Schlagwort: Internationaler Fußball

  • Dortmund vor der Klub-WM: Umbruch abgesagt wegen

    Dortmund vor der Klub-WM: Umbruch abgesagt wegen

    Dortmund vor der Klub-WM: Umbruch abgesagt wegen

    Der FC Borussia Dortmund steht vor einer wegweisenden Phase in der Vereinsgeschichte, während die Klub-Weltmeisterschaft in Erfüllung geht. In den letzten Wochen gab es intensive Diskussionen über einen möglichen Umbruch der Mannschaft, doch die Vereinsführung hat diese Pläne vorerst auf Eis gelegt. Diverse Faktoren haben zu dieser Entscheidung geführt, die sowohl sportlicher als auch finanzieller Natur sind.

    Sportliche Perspektiven der Dortmunder

    Trainer Edin Terzić äußerte sich optimistisch über die aktuelle Sportlage. „Wir haben ein starkes Team und das Vertrauen in unsere Spieler ist groß“, erklärte Terzić in einem Pressegespräch. Die Mannschaft zeigte in den letzten Wochen eine verbesserte Form, die sich in den Ergebnissen widerspiegelt. Derzeit steht Dortmund auf einem stabilen Platz in der Bundesliga und hat sich mit guten Leistungen für die internationale Bühne qualifiziert.

    Finanzielle Überlegungen

    Eine der Hauptursachen für die Absage des Umbruchs sind finanzielle Überlegungen. Trotz der ambitionierten Pläne sieht sich der Verein mit einer angespannten finanziellen Lage konfrontiert. „Wir müssen wirtschaftlich solide arbeiten, um auch langfristig nachhaltig erfolgreich zu sein“, erklärte der Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Der Einfluss von Sponsoren und Ticketverkäufen hat sich aufgrund der Pandemie reduziert, was eine vorsichtige Planung nötig macht.

    Verletzungsproblematik

    Ein weiterer Grund für das Absehen von einem Umbruch ist die ungewisse Verletzungsmisere im Kader. Spieler wie Marco Reus und Youssoufa Moukoko haben verletzungsbedingte Ausfälle, die sich auf die Kaderplanung auswirken. Terzić bestätigte, dass die Rückkehr dieser Schlüsselspieler entscheidend für den Erfolg im bevorstehenden Turnier sein wird. „Wir müssen unser bestes Team auf das Feld bringen, um erfolgreich zu sein“, so Terzić weiter.

    Die Ergebnisse der letzten Spiele

    • 3:1 Sieg gegen Hertha BSC
    • 2:2 Unentschieden gegen Bayern München
    • 4:0 Sieg gegen FC Augsburg

    Die letzten Spiele zeigen einen positiven Trend und steigendes Selbstvertrauen innerhalb der Mannschaft. Veteranen wie Mats Hummels tragen maßgeblich zur Stabilität des Teams bei und waren entscheidend für die jüngsten Erfolge. Hummels betonte: „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber jeder Spieler muss seinen Teil beitragen.“

    Fokus auf die Klub-WM

    Mit der bevorstehenden Klub-Weltmeisterschaft hat der Verein nun eine klare Zielsetzung. Der Fokus liegt darauf, sich international zu beweisen und den Status in der Welt des Fußballs weiter zu festigen. Ein Titelgewinn würde für Borussia Dortmund nicht nur sportlichen Ruhm bedeuten, sondern auch eine positive Signalwirkung für zukünftige Transfers und den imagenotwendigen Aufschwung.

    Die Konkurrenzsituation

    Die Konkurrenz im internationalen Fußball bleibt nicht stehen. Während der BVB sich auf die Klub-WM vorbereitet, sind auch andere Spitzenvereine gut aufgestellt. Terzić erklärte: „Wir müssen uns ständig weiterentwickeln, denn die anderen schlafen nicht.“ Die Gegebenheiten des Turniers, bei dem jeder Fehler bestraft wird, erfordern höchste Konzentration und Leistungsbereitschaft.

