Schäfer schafft Punktlandung nach Gehirnerschütterung
In der weltweiten Fußballszene sind Verletzungen ein ständiges Thema, das oft über den Ausgang eines Spiels entscheidet. Insbesondere Gehirnerschütterungen haben in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit erhalten. Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist der Fall von Kevin Schäfer, der kürzlich eine bemerkenswerte Rückkehr aufs Spielfeld feierte.
Schäfers Rückkehr nach der Verletzung
Kevin Schäfer, der talentierte Mittelfeldspieler, zog sich während eines entscheidenden Spiels eine Gehirnerschütterung zu. Solche Verletzungen erfordern nicht nur physische Heilung, sondern auch eine umfassende medizinische Begutachtung, bevor ein Spieler wieder ins Spielgeschehen eingreifen kann. Die medizinischen Experten und Trainer des Vereins zeigten sich präsent und sorgten dafür, dass Schäfer unter strengen Auflagen zurückkehren konnte.
Nach einer intensiven Reha und Evaluierung seiner Fitness war der Tag endlich gekommen: Schäfer konnte wieder ins Training einsteigen. Die Rückkehr ins Team und die anschließende Nominierung für ein wichtiges Spiel waren für ihn sowie für die Fans von großer Bedeutung.
Der Spielverlauf und die Leistung von Schäfer
Im Spiel selbst zeigte Schäfer eine beeindruckende Leistung. Er schaffte nicht nur die Rückkehr auf den Platz, sondern steuerte durch seine Spielweise entscheidende Impulse und Aktionen bei, die für das Team von großer Bedeutung waren. Sein strategisches Spielverständnis und die Fähigkeit, Pässe genau zu spielen, stellten sicher, dass der Verein nicht nur Punkte sammelte, sondern auch den Fans eine packende Show bot.
In der Schlussphase des Spiels bewies Schäfer seine Fitness und seine Bereitschaft, das Team zu unterstützen. Mit einem entscheidenden Assist trug er maßgeblich zum 2:1-Sieg seiner Mannschaft bei. Diese Punktlandung war nicht nur ein persönlicher Triumph für Schäfer, sondern auch ein Zeichen für die Resilienz des Teams.
Fazit: Schäfer als Vorbild für junge Spieler
Kevin Schäfer ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie man mit Rückschlägen im Sport umgehen kann. Seine Rückkehr nach einer Gehirnerschütterung ist inspirierend und zeigt, dass mit dem richtigen Team aus Ärzten, Trainern und Unterstützung von Mitspielern auch schwere Verletzungen überwunden werden können. Für junge Spieler und Sportler weltweit sendet sein Fall eine klare Botschaft: Geduld, harte Arbeit und die richtige medizinische Unterstützung sind entscheidend für den Erfolg im Sport.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich Schäfer in den kommenden Spielen präsentieren wird, doch das Positive an seiner zum Teil dramatischen Rückkehr ist bereits evident – er stellt eine ideale Kombination aus Talent, Entschlossenheit und Teamgeist dar.
Eintracht Frankfurt darf nach einem starken Auftritt auf weitere magische Fußball-Abende in der Europa League hoffen. Der Bundesliga-Tabellendritte kam im Hinspiel des Achtelfinales beim niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam zu einem 2:1 (1:1) und hat damit beste Chancen auf den Einzug in die Runde der letzten Acht. Brian Brobbey brachte den Spitzenreiter der Eredivisie in der 10. Minute in Führung, doch Hugo Larsson (27.) und Ellyes Skhiri (70.) drehten die Partie für die Frankfurter. Im Rückspiel am kommenden Donnerstag vor heimischer Kulisse hat das Team von Trainer Dino Toppmöller nun alle Trümpfe für das Weiterkommen in der Hand.
Danach sah es zunächst nicht aus. Ohne ihren Abwehrchef Robin Koch, der die Reise nach Amsterdam wegen einer Gehirnerschütterung nicht mit antreten konnte und von Nnamdi Collins in der Viererkette ersetzt wurde, gerieten die Hessen zu Beginn der Partie enorm unter Druck. Nicht einmal 90 Sekunden waren gespielt, als sich Ajax-Stürmer Brobbey energisch gegen Tuta durchsetzte. Zum Glück für die Eintracht landete sein Schuss nur am Außenpfosten. Frankfurts Torwart Kevin Trapp wäre machtlos gewesen.
