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  • FC Bayern überrascht mit Punktverlusten, Joshua Kimmich gibt überraschende Einblicke

    FC Bayern überrascht mit Punktverlusten, Joshua Kimmich gibt überraschende Einblicke

    Titel: FC Bayern überrascht mit Punktverlusten – Kimmichs Einblicke

    In der aktuellen Bundesligasaison überrascht der FC Bayern mit unerwarteten Punktverlusten. Nach mehreren Spielen, in denen die Münchener als Favoriten ins Rennen gingen, mussten sie sich mit unentschiedenen Ergebnissen oder sogar Niederlagen abfinden. Diese unerwarteten Wendungen haben nicht nur die Fans, sondern auch die Experten und Analysten beschäftigt. Ein Spieler, der in diesem Zusammenhang vermehrt in den Fokus gerückt ist, ist Joshua Kimmich. Der kapitäre Mittelfeldspieler gibt nicht nur Einblicke in die Ursachen der aktuellen Formschwankungen, sondern stellt auch klar, was die Mannschaft tun muss, um ihr Niveau wieder zu steigern.

    Unerwartete Punktverluste

    Die Punktverluste des FC Bayern haben für viel Gesprächsstoff gesorgt. In Spielen gegen vermeintlich schwächere Gegner konnte die Mannschaft oft nicht überzeugen. Diese Ergebnisse werfen Fragen auf: Welche Faktoren führen zu solchen Überraschungen? Hat die Konkurrenz aufgeholt oder kämpfen die Bayern mit internen Problemen?

    Kimmichs Analyse der Situation

    Joshua Kimmich äußerte sich kürzlich zu den aktuellen Herausforderungen. „Wir müssen mehr Fokus und Entschlossenheit zeigen. In einigen Spielen sind wir nicht so aufgetreten, wie man es von uns erwartet“, erklärte er. Laut Kimmich ist es entscheidend, dass die Mannschaft den von ihr selbst gesetzten Ansprüchen gerecht wird. „Wir haben das Potenzial, um die Liga zu dominieren, aber wir müssen dies auch auf dem Platz unter Beweis stellen“, fügte er hinzu.

    Training und Teamgeist

    Ein weiteres Thema, das Kimmich ansprach, war die Trainingsintensität. „Wir müssen in jedem Training hart arbeiten und den Teamgeist stärken“, betonte er. Der FC Bayern hat ein hohes Niveau an Erwartungen, und keiner ist sich zu schade, dafür zu kämpfen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, dass jeder Spieler, vom Superstar bis zum Nachwuchstalent, bereit ist, alles für den Verein zu geben.

    Blick in die Zukunft

    Trotz der aktuellen Schwierigkeiten zeigt Kimmich Optimismus. „Wir sind eine erfahrene Mannschaft, die in der Lage ist, aus solchen Situationen zu lernen. Wir müssen jetzt stark zusammenhalten und gemeinsam Lösungen finden“, erklärte er weiter. Der Weg zu den Spitzenplätzen der Bundesliga ist noch lang, und die Fans dürfen gespannt sein, wie sich der FC Bayern in den kommenden Wochen präsentiert.

    Fazit

    Die bisherigen Punktverluste des FC Bayern belegen, dass der Fußball unberechenbar ist. Joshua Kimmich gibt nicht nur Einblicke in die Mentalität und die Herausforderungen der Mannschaft, sondern zeigt auch den Willen, an sich zu arbeiten und an die eigene Stärke zu glauben. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Münchener aus diesen Erfahrungen lernen und ihr gewohntes Niveau zurückerlangen können.

    Mit diesen Einblicken bleibt der FC Bayern im Fokus der Fußballwelt, und die Anhänger hoffen auf eine schnelle Rückkehr zur gewohnten Dominanz in der Bundesliga.

  • Joshua Kimmich irritiert, aber der FC Bayern macht

    Joshua Kimmich irritiert, aber der FC Bayern macht


    Die Stars des FC Bayern um Doppelpacker Harry Kane feiern nach ihrem Statement-Sieg mit den Fans, als die Leverkusener enttäuscht vom Feld schleichen: Dank des Starstürmers hat Bayern München den Alonso-Fluch besiegt.

