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  • Handball-Bundesliga: Melsunger Bollwerk soll SCM standhalten

    Handball-Bundesliga: Melsunger Bollwerk soll SCM standhalten


    Adrian Sipos am 27.12.2024.

    Der Fels in der Brandung der Melsunger: Adrian Sipos

    Quelle: Imago


    Der Mann, der den Aufstieg der MT Melsungen wie kein anderer Handballprofi verkörpert, produziert nicht viele Schlagzeilen. Denn Adrian Sipos, 34, seit 2023 unter Vertrag in Nordhessen, ist kein Ästhet wie der dänische Welthandballer Mathias Gidsel, der scheinbar jede Abwehr ignoriert. Sipos ist ein radikaler Gegenentwurf zu diesem Künstler.

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    Der Ungar verrichtet die Drecksarbeit beim überraschenden Tabellenführer der Handball-Bundesliga. Mit seiner beeindruckenden Statur – er misst 1,98 Meter und bringt 106 Kilogramm auf die Waage – räumt er im Zentrum der Defensive alles weg, was ihm entgegenkommt.

    Sipi ist in unserer Deckung der Fels in der Brandung.

    MT-Sportchef Michael Allendorf

    Erfolgreichste Hinserie der MT-Geschichte

    Angeführt von ihrem defensiven Leader Sipos und einem überragenden Keeper Nebojsa Simic, legte die MT so die erfolgreichste Hinserie ihrer Geschichte hin. Das Team des spanischen Coaches Roberto Garcia Parrondo führt die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung an – und könnte im Spitzenspiel am Sonntag (15 Uhr) in Magdeburg einen großen Schritt hin zum ersten Meistertitel machen.

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    :Magdeburg zum dritten Mal Handball-Meister

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    Spieler des SC Magdeburg feiern den Gewinn der deutschen Handball-Meisterschaft

    Die Chancen dafür sind nicht gering. Der SCM leidet derzeit unter einer Verletztenmisere. Und schon im Hinspiel (31:23) zertrümmerte die MT-Defensive förmlich den Rückraum des aktuellen Meisters. Seine Kollegen hätten “geackert wie die Schweine”, jubelte MT-Kapitän Timo Kastening danach. Und dass der Abwehrwall großen Gegnern auch auswärts standhält, bewies er beim 25:21-Sieg in Kiel.

    Melsunger Abwehr die Basis des Erfolgs

    Abgesehen vom Giganten Sipos beherrschen auch die Isländer Arnar Arnarsson und Elvar Örn Jónsson sowie der Kroate David Mandic die dunkle Kunst der Zerstörung – und selbstverständlich auch der 2,15 Meter große Lette Dainis Kristopans, der im Spiel gegen Flensburg für Heiterkeit sorgte, als er den muskulösen SG-Kreisläufer Johannes Golla anhob und wie einen Stuhl zur Seite stellte.

    Linksaußen Mandic, der auf halbrechts verteidigt, fällt aufgrund einer Verletzung lange aus – ihn soll der Schwede Jonathan Svensson ersetzen, der per Blitztransfer aus Erlangen kam. Das Bollwerk soll also weiterhin die Basis der Melsunger Hochkonjunktur bilden. “Wir leben von der Intensität in der Abwehr”, sagt der MT-Sportchef.

    Wir haben auch Spiele dabei, wo es vorne sehr zäh ist. Aber viele Gegner beißen sich an unserer Abwehr die Zähne aus.

    Michael Allendorf, MT-Sportchef

    Andere Wahrnehmung von Melsungen

    Die Ironie des Melsunger Aufstiegs liegt darin, dass er in jenem Moment einsetzt, in dem die MT-Verantwortlichen um Vorstandschef Andreas Mohr klargemacht haben, künftig auf jeden Cent schauen zu wollen. Sie wollen den Ruf eines Klubs beenden, der Profis mit absurd hohen Gehältern satt und selbstzufrieden macht.

    “Die ganze MT versucht Dinge anders zu machen, um wegzukommen von diesem Image, das wir hatten”, erläutert Allendorf. “Und ich habe schon den Eindruck, dass wir inzwischen anders wahrgenommen werden. Das liegt auch an dem Auftritt der Mannschaft, die alles gibt und in der jeder für jeden kämpft.”

