Schon mit 16 Jahren hatte er die Fähigkeit, seine Mitmenschen zu beeindrucken. Deshalb ist sich Peter Bosz sicher, dass Florian Wirtz schon bald zur Welt-Elite zählen wird.
Leverkusen – Große Worte von einem früheren Bundesliga-Trainer: Peter Bosz sieht in seinem ehemaligen Schützling Florian Wirtz ein enormes Potenzial. „Weil Flo so fußballintelligent ist, wird er sich in den nächsten Jahren immer weiter steigern. Schon jetzt in so jungen Jahren hat er ein unglaubliches Niveau. Deshalb denke ich, dass er seinen Traum, der beste Spieler der Welt zu werden, erreichen wird. Eines Tages wird er der beste Spieler der Welt sein, da bin ich mir sicher“, äußerte sich Bosz gegenüber dem kicker.
Ex-BVB-Trainer Peter Bosz sicher: „Er wird der beste Spieler der Welt sein“
Bereits 2020 debütierte Wirtz unter Bosz bei Bayer Leverkusen in der Bundesliga. Der heute 21-Jährige sei „das größte Talent, das ich je trainiert habe“, betonte der 61-Jährige, der einst auch bei Borussia Dortmund das Traineramt innehatte und inzwischen bei der PSV Eindhoven tätig ist. Bei ihrem ersten Gespräch fragte Bosz Wirtz nach seinen Zielen. „Und ich habe erwartet, dass er sagt, er hoffe, mal in der 1. Mannschaft von Leverkusen zu spielen. Oder dass er vielleicht sagt, dass er mal Nationalspieler werden wolle. Aber das hat er nicht gesagt. Flo meinte: Ich will der beste Spieler der Welt werden. Damals war er 16“, so Bosz.
Schon mit 16 Jahren verlor Wirtz im Training „gar keinen Ball verloren, wirklich keinen. Da habe ich gewusst: Er ist etwas Besonderes“, erinnerte sich der Niederländer. Er habe ihm „nicht viel sagen müssen. Er hat gesagt, er will der beste Spieler der Welt werden, und das habe ich im Training gesehen.“
Bosz vermied es, Wirtz mit Lionel Messi zu vergleichen: „Ich mag es nicht, Spieler miteinander zu vergleichen. Es gibt nur einen Lionel Messi, es gibt nur einen Kylian Mbappé, aber es gibt auch nur einen Florian Wirtz. Und wenn dieser Florian Wirtz sich weiterhin entwickelt, wird man sich nachher bei den nächsten großen Talenten fragen, ob sie vielleicht mal so gut werden wie Florian Wirtz.“
Auch Reiner Calmund, der langjährige Manager von Leverkusen, stellte Wirtz auf eine Stufe mit den größten Legenden des deutschen Fußballs. Der junge Spieler gehöre „in die Kategorie von Uwe Seeler, Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus“, erklärte Calmund der Sport Bild. Wirtz sei „eines der größten Talente, das Deutschland je hervorgebracht hat“. Der Nationalspieler sei „ein Weltstar“.
Florian Wirtz eines Tages beim FC Bayern München?
Karl-Heinz Rummenigge, der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Bayern München, bezeichnete Wirtz vor dem Champions-League-Achtelfinale zwischen dem Rekordmeister und der Werkself als „besten Spieler in Deutschland“. Die Bayern hätten großes Interesse daran, das außergewöhnliche Talent zu verpflichten.
Borussia Dortmund hat im Achtelfinale der Champions League mit Lille ein vermeintlich einfaches Los erwischt, sollte aber gewarnt sein. Im deutschen Duell gibt es dagegen keinen Favoriten, findet Ex-Nationalspieler Benedikt Höwedes.
Niko Kovac, hier beim Handschlag mit Marcel Sabitzer, fährt den richtigen Kurs, findet Benedikt Höwedes.
IMAGO/Kirchner-Media
Mit großer Vorfreude schaue ich auf die Achtelfinalpartien der Champions League. Ich selbst werde das Spiel des BVB gegen Lille OSC als Prime-Experte begleiten, in der Woche darauf bin ich dann beim Rückspiel zwischen Leverkusen und dem FC Bayern im Einsatz.
Bayern und Leverkusen auf Augenhöhe
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Der BVB verliert im Halbfinale des Final4 einen Pokal-Krimi gegen den nationalen Primus. Der Stolz überwiegt bei den Schwarzgelben, das Finale war nah.
5 Min Lesezeit
Alles gegeben, über 60 Minuten lang gekämpft, den großen Favoriten HB Ludwigsburg an den Rand einer Niederlage gebracht und nur mit einem Tor Unterschied verloren. Trotz der sicherlich besten Saisonleistung. Zum Sieg in einem emotionalen und umkämpften Halbfinale des DHB Final4 in der Stuttgarter Porsche-Arena reichte es nicht. Mit 29:30 (10:13) unterlagen die Borussinnen gegen Ludwigsburg und treten nun im Spiel um Platz drei am Sonntagmittag (12:30 Uhr) gegen die HSG Bensheim/Auerbach an.
Der BVB zeigte durch die Bank enormen Kampfgeist, tolle Taktiktricks durch Henk Groener mit zwei Kreisläuferinnen oder der Manndeckung für Xenia Smits, starke Einzelleistungen durch Kelly Vollebregt auf Rechtsaußen, Dana Bleckmann als Antreiberin und Carmen Campos als Strippenzieherin. Allein der Sieg in einem Klassespiel war nicht drin. Den Unterschied machte am Ende eine überragende Ludwigsburger Torfrau Johanna Bundsen, die den winzigen Unterschied machte.
Am Ende konnte der Meister froh sein, den Sieg über die Zeit gerettet zu haben.