    In der fünften Minute der Nachspielzeit war Vincent Kompany der Verzweiflung nahe. Für einen Augenblick zwar nur, aber er wusste, das wäre es gewesen. Joao Palhinha, der vergessene 51-Millionen-Euro-Mann des FC Bayern hatte eine zauberhafte Vorlage von Jamal Musiala tüchtig an die Latte genagelt. Es hätte 4:0 für die Münchner im größten deutschen Klubfußballspiel (Teil I) seit zwölf Jahren stehen können, vielleicht, sogar stehen müssen. Die Entscheidung im hoch gepushten Duell gegen Bayer Leverkusen, in dem es um Machtansprüche, um Matchpläne und Millionen ging, wäre schon vor dem Anpfiff des Rückspiels am Dienstag (21 Uhr im Liveticker bei ntv.de) in Stein gemeißelt gewesen. Trotz all der verrückten Dinge, die der Fußball schon geschaffen hat.

    Aber Palhinha hatte es zu genau gemacht. So reist der FC Bayern nächste Woche mit einem 3:0 nach Leverkusen und hat auch ohne dieses verpasste Sahnehäubchen beste Chancen, Bayer aus dem Achtelfinale der Champions League zu werfen und die Frage nach der mächtigsten Instanz im deutschen Fußball klar zu beantworten. So wie sie es vor zwölf Jahren in Wembley getan hatten, als Arjen Robben den BVB rüde zu Boden geworfen hatte und der Henkelpott nach München wanderte. Diese Geschichte soll sich nun wiederholen, mit dem “Finale dahoam”.

    Davon träumen sie beim Rekordmeister. Es ist eine tief in die DNA des Klubs eingebrannte Sehnsucht, eine Besessenheit nach der Krone, nach den turbulenten Jahren mit den unruhigen Trainern Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel und den Bossen Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic. Der Weg zum Finale ist noch wahnsinnig weit, der Zielstrich nicht mal am Horizont zu erahnen. Zu viele Klippen und Serpentinen liegen noch vor ihnen. Die ersten schon am Dienstag. “Ein 3:0 ist natürlich ein sehr, sehr gutes Ergebnis”, sagte Joshua Kimmich und war dennoch nicht zufrieden mit dem Gesamtkunstwerk, das sein Team gemalt hatte. Der innere Perfektionist in Kimmich befand: “Ich will jetzt nicht den Miesepeter spielen, aber ich war ein bisschen sauer, dass wir nicht noch das vierte gemacht haben.”

    Neuer bügelt einzigen Bayern-Fehler großartig aus

    Vermutlich hat eine Münchner Mannschaft unter Trainer Vincent Kompany noch keine bessere Leistung gegen einen Gegner auf diesem Niveau auf den Rasen gebracht. Bis auf eine läppische Abwehraktion von Dayot Upamecano, die den blitzschnellen Jeremie Frimpong plötzlich ins Rampenlicht brachte, der Manuel Neuer zu einer herausragenden Parade mit dem Schultergelenk zwang, leisteten sich die Münchner keine Wackler, keine Fehler. In einem Spiel, das keine Fehler verzeiht. Alles lief nahezu perfekt. Anders als Bayer, die schon früh damit begannen, sich selbst zu zerstören.

    Nach neun Minuten war in der Allianz Arena alles hinfällig, was an taktischen Details ausgetüftelt worden war, um den Gegner zu überlisten. Harry Kane setzte einen Kopfball perfekt in die Ecke des Bayer-Tors. Er hatte sich unbemerkt an den schwachen Nordi Mukiele herangeschlichen und ihn dann überrascht. Bayer reagierte über Frimpong, der aber an Neuers Schulter verzweifelte (13.). Wenn es in diesem vierten Duell der beiden Giganten in dieser Saison einen Moment gab, in dem dieses Spiel in eine andere Richtung hätte abbiegen können, war es jener. Sonst kam von Bayer offensiv nahezu nichts. Die Münchner legten die großen Helden der Werkself in Ketten. Florian Wirtz bekam Joshua Kimmich auf die Füße gestellt und wusste sich gar nicht zu befreien. Granit Xhaka bemühte sich nach Kräften, die aufgescheuchten Reihen zusammenzuhalten, es gelang nur leidlich. Beide Schlüsselspieler in einem Dienst rauszunehmen, das war Gegnern selten gelungen. Kompany hatte es geschafft.

