Schlagwort: Jan-Christian Dreesen

  • Trainer Kompany verlängert vorzeitig beim FC Bayern

    Trainer Kompany verlängert vorzeitig beim FC Bayern

    Trainer Kompany verlängert vorzeitig beim FC Bayern

    Der FC Bayern München hat bekanntgegeben, dass Trainer Vincent Kompany seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat. Der Belgische Ex-Profi äußerte sich positiv über die zukünftige Zusammenarbeit und zeigte sich begeistert von der Möglichkeit, die sportlichen Geschicke des Vereins weiter zu leiten. Dies geschieht in einer Phase, in der der Verein bestrebt ist, sowohl national als auch international wieder an alte Erfolge anzuknüpfen.

    Hintergrund der Vertragsverlängerung

    Ursprünglich war Kompanys Vertrag bis zum Sommer 2025 datiert. Durch die vorzeitige Verlängerung bis 2027 zeigen die Verantwortlichen, dass sie in ihm den richtigen Mann für die kommenden Herausforderungen sehen. In einer ersten Stellungnahme erklärte der 37-Jährige: “Die Vision, die der FC Bayern für die nächsten Jahre hat, inspiriert mich. Ich freue mich auf die Aufgabe, diesen Club weiterzuentwickeln.”

    Erste Erfolge unter Kompany

    Seit seinem Amtsantritt im Sommer 2023 hat Kompany bereits Erfolge erzielt. Unter seiner Leitung konnte der FC Bayern den DFB-Pokal gewinnen und steht in der Bundesliga aktuell auf dem ersten Platz. Seine taktischen Ansätze und die Fähigkeit, junge Talente zu fördern, haben die Mannschaft spürbar verbessert. Kompany hat den Fokus auf schnelles, aggressives Spiel gelegt, was der Mannschaft einen neuen Schwung gegeben hat.

    Die Reaktionen aus dem Verein

    Die Reaktionen auf die Vertragsverlängerung sind durchweg positiv. Oliver Kahn, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, betonte: “Mit Vincent haben wir einen Trainer, der unsere Philosophie verkörpert. Seine Fachkenntnis und sein Engagement haben neue Impulse gesetzt.” Außerdem hob Kahn hervor, dass die Verlängerung ein Zeichen von Stabilität und Kontinuität im Trainerteam sei.

    Kompanys Vision für die Zukunft

    Kompany selbst hat bereits große Ambitionen für die kommenden Jahre formuliert. “Wir wollen in der Bundesliga nicht nur Meisterschaften gewinnen, sondern auch in der Champions League wieder zu einer führenden Kraft werden”, so der Trainer. Seine Strategie sieht vor, die vorhandenen Spieler weiterzuentwickeln und gezielt neue Talente zu verpflichten. Dabei soll besonderes Augenmerk auf die Jugendabteilung gelegt werden.

    Geplante Transfers und Kaderveränderungen

    Bereits in der kommenden Transferperiode wird erwartet, dass der FC Bayern zusammen mit Kompany gezielte Verstärkungen anstrebt. „Es gibt einige Bereiche, in denen wir uns verbessern und verstärken können“, stellte der Trainer klar. Dies könnte insbesondere die Defensive betreffen, wo der FC Bayern in der letzten Saison nicht die Stabilität zeigte, die man von einem Club seiner Größe erwarten würde.

    Die Auswirkungen auf die Liga

    Die vorzeitige Vertragsverlängerung von Kompany könnte auch Auswirkungen auf die Struktur der gesamten Bundesliga haben. Andere Vereine schauen genau auf die Entwicklungen beim FC Bayern und überlegen, wie sie ihre eigenen Trainer und Strukturen anpassen können. Kompany hat bereits mit seiner Arbeit gezeigt, wie wichtig die Integration von modernen Trainingsmethoden und Analysen für den Erfolg auf dem Platz sind.

