Liveticker | Real Sociedad San Sebastian – Manchester United : | Achtelfinale | Europa League 2024/25 kicker
Real Sociedad vs. Manchester United Tipp, Prognose & Quoten Wettbasis
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Real Sociedad – Manchester United Tipp, Prognose 06.03.25 SPORT1
In der Bundesliga zittert Borussia Dortmund um eine erneute Qualifikation für Champions League. Umso wichtiger wäre es, in der laufenden Saison international möglichst weit zu kommen. Es geht um viel Geld – und darum, die nationale Konkurrenz abzuwehren.
Lars Ricken war weit davon entfernt, euphorisch zu werden. „Wir haben Siege gefordert. Wir haben jetzt in zwei Spielen zwei Erfolge eingefahren“, sagte der Geschäftsführer Sport von Borussia Dortmund nach dem 2:0 beim FC St. Pauli vom Samstag. Insofern hätte die Mannschaft „abgeliefert“ – nicht mehr und nicht weniger, so Ricken.
Jeglicher Kommentar, der auch nur ansatzweise überschwänglich geklungen hätte, wäre deplatziert gewesen. Es war schließlich das erste Mal in der laufenden Saison, dass der BVB zwei Bundesligaspiele in Folge gewinnen konnte – am bereits 24. Spieltag. Das verdeutlicht, wie enttäuschend die laufende Spielzeit für den nach Bayern München umsatzstärksten deutschen Verein bislang verlaufen ist. Und der Pflichtsieg beim Aufsteiger bringt den Tabellenzehnten seinem Minimalziel, der erneuten Qualifikation für die Champions League, auch nur minimal näher. „Wir pirschen uns ran, und jetzt geht es im Tunnelblick weiter“, erklärte Ricken. Das Motto müsse lauten: „Scheuklappen auf und nächstes Spiel.“
Die kommende Partie ist vor dem Hintergrund der tristen Gegenwart für die Zukunft besonders wichtig. Am Dienstag geht es im Hinspiel des Achtelfinales in der Königsklasse gegen den OSC Lille (21 Uhr/Prime Video und im WELT-Liveticker). Und weil es nicht unwahrscheinlich ist, dass den Dortmundern in der kommenden Saison die große europäische Bühne verwehrt bleiben könnte, sind die Einnahmen aus der aktuellen Spielzeit in der Champions League umso bedeutsamer für die Ausgestaltung der Zukunft. Sollten Umbauarbeiten am Team vorgenommen werden, dürfte dies einiges kosten.
Einnahmen von bis zu 110 Millionen Euro
Die Champions League ist für den BVB eine Cashcow, von der der Verein in den vergangenen Jahren sehr gut gelebt hat. Denn selbst wenn es in der Bundesliga in der vergangenen Saison nur zum fünften Platz gereicht hat und diesmal am Ende sogar eine noch schlechtere Platzierung drohen könnte – international ist der Klub eine starke Marke.
Was den Klub-Koeffizienten des europäischen Verbandes Uefa angeht, der die Spielstärke der einzelnen Vereine vergleicht und somit Auswirkungen auf die Gelder aus dem Marketingpool hat, liegt der BVB auf Rang sieben. Zwar mit deutlichem Rückstand auf die Bayern (Platz drei), aber unverändert vor dem Deutschen Meister Leverkusen (Platz neun). Das hat damit zu tun, dass die Dortmunder in den vergangenen Jahren Dauergast in diesem Wettbewerb waren und deshalb von der Fünf-Jahres-Wertung profitierten.
Das ließ und lässt Einnahmen sprudeln. Allein in der vergangenen Saison, als das Finale erreicht werden konnte, flossen rund 120 Millionen Euro an Prämien und Zuwendungen aus dem Marketingpool an den BVB. Zuschauereinnahmen kamen noch hinzu.
In der laufenden Spielzeit könnte dies wegen des ausgeweiteten Formats ebenfalls geschafft werden – selbst wenn die Dortmunder nicht ganz so weit kommen sollten. Bereits durch das Erreichen des Achtelfinales dürften bereits etwa 110 Millionen Euro aus den verschiedenen Einnahmefeldern sicher sein. Sollte sich die Mannschaft von Niko Kovac gegen den aktuell Tabellenfünften der Ligue 1 durchsetzen, könnten weitere 12,5 Millionen Euro allein an Prämien verbucht werden.
Die Dortmunder setzen deshalb vor allem auf die internationale Karte. „Wir haben eine Riesenchance, uns für die besten Acht in Europa zu qualifizieren“, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl – wohl wissend, dass ein Weiterkommen vor allem seine Arbeit sehr erleichtern könnte. Es würde den Spielraum auf dem Transfermarkt vergrößern – und möglicherweise auch helfen, ein Jahr ohne Teilnahme an der Königsklasse zu kompensieren.
„Der BVB hält auch zwei Jahre ohne Champions League aus“, hatte der im November scheidende Klubchef Hans-Joachim Watzke vor einigen Wochen gesagt. Eine taktisch motivierte Aussage: Denn die nationale Konkurrenz könnte dem BVB den Rang ablaufen. Rein wirtschaftlich könnten die Einnahmeverluste durch Transfers kompensiert werden. Außerdem nehmen die Dortmunder nach Saisonende auch noch an der Fifa-Klub-WM in den USA teil. Dort soll es eine Antrittsgage von 50 Millionen Euro geben.
Ein wichtiger Aspekt ist allerdings die Auswirkung auf die Strahlkraft des Vereins, die sich auf dem zunehmend globalisierten Markt in erster Linie an einer erfolgreichen Performance in der Champions League speist. Vor diesem Hintergrund wäre es von großer Bedeutung, weit zu kommen.
Leicht wird dies jedoch nicht. „Lille ist ein unangenehmer Gegner, der defensiv sehr stark ist“, sagte Kehl über die Franzosen, die sich bereits in der Liga-Phase als Favoritenschreck erwiesen haben. Die Mannschaft von Trainer Genesio Bruno hat zu Hause Titelverteidiger Real Madrid (1:0) geschlagen, bei Atlético Madrid 3:1 und beim FC Bologna 2:1 gewonnen sowie am letzten Vorrundenspieltag Feyenoord Rotterdam mit 6:1 aus dem eigenen Stadion gefegt. „Wir wissen, was auf uns zukommt. Aber unser Stadion wird brennen“, sagte BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck.
Der BVB hat erstmals in der laufenden Bundesliga-Saison zwei Siege am Stück geschafft. Doch Sebastian Kehl mahnt zur Vorsicht.
