aktuellen Geschehnisse im Blick behalten, können wir sicherstellen, dass die Leidenschaft für den Fußball und den Verein weiterhin lebendig bleibt.

  • Gladbach-Sportchef: «Seoane hat mich komplett

    Gladbach-Sportchef: «Seoane hat mich komplett


    Nach einer kritischen Phase sitzt Gerardo Seoane (46) bei Borussia Mönchengladbach fest im Trainersattel. Sein Sportchef erklärt, was er am Schweizer schätzt.

    Gerardo Seoane
    Gerardo Seoane und Borussia Mönchengladbach klettern in der Bundesliga auf Platz 8. – keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gladbach-Sportchef Roland Virkus ist überzeugt von Trainer Gerardo Seoane.

    • Der Schweizer habe ihn mit seiner Herangehensweise «komplett überzeugt.»

    • Heute empfangen die achtplatzierten «Fohlen» die formstarken Mainzer (20.30 Uhr).

    Das 3:0 in Heidenheim ist der vierte Sieg in den letzten sechs Spielen für Borussia Mönchengladbach.

    Das Team von Ex-YB-Coach Gerardo Seoane darf auf Rang acht sogar von Europa träumen. Und das, trotz eines grossen Umbruchs und einem durchzogenen Saisonstart.

    Schafft es Mönchengladbach in den Europapokal?Ja.Nein.

    Das überrascht auch Sportchef Roland Virkus. Im Interview mit dem «Kicker» erklärt der 58-Jährige: «Ich wusste, dass die Mannschaft Qualität hat. Aber es stimmt: Ich habe gedacht, wir brauchen schon noch ein bisschen länger.»

    Borussia Mönchengladbach
    Borussia Mönchengladbach hat sich in der Tabelle nach oben gearbeitet. – keystone

    Dass zwischendurch auch sein Schweizer Trainer in der Kritik stand, hat Virkus zugesetzt, wie er zugibt. «Das war schwierig. Wenn ich jetzt hier sitze und sage: Das war alles easy – nein, das war nicht easy! Diese Zeit war schon ziemlich hart.»

    Doch Virkus sagt: «Ich war aber immer zu 100 Prozent von dem Weg überzeugt, den wir gehen und gehen mussten.»

    Dazu gehört auch das Festhalten an Ex-YB-Trainer Gerardo Seoane.

    Gerardo Seoane
    Gerardo Seoane beim Sieg gegen Heidenheim. – keystone

    Der Sportchef schwärmt von Seoane. Und erklärt, weshalb er nicht am Schweizer zweifelte. «Wir diskutieren sehr oft über Fussball. Er hört sich viele Meinungen an, lässt diese auch in seine Überlegungen einfliessen. Es fällt ihm inzwischen leichter zu delegieren, aber er ist einer, der sehr viel selber machen will.»

    Gerardo Seoane
    Sportchef Roland Virkus und Trainer Gerardo Seoane ergänzen sich bei Mönchengladbach gut. – keystone

    Die beiden seien am Morgen stets die ersten auf dem Gelände. «Da hängt er früh schon an seinem PC, er ist sehr akribisch. Mit seiner Herangehensweise an die unterschiedlichsten Herausforderungen hat er mich komplett überzeugt.»

    Virkus: «Gerardo Seoane kann auch laut werden»

    Dass Seoane immer sachlich und beherrscht wirke, passe zur funktionierenden Zusammenarbeit: «In unserem Team bin ich eher der emotionale Typ. Gerardo versucht alles sofort zu versachlichen. Er kann auch laut werden, aber er ist in der Regel sehr, sehr sachlich.»

    Gerardo Seoane Nico Elvedi
    Unter Gerardo Seoane ist Nico Elvedi in der Viererkette gesetzt. – keystone

    Aus sportlicher Sicht seit vor allem wichtig gewesen, dass sich Seoane auf ein Spielsystem festgelegt habe. Er habe eine funktionierende Achse, zu der gehöre auch Nati-Verteidiger Nico Elvedi.