Eine Hiobsbotschaft musste Borussen-Coach Henk Groener bereits am Freitag verkraften. Die Grippe- und Erkältungswelle hatte auch beim BVB zugeschlagen. Und ausgerechnet Neuzugang Lois Abbingh erwischte es. Die Weltmeisterin und Champions League-Spielerin, die erst vor vier Wochen von Vipers Kristiansand in Norwegen zum BVB gewechselt war, musste zuhause bleiben. Nur gut, das beim BVB die Spanierin Carmen Campos Costa nach längerer Verletzungspause rechtzeitig wieder fit war.
Der Auftakt in der Stuttgarter Porsche-Arena verlief extrem hektisch. Der BVB erlaubte sich zwei leichte Fehler durch Deborah Lassource und Alicia Langer, die Ludwigsburg konsequent nutzte. Nach zwei Minuten trifft Veronika Malá nicht nur zum 2:1, sondern auch noch BVB-Torfrau Sarah Wachter mit der Schulter am Kopf. Nach nur zwei Minuten musste schon Tess Lieder auflaufen, Sarah Wachter kam nicht mehr ins Spiel.
Der BVB zeigte sich ganz anders als vor zehn Tagen bei der 29:40-Niederliga in der Bundesliga. Die Körpersprache war ein ganz andere. Der BVB spielte mutig, machte auch in der Abwehr die Räume dichter, haderte aber dennoch mit der schwachen Chancenverwertung und an der schwedischen Torfrau Johanna Bundsen.
Nach zehn Minuten führte Ludwigsburg schon mit 6:2. Nach 11:30 Minuten beim Stand von 7:2 für den Deutschen Meister musste Henk Groener bereits seine erste Auszeit nehmen. Das Manko des BVB wurde in der Folge offensichtlich. Während die Deckung stabiler wurde, waren die Probleme im Positionsangriffe nicht zu übersehen. Die Räume wurde nicht genutzt, die Zweikämpfe oft nicht gewonnen, die Chancen liegengelassen.
BVB kommt zurück in die Partie
Der Borussen-Coach brachte Carmen Campos auf Rückraum Mitte. Sofort kam mehr Tempo in die BVB-Offensive, eine absolute Bereicherung für das BVB-Spiel. Und Dana Bleckmann beendete die fast zehnminütige Torflaute mit dem Anschlusstreffer zum 3:7.
Nach 20 Minuten erzielte Kelly Vollebregt erst das fünfte BVB-Tor zum Zwischenstand von 5:9. Henk Groener reagierte und agierte fortan mit zwei Kreisläuferinnen, also mit Lisa Antl und Emma Olsson. Eine kluge Maßnahme. Dadurch wurde die Ludwigsburger Abwehr weiter zurückgedrängt, der BVB kam besser zum Wurf. Kelly Vollebregt verkürzte nach 25 Minuten auf 7:10. Der BVB war zumindest wieder auf Schlagdistanz dran und die rund 150 Dortmunder Fans in der Porsche-Arena feierten lautstark ihre Mannschaft.
Ludwigsburgs Trainer Cheftrainer Jakob Vestergaard spürte die Gefahr, die vom entschlossenen und mutig spielenden BVB ausging. Zumal der BVB nun mit Haruno Sasaki vor der Deckung agiert. Nach dem 8:11 durch die super kämpferische Emma Olsson hatte auch der Däne Gesprächsbedarf.
Zwei Minuten vor der Pause hätte der BVB sogar auf zwei Tore herankommen können. Leider aber traf Carmen Campos beim Siebenmeter nur die Latte. Es blieb beim Stand von 10:13 zur Pause. Für den BVB sicherlich ein Erfolg. Besonders die dreizehn Gegentreffer waren eine enorme Steigerung. Vor zehn Tagen beim 29:40 hatten die Schwarz-Gelben bereits 21 Gegentreffer kassiert – allerdings auch 14 erzielt.
BVB bleibt lange dran
Würde der BVB auch im zweiten Durchgang dieses hohe Tempo gehen können? Henk Groener blieb bei seiner 7:6-Variante mit zwei Kreisläuferinnen, gegen die Ludwigsburg keine Lösung fand. Wie man gegen Ludwigsburg erfolgreich sein kann, zeigte nach 60 Sekunden Alicia Langer, die eine perfekte Sperre von Lisa Antl nutzte und auf 11:13 verkürzte.
Es lag eine Sensation in der Luft. Doch mit Johanna Bundson hatte der BVB seine Probleme. In Minute 36 setzte Dana Bleckmann den dritten Siebenmeter neben das Tor. Die Chance zum 15:16-Anschlusstreffer war damit vergeben. Kelly Vollebregt war es dann, die von Außen trotz eines Fouls von Veronika Malá auf 16:17 (38.) verkürzte.
Innerhalb kürzester Zeit zwischen der 41. und 43. Minute zog Ludwigsburg dann auf vier Tore davon (22:18). Der BVB drohte den Anschluss zu verlieren, als Torfrau Johanna Bundsen den Ball über das Feld zum 24:20 ins leere BVB-Tor verwertete. Doch der BVB blieb dran, verkürzte durch Kelly Vollebregt auf 22:24, die sensationell starke Dana Bleckmann schaffte das 23:26, Carmen Campos das 24:26.
Die sogenannte Cruchtime eröffnete Deborah Lassource mit einem Siebenmetererfolg gegen Torfrau Johanna Bundsen zum 25:26 (53.). Doch Ludwigsburg hatte die bessere Bank. Zweimal setzte sich die eingewechselte Mareike Thomaier durch. Und als sie 90 Sekunden vor Schluss per Siebenmeter auf 30:27 erhöhte, war die Partie für den BVB verloren. Daran änderte auch der neunte Treffer durch Kelly Vollebregt zum 29:30 nichts mehr.