Hamburg – Der BVB-Sieg beim FC St. Pauli (2:0) hält die Westfalen im Rennen um die internationalen Plätze. Rang sechs ist nach 24 Spielen drei Punkte entfernt. Das Ziel bleibt aber das Erreichen der Champions League, auch wenn Sebastian Kehl sich auf Nachfrage dazu lieber vorsichtig äußerte.
BVB-Ansage von Sebastian Kehl nach St. Pauli: „Spielt überhaupt keine Rolle“
„Also ich gucke im Moment wenig auf die Tabelle – ganz ehrlich. Ob wir jetzt auf Zehn stehen, spielt überhaupt keine Rolle. Ja, es ist alles ein bisschen enger zusammengerückt“, erklärte der Sportdirektor des BVB nach dem Spiel in der Mixed Zone auch gegenüber RUHR24.
Kehl betonte: „Unser Ziel ist vor allem, durch unsere Spiele, durch unsere Ergebnisse unsere Situation zu beeinflussen. Alles andere werden wir sehen.“ Diese Einstellung des 45-Jährigen ist nachvollziehbar. Schließlich wartet auf Borussia Dortmund im Saisonendspurt ein schweres Programm.
BVB steht in der Bundesliga vor einem schweren Programm
Die Schwarz-Gelben müssen unter anderem noch zu den direkten Konkurrenten nach Leipzig und Freiburg. Zudem gastiert der BVB auch noch beim FC Bayern München und Bayer Leverkusen.
„Daher machen wir trotzdem genauso weiter, Schritt für Schritt. (…) Aber wir werden einen Teufel tun und jetzt in irgendeiner Form wieder den Blick voraus wagen. Weil wir uns einfach auch versprochen haben, jeden kleinen Schritt zu gehen“, kündigte Kehl an.
BVB steht defensiv stabiler, überzeugt aber noch zu selten offensiv
Die jüngsten Ergebnisse geben Anlass zur Hoffnung, dass Borussia Dortmund sich in der schwächsten Bundesliga-Saison seit zehn Jahren endlich stabilisiert. In den jüngsten fünf Pflichtspielen stand hinten viermal die Null.
Allerdings tut sich der BVB im Offensivspiel noch häufig schwer. Das zeigte auch das Gastspiel auf St. Pauli erneut. Im ersten Durchgang waren die Kiezkicker sogar etwas gefährlicher als die Borussia, die nach der Pause nur dank ihrer Effizienz den Sieg holte. Denn viele Chancen gab es nicht.
Gegen den VfL Bochum (0:2) und im Rückspiel gegen Sporting Lissabon (0:0) blieben die Westfalen sogar gänzlich ohne eigenes Tor. Die nächste Chance, offensiv Fortschritte zu zeigen, hat der BVB am Dienstag (4. März) in der Champions League gegen LOSC Lille.
Liveticker FC Barcelona – Real Sociedad San Sebastian | 26. Spieltag La Liga 2024/2025
La Liga
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+++ Update, 2. März, 14:45 Uhr: Sebastian Kehl bestätigt: Gittens ist sichtlich frustriert +++
Bei Nuri Sahin war er noch gesetzt. Nun ist Jamie Gittens unter Niko Kovac nur noch Ergänzungsspieler bei Borussia Dortmund und das frustriert den jungen Flügelspieler.
Laut der “Bild” äußerte sich Sportdirektor Sebastian Kehl nach dem 2:0-Auswärtssieg gegen den FC St. Pauli über den 20-Jährigen: “Man merkt ihm an, dass er gerade frustriert ist. Am Ende geht es aber um die Mannschaft – das weiß auch Jamie. Er ist dennoch unglaublich wichtig für den Klub, hat sich zum Unterschiedsspieler gemacht. Es tut uns aber gut, dass wir diese Konkurrenzsituation haben.”
In der Bundesliga stand er zuletzt bei der 0:2-Niederlage in Bochum in der Startelf. Seitdem kam er nur für Kurzeinsätze gegen Union Berlin (6:0) und St. Pauli auf den Rasen. Der BVB gewann beide Spiele zu Null.
Wettbewerbsübergreifend steht der Engländer bei 36 Einsätzen in denen er elf Tore und vier Assists zum Teamerfolg beifügte. Sein Vertrag läuft noch bis 2028. Als er zum Anfang der Saison für Furore sorgte, wurde der Engländer schnell als teurer Abgang im dreistelligen Millionenbereich gehandelt.
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+++ Update, 26. Februar, 14:11 Uhr: Emre Can darf offenbar doch auf Vertragsverlängerung hoffen +++
Emre Can gehört zweifellos zu den Gewinnern bei Borussia Dortmund unter dem neuen Trainer Niko Kovac. Seit der Kroate Anfang Februar beim BVB übernommen hat, spielt der Kapitän in der Innenverteidigung so stark, dass nun sogar eine Vertragsverlängerung über 2026 hinaus im Raum steht.
Wie die “Bild” berichtet, findet gerade ein Umdenken in der Führungsriege des BVB statt. Während man bis vor wenigen Wochen einen Verkauf des 31-Jährigen favorisiert habe, sei man nun offenbar dazu bereit, über eine Verlängerung des Kontrakts nachzudenken.
Allerdings gebe es eine Voraussetzung dafür. Nur wenn die Dortmunder, derzeit auf Platz zehn der Tabelle, noch die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb schaffe, habe Can Chancen zu bleiben. Der Rückstand auf die Champions-League-Plätze beträgt bereits sieben Punkte, auf Platz sechs sind es aktuell sechs Zähler.
+++ Update, 20. Februar, 09:55 Uhr: Topklub bastelt wohl an Adeyemi-Transfer +++
Verabschiedet sich Karim Adeyemi schon bald aus Dortmund? Laut Transferinsider Fabrizio Romano bastelt Juventus Turin an einer Verpflichtung des Flügelspielers.
“Adeyemi hat den Berater gewechselt und Juve hat ihn für den Juli angerufen”, erklärte Romano bei “Viva El Futbol”.
Bereits im vergangenen Winter wurde immer wieder über einen Abgang des 23-Jährigen spekuliert, Hauptziel war dabei allerdings die SSC Neapel.
Deren Sportdirektor Giovanni Manna sagte später, man sei sich prinzipiell mit dem BVB einig gewesen. Der Deal scheiterte aber, weil der gebürtige Münchner nicht zu Napoli wechseln wollte und erst überzeugt werden musste.
Adeyemis Vertrag bei der Borussia läuft noch bis 2027.
