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  • „Teilweise schon unfair“: Wie Arminia Bielefelds

    „Teilweise schon unfair“: Wie Arminia Bielefelds

    „Teilweise schon unfair“: Wie Arminia Bielefelds leidenschaftliche Reise durch Höhen und Tiefen

    Arminia Bielefeld, ein Name, der im deutschen Fußball sowohl für Leidenschaft als auch für Herausforderungen steht. Der Traditionsverein aus Ostwestfalen hat im Laufe der Jahrzehnte nicht nur für sportliche Erfolge gesorgt, sondern auch für Diskussionen über Fairness im Fußball. Gerade in der jüngeren Geschichte von Arminia wird deutlich, wie teilweise strukturelle Ungerechtigkeiten das Team beeinflusst haben und wie sie mit unvorhersehbaren Herausforderungen umgehen mussten. In diesem Artikel beleuchten wir die Situation von Arminia Bielefeld, die damit verbundenen Herausforderungen und die Relevanz dieser Themen für die Fans und den Fußball insgesamt.

    Arminia Bielefeld: Ein Verein mit Geschichte und Tradition

    Arminia Bielefeld wurde 1905 gegründet und hat seitdem eine bewegte Geschichte durchlebt. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Bundesliga hat der Verein über die Jahre Höhen und Tiefen erlebt. Die große Leidenschaft der Fans, die unermüdliche Unterstützung und der tief verwurzelte Stolz auf die eigene Heimat machen die Arminia zu einem besonderen Verein im deutschen Fußball.

    Die Herausforderungen im modernen Fußball

    In den letzten Jahren sieht sich Arminia Bielefeld, wie viele andere Klubs auch, mit den Herausforderungen des modernen Fußballs konfrontiert. Finanzielle Ungleichheiten, der Einfluss von Sponsoren und ein zunehmender Wettbewerb um die besten Spieler haben den Sport verändert. Die Situation für kleinere Vereine wird dadurch immer prekärer. Während große Klubs von Milliardären unterstützt werden und über immense Ressourcen verfügen, muss Arminia Bielefeld oft mit einem wesentlich kleineren Budget auskommen. Dies führt zu einer ungleichen Ausgangslage, die die Chancen auf sportlichen Erfolg erheblich beeinflusst.

    Über die Unfairness im Wettbewerb

    Ein wiederholt diskutiertes Thema ist die sogenannte „Unfairness“ im Wettbewerb. Während die großen Clubs über die neuesten Technologien, umfangreiche Scouting- und Trainingsmethoden verfügen, müssen sich kleinere Vereine oft mit weniger entwickeln. Ein Beispiel hierfür ist die Situation in der 2. Bundesliga, in der Arminia häufig auf Teams trifft, die über erheblich höhere Etats und Kaderqualitäten verfügen. Dies führt nicht nur zu einem schwierigen sportlichen Umfeld, sondern beeinflusst auch die Wahrnehmung des Vereins und seiner Fans.

    Ein konkretes Ereignis, das die Fans wütend machte, war ein Spiel, das durch eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung entschieden wurde. Entscheidungen wie diese werden oft als Teil einer unfairen Wettbewerbslogik wahrgenommen, in der kleinere Vereine nicht die gleiche Unterstützung und Aufmerksamkeit erhalten wie ihre größeren Gegenüber.

    Die Rolle der Fans

    Für die treuen Anhänger von Arminia Bielefeld ist die Unterstützung des Vereins weit mehr als nur ein sportliches Interesse. Es ist eine emotionale Bindung, die Teil ihrer Identität ist. Doch die immer wiederkehrenden Herausforderungen und die damit verbundene Diskrepanz im Wettbewerb haben auch Auswirkungen auf die Fanbasis. Während einige die Geduld verlieren, halten andere umso fester an ihrer Loyalität fest. Die Fans sind der Herzschlag des Vereins, und ihre Reaktionen auf die jeweilige Situation geben wichtige Einblicke in die Wahrnehmung des Klubs.