Die Hausherren blieben am Drücker und belohnten sich für ihren anfänglichen Offensivdrang. Kenneth Taylor flankte an den langen Pfosten, wo Brobbey frei zum Kopfball kam und aus Nahdistanz zur Führung traf. Der auf der Linie verharrende Trapp sah in dieser Szene nicht gut aus.
Erst nach dem Rückstand fanden die Gäste ins Spiel – und kamen gleich zu einer Großchance. Ansgar Knauff hatte auf halbrechts plötzlich freie Bahn, scheiterte aber mit seinem zu unplatzierten Schuss an Ajax-Torwart Remko Pasveer. Kurz darauf führte auch die nächste verheißungsvolle Aktion nicht zum Erfolg, weil Josip Sutalo im letzten Moment vor dem einschussbereiten Hugo Ekitiké rettete.
Der Europa-League-Gewinner von 2022 gestaltete die Partie nun ausgeglichen, wirkte in der Abwehr aber weiter anfällig. Taylor hatte das 2:0 auf dem Fuß, doch dieses Mal war Trapp auf dem Posten und parierte. Wenig später kam dann das frühe Aus für seinen Gegenüber Pasveer, der seinen Platz zwischen den Pfosten verletzt räumen musste.
Für ihn kam Ersatz-Keeper Jay Gorter, der mit seiner ersten Aktion den Ball aus dem Netz holen musste. Larsson fasste sich aus knapp 20 Metern ein Herz und traf mit einem platzierten Schuss, den Brobbey noch abfälschte, ins Eck. Das sorgte für noch mehr Ruhe und Selbstvertrauen bei den Gästen, die das Spiel nun fest im Griff hatten.
Die erste Chance nach Wiederbeginn gehörte den Gastgebern, doch dieses Mal blieb Trapp im Duell mit dem kaum zu stoppenden Brobbey der Sieger. Praktisch im Gegenzug verpasste Ekitiké die Führung für die Frankfurter. Sein Schuss strich knapp am langen Pfosten vorbei. Die Eintracht agierte in der Folge abgeklärt und wartete geduldig auf ihre Chance. Die kam nach 70 Minuten. Knauff tankte sich auf der rechten Seite durch und legte im Strafraum quer auf Skhiri, der eiskalt vollendete. In der Schlussphase verteidigten die Hessen mit Glück und Geschick den knappen Vorsprung.
Ab 21 Uhr kämpfen die Blancos und die Rojiblancos um einen Vorteil im CL-Achtelfinale – Fotos: getty images
Ralf Gaggl: Real Madrid 1:1 Atlético
Gegen Atlético Madrid wird es wie auch in den beiden Partien in LaLiga ein umkämpftes Duell werden und wer weiß, vielleicht können die Königlichen das Zepter in die Hand nehmen und sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel sichern? Aber nach jeweils zwei Unentschieden glaube ich nicht daran, dass sich auch beim dritten Aufeinandertreffen in dieser Saison etwas am Ergebnis ändern wird. Vielleicht kann das Estadio Santiago Bernabéu wieder ihre Magie entfachen und Real vor allem in der Champions League den nötigen Schwung für einen Sieg geben. Am Ende des Tages fehlt mir vor allem gegen den Stadtrivalen dafür der Glaube, denn irgendwie kommt Atlético immer zu ihrem Treffer, sei es zu Beginn oder kurz vor Schluss….
Daniel Garcia: Real Madrid 2:1 Atlético
Sobald die Champions-League-Hymne ertönt, werden die Königlichen in einen anderen Modus versetzt. Aber nicht nur die Spieler strotzen vor Selbstvertrauen, auch das Estadio Santiago Bernabéu verwandelt sich in einen Tempel mit einer unvergleichlichen Atmosphäre. Wenn der Busempfang dann noch halbwegs so spektakulär ausfällt wie vor dem Playoff-Rückspiel gegen Manchester City, ist alles vorbereitet für einen magischen Abend. Obwohl Atlético Madrid die vermutlich stärkste Saison seit langem spielt, gelten in Real Madrids Lieblingswettbewerb eigene Regeln – das zeigte bereits die Vergangenheit zwischen den beiden Klubs. Ich erwarte Diego Simeones Team gewohnt unangenehm und traue den Colchoneros sogar die Führung zu, aber spätestens dann werden die Blancos aufdrehen und sich mit einem knappen Sieg eine ordentliche Ausgangslage für das Rückspiel verschaffen.
Watchalong
Ab 20:30 Uhr: Watchalong mit Nils Kern auf YouTube!