Die Stimmen zum Spiel
Dana Bleckmann: „Wir haben mit Herz und Leidenschaft gespielt. Wir können uns nichts vorwerfen. Wir waren immer wieder dran, haben dann aber auch ein paar individuelle Fehler gemacht. Nach dem schweren Start haben wir uns rangekämpft, der Glaube war da. Wir können stolz sein und haben eine ganz andere Vorstellung gezeigt als vor zehn Tagen und haben uns immer wieder rangekämpft.“
Tess Lieder: „Heute war für alles drin. Das macht es natürlich extra schade, wenn es dann nicht ausreicht. Heute hätten wir Ludwigsburg zum zweiten Mal schlagen können. So ein Halbfinale war schon fast das Finale. Ich bin einfach nur stolz auf die Mannschaft.“
Henk Groener: „Der Sieg war sicherlich verdient, da Ludwigsburg das gesamte Spiel geführt hat. Wenn auch nur knapp. Wir waren bereits mit vier Toren zurück, haben uns dann immer wieder rangekämpft, dabei noch Chancen ausgelassen und vier Siebenmeter verworfen. Ich denke, das macht den Unterschied, das ist bitter. Ich hoffe, dass wir uns in dieser Saison nochmal treffen, mal schauen, was dann drin ist. Für die Zuschauer war es sicherlich ein tolles Spiel.“
Für den BVB geht es in Lille um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Jetzt ist bekannt, wann der Ticket-Vorverkauf startet.
Dortmund – Borussia Dortmund hat sich für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert und trifft dort auf den OSC Lille. Das Rückspiel in Frankreich findet am 13. März statt – und für BVB-Fans beginnt bald der Ticketverkauf.
BVB-Tickets gegen Lille: Fans müssen schnell sein
Wie der BVB mitteilte, startet der Ticketvorverkauf für das Auswärtsspiel in Lille am Freitag (28. Februar) um 12 Uhr. Die Karten sind ausschließlich über den Online-Ticketshop des Vereins erhältlich. Mitglieder haben dabei ein Vorkaufsrecht und können zuerst zugreifen. Erfahrungsgemäß sind die Auswärtstickets für internationale Partien schnell vergriffen, weshalb Fans zügig handeln sollten.
Für die Partie in Lille erhält Borussia Dortmund ein begrenztes Kontingent an Karten. Die Karten für den Gästeblock im Stade Pierre-Mauroy sind begehrt. Gerade mit Blick auf die Nähe zum Ruhrgebiet: Nach Lille fahren Fans aus Dortmund circa 4 Stunden und 370 Kilometer.
BVB gegen OSC Lille – im Viertelfinale wartet Benfica Lissabon oder der FC Barcelona
Das Hinspiel findet eine Woche zuvor statt: Die Schwarz-Gelben empfangen die Franzosen am Dienstag (4. März). Dort stellt der BVB die Weichen für das Weiterkommen. Entscheidend ist aber das Rückspiel gegen OSC Lille.
In den Playoffs konnte sich der BVB gegen Sporting Lissabon durchsetzen. Im Hinspiel siegten die Westfalen mit 3:0. Das Rückspiel brachten die Dortmunder mit einem 0:0 über die Bühne.
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Viele Fans hoffen auf einen Viertelfinal-Einzug. Dort trifft Borussia Dortmund entweder auf Benfica Lissabon oder den FC Barcelona. Wer den BVB in Lille unterstützen und Tickets kaufen will, sollte sich also den Verkaufsstart dick im Kalender markieren.
Eintracht-Vorstand Axel Hellmann äußert Bedenken zur TV-Geld-Verteilung. Ein Umdenken sei nötig, um die Zukunft zu sichern.
Frankfurt – Wenn Axel Hellmann das Wort ergreift, hören die Anwesenden aufmerksam zu. Der Vorstandssprecher von Eintracht Frankfurt nutzte den Frühjahrsempfang am Dienstagabend, um seine Botschaften klar und prägnant zu vermitteln. Besonders am Herzen lag ihm das Thema TV-Geld-Verteilung.
Eintracht-Boss lobt die DFL zunächst
Zunächst lobte der Jurist das Ergebnis des jüngsten Vergabeprozesses: „Sie haben mitbekommen, dass die Ausschreibung im zweiten Durchlauf seitens der DFL sehr erfolgreich zu Ende geführt werden konnte. Im Gegensatz zum Trend der anderen Ligen haben wir ein leichtes Wachstum von zwei Prozent verzeichnet.“ Ab Sommer 2025 bis zum Ende der Saison 2028/2029 wird die DFL statt 1,1 Milliarden Euro pro Saison 1,121 Milliarden Euro jährlich einnehmen.
Doch Hellmann warnte mit Blick auf die Zukunft: „Davon dürfen wir uns allerdings nicht täuschen lassen.“ Den Wettbewerb zwischen Sky und DAZN bezeichnete er als herausfordernd: „Ich glaube nicht an Geschäftsmodelle, die auf Dauer von Verlusten getragen sind und somit nicht profitabel ausgestaltet werden können.“
So können Sie die Bundesliga ab der Saison 2025/26 bis 2028/29 sehen
Bundesliga Freitagsspiel: Sky Bundesliga Samstagspiele inkl. Topspiel der Woche: Sky Bundesliga Konferenz am Samstag: DAZN Bundesliga Sonntagsspiele: DAZN
Hellmann, der ein feines Gespür für Trends hat, versteht es, durch sein weitreichendes Netzwerk den Markt genau zu analysieren. Er betonte, dass der von Ex-Ligaboss Christian Seifert geprägte Satz, „das Geld kommt aus der Steckdose“, nicht mehr zutrifft.