    Nachhaltige Lösungen und Perspektiven

    Die aktuelle Lage macht deutlich, dass es nicht nur um kurzfristige Lösungen, sondern auch um langfristige Perspektiven geht. Arminia Bielefeld hat immer wieder bewiesen, dass ein kluger Umgang mit Finanzen und eine sinnvolle Nachwuchsförderung entscheidend sind, um im Wettbewerb bestehen zu können. Die Akademie des Vereins hat in der Vergangenheit Spieler hervorgebracht, die den Sprung in die erste Mannschaft geschafft haben. Solche Ansätze sind wichtig, um die Strukturen nachhaltig zu verbessern und ein faires Wettbewerbsumfeld zu schaffen.

    Zudem wird die Diskussion über die Fairness im Fußball auch in der Öffentlichkeit immer lauter. Vereinsvorstände, Spieler und Fans setzen sich für eine Überarbeitung der Regeln ein, die eine gerechtere Verteilung der Mittel und Ressourcen zwischen großen und kleinen Vereinen ermöglichen könnte. Es bleibt zu hoffen, dass der deutsche Fußball auf diese Anliegen reagiert und strukturelle Verbesserungen anstößt.

    Fazit: Ein leidenschaftlicher Verein zwischen Herausforderung und Hoffnung

    Arminia Bielefeld steht exemplarisch für die Herausforderungen, denen viele Traditionsvereine im heutigen Fußball gegenüberstehen. Die Unfairness im Wettbewerb, die finanzielle Ungleichheit und der Einfluss von externen Faktoren sind Themen, die nicht nur für Bielefeld, sondern für den gesamten deutschen Fußball relevant sind. Doch trotz dieser Herausforderungen bleibt der Verein ein Symbol für Leidenschaft, Gemeinschaft und den unerschütterlichen Glauben an die eigenen Fähigkeiten.

    Die Geschichte von Arminia Bielefeld ist eine ständige Erinnerung daran, dass der Fußball mehr ist als nur das Spiel auf dem Platz. Es ist eine Welt von Emotionen, Erwartungen und der unaufhörlichen Suche nach Fairness und Gerechtigkeit. Die Zukunft wird zeigen, wie sich die Strukturen entwickeln werden, und ob sich der Traum von einem gerechten Wettbewerbsumfeld für alle Vereine verwirklichen lässt. Bis dahin bleibt die Unterstützung der Fans für ihren Verein ungebrochen – denn echte Liebe und Loyalität kennen keine Grenzen.

  • Werder Bremen: Profis nach Aus gegen Arminia Bielefeld

    Werder Bremen: Profis nach Aus gegen Arminia Bielefeld


    „Unbeschreibliche“ Sensation 

    Werder Bremen: Profis nach Aus gegen Arminia Bielefeld angefressen

    ©IMAGO

    Völlig gelöst fielen sich die Bielefelder Pokalhelden in die Arme. Die peinlich geschlagenen Werder-Profis blickten fassungslos ins Leere. „Ihr könnt nach Hause fahren“, brüllten die Arminia-Fans dem Bundesligisten hinterher und ließen das obligatorische „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ folgen. Bei den Favoriten flossen am Ende sogar bittere Tränen.

    Nach dem 2:1 (2:0) im Viertelfinale stehen die Drittliga-Kicker von Arminia Bielefeld im Halbfinale des DFB-Pokals. „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Marius Wörl im „ZDF“. Der 20-Jährige hatten den Favoritenschreck in der 35. Minute vor 26.601 Zuschauern fulminant in Führung geschossen. „Das war Vollgas“, meinte Wörl.

    Und so machte die Arminia weiter, die bereits die Erstligisten Union Berlin und den SC Freiburg ausgeschaltet hatte. Ein Eigentor von Julián Malatini (41.) brachte den zweiten Treffer. Werder kam durch Oliver Burke (56.) nur zum Anschluss. 