+++ Update, 18. Februar, 11:55 Uhr: BVB strebt offenbar Trennung von Reyna an +++
Angesichts der sportliche Misere scheint sich Borussia Dortmund nach der Saison von einigen Profis trennen zu wollen. Die “Ruhrnachrichten” bringen in diesem Zusammenhang Namen wie Emre Can, Salih Özcan, Niklas Süle, Pascal Groß oder Marcel Sabitzer ins Spiel.
Vor dem Aus beim BVB steht demnach auch Giovanni Reyna. Hinsichtlich des als hochveranlagt geltenden US-Amerikaners, der in seiner Entwicklung seit geraumer Zeit stagniert, seien die Verantwortlichen “mittlerweile mit der Geduld am Ende”, eine Trennung werde trotz Vertrags bis 2026 angestrebt.
In dieser Saison kommt Reyna wettbewerbsübergreifend auf 16 Einsätze, drei davon von Beginn an. Dabei gelangen ihm zwei Tore. Allerdings verpasste der 22-Jährige auch zwei Monate wegen einer Leistenzerrung.
Der in England geborene Sohn des früheren Bundesliga-Profis Claudio Reyna und der ehemaligen US-Nationalspielerin Danielle Egan steht seit 2019 beim BVB unter Vertrag, war in der vergangenen Rückrunde an Nottingham Forest ausgeliehen. In England konnte er sich jedoch nicht in den Vordergrund spielen. Für die Profis der Schwarz-Gelben absolvierte er bislang 137 Pflichtspiele, in denen er 19 Tore erzielte.
+++ Update, 17. Februar, 09:38 Uhr: Wettbieten um Jamie Gittens deutet sich wohl an +++
Ein möglicher Abgang von BVB-Star Jamie Gittens könnte für den Sommer 2025 wohl ein ernsthaftes Thema werden.
Laut “Bild” könnte sich dabei für die Dortmunder der nächste Abgang für eine Ablösesumme im dreistelligen Millionenbereich abzeichnen.
Im Bericht ist von einem möglichen Wettbieten der englischen Topklubs FC Chelsea, FC Arsenal und Tottenham Hotspur die Rede, die wohl allesamt Interesse am Dortmunder Offensiv-Juwel haben.
Gittens‘ Vertrag in Dortmund läuft noch bis zum 30. Juni 2028. Einst wurde der gebürtige Londoner bei Manchester City und beim FC Reading ausgebildet, bevor er im Sommer 2022 zum BVB wechselte.
In der laufenden Saison steuerte Gittens für die Borussia bei 33 Pflichtspiel-Einsätzen immerhin schon elf Tore und fünf Vorlagen bei.
+++ Update, 10. Februar, 12:11 Uhr: Matthäus-Kritik an Brandt – “Entwicklung bei ihm stehen geblieben +++
Nach der kürzlichen 1:2-Heimpleite von Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart steht BVB-Star Julian Brandt in der Kritik.
“Ein Talent darf alle fünf Spiele mal überragend spielen und das macht er. Aber die Entwicklung ist bei ihm stehen geblieben”, fällte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bei “Sky” ein hartes Urteil über den 28-Jährigen und erklärte, dass Brandt für ihn immer noch ein Talent sei.
Vor allem eine Brandt-Szene im Spiel des BVB gegen Stuttgart erzürnte Matthäus. In der Nachspielzeit verzog Brandt einen Freistoß aus aussichtsreicher Position völlig, reagierte darauf aber kaum.
“Der muss doch ein Zeichen an die Gelbe Wand setzen und sich sagen: ‘Hey, habe ich das jetzt so verbockt?’. Ich habe D-Jugend trainiert. Ein Zehnjähriger ärgert sich mehr als ein Julian Brandt und das darf nicht sein. Meine Spieler haben sich geärgert, wenn sie verkackt haben. Brandt hat sich nicht geärgert”, sagte Matthäus.
Zusammenfassend meinte der 63-Jährige, dass er von Brandt “ein bisschen enttäuscht” sei, weil “er aus seinem Talent viel zu wenig gemacht hat”.
Die BVB-Ikone Kevin Großkreutz hat nach der Heimpleite gegen den VfB Stuttgart (1:2) recht deutliche Kritik an den aktuellen Stars seines Ex-Klubs geäußert.
Besonders Jungstar Jamie Gittens bekam heftige Worte vom 36-Jährigen zu hören. “Wenn er einen guten Tag hat, ist er ein Weltklassespieler, wenn nicht, dann kann er bei uns in der Westfalen-Liga spielen”, kritisierte Großkreutz, der für den SV Wacker Obercastrop in der Westfalenliga 2 kickt, im Podcast “Viertelstunde Fußball” die Inkonstanz des 20-jährigen Engländers.
Großkreutz bemängelte das “Rauf und Runter” in den Leistungen des BVB-Talents, das aber dennoch bereits elf Tore und fünf Vorlagen in der laufenden Saison auf seinem Konto hat.
+++ Update, 8. Februar, 18:15 Uhr: Verträge von Star-Trio sollen wohl nicht verlängert werden +++
Mit der Ankunft von Niko Kovac begann beim BVB eine neue Zeitrechnung.
Unter dem neuen Trainer soll das kriselnde Bundesliga-Schwergewicht wieder in die Spur finden. Die Heimpremiere gegen den VfB Stuttgart (1:2) ging derweil nach hinten los.
Ziel für die alles andere als zufriedenstellend verlaufende Saison ist weiterhin die Qualifikation für die Champions League. In der kommenden Saison soll dann wieder mit neuem Elan angegriffen werden – und mit großer Wahrscheinlichkeit auch mit anderem Personal.
BVB betrogen? Kovac hadert mit Schiri-Entscheidungen
Mit Linksverteidiger Daniel Svensson vom FC Nordsjaelland und Mittelfeldspieler Carney Chukwuemeka vom FC Chelsea kamen zum Ende der Wintertransferphase bereits zwei ambitionierte Neuzugänge per Leihe mit Kaufpflicht bzw. Kaufoption. Im Sommer dürfte sich gerade auch auf der Abgangsseite einiges tun.
Durch die anhaltende Krise sollen die Verträge eines Star-Trios derzeit nicht verlängert werden. Wie die “Sport Bild” berichtet, handelt es sich dabei um Emre Can, Niklas Süle und Julian Brandt.
Alle drei Großverdiener besitzen noch bis 2026 gültige Arbeitspapiere, könnten folglich nur noch im Sommer zu marktgerechten Preisen abgegeben werden. Unter Kovac sollen vorherige Absprachen aus der Zeit unter Vorgänger Nuri Sahin keine Rolle mehr spielen und alles neu bewertet werden.