    Gewinnt Borussia Mönchengladbach gegen Mainz?Ja.Nein, die Mainzer setzen sich durch.Das Spiel endet unentschieden.

    Heute Freitag wartet ein richtiger Prüfstein auf Gerardo Seoane und sein Team: Die «Fohlen» empfangen die formstarken Mainzer. Die Mannschaft von Ex-FCZ-Coach Bo Henriksen hat sich bis auf Rang 4 der Bundesliga hochgearbeitet.



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    FAQ zum Thema Gladbach und Sportchef über Seoane

    Frage 1: Wer ist Seoane?
    Antwort: Seoane bezieht sich wahrscheinlich auf Gerardo Seoane, einen Fußballtrainer und ehemaligen Spieler, der in der Bundesliga tätig ist.

    Frage 2: Was bedeutet es, dass der Gladbach-Sportchef sagt, dass Seoane ihn «komplett» hat?
    Antwort: Diese Aussage könnte bedeuten, dass der Sportchef von Borussia Mönchengladbach von Seoanes Fähigkeiten, seiner Arbeitsweise oder seiner Philosophie stark beeindruckt ist. Es deutet darauf hin, dass er ihm voll und ganz vertraut oder schätzt.

    Frage 3: In welchem Kontext wurde diese Aussage getroffen?
    Antwort: Diese Aussage wurde vermutlich in einem Interview oder einer Pressekonferenz gemacht, wo der Sportchef von Borussia Mönchengladbach über die Trainerwahl, die Teamstrategie oder die sportlichen Ziele des Vereins sprach.

    Frage 4: Welche Rolle spielt der Sportchef bei Borussia Mönchengladbach?
    Antwort: Der Sportchef ist verantwortlich für die sportliche Leitung und die strategische Ausrichtung des Vereins, einschließlich der Verpflichtung von Trainern und Spielern, der Kaderplanung und der Sportentwicklung.

    Frage 5: Was sind die Erwartungen an Seoane bei Gladbach?
    Antwort: Die Erwartungen könnten sich auf die Verbesserung der Teamleistung, die Entwicklung junger Talente, das Erreichen bestimmter Platzierungen in der Bundesliga oder das Erreichen von Erfolgen in nationalen und internationalen Wettbewerben beziehen.

    Frage 6: Wie könnte die Kommunikation zwischen dem Sportchef und Seoane aussehen?
    Antwort: Es wird erwartet, dass die Kommunikation offen und konstruktiv ist, um die Erwartungen und Strategien klar zu definieren und die sportlichen Ziele zu erreichen.

    Frage 7: Welche Herausforderungen könnte Seoane bei Gladbach erwarten?
    Antwort: Seoane könnte mit Herausforderungen konfrontiert werden, wie zum Beispiel der Anpassung an die Bundesliga, dem Umgang mit Spielertransfers, Verletzungen, der Teamdynamik und dem Druck, Ergebnisse zu liefern.

    Frage 8: Wie haben sich die Fans zu Seoane geäußert?
    Antwort: Die Reaktionen der Fans könnten unterschiedlich sein, abhängig von ihren Erwartungen an den Trainer, den bisherigen Ergebnissen des Teams und der Kommunikation des Vereins über die Traineranstellung.

    Wir hoffen, diese FAQ hilft Ihnen, besser zu verstehen, was die jüngsten Aussagen über Seoane und dessen Rolle bei Borussia Mönchengladbach bedeuten!