    Fazit zur Trainerentscheidung

    Der FC Bayern setzt mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Trainer Kompany ein deutliches Zeichen für die Zukunft. Mit einem klaren Plan und einer starken Vision wird der Verein versuchen, die Dominanz im deutschen Fußball zurückzugewinnen und auf internationaler Ebene wieder erfolgreich zu sein. Die kommenden Saisons dürften daher spannend werden, sowohl für die Anhänger als auch für die gesamte Liga.

  • Dreesen und Watzke über „historische“ Klub-WM mit FC

    Dreesen und Watzke über „historische“ Klub-WM mit FC

    Dreesen und Watzke über „historische“ Klub-WM mit FC

    Der Geschäftsführer des FC Bayern München, Jan-Christian Dreesen, und der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, haben sich in jüngsten Äußerungen positiv über die bevorstehende Klub-Weltmeisterschaft geäußert. Die Veranstaltung, die vom 12. bis 22. Dezember 2023 in Saudi-Arabien stattfinden wird, bietet den beiden Teams die einmalige Gelegenheit, den Titel in einem globalen Wettbewerb zu gewinnen.

    Veranstaltungsort und Format

    Die Klub-Weltmeisterschaft wird in diesem Jahr in einem neuen Format ausgetragen, das 32 Mannschaften umfasst. Dies ist eine signifikante Erweiterung im Vergleich zu den vorherigen Ausgaben, die typischerweise 7 Mannschaften umfassten. Die Entscheidung für Saudi-Arabien als Gastgeberland wurde von vielen als strategisch betrachtet, da das Land bestrebt ist, sich als globale Sport-Nation zu etablieren.

    Wichtige Aspekte der Meisterschaft

    Dreesen betonte die Bedeutung der Klub-Weltmeisterschaft für die repräsentierten Fußballclubs und deren Fanbasis: „Es ist eine historische Gelegenheit, den besten Fußball der Welt zu zeigen. Diese Meisterschaft bringt die besten Teams zusammen und stellt unsere Fähigkeiten auf eine internationale Bühne.“ Auch Watzke unterstützte diese Sichtweise und ergänzte: „Für den deutschen Fußball ist es entscheidend, sich auf dieser Plattform zu präsentieren und eine starke Leistung zu zeigen.“

    Finanzielle Implikationen

    Die finanzielle Dimension der Klub-Weltmeisterschaft ist nicht zu unterschätzen. Die durch die FIFA bereitgestellten Vergütungen sind erheblich, und die Teilnahme kann erhebliche Einnahmen für die Vereine generieren. Watzke sprach die wirtschaftlichen Ausblicke an: „Die Möglichkeit, nicht nur sportlich, sondern auch finanziell zu profitieren, ist ein entscheidender Faktor. Jede erfolgreiche Teilnahme wirkt sich positiv auf den Verein und dessen Infrastruktur aus.“

    Vorbereitung und Training

    Beide Geschäftsführer betonten die Wichtigkeit einer exzellenten Vorbereitung auf das Turnier. Die Vereine haben bereits spezielle Trainingslager und Testspiele eingeplant, um ihre Spieler optimal auf die Herausforderungen der Klub-WM vorzubereiten. Dreesen erwähnte: „Wir wissen, dass der Anpassungsprozess an neue Spielsituationen entscheidend sein kann. Unsere Trainerteams arbeiten intensiv daran, dass wir in Bestform antreten können.“

    Die Rivalität zwischen den Klubs

    Trotz der Rivalität zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund wurde in den letzten Wochen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit in Bezug auf die Klub-Weltmeisterschaft deutlich. Dreesen und Watzke unterstrichen, dass es im internationalen Wettbewerb nicht nur um persönliche Rivalitäten geht, sondern auch um die Stellung des deutschen Fußballs auf der internationalen Bühne. Watzke kommentierte: „Wenn wir gemeinsam auftreten, stärken wir unseren Fußball als Ganzes. Dies ist die Möglichkeit, unseren Einfluss in der Welt zu festigen.“