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+++ Update, 7. Februar, 18:41 Uhr: Duranville-Leihe zu Besiktas? BVB reagierte angeblich sehr deutlich +++
Dortmunds Shootingstar Julien Duranville war zuletzt während der Winter-Transferperiode wohl heiß begehrt. Wie die “Bild” berichtet, soll der BVB zahlreiche Transferanfragen für den 18-jährigen Belgier abgelehnt haben.
Unter anderem soll auch der türkische Topklub Besiktas Istanbul angefragt haben bezüglich einer Leihe mit anschließender Kaufoption. Allerdings soll dieses Modell für die BVB-Bosse überhaupt nicht infrage gekommen sein.
BVB-Fans in Sorge um “Tullbergs Lebenswerk”
Immerhin winken dem Teenager nach dem Abgang von Donyell Malen zu Aston Villa im Frühjahr regelmäßige Einsätze in Dortmund. In der laufenden Saison durfte das Toptalent 13 Mal für die BVB-Profis in Pflichtspielen ran. Dabei gelang ihm je ein Tor sowie eine Vorlage.
+++ Update, 6. Februar, 07:46 Uhr: Napoli-Boss packt aus: Adeyemi-Transfer stand kurz bevor +++
Wie nah war Karim Adeyemi an einem Wechsel von Borussia Dortmund zur SSC Napoli?
Wie Giovanni Manna, Sportdirektor des Tabellenführers nun offenbarte, wohl sehr nah. “Was ich bestätigen kann ist, dass wir mit Borussia Dortmund einen Vertragsentwurf wegen Adeyemi ausgehandelt hatten”, sagte der 36-Jährige auf einer Medienrunde.
Der Flügelstürmer sollte der Nachfolger des abgewanderten Kvicha Kvaratskhelia werden. “Wir waren dort, wir haben geredet, aber der Spieler war sich nicht sicher. Er wollte nicht im Januar zu uns wechseln, wir wollten nicht darauf bestehen”, erklärt Manna weiter.
Deshalb nahmen die Süditaliener Abstand von der Verpflichtung. “Alle Spieler, die seit Sommer gekommen sind, wollten unbedingt nach Napoli kommen. Wenn ich dich überzeugen muss, auf diesem Niveau zu Napoli zu gehen, bist du keiner für uns.”
+++ Update, 5. Februar, 17:18 Uhr: Rückkehr von Ex-Coach Edin Terzic? Bosse waren wohl uneinig +++
Bevor sich Borussia Dortmund für Niko Kovac als neuen Trainer entschied, stand wohl auch eine mögliche Rückkehr von Ex-Coach Edin Terzic im Raum.
Laut “Sport Bild” soll sich vor allem der Technische Direktor Sven Mislintat für ein Comeback des 42-Jährigen ausgesprochen haben.
Allerdings stand er mit der Einschätzung, dass Terzic der richtige Mann für den BVB sei, intern wohl alleine da. Für die anderen Verantwortlichen Lars Ricken und Sebastian Kehl sein eine Terzic-Rückkehr dem Bericht nach sogar ein “Ding der Unmöglichkeit” gewesen, weshalb diese Spur auch nie besonders heiß geworden sei
Terzic führt den BVB in der Vorsaison ins Finale der Champions League, dennoch entschied man sich anschließend für getrennte Wege. Seitdem wartet er auf eine neue Aufgabe als Coach.
Sein schon damals großer Fürsprecher Mislintat dürfte nun wohl auch kurz davor stehen, seinen Platz räumen zu müssen, da er vor allem mit Sportdirektor Kehl ein schwieriges Verhältnis haben soll.
+++ Update, 5. Februar, 11:00 Uhr: Mit dem Kopf nicht mehr beim BVB: Kehl kritisiert Malen +++
Sebastian Kehl hat Donyell Malen nach dessen Wechsel zu Aston Villa kritisiert. Malen sei “nicht mehr wirklich mit dem Kopf bei Borussia Dortmund”, gewesen, sagte Kehl. “Und wir wissen alle, dass es dann auch nicht mehr zu Leistungen führt. In der Verfassung, in der er sich am Ende präsentiert hat, war der Transfer eine gute Lösung.” Der 26-Jährige sei “nicht mehr dahin gekommen, wo er mal war”, betonte der BVB-Sportdirektor.
Man habe auf der Position eigentlich niemanden mehr abgeben wollen, betonte Kehl.
“Das Angebot hat sich aber irgendwann in eine Dimension entwickelt, wo wir drüber nachdenken mussten. Der Spieler hat uns auch klar zu verstehen gegeben, dass er auch aufgrund seiner Vertragslaufzeit etwas Neues machen möchte“, so Kehl weiter. Malen wechselte schließlich Mitte Januar für 25 Millionen Euro zu Aston Villa.
+++ Update, 3. Februar, 19:18 Uhr: Fix! BVB holt Keeper Ramaj – direkte Leihe nach Kopenhagen +++
Borussia Dortmund hat am Deadline Day mit Diant Ramaj einen weiteren Torhüter verpflichtet. Der frühere Heidenheimer und Frankfurter wechselt von Ajax Amsterdam zurück in die Bundesliga.
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In Dortmund unterschrieb der 23-Jährige einen Vertrag bis zum Sommer 2029 und wird umgehend nach Dänemark zum FC Kopenhagen weiterverliehen.
Ein Dreivierteljahr ist Sebastian Rode nun kein Fußballprofi mehr. Das Leben fernab seiner Eintracht kostet er in vollen Zügen aus und glaubt gleichzeitig fest an eine Champions-League-Quali der Ex-Kollegen.
Zuletzt war Sebastian Rode wieder häufiger anzutreffen, nicht nur am Montagabend im hr-heimspiel!, sondern vor allem im Waldstadion. Dort draußen im Stadtwald, wo er jahrelang die Knochen hinhielt für seinen Herzensclub Eintracht Frankfurt, grätscht er zwar nicht mehr über die Grasnarbe, sehr wohl bewegt er sich aber routiniert übers VIP-Parkett. Hier ein Häppchen, dort Hunderte Selfies, zwischendrin ein Plausch mit den Fans über vergangene Tage und aktuelle Erfolge der Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller. Sebastian Rode ist jetzt Fan. Edelfan, wenn man so will.