    Die Mannschaft von Trainer Ole Werner hat in diesem Jahr nur eins von neun Pflichtspielen gewonnen. Vier Tage nach dem 0:5 beim SC Freiburg war das peinliche Pokal-Aus der nächste Tiefschlag. „Manchmal ist Fußball nicht zu erklären. Manchmal läuft’s und manchmal läuft es scheiße. Und bei uns läuft es zurzeit scheiße“, sagte der sichtlich angefressene Kapitän Niklas Stark drastisch.

    Durch den Halbfinaleinzug dürfen sich die Bielefelder dagegen über eine zusätzliche Prämie von rund 3,35 Millionen Euro freuen. Gegen wen sie am 1. oder 2. April um die Endspiel-Teilnahme spielen, erfahren sie am Sonntag. Dann werden die Halbfinals im Rahmen der ARD-Sportschau ausgelost (18:45 Uhr). Das Finale steigt am 24. Mai im Berliner Olympiastadion.

    Trainer gibt Bielefelds Pokalhelden „Freifahrtschein“

    Bielefelds Trainer Mitch Kniat gab seiner Mannschaft nach dem sensationellen Einzug ins Halbfinale erst mal die Erlaubnis für eine rauschende Partynacht. „Heute haben sie einen Freifahrtschein. Es ist mir auch komplett egal, was sie machen. Sie sollen den Abend genießen“, sagte der 39-Jährige.

    Kniat kündigte an, später auch selbst in dem für die Feierlichkeiten auserkorenen Bielefelder Club vorbeizuschauen. „Das lasse ich mir nicht nehmen“, sagte er und ergänzte mit einem Lächeln: „Aber nur, weil ich mein Wort gegeben habe. Ansonsten würde ich da nicht auftauchen.“

    Allerdings muss die Arminia auch zwei Wermutstropfen verkraften. Stürmer Roberts Uldrikis und Abwehrspieler Maximilian Großer verletzten sich. „So wie es aussieht, ist es ein Kreuzbandriss, um ehrlich zu sein“, sagte Kniat über Neuzugang Uldrikis. „Ich kann es noch nicht hundertprozentig bestätigen, aber das ist der Verdacht.“ Zu Großer ergänzte der Coach: „Er hat Gedächtnisverlust. Er weiß gar nicht mehr, was in den letzten 15 Minuten abgegangen ist. Er weiß aber noch, dass wir weitergekommen sind. Das heißt, das Entscheidende hat er sich auf jeden Fall gemerkt.“

    Werder-Profi Bittencourt nach Aus im DFB-Pokal sauer

    Auf der Gegenseite machte Werder-Profi Leonardo Bittencourt seinem Ärger Luft und kritisierte die Leistung seines Teams scharf. Werder sei dabei, eine bis zur Winterpause starke Saison quasi wegzuschmeißen. „Das regt mich am meisten auf, dass wir es nicht geschafft haben, dranzubleiben“, sagte der 31-Jährige. „Keine Ahnung, warum. Wir denken, wir sind die Krassesten oder was weiß ich. Das geht mir einfach auf den Sack, was wir hier für Chancen wegschmeißen.“

    An der von Trainer Werner vermittelten Spielidee liege es nicht. „Unsere Pläne sind Woche für Woche gut. Aber wir bringen es einfach nicht auf den Platz“, erklärte Bittencourt. „Wir müssen jetzt mal ein anderes Gesicht zeigen. Ansonsten weiß ich nicht, wo das endet.“ Für Werder, das in der Bundesliga-Jahrestabelle den letzten Platz belegt, ist die Niederlage im Pokal beim Drittligisten der vorläufige Tiefpunkt.