    Wirtz war an diesem Abend dermaßen frustriert, dass er in der zweiten Halbzeit bei jedem unsauber gespielten Angriff, bei jedem ins Leere gelaufenen Pressing vor Wut gestikulierte. Bayer gelang nichts, dem FC Bayern sehr viel. Alles war ganz anders, als noch vor zweieinhalb Wochen, als Leverkusen die Münchner zu einem historisch harmlosen Offensivzwerg degradiert hatte. Die Werkself presste wie von Sinnen, die Bayern ackerten, gegen die eigene DNA, wie die Wilden dagegen. Xabi Alonso hatte den fast perfekten Plan entworfen, nur das Tor fehlte. Hernach gab’s Debatten, ob ein echter Neuner, zwei ganz fantastische davon hat der Spanier im Aufgebot, den Leverkusenern nicht mehr geholfen hätte, als die wuseligen und nervtötenden Dauersprinter in vorderster Linie.

    Mukiele tritt zu, Bayers Widerstand ist gebrochen

    Alonso moderierte die Debatte ab, man würde es ja ohnehin nie erfahren. Und offenbar ist er gewillt, der Welt eine Antwort auf die Frage weiter vorzuenthalten. Denn auch in der Champions League startete er wieder mit einer Mannschaft, die die Dinge über Tempo und Tiefe regeln sollte. Das tat sie aber nicht. Der FC Bayern war perfekt vorbereitet. Gegen das Bayer-Pressing gab’s lange Schläge oder einen Aufbau über den überragenden Kimmich, dessen Zukunft sehr bald geklärt sein soll. Was den Münchner fehlen wird, sollte der Spieler wirklich gehen, Paris St. Germain soll offenbar sehr interessiert sein, bekamen sie nochmal als Art finale Warnung der Wertigkeit in 90 eindrucksvolle Minuten gestopft. Kimmich meldete Wirtz ab, säbelte ihn einmal sauber um, was nach mehreren weiteren Folge-Nickeligkeiten eine Rudelbildung zufolge hatte. Es war hitzig, es war emotional. Es war viel Druck. An Koloss Kimmich zerschellte er. Der dirigierte als nicht zu packender Anführer seine Kollegen sowie das erheiternde Münchner Spiel und bereitete das 2:0 vor. Seine Flanke flutschte auf bitterste und fatalste Weise durch die Hände von Keeper Matej Kovar, Musiala stocherte den Ball über die Linie (54.).

    Dass sich das Spiel besonders günstig auf die Gespräche mit Kimmich auswirken würde, lächelte Sportvorstand Max Eberl locker weg. Ein solches Spiel habe er nicht gebraucht, um neue Erkenntnisse über “den Wert von Josh” zu bekommen. Kimmich selbst gab später in den Katakomben der Arena eine durchaus überraschende Antwort zu seiner Lage: “Der Ball liegt nicht bei mir, sagen wir’s mal so.” Aber wo liegt er dann, der Ball? Beim Verein? Ja, fand Kimmich. Dieser hatte das Vertragsangebot jüngst zurückgezogen, was Vorstandschef Jan-Christian Dreesen nach dem Spiel im Stadion bestätigte: “Das haben wir schon gesagt, dass das Vertragsangebot zurückgezogen war. Das ist keine große Neuigkeit. Das ist so.” Es sei “an die Öffentlichkeit gedrungen, dass das Angebot zurückgezogen wurde. Trotzdem war es in der Kommunikation nicht so, dass ich das so wahrgenommen habe”, sagte derweil Kimmich ein wenig kryptisch. Wenn etwas die Münchner derzeit stresst, dann ist es dieses zermürbende Theater. Und vielleicht eine neue Sorge.

    Manuel Neuer, der Held der ersten Minuten, hatte einen Heidenspaß an dem zweiten Münchner Treffer, den er aber teuer bezahlte. Er musste verletzt runter. Trainer Kompany sagte, es seit etwas mit der Wade. Für ihn kam Youngster Jonas Urbig. Bayern machte unbeeindruckt weiter und als der Gelb verwarnte Mukiele übermotiviert auf Kingsley Coman trat, war Bayer nur noch zu zehnt – und endgültig gebrochen. Xabi Alonso versuchte mit Wut über die Entscheidung Milde zu erwirken. Es misslang, er hatte einfach verpasst, den verwarnten Spieler früher auszuwechseln. Minuten später kochte Upamecano Wirtz kompromisslos und geschickt ab. Er pushte sich hoch. Er war damit nicht alleine. Die Bayern waren oben. Und so ging es für Bayer weiter bergab. Der eingewechselte Edmond Tapsoba rang Kane im Strafraum ungeschickt nieder. Elfmeter und Kane traf zum 30. Mal (!) in Folge. Die Arena war restlos beseelt. Die Fans besangen Beckenbauers “gute Freunde” und die “Super-Bayern”.