  • Sportchef Schäfer über die Zukunft von Marco Rose, Xavi

    Sportchef Schäfer über die Zukunft von Marco Rose, Xavi


    Leipzig – Marcel Schäfer trägt seit vergangenen August als Geschäftsführer Sport die Verantwortung für den sportlichen Bereich bei RB Leipzig. Vor dem Duell im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den VfL Wolfsburg (20.45 Uhr live in Stream und TV) hat sich RBlive-Reporter Ullrich Kroemer mit dem langjährigen Wolfsburger Spieler und Manager am Cottaweg in der RB-Akademie getroffen. Ein Gespräch über Gipfel-Grenzerfahrungen mit Felix Magath, die schwere Aufgabe, Leipzig noch weiter nach oben zu führen, Trainer Marco Rose, seine Transferstrategie und die Zukunft von Xavi Simons.

    Marcel Schäfer, Sie stammen aus Aschaffenburg, sind mit 14 Jahren nach München gegangen – beides hügeliger als die Leipziger Gegend. Wie steht es um Ihre Gipfelerfahrungen?
    Marcel Schäfer: Die habe ich vor allem unter Felix Magath in Wolfsburg gesammelt. Bei Trainingslagern in Österreich und der Schweiz hat er uns eigentlich in jeder Vorbereitung die Berge besteigen lassen. Wir sind auch Biathlonstrecken abgelaufen, mussten schießen und Strafrunden drehen.

    Das klingt nach mehr als reinen Teambuildingmaßnahmen. (schmunzelt) Felix Magath hat es als Teambuilding dargestellt. Es war aber vor allem eine sehr gute Willensschulung. Es ist kein Geheimnis, dass Teamkollegen von mir zusammengebrochen sind und mit der Bergwacht abgeholt werden mussten. Wir haben damals Dinge gemacht, die heute in einer Saisonvorbereitung oder im Trainingsalltag nicht mehr vorkommen. Aber ich betone immer wieder, wie dankbar ich für diese Zeit bin. Unter Felix Magath hatte ich meine beste Zeit als Spieler, bin Nationalspieler und Deutscher Meister geworden. Und somit hat sich jede Bergtour gelohnt.

    Dann sind Sie als Gipfelexperte in Leipzig genau richtig. Julian Nagelsmann hat bereits 2020 in seiner berühmten Gipfelkreuz-Rede die Frage gestellt, wo man hinwolle: zum Gipfelkreuz – also zur Deutschen Meisterschaft – oder nur zum Parkplatz darunter? Wie steht es um Ihre Gipfelkreuz-Ambitionen mit RB?
    Ich betone immer wieder, dass wir in allen Situationen und in allen Bereichen das Maximum herausholen wollen. Das liegt in unserer Natur. Die Entwicklung, die RB Leipzig genommen hat, war unfassbar rasant – sie ist hierzulande einzigartig. Dass sich der Klub nicht nur in der Bundesliga, sondern mit frischem, klarem Fußball auf Anhieb in der Spitzengruppe etabliert hat – das gab es so noch nie. Ich glaube nur, dass man auch aufpassen muss.

    „Wir dürfen nicht in eine Spirale geraten, dass alles andere als die Deutsche Meisterschaft eine Enttäuschung ist”

    Inwiefern?
    Trotz der Ambitionen, die wir haben, das Maximum aus jedem einzelnen Spieler, aus der Mannschaft, aus diesem Klub herauszuholen, dürfen wir nicht in eine Spirale geraten, dass alles andere als die Deutsche Meisterschaft eine Enttäuschung ist. Es gibt nach wie vor Klubs, die wirtschaftlich in einer anderen Liga spielen. Das heißt nicht, dass wir nicht alles versuchen wollen, um den Gipfel zu erreichen und das Maximale herauszuholen. Aber was ich nicht mag: dass gewisse Dinge selbstverständlich sind. Siege in der Bundesliga sind nicht selbstverständlich; in der Champions League zu spielen, ist nicht selbstverständlich.

