Was SPORT BILD bereits berichtet hatte, ist jetzt offiziell.
Der BVB schafft die Elefantenrunde ab!
Die legendäre Bosse-Runde hat sich damit erledigt.
Deutsches Duell: Üble Bayern-Prognose nach CL-Auslosung
Quelle: BILD22.02.2025
Sport-Geschäftsführer Lars Ricken verrät bei Sky: „Die wird es in Zukunft nicht mehr geben. Wir sind täglich im Austausch – mit Sebastian (Sportdirektor Kehl, d.Red.) und Niko (Trainer Kovac, d.Red.). Wenn Matthias (Berater Sammer, d.Red.) dazu kommt, haben wir eine ganz normale Meeting-Struktur.“
Um 17.23 Uhr hatte er genug: Dortmunds Oberboss Hans-Joachim Watzke (65) stand von seinem Tribünenplatz im Bochumer Ruhrstadion auf, von dem er das 0:2 des BVB mitverfolgen musste. Sein Lebenswerk bröckelt.
Er hatte den Klub einst aus dem Schuldenloch gezogen, will sich im Herbst aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Ausgerechnet jetzt befindet sich der Verein in der schlimmsten Schieflage seit zehn Jahren.
Das Minimalziel Champions-League-Qualifikation ist in großer Gefahr, der Klub steuert einer unsicheren Zukunft entgehen …
Macht Watzke als CEO doch weiter?
Komplett-Neustart, Tabula rasa auf allen Ebenen? Ein realistisches Gedankenspiel in der Führung. Klar ist: Watzke muss alle Ebenen hinterfragen. Bosse, Trainer, Mannschaft und Mitarbeiter.
Es liegt in seiner Hand, nur er kann den Neustart forcieren. Klar ist auch: Sobald Watzke die Entscheidung trifft, seinen Abschied im kommenden Herbst zu verschieben, bricht die sportliche Führungsstruktur mit Sport-Geschäftsführer Lars Ricken (48) an der Spitze automatisch zusammen. Ricken wäre entmachtet, stünde wie Sportdirektor Sebastian Kehl (45) und Berater Matthias Sammer (57) vor dem Ende.
Jetzt wird aber zunächst beobachtet, ob die Veränderungen der vergangenen Wochen Früchte tragen. Ricken, der aktuell alle Freiheiten besitzt, schärfte mit harten Entscheidungen gegen Vertraute sein Profil. Entlassung von Ex-Trainer Nuri Sahin (36), die Freistellung des Technischen Direktors Sven Mislintat (52). Watzke informierte er nur über den Vollzug. Mit Kehl hatte er sich zuvor nach den Spielen in Kiel (2:4), in Frankfurt (0:2) und in Bologna (1:2) nach Abpfiff jeweils in einem geheimen Raum im Kabinentrakt zusammengesetzt. Thema: die Zukunft von Sahin.
Bei der peinlichen 0:2-Pleite in Bochum musste Hans-Joachim Watzke (65) ausgerechnet am Tag seines 20-Jahr-Jubiläums als BVB-Geschäftsführer sein Lebenswerk weiter bröckeln sehen.
Die Borussia befindet sich im Jahr seines für den Herbst geplanten Rückzugs aus dem operativen Geschäft in der schlimmsten Schieflage seit zehn Jahren. So kann Watzke eigentlich nicht abtreten!
Wieso es zu einem neuen Bosse-Beben beim BVB kommen könnte, welche Folgen das hätte und welche Rolle dabei Lars Ricken und Sebastian Kehl spielen – nur hier mit BILDplus!
New head coach Niko Kovac and signing Daniel Svensson received praise. In both cases, Ricken opted to stress “calmness and composure.” This obviously was no accident. Ricken called Dortmund’s current standing in 11th place in the Bundesliga table a “miserable situation.” The BVB manager’s words deliberately steered away from a hard press of the “panic button.”
“Niko has met our expectations,” Ricken said. “He’s been calm and clear. Clear directives. Clear ideas. We came out of the locker room [for the respective second halves] very good against Stuttgart and Sporting.“
When it came time to weigh in on Svensson, a potential game-changing presence in Dortmund’s quest to salvage their season, Ricken also chose to emphasise “calmness.” Svensson made his starting XI debut in the 3-0 Champions League shutout of Sporting CP. The Swede looked sharp with his touches, tackles, and (extremely important for Dortmund) composed passing out-of-the-back.