    Xhaka bügelt Wirtz-Frage ab

    Die waren auferstanden, um die Machtverhältnisse in Deutschland wieder zurechtzubiegen. In der Meisterschaft haben sie zwar den Titel nahezu sicher, aber darum ging es ja längst nicht mehr. Alles hatte sich auf diese beiden Spiele fokussiert. Das trieb wilde Blüten, es wurde gar dokumentiert, wie die Stars des FC Bayern anreisen. Leon Goretzka saß mit seiner Freundin im Auto. Das war offenbar wichtig. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge hatten die guten alten Zeiten aufleben lassen und Leverkusen eine prächtig funktionierende Transferdebatte um Superstar Wirtz umgehängt. Der war an diesem Abend so unauffällig, wie man es lange nicht erlebt hatte. Granit Xhaka, der äußerst wütende Bayer-Anführer, wich gar Fragen aus, warum Wirtz so wirkungslos war: “Andere Frage”, bellte er in der Mixed Zone. Wie er seine eigene Leistung fand? “Andere Frage”, bellte er weiter.

    Die Münchner dagegen waren topfit aus dem arg anstrengenden Februar mit einem Topspiel nach dem anderen gekommen. Sie rannten, bissen, kämpften, brachten Feuer und große Emotionen rein, spielten mutig. Manchmal zauberten sie sogar, wenn Musiala seine herausragenden Füße im Spiel hatte und magische Dinge mit dem Ball anstellte. Vor dem möglichen 4:0 lupfte er den Ball mit der Hacke an Gegenspieler Martin Hermoso vorbei. Erst aber war es immer wieder Michael Olise, der die Flanke zum 1:0 geschlagen hatte, der Bayer zusetzte, dann ging es über Kingsley Coman und Alphonso Davies, die die linke Seite mit ihrem wahnsinnigen Tempo und ihrer Physis überlagerten. Frimpong und Mukiele wurden massiv frustriert. Um den sehr emotionalen Frimpong soll es nach dem Spiel noch einen kleinen Vorfall im Kabinentrakt gegeben haben. Was genau passiert ist, das sagte niemand.

    Die Bayern hatten Leverkusen so richtig die Laune verdorben. Endlich war der Unbesiegbare Xabi Alonso besiegt. Kompany feierte seinen größten und wichtigsten Sieg als Trainer der Münchner, auch wenn er die Bedeutung für sich gewohnt demütig herunterspielte: “Es gibt keine Siege von mir persönlich. Wir gewinnen als Mannschaft und wir verlieren als Mannschaft. Sicherlich war es bisher unser wichtigster Sieg dieser Saison, worüber wir uns sehr freuen.” Und so richtig wertvoll ist dieser Sieg ohnehin erst, wenn er nächste Woche veredelt wird. Mit einem 3:0 sind die Voraussetzungen bestens, sie hätten noch besser sein können. Kompany spürte das.



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  • Joshua Kimmich irritiert, aber der FC Bayern macht Bayer

    Joshua Kimmich irritiert, aber der FC Bayern macht Bayer


    Die Stars des FC Bayern um Doppelpacker Harry Kane feiern nach ihrem Statement-Sieg mit den Fans, als die Leverkusener enttäuscht vom Feld schleichen: Dank des Starstürmers hat Bayern München den Alonso-Fluch besiegt.

    In der fünften Minute der Nachspielzeit war Vincent Kompany der Verzweiflung nahe. Für einen Augenblick zwar nur, aber er wusste, das wäre es gewesen. Joao Palhinha, der vergessene 51-Millionen-Euro-Mann des FC Bayern hatte eine zauberhafte Vorlage von Jamal Musiala tüchtig an die Latte genagelt. Es hätte 4:0 für die Münchner im größten deutschen Klubfußballspiel (Teil I) seit zwölf Jahren stehen können, vielleicht, sogar stehen müssen. Die Entscheidung im hoch gepushten Duell gegen Bayer Leverkusen, in dem es um Machtansprüche, um Matchpläne und Millionen ging, wäre schon vor dem Anpfiff des Rückspiels am Dienstag (21 Uhr im Liveticker bei ntv.de) in Stein gemeißelt gewesen. Trotz all der verrückten Dinge, die der Fußball schon geschaffen hat.