Seit dem 18. Mai 2024 ist die erfolgreiche wie schmerzhafte Karriere vorbei – und das ist auch gut so. Sagt jedenfalls einer, der es wissen sollte, Sebastian Rode selbst. Na klar, der Profifußball sei “immer geil” gewesen, so Rode im hr-heimspiel! am Montag. “Es gibt Sachen, die ich vermisse: Ins Stadion einlaufen, den Umgang mit den Kollegen in der Kabine.” Aber: “Ansonsten bin ich sehr, sehr im Reinen mit meiner Entscheidung.”
Videobeitrag
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45:24 Min.|24.02.25, 21:20 Uhr|hr
Eintracht-Legende Sebastian Rode: Sein Leben nach der Karriere
Nach 16 Profijahren verabschiedete sich der 34-Jährige vergangenen Frühsommer als aktiver Eintracht-Profi von der hell ausgeleuchteten Fußballbühne, nach 278 Partien für den Club, nach manch schwarzer Stunde und noch mehr heldenhaften Triumphen, etwa als Turban-Kapitän des Europa-League-Siegerteams. Noch immer ist die Narbe an der Stirn deutlich zu erkennen. “Nichts wird mehr so viel Spaß machen, wie es der Fußball getan hat”, sagt Rode ehrlich.
Unglücklich mit seinem neuen Leben aber ist der Südhesse, wohnhaft in Bensheim, auf keinen Fall. Mit seiner Frau und den beiden Kindern, zwei und fünf Jahre alt, genießt er das sportliche Rentnerdasein. Gleich zu Beginn stand die Erfüllung eines “großen Familientraums” an, eine lange geplante Reise nach Neuseeland inklusive Zwischenstopps in Singapur und Australien. Für den Sommer ist zudem ein Trip nach Brasilien geplant.
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Padel-Matches gegen Alex Meier
Und zwischendurch sucht Rode weiterhin den sportlichen Kick. Er donnert Berge auf Ski hinab (“Viel kaputtgehen kann ja nicht mehr”), er besucht Belgrader Basketball-Derbys inklusive Pyro-Show (“Wahnsinnsstimmung”), er heizt mit dem Mountainbike durch den Odenwald, er zockt mit den alten Kumpels Alex Meier und Ervin Skela auf dem Padel-Platz (“gute Truppe”). Nur das mit dem Kicken geht nicht mehr so fluffig vom Fuß, das lädierte Knie zwickt weiterhin – besonders schmerzhaft beim Fußball.
Einen konkreten Plan für seine Zukunft hat Rode noch nicht beschlossen, einige Ideen wabern durch den Kopf, einen Trainerschein hat er längst absolviert, zuletzt auch ein Sportmanagement-Studium gemacht. Entschieden aber ist noch nichts, zwei Jahre hat er sich als Limit nach der Fußballkarriere zur Entscheidungsfindung gesetzt. “Ich schaue nach links und rechts”, so Rode, “aber ich habe mich einfach noch nicht festgelegt.” Bei der Eintracht stehen ihm ohnehin alle Türen sperrangelweit offen.
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04:34 Min.|24.02.25, 17:55 Uhr|hessenschau
Rugby meets Rode am anderen Ende der Welt! | hessenschau Sport vom 24.02.2025
Auch der Kontakt zu den ehemaligen Mitspielern ist weiterhin eng, gerade zu Timothy Chandler und Mario Götze, aber auch zu Leuten wie Kevin Trapp und Robin Koch. Die Niederlage bei den Bayern (0:4) wollte der Ex-Profi nicht überbewerten, man habe schlicht “Bonuspunkte nicht geholt”. Auch wenn kommenden Samstag mit Bayer Leverkusen “der nächste Brocken” warte, glaubt Rode fest an seine Eintracht: “Ich bin guter Dinge, dass es für die Champions League reicht.”
Das Duell seiner beiden Ex-Clubs, Bayern und Frankfurt, übrigens verfolgte Sebastian Rode lediglich auf dem heimischen Sofa vorm TV. Nach München ins Stadion hat er es dann doch nicht gepackt. Ein Grund: Noch am Sonntag-Vormittag stand eine große Sause im Hause Rode an, die Tochter feierte ihren Geburtstag. “Und Kinder zu betreuen”, bedeutet Rode und atmet tief dabei aus, “ist fast anstrengender als ein Fußballspiel.”
Redaktion: Daniel Schmitt
Sendung: hr-fernsehen, heimspiel!,
24.02.25, 21:20 Uhr
Quelle: hessenschau.de
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FAQ: Eintracht-Legende im hr-heimspiel!
Frage 1: Wer ist Sebastian?
Antwort: Sebastian ist eine Legende des Fußballvereins Eintracht Frankfurt. Er hat eine herausragende Karriere bei der Eintracht hingelegt und wird oft für seine Leistungen und seinen Einsatz für den Verein gefeiert.
Frage 2: Was ist hr-heimspiel?
Antwort: hr-heimspiel ist eine Sendung des Hessischen Rundfunks, die sich mit Sportereignissen und -news aus Hessen beschäftigt, insbesondere mit dem Fußball. Hier werden oft Interviews, Spielanalysen und interessante Geschichten rund um die hessischen Vereine präsentiert.
Frage 3: Warum ist Sebastian im hr-heimspiel zu sehen?
Antwort: Sebastian ist als Gast eingeladen, um über seine Karriere, Erfahrungen bei Eintracht Frankfurt und aktuelle Themen im Fußball zu sprechen. Dabei soll auch sein Einfluss auf den Verein und die Fans thematisiert werden.
Frage 4: Wann wird die Sendung ausgestrahlt?
Antwort: Die genauen Ausstrahlungszeiten variieren, aber die Sendung hr-heimspiel wird regelmäßig ausgestrahlt. Es empfiehlt sich, den Sendungsplan des Hessischen Rundfunks zu konsultieren, um den Termin für die Episode mit Sebastian zu erfahren.
Frage 5: Wo kann ich die Sendung nach der Ausstrahlung ansehen?
Antwort: Nach der Ausstrahlung wird die Sendung in der Regel in der Mediathek des Hessischen Rundfunks verfügbar sein. Dort können Zuschauer die Episode jederzeit jederzeit abrufen.
Frage 6: Gibt es die Möglichkeit, Fragen an Sebastian zu stellen?
Antwort: Oftmals wird in der Sendung eine Möglichkeit geboten, Fragen aus dem Publikum zu integrieren. Zuschauer können im Vorfeld Fragen über soziale Medien oder andere Plattformen einreichen.
Frage 7: Wie kann ich mehr über Sebastians Karriere erfahren?