    Atmosphärische Störungen gibt es in der Mannschaft laut Bittencourt aber nicht. „Nee, gibt’s nicht und das ist das Problem. Vielleicht muss da ein bisschen Störung rein.“ Das Team sei „wahrscheinlich zu lieb. Alles ist immer schön. Alles ist immer gut“, sagte Bittencourt weiter. „Da rasiere ich jetzt drüber. Das ist mir scheißegal.“

    Die Niederlage beim Drittligisten erzürnte auch die Anhänger. Als die Spieler nach der Partie vor ihre Fankurve traten, gab es böse Worte. Zudem flogen Plastikbecher und eine Fahnenstange Richtung Platz. „Ich bin schon lange hier, aber habe sie noch nicht so erlebt“, sagte Bittencourt. Für den Ärger zeigte er Verständnis. Das Werfen von Gegenständen müsse aber nicht sein. „Sprecht uns an, schreit uns an, schickt uns weg, alles gut. Da stehen wir auch dafür. Da gehen wir auch hin“, sagte er. „Aber Sachen auf den Platz werfen, das haben wir in den letzten Monaten, glaube ich gesehen, gehört sich nicht.“ Die Fans hätten dies aber auch eingesehen.



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  • DFB-Pokal: Arminia Bielefeld sorgt gegen Werder für

    DFB-Pokal: Arminia Bielefeld sorgt gegen Werder für


    Drittligist im Halbfinale 

    DFB-Pokal: Arminia Bielefeld sorgt gegen Werder für nächste Pokal-Sensation

    ©IMAGO

    Arminia Bielefeld hat die nächste große Überraschung im DFB-Pokal geschafft und im Viertelfinale mit 2:1 (2:0) gegen Werder Bremen gewonnen. Der Drittligist steht damit zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder im Halbfinale – damals hatte man sich in der Runde der letzten 16 ebenfalls gegen die Grün-Weißen durchgesetzt. 

    Marius Wörl hatte die Arminia in der 35. Minute in Führung gebracht, ein Eigentor von Bremens Julián Malatini (41.) sorgte noch vor der Pause für die umjubelte Zwei-Tore-Führung. Der Bundesligist wachte erst in der zweiten Hälfte auf und kam durch Oliver Burke in der 56. Minute noch zum Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit traf der ehemalige Bielefelder Amos Pieper noch die Latte. 

    Durch den Halbfinaleinzug dürfen sich die Bielefelder, die zuvor unter anderem schon Union Berlin und den SC Freiburg besiegt hatten, über eine zusätzliche Prämie von rund 3,35 Millionen Euro freuen. Gegen wen sie am 1. oder 2. April um die Endspiel-Teilnahme spielen, erfahren sie am Sonntag. Dann werden die Halbfinals im Rahmen der ARD-Sportschau ausgelost (18:45 Uhr). Das Finale steigt am 24. Mai im Berliner Olympiastadion.

    „Der Gegner wird uns alles abverlangen“, hatte Werder-Coach Werner vor der Partie im ZDF gesagt. Und er sollte von der ersten Minute an Recht bekommen. Die Arminia präsentierte sich giftig in den Zweikämpfen und taktisch hervorragend eingestellt. Bei längerem Bremer Ballbesitz machten die Bielefelder die Räume rund um den eigenen Strafraum geschickt eng. Bei Ballverlusten in der Werder-Hälfte gingen sie aber auch immer wieder ins Gegenpressing und unterbanden so schnelle Konter.

    Der Favorit aus dem Norden hatte optisch in der Anfangsphase zwar etwas mehr vom Spiel. Echte Torchancen erspielten sich die Bremer, bei denen Angreifer Marvin Ducksch schon nach einer halben Stunde verletzt raus musste, aber nicht.

    Dafür wurde die Arminia offensiver. Verteidiger Joel Felix platzierte einen Kopfball nach einer kurz ausgeführten Ecke nicht genau genug. Kurz darauf machte es Wörl besser. Der 20-Jährige nahm Malatini den Ball am Bremer Strafraum ab und knallte das Spielgerät aus halblinker Position in die lange Ecke. Die Alm tobte.

