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  • Felix Kroos fordert nüchterne Betrachtung

    Felix Kroos fordert nüchterne Betrachtung


    Marvin Duksch Werder Bremen,7 - 1. Fussball Bundesliga Saison 2024-2025 Punktspiel RB Leipzig vs. Werder Bremen in der Red Bull Arena in Leipzig - Aktion,Fussball,Deutschland,Mann,M�nner,12.01.2025 ** ...

    Pokal-Aus gegen einen Drittligisten und Bundesliga-Mittelmaß: Werder Bremen und Marvin Ducksch kämpfen im Jahr 2025 mit der eigenen Form. Bild: imago images / christian schroedler

    Bundesliga

    Lisa Slomka

    Während in ganz Deutschland die Sonne scheint, ziehen über das Weserstadion, der Heimspielstätte des SV Werder Bremen, dunkle Wolken auf. Das hat guten Grund: Bei Werder Bremen läuft es nicht wirklich gut.

    Die letzten vier Pflichtspiele gingen verloren, in Freiburg wurde die Werner-Elf mit 0:5 zerlegt, ein “Debakel” titelte der Klub auf seiner vereinseigenen Homepage. Und weil das noch nicht genug war, hat Drittligist Arminia Bielefeld dafür gesorgt, dass Bremen aus dem DFB-Pokal geflogen ist. Im Viertelfinale gewannen die Arminen sensationell mit 2:1.

    “Wir sind sauer auf uns. Und die Fans haben auch Grund, sauer auf uns zu sein”, sagte Bremens Kapitän Niklas Stark am ARD-Mikrofon. “Ich glaube, wir müssen da mal Dampf ablassen und zusammenfinden, denn es geht nur gemeinsam aus der Krise raus.”

    Mit dem Pokal-Aus verschärfte sich zuletzt die Krise von Bremen, ein Aufwärtstrend ist aber weiterhin nicht in Sicht. Schließlich steht Werder Bremen aktuell auf dem zwölften Tabellenplatz, wohl wissend, dass der Klub zum Ende der Hinrunde noch die Chance auf die Europa-Plätze gewittert hatte.

    Die Bremer waren lediglich zwei Punkte von der Conference League entfernt, hatten die Hoffnung nach mehr als 14 Jahren Abstinenz wieder europäisch zu spielen.

    Droht Werder Bremen im Tabellenkeller zu versinken?

    Mittlerweile, nach 24 absolvierten Spieltagen, droht der Traum von Europa zu platzen. Der letzte Hoffnungsschimmer scheint verglüht. Dass der Klub aber im Tabellenkeller versinken wird, womöglich auf einen Abstiegsplatz rutscht, damit rechnet Felix Kroos nicht.

    “Abstiegskampf sehe ich bei Werder nicht, dafür sind sie dann doch zu gut und viele andere Mannschaften zu schlecht. Da mache ich mir keine Sorgen”, sagte er im Interview mit RTL/ntv und sport.de.

    “Nach der Hinrunde hatte ich ein bisschen gehofft, dass es nach oben geht in den internationalen Bereich. Dass man dort bis zum Ende mitspielt”, gab Kroos zu und fügte an: “Jetzt glaube ich aber, dass es am Ende eine Saison im Mittelfeld, im Niemandsland sein wird.”

    Angesichts der vergangenen Jahre sei es laut Kroos “völlig in Ordnung”, sich erst einmal wieder in der Bundesliga zu etablieren. Immerhin musste Bremen 2021 den Gang in die 2. Liga antreten, seit drei Jahren spielt der Klub also erst wieder im deutschen Oberhaus.

    08.01.2025, xhfmx, Fussball Matth

    Felix Kroos hat zwischen 2010 und 2016 für Werder Bremen gespielt.Bild: IMAGO / Jan Huebner

    Felix Kroos trug von 2010 bis 2016 das Bremen-Trikot

    In Bremen, wo Kroos zunächst in der Reservemannschaft spielte, stand er von 2010 bis 2016 unter Vertrag. Für die Profi-Mannschaft absolvierte er insgesamt 65 Ligaspiele, in denen er ein Tor erzielte.

    Seinen ersten Einsatz in der Champions League hatte Kroos im Spiel gegen Tottenham im November 2010, die 0:3-Niederlage konnte er allerdings nicht abwenden. Im Januar 2016 wechselte er von der Weser an die Spree zu Union Berlin.

    Die Zeit in Bremen habe Kroos zu dem gemacht, der er heute ist. Rückblickend betrachtet, seien dort sehr wichtige Sachen in seinem Leben passiert. “Da habe ich gelernt, mich um mich selbst zu kümmern und mich anderen Leuten zu öffnen”, sagte Kroos im Interview mit seinem Ex-Verein. “Ich habe viele Freunde und meine Frau dort kennengelernt.”

