Wenn sich am Samstag (8. März) Borussia Dortmund und der FC Augsburg auf dem Rasen gegenüberstehen, ist es für zwei Spieler ein ganz besonderes Spiel. Für 90 Minuten müssen Nico und Keven Schlotterbeck alle Familienaspekte beiseiteschieben. Die Geschwister-Liebe muss ruhen.
Doch auch aus weiteren Gründen erwartet die Zuschauer ein spannendes Spiel. Immerhin sind Borussia Dortmund und der FC Augsburg aktuell Tabellennachbarn, was insbesondere zeigt, wie katastrophal die BVB-Saison verläuft. Die Ansprüche sind ganz andere. Doch besonders Keven Schlotterbeck sinnt darauf, den Dortmundern und damit auch seinem jüngeren Bruder noch einmal ein Bein zu stellen.
Borussia Dortmund – FC Augsburg: Gelingt die Revanche?
Keven gegen Nico Schlotterbeck – das ist eines von nur drei Brüder-Duellen, die es aktuell in der Bundesliga gibt. Und die Spannung steigt täglich. „Die Vorfreude ist immer groß, wenn wir uns sehen. Das war zuletzt an Weihnachten der Fall“, verrät Augsburgs Keven Schlotterbeck gegenüber DER WESTEN. Bis dahin würden beide noch einige Nachrichten austauschen, um sich bis Samstag auf dem Laufenden zu halten.
Dann aber ist erstmal Schluss mit der Geschwisterliebe. „In den 90 Minuten ist er dann auch einfach ein Gegner, gegen den wir punkten wollen“, macht der Augsburger Schlotterbeck deutlich. Und das gelangen ihm und seinen Mitspielern im Hinspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg besonders gut.
++ Ex-Trainer am Boden – sorgt ausgerechnet der BVB für seinen Rauswurf? +++
Dortmund verlor im Oktober 2024 mit 1:2 – einer von vielen Auswärtstiefschlägen, die die Schwarzgelben in diesem Jahr schon verkraften mussten. Dabei standen beide Schlotterbecks über 90 Minuten gemeinsam auf dem Feld.
Pluspunkt für Augsburg?
Entsprechend verrät Keven, dass im Vorfeld auch die ein oder andere Kampfansage ausgetauscht werde. „Gefrotzelt wird bestimmt“, verrät er im Gespräch. „Insbesondere, weil wir das Hinspiel gewonnen haben, will nicht nur Nico, sondern auch der BVB das Rückspiel unbedingt gewinnen.“ Dennoch lautet seine klare Ansage: „Aber wir fahren auch nach Dortmund, um erfolgreich zu sein.“
Das Augsburger Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr. Immerhin hat die Mannschaft die letzten acht Spiele nicht mehr verloren, zuletzt viermal in Folge zu Null gespielt. Zudem hat Schlotterbeck einen weiteren möglichen Vorteil ausgemacht.
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„Nichtsdestotrotz haben sie eine englische Woche, die sehr intensiv ist“, sagt der Verteidiger des FC Augsburg über Borussia Dortmund. „Das könnte vielleicht ein Pluspunkt für uns sein. Es wird hoffentlich ein spannendes Duell.“
Nach dem 1:1-Unentschieden im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Lille ist die Enttäuschung bei Borussia Dortmund groß. Vor allem die schwache zweite Halbzeit dürfte der Mannschaft von Niko Kovac zu denken geben.
Nach Spielabpfiff äußerte ein BVB-Star nun einen schwerwiegenden Verdacht. Ist Borussia Dortmund in den zweiten 45 Minuten deswegen so eingebrochen? Ausgerechnet sein eigener Teamkollege widerspricht der Theorie nun vehement!
Es war ein unerklärlicher Leistungsabfall des BVB im zweiten Durchgang gegen OSC Lille. Karim Adeyemi vermutete nach der Partie, der 2:0-Arbeitssieg gegen St. Pauli am Samstagnachmittag (1. März) stecke einigen Spielern noch in den Knochen. „Aber das soll keine Ausrede sein“, betonte der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0. Teamkollege Nico Schlotterbeck will von der Vermutung seines Teamkollegen jedoch nichts wissen.