    Eine Folge der Aufstiegserzählung der vergangenen Jahre, die auch vom Klub forciert wird, immer den nächsten Schritt anzupeilen?
    Zu einer Entwicklung gehören auch mal Phasen, in denen es vielleicht mal nicht so gut läuft. Und dass man dann als Klub eine Wagenburgmentalität und große Geschlossenheit zeigt und sich darauf besinnt, was uns stark gemacht hat. Wie können wir sogar gestärkt wieder zurückkehren? Ich werde vor jeder Saison sagen, dass wir in jedem Wettbewerb um Titel mitspielen wollen. Da spricht mein Sportlerherz. Und alles andere würde auch diesem Klub nicht gerecht werden. Wir wollen auch nur Mitstreiter, die so denken. Um es noch deutlicher zu sagen: Wir wollen keinen Verwaltungsmodus! Aber da, wo wir angekommen sind, ist die Luft relativ dünn.

    Das heißt, es braucht mehr Realismus bei RB?
    Sehen Sie es denn als realistisch an, dass wir schon mit Bayern München auf gleicher Augenhöhe sind? Man muss realistisch sein und sagen: Nein, das sind wir nicht! Jeder Klub hat seinen wirtschaftlichen Rahmen zu berücksichtigen und muss auch ehrlich zu sich selber sein. Heißt das, dass wir nie Deutscher Meister werden? Nein, das heißt es nicht. Natürlich können wir Deutscher Meister werden. Leverkusen und auch andere Klubs wie der Borussia Dortmund, der VfL Wolfsburg oder der VfB Stuttgart haben gezeigt, dass man da sein kann, wenn Bayern schwächelt. Aber unter den aktuellen Voraussetzungen, die sehr gut sind, muss trotzdem alles passen – alles! Es müsste bei unserer Transferphilosophie jeder Transfer sitzen, wir müssten uns in einen absoluten Flow spielen und wir dürften nahezu keine Verletzten haben.

    „Sehen den Saisonendspurt als Charakterfrage”

    Ist dieser Spagat – zu schätzen, was hier entstanden ist, und gleichzeitig weiter nach oben zu streben – gerade die größte Herausforderung für RB?
    Wir sind vor allem mit dem internationalen Abschneiden in dieser Saison nicht zufrieden. Wir sehen den Saisonendspurt auch als Charakterfrage. Ja, die dauerhafte Champions League-Qualifikation ist unser Ziel, aber ist sie deswegen auch selbstverständlich? Nein. Das ist der Fluch der guten Tat der vergangenen Jahre – unsere Aufgabe ist es, eine gute Balance zu finden.

    Wie muss ein Klub wie RB geführt werden?
    In allen Bereichen ordnen wir alles dem Leistungsprinzip unter. Nicht nur auf dem Platz zählt die Maxime „jung, hungrig, entwicklungsfähig”, sondern auch im gesamten Verein. Es ist egal, ob jemand 18 ist und auf dem Platz steht, oder 40 und auf dem Geschäftsführersessel sitzt: Ich möchte immer ein Lernender bleiben. Wenn man nicht mehr bereit ist, dazuzulernen und zufrieden ist, bedeutet das Stillstand und damit Rückschritt, weil alle anderen mit Vollgas aufs Pedal drücken. Diese Kultur versuchen wir im Management vorzuleben und auf unsere Teams zu übertragen. Wir wollen uns immer gegenseitig fordern, kritisch mit allen Themen umgehen und immer wieder daran erinnern, was unsere Ziele sind und dass es ein Privileg ist, in diesem ambitionierten und hochprofessionellen Umfeld arbeiten dürfen. Das sehe ich als meine Aufgabe an.

    Schäfer über Zusammenarbeit mit Rose: „Ehrlicher und kontroverser Austausch”

    Wie eng begleiten Sie in dieser aktuell schweren Phase nach Unentschieden wie gegen Heidenheim die sportliche Analyse des Trainerteams um Marco Rose?
    Selbstverständlich bin ich täglich im Austausch mit Marco und seinem Trainerteam und kenne seine Gedankengänge, was Spielvorbereitungen und Analysen angeht. Wir diskutieren auch kontrovers, ich versuche, meine Eindrücke mitzugeben. Aber der Trainer ist und bleibt der Entscheider für das, was auf dem Platz passiert – und da habe ich auch vollstes Vertrauen und die Überzeugung.

