Bayer dreht auf – und ein Star leitet seinen Abschied ein?
Bei Aufsteiger Holstein Kiel lässt Leverkusen nichts anbrennen, gewinnt 2:0. Die Werkself ist damit seit 21 Partien ungeschlagen, hat unglaubliche 28 Auswärtsspiele nacheinander nicht verloren.
Leverkusen darf zumindest weiterhin auf die Meisterschaft hoffen – auch dank Patrik Schick!
Erst Schick, dann schicker: Zauber-Lupfer von Adli
Quelle: Bild22.02.2025
Der Star-Stürmer trifft auf dem holprigen Kieler Rasen schon in der 9. Minute: Nachdem Amine Adli zwei Gegner ausspielt und ins Zentrum flankt, lässt Keeper Timon Weiner den Ball abprallen. Schick steht goldrichtig – 1:0!
Beim 0:0 zuletzt gegen die Bayern durfte Schick nur eine Minute ran. Jetzt hat er seinen Berater gewechselt – um sich auf einen Wechsel vorzubereiten? Der tschechische Nationalspieler steht in direkter Konkurrenz mit Victor Boniface (24), keiner ist gesetzt. Unwahrscheinlich, dass der Doublesieger noch einmal gemeinsam mit den beiden in eine Saison geht.
Für die Störche bedeutet das Schick-Tor den 21. Rückstand im 23. Bundesliga-Spiel.
Dann kommt es zu einem kurzen Schreckmoment! Magnus Knudsen foult Florian Wirtz (12.), trifft den Bayer-Star am Sprunggelenk – sieht dafür nur Gelb. „Sky“-Experte Didi Hamann: „Das ist für mich eine klare Rote Karte.“
Bayer dominiert weiterhin die Partie, kommt aber nicht mehr so oft zum Abschluss wie in der Anfangsphase.
Dann ist es Wirtz, der Adli schickt. Der Linksaußen vollstreckt über Weiner hinweg – 2:0 (45.). Das nach Überprüfung kein Abseits war. Adli wirft daraufhin Wirtz ein Luft-Küsschen zu. Für den Stürmer ist es ein Mega-Comeback: Der Marokkaner stand zuletzt am 23. Oktober 2024 in der Startelf, fiel danach lange mit einem Wadenbeinbruch aus.
Kiel kommt in der ersten Hälfte nur zu zwei echten Torchancen, beide gehen auf die Kappe von Knudsen (22., 45.+2). Auch danach lässt Leverkusen nichts anbrennen. Und das, obwohl Kiel in den vergangenen neun Spielen immer getroffen hat. Es bleibt beim 2:0.
Bayers Rückstand auf Spitzenreiter Bayern schrumpft damit vorerst auf fünf Zähler. Allerdings müssen die Münchner am Sonntag noch gegen Frankfurt ran (17.30 Uhr, hier im BILD-Liveticker). Schlusslicht Kiel spielt wohl die eigene Keller-Meisterschaft aus – zumindest der Relegationsplatz ist noch in Reichweite.
Die Leverkusener mussten vor dem Topspiel gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag in der Bundesliga und den Duellen im Achtelfinale in der Champions League gegen Bayern München nicht glänzen, um zum 21. Mal in Folge ungeschlagen zu bleiben.
Patrik Schick (9.) mit seinem 15. Saisontreffer und Amine Adli (45.) machten mit ihren Toren schon vor der Pause alles klar. Die harmlosen Kieler sind nach dem sechsten Spiel ohne Sieg weiter am Tabellenende und müssen mehr denn je fürchten, nach einem Jahr Erstklassigkeit wieder abzusteigen.
Amine Adli sorgte kurz vor der Pause mit dem Treffer zum 2:0 schon für die Vorentscheidung
Bochum überrascht mit Remis bei Wolfsburg
Während Kiel ohne Punkte blieb, sicherte sich der Tabellen-16. VfL Bochum mit dem 1:1 bei Wolfsburg einen Zähler. Nur wenige Minuten fehlten dem VfL zum ersten Auswärtssieg in dieser Saison. Erhan Masovic brachte die Bochumer in Führung (50.), Mattias Svanberg (81.) verhinderte eine Heimpleite der Hasenhüttl-Elf, in der Patrick Wimmer bis zur 63. Minute im Einsatz war.