    Fans und gesellschaftliche Verantwortung

    Die zunehmende Globalisierung des Fußballs und die damit verbundenen gesellschaftlichen Verpflichtungen wurden ebenfalls thematisiert. Die Stadionbesucher und Fans sind ein zentraler Bestandteil des Erfolgs beider Teams, und beide Geschäftsführer machten klar, dass sie die Bedürfnisse ihrer Anhänger ernst nehmen. Dreesen erklärte: „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir gegenüber unseren Fans haben. Unsere Auftritte in dieser Meisterschaft sind nicht nur sportliche Anlässe, sondern auch ein Zeichen unserer Identität und unseres Engagements für die Gesellschaft.“

    Zukunftsausblick

    Angesichts der bevorstehenden Klub-Weltmeisterschaft äußerten Dreesen und Watzke ihre optimistische Haltung. Angesichts der Herausforderungen und der hohen Erwartungen, die mit dem Turnier verbunden sind, blicken beide Geschäftsführer zuversichtlich auf die kommenden Spiele. „Wir sind bereit, unser Bestes zu geben und die Gelegenheit zu nutzen, unseren Platz unter den besten Klubs der Welt zu behaupten“, sagte Watzke abschließend.

  • Champions League: Die Reaktion von FC Bayern, BVB & Bayer

    Champions League: Die Reaktion von FC Bayern, BVB & Bayer


    Wieder Bayern-Schreck Alonso 

    Champions League: Die Reaktion von FC Bayern, BVB & Bayer Leverkusen zur Auslosung

    ©IMAGO

    Auf dem Weg ins Finale dahoam steht der FC Bayern gegen Bayer Leverkusen vor einem Gipfeltreffen mit riesiger Fallhöhe – und Xabi Alonso kann seinen Ruf als München-Schreck zementieren. Nach dem K.o. im DFB-Pokal muss der deutsche Rekordmeister ein besonders schmerzhaftes Ende aller Titelträume in der Champions League fürchten. Der Bundesliga-Tabellenführer gegen den Meister mit dem gegen Bayern noch ungeschlagenen Alonso: Das Königsklassen-Achtelfinale wird auch zur brisanten Standortbestimmung im deutschen Fußball.

    99 Tage vor dem Endspiel am 31. Mai in der Münchner Allianz Arena schaute Bayern-Legende Giovane Élber regungslos, als ausgerechnet er bei der Achtelfinal-Auslosung das deutsche Duell zog. Der Bundesliga-Tabellenführer trägt zuerst am 4. oder 5. März das Heimspiel aus, die Entscheidung um den Viertelfinal-Einzug fällt eine Woche später in Leverkusen. Dass Borussia Dortmund es mit LOSC Lille aus Frankreich zu tun bekommt, ging angesichts des deutschen Dauerbrenners ziemlich unter.

    „Mit dem FC Bayern und Bayer Leverkusen treffen die beiden derzeit besten deutschen Mannschaften aufeinander“, sagte Bayern-Sportvorstand Max Eberl, der an „spannende Duelle“ erinnerte. „Wie schwer diese Aufgabe wird, haben wir dabei gesehen.“

    „München oder Madrid, Hauptsache Italien“

    Leverkusens Sportchef Simon Rolfes quittierte die Auslosung mit einem verschmitzten Lächeln. „Andy Möller hätte wahrscheinlich gesagt: München oder Madrid, Hauptsache Italien“, meinte der Bayer-Manager in Anlehnung an die gerne benutzte und mit Möller in Verbindung gebrachte Fußball-Weisheit „Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien“.

    „Sicher eine Mannschaft, die wir gut kennen“, so Rolfes weiter. „Die kennen uns aber auch gut. Das ist ein Achtelfinale auf hohem Niveau.“ Real Madrid um Superstar Kylian Mbappé wäre die andere Variante für die Werkself gewesen. Eine Woche nach dem fast perfekten Werkself-Auftritt, als dem Ensemble um Florian Wirtz nach einer dominanten Vorstellung gegen Jamal Musialas Bayern beim 0:0 nur ein Tor zur Krönung fehlte, löste das Los Leverkusen an der Säbener Straße keine Jubelstürme aus. 