Edin Soso: Real Madrid 3:0 Atlético
Auch wenn Atlético Madrid grundsätzlich ein unangenehmerer Gegner als das aktuelle Manchester City ist, bietet das Playoff-Rückspiel gegen das Team von Pep Guardiola den Königlichen genau das Rezept, wie man es im Achtelfinal-Hinspiel auch gegen den Stadtrivalen machen muss: Aggressives Anlaufen und Stören, schnelles und vertikales Spiel, ständige Positionswechsel. Im Gegensatz zu Auswärtsspielen, wo Real sich oft ungewohnt schwertut, läuft es im Bernabéu diese Saison recht gut, außerdem ist es ohnehin Champions League – ein Terrain, auf dem man Atlético meist ziemlich überlegen war. Ich gehe von einem recht deutlichen Sieg aus, so wie im Halbfinal-Hinspiel 2016/17. Und Kylian Mbappé könnte es Cristiano Ronaldo nachmachen – Hattrick, 3:0!
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Nils Kern: Real Madrid 3:1 Atlético
Ich mache meinen Tipp abhängig von einer Position, eher einer Personalie: spielt Lucas Vázquez hinten rechts, ist das (erneut) die größte Schwachstelle, und ich würde nur 2:2 tippen. Ich glaube aber, dass Federico Valverde auch mit Schmerzen wie gegen ManCity sich aufstellen lassen und überzeugen wird. Das muss dann natürlich noch keine Gala bedeuten, trotzdem glaube ich, ist dann ein 3:1-Sieg möglich. Atlético kommt immer irgendwie zu seinem Tor, speziell gegen Real…
Dank Auswärtssieg auf St. Pauli Kovac schafft mit dem BVB, woran Sahin scheiterte
01.03.2025, 17:38 Uhr
In der ersten Halbzeit tut sich Borussia Dortmund ziemlich schwer, nach dem Seitenwechsel läuft es für den strauchelnden Bundesliga-Giganten besser. Ein Doppelschlag sorgt dann dafür, dass dem BVB etwas glückt, woran sich die Niko-Kovac-Vorgänger Nuri Sahin und Mike Tullberg vergeblich probiert haben.
Borussia Dortmund mischt im Kampf um die Europapokal-Plätze in der Fußball-Bundesliga wieder kräftig mit. Eine Woche nach dem fulminanten 6:0 gegen den 1. FC Union Berlin kam der BVB zu einem 2:0 (0:0) beim FC St. Pauli. Kaum zu glauben, aber wahr: BVB-Trainer Niko Kovac schaffte damit, was seinen Vorgängern Nuri Sahin und Mike Tullberg (in allerdings auch nur zwei Spielen) nicht gelang – zwei Liga-Siege hintereinander. Durch den nächsten Dreier bleiben die Schwarz-Gelben auf Platz zehn in der Tabelle. Zugleich war es die gelungene Generalprobe für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am Dienstag (21 Uhr/Amazon Prime und im Liveticker bei ntv.de) gegen den OSC Lille.
Nach einer schwachen ersten Halbzeit steigerten sich die Gäste. Serhou Guirassy (51.) mit seinem 14. Saisontor und Karim Adeyemi (58.) trafen zum am Ende doch noch verdienten Erfolg. Für die Hamburger wird die Situation am Tabellenende nach der vierten Niederlage nacheinander bedenklich. Zudem blieb die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin zum vierten Mal ohne eigenes Tor.
Der Aufsteiger begann stark. Vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion nahm das Spiel der Hamburger nach fünf Minuten Fahrt auf. Vor allem Noah Weißhaupt und Philipp Treu sorgten vorwiegend über die rechte Seite für Schwung. Und die Dortmunder? Von ihrem Rausch beim Kantersieg gegen Union Berlin war nichts mehr zu sehen. Gegen die von Hauke Wahl organisierte Kiez-Deckung brachten Guirassy und Kollegen lange nichts zustande. Der Vierfach-Torschütze gegen Union war nahezu abgemeldet.
Karim Adeyemi hängt sie alle ab
Auch von Dortmunds Top-Vorbereiter Pascal Groß gab es kaum Impulse. Erst mit der letzten Aktion vor der Pause kam der BVB durch Adeyemi zu ihrer ersten Chance. Doch der Ball rollte knapp am rechten Pfosten vorbei. Zuvor waren Torraumszenen beinahe nur von den Gastgebern zu sehen. Obwohl der BVB mehr Ballbesitz bis zur Pause hatte (58:42 Prozent), tauchten die Hamburger häufiger aussichtsreich im gegnerischen Strafraum auf.