Antwort: Zusätzlich zur Sendung können Biografien, Interviews und Dokumentationen über Sebastian in verschiedenen Medien und auf der offiziellen Website von Eintracht Frankfurt gefunden werden.
Frage 8: Welche Themen werden in der Sendung behandelt?
Antwort: In der Sendung werden neben Sebastians persönlichen Erfahrungen auch aktuelle Entwicklungen im deutschen Fußball, wichtige Spiele der Eintracht und die Beziehung zu den Fans thematisiert.
Bei weiteren Fragen zur Sendung oder zu Sebastian stehen die Kontaktkanäle des hr zur Verfügung.
Der BVB hat endlich mal wieder ein Ligaspiel gewonnen – und das eindrucksvoll. Das 6:0 über Union Berlin sorgt für Erleichterung: bei Trainer Niko Kovac und Geschäftsführer Lars Ricken. Letzterer will dafür sorgen, dass künftig geräuschloser gearbeitet wird.
Eines hätte Serhou Guirassy im Überschwang der Gefühle fast vergessen: sich einen der Spielbälle zu sichern. „Ich muss schauen, dass ich noch einen bekommen kann“, sagte der Torjäger von Borussia Dortmund, nachdem er an das in der Bundesliga nicht unübliche Ritual erinnert worden war: Ein Spieler, der drei Tore in einem Spiel erzielt hat, schnappt sich anschließend den Ball, lässt ihn von seinen Teamkollegen unterschreiben – und nimmt ihn als persönliche Trophäe mit nach Hause.
Was für einen dreimaligen Torschützen gilt, muss für jemanden, der viermal getroffen hat, allemal gelten. Dieses Kunststück war Guirassy gelungen. „Zum ersten Mal in der Bundesliga, zum ersten Mal in meiner Profi-Karriere – zum ersten Mal überhaupt“, wie der Guineer nach dem 6:0 (2:0) über Union Berlin erklärte. Natürlich sei das etwas Besonderes – allerdings war es auch für ihn nicht das Wichtigste an diesem Samstagabend. „Das war ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen mussten – egal wie. Deshalb freue ich mich über meine vier Tore, doch es zählt der Sieg für die Mannschaft“, so Guirassy. Denn der macht dem BVB in der schwierigsten Phase inmitten einer brutal enttäuschenden Saison ein klein wenig Hoffnung.
Es wäre kaum auszudenken gewesen, was passiert wäre, hätten die Dortmunder erneut nicht gewonnen oder gar verloren. Sie waren erstmals in der laufenden Saison mit einer negativen Bilanz in eine Bundesligapartie gegangen. Schlechter hatte der Klub zu diesem Zeitpunkt seit zehn Jahren nicht mehr dagestanden. Würde es eine Tabelle nur für das Kalenderjahr 2025 geben: Der BVB wäre vor dem Anpfiff mit nur vier Punkten Letzter gewesen.
„Natürlich bin ich glücklich“
Entsprechend groß war der Druck, der auf dem Team und vor allem auf Niko Kovac lastete. Für ihn war es im dritten Versuch der erste Bundesligasieg als BVB-Trainer. „Es fühlt sich gut an, natürlich bin ich glücklich“, sagte er nach einem Spiel, dessen Happy End zunächst gar nicht absehbar gewesen war. Seiner Mannschaft waren die Auswirkungen der Krise deutlich anzumerken. „Wir waren zu langsam, zu ungenau, zu behäbig“, gab Kovac zu.
Es fehlte der Mut, ins Risiko zu gehen. Immer wieder brachen die Gastgeber ihre Angriffsversuche ab. Sie brauchten schon das Momentum, ein klein wenig Glück. Diesmal hatten sie es: Nachdem Unions Diogo Leite einen Schuss von Julian Ryerson ins eigene Tor abgefälscht hatte (25. Minute), löste sich die Blockade. Erst dann drehte Dortmund auf.
„Das 1:0 war der Brustlöser. Danach haben sich die Jungs wirklich in einen Rausch gespielt“, erklärte Kovac. Plötzlich lief der Ball, die schwarz-gelbe Kombinationsmaschinerie kam auf Temperatur – und die 81.000 Zuschauer auch. Die Dortmunder attackierten die Berliner früh, verzeichneten Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte und spielten zielstrebig in den Strafraum. Sie machten das, was Kovac von ihnen in den knapp drei Wochen, in denen er mittlerweile in der Verantwortung ist, immer wieder gefordert hatte – was sie aber bis dahin nur selten umsetzen konnten: Sie flankten den Ball immer wieder in die gefährlichen Zonen. Vor allem Pascal Groß zeichnete sich dabei aus. Der Nationalspieler bereitete vier der sechs Tore vor.
Was redet der denn da?
Die Folge war spürbare Erleichterung auf vielen Ebenen: Beim Trainer, der sich bereits Kritik gefallen lassen musste, weil er sich in den vergangenen Tagen immer wieder schützend vor die Mannschaft gestellt hatte. Dabei hatte die doch in schöner Regelmäßigkeit all das, was er über ihre angeblich so hohe Qualität gesagt hatte, immer wieder Lügen gestraft. Die Fans hatten sich zuletzt gefragt: Was redet der denn da?
Kovac hatte sich in seinem Bestreben, Optimismus zu verbreiten, tatsächlich auf zunehmend dünneres Eis begeben. Er hatte Julian Brandt, den seit Wochen formschwachen Spielmacher, mit Florian Wirtz und Jamal Musiala verglichen. Er hatte Marcel Sabitzer und Groß in höchsten Tönen gelobt. Brandt fehlte am Samstag wegen muskulären Problemen, doch Sabitzer und vor allem Groß brachten Top-Leistungen. Da hätte man sehen können, dass er mit seiner Einschätzung tatsächlich „nicht so weit von der Wirklichkeit entfernt war“, so Kovac. Es hätten Kleinigkeiten gefehlt. Gerade noch rechtzeitig spielte die Mannschaft so, dass der Trainer mit seiner Einschätzung des Trainers möglicherweise wirklich noch recht behalten könnte: dass die Krise vor allem Kopfsache gewesen sei.
„Alle sind erleichtert“
Auch die Verantwortlichen des BVB werden dadurch ein wenig aus der Schlusslinie genommen. Vor allem in der Schlussphase, als Union regelrecht auseinandergenommen wurde, war immer wieder ein lachender Hans-Joachim Watzke auf der Tribüne zu sehen. Solche Bilder des zum Jahresende scheidenden Vereinspatrons hatte es ewig nicht mehr gegeben. Auch Lars Ricken, sein Teil-Nachfolger als Sportgeschäftsführer, lächelte wieder – genauso wie Sebastian Kehl, der Sportdirektor. „Alle sind erleichtert. Die Zuschauer waren lange nicht mehr so euphorisch und gelöst“, sagte Kehl.