    Und die Arminia machte weiter. Bremens Torwart Michael Zetterer verhinderte bei einem Freistoß von Stefano Russo mit einer Glanztat noch das 2:0, war kurz darauf aber machtlos. Malatini beförderte eine Flanke von der rechten Seite mit dem Schienbein ins eigene Tor.

    Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bremen den Druck. Zunächst scheiterte Justin Njinmah noch frei an Arminia-Keeper Jonas Kersken, dann sorgte der eingewechselte Burke mit seinem Anschlusstreffer nach einem Bielefelder Fehler im Spielaufbau für Hoffnung bei den mitgereisten Werder-Fans.

    Die Partie war nun völlig offen. Bremen drängte auf den Ausgleich. Die Bielefelder schalteten immer wieder schnell um und vergaben teils große Konterchancen. In der zweiten Minute der Nachspielzeit mussten sie noch einmal tief durchatmen, als der ehemalige Armine Amos Pieper nur die Latte traf. Am Ende war es ihnen egal: Die Arminia brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und steht zum vierten Mal in der Klubhistorie im Halbfinale.



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  • DFB-Pokal: Arminia Bielefelds Pokal-Held Wörl

    DFB-Pokal: Arminia Bielefelds Pokal-Held Wörl


    Zukunft ab Sommer offen 

    DFB-Pokal: Arminia Bielefelds Pokal-Held Wörl zuversichtlich gegen Werder

    ©IMAGO

    „Magische Nächte“ auf der Bielefelder Alm gab es in der aktuellen DFB-Pokal-Saison bereits mehrfach zu bestaunen – und immer waren sie auch verbunden mit dem Namen Marius Wörl. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler zählt mit vier Torbeteiligungen in drei Partien zu den Top-Scorern des Wettbewerbs. Vor dem Viertelfinal-Duell der Arminia mit Werder Bremen (Dienstag, 20:45 Uhr) sprach Transfermarkt ausführlich mit dem Leihspieler von Hannover 96 über die Chancen des Drittligisten sowie seine persönliche Zukunft. Auch Hannovers Sportdirektor Marcus Mann bezog zu letzterer Stellung.

    Rund um die SchücoArena ist die Vorfreude auf das Kräftemessen mit Werder in diesen Tagen fast allgegenwärtig. Dreimal stand Arminia Bielefeld in diesem Jahrtausend im Pokal-Halbfinale, gegen ein viertes hätte hier niemand etwas. Seit 2019 schaffte es einzig der 1. FC Saarbrücken als Drittligist im Pokal so weit vorzudringen wie das Team von Mitch Kniat. Hannover, Union Berlin und der SC Freiburg mussten in der SchücoArena bereits die Segel streichen, in Bremen ist man entsprechend gewarnt. „Wir wissen um die Gefährlichkeit der Aufgabe, auf der Alm ist es immer schwierig“, hatte Werders Kapitän Marco Friedl nach der Auslosung Mitte Dezember betont. Dennoch will Werder seiner Favoritenrolle gerecht werden, wie Trainer Ole Werner unterstrich.

    „Wir hatten in den ersten drei Runden starke Gegner und auch Bremen wird es uns als Bundesligist nicht einfacher machen. Dort ist eine große individuelle Klasse vorhanden, vor allem spielt Werder auch schnell nach vorne. Aber dass man auch mit uns rechnen kann, haben wir in den ersten Runden gezeigt. Auch da haben ja nicht viele an uns als Drittligisten geglaubt. Das ist auch diesmal etwas, das mich im Vorfeld gut und zuversichtlich stimmt“, blickt Wörl im Gespräch mit TM auf die anstehende Aufgabe. Der gebürtige Münchner und Ex-Löwe ist ein Gesicht der bis dato erfolgreichen Bielefelder Pokalrunde. Gegen seinen Stammklub 96 leitete er mit seinem Assist zum 1:0 durch den im Winter nach Mannheim verliehenen André Becker den Sieg ein, beim 2:0 gegen Union traf er zunächst selbst per Traumtor und legte anschließend erneut Becker auf. Gegen Freiburg assistierte er wiederum Christopher Lannert zur Führung.