    Zukunftspläne und mögliche Transfers

    Trotz der Entscheidung gegen einen sofortigen Umbruch bleibt die Diskussion über potenzielle Transfers und frühzeitige Vertragsverhandlungen bestehen. Die Verantwortlichen in Dortmund blicken jedoch weiterhin auf die Ausbildung junger Talente und die Integration von Nachwuchsspielern. „Wir haben ein starkes Scouting-Team, das uns helfen wird, die richtigen Entscheidungen zu treffen“, sagte Watzke.

    Fazit der sportlichen Ausrichtung

    Mit dem Ausbleiben des angestrebten Umbruchs demonstriert Borussia Dortmund, dass Stabilität und Kontinuität in der sportlichen Ausrichtung wichtig sind. Das Team hat sich im Laufe der Saison gefestigt und geht mit Zuversicht in die Klub-Weltmeisterschaft. Die Herausforderung, gegen internationale Top-Teams anzutreten, wird als Möglichkeit gesehen, den eigenen Anspruch zu untermauern und gleichzeitig die langfristigen Ziele des Vereins im Blick zu halten.

  • Manchester City: Neue Generation mit Talenten und Zugängen

    Manchester City: Neue Generation mit Talenten und Zugängen


    So eine Aufstellung hat es bei Manchester City in der Premier League vermutlich noch nie gegeben. Der Spielberichtsbogen des Klubs las sich am Mittwochabend, als wären die Namen der Startelf mit denen auf der Ersatzbank vertauscht worden. Die Anfangsformation bestand fast ausschließlich aus Talenten und Zugängen. Stattdessen waren die langjährigen Stützen der Mannschaft plötzlich Reservisten: Kevin De Bruyne, Ilkay Gündogan, Bernardo Silva, Jack Grealish, Nathan Aké und Phil Foden – alle saßen im Ligaspiel bei Tottenham Hotspur draußen. Die ersten fünf waren Teil der Champions-League-Siegerelf von 2023, und Foden wurde damals im Endspiel nach wenigen Minuten für den verletzten De Bruyne eingewechselt. Ihr Gesamtmarktwert beläuft sich immer noch auf 320 Millionen Euro.

    Die Personalwahl von Trainer Pep Guardiola ließ vermuten, City würde ein Testmatch gegen einen Amateurverein bestreiten. Dabei handelte es sich für den Serienmeister um ein für die neuerliche Champions-League-Qualifikation immens wichtiges Auswärtsspiel. Trotzdem verzichtete Guardiola aus freien Stücken auf seine Ausnahmespieler – beziehungsweise: Er tat es vermutlich genau deswegen. Denn der Katalane, bei dem sich neue Spieler sonst häufig erst mal über einen längeren Zeitraum bewähren müssen, dürfte die Erfolgschancen für sein Team diesmal ohne das Mitwirken der prominenten, aber formschwachen Profis höher eingeschätzt haben. Und damit machte er zumindest nichts falsch.

    Denn City verteidigte durch das 1:0 (1:0) in Tottenham, sichergestellt von Torjäger Erling Haaland in der zwölften Minute, den vierten Tabellenplatz. Der würde gerade noch zur Teilnahme an der Königsklasse berechtigen, sofern die englischen Vertreter sich durch ihr bisher gutes Abschneiden im Europapokal nicht noch einen zusätzlichen fünften Startrang erspielen. Um diese lukrativen Plätze streiten sich im Verfolgerfeld der Premier League in dieser Saison sieben Vereine. Der Abstand zwischen City und dem zehntplatzierten Aston Villa beträgt lediglich fünf Punkte.