    „Ein weiteres Kapitel in dieser intensiven Saison: FC Bayern gegen Leverkusen – nun schon zum vierten und fünften Mal. Natürlich hätten sich viele Fans und auch ich eher ein internationales Duell in der Champions League gewünscht, aber für unsere Aufgabe macht das keinen Unterschied“, sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen.

    Leverkusen-Trainer Alonso gegen FC Bayern noch ungeschlagen

    Der einstige Publikumsliebling Élber selbst hätte es aus deutscher Sicht „schöner“ gefunden, wenn Atlético Madrid der nächste Gegner gewesen wäre. Lothar Matthäus findet die Paarung „schade“. „Einen Vorteil hat es, eine deutsche Mannschaft geht sicher ins Viertelfinale“, sagte der Rekordnationalspieler bei „Sky“.

    Neben dem nachhallenden torlosen Spitzenspiel, mit dem die Münchner ihren Acht-Punkte-Vorsprung in der Tabelle festigten, hatte es in dieser Saison ein 1:1 in der Liga und ein 0:1 im Pokal gegeben. Alonso ist in allen seinen sechs Spielen gegen Ex-Klub FC Bayern ungeschlagen. „Wir wissen auch, dass es einige Zeit her ist, dass wir sie das letzte Mal geschlagen haben. Aber ich bin optimistisch, dass es uns nun gelingen wird“, meinte Verteidiger Alphonso Davies, der die Bayern im Playoff-Rückspiel gegen Celtic Glasgow gerettet hatte.

    Es ist das erste deutsche Königsklassen-Duell für die Münchner seit dem legendären Endspiel 2013 im Londoner Wembley-Stadion, als der BVB mit 2:1 bezwungen wurde. Diesmal könnte Dortmund Ende April im Halbfinale der Gegner sein. Dazu müssten Bayern oder Bayer in einem möglichen Viertelfinale Inter Mailand oder Feyenoord Rotterdam bezwingen. Dortmund bekäme es auf dem Weg dahin im Viertelfinale am 8./9. und 15./16. April mit Benfica Lissabon oder Hansi Flicks FC Barcelona zu tun. 

    BVB will ins Viertelfinale – Kovac warnt vor Lille

    „Auch wenn wir das Hinspiel zu Hause bestreiten, ist es unser Anspruch und klares Ziel, diese herausfordernde Hürde zu nehmen und uns für das Viertelfinale zu qualifizieren“, sagte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl. In einer Form wie zuletzt in der Bundesliga wird ein Weiterkommen aber schwer.

    „Lille ist ein sehr spannender Gegner, der in der Vorrunden-Abschlusstabelle als Siebter knapp vor uns lag“, ergänzte Kehl. Er beschrieb das Team um den früheren Dortmunder Thomas Meunier und Mbappés jüngeren Bruder Ethan als „eine sehr defensivstarke Mannschaft, die in der Ligue 1 im Schnitt nur ein Gegentor pro Spiel kassiert“.

    Auch Neu-Trainer Niko Kovac, der während seiner Zeit in Monaco in drei Duellen gegen Lille sieglos blieb, betonte: „Ich weiß, welche Qualitäten in diesem Klub stecken.“ Es gebe sicherlich „den ein oder anderen, der sagt, dass Lille nicht attraktiv sei. Das sehe ich genau umgekehrt.“ Der Klub habe schon „immer sehr gute Spieler und mit Bruno Génésio einen sehr guten Trainer, der Großartiges leistet“, sagte Kovac. „Sie haben in der Champions League einige Hochkaräter besiegt, das wird ein schwerer Brocken.“ Sowohl gegen Real als auch Atlético konnte Lille jubeln. Kovac warnt entsprechend: „Wir dürfen nicht denken, dass das zwei leichte Spiele werden, nur weil wir die Bundesliga-Mannschaft sind. Im Gegenteil: Das wird ein hartes Stück Arbeit.“



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  • VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte

    VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte


    TM-Interview, Teil 2 

    VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte bestehen bleiben

    ©IMAGO

    Der VfB Stuttgart stand gefühlt mehrfach mit einem Bein in der 2. Bundesliga, ehe er in den vergangenen anderthalb Jahren an längst vergessene Erfolgszeiten anknüpfen konnte. Was dank guter Entscheidungen möglich ist, zeigen die Verantwortlichen um Vorstandschef Alexander Wehrle, Sport-Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth und Cheftrainer Sebastian Hoeneß, die den Schwaben neues Leben einhauchten.

