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  • BVB nach Augsburg: Entsetzen. Ratlosigkeit. Resignation.

    BVB nach Augsburg: Entsetzen. Ratlosigkeit. Resignation.


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    BVB-Kapitän Emre Can
    Nicht nur BVB-Kapitän Emre Can reagierte nach der Niederlage gegen den FC Augsburg. © Reviersport/Imago, Collage: RUHR24

    Emre Can und Nico Schlotterbeck waren nach dem Augsburg-Desaster fassungslos. Die BVB-Profis sagten Worte, die man in dieser Deutlichkeit selten hört.

    Dortmund – Die beiden Innenverteidiger Emre Can und Nico Schlotterbeck waren bei der BVB-Pleite gegen den FC Augsburg (0:1) noch am wenigsten schlecht. Diese beiden Profis waren es auch, die sich am Samstag (8. März) nach Abpfiff vor die Kamera stellten. Und eine Mischung aus Entsetzen, Ratlosigeit und Resignation zeigten. RUHR24 war vor Ort.

    BVB nach Augsburg: Entsetzen. Ratlosigkeit. Resignation.

    „Der Auftritt war schrecklich“, stellte Kapitän Emre Can bei Sky treffend fest. Für den Unmut der Fans – die Mannschaft wurde beim Gang vor die Südtribüne gnadenlos ausgepfiffen – zeigte er Verständnis und sagte: „Kein Wunder, dass die so ausgerastet sind.“

    Und es stimmt: Eigentlich müsste niemand mehr überrascht sein: 10 Siege, 5 Unentschieden, 10 Niederlagen. Darunter Pleiten gegen Union Berlin, Holstein Kiel, den VfL Bochum und inzwischen zweimal gegen den FC Augsburg. Das ist die Horror-Bilanz der BVB in der aktuellen Bundesliga-Saison.

    BVB-Kapitän Emre Can ratlos: Einstellung fehlt – Dortmund ist „keine Topmannschaft“

    „Ich weiß auch nicht, was ich noch sagen soll“, bemerkte der sichtlich ratlose Emre Can. Die neuerliche Nicht-Leistung tue extrem weh, weshalb der Kapitän von Borussia Dortmund ernüchtert feststellte: „Wir sind keine Topmannschaft. Wenn wir so weitermachen, wird es eine schreckliche Saison.“

    Und noch eine weitere bemerkenswerte Sache machte er deutlich: „Das hat nichts mit Fitness zu tun, das ist alles im Kopf. Das hat mit der Einstellung zu tun.“

    BVB-Profi Nico Schlotterbeck sieht Lille als letzte Chance: „Fehlende Konstanz ist fehlende Qualität“

    Genau gleich sah Innenverteidiger-Kollege Nico Schlotterbeck die Situation: „Das war nichts, das war gar nichts, das tut mir im Herz weh, das darf nicht wahr sein. Wir sind bei weitem keine Topmannschaft und brauchen nicht über Top 4 oder Top 7 zu reden. Wir sagen das jede Woche und wir kriegen es nicht hin.“

    Es ist eine Mischung aus Entsetzen, Ratlosigkeit und Resignation, die nach dem Augsburg-Spiel beim BVB vorherrscht. Jenem BVB, dem es erst einmal in dieser Saison gelang, zwei Spiele in Folge zu gewinnen. „Fehlende Konstanz ist fehlende Qualität“, stellte er unmissverständlich klar.

    BVB-Profi Nico Schlotterbeck sieht Lille als letzte Chance und hakt Bundesliga ab

    Später traf RUHR24 ihn noch in der Mixed Zone. „Wir drehen uns im Kreis“, sagte er über die fehlenden Fortschritte in Dortmund. „Es war einfach nicht gut genug. Es tut mir leid.“

    Die Bundesliga-Saison hat der 25-Jährige sogar schon abgehakt – zumindest jetzt, im Moment des tiefen Frustes. „Lille ist unsere einzige Chance, den Turnaround noch zu schaffen“, sagt Nico Schlotterbeck. Und richtet damit seine Hoffnung auf das Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale in Frankreich am Mittwoch (12. März, 18.45 Uhr). Im Hinspiel war der BVB nicht über ein 1:1 hinausgekommen.