“He looked relatively settled,” Ricken said of the Nordsjælland loanee. “He looked to be incredibly fit and tactically clever. He didn’t shy away from any tackles and initiated [ the 1-0 ] with his counter pressing.
“We’ve had some trouble building some momentum this season, but there are very good indicators that something larger can grow,” Ricken continued. “We have tough fights ahead. It’s time to make our presence felt.“`
Nuri Sahin weg, Sven Mislintat weg – lange wurde Lars Ricken als neuem BVB-Boss vorgeworfen, zu zögerlich bei wichtigen Entscheidungen zu sein. Auf dem vorläufigen Höhepunkt der Krise lässt der Geschäftsführer von Borussia Dortmund jetzt aber Köpfe rollen.
Erst warf er den Trainer raus, dann den Technischen Direktor, der sich mit Sebastian Kehl überkreuz lag. Was nach einem Sieg für den Sportdirektor klingt, stellt sich aber ganz anders dar. Auch Kehl steht unter strenger Beobachtung – und wäre bei anhaltendem Misserfolg wohl der nächste, der gehen muss.
Borussia Dortmund: Auch Kehl droht das Aus
Im Januar wurde sein Vertrag verlängert, im Februar folgte der Rauswurf seines persönlichen „Feindes“ Sven Mislintat. Diese beiden Entscheidungen haben die Position von Sebastian Kehl bei Borussia Dortmund massiv gestärkt – so zumindest sieht es auf den ersten Blick aus. Doch die Realität ist eine andere. Auch Kehl muss um seinen Job bangen.
+++ Borussia Dortmund: Trainer sorgt für Wirbel! Fans trauen ihren Ohren kaum +++
Auf dem Transfermarkt machte er als Nachfolger von Klublegende Michael Zorc bislang keine allzu gute Figur. Mehrfach beklagten sich andere Klubs bereits über das zögerliche Agieren, manchmal gar lange Funkstille, und sprunghafte Verhalten des Sportdirektors. So gingen dem BVB bereits einige spannende Spieler durch die Lappen. Unter anderem gleich zweimal Rayan Cherki, der nun weiter in Lyon glänzt (hier mehr dazu).
Kehl droht der Nächste zu sein
Die Transfers, die er realisierte, erwiesen sich bislang selten als die erhofften Verstärkungen. Stattdessen musste im Januar, wie schon im Vorjahr, der Kader per Leihen hektisch nachgebessert werden. Die sportliche Talfahrt, sie geht in den Augen vieler Fans und Experten auch auf Kehls Kappe. Schließlich war auch sein enger Freund Nuri Sahin sein ausdrücklicher Trainer-Wunsch. Und auch sein Verhalten im Dauer-Zoff mit Mislintat hat in der Chef-Etage schwer am Ruf des einstigen Meister-Kapitäns gekratzt.
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Deshalb sickert aus der Geschäftsstelle immer wieder durch: Sebastian Kehl steht unter genauer Beobachtung, muss liefern. Jetzt erst recht, denn nun gibt es keine Ausreden mehr. Am Deadline Day gelangen ihm Achtungserfolge. Sollte sich die sportliche Krise aber nicht bald ändern, ist auch sein Job arg gefährdet. Lässt Lars Ricken weitere Köpfe rollen, wäre Kehl aller Voraussicht nach der nächste.
Hans-Joachim Watzke leidet schwer unter der aktuellen BVB-Krise. Seinen Karriereplan will er trotz aller Widrigkeiten durchziehen.