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„Es war am Ende auf gar keinen Fall eine Kraftfrage“, formuliert der Dortmunder Abwehrboss deutlich. Stattdessen habe es an anderen Stellen gehapert, wie Schlotterbeck zu Protokoll gibt: „Wir hätten mehr nach vorne attackieren sollen, viel mehr das Publikum mitnehmen müssen“.
BVB braucht einen Sieg
Die eigens attestierte Passivität in der zweiten Halbzeit könnte dem BVB am Ende noch zum Verhängnis werden. Klar ist jedenfalls bereits jetzt: Im Achtelfinal-Rückspiel am kommenden Mittwoch (12. März) muss Schwarz-Gelb die gute Leistung aus dem ersten Durchgang über 90 Minuten abrufen.
Andernfalls könnte es Borussia Dortmund im Stade Pierre-Mauroy zu Lille schwer haben. Denn will der BVB tatsächlich ins Champions-League-Viertelfinale einziehen, braucht es gegen die Franzosen im Rückspiel einen Sieg.
Nico Schlotterbeck stichelt scherzhaft gegen Karim Adeyemi – doch der Offensivspieler nimmt den Seitenhieb mit Humor. Beim BVB-Sieg in Hamburg zeigte Adeyemi einmal mehr, was er wirklich draufhat.
Borussia Dortmund feierte am Samstag einen 2:0-Sieg beim FC St. Pauli und setzte damit eine kleine Serie auf: Zum ersten Mal in dieser Saison gelang es den Schwarz-Gelben, zwei Bundesliga-Spiele in Folge zu gewinnen. Beim Erfolg in Hamburg war es einmal mehr Karim Adeyemi, der mit einem Tor und einer Vorlage entscheidend zum Sieg beitrug.
Adeyemi, der in dieser Saison immer mehr zu seiner Form findet, war nicht nur durch seinen Treffer zum 2:0 (58. Minute) auffällig. Bereits beim 1:0, das Serhou Guirassy erzielte, hatte der 23-Jährige mit einem präzisen Schuss die Vorlage geliefert. Dabei überraschte der Offensivspieler einige Beobachter, denn er nutzte für beide Aktionen seinen schwächeren rechten Fuß, was Nico Schlotterbeck, der bei Dortmund als Innenverteidiger spielt, etwas irritierte.
„Manchmal hat er nen besseren Schuss mit rechts als mit seinem starken Linken. Das verstehe ich nicht ganz. Das müsst ihr ihn fragen“, stichelte Schlotterbeck in der Mixed Zone und sorgte damit für Gelächter. Wenig später reagierte Adeyemi auf diese humorvolle Bemerkung und erklärte lachend: „Ja, hat er mir vorhin erzählt. Das ist so ein kleiner Joke“. Trotzdem betonte er: „Ne, ich glaube, der Linke ist trotzdem noch besser. Vielleicht nehme ich den Ball wirklich besser mit rechts an.“
Überzeugt Adeyemi auch gegen OSC Lille?
Trotz dieser scherzhaften Bemerkungen zeigte sich Schlotterbeck zufrieden mit der Entwicklung seines Teamkollegen: „Mit seiner Geschwindigkeit kann er so viel rausholen.“ Für Adeyemi, der nach einer längeren Verletzungspause und einigen schwankenden Leistungen wieder in Form kommt, war das Spiel in Hamburg ein weiteres positives Signal. „In den letzten Spielen habe ich Selbstbewusstsein gekriegt. Sie waren ganz okay, aber da geht noch mehr. Ich baue darauf auf“, sagte Adeyemi selbst.
Am Dienstag wartet auf den BVB ein weiteres Highlight, wenn der französische Klub OSC Lille in der Champions League zu Gast ist. Die Dortmunder wollen sich vor heimischer Kulisse eine gute Ausgangslage für das Rückspiel im Achtelfinale verschaffen. „Wir werden unsere Räume bekommen“, sagte Kehl optimistisch, wobei der BVB darauf hofft, dass auch Karim Adeyemi in der Königsklasse wieder voll aufdreht.