    Lesen Sie hier: So reagiert Trainer Rose auf Trennungsgerüchte

    Als wie kritikfähig erleben Sie Marco Rose generell?
    Wir sind sehr offen und ehrlich miteinander, aber wir kommen immer wieder auf einen gemeinsamen Nenner. Ich finde, es ist ein ehrlicher und auch kontroverser Austausch. So wie es sich gehört für das Verhältnis zwischen sportlicher Führung und Trainer.

    Sie gelten als Manager mit viel Geduld in der Trainerfrage. Gäbe es für Sie einen Punkt, an dem diese Geduld aufgebraucht ist?
    Es ist immer wichtig, dass man Ursachenforschung betreibt, warum etwas zustande gekommen ist, dass man in Gesprächen, im Alltag, in der Arbeit mit der Mannschaft die Überzeugung hat, dass wir aus schlechteren Phasen gemeinsam und gestärkt herauskommen.

    Wie war das in Wolfsburg? Da haben Sie sehr lange zu Niko Kovac gehalten, dann aber doch die Trennung und die Verpflichtung von Ralph Hasenhüttl entschieden.
    Damals hatten wir eine sehr lange Serie ohne Sieg absolviert. Wir haben die Situation analysiert, uns in die Augen geschaut und gesagt, dass es eines neuen Impulses bedarf.

    „Müssen weiterhin innovativ sein”

    Kommen wir zum Kader: Was ist Ihr Grundgedanke, wie sich der Kader von RB Leipzig in den nächsten ein, zwei Jahren entwickeln soll?
    Klar ist, wir wollen weiterhin Spieler verpflichten, die jung, hungrig und entwicklungsfähig sind, sie begleiten und zu Topspielern entwickeln. Das hat diesen Klub stark gemacht. Dazu müssen wir weiterhin innovativ sein, immer darauf achten, dass die Infrastruktur nicht nur gut oder sehr gut, sondern auf Top-Top-Niveau ist, dass wir immer absolute Experten im Staff haben, die die Jungs optimal unterstützen, in ihrer täglichen Arbeit besser zu werden. Das ist nicht nur der Cheftrainer, sondern das sind unglaublich viele Leute im medizinischen, athletischen und mentalen Bereich sowie bei Ernährungsthemen und in der Sportwissenschaft.

    Wie denken Sie bezüglich der Zukunft erfahrener Spieler wie Peter Gulacsi und Willi Orban?
    Wir werden immer wieder darauf achten müssen, dass wir eine erfahrene Achse im Kader haben, weil es wichtig ist, neben dem Cheftrainer und der sportlichen Führung gestandene Spieler dabei zu haben, die die jungen Spieler auf und außerhalb des Platzes unterstützen: Was es bedeutet, wirklich ein Top-Profi und bei einem Klub wie RB Leipzig zu sein, der auch um Titel mitspielen möchte. Spieler, die selber schon ein bisschen was erlebt haben, sind genauso wichtig wie die Infrastruktur und das Personal drumherum. Wir brauchen immer wieder die Kultur und den Drive, mehr zu wollen und hungrig zu bleiben.

    Schäfer über Xavi: „Sind bestrebt, nicht immer nur zu verkaufen”

    Wie planen Sie mit Xavi Simons? Sie haben betont, dass es keine Absprache gibt, dass er automatisch gehen kann, sollte RB die Champions League verpassen. Aber unverkäuflich ist er bei einem entsprechenden Angebot nicht?
    Eine solche Klausel gibt es nicht. Wir sind ein Klub, der junge Spieler auf dem Weg zu absoluten Topspielern begleitet, und dass auch Xavi einer dieser Spieler sein kann, der irgendwann einmal für sich persönlich einen nächsten Schritt machen möchte, ist doch klar. Wir haben ein großes Invest getätigt, um ihn hierzubehalten, und sind natürlich bestrebt, nicht immer nur zu verkaufen, sondern Spieler über einen längeren Zeitraum hier zu behalten. Aber wir haben auf der anderen Seite auch eine Verpflichtung gegenüber dem Klub, wirtschaftlich zu handeln.