Mit einem Hattrick von Alexis Claude-Maurice innerhalb einer Viertelstunde (55., 61., 70.) und einer Rekordserie hat der FC Augsburg die Abstiegszone weit hinter sich gelassen. Die Gäste blieben im siebenten Ligaspiel nacheinander unbesiegt, profitierten dabei aber auch von der frühen Roten Karte gegen Gladbachs Torhüter Jonas Omlin (28.). Der Österreicher Kevin Stöger musste früh für Ersatztorhüter Tobias Sippel vom Feld.
Der FSV Mainz feierte mit Philipp Mwene, der bis zur 83. Minute im Einsatz war, einen 2:0-Heimsieg gegen St. Pauli und verbesserte sich auf Rang fünf. Bei den Hamburgern spielte David Nemeth durch.
Deutsche Bundesliga, 23. Runde
Samstag:
Kiel – Leverkusen 0:2 (0:2)
Tore: Schick (9.), Adli (45.)
Kiel: Pichler nicht im Kader (verletzt)
Wolfsburg – Bochum 1:1 (0:0)
Tore: Svanberg (81.) bzw. Masovic (50.)
Wolfsburg: Wimmer bis zur 63. Minute, Pervan auf der Bank
Mönchengladbach – Augsburg 0:3 (0:0)
Tore: Claude-Maurice (55., 61., 70.)
Rote Karte: Omlin (28./Gladbach)
Gladbach: Stöger bis zur 32. Minute, Lainer nicht im Kader
Mainz – St. Pauli 2:0 (0:0)
Tore: Jae Sung (67.), Nebel (95.)
Mainz: Mwene bis zur 84. Minute, Veratschnig auf der Bank St. Pauli: Nemeth spielte durch
Freitag:
Freiburg – Bremen 5:0 (2:0)
Tore: Sildillia (15.), Grifo (33., 57.), Doan (76., 92.)
Freiburg: Lienhart spielte durch, Adamu ab der 77. Minute, Gregoritsch auf der Bank Bremen: Schmid spielte durch, Grüll ab der 72. Minute, Friedl nicht im Kader (verletzt)
Bayer Leverkusen kommt nach der eindrucksvollen Dominanz gegen Bayern München als klarer Favorit ins Holstein-Stadion. Doch im Hinspiel konnten die Kieler der Elf von Xabi Alonso sogar auswärts einen Punkt abtrotzen. Gelingt den Kielern am Samstag ab 15.30 Uhr eine nächste Überraschung? Und wer steht eigentlich im Tor der KSV – Weiner oder Dähne? Verfolgen Sie das Spiel hier im Liveticker.
Xabi Alonso hat den nächsten Rekord eingestellt. Beim letzten Bundesliga-Auswärtsspiel beim 0:0 in Wolfsburg war er im 27.Gastspiel in Folge ungeschlagen und hat den Meilenstein von Udo Lattek eingestellt. Jetzt kann Alonso am Samstag beim Auftritt bei Holstein Kiel Bundesliga-Geschichte schreiben: Nie in der Historie überstand ein Trainer bisher 28 Auswärtspartien in Folge ohne Niederlage!
Feierlichkeiten stehen für den Club der 100er bevor. Robert Andrich steht vor seinem 100.Bundesligaspiel für Bayer 04 ebenso wie Exequiel Palacios (der damit auch generell vor seinem 100.Bundesligaspiel steht) und auf Kieler Seiten steht der Kapitän Lewis Holtby vor seinem 100.Pflichtspiel für Holstein.
Im Hinspiel verspielten unsere Jungs eine 2:0-Führung, die man bereits nach 10 Minuten erspielt hatte. Kiel konnte im Laufe der zweiten Halbzeit noch ausgleichen. Auch solche Spiele sind daran Schuld, dass Bayer 04 mit bereits acht Unentschieden die meisten in der Bundesliga vorweist und das ist für den Meisterschaftskampf dann leider zu viel.
Bayer 04 Leverkusen
Mittlerweile sind es 56 Bundesligaspiele, in deren Zeit unsere Jungs nur ein Spiel verloren haben. Die aktuelle ungeschlagene Serie beträgt schon wieder 20 Spiele. Kein anderer Bundesligist ist seit mehr als acht Spielen ungeschlagen. Allerdings gab es zuletzt zwei torlose Remis in Folge, dreimal nacheinander 0:0 spielte Bayer 04 in der Bundesliga noch nie.
Xabi Alonso fehlen weiterhin die verletzten Terrier und Belocian. Der restliche Kader steht ihm zur Verfügung. Eine Woche Pause ist noch bis zu den nächsten beiden englischen Wochen. Xabi könnte nochmal ein wenig Belastungssteuerung vornehmen.