Klare Forderung von Eintracht-Boss: „Umdenken erforderlich!“
Er analysierte: „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Fußball-Medienmarkt nicht mehr die Verlässlichkeit bietet, wie wir sie über zwei oder drei Dekaden kennengelernt haben.“ Müssen die Ausschreibungsmodelle angepasst werden? Ist die Ära der Medienpakete, wie sie derzeit vergeben werden, vorbei? „Ein Umdenken ist erforderlich. Wir haben uns noch einmal mit diesen Ausschreibungen über die Ziellinie bewegt.“
Der Abschluss wurde in Übereinkunft mit den 36 Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga finalisiert. Hellmann empfand: „Jeder musste Kompromisse machen. Am Ende ist aber ein guter Verteilungsschlüssel herausgekommen.“ Für die Eintracht sei dieser „gut“, da er sowohl sportliche Erfolge als auch Reichweite und Interesse berücksichtigt.
Doch das Motto lautet: Kein Ausruhen! Die Struktur sei fragil, und die Liga benötige für die nächste Rechteperiode in vier Jahren „einen alternativen Plan“. Der Kampf um die finanziellen Mittel werde immer intensiver. Zudem bedeutet die Tatsache, dass „30 bis 55 Prozent der Erlösströme der Bundesligisten davon abhängen, wie unsere Medienverwertung verläuft, eine enorme Abhängigkeit“.
„Viele verschiedene Abos“: Eintracht-Boss mit deutlicher Kritik
Ein weiteres Anliegen Hellmanns ist das aktuelle Abo-Modell mit mehreren Anbietern: „Die Kunden brauchen sehr viele verschiedene Abos, um die Spiele zu sehen. Das kann kein Modell sein, mit dem wir die Tragfähigkeit des nationalen und internationalen Fußballs sicherstellen.“ Mit Anbietern wie Sky, DAZN, Amazon und RTL Plus verlieren viele Fans den Überblick, auf welchem Sender ihr Verein spielt. Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Die Aufgaben für alle Beteiligten sind gewaltig, die Herausforderungen enorm. Hellmann ist jedoch hoch motiviert, diese anzugehen.
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FAQ: „Kann kein Modell sein“ – Eintracht-Boss kritisiert
Frage 1: Was hat der Eintracht-Boss kritisiert?
Antwort: Der Eintracht-Boss hat sich kritisch zu aktuellen Entwicklungen und Entscheidungsprozessen innerhalb der Liga geäußert, die seiner Meinung nach nicht langfristig tragfähig sind.
Frage 2: Was meint er mit „Kann kein Modell sein“?
Antwort: Mit dieser Aussage deutet er darauf hin, dass die bestehenden Strukturen oder Vorgehensweisen nicht nachhaltig sind und keine verlässliche Grundlage für zukünftige Erfolge darstellen.
Frage 3: Welche konkreten Punkte wurden angesprochen?
Antwort: Der Eintracht-Boss hat verschiedene Themen angesprochen, darunter wirtschaftliche Ungleichheiten, die Transferpolitik und möglicherweise auch die Wettbewerbsbedingungen in der Liga.
Frage 4: Wie reagierte die Öffentlichkeit auf die Kritik?
Antwort: Die Reaktionen waren gemischt. Einige Fans und Experten unterstützen die kritischen Gedanken, während andere glauben, dass die aktuelle Struktur in Ordnung ist und Reformen erst nach längerer Überlegung nötig seien.
Frage 5: Hat diese Kritik Auswirkungen auf die Eintracht oder die Liga?
Antwort: Es ist zu früh, um die direkten Auswirkungen zu bewerten, aber solche Äußerungen können Diskussionen über Reformen und Veränderungen innerhalb der Liga anstoßen.
Frage 6: Gibt es bereits konkrete Vorschläge zur Verbesserung?
Antwort: Der Eintracht-Boss hatte noch keine konkreten Vorschläge unterbreitet, weswegen zukünftige Gespräche und Diskussionen über mögliche Lösungen erforderlich sind.
Frage 7: Wie sieht die Zukunft der Eintracht in diesem Kontext aus?
Antwort: Die Zukunft wird davon abhängen, wie die Liga auf solche Kritiken reagiert und welche Maßnahmen ergriffen werden, um eine fairere und wettbewerbsfähigere Umgebung für alle Clubs zu schaffen.
Frage 8: Wo kann ich mehr Informationen über die Stellungnahme des Eintracht-Bosses finden?
Antwort: Mehr Informationen finden Sie in den offiziellen Mitteilungen der Eintracht Frankfurt und in aktuellen Sportnachrichten, die sich mit der Thematik befassen.
Philipp Hofmann stand in jedem Spiel für den VfL Bochum auf dem Platz. Vor dem Kellerduell gegen Hoffenheim vertraut er auf den Trend, der unter Dieter Hecking in die richtige Richtung zeigt.
23 Spiele hat Philipp Hofmann in dieser Saison für den VfL Bochum absolviert. Zwei Treffer und drei Vorlagen gelangen ihm in dieser Zeit. Am wichtigsten und schönsten war sicher das 1:0 gegen den FC St. Pauli, der VfL bekam durch diesen Dreier wieder neue Hoffnung im Abstiegskampf.
Gleichzeitig wurde der eingesprungene Hackentreffer zum Tor des Monats gewählt. Wir haben vor dem Heimspiel am Samstag (15:30 Uhr) gegen die TSG Hoffenheim mit Hofmann gesprochen.
Philipp Hofmann über…
… das Lob von Wolfsburgs Trainer Ralph Hasenhüttl: “Das hab ich gar nicht mitbekommen. Aber es freut mich natürlich. Er war damals mein Coach in Ingolstadt. Wir kennen und schätzen uns.”