    Lesen Sie hier: Gesicht der Krise – Wieso Xavi Simons trotzdem spielt

    Konkret: Ist es notwendig, im Sommer einen aus dem begehrten Trio Sesko, Lukeba und Xavi abzugeben?
    Wir sind als Klub in einem ständigen Umbruch. Das ist auch richtig und wichtig. Wie groß der Umbruch im Sommer ausfallen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem auch davon, welche Spieler uns verlassen. Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet und machen unsere Hausaufgaben. Die Kaderplanung ist ein ständiger Prozess, der über das ganze Jahr hinweg voranschreitet. Aber ich werde ganz sicher nicht in Europa hausieren gehen und unsere Topspieler anbieten.

    „Ich wollte nie Trainer werden”

    Was hat Sie eigentlich nach Ihrer aktiven Karriere am Managerjob gereizt?
    Ich hatte mit 17 Jahren bei 1860 München ein prägendes Ereignis sowie ein bedeutsames Gespräch. Ich hatte einen kompletten Knieschaden und wusste plötzlich, dass ganz schnell alles vorbei sein kann. Da wurde mir sehr ans Herz gelegt, dass ich mich auf die Schule fokussieren soll. Dieses Gespräch und die schwere Verletzung haben etwas mit mir gemacht. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich immer nebenbei fortgebildet: berufsbegleitende Ausbildungen, Fortbildungen, später die DFB-Sportdirektoren-Ausbildung. Ich wollte nie Trainer werden, sondern immer einen Verein mitgestalten und das große Ganze im Blick haben. Schon während meiner Spielerzeit in Wolfsburg habe ich viel Zeit auf der Geschäftsstelle verbracht – einfach, weil es mich interessiert und mir viel Spaß gemacht hat, hinter die Kulissen zu blicken. Der VfL hat mir viel ermöglicht und Türen geöffnet.

    Jörg Schmadtke war Ihr Mentor?
    Man nimmt von jedem Trainer, Sportdirektor und Geschäftsführer etwas mit. Mit Jörg Schmadtke habe ich sechs Jahre lang sehr intensiv zusammengearbeitet. Wir hatten den Auftrag, signifikant einzusparen und nach zwei Relegationsjahren eine sportliche Stabilität herbeizuführen. Das war eine sehr große Herausforderung, Jörg hat mir sehr viel Verantwortung gegeben und wir haben uns als Team sehr gut ergänzt. In dieser Zeit ist ein großes Vertrauensverhältnis entstanden. Ohne ihn würde ich heute nicht hier sitzen.

    Süchtig nach Titelgewinnen: „Diese Gefühlswelten sind unbezahlbar”

    Jetzt geht es im DFB-Pokal wie schon so oft gegen den VfL Wolfsburg. Wie viel Bedeutung messen Sie diesem Wettbewerb bei, der die Saison für RB retten könnte?
    Das ist ein Do-or-die-Spiel, ein entscheidender Schritt Richtung Titelgewinn. Das ist sehr, sehr wichtig für uns, wir sehen in diesem Wettbewerb ganz klar die Chance, unser Ziel zu erreichen. Das wird eine große Herausforderung, weil sich Wolfsburg gut in die Saison gearbeitet hat. Aber zu Hause wollen wir den vorletzten Schritt nach Berlin machen. Als Spieler habe ich alle nationalen Titel in Deutschland gewonnen. Letztlich ist es das, was mich jeden Tag antreibt, dass man so besessen ist von Fußball und der Liebe zu seinem Job, diese Gefühlsfacetten beim Gewinn eines Titels wie dem DFB-Pokal wieder erleben zu können. Selbst der reichste Mensch der Welt kann sich solche Gefühle nicht kaufen. Diese Gefühlswelten sind unbezahlbar.