    In Teil 2 des großen Transfermarkt-Interviews, das mit Fragen aus der Community gespickt ist, spricht Wehrle über das künftige Transferbudget, notwendige Ausstiegsklauseln, die Bedeutung von Angelo Stillers Verlängerung, Mängel in der Jugendarbeit und die Zukunft der Schwaben.

    Teil 1 – VfB-Boss Wehrle über mutige Wahl Wohlgemuth & Hoeneß: „Was macht der da eigentlich?“

    Transfermarkt: Mit Deniz Undav und Ermedin Demirovic gab es 2024 gleich zweimal einen Rekordtransfer. Gehen Sie davon aus, dass diese Bestmarke 2025 wieder geknackt wird?

    Wehrle: Davon gehe ich Stand heute nicht aus. Das waren für den VfB zwei außergewöhnliche Transfers. Es war klar, welchen Stellenwert Deniz Undav für den Verein und das ganze Umfeld hat. Mit Serhou Guirassy hatte uns ein wichtiger Stürmer verlassen, weswegen wir alle Energie eingesetzt haben, um Deniz langfristig binden zu können. Ermedin Demirovic hat in Augsburg mit konstant guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Wir sind froh, dass Deniz und Medo das VfB-Trikot tragen.  Dass man auch ablösefreie Spieler verpflichten kann, die sich zu Leistungsträgern entwickeln, zeigt das Beispiel Nick Woltemade. Es geht nicht um Rekordsummen. Wir müssen überzeugt sein, dass ein Spieler zu uns passt. Dann tun wir auch alles, um ihn zu bekommen.

    Transfermarkt: „justalittlethought“ möchte wissen, welches Transferbudget der VfB im Sommer zur Verfügung hat? Und welche konkreten Auswirkungen hätte eine ausbleibende Europacup-Qualifikation?

    Wehrle: Wir sind so aufgestellt, dass wir keine internationalen Einnahmen generieren müssen. Wenn wir on top Einnahmen aus der Champions League oder Europa League haben sollten, werden wir diese sicherlich wieder in die Mannschaft investieren. Aber immer so, dass wir uns auch Spielzeiten ohne internationale Teilnahme leisten können. Das ist unsere Maxime. Eine genaue Zahl möchte ich ungern nennen, das wäre ein Wettbewerbsnachteil, weil die Konkurrenz ja mitliest. (schmunzelt)

    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Warum hat der VfB in der Vergangenheit so großflächig Ausstiegsklauseln bei seinen Spielern verteilt? Das wirkte mitunter schwer nachvollziehbar.


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    Wehrle: Ich kann nachvollziehen, wenn Fans wegen der Ausstiegsklauseln verwundert waren. Man muss aber berücksichtigen, dass wir damals in einer ganz anderen Situation waren. Wir standen vor der Wahl, Verträge mit einer Restlaufzeit von 18 Monaten zu verlängern oder mit dem wirtschaftlichen Risiko eines ablösefreien Abgangs in ein letztes Vertragsjahr gehen. Ohne Ausstiegsklausel wäre eine Vertragsverlängerung in vielen Fällen nicht umsetzbar gewesen. Und zum Zeitpunkt der Vertragsabschlüsse konnten wir zudem in den meisten Fällen eine Ausstiegsklausel festsetzen, die höher war als der damalige Marktwert der Spieler.  

    Wehrle über Marktwerte: Korrelation zu tatsächlichen Ablösesummen sichtbar

    Transfermarkt: Orientieren Sie sich bei den Marktwerten auch an den Summen bei TM?

    Wehrle:  Von Zeit zu Zeit schaut man auf die Zahlen. Es zeigt sich, dass es eine gewisse Korrelation zu den tatsächlichen Ablösesummen gibt. Unabhängig davon befinden wir uns jetzt glücklicherweise in der Situation, in der wir ohne Ausstiegsklausel mit deutschen Nationalspielern verlängern können.