    Im Juli 2021 beendete Kroos seine Karriere, im Trikot von Eintracht Braunschweig absolvierte er sein letztes Spiel als Profi. Doch schon bald wird sich Kroos seine Fußballschuhe erneut schnüren. Diesmal aber in der “Icon League”, der von seinem Bruder Toni Kroos mitgegründete Hallenfußball-Liga.

    Kaum ein Verein hat in den vergangenen Jahren so clever ein- und verkauft wie Eintracht Frankfurt. Die Hessen haben es seit 2019 immer wieder geschafft, vor allem ihre Stürmer richtig teuer abzugeben.



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  • DFB-Pokal: Als Fritz 2015 traf, flog – und Kroos über

    DFB-Pokal: Als Fritz 2015 traf, flog – und Kroos über



    Wenn Werder Bremen am Dienstag zum zweiten Mal in der Geschichte des DFB-Pokals bei Arminia Bielefeld gastiert, werden Erinnerungen wach. Den 4. März 2015 hatte auch Weltmeister Toni Kroos nicht unkommentiert stehen lassen können.

    Im Fokus im März 2015: Toni Kroos (li.) und Clemens Fritz.


    Im Fokus im März 2015: Toni Kroos (li.) und Clemens Fritz.

    imago images (3)


    Damals wie heute waren die Machtverhältnisse deutlich. Da der Drittligist aus Bielefeld, dort der Bundesligist aus Bremen. Werder hatte vor dem Gastspiel auf der Alm im DFB-Pokal-Achtelfinale im Kalenderjahr 2015 genauso viele Punkte in der Bundesliga gesammelt wie Spitzenreiter Bayern München.


    Doch wie ein Bundesliga-Spitzenteam – Werder war eigentlich nur Neunter – spielte Bremen dann nicht. Der für den kritisierten Raphael Wolf überraschend ins Tor gerückte Koen Casteels war nicht der erhoffte Rückhalt (kicker-Note 5). Eine bessere Note als eine 4 bekam kein Werder-Profi an diesem Abend, der in Erinnerung bleiben sollte. Aus unterschiedlichen Gründen.


    Bielefeld feierte Winter-Neuzugang Manuel Junglas, dem beim sensationellen 3:1-Erfolg direkt ein Doppelpack gelang. Arminias Rasen sah sich derweil schärferer Kritik ausgesetzt. “Bremen versinkt im Bielefelder Torf”, titelte damals die SZ. Deutlicher wurde Weltmeister Toni Kroos, dessen Bruder Felix (kicker-Note 4,5) über 90 Minuten auf der Bremer Sechs gespielt hatte: “Sehr guter Platz da in Bielefeld – hat mit Fußball nix zu tun …”

    Meier freut “Schokoladentag” – Skripnik bedient


    Den unebenen Platz nutzte Arminia für sein Kampfspiel, Cheftrainer Norbert Meier sollte hinterher von einem “Schokoladentag” sprechen. Bielefelds Kapitän Fabian Klos erklärte stolz: “Wir haben gezeigt, dass wir auch ein bisschen Fußball spielen können.”


    Wir hatten uns vorgenommen, ohne Ende zu kämpfen, aber das war nicht der Fall.



    Einen bitteren Abend erlebte derweil der heutige Werder-Geschäftsführer Clemens Fritz. Als Kapitän auf Bremer Seite angetreten, gelang ihm in der 76. Minute zwar der 1:2-Anschlusstreffer. Weil Junglas nur acht Minuten später aber das vorentscheidende 3:1 erzielte, ließ sich Fritz – bereits verwarnt für Meckern – zu einem Frustfoul hinreißen (89.). Allerspätestens durch seine Ampelkarte war die Partie entschieden.




    Bremen rang nach der Blamage um Erklärungen. Werder-Coach Viktor Skripnik sah eine in puncto Einstellung: “Wir hatten uns vorgenommen, ohne Ende zu kämpfen, aber das war nicht der Fall.”


    Bielefeld dagegen warf in seinem Freudentaumel anschließend auch noch Borussia Mönchengladbach dramatisch im Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb, ehe Wolfsburg im Halbfinale die Endstation bedeutete (0:4). Eine Halbfinal-Revanche gegen Wolfsburg, das am Mittwoch (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) noch in Leipzig gastiert, ist noch im Bereich des Möglichen. Vorausgesetzt, Werder wird auf der Alm erneut düpiert.



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