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  • Ricken schafft BVB-Tradition ab: Sportchef schwimmt sich frei

    Ricken schafft BVB-Tradition ab: Sportchef schwimmt sich frei


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    Die zentralen Entscheidungen beim BVB wurden bisher in der sogenannten ‘Elefantenrunde’ diskutiert. Lars Ricken hat sie nun abgeschafft.

    Dortmund – Rund um Borussia Dortmund war nach dem Kantersieg über Union Berlin am Samstagabend die Erleichterung groß. Die 6:0-Gala gegen die Eisernen war das erste große Statement unter Neu-Trainer Niko Kovač, mit dem die Mannschaft bewies, dass sie das Fußballspielen doch nicht verlernt hat.

    Die Hoffnung auf eine Initialzündung ist gegeben, muss aber am Wochenende beim FC St. Pauli sogleich bestätigt werden. Schon zu oft hat der BVB in dieser Saison nach guten Spielen einen Rückfall erlitten.

    Interessant war indes nicht nur, was am Samstagabend auf dem Spielfeld passierte. Am Seitenrand beendete Lars Ricken mit wenigen Worten eine jahrelange BVB-Tradition.

    In der Elefantenrunde des BVB wurden schon Cheftrainer gestürzt

    Der Sportchef bestätigte bereits vor der Partie beim TV-Sender Sky das Ende der sogenannten ‚Elefantenrunde‘ in Dortmund.

    Üblicherweise einmal im Monat waren in den letzten Jahren die Granden beim BVB zu dieser Besprechung zusammengekommen, in der die Leitlinien der Entwicklung rund um die Profimannschaft entwickelt wurden. In den Elefantenrunden wurden Transferziele formuliert, auch Entscheidungen über den Trainerposten gefällt.

    Als sich Dortmund und Chefcoach Marco Rose im Jahr 2022 völlig überraschend trennten, ging dem eine kritische Saisonanalyse in der Elefantenrunde voraus. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der heutige Sportdirektor Sebastian Kehl und sein Vorgänger Michael Zorc sowie Klubberater Matthias Sammer waren die ständigen Mitglieder der Runde, Rose wurde zur Analyse eingeladen.

    Sportchef Lars Ricken hat bei Borussia Dortmund zuletzt diverse „unbequeme“ Entscheidungen getroffen.
    Sportchef Lars Ricken hat bei Borussia Dortmund zuletzt diverse „unbequeme“ Entscheidungen getroffen. © IMAGO/Max Maiwald/DeFodi Images

    Ricken leitete die Elefantenrunde beim BVB seit Juni

    Nachdem Watzke bereits im letzten Jahr die Umstrukturierung auf der Chefetage angestoßen hatte, leitete Ricken die Elefantenrunden seit Ende der Vorsaison. In seiner ersten Sitzung im Juni standen der Rücktritt von Edin Terzić als Cheftrainer und die Beförderung seines Assistenten Nuri Şahin auf der Tagesordnung. Dessen Aus im Januar sowie die Trennung vom Technischen Direktor Sven Mislintat haben nun auch das Ende der Elefantenrunden mit sich gebracht.

    „Die wird es in Zukunft nicht mehr geben“, bestätigte Ricken. „Es ist einfach so, dass Aki Watzke nicht mehr dabei ist und aus der Elefantenrunde hat es mit Sven Mislintat und Nuri Şahin ja letztendlich auch zwei getroffen. Wir sind täglich im Austausch, Niko Kovač, Sebastian Kehl und ich, wenn Matthias Sammer dazu kommt, haben wir eine ganz normale Meetingstruktur, aber da brauchen wir diese Elefantenrunde nicht mehr.“

    Mit dem Schritt konsolidiert Ricken die Machtbasis bei den BVB-Profis um sich. Der Sportchef hat die glasklare Richtlinienkompetenz, Sportdirektor Kehl trägt die Verantwortung für die Umsetzung der Kaderplanung und fungiert als Bindeglied zwischen Trainerstab und Klubführung. Es sind schlanke Strukturen, für die sich Ricken entschieden hat.