    Transfermarkt: Womit wir bei Angelo Stiller landen, der bis 2028 gebunden wurde und zum Top-Verdiener aufstieg. Über die Existenz einer Ausstiegsklausel gab es widersprüchliche Meldungen. Jamie Leweling hat im Dezember sogar bis 2029 verlängert, laut „Sky“ mit einer Änderung der vorhandenen Klausel. Klären Sie uns bitte auf.

    Wehrle: Ich habe gesagt, dass wir mit einigen Nationalspielern ohne Ausstiegsklausel verlängert haben. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Angelo ist ein ganz wichtiger Schlüsselspieler für den VfB, er hat sich unter Sebastian Hoeneß fantastisch entwickelt und ihm gehört auch in der Nationalmannschaft die Zukunft. Es war wichtig, mit der Verlängerung ein Signal nach innen und nach außen zu senden. Und Angelo hat sich diesen neuen Vertrag verdient.


    Kimmich, Gnbary & Co.
    Die Jugendarbeit des VfB
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    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Vor rund 20 Jahren drängten die „jungen Wilden“ Sami Khedira, Mario Gómez, Christian Gentner und Andreas Beck ins Profiteam. Seitdem wurde von VfB-Verantwortlichen immer wieder betont, dass der eigene Nachwuchs für den Herrenbereich gefördert werden soll. Der hochgelobte 2005er-Jahrgang scheint bis auf Torwart Dennis Seimen ausgebremst. Wann schaffen es endlich wieder Eigengewächse regelmäßig in den Profikader?

    Wehrle: Es gehört zur DNA des VfB, junge Spieler aus der eigenen Jugend in den Lizenzspielerkader zu integrieren. In den letzten Jahren ist es uns nicht ausreichend gelungen, solche Stamm- und Schlüsselspieler zu entwickeln. Wir haben ein paar Änderungen im NLZ vollzogen, was Scouting und Kaderplanung zwischen der U17 und U21 angeht. Mit Tobias Werner haben wir jemanden dazugeholt, der sich ganzheitlicher um die Top-Talente kümmert und ein wichtiges Bindeglied zu Christian Gentner und dem Trainerteam der Profis ist. Der Vorstand bekommt fast täglich Updates, es gibt einen ganz engen Austausch. Wir haben einige Talente – ohne Namen zu nennen –, die in naher Zukunft wichtige Spieler werden können. Das muss auch unser Ziel sein. Erste Ansätze waren bereits da, aber wir wollen natürlich am liebsten mehrere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Kader haben, die regelmäßig in der MHP Arena spielen.

    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Laurin Ulrich hat als einziger VfB-Jugendspieler nach Joshua Kimmich, Timo Werner und Jordan Meyer die Fritz-Walter-Medaille seit 2014 gewonnen, sein Vertrag endet 2026. Welche Perspektive hat er in Stuttgart? Und warum hat der Übergang bei ihm länger gedauert als bei Tom Bischof in Hoffenheim?

    Wehrle: Laurin hat nach wie vor eine große Perspektive, wurde aber in den letzten Jahren von Krankheiten und Verletzungen ausgebremst.  Wir haben ihn im Winter aus Ulm zurückgeholt, um ihm in unserer U21 in der 3. Liga Spielpraxis zu geben.  Dort hat er zuletzt gute Leistungen gezeigt und wichtige Tore geschossen.

    Wehrle: VfB Stuttgart ist dabei, internationale Zielmärkte zu erschließen

    Transfermarkt: Weitere Frage von „TF1893“: Wie steht der VfB im Vergleich zu anderen Bundesliga-Klubs hinsichtlich der Reichweite, Merchandising-Einnahmen und Medienpräsenz international da?