… sein Tor des Monats gegen den FC St. Pauli, was gleichzeitig der Siegtreffer in diesem so wichtigen Kellerduell gewesen ist: “Das war eine tolle Sache, ich konnte das schon zum zweiten Mal gewinnen (2022 mit dem KSC, Anmerkung der Redaktion). Das gibt natürlich noch einen Push.”
… über seine Stürmerkollegen Myron Boadu und Georgios Masouras: “Wir ergänzen uns sehr gut, wir sind verschiedene Spielertypen. Daher sind wir für den Gegner schwieriger auszurechnen.”
… die letzten Leistungen in der Fremde, wo es immerhin zwei Remis in Kiel und Wolfsburg gab: “Wir sind unter Dieter Hecking einfach stabil geworden, das wollten wir auch auswärts zeigen. Auch hier geht die Tendenz nach oben.”
… das kommende Kellerduell gegen die TSG Hoffenheim: “Ein guter Gegner, der nicht dachte da unten zu sein. Wir wollen unangenehm spielen, damit kommt Hoffenheim nicht so gut klar. Mit einem Dreier können wir den Anschluss schaffen.”
… die Kulisse gegen die TSG: “Wir können uns immer auf die Fans verlassen. Da mache ich mir auch am Samstag überhaupt keine Sorgen.”
… der Kampf um den Klassenerhalt: “Wir haben es gezeigt, dass wir bereit sind, leidenschaftlich zu spielen. Das werden wir wieder packen und dann Schritt für Schritt unten rauskommen. Es klappt immer besser, was der Trainer uns vorgibt. Wichtig ist, dass die Basics immer da sind.” cb / gp
Arminia Bielefeld ist im Halbfinale des DFB-Pokals angekommen. Borussia Dortmund muss schon wieder neidisch auf einen Drittligisten schauen.
Dortmund/Bielefeld – Wie die Verantwortlichen und Profis von Borussia Dortmund den DFB-Pokal verfolgen, ist nicht überliefert. Auf die eine oder andere Art wird die nächste Sensation durch Arminia Bielefeld zum BVB durchgedrungen sein.
Der Drittligist schaltete am Dienstagabend in einem klassischen Pokalthriller mit Werder Bremen nach Union Berlin und dem SC Freiburg den dritten Erstligisten aus und zog ins Halbfinale ein. Dort warten Double-Sieger Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart oder der Sieger der Partie zwischen RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg (Mittwoch, 20.45 Uhr, TV-Infos) auf den Außenseiter.
BVB scheiterte Ende Oktober am VfL Wolfsburg
Die Ostwestfalen sind damit nur noch 90 Minuten vom Endspiel in Berlin entfernt, 180 Minuten vom Titel und dem Einzug in den Europapokal. Beim Team, das im Westfalenstadion heimisch ist, muss der Blick auf die Arminen besonders schmerzen. Der BVB hatte sich bereits in der zweiten Hauptrunde gegen Wolfsburg aus dem DFB-Pokal verabschiedet.
Stark ersatzgeschwächt verlor die Elf von Nuri Şahin Ende Oktober kurz vor dem Einzug ins Elfmeterschießen durch ein spätes Tor des Wolfsburger Stürmers Jonas Wind. Auf der Bank des BVB hatte mit Marcel Sabitzer nur ein vollwertiger Profi Platz genommen, Şahin nutzte trotz Verlängerung mangels gangbarer Alternativen insgesamt nur drei Wechseloptionen.
Schon letzte Saison kam ein Drittligist weiter als der BVB
Einen großen Vorwurf konnte man Dortmund nach dem Aus gegen die Wölfe nicht machen, jedoch kräht danach im DFB-Pokal schnell kein Hahn mehr. Im K.o.-Wettbewerb zählt nur das Weiterkommen. Und in dieser Hinsicht sprechen bemerkenswerte Fakten gegen den BVB.
Schließlich folgt Arminia Bielefeld als Sensationsteam auf den 1. FC Saarbrücken, der im Vorjahr ins Halbfinale vorgedrungen war. Der FCS schaltete nacheinander den FC Bayern, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach aus, verlor erst gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern im Semifinale. Dortmund war 2023/24 im Achtelfinale am VfB Stuttgart gescheitert.
BVB ist den Ruf der Pokalmannschaft los
Auch 2021/22 verabschiedete sich Dortmund früher als mehrere unterklassige Teams, nachdem die Elf von Trainer Marco Rose sich beim damaligen Zweitligisten FC St. Pauli blamiert hatte.
Den Ruf der Pokalmannschaft ist der BVB inzwischen los. Dabei hatte sich der Klub ihn nur mühsam erarbeitet.
Über Jahre war es alles andere als eine Liebesbeziehung zwischen Dortmund und dem DFB-Pokal. Selbst Erfolgs-Übervater Jürgen Klopp fremdelte anfänglich mit dem Cup. Zwischen dem legendären Pokalsieg 1989 gegen Werder Bremen und dem 5:2 gegen den FC Bayern im Jahr 2012, mit dem der BVB das Double perfekt machte, schafften es die Schwarzgelben nur einmal ins Endspiel (2008, 1:2 nach Verlängerung gegen den FC Bayern).
BVB zwischen 2012 und 2021 sechsmal im Endspiel
Dem gegenüber standen allerlei Peinlichkeiten: Mehrfach schied der BVB in der 1. Runde aus, beispielsweise im Jahr 2001 gegen die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg. Unvergessen sind in Dortmund auch das Aus als amtierender Champions-League-Sieger gegen den Drittligisten Eintracht Trier im Jahr 1997 oder das verlorene Elfmeterschießen 2010 gegen die Kickers Offenbach unter Klopp.