    Arminia Bielefeld im DFB-Pokal: „Das Stadion hat uns getragen“

    Auf seine Statistiken angesprochen und auf die Frage, warum ihm der Pokal scheinbar so gut liegt, sagt Wörl: „Ich bin ja noch relativ jung und daher sind das natürlich mit die größten Spiele, die ich persönlich in meiner Karriere bislang hatte. Ich bin dann komplett bis oben hin motiviert und versuche immer, alles für den Verein, das Team und ein Weiterkommen zu geben. Ich liebe Abendspiele, ich liebe es, wenn das Stadion ausverkauft ist. Mir macht jedes einzelne Pokalspiel bis hierhin total Spaß und ich hoffe, dass ich am Dienstag darauf aufbauen und an die Leistungen der ersten Runden anknüpfen kann.“ 

    Vereinsvergleich

    7,98 Mio. €

    Marktwert

    131,35 Mio. €



    800 Tsd. €

    Ausgaben 24/25

    6,83 Mio. €


    Mitch Kniat

    Trainer

    Ole Werner

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    Eine zentrale Rolle werde gegen Werder aber nicht nur der Mannschaft, sondern erneut den Arminia-Anhängern zukommen, betont Wörl, der die Stimmung auf der Alm als „überragend“ bezeichnet. „Ich denke, das hat man in allen drei Heimspielen gesehen. Es war eine unfassbare Stimmung von der ersten bis zur letzten Minute und man kann schon sagen, dass das Stadion uns auf jeden Fall getragen hat. Unsere Fans spielen immer eine ganz wichtige Rolle und jeder freut sich auch deshalb schon unheimlich auf das Spiel am Dienstag. Das wird für alle ein super Ereignis, wir haben richtig Bock!“

    Mit den Fans im Rücken will Arminia Bielefeld ins DFB-Pokal-Halbfinale einziehen.

    Mit den Fans im Rücken will Arminia Bielefeld ins DFB-Pokal-Halbfinale einziehen.

    Wörl hat sich in seinem zweiten Jahr in Bielefeld den Status des Leistungsträgers und Führungsspielers erarbeitet. Im Sommer 2023 war der Youngster im Alter von 18 Jahren vom Ausbildungsklub 1860 München, wo er bereits früh den Ruf des Nachwuchsjuwels besaß, nach Hannover gewechselt und direkt an den DSC verliehen worden. Bereits in seiner ersten Saison kam er auf 30 Partien und 24 Startelfeinsätze, insgesamt stehen seither 14 Scorer in 65 Pflichtspielen zu Buche. Im vergangenen Sommer wurde der Leihdeal mit den Roten um ein weiteres Jahr bis Saisonende 2025 verlängert. „Ich habe nach dem ersten Jahr gesehen, dass ich mich hier, auch dank des Trainerteams rund um Mitch Kniat, richtig gut entwickle. Und ich glaube, ein junger Spieler muss so viel wie möglich spielen. Dazu hat es mir in Bielefeld einfach super gefallen und das waren zusammengenommen die ausschlaggebenden Faktoren für die Entscheidung. Auf dieser Basis haben wir gemeinsam mit Hannover und Arminia entschieden, dass es für mich das Beste ist, wenn ich ein weiteres Jahr bleibe, um mich stetig weiterzuentwickeln“, erklärt Wörl. 

    Marius Wörl ist bei Arminia Bielefeld zum Führungsspieler geworden.

    Marius Wörl ist bei Arminia Bielefeld zum Führungsspieler geworden.