Nico Schlotterbeck über Stabilität in der Defensive und über Effizienz in der Offensive:In der ersten Halbzeit war St. Pauli gut im Spiel, hatte ein paar Halbchancen und viele Standards. Wichtig war, mit einem 0:0 in die Halbzeit zu gehen. Uns war klar, dass es ähnlich wird wie in Lissabon, dass nach einem 1:0 das Spiel ein bisschen mehr aufgehen würde. Danach haben wir ein kontrolliertes Spiel gemacht und es dann auch verdient gewonnen.
… über das vierte gegentorlose Spiel in den zurückliegenden fünf Begegnungen in der Bundesliga und in der Champions League:Wir hatten in der Hinrunde viele Wechsel in der Verteidigung, weil viele Spieler verletzt waren, wir nicht so richtig in den Rhythmus gekommen sind. Wir stehen jetzt kompakter, wir stehen jetzt geschlossener, lassen nicht so viel zu.
… über Kontinuität in der Startelf:Das Grundgerüst wird gerade ein bisschen besser. Wir haben nicht so viele Verletzungen wie in der Hinrunde, und wenn man nicht so viel tauschen muss und die Mannschaft sich einspielt, dann kommt auch von der Bank was Besseres, weil sie in ein Glied kommt, das funktioniert. Der Trainer hat vielen Spielern immer das gleiche Vertrauen gegeben, das zahlt sich gerade aus. Ich hoffe, dass wir so weitermachen.
… über Niko Kovac‘ Halbzeit-Ansprache:Er hat ähnliches gesagt wie in Lissabon oder in den letzten Spielen: Wir müssten das Balltempo erhöhen. Wir waren sehr langsam im Passspiel, haben immer nur eine Linie überspielt, nicht zwei. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser hinbekommen. Die Räume wurden auch größer, Pauli wurde dann auch müde. Wie gesagt: Wichtig war, die Null zu halten, und danach geht so ein Spiel auch auf.
… über den schweren Start ins Spiel: Es ist ein Auswärtsspiel. St. Pauli spielt viel Mann gegen Mann über den Platz, kommt selbst über lange Bälle. Wir haben solide verteidigt, haben keine Riesenchancen zugelassen.
… über seine frühe Gelbe Karte:Ich hatte schon zwei Platzverweise in diesem Jahr, deswegen musste ich da aufpassen, konnte nicht mehr so gut in die Zweikämpfe gehen. Be Kopfballduellen muss man aufpassen mit dem Ellenbogen. Ich denke, ich habe das ganz gut hinbekommen.
… über das anstehende Champions-League-Spiel gegen Lille:Achtelfinale, Champions League, bei uns im Tempel: Da habe ich schon den Anspruch, das Spiel zu gewinnen, ein gutes Spiel zu machen. Die Fans werden auf jeden Fall da sein, und wir erwarten das auch von uns. (br)
Das Fußball-Jahr 2025 hatte für Keven Schlotterbeck nicht optimal begonnen. Nach einer nervigen Muskelverletzung, die er sich am letzten Spieltag vor der Weihnachtspause zugezogen hatte, musste der Innenverteidiger mit Rückstand in die Vorbereitung beim FC Augsburg starten. Die ersten drei Punktspiele verpasste er und als er wieder fit war, saß er beim Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim auf der Bank. Trainer Jess Thorup hatte dem 18-jährigen Noakhai Banks den Vorzug gegeben. Erst in der 70. Minute durfte Schlotterbeck ran. Und was machte der Innenverteidiger? Er köpfte in der letzten Sekunde den 2:1-Siegtreffer. Es war sein drittes für den FCA in der Saison und sein zehntes insgesamt. Damit zählt Schlotterbeck zu den torgefährlichsten Verteidigern der Liga.