Holstein Kiel ist erstmal seit dem fünften Spieltag wieder auf den letzten Tabellenrang abgerutscht. Allerdings hat man auch nur einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz. Das sichere, rettende Ufer mit Rang 15 ist allerdings schon acht Punkte weg. Für die letzten Drei Kiel, Bochum, Heidenheim wird es wohl vor allem ein Kampf um Rang 16.
Dabei können sich die Kieler derzeit auf ihre Offensive verlassen. Seit der Winterpause erzielten sie 15 Treffer in sieben Bundesligaspielen, da sind nur die Bayern aktuell besser unterwegs. Allerdings kassierte der Aufsteiger in 20 der 22 Bundesligapartien auch mindestens zwei Gegentore.
Trainer Marcel Rapp muss auf die verletzten Kleine-Bekel, Johansson, Skrzybski, Bernhardsson und Pichler verzichten. Aktuell steht Ersatztorhüter Dähne im Tor und Stammkeeper Weiner sitzt auf der Bank.
Letzter gegen Meister: Bundesliga-Schlusslicht Holstein Kiel empfängt am Sonnabend Bayer Leverkusen. KSV-Trainer Marcel Rapp lobt den Tabellenzweiten in den höchsten Tönen und hat selbst eine Torwartfrage zu entscheiden.
“Leverkusen ist eine Topmannschaft und hat eine super Idee von Fußball. Da kommt vieles zusammen, wo ich als Trainer sage: Das ist herausragend gut und das beste in Deutschland”, erklärte Rapp vor dem Heimspiel am Sonnabend (15.30 Uhr, im NDR Livecenter).
Gleichwohl habe seine Mannschaft “schon oft bewiesen, dass wir gegen die Top-Teams unangenehm sein können.” Und auch erfolgreich. Im Hinspiel trotzten die “Störche” dem deutschen Meister ein 2:2 ab. “Das wird präsent sein in den Köpfen der Jungs”, glaubt Rapp.
Viele Ausfälle bei Kiel
Die Vorzeichen für den zweiten Vergleich mit dem Tabellenzweiten stehen allerdings nicht sehr gut. Neben Langzeitverletzten wie Patrick Erras fehlen weiterhin die Offensivspieler Steven Skrzybski, Alexander Bernhardsson und Benedikt Pichler. Und auch hinter den Einsätzen Ivan Nekic und Finn Porath (beide muskuläre Probleme) stehen Fragezeichen. “Der Kader ist ein bisschen ausgedünnt, aber trotzdem haben wir noch genug Spieler, um eine ordentliche Elf auf den Platz zu bringen”, so Rapp.
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Der 31-Jährige hat einen ungewöhnlichen Weg mit vielen Höhen und Tiefen hinter sich. Nun darf er sich Hoffnungen machen, wieder Stammtorwart bei der KSV zu werden.
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Dähne oder Weiner – wer hütet das KSV-Tor?
Wer als Torwart aufs Feld laufen darf, ließ der Coach offen. Beim jüngsten 1:3 in Frankfurt feierte Thomas Dähne sein Bundesliga-Debüt im Tor der “Störche”, weil Stammkeeper Timon Weiner erkrankt passen musste. Ob dieser gegen Leverkusen wieder ran darf? Rapp wollte sich nicht festlegen: “Es muss der spielen, der uns am meisten Sicherheit gibt. Grundsätzlich mache ich mir keine Sorgen, weil beide schon beweisen haben, dass sie ordentliche Leistungen bringen.”
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Platzwechsel ein Grund für Ausfälle?
Wegen schlechter Platzverhältnisse wechseln die Norddeutschen im Training aktuell zwischen Natur- und Kunstrasen. Ein Grund für die Ausfälle? “Wenn wir das ein oder das andere fahren, dann müssen wir halt Abstriche in Kauf nehmen”, sagte Rapp, schränkte jedoch ein: “Und trotzdem weiß man es auch nicht, wenn wir nur auf einem Platz trainieren würden, ob es dann nicht auch so wäre.” Auch im Holstein-Stadion ist der in der Vergangenheit häufig ausgezeichnete Rasen in keiner guten Verfassung. Doch das kann laut Rapp gegen die versierten Star-Spieler aus Leverkusen um Ausnahmekönner Florian Wirtz ein Vorteil sein. Es sei vor allem ein Nachteil für “die Mannschaft, die mehr den Ball haben wird”, so Rapp.
Der Blick auf die Tabelle, in der die Kieler am vergangenen Spieltag auf den letzten Platz abgerutscht sind, bereitet dem 45-Jährigen hingegen kein Kopfzerbrechen. “Das ist eine Frage der Perspektive. Wir haben einen Punkt Rückstand auf den Relegtionsrang, das ist eher meine Perspektive”, so der Holstein-Trainer.