    BVB-Boss Ricken schärft sein Profil deutlich

    Bei seiner Beförderung vom Chef der Nachwuchsabteilung zum Gesicht aller Fußballgeschäfte des BVB war dem Ex-Profi durchaus Skepsis ins Gesicht geweht. Ricken hatte kein sonderlich ausgeprägtes öffentliches Profil, Kritiker wiesen auf mangelnde Erfahrung im Profi-Management hin.

    In den ersten Monaten im Amt konnte Ricken den Vorwurf einer gewissen Farblosigkeit nicht ablegen. Wo Watzke als Klubchef bisweilen polterte und die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zog, ist der geborene Dortmunder Ricken eher ein ruhiger Vertreter. Die letzten Wochen haben jedoch gezeigt, dass beim 48-Jährigen stille Wasser durchaus tief sind.

    Den Fehler mit Şahin auf der Trainerbank korrigierte Ricken mehr oder minder im Alleingang. Er gab mit U19-Trainer Mike Tullberg einem langjährigen Vertrauten drei Spiele als Interimscoach, um die Gespräche mit Kovač in der nötigen Ruhe zu führen. Dessen Engagement mit Vertrag bis 2026 löste in Dortmund keine Jubelstürme aus, gibt dem Klub aber auch mit Blick auf die Klub-WM im Sommer Planungssicherheit.

    Ricken muss auch gegen alte BVB-Kollegen hart sein

    Ricken hat also gezeigt, dass er sich nicht vor Entscheidungen scheut. „Es ist für mich auch unbequem, aufgrund der sportlichen Situation ehemalige Mitspieler freizustellen, auch Mitarbeiter, mit denen ich lange zusammengearbeitet habe. Das ist unbequem. Aber so, wie ich als Spieler Lust auf die Herausforderung hatte, habe ich sie jetzt auch als Geschäftsführer“, erklärte Ricken selbst.

    Die Abkehr von der BVB-Institution der Elefantenrunde passt ins Bild. Ebenso das wohl recht deutlich ausgefallene Machtwort, das Ricken gegenüber Matthias Sammer gesprochen haben soll. Dessen Auftritte als TV-Experte hatten in Dortmund bisweilen für Unruhe gesorgt.

    Zum Überlaufen brachte Sammer das Fass mit seiner Analyse des letzten Spiels der kurzen Şahin-Ära. Nach einer Niederlage beim FC Bologna in der Champions League attestierte der ehemalige Meistertrainer, die Mannschaft sei „körperlich und geistig in einer Nicht-Verfassung“.

    Machtwort zu BVB-Berater Sammer zeigt Wirkung

    Inhaltlich lag Sammer sicher nicht komplett daneben, für die Außendarstellung des Vereins war es jedoch verheerend, dass eine an der Entscheidungsfindung in Sachen Kaderplanung und Trainerfrage beteiligte Person derart kritische Worte wählte.

    Ricken hat Sammer, mit dem er sich zu aktiven Zeiten einst im Trainingslager das Doppelzimmer teilte, deshalb zum Verzicht auf die Expertentätigkeit bei BVB-Spielen aufgerufen. „Wir schätzen bei Matthias seine offene Art, das schätzt dann auch der Fernsehsender. Es ist eine schwierige Konstellation, wir haben das intern besprochen.“ Die Entscheidung liege bei Sammer und Amazon, schob Ricken nach, dessen Worte aber klar darauf deuten, dass der Experte keine BVB-Spiele mehr betreuen wird.

    Das Hinspiel im Achtelfinale gegen den OSC Lille läuft beim Streamingdienst Amazon Prime Video, es wäre überraschend, wenn Sammer dabei zum Einsatz käme.



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