Der BVB-Führung blieb durch den ersten Heimsieg in der Bundesliga seit dem 23. November eine Zerreißprobe erspart. Zudem gewinnt sie etwas Zeit, die schwierige strukturelle Neuordnung voranzutreiben. Vor allem Ricken bemüht sich, Profil zu gewinnen. So erklärte er die sogenannte Elefantenrunde für beendet – jenes Gremium, das die entscheidenden Fragen in Bezug auf den Sport klären soll. „Die wird es nicht mehr geben“, sagte er gegenüber Sky.
„Ganz normale Meeting-Struktur“
Bislang hatten Watzke, Berater Matthias Sammer, Kehl, Ricken sowie der mittlerweile beurlaubte Technische Direktor Sven Mislintat mindestens einmal im Monat strategische Gespräche geführt. In die „Elefantenrunde“ war viel hineininterpretiert worden – vor allem hatte sie immer wieder Anlass zu Spekulationen über das belastete Binnenverhältnis der Protagonisten gegeben.
„Aus der Elefantenrunde hat es mit Mislintat und Nuri Sahin (dem freigestellten Ex-Trainer, die Red.) letztlich ja auch zwei getroffen“, erklärte Ricken. Mittlerweile tausche er sich mit Kehl und Kovac täglich aus. „Da haben wir eine ganz normale Meeting-Struktur. Da braucht man diese Elefantenrunde nicht.“ Künftig, so die Botschaft, soll in Dortmund zielgerichteter – und vor allem geräuschloser gearbeitet werden.
In erster Linie muss jedoch eine nachhaltige Trendwende in der Bundesliga geschafft werden. Davon ist der BVB trotz Sieges über Union Berlin noch weit entfernt. „Wir haben einiges nachzuholen, deshalb hoffe ich, dass es in den nächsten Wochen so erfolgreich weitergeht“, sagte Kapitän Emre Can.
Nach zunächst verspieltem 2:0-Vorsprung vor der Pause gewinnt Real Sociedad am Ende doch sehr souverän mit 5:2 (Hinspiel 2:1) und steht damit im Achtelfinale. Dort wartet auf die Basken mit ManUnited oder Tottenham auf jeden Fall ein englischer Vertreter. Im Viertelfinale könnte anschließend Eintracht Frankfurt der Gegner sein.
Abpfiff
Alguacils Joker stechen. Zakharyan hat auf der linken Seite Platz und flankt scharf nach innen. Dort läuft Oskarsson ein und drückt den Ball aus vier Metern im Sprung souverän über die Torlinie. Beide Akteure waren erst in der 83. Minute eingewechselt worden.
Oskarsson kommt für Oyarzabal
Zakharyan kommt für Barrenetxea
Franculino kommt für Osorio
Oyarzabal dringt rechts in den Strafraum ein und wird dann von Juninho zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte selbst mit einem strammen Schuss ins linke Eck. Lössl ist zwar in der richtigen Ecke, aber kommt etwas zu spät.
grobes Foulspiel
Nachdem er nach längerer Behandlungspause wieder aufgestanden ist und das Spiel weitergeht, steigt Dani Silva, der zuvor noch Rot gegen Olasagasti forderte, selbst mit offener Sohle in Brusthöhe gegen Zubeldia ein.
Turrientes kommt für Olasagasti
Der Mittelfeldspieler hält gegen Dani Silva den Fuß drüber.
Mbabu kommt für Andersson
Juninho kommt für Bech Sörensen
Anpfiff 2. Hälfte
45′
Unter dem Strich führen die Basken, die schon das Hinspiel knapp gewannen, durchaus verdient. Aber Midtjylland nutzte eine kurze Schwächephase nach dem 2:0 für La Real eiskalt mit zwei Treffern zum 2:2 aus, ehe Sucic mit seinem zweiten Treffer des Abends die Hausherren kurz vor der Pause wieder in Führung brachte.
Halbzeitpfiff
Zweimal hatte Lössl kurz zuvor noch stark pariert, jetzt aber ist es soweit. Kubo bringt eine Ecke von links nach innen. Die Dänen versuchen zu klären. Doch Sucic kommt zentral vor dem Strafraum zum Schuss und vollstreckt per Aufsetzer ins untere rechte Toreck. Doppelpack für den Kroaten.
Nach Ellbogeneinsatz gegen Olasagasti.
Jetzt patzt auch La Real. Nach Ballverlust im Aufbau geht es schnell. Bravo passt von rechts am Strafraumrand in die Mitte zu Buksa, der ein wenig Platz hat, sich dreht und dann zu Castillo gibt, der zentral am Strafraumrand alleingelassen wird und direkt abschließt. Der satt getroffene Ball schlägt rechts unter der Querlatte im Tor ein.
Der Torschütze für die Dänen trifft an der Mittellinie gegen Munoz vor allem den Ball. Es ist die 3. Gelbe Karte im Wettbewerb, er wäre damit im Achtelfinalhinspiel gesperrt.
Barrenetxea trifft Castillo im eigenen Strafraum ein wenig zu ungestüm im Knöchelbereich. Den fälligen Elfmeter verwandelt Buksa gegen die Bewegung von Remiro flach ins linke Toreck.
Ein wunderbar herausgespielter Treffer. Sucic leitet erst selbst ein. Über Oyarzabal kommt der Ball schließlich nach halblinks in den Strafraum zu Barrenetxea, der dann wieder quer ins Zentrum zum einlaufenden Sucic gibt. Dieser schiebt locker ins leere Tor ein.
Was für ein Fauxpas von Bech Sörensen! Nach einem Rückpass hat der Abwehrspieler im eigenen Strafraum eigentlich alle Zeit der Welt und will den Ball für Lössl liegenlassen. Dann aber bemerkt er den heransprintenden Mendez. Bech ist noch klar näher am Spielgerät, kommt dann ohne gegnerische Einwirkung ins Straucheln und fällt sogar hin. Während Lössl rechts ein paar Meter entfernt steht, hat Mendez somit frei Bahn und muss den Ball aus acht Metern nur noch ins leere Tore schieben.
2′
Andersson will zurück zu Keeper Lössl köpfen, doch der Versuch gerät zu kurz und landet so genau im Lauf von Barrenetxea, der halblinks allein aufs Tor zuläuft und abschließt. Lössl wehrt gerade noch zum Eckball ab.