    Am Maschsee läuft Wörls Vertrag noch bis 2026. Dem Vernehmen nach besitzt Bielefeld eine Kaufoption, die unterschiedlichen Medienberichten zufolge im Bereich von einer Million Euro liegt. Gerüchten zufolge sollen auch andere Vereine längst ein Auge auf den 20-Jährigen geworfen haben, darunter Klubs über die Grenzen Deutschlands hinaus. Über seine Zukunft ab Sommer macht sich der Profi aber aktuell noch keine Gedanken. „Ich bin vielmehr im Hier und Jetzt unterwegs. Ich will erstmal eine gute Saison mit Arminia spielen und Stand jetzt ist es danach natürlich so, dass ich zurück nach Hannover gehe. Aber ich befasse mich damit nicht viel, weil jetzt erstmal noch sehr viele Spiele anstehen. Und die möchte ich, die möchten wir, erfolgreich bestreiten.“ Mit 96 herrscht ein regelmäßiger Austausch, „sie schauen auch viele meiner Spiele an und geben mir Feedback.“

    Hannover 96: Mann nimmt Wörl-Entwicklung „extrem positiv“ wahr

    Bielefelds Geschäftsführer Michael Mutzel attestierte Wörl zuletzt auf und abseits des Platzes „eine extreme Entwicklung“ und betonte gegenüber der „Neuen Westfälischen“, dass man ihn gerne über den Sommer hinaus halten würde: „Er hat sich super entwickelt und sich durch gute Leistungen einen Stammplatz erspielt. (…) Er selbst hat schon mehrfach gesagt, dass er sich bei uns in Bielefeld sehr wohlfühlt. Wir würden ihn gerne dauerhaft hierbehalten und werden alles versuchen, um dies möglich zu machen. Allerdings ist er nach wie vor Spieler von Hannover 96 und es liegt nur bedingt in unseren Händen.“ Mit Blick auf den medial spekulierten Betrag der kolportierten Kaufoption stellte er aber auch klar: „Vertragsinhalte werde ich nicht preisgeben. Nur so viel: Dass wir als Drittligist eine derartige Ablösesumme bezahlen werden, schließe ich kategorisch aus.“

    Der Entwicklungssprung Wörls und dessen Qualitäten sind auch bei den Niedersachsen nicht unbemerkt geblieben, wie Hannovers Sportdirektor Marcus Mann auf Nachfrage gegenüber TM bestätigt: „Wir nehmen die Entwicklung als extrem positiv war. Im letzten Jahr hat man schon gesehen, dass ihm die Spielzeit in der 3. Liga sehr gut getan hat. Dieses Jahr ist er zum absoluten Stammspieler geworden bei der Arminia. Seit dieser Saison wird er auch noch einmal deutlich offensiver eingesetzt, was gut zu ihm passt, weil er ein gutes Gefühl für den Raum hat. Im Pokal hat er ganz besonders auf sich aufmerksam gemacht. Seine Statistik da ist natürlich beeindruckend. Er ist maßgeblich daran beteiligt, dass Bielefeld jetzt das Viertelfinale spielen darf. Wie freuen uns sehr über seine Entwicklung und freuen uns natürlich auch, ihn dann nächste Saison wieder bei uns in Hannover zu begrüßen.“

    Hannovers Sportdirektor Marcus Mann plant Stand jetzt ab Sommer mit Wörl.

    Hannovers Sportdirektor Marcus Mann plant Stand jetzt ab Sommer mit Wörl.

    Mann bestätigt, dass der Klub Wörls Spiele regelmäßig verfolge: „Unsere Scoutingabteilung ist immer wieder bei Spielen der Arminia vor Ort. Ich war erst vor wenigen Tagen mit Marius etwas essen und bin immer gut darüber informiert, wie es ihm geht und was der jeweils aktuelle Stand bei ihm ist.“ Im Mittelfeld der Roten ist die Konkurrenz auf der Wörl-Position nicht gering, derzeit können elf Akteure aus dem Breitenreiter-Kader theoretisch im Zentrum eingesetzt werden. Dass Wörl sich mit der bei der Arminia gesammelten Erfahrung dennoch an der Leine durchsetzen könne, davon ist Mann überzeugt: „Als wir Marius verpflichtet haben, hatte er bei 1860 München zwar schon einige Spiele in der 3. Liga absolviert, war aber so jung, dass er eigentlich noch für die U19 hätte auflaufen dürfen. Deswegen war es einfach für ihn extrem wichtig, viel Spielzeit zu bekommen. Am Ende der Saison wird er bei über 80 Drittligaspielen stehen. Wir trauen es ihm absolut zu, dann auch den nächsten Schritt zu machen. Deswegen planen wir ihn für die kommende Saison bei 96 definitiv ein.“