    Marmoush, Doku und Savinho suchen im Angriff immerzu den direkten Weg zum Tor

    Im Vergleich zu den müden Darbietungen der vergangenen Monate wirkte Guardiolas Mannschaft in der ersten Halbzeit am Mittwoch wie ausgewechselt, sie sprühte vor Energie und Tatendrang. Der Coach berief drei Winterzugänge in die Startelf, den Innenverteidiger Abdukodir Khusanov (RC Lens), den Ballverteiler Nico González (FC Porto) und den Angreifer Omar Marmoush (Eintracht Frankfurt). Bis auf die arrivierten Rúben Diaz und Haaland waren alle anderen City-Feldspieler erst im Verlauf der vergangenen eineinhalb Jahren zum Klub gestoßen. Die Elf hatte fast nichts mehr gemein mit dem zuletzt so arg kriselnden Team. Und sogar die unter Guardiola bisher auf Ballbesitz fixierte Strategie veränderte sich. Das City-Spiel sah so schnell und schnörkellos aus wie lange nicht mehr. Dies lag auch an der neuen jungen Angriffsreihe aus Haaland, Marmoush, Jeremy Doku und Savinho, die immerzu den direkten Weg zum Tor anpeilte.

    Der Guardian verpackte sein Lob in der Frage, wo sich diese Version von City denn zuletzt „versteckt“ hätte. Auch Guardiola war angetan von seinen Talenten und stellte ihnen eine „glänzende Zukunft“ in Aussicht. Damit läutete er quasi den Beginn einer neuen Generation ein, nachdem er kürzlich so deutlich wie nie das Ende der alten Garde proklamiert hatte. Guardiola sagte, es sei Realität, dass einige Spieler den gegenwärtigen Spielrhythmus nicht mehr bewältigen könnten. Da die steile Abfahrt der Mannschaft im Oktober mit einer Ligapokal-Niederlage in Tottenham begonnen hatte, hofft man nun, dass der Erfolg an selber Stelle eine Art Auslaufzone darstellt. Während dieser Zeitspanne gab es für den Spitzenklub City beispiellose 14 Niederlagen in 27 Pflichtspielen.

    Auf die Frage, ob man schon so gut sei wie früher, entgegnete Guardiola, dies sei vorerst nicht zu schaffen, weil das alte Team dafür zu gut gewesen sei. Einige der Routiniers werden am Samstag wohl wieder auflaufen: im FA Cup gegen den Zweitligisten Plymouth.



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  • Premier League: Liverpool schlägt City ohne Probleme und

    Premier League: Liverpool schlägt City ohne Probleme und


    Nach dem 2:0 gegen ManCity ist Tabellenführer FC Liverpool kaum noch einzuholen. Die Mannschaft ist die beste der Liga, Stürmer Mohamed Salah ein Weltfußballerkandidat – und Trainer Arne Slot kann Kräfte für die Champions League sparen.

    Zur Meisterfaust wollte Arne Slot seine Hand noch nicht ballen. Zwar lief der Trainer des FC Liverpool nach dem Sieg bei Manchester City schnellen Schrittes über den Platz in die Fankurve, aus der er laut bejubelt wurde. Der Moment erschien geeignet für den bisher zurückhaltend auftretenden Niederländer, um ein paar Emotionen zu zeigen. Doch Slot klatschte den Anhängern nur kurz Beifall und legte dann eine Kehrtwende zum Stadionausgang ein. Er ließ seinen Spielern den Vortritt, die sich ausführlich feiern ließen. Slot wirkte wie ein Tourguide, der eine Gruppe zu berühmten Sehenswürdigkeiten führt und den anderen den besten Blick überlässt. In diesem Fall ist die Sehenswürdigkeit wohl der Gewinn der englischen Fußballmeisterschaft.



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  • Serie A – Bericht: Hummels im Sommer wohl zurück nach

    Serie A – Bericht: Hummels im Sommer wohl zurück nach


    Rom (dpa) – Ex-Weltmeister Mats Hummels erwägt laut einem Medienbericht nach einem Auslandsjahr bei der AS Rom eine Rückkehr nach Deutschland. Die italienische Zeitung „La Repubblica“ meldete, dass es den 36-Jährigen zurück in die Nähe seiner Familie und seines Sohnes ziehe. Der Fußball-Routinier hat beim Serie-A-Verein noch einen Vertrag bis Saisonende. Er selbst sagte zuletzt, dass er im Sommer über seine Zukunft entscheiden wolle.