    Wehrle: Tradition und Erfolg haben den VfB über Jahrzehnte hinweg geprägt. Aber von der Geschichte allein kann man sich nichts kaufen. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns perspektivisch weiterentwickeln. Wir haben wirtschaftliche Stabilität und sportliche Substanz als Grundvoraussetzung, viele Spiele in der MHP Arena sind ausverkauft, bei der TV-Reichweite sind wir immer unter den Top-Vereinen. Jetzt haben wir auch wieder neu begonnen, internationale Zielmärkte zu erschließen. Man darf nicht vergessen, dass es bei meinem Einstieg 2022 keine Stelle für Internationalisierung gab. In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben wir viel aufgebaut, waren in den USA und in Japan. Die Fußballschule ist sehr viel unterwegs. Wir haben mittlerweile deutliche siebenstellige Erträge im internationalen Segment. Das ist noch ausbaufähig und wir befinden uns auf einem guten Weg.

    Transfermarkt: Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen ließ auf dem „SPOBIS“ durchblicken, dass es aus seiner Sicht unmöglich sei, konkrete Pläne für mehrere Jahre zu entwerfen. Wie handhaben Sie das?

    Wehrle: Wir arbeiten in Dreijahreszyklen, was die mittelfristige finanzielle Planung angeht, und bei der Strategie in Vierjahreszyklen. Wir haben 2022 eine Strategie für 2026 entwickelt und nutzen die Management-Methode OKR (Objectives and Key Results; d. Red.) für alle Fokusthemen, damit unsere Organisation Orientierung hat und jeder weiß, wo wir hinwollen und was unsere Schwerpunktthemen sind. Wohin wir uns vor allem mit Blick auf Investitionen bewegen wollen. Das gehört für mich zu einer strategischen Ausrichtung einer jeden Organisation – auch im Fußballbereich.

    Transfermarkt: Der VfB rauschte rasant von unten nach oben. Was ist das maximal Mögliche für den Klub?

    Wehrle: Vereine wie Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen sind vom Umsatz und den vorhandenen Investitionsmöglichkeiten her weit vor uns. Diese Lücke zu schließen, wird Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte dauern. So realistisch muss man einfach sein. Und dennoch kann es durch kluges Kadermanagement und kluge Transferpolitik mit den richtigen handelnden Personen gelingen, im einen oder anderen Jahr für Überraschungen zu sorgen. Unser vorrangiges Ziel ist es, den VfB so aufzustellen, dass er ein stabiler Bundesligist ist, der sich perspektivisch auch immer mal wieder für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren kann. Wir sind nicht so weit, dass wir die Topteams angreifen und um die Meisterschaft mitspielen können. Aber wir haben sehr gute Möglichkeiten, uns zu entwickeln und weiterhin zu wachsen.

    Ich habe für die Interessens- und die Nachwuchssäule argumentiert und gekämpft.

    Transfermarkt: Zu guter Letzt eine Frage von „Santiago15“: Wie hat sich der VfB in den jüngsten Gesprächen rund um die Verteilung der TV-Gelder positioniert?

    Wehrle: Als Vertreter eines reichweitenstarken Traditionsklubs finde ich, dass der Solidaritätsgedanke für die Liga spricht – über 50 Prozent werden solidarisch verteilt. Dennoch habe ich mich schon in den vergangenen Jahren danach als DFL-Präsidiumsmitglied dafür eingesetzt, dass die Reichweiten mehr berücksichtigt werden. Ich habe für die Interessens- und die Nachwuchssäule argumentiert und gekämpft. Und ich halte es für eine richtige Entscheidung des aktuellen DFL-Präsidiums, dass man nun die drei Prozent, die aus der bisherigen Interessenssäule ausgeschüttet wird, ein Stück verändert hat, indem die Kriterien Mitgliederstärke und Reichweite ergänzt werden. Und es wäre auch einen Gedanken wert, diese drei Prozent bei der nächsten Rechteperiode zu erhöhen.

    Hier geht es zu Teil 1: VfB-Boss Wehrle spricht über die sensationelle letzte Saison, emotionale Abgänge, seine „mutige“ Wahl pro Wohlgemuth und Hoeneß, einen Verbleib des begehrten Trainers und die Auswirkungen des Einstiegs von Porsche.

    Interview: Philipp Marquardt



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