Anpfiff
Mit 2:1 gewann Real Sociedad das Hinspiel in den Play-offs der Europa League in Herning. Die favorisierten Spanier gehen daher mit einer guten Ausgangssituation ins Rückspiel um 21 Uhr. Oder gelingt den Dänen vom FC Midtjylland eine Überraschung?
Es sollte seine Saison werden – und sie begann auch mehr als verheißungsvoll. Mittlerweile ist Jamie Gittens, das Top-Talent von Borussia Dortmund, allerdings auf der Suche nach seiner Form. Das hat mehrere Gründe.
Jamie Gittens hatte auch am Dienstag erneut früher Feierabend als erhofft und wollte nach Hause. Er war in der Halbzeitpause des Rückspiels der Dortmunder in der Play-off-Runde gegen Sporting Lissabon ausgewechselt worden. Nach Spielende stand er vor dem Kabinentrakt im Stadion und wartete auf das Shuttle-Fahrzeug, das die BVB-Spieler zu ihren Privatwagen chauffiert. Er hatte die Kapuze seines Hoodies hochgezogen, seine Körpersprache signalisierte, dass er eher nicht sprechen will – auch nicht über den Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Denn dazu hatte das schmucklose 0:0 ja gereicht, da das Hinspiel eine Woche zuvor mit 3:0 gewonnen werden konnte.
Dabei ist die Champions League so etwas wie das Lebenselixier von Gittens – der Wettbewerb, für den er am meisten brennt. Das hatte der 20-jährige Engländer, der als eines der größten Talente der Bundesliga gilt, zu Beginn der laufenden Saison anschaulich unter Beweis gestellt. Er war beim ersten Spiel des BVB in der Liga-Phase beim FC Brügge nach 70 Minuten eingewechselt worden und hatte es dann quasi im Alleingang entschieden, als er das 2:0 und 3:0 für Dortmund erzielen konnte. Anschließend war er grinsend durch die Katakomben des Jan-Breydel-Stadions gelaufen und hatte den Journalisten stolz den „Man-of-the-Match“-Award der Uefa gezeigt: „Nicht schlecht, oder?“ Seitdem ist Gittens Stammspieler und steht bei vielen Vereinen auf dem Zettel.
Doch seitdem sind auch viele andere Dinge passiert – beim BVB und bei Gittens. Die Dortmunder schlitternden in eine Krise, mussten den Trainer wechseln – und Gittens, der trotzdem lange eine der wenigen positiven Entwicklungen in einer schwierigen Saison war, verlor irgendwann seine Leichtigkeit. Beides hängt miteinander zusammen.
Seit dem letzten Hinrundenspiel in der Bundesliga, einer 2:4-Niederlage bei Holstein Kiel, hat er weder ein Tor erzielt noch eines vorbereitet. Das war in der ersten Hälfte der Saison noch ganz anders gewesen. Da hatte der Tempodribbler in 14 von 17 Spielen immer eine Torbeteiligung verbuchen können. Er war Publikumsliebling.
Kehl stärkt Gittens
Das ist er mittlerweile nicht mehr, wie er am vergangenen Samstag schmerzlich erfahren musste. Der BVB verlor 0:2 in Bochum, ihm persönlich gelang nicht viel. In der 58. Minute wurde Gittens ausgewechselt. Als er dann hinter dem Tor entlang zur Dortmunder Bank gehen wollte, wurde er von den Fans ausgepfiffen und angefeindet. Gittens blieb stehen, drehte sich um und lieferte sich mit den Pöblern ein Wortgefecht. Mitspieler eilten hinzu, um ihn zu beruhigen.
„Jamie ist ein super wichtiger Spieler für diese Mannschaft, der in dieser Saison einen großen Schritt nach vorn gemacht. Er hat momentan ein paar kleinere Themen, die sind aber auch nicht schlimm“, sagte Sebastian Kehl. Dies sei in der Karriere eines jungen Profis nicht ungewöhnlich. Er durchlaufe eine Talsohle, wenn man so will: eine vorübergehende Sinnkrise. Das ändere aber nichts an dem Vertrauen, das Gittens im Klub entgegengebracht werde. „Ich weiß, dass der Trainer ihn sehr schätzt. Er genießt große Wertschätzung in der Mannschaft, ist ein Unterschiedsspieler. Wir werden alles dafür tun, damit er das Lächeln zurückbekommt, damit er Tore schießt, dass er Vorlagen gibt. Dafür ist er gemacht“, so der BVB-Sportdirektor.
Das Problem ist jedoch: In seiner derzeitigen Verfassung kann Gittens dem BVB kaum helfen, um in der Bundesliga endlich eine Aufholjagd zu starten. Das scheint auch Niko Kovač zu befürchten. Der neue Dortmunder Trainer ist sich bewusst, dass er die Schnelligkeit und Explosivität des Flügelstürmers braucht, um das zuletzt oftmals statisch wirkende Offensivspiel zu beleben. Deshalb hat er Gittens ja in allen vier Pflichtspielen seit seiner Amtsübernahme starten lassen – obwohl er gleichzeitig auch die Notwendigkeit sieht, dass der eigentlich mal eine Pause benötigen würde. Denn oftmals reibt sich Gittens auf, da er es wegen seiner Fähigkeiten meist mit zwei Defensivspielern zu tun bekommt. „Es ist für ihn nicht einfach“, so Kovač. Am Dienstag habe Gittens „auch ein wenig unglücklich gespielt.“
100 Millionen Ablöse?
Es gibt jedoch auch einen anderen Grund, warum die Dortmunder ihr Offensivtalent so schnell wie möglich wieder in die Spur bringen müssen. Gittens ist mittlerweile einer ihrer werthaltigsten Spieler. Und sollte es am Ende der Saison nicht die für erneute Qualifikation für die Champions League reichen oder sogar der Einzug in die Europa League verpasst werden, müsste ein Verkauf wohl zumindest in Erwägung gezogen werden. Denn dann könnten die ausbleibenden Einnahmen allein durch einen Transfer kompensiert werden.
Mit den Tottenham Hotspurs, dem FC Arsenal und dem FC Chelsea sollen gleich drei englische Schwergewichte an Gittens, der noch einen Vertrag bis 2028 hat, interessiert sein. Bei einem Angebot von über 100 Millionen Euro Ablöse dürfte der BVB gesprächsbereit sein. Es sind auch diese Zahlenspiele und Spekulation, die es Gittens derzeit nicht unbedingt erleichtern, den Kopf freizubekommen und wieder in die Spur zu finden.