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  • BVB im Krisenmodus: Ratlosigkeit wegen fehlender Kontinuität

    BVB im Krisenmodus: Ratlosigkeit wegen fehlender Kontinuität


    Spieler von Borussia Dortmund sammeln sich auf dem Spielfeld

    Rückschlag in der Liga gegen Bochum: BVB-Ratlosigkeit

    Quelle: imago


    Psychologen sprechen bei solch eklatanten Symptomen gern von Self-Fulfilling Prophecies: Sich selbst erfüllende Prophezeiungen. Immer dann, wenn Borussia Dortmund in der Champions League vorgespielt hat, darf der geübte Beobachter mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass im Liga-Alltag ein Rückschlag folgt.
    Aufgefallen: BVB

    Am Mittwoch spielt Borussia Dortmund in der Champions League gegen Sporting Lissabon. International läuft es zuletzt besser als in der Bundesliga, wo der BVB nur Elfter ist.18.02.2025 | 1:30 min


    “Und täglich grüßt das Murmeltier”: Neun Mal trat das börsennotierte Fußballunternehmen aus dem Ruhrgebiet in dieser Saison in der Königsklasse an, acht Mal gelang danach kein Sieg. Die einzige Ausnahme bildete der 2:1-Erfolg in Heidenheim, den letzten krachenden Rückschlag gab es am Samstag: 0:2 beim Tabellenletzten aus Bochum.

    Ist Dortmund ein Fall für die Couch?

    Borussia Dortmund ein Fall für die Couch? Sämtliche Symptome deuten darauf hin. Bosz, Stöger, Favre, Terzic (zwei Mal), Rose, Sahin und nun Kovac: Egal, wer in der Nachfolge der Trainer-Granden Jürgen Klopp und Thomas Tuchel auf der Dortmunder Bank Platz nahm, keiner von ihnen konnte einem mit Nationalspielern gespickten Ensemble jene Wankelmütigkeit austreiben, die seit mittlerweile siebeneinhalb Jahren zum Dortmunder Alltag gehört.

    Georgio Masouras jubelt nach seinem Treffer zum 2:0.

    Bei Borussia Dortmund ist der vermeintliche Befreiungsschlag schon wieder verpufft. Im Revier-Duell beim VfL Bochum lässt die Elf von Trainer Niko Kovac alles vermissen.17.02.2025 | 9:45 min


    Nun also Niko Kovac, der sich nahtlos in die bekannten Muster einfügt: Zum Einstand eine Heimniederlage in Stuttgart, drei Tage später eine mitreißende zweite Halbzeit bei Sporting Lissabon, dem beim 0:2 in Bochum ein solch blutleerer und uninspirierter Auftritt folgte, dass allenthalben Kopfschütteln zu sehen war.

    Ist der BVB schlichtweg untrainierbar?

    Einmal mehr drängt sich die Frage auf: Ist diese Mannschaft schlichtweg untrainierbar? Zumindest scheint es nicht an den regelmäßig wechselnden Übungsleitern zu liegen, wie nicht nur Manndecker Nico Schlotterbeck vermutet: “Es ist egal, welcher Trainer draußen steht”, sagte er nach der Pleite von Bochum bei “Sky”:

    Die Mannschaft muss von sich aus aus den Pötten kommen. Wir müssen ganz schnell den Turnaround schaffen. Jeder Einzelne muss sich anschauen und bessere Leistungen bringen.

    Nico Schlotterbeck, Fußball-Profi

    Dabei hatte Lars Ricken, Vereinsikone und seit dem vergangenen Mai Geschäftsführer Sport beim BVB, nach dem Sieg in Lissabon noch verkündet, Kovac komme “in die Köpfe und Beine” seiner Akteure. Übersetzt in die Sprache der Fußballer heißt das: “Der Trainer erreicht die Spieler.”

    Die Dortmunder verstecken sich

    Nur wenige Tage nach diesem Statement waren diese Eindrücke bereits von der tristen Gegenwart eingeholt worden. Nach der Niederlage im kleinen Revierderby tauchten nicht nur Ricken, sondern auch sämtliche anderen Dortmunder Alphatiere ab, die das mutlose Gekicke ihrer sündhaft teuren Belegschaft mit versteinerter Miene auf der Tribüne verfolgt hatten.

    Zudem blieben sich die Kicker, die sich auf dem Rasen bis zur Unkenntlichkeit versteckt hatten, treu, indem sie in der Mixed Zone des Bochumer Ruhrstadions durch Abwesenheit glänzten.

    Pascal Groß und Karim Adeyemi beim Torjubel

    Erst mit etwas Glück, dann mit Klasse: Borussia Dortmund holt den ersten Sieg unter Trainer Niko Kocac und kann für das Achtelfinale planen. Enthält virtuelle Bandenwerbung.12.02.2025 | 2:59 min


    Gute Nachricht in tristen BVB-Zeiten

    Die Sprachlosigkeit von Spielern und Entscheidungsträgern ist ein beredter Beleg dafür, wie groß Ernüchterung und Ratlosigkeit im Dortmunder Lager inzwischen sind. Immerhin, eine gute Nachricht gibt es in tristen Zeiten der Mittelmäßigkeit: Am Mittwoch (18.45 Uhr) geht im größten Stadion der Republik wieder das Flutlicht an.

    Wenn Sporting Lissabon zum Rückspiel ins Revier kommt, werden sich die Gastgeber mit Sicherheit leichter tun als bei den lästigen Pflichtaufgaben gegen Bochum oder wenige Tage später gegen Union Berlin.

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    Quelle: Reuters


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