    In der italienischen Hauptstadt hatte Hummels einen denkbar schlechten Start und wurde zunächst nicht eingesetzt. Erst unter dem neuen Coach Claudio Ranieri schaffte es der Abwehrspieler ins Team und wurde zu einem Leistungsträger. „Aber seine Zukunft scheint irgendwo anders zu liegen, wahrscheinlich in Deutschland, um seine Karriere bei einem Bundesliga-Verein abzuschließen“, schrieb die in Rom erscheinende „Repubblica“.

    Hummels hatte in der Bundesliga für Borussia Dortmund und den FC Bayern München gespielt. Er wurde sechsmal Meister und gewann viermal den DFB-Pokal. 2013 und 2024 erreichte er mit dem BVB zweimal das Finale der Champions League, konnte den wichtigsten Vereinstitel im Fußball aber nicht gewinnen. Dafür wurde er 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister.

    © dpa-infocom, dpa:250225-930-386628/1



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  • Mathys Tel in der Premier League: Karrieresprung mit Risiko

    Mathys Tel in der Premier League: Karrieresprung mit Risiko


    Mathys Tel wirkte nach seinem Einstand für Tottenham Hotspur in der Premier League entkräftet. Der junge Offensivspieler, der vor zwei Wochen auf Leihbasis bis Saisonende vom FC Bayern nach Nord-London gewechselt ist, lag nach Abpfiff der Partie gegen Manchester United am Sonntagabend rücklings auf dem Rasen. Ähnlich erging es auf der Gegenseite seinem in der Hocke sitzenden Angriffskollegen Joshua Zirkzee. Auch der Niederländer hatte bei den Bayern unter Vertrag gestanden, ehe er über eine Station beim FC Bologna für 42 Millionen Euro fest zu Manchester United übersiedelte. Beide müssen sich an das Spieltempo und die Intensität in der Eliteliga auf der Insel offensichtlich noch gewöhnen.

    Sowohl Tel, 19, als auch Zirkzee, 23, sind von ihren stark kriselnden Vereinen verpflichtet worden, um mit Toren möglichst sofort die schlechten Bilanzen zu verbessern. Nach dem direkten Aufeinandertreffen der beiden jungen Torjäger lässt sich resümieren, dass diese gewagte Kalkulation bisher nicht richtig aufgegangen ist. Mehrmals hatte der als Mittelstürmer agierende Tel die Gelegenheit, für die Spurs zu treffen, vergab aber seine Chancen – wie Zirkzee vor dem anderen Tor. Der Niederländer köpfelte den Ball in der zweiten Halbzeit nach einer Flanke frei aus kurzer Distanz am Ziel vorbei. Es war Manchester Uniteds beste Möglichkeit. „Den muss er machen!“, stöhnte Sky-Kommentator Gary Neville entnervt, der in seiner Profikarriere achtmal den Meistertitel mit United gewonnen hatte. Letztlich entschied das Match Routinier James Maddison per Abstauber zum 1:0 für Tottenham in der 13. Minute.

    SZ PlusFC Bayern in Leverkusen

    :Der Meisterfavorit findet seinen Meister

    Beim 0:0 in Leverkusen erlebt der FC Bayern Szenen, wie man sie von dieser Elf lange nicht mehr sah. Obwohl die Münchner ihren Vorsprung verteidigen, wirft das Spiel die Frage auf, ob sie gerade wirklich Deutschlands beste Fußballmannschaft sind.

    Trotz des Bemühens von Tel und Zirkzee im Angriff zeigte das Spiel, vor welcher Herausforderung bei der Akklimatisation die beiden Hochveranlagten in der Premier League stehen: Im jungen Alter fehlt es ihnen auf Spitzenniveau an Effektivität, Durchsetzungsvermögen und Robustheit. Sie taten sich schwer in den Zweikämpfen mit den gegnerischen Abwehrrecken. Und auch in der Defensive gelangen ihnen kaum Balleroberungen.