    Sowohl bei Hannover 96 als auch bei Arminia Bielefeld ist eine sportliche Prognose, in welcher Liga beide Klubs kommende Saison auflaufen werden, im Februar 2025 noch schwierig zu treffen. Der DSC meldete sich nach zwischenzeitlicher Schwächephase über den Jahreswechsel zuletzt mit zwei Siegen in Folge im Aufstiegskampf der 3. Liga zurück. Zweitligist Hannover musste in diesem eine Klasse höher durch sechs Remis aus den letzten sieben Partien einen Rückschlag hinnehmen. Das Einlaufen der beiden Teams zum Saisonende dürfte auch für die Zukunftsentscheidung Wörls von nicht unerheblicher Bedeutung sein. 

    Mit 20 Jahren und zwei starken Drittliga-Saisons im Rücken steht Wörl vor dem Sprung auf das nächste Level. Auf die Frage, ob ein weiteres Jahr 3. Liga für ihn denkbar wäre, sagt er: „Ich persönlich will immer das Maximum erreichen und natürlich entsprechend auch höchstmöglich spielen. Jetzt ist es so, dass ich in diesem Jahr noch in der dritten Liga spiele und was dann im Sommer passiert, kann man nicht sagen – da gibt es so viele Szenarien. Daher will ich auch aktuell gar keinen großen Blick in die Zukunft werfen. Im Fußball kannst Du nie genau sagen, was am nächsten Tag passiert.“

    Text und Interview: Thomas Deterding

    Hier geht’s zum kompletten Transfermarkt-Interview mit Marius Wörl über die aktuelle Situation bei Arminia Bielefeld



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  • Arminia Bielefeld empfängt Werder Bremen – alle Infos

    Arminia Bielefeld empfängt Werder Bremen – alle Infos


    Das Wichtigste zum Spiel von Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen:

    • Vorraussichtliche Aufstellung Arminia: Kersken – Lannert, Schneider, Felix, Hagmann – Schreck, Russo – Wörl, Corboz, Grodowski – Uldrikis
    • Schiedsrichter: Geleitet wird die Begegnung vom Unparteiischen Robert Hartmann und seinem Team.
    • Zuschauer: Die Schüco-Arena wird beim Pokal-Highlight mit 26.500 Fans restlos ausverkauft sein. Rund 3.000 Gäste werden aus Bremen anreisen.
    • Wetter: Die Temperaturen am Dienstagabend sollen sich um 10 Grad Celsius bewegen. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei rund 20 Prozent.

    Arminia-Trainer Kniat mit Kampfansage

    Die Rollenverteilung ist klar: Im Pokal-Viertelfinale ist Arminia Bielefeld der klare Außenseiter, Bundesligist Werder Bremen der Favorit. Dass die Bielefelder sich davon nicht einschüchtern lassen, haben sie in den bisherigen Runden gegen Hannover 96 (2:0), Union Berlin (2:0) und den SC Freiburg (3:1) eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dementsprechend angriffslustig gab sich DSC-Trainer Mitch Kniat im Vorfeld des Duells mit dem Bundesligazwölften. „Wir gehen nicht in das Viertelfinale, um es zu genießen. Wir wollen gewinnen.“

    Alle Infos vor dem Spiel:

    Das Spiel im Liveticker:



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