Borussia Dortmund steckt in der schwersten Krise seit Jahren. Die sportliche Misere geht auch am scheidenden BVB-CEO Hans-Joachim Watzke nicht spurlos vorbei. Ganz im Gegenteil: „Mir geht es, ehrlich gesagt, ziemlich beschissen“, gewährte der 65-Jährige in einem Gespräch bei der Wirtschaftsinitiative Frankfurt/RheinMain Einblick in seine Gefühlswelt. Zwar gebe es, stellte Watzke fest, „Millionen Menschen, denen es beschissener geht“, trotzdem schlage der Zustand der Borussia aktuell schwer auf sein Gemüt. Seine Entscheidung, sich im November endgültig aus dem operativen Geschäft beim BVB zurückzuziehen, bleibt allen Umständen zum Trotz bestehen. Ein Rücktritt vom Rücktritt sei „total und komplett“ ausgeschlossen, betonte Watzke, auch wenn er sich zuletzt manchmal gefragt hätte, „ob meine Entscheidung richtig war“. Besonders in der Verantwortung steht nun Lars Ricken, der im vergangenen Mai vom Nachwuchsleiter zum Sport-Geschäftsführer aufgestiegen war. Den Zeitpunkt hält Watzke nach wie vor für gut gewählt, weil es für den neuen starken Mann eine gute Zeit war, „da jetzt reinzugleiten. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir in ein solches Krisenszenario abgleiten.“ Das tue ihm für Ricken leid, „weil der seit Jahren in der zweiten Reihe bei uns super Arbeit“ leiste. BVB: Watzke hält weiter zu Lars Ricken Er sei „ohne Wenn und Aber“ von seinem Nachfolger im Sportbereich überzeugt, sagte Watzke, „aber es ist jetzt natürlich eine ganz andere Herausforderung“. Die Entwicklung habe Ricken „mit voller Wucht getroffen“, jetzt müsse er sich daraus befreien. Die Hoffnung beim BVB lastet nach der Entlassung von Nuri Sahin jetzt auf den neuen Trainer Niko Kovac, dessen Einstellung in erster Linie Ricken zu verantworten hat. Kovacs Einstand gegen den VfB Stuttgart ging allerdings 1:2 verloren. So stehen die Schwarz-Gelben in der Bundesliga auf weiter auf einem indiskutablen elften Tabellenplatz, die Champions League-Ränge rücken in immer weitere Ferne. Die „Verunsicherung“ bei den Spielern ist für Watzke aktuell das Hauptproblem. „Wir sind zum permanenten Überperformen verdammt. Wenn wir das nicht tun, haben wir ein Problem.“ Die Erwartungshaltung des Umfelds laste schwer auf dem Klub: „Je größer du wirst, desto mehr bekommst du aufs Dach.“ Trotz allem stünde die Borussia finanziell „bombenfest“ – auch ohne Einnahmen aus der Champions League.
BVB-Geschäftsführer Lars Ricken “Überragendes Statement”12.02.2025Lesedauer: 1 Min.Lars Ricken: Er ist Geschäftsführer Sport beim BVB. (Quelle: IMAGO/Maximilian Koch/imago-images-bilder)Borussia Dortmund hat in Lissabon souverän gewonnen. Sport-Boss Lars Ricken hofft, dass der Schwung aus der Königsklasse mit in die Bundesliga kommt.Borussia Dortmund hat mit dem 3:0-Erfolg bei Sporting Lissabon in der Champions League am Dienstagabend ein wichtiges Signal gesendet. Dennoch wollte bei Spielern und Verantwortlichen niemand zu viel in den Sieg hineininterpretieren. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken sprach zwar von einem “überragenden Statement” seines Klubs, richtete den Fokus aber sofort auf die nächste Aufgabe in der Bundesliga. Dort muss der BVB am Samstag beim VfL Bochum ran (ab 15.30 Uhr im t-online-Liveticker).Ricken führte aus: “Jetzt ist es wichtig, wirklich den Willen zu zeigen, das zu bestätigen. Das Spiel jetzt auch abhaken, Bochum wartet.” Man müsse das gewonnene Selbstbewusstsein mitnehmen und direkt weiter umsetzen. In der Kabine sei von Selbstzufriedenheit keine Spur gewesen, erklärte Ricken. Stattdessen habe das Team bereits begonnen, sich auf das Duell mit Bochum zu konzentrieren.Nach den Treffern von Serhou Guirassy (60. Minute), Pascal Groß (68.) und Karim Adeyemi (82.) stellt sich nun die Frage, wie viel Schwung Dortmund tatsächlich aus dem Erfolg in Lissabon mitnehmen kann. Trainer Niko Kovač, für den es der erste Sieg im zweiten Spiel mit dem BVB war, hofft auf einen positiven Effekt auf das Selbstvertrauen seiner Mannschaft.