Schlagwort: Parallele

  • In der BVB-Krise zeigt sich die schlimmste Parallele, die es

    In der BVB-Krise zeigt sich die schlimmste Parallele, die es


    Borussia Dortmund patzt in der Liga und steckt im Mittelmaß fest. Die BVB-Krise wird immer schlimmer – und erinnert böse an einen anderen Traditionsclub aus dem Ruhrpott.

    Dortmund versauert auf Platz zehn der Tabelle, nun punktgleich mit den bayerischen Schwaben, auch Werder Bremen ist mit dem überraschenden Dreier gegen Bayer Leverkusen (2:0) ran gerückt. 

    Alle spielen für den BVB – nur der BVB nicht

    Ja, der Blick geht nach unten, dabei spielen sie über dem BVB eigentlich geschlossen für den BVB. Nur halt die Dortmunder selbst nicht. Gladbach hat bereits am Freitag gegen Mainz verloren, Wolfsburg und Stuttgart gelang ebenfalls kein Sieg. Doch Dortmund kann die Fehler nicht nutzen.

    Über die schwarz-gelbe Krise wurde bereits viel und ausführlich geschrieben. Die Gründe sind klar: Die Transfers sind nicht eingeschlagen, wichtige Führungsspieler haben im Sommer den Verein verlassen und wurden nicht adäquat ersetzt, der Trainerwechsel auf Nuri Sahin ist grandios gescheitert. Auch Neu-Trainer Niko Kovac bekommt die Probleme noch nicht in den Griff.

    Für den BVB gibt es ein warnendes Beispiel: Schalke

    Wo führt die sportliche Rezession den stolzen Club aus dem Pott noch hin? Eine Parallele zu einem abgestürzten Traditionsclub wird immer klarer. Und diese Parallele werden BVB-Fans ungern lesen und sehen: Der Borussia ergeht es wie dem FC Schalke 04.

    Die Führungsspieler von BVB gehen selten voran

    Die Führungsspieler von BVB gehen selten voran Imago

    Königsblau, die verhasste Farbe in Dortmund. Schalke, der Erzfeind aus dem Ruhrgebiet. Und genau dieser Verein wird nun zum warnenden Beispiel.

    2018 wurde S04 noch Vize-Meister. Im folgenden Sommer unterliefen den damaligen Verantwortlichen aber fundamentale Fehler.

    Verlust von Führungsspieler und Identifikationsfiguren

    In Leon Goretzka und Thilo Kehrer verließen zwei junge Gesichter, die eine Ära auf Schalke hätten prägen können, den Verein. Auch Naldo, absoluter Führungsspieler, hatte Schichtende. Benedikt Höwedes, der ein Jahr zuvor schon nach Turin verliehen wurde, wurde nach Moskau verkauft.

    Damit hat Dortmu…, äh Schalke, vier wichtige Führungsspieler und Identifikationsfiguren verloren.

    Zeitgleich investierten die Knappen insgesamt 37 Millionen Euro in Sebastian Rudy, Suat Serdar und Omar Mascarell. Vor allem Rudy und Mascarell wurden dabei zu sehr teuren Missverständnissen.

    Schalke steckt in Liga 2 fest

    “Die Schalker haben das bitter zu spüren bekommen, als sie jegliche Identifikationsfiguren rausgeworfen haben, oder als die gegangen worden sind. Da haben sie gemerkt: ‘Mist, hier ist ja gar keiner mehr, dem das nicht egal ist, was hier passiert”, sagte zuletzt Höwedes im Podcast “Kicker meets Dazn”.

    Drei Jahre nach der Vize-Meisterschaft ging es für Schalke ins Unterhaus. Nach dem direkten Wiederaufstieg stieg der Verein 2023 nochmal in die Zweite Liga ab – dort dümpelt der einst stolze Revierclub heute noch immer.

    BVB verliert Führungsspieler, Neuzugänge schlagen nicht ein

    Auch der BVB hat in diesem Sommer drei Führungsspieler und Identifikationsfiguren verloren. Mats Hummels, Marco Reus und Niklas Füllkrug. Ihren Wert für die Kabine und als Anpeitscher auf dem Rasen haben die Verantwortlichen verkannt.

    Zeitgleich laufen die Neuzugänge Waldemar Anton, Pascal Groß, Maximilian Beier und Yan Couto ihren hohen Erwartungen weit hinterher. Auch die Winter-Verpflichtung von Carney Chukwuemeka scheint zu einem großen Missverständnis zu werden.

    Was bleibt, ist eine Mannschaft ohne Gesicht, ohne Charakter und ohne Mentalität. Dass in der kommenden Spielzeit Champions-League-Fußball im Westfalenstadion stattfindet, von dem Wunsch müssen sich die BVB-Fans so langsam verabschieden.