    Aber Palhinha hatte es zu genau gemacht. So reist der FC Bayern nächste Woche mit einem 3:0 nach Leverkusen und hat auch ohne dieses verpasste Sahnehäubchen beste Chancen, Bayer aus dem Achtelfinale der Champions League zu werfen und die Frage nach der mächtigsten Instanz im deutschen Fußball klar zu beantworten. So wie sie es vor zwölf Jahren in Wembley getan hatten, als Arjen Robben den BVB rüde zu Boden geworfen hatte und der Henkelpott nach München wanderte. Diese Geschichte soll sich nun wiederholen, mit dem “Finale dahoam”.

    Davon träumen sie beim Rekordmeister. Es ist eine tief in die DNA des Klubs eingebrannte Sehnsucht, eine Besessenheit nach der Krone, nach den turbulenten Jahren mit den unruhigen Trainern Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel und den Bossen Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic. Der Weg zum Finale ist noch wahnsinnig weit, der Zielstrich nicht mal am Horizont zu erahnen. Zu viele Klippen und Serpentinen liegen noch vor ihnen. Die ersten schon am Dienstag. “Ein 3:0 ist natürlich ein sehr, sehr gutes Ergebnis”, sagte Joshua Kimmich und war dennoch nicht vollumfänglich zufrieden. Der innere Perfektionist befand: “Ich will jetzt nicht den Miesepeter spielen, aber ich war ein bisschen sauer, dass wir nicht noch das vierte gemacht haben.”

    Neuer bügelt einzigen Bayern-Fehler großartig aus

    Aber vermutlich hat eine Münchner Mannschaft unter Trainer Vincent Kompany noch keine bessere Leistung gegen einen Gegner auf diesem Niveau auf den Rasen gebracht. Bis auf eine läppische Abwehraktion von Dayot Upamecano, die den blitzschnellen Jeremie Frimpong plötzlich ins Rampenlicht brachte, der Manuel Neuer zu einer herausragenden Parade mit dem Schultergelenk zwang, leisteten sich die Münchner keine Wackler, keine Fehler. In einem Spiel, das keine Fehler verzeiht. Anders als Bayer, die schon früh damit begannen.

    Nach neun Minuten war in der Allianz Arena alles hinfällig, was an taktischen Details ausgetüftelt worden war, um den Gegner zu überlisten. Harry Kane setzte einen Kopfball perfekt in die Ecke des Bayer-Tors. Er hatte sich unbemerkt an den schwachen Nordi Mukiele herangeschlichen und ihn dann überrascht. Bayer reagierte über Frimpong, der aber an Neuers Schulter verzweifelte (13.). Wenn es in diesem vierten Duell der beiden Giganten in dieser Saison einen Moment gab, in dem dieses Spiel in eine andere Richtung hätte abbiegen können, war es jener. Sonst kam von Bayer offensiv nahezu nichts. Die Münchner legten die großen Helden der Werkself in Ketten. Florian Wirtz bekam Joshua Kimmich auf die Füße gestellt und wusste sich gar nicht zu befreien. Granit Xhaka bemühte sich nach Kräften, die aufgescheuchten Reihen zusammenzuhalten, es gelang nur leidlich.

    Wirtz war an diesem Abend dermaßen frustriert, dass er in der zweiten Halbzeit bei jedem unsauber gespielten Angriff, bei jedem ins Leere gelaufenen Pressing vor Wut gestikulierte. Bayer gelang nichts, dem FC Bayern sehr viel. Alles war ganz anders, als noch vor zweieinhalb Wochen, als Leverkusen die Münchner zu einem historisch harmlosen Offensivzwerg degradiert hatte. Die Werkself presste wie von Sinnen, die Bayern ackerten, gegen die eigene DNA, wie die Wilden dagegen. Xabi Alonso hatte den fast perfekten Plan entworfen, nur das Tor fehlte. Hernach gab’s Debatten, ob ein echter Neuner, zwei ganz fantastische davon hat der Spanier im Aufgebot, den Leverkusenern nicht mehr geholfen hätte, als die wuseligen und nervtötenden Dauersprinter in vorderster Linie.