Anderthalb Jahre später reckte Kapitän Sebastian Kehl den Pokal nach dem Sieg gegen Bayern in den Berliner Nachthimmel, es begann die stärkste Pokalserie des BVB mit fünf weiteren Finals und zwei Endspielsiegen bis 2021. In der Corona-Saison gelang unter Interimscoach Edin Terzić der bisher letzte Triumph.
BVB muss um Europapokaleinzug bangen
Seither ist Dortmund in vier Pokalsaisons nur einmal über das Achtelfinale hinausgekommen. Jedes Aus ist schmerzhaft, weil der DFB-Pokal für jeden Klub, der nicht FC Bayern heißt, vor der Saison die größte und bisweilen auch einzig realistische Titelchance bietet.
Für den BVB ist das Aus in der laufenden Spielzeit umso ärgerlicher, weil mit dem Pokalsieg der Einzug in die Europa League einhergeht. Angesichts Tabellenplatz zehn, den Dortmund in der Bundesliga aktuell aufweist, ist keineswegs gesichert, dass sich die Schwarzgelben über den regulären Weg für einen Europapokal qualifizieren werden.
Bielefeld spielte Ende Januar gegen die zweite Mannschaft des BVB
Mit der 6:0-Gala gegen Union Berlin hat die Elf von Neu-Trainer Niko Kovač am Wochenende neue Hoffnungen geschürt, solche zu bestätigen hat sich in dieser Saison aber schon oft als zu hohe Hürde erwiesen.
Dass mit Arminia Bielefeld der Tabellenvierte der 3. Liga, der Ende Januar noch bei der zweiten Mannschaft des BVB im Stadion Rote Erde gastierte, von Berlin und einer Pokalsensation träumen darf, sollte Dortmund umso mehr zu denken geben.
Arminia Bielefeld hat sich einen Platz im Halbfinale des DFB-Pokals gesichert. Borussia Dortmund muss erneut neidvoll auf einen Drittligisten blicken.
Dortmund/Bielefeld – Wie die Verantwortlichen und Profis von Borussia Dortmund den DFB-Pokal verfolgen, ist nicht überliefert. Auf die eine oder andere Art wird die nächste Sensation durch Arminia Bielefeld zum BVB durchgedrungen sein.
Der Drittligist schaltete am Dienstagabend in einem klassischen Pokalthriller mit Werder Bremen nach Union Berlin und dem SC Freiburg den dritten Erstligisten aus und zog ins Halbfinale ein. Dort warten Double-Sieger Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart oder der Sieger der Partie zwischen RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg (Mittwoch, 20.45 Uhr, TV-Infos) auf den Außenseiter.
BVB scheiterte Ende Oktober am VfL Wolfsburg
Die Ostwestfalen sind damit nur noch 90 Minuten vom Endspiel in Berlin entfernt, 180 Minuten vom Titel und dem Einzug in den Europapokal. Beim Team, das im Westfalenstadion heimisch ist, muss der Blick auf die Arminen besonders schmerzen. Der BVB hatte sich bereits in der zweiten Hauptrunde gegen Wolfsburg aus dem DFB-Pokal verabschiedet.
Stark ersatzgeschwächt verlor die Elf von Nuri Şahin Ende Oktober kurz vor dem Einzug ins Elfmeterschießen durch ein spätes Tor des Wolfsburger Stürmers Jonas Wind. Auf der Bank des BVB hatte mit Marcel Sabitzer nur ein vollwertiger Profi Platz genommen, Şahin nutzte trotz Verlängerung mangels gangbarer Alternativen insgesamt nur drei Wechseloptionen.
Schon letzte Saison kam ein Drittligist weiter als der BVB
Einen großen Vorwurf konnte man Dortmund nach dem Aus gegen die Wölfe nicht machen, jedoch kräht danach im DFB-Pokal schnell kein Hahn mehr. Im K.o.-Wettbewerb zählt nur das Weiterkommen. Und in dieser Hinsicht sprechen bemerkenswerte Fakten gegen den BVB.
Schließlich folgt Arminia Bielefeld als Sensationsteam auf den 1. FC Saarbrücken, der im Vorjahr ins Halbfinale vorgedrungen war. Der FCS schaltete nacheinander den FC Bayern, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach aus, verlor erst gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern im Semifinale. Dortmund war 2023/24 im Achtelfinale am VfB Stuttgart gescheitert.
BVB ist den Ruf der Pokalmannschaft los
Auch 2021/22 verabschiedete sich Dortmund früher als mehrere unterklassige Teams, nachdem die Elf von Trainer Marco Rose sich beim damaligen Zweitligisten FC St. Pauli blamiert hatte.
Den Ruf der Pokalmannschaft ist der BVB inzwischen los. Dabei hatte sich der Klub ihn nur mühsam erarbeitet.
Über Jahre war es alles andere als eine Liebesbeziehung zwischen Dortmund und dem DFB-Pokal. Selbst Erfolgs-Übervater Jürgen Klopp fremdelte anfänglich mit dem Cup. Zwischen dem legendären Pokalsieg 1989 gegen Werder Bremen und dem 5:2 gegen den FC Bayern im Jahr 2012, mit dem der BVB das Double perfekt machte, schafften es die Schwarzgelben nur einmal ins Endspiel (2008, 1:2 nach Verlängerung gegen den FC Bayern).
BVB zwischen 2012 und 2021 sechsmal im Endspiel
Dem gegenüber standen allerlei Peinlichkeiten: Mehrfach schied der BVB in der 1. Runde aus, beispielsweise im Jahr 2001 gegen die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg. Unvergessen sind in Dortmund auch das Aus als amtierender Champions-League-Sieger gegen den Drittligisten Eintracht Trier im Jahr 1997 oder das verlorene Elfmeterschießen 2010 gegen die Kickers Offenbach unter Klopp.