Keven Schlotterbeck hat beim FC Augsburg keine Stammplatzgarantie
Alles schien perfekt zu laufen für den Neuzugang, den der FCA im Sommer vom SC Freiburg bis 2027 verpflichtet hatte. Schlotterbeck wollte nach zwei Leihjahren beim VfL Bochum nicht mehr zurück nach Freiburg, sondern einen Neuanfang. Als Stammspieler. Das war er dann auch in Augsburg – bis zu seiner Verletzung. Nach dem Siegtor gegen Heidenheim schien klar: Schlotterbeck ist zurück. Doch vier Wochen später, vor dem Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen den SC Freiburg, ist nicht sicher, ob Schlotterbeck von Anfang an spielen wird.
Denn Chrislain Matsima und Kapitän Jeffrey Gouweleeuw sind gesetzt und jetzt hat Schlotterbeck nicht so sehr mit Bundesliga-Neuling Banks zu kämpfen, sondern mit dem bundesliga-erfahrenen Cedric Zesiger. Den Schweizer hatte der FCA in der Winterpause noch schnell vom VfL Wolfsburg ausgeliehen.
FCA-Verteidiger Keven Schlotterbeck: „Ich werde um meinen Platz kämpfen“
Natürlich sei die Lage für ihn schwierig. „Ich habe mich am letzten Spieltag vor der Winterpause verletzt und musste mit Rückstand in die kurze Vorbereitung gehen. Dann ist es normal, dass man kämpfen muss. Ich werde um meinen Platz kämpfen“, sagt Schlotterebeck am Mittwoch vor dem Freiburg-Spiel.
Die Konkurrenz hat es aber in sich, das weiß auch Schlotterbeck: „Chris hat sich im letzten halben Jahr enorm entwickelt, Jeff ist der Fels in der Brandung in der Zentrale, aber ich habe jetzt auch keine schlechte Hinrunde gespielt“, sagt Schlotterbeck und fügt an: „Wir haben mit Zesi jetzt noch einmal einen Spieler dazubekommen, der enorme Qualität mitbringt. Der ist nicht umsonst damals für zehn Millionen Euro von den Young Boys Bern nach Wolfsburg gewechselt und mit Noki ist ja auch noch ein junges Eigengewächs da. Klar ist auch, ich bin nicht der Einzige, der sich auf dem Trainingsplatz zeigen will, damit er am Samstag oder Sonntag auf dem Platz stehen will.“
Sein Bruder Nico Schlotterbeck spielt bei Borussia Dortmund
Konkurrenzkampf – das ist für den 27-jährigen Keven Schlotterebeck Normalität. Anders als sein zwei Jahre jüngere Bruder Nico, der schon immer als herausragendes Talent galt und nun bei Borussia Dortmund ebenfalls als Innenverteidiger sein Geld verdient, verlief seine Karriere nicht geradlinig.
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Nico Schlotterbeck erlebt mit Borussia Dortmund gerade eine sehr durchwachsene Saison. Foto: David Inderlied, dpa
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Nico Schlotterbeck erlebt mit Borussia Dortmund gerade eine sehr durchwachsene Saison. Foto: David Inderlied, dpa
In Weinstadt bei Stuttgart geboren, führte ihn sein Weg nicht in die Nachwuchsabteilung des großen VfB, sondern zu den kleinen Stuttgarter Kickers und von dort aufs Land. Zuerst zum VfL Kirchheim und dann zur TSG Backnang. Doch dort wurden die Scouts des SC Freiburg aufmerksam. und holten den 20-jährigen Defensivmann 2017 zum SC Freiburg II.
Bundesliga-Debüt für den SC Freiburg gegen den VfB Stuttgart
Im Februar 2019 verhalf ihm dann Freiburgs Kulttrainer Christian Streich zum Bundesliga-Debüt. Ausgerechnet gegen den VfB Stuttgart (2:2) wurde Keven Schlotterbeck eingewechselt.
