Werder-Trainer: Nach dem Fußball könnte was ganz anderes kommen
Aktualisiert am 16.02.2025Lesedauer: 1 Min.
Werder Trainer Ole Werner im Weserstadion (Archivbild): “Erst Bundesliga-Coach, dann Surflehrer?” – “Kann man machen”. (Quelle: Carmen Jaspersen)
Werder Trainer Ole Werner kann sich vorstellen, auch mal was ganz anderes zu machen. Statt um Bälle würde es um Bretter gehen.
Seit November 2021 ist Ole Werner Trainer von Werder Bremen. Doch für die Zeit nach seiner Trainerlaufbahn hat der gebürtige Schleswig-Holsteiner bereits andere Pläne. In einem Interview mit der “Bild am Sonntag” verriet der 36-Jährige, dass er sich durchaus vorstellen könne, als Surflehrer zu arbeiten.
“Warum nicht?”, so Werner. “Man muss dann ja nicht mehr selbst draufstehen, sondern nur erklären, wie es geht. Das ist für mich nicht total absurd – das kann man schon machen.”
Ole Werner stammt aus einer Region in Schleswig-Holstein, die stark vom Tourismus und Wassersport geprägt ist. “Ich komme aus einer Gegend, in der Tourismus und besonders Wassersport eine Rolle spielen. Und ich habe viele Freunde, die damit ihr Geld verdienen”, erklärte er weiter. Daher sei es für ihn gut vorstellbar, später einmal in Bereichen wie Hotellerie, Gastronomie oder eben auch in einer Surfschulen mitzuwirken.
Frankfurt/Main (dpa) – Die Erleichterung über das Ende der kleinen Remis-Serie war bei den Profis von Eintracht Frankfurt spürbar. Mit dem lockeren 3:1 (2:0) gegen Schlusslicht Holstein Kiel festigten die Hessen den dritten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga und holten sich Rückenwind für die anstehenden Topspiele bei Tabellenführer Bayern München und gegen Titelverteidiger Bayer Leverkusen.
„Klar war das heute wichtig im Hinblick auf die kommenden Wochen. Momentan sieht die Tabelle natürlich schön aus“, sagte Torwart Kevin Trapp. Und Sportvorstand Markus Krösche stellte fest: „Es war wichtig, dass wir das Spiel gewonnen haben. Es war ein Pflichtsieg.“
Nach zuvor drei Unentschieden trafen Hugo Larsson in der 18. Minute, Tuta (37.) und Can Uzun (60.) vor 57.700 Zuschauern zum nie gefährdeten Sieg für die Hessen. Das Tor von Finn Porath (73.) hatte nur statistischen Wert. Dennoch monierte Krösche: „Nach dem dritten Tor haben wir zu wenig gemacht, da waren wir zu passiv. Das ärgert mich.“
Frankfurt mit kleinem Polster
Hugo Ekitiké (45.) vergab sogar noch einen Handelfmeter für die klar überlegenen Frankfurter, die jetzt 42 Punkte aufweisen und sich im Kampf um einen Champions-League-Platz etwas Luft vor den Verfolgern RB Leipzig (37), SC Freiburg (36) und VfB Stuttgart (35) verschafften.
Nach einer kurzen Findungsphase zu Beginn nahm die Partie schnell den erwarteten Verlauf. Die Eintracht dominierte und erarbeitete sich schon in der Anfangsviertelstunde zwei gute Gelegenheiten, die Ekitiké jedoch nicht verwerten konnte. Erst verzog der Franzose knapp, dann scheiterte er an Kiels Ersatztorwart Thomas Dähne.
Beim Führungstor der Hessen war der 31-Jährige, der den erkrankten Stamm-Keeper Timon Weiner vertrat und damit sein Bundesligadebüt feierte, jedoch machtlos. Auf Vorlage von Nathaniel Brown traf Larsson in seinem 50. Bundesligaspiel per Knie aus Nahdistanz.