Anderthalb Jahre später reckte Kapitän Sebastian Kehl den Pokal nach dem Sieg gegen Bayern in den Berliner Nachthimmel, es begann die stärkste Pokalserie des BVB mit fünf weiteren Finals und zwei Endspielsiegen bis 2021. In der Corona-Saison gelang unter Interimscoach Edin Terzić der bisher letzte Triumph.
BVB muss um Europapokaleinzug bangen
Seither ist Dortmund in vier Pokalsaisons nur einmal über das Achtelfinale hinausgekommen. Jedes Aus ist schmerzhaft, weil der DFB-Pokal für jeden Klub, der nicht FC Bayern heißt, vor der Saison die größte und bisweilen auch einzig realistische Titelchance bietet.
Für den BVB ist das Aus in der laufenden Spielzeit umso ärgerlicher, weil mit dem Pokalsieg der Einzug in die Europa League einhergeht. Angesichts Tabellenplatz zehn, den Dortmund in der Bundesliga aktuell aufweist, ist keineswegs gesichert, dass sich die Schwarzgelben über den regulären Weg für einen Europapokal qualifizieren werden.
Bielefeld spielte Ende Januar gegen die zweite Mannschaft des BVB
Mit der 6:0-Gala gegen Union Berlin hat die Elf von Neu-Trainer Niko Kovač am Wochenende neue Hoffnungen geschürt, solche zu bestätigen hat sich in dieser Saison aber schon oft als zu hohe Hürde erwiesen.
Dass mit Arminia Bielefeld der Tabellenvierte der 3. Liga, der Ende Januar noch bei der zweiten Mannschaft des BVB im Stadion Rote Erde gastierte, von Berlin und einer Pokalsensation träumen darf, sollte Dortmund umso mehr zu denken geben.
Pascal Groß ist beim BVB bisher unter den Erwartungen geblieben – auch den eigenen. Nun ist die Hoffnung auf einen Durchbruch gegeben.
Dortmund – Pascal Groß musste nach dem beeindruckenden Sieg von Borussia Dortmund gegen Union Berlin am Samstag trotz vier Assists das Rampenlicht mit Serhou Guirassy teilen. Der Stürmer erzielte vier der sechs BVB-Tore gegen die teils überforderten Gäste aus Köpenick und stand somit noch mehr im Fokus als Groß, der an diesem Abend als sein kongenialer Vorlagengeber glänzte.
Groß ist kein Lautsprecher und verbrachte den Höhepunkt seiner Karriere bei dem international weniger beachteten Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion. So entstand der Eindruck, er sei ein Spätzünder, da er erst im fortgeschrittenen Fußballer-Alter zu großer Anerkennung gelangte.
BVB ist der erste Topklub in der Vita von Pascal Groß
Der gebürtige Mannheimer bestritt sein erstes von mittlerweile zwölf Länderspielen für den DFB im September 2023 im Alter von 32 Jahren. Erst vor der aktuellen Saison wechselte er mit dem BVB zu einem anerkannten Top-Klub.
Nicht nur die Bundestrainer Hansi Flick und Julian Nagelsmann kannten seine Qualitäten bereits zuvor, auch Fachleute schätzten Groß schon lange. Sein Wechsel zum BVB war mit hohen Erwartungen verbunden, da kam immerhin ein erfahrener Profi mit langen Jahren der Erfahrung in der Premier League nach Dortmund.
Groß wurde in einer Führungsrolle erwartet und als Leistungsträger eingeplant. Diesen Anspruch konnte der 33-Jährige bisher nicht regelmäßig erfüllen. „Ich habe mir persönlich mehr vorgenommen für die Saison. Dass wir als Mannschaft besser dastehen, dass ich einen großen Einfluss habe. Da ist in beiden Punkten noch Luft nach oben“, gestand Groß nun ehrlich in der BVB-Talksendung ‚Brinkhoff’s Ballgeflüster‘.
Groß kann als erster BVB-Gewinner unter Niko Kovač gelten
Unter Trainer Niko Kovač kann Groß bisher als ein großer Gewinner gelten. Während der frühere Coach Nuri Şahin ihn oft in der Startelf hin- und herschob und notgedrungen als Rechtsverteidiger einsetzte, wo seine Tempodefizite sichtbar wurden, hat Kovač eine klare Rolle für ihn definiert.
„In der Verteidigung spielt er auf der Doppelsechs, wenn wir angreifen ist er auf der Acht. Er hat die Übersicht, die Ruhe am Ball, das Auge für den Mitspieler. Das ist genau der Pascal, den wir uns alle wünschen und er selbst auch“, lobte Kovač nach dem Spiel gegen Union.
Nico Schlotterbecks Choreo-Hinweis an BVB-Kollege Groß
Groß verriet in der Talksendung ein einfaches Erfolgsrezept für den besten BVB-Auftritt seit Monaten. „Was ich besonders fand, war die Aktion der Fans vor dem Spiel am Samstag. In einer schwierigen Phase, wie sie uns da unterstützt haben. Schlotti [Nico Schlotterbeck, Anm. d. Red.] kam beim Warmmachen zu mir und hat gesagt: Pascal, die machen heute eine Choreo. Wenn das so ist, hauen wir die Gegner immer weg“, schmunzelte Groß.