    Am Mittwoch hätte die Borussia immerhin noch die Chance, ins Viertelfinale der Königsklasse einzuziehen. Nach dem ernüchternden 1:1 im Hinspiel gegen den OSC Lille und der Enttäuschung gegen Augsburg sind die Erwartungen für die große Auswärtsaufgabe aber gering. 



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  • Mainz 05: Bungert sieht Parallele zum SC Freiburg bei

    Mainz 05: Bungert sieht Parallele zum SC Freiburg bei


    Neue Mainz-Ära mit Henriksen 

    Mainz 05: Bungert sieht Parallele zum SC Freiburg bei Eigengewächsen

    ©IMAGO

    Der Mainzer Sportdirektor Niko Bungert sieht eine große Ähnlichkeit zum noch etwas besser platzierten SC Freiburg, was den Einsatz von Eigengewächsen anbelangt. „Ich weiß gar nicht, ob sich unsere Werte grundsätzlich getrennt haben. Wir haben beide eine sehr ähnliche Philosophie und vergleichbare Rahmenbedingungen“, erklärte der 38-Jährige im Interview mit dem „Kicker“.

    „Wenn man sich die Einsatzzeiten der im Verein ausgebildeten Spieler anschaut, sind Freiburg und Mainz das Nonplusultra in der Bundesliga. Freiburg und Mainz haben ein sehr bodenständiges Management. Dass wir verglichen werden, betrachte ich sehr positiv, das ist auch ein Lob für uns“, meinte Bungert. Die sportlichen Erfolge der Breisgauer seien beachtlich und man habe dort eine „hervorragende Nachfolgeregelung“ mit Julian Schuster für Christian Streich gefunden.

    Laut TM-Datenbank hat der SC Freiburg acht Eigengewächse im Lizenzspielerkader, Torhüter Noah Atubolu (22) ist mit einem Marktwert von 10 Millionen Euro das wertvollste. Die Mainzer kommen – genau wie der BVB – auf sieben Eigengewächse. Angreifer Jonathan Burkardt (24) ist der mit Abstand wertvollste Spieler im Aufgebot der Nullfünfer. Angeführt wird die Statistik allerdings von der TSG 1899 Hoffenheim mit neun Spielern, die es aus dem eigenen Nachwuchs geschafft haben – allen voran der designierte Bayern-Zugang Tom Bischof (19) mit einem Marktwert von 12 Mio. Euro.

    Während die Nullfünfer nach 23 Spieltagen mit 38 Punkten sensationell Tabellenfünfter mit Trainer Bo Henriksen sind, sind die Freiburger mit einem Zähler mehr gar auf Rang 4 zu finden. Der SC war 2023/24 und 2022/23 in der Europa League vertreten und kam jeweils bis ins Achtelfinale, der 1. FSV spielte zuletzt 2016/17 international, damals hieß der Trainer Martin Schmidt.   

    Mainz 05 erfolgreich unter Henriksen: Neue Ära gestartet

    Die aktuellen Erfolge würden den Mainzern nicht einfach zufliegen, so Ex-Profi Bungert, der seit Juli 2024 im Amt ist: „Von jedem einzelnen Spieler ist immer ein unglaublicher Einsatz als Grundlage gefragt. Das wissen die Jungs.“ Der kommende Gegner RB Leipzig (Platz 6), in Sachen Kaderwert mit 527 Millionen Euro (im Vergleich zu 112 Mio. Euro) deutlich überlegen, „kann sich aktuell sicher angenehmere Gegner vorstellen als Mainz 05“, sagte Bungert.

    Zu ambitionierte Ziele wolle man sich aber nicht setzen, um sich auf „das Hier und Jetzt zu fokussieren“. Bungert meinte: „Das heißt nicht, dass wir nicht die Fantasie haben, dass in dieser Saison etwas Besonderes möglich ist.“ Ständig aktiv vom Europacup möchte man nicht sprechen.

    Als Erfolgsfaktor dient der dänische Coach Henriksen, der seit Amtsantritt im Februar 2024 1,73 Punkte pro Partie sammelte. Der 50-Jährige kann dem Manager zufolge eine neue Ära bei den Mainzern prägen: „Absolut. Ich glaube, er ist schon dabei. Welche Dimensionen das annehmen wird, wissen wir heute nicht. Derzeit sorgt Bo dafür, dass es auf die zweite sehr erfolgreiche Saison hinausläuft.“ Im Vorjahr gab es den „zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt“. Zuletzt wurde Henriksens Vertrag bis 2027 verlängert.



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