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    Golla kehrt nach Melsungen zurück

    Tatsächlich verfügte die MT in den letzten Jahren, wenn man Szenekennern glaubt, über die gleichen Finanzmittel wie der Branchenriese THW Kiel – maßgeblich verantwortlich dafür ist die Mäzenin Barbara Braun-Lüdicke. Kristopans, die Schlüsselfigur im MT-Angriff, soll angeblich über 40.000 Euro netto im Monat verdienen.

    Dass aber auch in Zukunft gute Gagen im Nordhessischen gezahlt werden, beweist eine spektakuläre Nachricht aus diesem Winter: Nationalmannschaftskapitän Golla kehrt spätestens im Sommer 2026 zu seinem Ausbildungsverein zurück. Ein Statement der MT, das die Konkurrenz verstanden hat.

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    Quelle: Reuters


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  • Borussia Dortmund: Ricken lässt Köpfe rollen – Kehl soll der nächste sein!

    Borussia Dortmund: Ricken lässt Köpfe rollen – Kehl soll der nächste sein!


    Nuri Sahin weg, Sven Mislintat weg – lange wurde Lars Ricken als neuem BVB-Boss vorgeworfen, zu zögerlich bei wichtigen Entscheidungen zu sein. Auf dem vorläufigen Höhepunkt der Krise lässt der Geschäftsführer von Borussia Dortmund jetzt aber Köpfe rollen.

    Erst warf er den Trainer raus, dann den Technischen Direktor, der sich mit Sebastian Kehl überkreuz lag. Was nach einem Sieg für den Sportdirektor klingt, stellt sich aber ganz anders dar. Auch Kehl steht unter strenger Beobachtung – und wäre bei anhaltendem Misserfolg wohl der nächste, der gehen muss.

    Borussia Dortmund: Auch Kehl droht das Aus

    Im Januar wurde sein Vertrag verlängert, im Februar folgte der Rauswurf seines persönlichen „Feindes“ Sven Mislintat. Diese beiden Entscheidungen haben die Position von Sebastian Kehl bei Borussia Dortmund massiv gestärkt – so zumindest sieht es auf den ersten Blick aus. Doch die Realität ist eine andere. Auch Kehl muss um seinen Job bangen.

    +++ Borussia Dortmund: Trainer sorgt für Wirbel! Fans trauen ihren Ohren kaum +++

    Auf dem Transfermarkt machte er als Nachfolger von Klublegende Michael Zorc bislang keine allzu gute Figur. Mehrfach beklagten sich andere Klubs bereits über das zögerliche Agieren, manchmal gar lange Funkstille, und sprunghafte Verhalten des Sportdirektors. So gingen dem BVB bereits einige spannende Spieler durch die Lappen. Unter anderem gleich zweimal Rayan Cherki, der nun weiter in Lyon glänzt (hier mehr dazu).

    Kehl droht der Nächste zu sein

    Die Transfers, die er realisierte, erwiesen sich bislang selten als die erhofften Verstärkungen. Stattdessen musste im Januar, wie schon im Vorjahr, der Kader per Leihen hektisch nachgebessert werden. Die sportliche Talfahrt, sie geht in den Augen vieler Fans und Experten auch auf Kehls Kappe. Schließlich war auch sein enger Freund Nuri Sahin sein ausdrücklicher Trainer-Wunsch. Und auch sein Verhalten im Dauer-Zoff mit Mislintat hat in der Chef-Etage schwer am Ruf des einstigen Meister-Kapitäns gekratzt.


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    Deshalb sickert aus der Geschäftsstelle immer wieder durch: Sebastian Kehl steht unter genauer Beobachtung, muss liefern. Jetzt erst recht, denn nun gibt es keine Ausreden mehr. Am Deadline Day gelangen ihm Achtungserfolge. Sollte sich die sportliche Krise aber nicht bald ändern, ist auch sein Job arg gefährdet. Lässt Lars Ricken weitere Köpfe rollen, wäre Kehl aller Voraussicht nach der nächste.



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