Komplizierte Beziehung zu Freiburgs Kulttrainer Christian Streich
Es war der Beginn einer komplizierten Trainer-Spieler-Beziehung. „Es war immer ein Auf und Ab. Ich habe Christian Streich viel zu verdanken, unter ihm bin ich Bundesliga-Profi geworden. Aber es war nicht einfach. Ich habe mich zu dem entwickelt, der ich jetzt bin, und ich konnte einiges mitnehmen aus Freiburg.“
Zum unangefochtenen Stammspieler reichte es für Keven Schlotterbeck im Breisgau nie. Er ließ sich zweimal ausleihen: zu Union Berlin und zum VfL Bochum. Die Kontakte nach Freiburg gibt es aber immer noch. Aber am Sonntag zählen die nicht: „Natürlich habe ich da noch einige Freunde. Und wenn man dort zum Bundesligaprofi geworden ist, hat man immer eine besondere Bindung. Aber egal, ob ich gegen meine Freunde oder meinen Bruder spiele, für 90 Minuten sind sie einfach Gegner. Für mich zählt am Wochenende nur, dass wir die drei Punkte hier behalten.“
Das wird kein einfaches Unterfangen. Denn der SC Freiburg hat nach einer Schwächephase zuletzt vier Spiele in Serie gewonnen. „Es wird schwer, aber am Sonntag wird die WWK-Arena brennen, weil wir so lange ungeschlagen sind und das wollen wir auch zuhause bleiben“, sagt Schlotterbeck.
Keven Schlotterbeck will mit dem FC Augsburg nicht um die Goldene Ananas spielen
Aber auch das Selbstbewusstsein beim FCA ist nach sieben Spielen ohne Niederlage gewachsen. Mit 31 Punkten hat der FCA nun 16 Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der Abstieg ist kein großes Thema mehr.
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Jeffrey Gouweleeuw, Steve Mounie und Keven Schlotterbeck (von links) haben derzeit durchaus Grund zum Jubeln. Foto: Harry Langer, dpa
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Jeffrey Gouweleeuw, Steve Mounie und Keven Schlotterbeck (von links) haben derzeit durchaus Grund zum Jubeln. Foto: Harry Langer, dpa
Schlotterbeck will mehr: „Natürlich geht der erste Blick beim FCA eher nach unten als nach oben. Aber wir haben die Qualität und ich möchte jetzt nicht um die Goldene Ananas spielen und am Ende der Saison irgendwo im Niemandsland stehen. Warum nicht oben reinstoßen, wenn der Klassenerhalt frühzeitig geschafft ist? Aber die Bundesliga wird immer enger. Von daher dürfen wir keinen Schritt weniger machen und von anderen Zielen sprechen. Die magischen 40 Punkte sind noch nicht erreicht.“
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Gerne! Um welches Thema soll es bei den FAQs gehen?
Die BVB-Euphorie nach dem Sieg in der Champions League hält nicht lange an. Nach der Blamage von Bochum rückt eine erneute Königsklassen-Teilnahme in weite Ferne. Abermals offenbart das Team große Probleme. Die Zahlen, die die Krise dokumentieren, sind erschreckend.
Die Zahlen sprechen Bände. Sie zeigen einmal mehr auf, wie schlecht es um Borussia Dortmund in der laufenden Bundesliga-Spielzeit steht.
Nach dem 0:2 (0:2) beim Abstiegskandidaten VfL Bochum weist der Klub erstmals in dieser Saison eine negative Bilanz auf: acht Siege und fünf Unentschieden stehen neun Niederlagen gegenüber. Nach 22 Spieltagen hat der BVB, der unter der Woche bei Sporting Lissabon in der zweiten Halbzeit noch so geglänzt und 3:0 gewonnen hatte, schon zweimal mehr verloren als in der kompletten vergangenen Saison.
„Erklärungen dafür gibt es nicht wirklich“, sagte BVB-Torhüter Gregor Kobel. Bochum, ergänzte er, sei „superaggressiv gewesen“, so wie es Trainer Niko Kovac im Vorfeld gesagt habe. „Doch wir haben es nicht umsetzen können.“
„Seriosität und Professionalität waren nicht zu sehen“
Mit nur 29 Punkten weist der BVB die schlechteste Zwischenbilanz seit zehn Jahren auf –2014/15 waren es in der Abschiedssaison von Jürgen Klopp sogar nur 25 Zähler zu diesem Zeitpunkt.