    Mukiele tritt zu, Bayers Widerstand ist gebrochen

    Alonso moderierte die Debatte ab, man würde es ja ohnehin nie erfahren. Und offenbar ist er gewillt, der Welt eine Antwort auf die Frage weiter vorzuenthalten. Denn auch in der Champions League startete er wieder mit einer Mannschaft, die die Dinge über Tempo und Tiefe regeln sollte. Das tat sie aber nicht. Der FC Bayern war perfekt vorbereitet. Gegen das Bayer-Pressing gab’s lange Schläge oder einen Aufbau über den überragenden Kimmich, dessen Zukunft sehr bald geklärt sein soll. Was den Münchner fehlen wird, sollte der Spieler wirklich gehen, Paris St. Germain soll offenbar sehr interessiert sein, bekamen sie nochmal als Art finale Warnung der Wertigkeit in 90 eindrucksvolle Minuten gepresst. Kimmich meldete Wirtz ab, säbelte ihn einmal sauber um, was nach mehreren weiteren Nickeligkeiten eine Rudelbildung zufolge hatte. Er dirigierte als nicht greifender Anführer das erheiternde Münchner Spiel und bereitete das 2:0 vor. Seine Flanke flutschte auf bitterste und fatalste Weise durch die Hände von Keeper Matej Kovar, Musiala stocherte den Ball über die Linie (54.).

    Dass sich das Spiel besonders günstig auf die Gespräche mit Kimmich auswirken würde, lächelte Sportvorstand Max Eberl locker weg. Ein solches Spiel habe er nicht gebraucht, um neue Erkenntnisse über “den Wert von Josh” zu bekommen. Kimmich selbst gab später in den Katakomben der Arena eine durchaus überraschende Antwort zu seiner Lage: “Der Ball liegt nicht bei mir, sagen wir’s mal so.” Aber wo liegt er dann, der Ball? Beim Verein? Ja, fand Kimmich. Dieser hatte das Vertragsangebot jüngst zurückgezogen, was Vorstandschef Jan-Christian Dreesen nach dem Spiel im Stadion bestätigte: “Das haben wir schon gesagt, dass das Vertragsangebot zurückgezogen war. Das ist keine große Neuigkeit. Das ist so.” Es sei “an die Öffentlichkeit gedrungen, dass das Angebot zurückgezogen wurde. Trotzdem war es in der Kommunikation nicht so, dass ich das so wahrgenommen habe”, sagte derweil Kimmich ein wenig kryptisch. Wenn etwas die Münchner derzeit stresst, dann ist es dieses zermürbende Theater. Und vielleicht eine neue Sorge.

    Manuel Neuer, der Held der ersten Minuten, hatte einen Heidenspaß an dem zweiten Münchner Treffer, den er aber teuer bezahlte. Er musste verletzt runter. Trainer Kompany sagte, es seit etwas mit der Wade. Für ihn kam Youngster Jonas Urbig. Bayern machte unbeeindruckt weiter und als der Gelb verwarnte Mukiele übermotiviert auf Kingsley Coman trat, war Bayer nur noch zu zehnt – und endgültig gebrochen. Xabi Alonso versuchte mit Wut über die Entscheidung Milde zu erwirken. Es misslang, er hatte einfach verpasst, den verwarnten Spieler früher auszuwechseln. Minuten später kochte Upamecano Wirtz kompromisslos und geschickt ab. Er pushte sich hoch. Er war damit nicht alleine. Die Bayern waren oben. Und so ging es für Bayer weiter bergab. Der eingewechselte Edmond Tapsoba rang Kane im Strafraum ungeschickt nieder. Elfmeter und Kane traf zum 30. Mal (!) in Folge. Die Arena war restlos beseelt. Die Fans besangen Beckenbauers “gute Freunde” und die “Super-Bayern”.

    Xhaka bügelt Wirtz-Frage ab

    Die waren auferstanden, um die Machtverhältnisse in Deutschland wieder zurechtzubiegen. In der Meisterschaft haben sie zwar den Titel nahezu sicher, aber darum ging es ja längst nicht mehr. Alles hatte sich auf diese beiden Spiele fokussiert. Das trieb wilde Blüten, es wurde gar dokumentiert, wie die Stars des FC Bayern anreisen. Leon Goretzka saß mit seiner Freundin im Auto. Das war offenbar wichtig. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge hatten die guten alten Zeiten aufleben lassen und Leverkusen eine Transferdebatte um Wirtz umgehängt. Der war an diesem Abend so unauffällig, wie man es lange nicht erlebt hatte. Granit Xhaka, der wütende Bayer-Anführer, wich gar Fragen aus, warum Wirtz so wirkungslos war: “Andere Frage”, bellte er in der Mixed Zone. Wie er seine eigene Leistung fand? “Andere Frage”, bellte er weiter.