Der Rückhalt der Fans ist gewiss ein wichtiger Faktor für die BVB-Profis, die in dieser Saison oft verunsichert wirken. „Ich bin der Meinung, dass der Kopf im Sport eine extreme Rolle spielt. Das hat man bei uns gesehen, wenn wir in Lissabon oder jetzt gegen Union in Führung gehen, das zweite, dritte Tor nachlegen können, dann löst sich viel und wir spielen deutlich besser. Das muss man im Optimalfall auch hinbekommen, wenn ein Spiel bei 0:0 losgeht“, erklärte Groß.
Groß tritt in der BVB-Kabine als Mahner auf
Ob die Selbstverständlichkeit nun zurückgekehrt ist, muss der BVB nach dem 6:0 gegen Union erst beweisen. Ein Rückfall beim FC St. Pauli am Wochenende wäre typisch für die laufende Spielzeit. „Ich hatte das Gefühl diese Saison schon des Öfteren, dass ich dachte, jetzt wird es besser. Deswegen muss ich sagen und habe ich zu den Jungs gesagt: Es war ein Supertag, ein 6:0 ist nicht selbstverständlich in der Bundesliga, aber wir müssen jetzt einfach weitermachen“, betonte Groß.
Die fehlende Konstanz ist natürlich auch in der Kabine ein Thema. „Das ist eine Qualität, die wir vermissen lassen in der Saison, alle drei Tage gut zu spielen. Das ist der Unterschied zu den ganz großen Mannschaften, das haben wir bisher nicht hinbekommen, und das muss der Anspruch für die letzten Monate sein“, forderte Groß von sich und seinen Mitspielern.
Herzfußballer Pascal Groß: „Ich mache das aus Liebe und Leidenschaft“
Die These, dass der BVB besser dastehen würde, wenn mehr reflektierte Vollprofis wie Groß im Kader wären, ist durchaus berechtigt. Niederlagen nagen an dem Routinier, der im positiven Sinn als fußballverrückt gilt und dem viele Wegbegleiter eine Trainerkarriere vorhersagen. „Ich schalte sehr schwer ab, ich nehme das schon mit nach Hause. Wenn es nicht läuft, würde ich lügen, wenn ich sage, ich gehe nach Hause und die Welt ist in Ordnung. Das ist bei mir überhaupt nicht so“, sagte Groß.
Dem Nationalspieler ist abzunehmen, wenn er davon spricht, wie wichtig ihm der Fußball ist, den er klassisch „vom Hobby zum Beruf“ machen konnte, wie er sagte: „Ich mache das aus Liebe und Leidenschaft, ich bin dankbar, dass ich in Dortmund spielen kann. Dann ist es für mich das Mindeste, dass ich das mit voller Hingabe mache.“
Obwohl Groß unter den Erwartungen geblieben ist, wird es in Dortmund weiterhin geschätzt, wenn Spieler ihr Möglichstes geben. Es müssen nicht immer vier Torvorlagen in einem Spiel sein, solange Einstellung, Wille und Leidensbereitschaft stimmen.
Standdatum: 25. Februar 2025. Autorinnen und Autoren:
Petra Philippsen
Der französische Tischtennis-Profi Irvin Bertrand spielte vier Jahre bei Bundesligist Post SV Mühlhausen.
Bild: Imago | Patrick Wichmann
Die Bremer haben mit Irvin Bertrand ein französisches Tischtennis-Talent mit Potenzial verpflichtet. Mit Werders Kernteam wurden zudem die Verträge verlängert.
Werder Bremen hat sein Tischtennis-Team frühzeitig für die neue Bundesliga-Saison aufgestellt. Mit Kapitän Mattias Falck hatten die Bremer bereits im vergangenen November für zwei weitere Jahre verlängert, nun unterschrieb auch Kirill Gerassimenko bis 2027. Und zudem bleibt Marcelo Aguirre für eine weitere Saison bis 2026 bei Werder.
Doch einen Wechsel gibt es im Grün-Weißen-Quartett: Teammanager Sascha Greber und Trainer Cristian Tamas verpflichteten das französische Talent Irvin Bertrand, das seit 2021 bei Ligakonkurrent Post SV Mühlhausen gespielt hatte. Optisch ähnelt der 25-jährige Linkshänder ein wenig dem französischen Überflieger-Brüderpaar Felix und Alexis Lebrun – und auch bei Werder erhofft man sich durch Bertrand einen Leistungsschub.
Irvin ist unser Wunschspieler. Wir haben jemanden gesucht, der auch ein sehr guter Doppelspieler ist. Er hat einen guten Touch und ist dazu ein supernetter Typ. Wir sind sehr zufrieden.
Werder-Teammanager Sascha Greber bei buten un binnen
“Irvin gibt uns noch mehr Optionen”
Die Bundesliga-Teams hatten sich in dieser Saison allesamt weiter verstärkt und das Leistungsniveau noch einmal höher geschraubt. Auch Werder will seine Ausgangslage weiter verbessern. “Wir haben einfach zu viele Doppel verloren”, betont Tamas im Gespräch mit buten un binnen, “und Irvin ist da sehr erfahren, obwohl er ein junger Spieler ist, dazu technisch sehr gut ausgebildet mit sehr großem Spielverständnis. Wir sehen viel Potenzial bei ihm.”
Bertrand hatte früher in Ochsenhausen und zuletzt in Saarbrücken mittrainiert, Mühlhausen verfügt über keine eigene Trainingsgruppe. Nun zieht der junge Franzose nach Bremen und wird intensiv mit Tamas und seinen neuen Teamkollegen arbeiten. “Irvin gibt uns einfach noch mehr Optionen”, fügte Tamas hinzu. Dass es mit Andrei Putuntica nach einem Jahr bei den Bremern nicht weitergeht, sei keine Entscheidung gegen den Moldawier gewesen, betonen Greber und Tamas: “Wir haben uns für Bertrand entschieden.”