Doch wie schon seit Wochen nutzten sie die Gelegenheiten nicht. Elias Saad (7.) per Kopf, Jackson Irvine (14.) mit einem Schuss über die Latte und Wahl (34.) aus kurzer Entfernung brachten den Ball erst gar nicht aufs Tor und machten die Abschlussschwäche des FC St. Pauli deutlich.
Nach dem Seitenwechsel sollte sich das schnell für die Hamburger rächen. Die Dortmunder agierten zielstrebiger, ließen St. Pauli kaum noch ins Spiel kommen. Guirassy (51.) staubte mit seiner bis dahin ersten nennenswerten Szene zur Führung ab. Nur sieben Minuten später krönte Adeyemi mit einem Klasse-Solo einen Konter und seine überzeugende Leistung.
Die Kiezkicker brauchten Zeit, um den Doppelschlag zu verarbeiten. Sie bemühten sich, weiter nach vorn zu spielen. Klare Möglichkeiten ergaben sich nicht mehr. Der BVB agierte immer souveräner und ließ nichts mehr zu.
Leipzig – Einen großen Anteil daran, ob diese Saison für RB Leipzig noch versöhnlich endet, hätte der Gewinn des DFB-Pokals. Dafür ist ein Weiterkommen im Viertelfinale am Mittwochabend daheim gegen den VfL Wolfsburg (20.45 Uhr/Sky) zwingend nötig. Doch es wird schwer.
In der aktuellen Verfassung, in der sich die Leipziger befinden, kann eigentlich alles passieren. Ein Befreiungsschlag wie beim 3:0 gegen Eintracht Frankfurt im Achtelfinale, ein Glanzlos-Auftritt wie zuletzt beim 0:0 in Augsburg oder schlimmstenfalls ein 1:5, wie im November, als die Wölfe zuletzt in der Red Bull Arena gewannen.
Spannend ist das schon. Auch wenn RB natürlich viel lieber erfolgreichen Fußball spielen würde.
Trainer Marco Rose (48) am Dienstag auf der Pressekonferenz: “Das Gefühl für gewisse Situationen geht uns gerade ein Stück weit ab. In welcher Phase befinden wir uns als Klub gerade grundsätzlich? Welches Gefühl haben wir für bestimmte Spielsituationen?”
RB Leipzig
Harter Elfmeter, aber: RB Leipzig wirft Wolfsburg raus und steht im Halbfinale!
Es sei seine Aufgabe, die Spieler im Kopf wieder gerade zu bekommen. Zuletzt war ihm das trotz intensiver Trainingswochen augenscheinlich nicht gelungen, weshalb schnell wieder Abgangsgerüchte aufkamen.
“Ich werde natürlich ständig bewertet, vor allem an Resultaten gemessen. Momentan spielen wir nicht die Sterne vom Himmel. Da ist es klar, dass Kritik und Fragen aufkommen”, so der Coach, fügte aber mit Blick auf ein mögliches Weiterkommen im Pokal hinzu: “Wenn ich nicht daran glauben würde, sollte ich nicht mehr hier sitzen. Ich glaube daran, dass wir eine erfolgreiche Saison daraus machen können.”
Während Leipzig wohl kurzfristig noch auf Christoph Baumgartner (25) und Yussuf Poulsen (30) verzichten muss, kommt auch Wolfsburg mit Personalsorgen zu den Sachsen.
Der verletzte Kapitän Maximilian Arnold (30) und Torwart Kamil Grabara (26, Oberschenkelverletzung) werden den Niedersachsen in Leipzig weiter fehlen.
Laut Trainer Ralph Hasenhüttl (57) sei die gegnerische Mannschaft nach wie vor mit hoher Qualität ausgestattet, schränkte aber ein: “Klar merkt man natürlich auch, dass nicht alles immer nur so einfach von der Hand geht.”
Die zentralen Entscheidungen beim BVB wurden bisher in der sogenannten ‘Elefantenrunde’ diskutiert. Lars Ricken hat sie nun abgeschafft.
Dortmund – Rund um Borussia Dortmund war nach dem Kantersieg über Union Berlin am Samstagabend die Erleichterung groß. Die 6:0-Gala gegen die Eisernen war das erste große Statement unter Neu-Trainer Niko Kovač, mit dem die Mannschaft bewies, dass sie das Fußballspielen doch nicht verlernt hat.