Das Szenario einer Saison ohne internationalen Startplatz wird immer realistischer. Dortmund ist aktuell nur noch Mittelmaß, liegt auf Platz elf mit acht Punkten Rückstand auf einen Champions-League-Platz. Erstmals seit 41 Jahren unter Timo Konietzka verlor mit Niko Kovac wieder ein BVB-Trainer seine ersten beiden Bundesliga-Partien.
„Ich habe in der vergangenen Woche gesagt, sie müssen erwachsen werden. Sie spielen wie eine Jugendmannschaft – Seriosität und Professionalität waren nicht zu sehen“, monierte Sky-Experte Dietmar Hamann im Nachgang. Wenn es sportlich in der Jugend bei einem Spieler nicht laufen sollte, würde man diesem irgendwann sagen, dass er sich zusammenreißen müsse. „Aber hier“, ergänzte die Hamann in Bezug auf die BVB-Profis, „ist Hopfen und Malz verloren. Was Grundvoraussetzung sein sollte, zeigen sie nicht. Die brauchen keinen Trainer, die brauchen einen Zauberer.“ Ein Problem sei, so schob der frühere Nationalspieler nach, dass der BVB „zu viele Schönspieler“ hätte. Niko Schlotterbeck und Emre Can, die zwei Verteidiger, meinte Hamann damit nicht. Das betonte er explizit.
Schlotterbeck sagte nach der Niederlage, dass die Mannschaft endlich „aus den Pötten“ kommen müsse. „Wir müssen Leistung bringen und den Turnaround schaffen. Jeder muss auf sich schauen und nicht Ausreden woanders suchen. Wir können nicht nur einmal in zwei Wochen eine gute Leistung zeigen, sondern müssen das alle drei, vier Tage tun. Wir müssen das schnell hinkriegen“, sagte der Nationalspieler und gab sich optimistisch: „Ich glaube fest daran, dass wir das schaffen.“
Coach Kovac sagte, man müsse schleunigst anfangen, Spiele zu gewinnen. Er appellierte daran, die Gier und das Selbstverständnis dafür zu haben – auch für eine Partie wie die am Samstag in Bochum. In der Bundesliga gehe es darum, seine Hausaufgaben zu machen.
Nico Schlotterbeck hat die Mannschaft von Borussia Dortmund nach der Derby-Niederlage beim VfL Bochum mit deutlichen Worten in die Pflicht genommen. „Die Basics im Fußball – Zweikämpfe annehmen, vor allem Zweikämpfe führen erst mal – das muss sich schleunigst ändern“, sagte der deutsche Nationalspieler bei Sky.
Der 25-Jährige ergänzte: „Und wenn wir das nicht hinbekommen, dann sind wir da, wo wir gerade stehen – auch zurecht. Wir müssen das schnell hinkriegen, weil sonst ist die Saison eine Horror-Saison. Aber ich hoffe, wir kriegen das noch hin und ich glaube auch fest dran.“
Schlotterbeck nimmt Kovac in Schutz
Der BVB ist Tabellenelfter und aktuell sechs Punkte von den internationalen Plätzen entfernt. In diesem Jahr hat die Borussia von sieben Bundesligaspielen fünf verloren und nur eins gewonnen. Auch der 3:0-Sieg in der Champions League am vergangenen Dienstag bei Sporting Lissabon wirkte sich nicht nachhaltig auf die Form der Profis aus.
„Wir können nicht immer einmal pro zwei Wochen eine gute Leistung bringen, sondern wir müssen sie alle drei, vier Tage bringen“, sagte Schlotterbeck. „Wenn du weißt, was dich in Bochum erwartet, vor allem die ersten 10, 15 Minuten, dann musst du das Spiel annehmen. Das haben wir nicht geschafft.“
Auch dem neuen Trainer Niko Kovac ist es bisher nicht gelungen, die Dortmunder wieder erfolgreicher zu machen oder spielerisch zu verbessern. Im zweiten Ligaspiel unter Kovac gab es die zweite Niederlage. „Es ist egal, welcher Trainer draufsteht: Die Mannschaft muss von sich aus aus den Pötten kommen“, forderte Schlotterbeck.