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Vor Heimspiel gegen Meister Leverkusen: Holstein Kiel drohen zwei neue Ausfälle
Personell ist Holstein Kiel schon seit längerem arg gebeutelt. Nun könnte sich die Lage bei den Störchen noch einmal verschärfen. Vor dem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen drohen der KSV zwei weitere Ausfälle. Etwas Hoffnung gibt es aber auch.
Kiel.Die personellen Sorgenfalten auf der Stirn von Holstein-Kiel-Trainer Marcel Rapp vor dem Heimspiel am kommenden Sonnabend gegen Meister Bayer 04 Leverkusen (15.30 Uhr, Holstein-Kiel-Liveticker) werden größer. Beim öffentlichen Training am Mittwoch musste der 45-Jährige auf zwei weitere KSV-Profis verzichten.
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Neben den Langzeitverletzten Colin Kleine-Bekel (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Carl Johansson (Aufbautraining), Patrick Erras (Gehirnerschütterung) und Alexander Bernhardsson (Aufbautraining nach Problemen an der Patella) fehlten auch Steven Skrzybski (muskuläre Probleme) und John Tolkin (Einblutung im Muskel) weiterhin.
Porath und Nekic mit muskulären Problemen
Hinzu kamen mit Abwehr-Neuzugang Ivan Nekic und Finn Porath zwei weitere wichtige Spieler. „Finn und Ivan haben muskuläre Probleme aufgrund der wechselnden Untergründe. Auf dem Kunstrasen ist der Untergrund hart, auf dem Rasen rutscht man weg. Im Stadion ist der Belag nochmal anders. Hinter beiden Spielern steht mindestens ein Fragezeichen. Ein Ausfall droht“, erklärte Rapp.
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Hintergrund: Die Belastung im Training ist in Kiel aufgrund der schwankenden Witterungsverhältnisse besonders hart. Die beiden Hybridrasen-Trainingsplätze in Projensdorf sind aufgrund der monatelang ausgebliebenen Sonne stark beansprucht. Deshalb weicht der Bundesliga-Neuling in den vergangenen Wochen regelmäßig auf den neuen Kunstrasenplatz aus. So soll die Trainingsqualität hochgehalten werden. Dieser wiederum stellt andere Anforderungen an Belastung und Schuhwerk, als es die Profis aus den Spielen im Fußball-Oberhaus gewohnt sind. Eine Zwickmühle ohne Ausweg. „Wir müssen da jetzt noch einige Wochen durch“, betont Rapp.
Drei KSV-Profis stehen vor der Trainingsrückkehr
Für die Störche gibt es aber auch Licht am Ende des Tunnels. Neben Alexander Bernhardsson absolvierte am Mittwoch auch Carl Johansson eine individuelle Einheit mit Rehatrainer Timm Sörensen. Beide befinden sich auf dem Weg der Besserung und sollen schon zeitnah wieder ins Teamtraining einsteigen.
„Calle und Berra sollen nächste Woche wieder trainieren. Das gilt auch für Skrzybski, wobei der schneller wieder fit sein wird als die anderen Jungs“, so Rapp. Mehr als ein kleiner Silberstreif am Horizont ist das für die Störche im Bundesliga-Abstiegskampf allerdings nicht.
Plötzlich am Tabellenende – und ausgerechnet jetzt kommt Bayer Leverkusen. Fußball-Bundesligist Holstein Kiel bereitet sich in dieser Woche auf das Gastspiel des Deutschen Meisters und Pokalsiegers am Samstag, 22. Februar (15.30 Uhr), vor. Die Personallage bei den „Störchen“ ist weiterhin angespannt, nur auf einer Position ist eine Luxussituation entstanden. Die große Frage lautet: Wer steht im Tor?
Der zuletzt in Frankfurt wegen eines grippalen Infekts ausgefallene Stammkeeper Timon Weiner stand beim Training am frühen Mittwochnachmittag wieder auf dem Platz. Dass der 26-Jährige am Samstag gegen Leverkusen wieder zwischen die Pfosten rückt, ist aber keineswegs selbstverständlich. Denn Weiners Vertreter Thomas Dähne zeigte bei der 1:3-Auswärtsniederlage gegen die Eintracht am vergangenen Sonntag eine gute Leistung.