Kiel chancenlos
Zwar bot sich den Gästen durch Armin Gigovic, dessen zu schwacher Schuss Eintracht-Torwart Kevin Trapp vor keine Probleme stellte, die Möglichkeit zur schnellen Antwort. Spielbestimmend blieb aber die Eintracht.
Uzun traf aus rund 20 Metern nur den Pfosten, den Nachschuss von Rasmus Kristensen entschärfte Dähne. Der musste allerdings noch vor der Pause ein zweites Mal hinter sich greifen. Nach einer weiten Flanke von Uzun kam der Ball zu Tuta, der per Direktabnahme vollendete.
Parierte bei seinem Bundesligadebüt einen Elfmeter: Kiels Torwart Thomas Dähne. (Foto: Arne Dedert/dpa)
Wenig später zeigte Dähne dann seine Klasse, als er einen Strafstoß von Ekitiké entschärfte. „Ich hatte mir vor dem Spiel einige Elfmeter von Ekitiké angeschaut und wusste, wenn er einen Zwischenschritt macht, schießt er gerne gerade“, berichtete Dähne. Schiedsrichter Christian Leicher hatte nach einem Handspiel von Kiels Abwehrspieler Ivan Nekic und Ansicht der Videobilder auf den Punkt gezeigt.
Uzun krönt starken Auftritt
Nach dem Wechsel bot sich das gleiche Bild. Frankfurt hatte die Partie sicher im Griff und gestatte den harmlosen Gästen nichts. Nach einem katastrophalen Fehlpass von David Zec erhöhte Uzun vielmehr mit einem überlegten Schlenzer ins Eck.
„Can hatte eine gute Trainingswoche. Insofern war sein Startelf-Einsatz eine Belohnung dafür, was er in den vergangenen Wochen gezeigt und investiert hat“, sagte Eintracht-Trainer Dino Toppmöller über den 19 Jahre alten Offensivspieler, der seine starke Leistung mit dem Treffer krönte. „Es war ein gutes Spiel von mir, vom Team. Ich freue mich darüber. Darauf können wir aufbauen“, sagte Uzun.
Kiel (dpa/lno) – Eine lange Verletztenliste stellt Holstein Kiel vor Herausforderungen. Vor dem Spiel am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) bei Champions-League-Kandidat Eintracht Frankfurt meldete sich auch noch Winter-Zugang John Tolkin ab. Der Amerikaner hat aktuell Oberschenkelprobleme und stand zuletzt zweimal in der Startelf und spielte vorwiegend auf der linken Seite.
„Auf der linken Seite haben wir ja schon einige ausprobiert. Der Spieler, der spielt, hat es nicht zum ersten Mal gemacht“, meinte Trainer Marcel Rapp. Neben den Rekonvaleszenten Alexandr Bernhardsson (Patellasehne), Patrick Erras (Gehirnerschütterung), Marvin Schulz (Adduktoren) und Colin Kleine-Bekel (Kreuzbandriss) steht auch Steven Skrzybski nicht zur Verfügung.
Der zuletzt dreimal erfolgreiche Stürmer hat seit dem Spiel am vergangenen Sonntag gegen den VfL Bochum (2:2) muskuläre Probleme. Torwart Timon Weiner hatte in den vergangenen Tagen mit einer starken Erkältung zu tun.
Rapp mit Zuversicht: „Tendenz geht nach oben“
Trainer Rapp sieht die tabellarische Situation seiner Mannschaft trotz der Personallage und des unbefriedigenden Remis gegen den Tabellenletzten aus Bochum positiv. „Wir hätten es vor der Saison unterschrieben, wenn noch 12, 13 Spiele zu spielen sind und wir noch einen Punkt hinter dem Relegationsplatz sind“, sagte er.
Es habe bestimmt auch Stimmen gegeben, die gesagt haben, „zu dem Zeitpunkt ist Kiel schon abgeschlagen und hat keine Chance, mitzuspielen. Die Tendenz geht eher nach oben. Wir kommen ins Punkten. Wir können mitspielen, holen auch Punkte. Wir sind dran.“