    Die Münchner dagegen waren topfit aus dem arg anstrengenden Februar mit einem Topspiel nach dem anderen gekommen. Sie rannten, bissen, kämpften, brachten Feuer und große Emotionen rein, spielten mutig. Manchmal zauberten sie sogar, wenn Musiala seine herausragenden Füße im Spiel hatte und magische Dinge mit dem Ball anstellte. Erst aber war es immer wieder Michael Olise, der die Flanke zum 1:0 geschlagen hatte, der Bayer zusetzte, dann ging es über Kingsley Coman und Alphonso Davies, die die linke Seite mit ihrem wahnsinnigen Tempo und ihrer Physis überlagerten. Frimpong und Mukiele wurden mehrfach frustriert. Um den sehr emotionalen Frimpong soll es nach dem Spiel noch einen kleinen Vorfall im Kabinentrakt gegeben haben. Was genau passiert ist, das sagte niemand.

    Die Bayern hatten Leverkusen so richtig die Laune verdorben. Endlich war der Unbesiegbare Xabi Alonso besiegt. Kompany feierte seinen größten und wichtigsten Sieg als Trainer der Münchner, auch wenn er die Bedeutung für sich gewohnt demütig herunterspielte: “Es gibt keine Siege von mir persönlich. Wir gewinnen als Mannschaft und wir verlieren als Mannschaft. Sicherlich war es bisher unser wichtigster Sieg dieser Saison, worüber wir uns sehr freuen.” Und so richtig wertvoll ist dieser Sieg ohnehin erst, wenn er nächste Woche veredelt wird. Mit einem 3:0 sind die Voraussetzungen bestens, sie hätten noch besser sein können. Kompany spürte das.



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  • Das bietet Inter Mailand Joshua Kimmich

    Das bietet Inter Mailand Joshua Kimmich


    Nachdem sich mit Real Madrid, Liverpool und offenbar auch Arsenal mehrere Topklubs bei Joshua Kimmich eher zurückgezogen haben, mischt Inter Mailand ganz vorne mit. Nun sind Details zum Angebot der Nerazzurri durchgesickert.

    Inter hat in der Vergangenheit immer wieder ablösefreie Transfers getätigt. Auch bei Kimmich bringt sich der Tabellenführer der Serie A in Stellung. Laut einem Bericht von “teamTalk” haben die Mailänder dem 30-Jährigen sogar schon ein Angebot unterbreitet. Demnach werden dem Mittelfeldprofi 6 Mio. Euro geboten. Der Spielmacher soll einen Vierjahresvertrag unterzeichnen.

    Salärtechnisch wäre Kimmich damit in einer Klasse mit Hakan Calhanoglu, der wiederum mit einem Inter-Abgang in Verbindung gebracht wird und den Kimmich demnach ersetzen könnte. Das Gehalt liegt aber deutlich unter dem, was die Bayern für eine Vertragsverlängerung bieten. Dort würde er weiterhin einen zweistelligen Millionenbetrag kassieren. Die Rede ist sogar von 20 bis 22 Mio. Euro, wobei die Offerte von Seiten es deutschen Rekordmeisters in der letzten Woche vorläufig zurückgezogen worden sein soll.

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  • FC Bayern: So steht es um Joshua Kimmich vor dem

    FC Bayern: So steht es um Joshua Kimmich vor dem


    Alles dreht sich derzeit um die Zukunft von Joshua Kimmich (30) beim FC Bayern.

    Der Grund: das zurückgezogene Vertragsangebot des deutschen Rekordmeisters. Die Bosse haben entschieden, das vorliegende Angebot zunächst nicht weiter aufrechtzuerhalten.

    Doch während die Vertragslage heiß diskutiert wird, ging eine andere Entwicklung fast unter: Kimmich stand beim 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart nicht in der Startelf. Das war das erste Mal seit über einem Jahr!



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