Ein Lob für beide Torhüter
„Er hat Ruhe ausgestrahlt, alles ordentlich gemacht und einen Elfmeter gehalten“, blickte Trainer Marcel Rapp auf Dähnes Bundesliga-Debüt zurück. Gleichwohl erklärte der 45-Jährige auch: „Weiner war die Nummer 1.“ Wie man das „war“ interpretieren kann, dürfte reine Auslegungssache sein. Jedenfalls resümierte der Coach: „Wenn man so viele Schüsse aufs Tor kriegt wie er (Weiner, Anm. d. Red.), gibt es nun mal Bälle, die er hätte halten können. Es gab auch Spiele, in denen er es richtig gut gemacht hat.“ Am Freitag solle, so Rapp, vom Trainerteam eine Entscheidung gefällt und somit die T-Frage beantwortet werden, wer denn gegen Bayer 04 die schwierige Aufgabe lösen muss, die Holstein-Kiste so sauber zu halten wie nur irgendwie möglich.
„Die Gegebenheiten sind schwierig, es fallen ja immer wieder Spieler aus.“
Marcel Rapp
Trainer Holstein Kiel
Auf anderen Positionen stellt sich Lage in Kiel derzeit deutlich schlechter dar. „Die Gegebenheiten sind schwierig, es fallen ja immer wieder Spieler aus“, sagte Rapp. Der regelmäßige Wechsel vom Kunstrasen, auf dem auch am Mittwoch wieder trainiert wurde, auf die Rasenplätze im Nachwuchsleistungszentrum und schlussendlich auf den Rasen im Stadion sorgte und sorgt ein ums andere Mal für Probleme insbesondere im muskulären Bereich. So drohen gegen Leverkusen die Ausfälle von Allrounder Finn Porath, der dann erstmals in dieser Saison passen müsste, und Verteidiger Ivan Nekic, der gerade erst in Frankfurt sein Holstein-Debüt gefeiert hatte.
Durfte beim Training am Mittwoch nicht allzu viele Schäfchen zählen: Holstein-Trainer Marcel Rapp. Foto: Arne Schmuck
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Weil im Umkehrschluss keine Akteure aus dem Lazarett zurückkehren, bleibt es knifflig. Rapp stellte fest, nachdem er am Mittwoch seine Schäfchen gezählt hatte: „18 Mann im Training – das ist nicht das, was man sich wünscht.“ Ebenso verhalte es sich mit den Bedingungen im Holstein-Stadion. „Es ist das erste Mal, seitdem ich in Kiel bin, dass der Platz in einem schlechten Zustand ist. Gegen Leverkusen kann das aber ein Vorteil sein“, urteilte der Coach.
Schweden-Duo vor der Rückkehr
Während beim US-Amerikaner John Tolkin (Einblutung im Oberschenkel) ein Kontroll-MRT Aufschluss über die noch offene Ausfallzeit geben soll, ist immerhin der eine oder andere Lichtblick erkennbar: Die Schweden Alexander Bernhardsson und Carl Johansson sollen ab kommender Woche wieder voll trainieren, mit dem erfahrenen Angreifer Steven Skrzybski wird ebenfalls wieder gerechnet.
Hat den Ball fest im Blick: Holstein-Angreifer Fiete Arp. Foto: Arne Schmuck
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„Mal gucken, wie jetzt die angeschlagenen Jungs zurückkommen“, sagte KSV-Angreifer Fiete Arp vorausschauend. Er selbst könnte Nutznießer der Ausfälle sein und wie schon in Frankfurt abermals zur Holstein-Startelf gehören. Ans Hinspiel hat er noch gute Erinnerungen, mit einem verwandelten Elfmeter sorgte der 25-Jährige für das Tor zum sensationellen 2:2-Endstand. „Da hat man gesehen, was möglich ist, wenn wir übers Limit gehen“, sagte Arp, der am Mittwoch den (noch) amtierenden Deutschen Meister als „geile Mannschaft“ bezeichnete und richtig ins Schwärmen geriet: „Die Leverkusener sind extrem spielstark, variabel, dazu taktisch und technisch sauber. Die Art und Weise, wie sie Fußball spielen, ist sehr häufig ein Augenschmaus.“
Das Unentschieden seinerzeit am Rhein „in einer highlight-armen Saison“ (O-Ton Arp) stellte der Offensivmann in seiner bisherigen Top 3 der Höhepunkte auf eine Stufe mit den Heimsiegen über Augsburg (5:1) und Dortmund (4:2). Sicher hätte auch der Ex-Hamburger nichts dagegen, wenn es in seiner Hitparade am kommenden Samstag gegen 17.25 Uhr einen neuen Spitzenreiter geben würde.