Die Hoffnung auf eine Initialzündung ist gegeben, muss aber am Wochenende beim FC St. Pauli sogleich bestätigt werden. Schon zu oft hat der BVB in dieser Saison nach guten Spielen einen Rückfall erlitten.
Interessant war indes nicht nur, was am Samstagabend auf dem Spielfeld passierte. Am Seitenrand beendete Lars Ricken mit wenigen Worten eine jahrelange BVB-Tradition.
In der Elefantenrunde des BVB wurden schon Cheftrainer gestürzt
Der Sportchef bestätigte bereits vor der Partie beim TV-Sender Sky das Ende der sogenannten ‚Elefantenrunde‘ in Dortmund.
Üblicherweise einmal im Monat waren in den letzten Jahren die Granden beim BVB zu dieser Besprechung zusammengekommen, in der die Leitlinien der Entwicklung rund um die Profimannschaft entwickelt wurden. In den Elefantenrunden wurden Transferziele formuliert, auch Entscheidungen über den Trainerposten gefällt.
Als sich Dortmund und Chefcoach Marco Rose im Jahr 2022 völlig überraschend trennten, ging dem eine kritische Saisonanalyse in der Elefantenrunde voraus. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der heutige Sportdirektor Sebastian Kehl und sein Vorgänger Michael Zorc sowie Klubberater Matthias Sammer waren die ständigen Mitglieder der Runde, Rose wurde zur Analyse eingeladen.
Ricken leitete die Elefantenrunde beim BVB seit Juni
Nachdem Watzke bereits im letzten Jahr die Umstrukturierung auf der Chefetage angestoßen hatte, leitete Ricken die Elefantenrunden seit Ende der Vorsaison. In seiner ersten Sitzung im Juni standen der Rücktritt von Edin Terzić als Cheftrainer und die Beförderung seines Assistenten Nuri Şahin auf der Tagesordnung. Dessen Aus im Januar sowie die Trennung vom Technischen Direktor Sven Mislintat haben nun auch das Ende der Elefantenrunden mit sich gebracht.
„Die wird es in Zukunft nicht mehr geben“, bestätigte Ricken. „Es ist einfach so, dass Aki Watzke nicht mehr dabei ist und aus der Elefantenrunde hat es mit Sven Mislintat und Nuri Şahin ja letztendlich auch zwei getroffen. Wir sind täglich im Austausch, Niko Kovač, Sebastian Kehl und ich, wenn Matthias Sammer dazu kommt, haben wir eine ganz normale Meetingstruktur, aber da brauchen wir diese Elefantenrunde nicht mehr.“
Mit dem Schritt konsolidiert Ricken die Machtbasis bei den BVB-Profis um sich. Der Sportchef hat die glasklare Richtlinienkompetenz, Sportdirektor Kehl trägt die Verantwortung für die Umsetzung der Kaderplanung und fungiert als Bindeglied zwischen Trainerstab und Klubführung. Es sind schlanke Strukturen, für die sich Ricken entschieden hat.
BVB-Boss Ricken schärft sein Profil deutlich
Bei seiner Beförderung vom Chef der Nachwuchsabteilung zum Gesicht aller Fußballgeschäfte des BVB war dem Ex-Profi durchaus Skepsis ins Gesicht geweht. Ricken hatte kein sonderlich ausgeprägtes öffentliches Profil, Kritiker wiesen auf mangelnde Erfahrung im Profi-Management hin.
In den ersten Monaten im Amt konnte Ricken den Vorwurf einer gewissen Farblosigkeit nicht ablegen. Wo Watzke als Klubchef bisweilen polterte und die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zog, ist der geborene Dortmunder Ricken eher ein ruhiger Vertreter. Die letzten Wochen haben jedoch gezeigt, dass beim 48-Jährigen stille Wasser durchaus tief sind.
Den Fehler mit Şahin auf der Trainerbank korrigierte Ricken mehr oder minder im Alleingang. Er gab mit U19-Trainer Mike Tullberg einem langjährigen Vertrauten drei Spiele als Interimscoach, um die Gespräche mit Kovač in der nötigen Ruhe zu führen. Dessen Engagement mit Vertrag bis 2026 löste in Dortmund keine Jubelstürme aus, gibt dem Klub aber auch mit Blick auf die Klub-WM im Sommer Planungssicherheit.