Borussia Dortmund kommt nicht aus der Krise. Nach der Niederlage beim Ruhrgebietsrivalen aus Bochum hat ein Nationalspieler klare Forderungen.
Nico Schlotterbeck hat die Mannschaft von Borussia Dortmund nach der Derby-Niederlage beim VfL Bochum mit deutlichen Worten in die Pflicht genommen. „Die Basics im Fußball – Zweikämpfe annehmen, vor allem Zweikämpfe führen erst mal – das muss sich schleunigst ändern“, sagte der deutsche Nationalspieler bei Sky.
Der 25-Jährige ergänzte: „Und wenn wir das nicht hinbekommen, dann sind wir da, wo wir gerade stehen – auch zurecht. Wir müssen das schnell hinkriegen, weil sonst ist die Saison eine Horror-Saison. Aber ich hoffe, wir kriegen das noch hin und ich glaube auch fest dran.“
Schlotterbeck nimmt Kovac in Schutz
Der BVB ist Tabellenelfter und aktuell sechs Punkte von den internationalen Plätzen entfernt. In diesem Jahr hat die Borussia von sieben Bundesligaspielen fünf verloren und nur eins gewonnen. Auch der 3:0-Sieg in der Champions League am vergangenen Dienstag bei Sporting Lissabon wirkte sich nicht nachhaltig auf die Form der Profis aus.
„Wir können nicht immer einmal pro zwei Wochen eine gute Leistung bringen, sondern wir müssen sie alle drei, vier Tage bringen“, sagte Schlotterbeck. „Wenn du weißt, was dich in Bochum erwartet, vor allem die ersten 10, 15 Minuten, dann musst du das Spiel annehmen. Das haben wir nicht geschafft.“
Auch dem neuen Trainer Niko Kovac ist es bisher nicht gelungen, die Dortmunder wieder erfolgreicher zu machen oder spielerisch zu verbessern. Im zweiten Ligaspiel unter Kovac gab es die zweite Niederlage. „Es ist egal, welcher Trainer draufsteht: Die Mannschaft muss von sich aus aus den Pötten kommen“, forderte Schlotterbeck.
Bochum (dpa) – Nico Schlotterbeck hat die Mannschaft von Borussia Dortmund nach der Derby-Niederlage beim VfL Bochum mit deutlichen Worten in die Pflicht genommen. „Die Basics im Fußball – Zweikämpfe annehmen, vor allem Zweikämpfe führen erst mal – das muss sich schleunigst ändern“, sagte der deutsche Nationalspieler bei Sky.
Der 25-Jährige ergänzte: „Und wenn wir das nicht hinbekommen, dann sind wir da, wo wir gerade stehen – auch zurecht. Wir müssen das schnell hinkriegen, weil sonst ist die Saison eine Horror-Saison. Aber ich hoffe, wir kriegen das noch hin und ich glaube auch fest dran.“
Schlotterbeck nimmt Kovac in Schutz
Der BVB ist Tabellenelfter und aktuell sechs Punkte von den internationalen Plätzen entfernt. In diesem Jahr hat die Borussia von sieben Bundesligaspielen fünf verloren und nur eins gewonnen. Auch der 3:0-Sieg in der Champions League am vergangenen Dienstag bei Sporting Lissabon wirkte sich nicht nachhaltig auf die Form der Profis aus.
„Wir können nicht immer einmal pro zwei Wochen eine gute Leistung bringen, sondern wir müssen sie alle drei, vier Tage bringen“, sagte Schlotterbeck. „Wenn du weißt, was dich in Bochum erwartet, vor allem die ersten 10, 15 Minuten, dann musst du das Spiel annehmen. Das haben wir nicht geschafft.“
Auch dem neuen Trainer Niko Kovac ist es bisher nicht gelungen, die Dortmunder wieder erfolgreicher zu machen oder spielerisch zu verbessern. Im zweiten Ligaspiel unter Kovac gab es die zweite Niederlage. „Es ist egal, welcher Trainer draufsteht: Die Mannschaft muss von sich aus aus den Pötten kommen“, forderte Schlotterbeck.