Ricken muss auch gegen alte BVB-Kollegen hart sein
Ricken hat also gezeigt, dass er sich nicht vor Entscheidungen scheut. „Es ist für mich auch unbequem, aufgrund der sportlichen Situation ehemalige Mitspieler freizustellen, auch Mitarbeiter, mit denen ich lange zusammengearbeitet habe. Das ist unbequem. Aber so, wie ich als Spieler Lust auf die Herausforderung hatte, habe ich sie jetzt auch als Geschäftsführer“, erklärte Ricken selbst.
Die Abkehr von der BVB-Institution der Elefantenrunde passt ins Bild. Ebenso das wohl recht deutlich ausgefallene Machtwort, das Ricken gegenüber Matthias Sammer gesprochen haben soll. Dessen Auftritte als TV-Experte hatten in Dortmund bisweilen für Unruhe gesorgt.
Zum Überlaufen brachte Sammer das Fass mit seiner Analyse des letzten Spiels der kurzen Şahin-Ära. Nach einer Niederlage beim FC Bologna in der Champions League attestierte der ehemalige Meistertrainer, die Mannschaft sei „körperlich und geistig in einer Nicht-Verfassung“.
Machtwort zu BVB-Berater Sammer zeigt Wirkung
Inhaltlich lag Sammer sicher nicht komplett daneben, für die Außendarstellung des Vereins war es jedoch verheerend, dass eine an der Entscheidungsfindung in Sachen Kaderplanung und Trainerfrage beteiligte Person derart kritische Worte wählte.
Ricken hat Sammer, mit dem er sich zu aktiven Zeiten einst im Trainingslager das Doppelzimmer teilte, deshalb zum Verzicht auf die Expertentätigkeit bei BVB-Spielen aufgerufen. „Wir schätzen bei Matthias seine offene Art, das schätzt dann auch der Fernsehsender. Es ist eine schwierige Konstellation, wir haben das intern besprochen.“ Die Entscheidung liege bei Sammer und Amazon, schob Ricken nach, dessen Worte aber klar darauf deuten, dass der Experte keine BVB-Spiele mehr betreuen wird.
Das Hinspiel im Achtelfinale gegen den OSC Lille läuft beim Streamingdienst Amazon Prime Video, es wäre überraschend, wenn Sammer dabei zum Einsatz käme.
Die Tage der Elefantenrunde sind gezählt: Borussia Dortmunds Geschäftsführer Lars Ricken schafft das ominöse Gremium ab.
Die berühmt-berüchtigte „Elefantenrunde“ von Borussia Dortmund ist Geschichte. „Die wird es in Zukunft nicht mehr geben“, bestätigte Dortmunds Geschäftsführer Lars Ricken.
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Zum Kreis der Entscheider hatten in Dortmund zuletzt bis zu fünf Personen gehört, es handelte sich um Ricken, Sebastian Kehl, Ex-Trainer Nuri Sahin, Sven Mislintat und Matthias Sammer. Der langjährige Boss Hans-Joachim Watzke hatte sich bereits aus dem inoffiziellen Gremium, das er früher geleitet hatte, verabschiedet.
Wie sich der BVB in Zukunft aufstellt? „Wir sind täglich im Austausch – mit Sebastian (Sportdirektor Kehl, d.Red.) und Niko (Trainer Kovac, d.Red.)“, erklärte Ricken bei Sky.
Wenn Berater Sammer dazu komme, „haben wir eine ganz normale Meeting-Struktur.“ Neben Watzke, der die regelmäßige Vollversammlung der Bosse einst selbst als „ominöse Elefantenrunde“ bezeichnet hatte, war auch Mislintat zuletzt ausgeschieden. Der ehemalige Technische Direktor musste den Verein verlassen.
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Bislang hatten sich die BVB-Verantwortlichen einmal im Monat zur Analyse getroffen.
Sammer eckt mit Experten-Tätigkeit an
Unklar ist derweil weiterhin, wie es mit Sammers Rolle als TV-Experte weitergeht. „Das muss Matthias mit Amazon klären“, meinte Ricken nur.
Der 57-Jährige wurde beim 3:0-Hinspielerfolg der Borussen gegen Sporting Lissabon als Experte von Patrick Owomoyela ersetzt.
Ricken soll nicht gerade begeistert davon gewesen sein, dass Sammer im Rahmen seiner Experten-Funktion das eigene Team mehrmals harsch kritisiert hatte.
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Eine Möglichkeit bestünde darin, dass Sammer zwar Experte bleibt, aber wie in der Vorwoche keine BVB-Spiele mehr begleitet.