    Unter den besten Torschützen der Insel ist nur Cole Palmer jünger als 24 Jahre

    Die Situation der Talente findet ihren Ausdruck auch in der Rangordnung in der englischen Torschützenliste. Unter den besten zehn Schützen findet sich zurzeit nur ein Profi unter 24 Jahren: der Ausnahmekicker Cole Palmer vom FC Chelsea. Alle anderen haben sich in den vergangenen Jahren schrittweise in der Premier League etabliert. In der Regel verpflichten die Großvereine der Insel auf dieser wichtigen Position bereits bewährte Kräfte: So war es zuletzt bei Spielern wie Erling Haaland (Manchester City), Alexander Isaak (Newcastle United) und Nicolas Jackson (FC Chelsea). Sie hatten jeweils bei anderen Klubs der europäischen Topligen beachtliche Torquoten erzielt. Dadurch verkleinerte sich für sie der Leistungssprung in die Premier League.

    Im Vergleich dazu hat sich die Laufbahn von Tel und Zirkzee anders entwickelt. Für Tel ging es ohne nennenswerte Profierfahrung im Sommer 2022 direkt zum FC Bayern, dort kam er allenfalls als Ersatzmann zum Einsatz. Der Franzose war in München gewissermaßen der Nachfolger des einstigen Perspektivspielers Zirkzee, der sich damals trotz einiger Leihstationen und mehrerer Anläufe keinen Startelfplatz beim deutschen Rekordmeister erspielen konnte. Um Spielpraxis zu sammeln, zog er in die italienische Serie A weiter, wo er auch nur mäßige 13 Tore in 58 Pflichtspielen bewerkstelligte. Trotzdem holte ihn United, in der Hoffnung, er würde in England durchstarten.

    Mit den frühen Wechseln zu Tottenham und Manchester könnten sich Tel und Zirkzee nicht unbedingt einen Gefallen getan haben. Ohne eigene Stabilität in den Leistungen sind sie der Bürde ausgesetzt, sich bei Klubs in unruhigem Umfeld im Fokus des öffentlichen Interesses entwickeln zu müssen. Erschwerend kommt der interne Konkurrenzkampf hinzu, außerdem ein bisweilen auftretender Mangel an Geduld der Klubs mit den Spielern. Die Fallhöhe für Tel und Zirkzee ist daher gewaltig – wobei sie angesichts der Tabellenlage von Tottenham Hotspur (Platz 12) und Manchester United (Platz 15) entgegenhalten könnten, dass beide Vereine gerade wie ein Sprungbrett für Talente anmuten.



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  • Verletzung von Kai Havertz: Arsenal hat ein

    Verletzung von Kai Havertz: Arsenal hat ein


    Die Premier League versucht den Spielplan im Winter so zu gestalten, dass jedem Klub etwa zehn Tage ohne Pflichtspiel zur Verfügung stehen. Das Entgegenkommen soll den Spitzenfußballern eine Verschnaufpause verschaffen, und obwohl die Idee durch die zusätzlichen Spieltage in der Champions League kaum mehr umsetzbar ist, entschied sich der FC Arsenal dennoch spontan zu einem ei­nwöchigen Trainingslager. Möglich machte dies der direkte Einzug ins Königsklassen-Achtelfinale sowie ein frühes Aus im FA Cup. Wie in der Vorsaison begab sich die Mannschaft von Trainer Mikel Arteta in die Sonne Dubais. Der Plan war, dass sich die Spieler unter warmen Bedingungen erholen können und Kraft tanken für den Rest der Saison.

    Stattdessen hat sich nun die angespannte Verletzungssituation in der Offensive drastisch verschärft. Denn der deutsche Nationalspieler Kai Havertz zog sich bei einer Einheit in Dubai eine schwere Oberschenkelverletzung zu, die operiert werden muss; das Rehabilitationsprogramm von Havertz werde „voraussichtlich bis in die Vorbereitung auf die nächste Saison hinein andauern“. Womit, klar, diese Saison für ihn vorbei ist. Zur Entstehung der Verletzung schilderte Arteta, Havertz habe im Anschluss an eine Standardsituation einen Schuss blocken wollen, dabei das Bein gedehnt und dann etwas im Oberschenkel gespürt. Die Diagnose sei „unerwartet“ und ein „schwerer Schlag“, räumte der Trainer ein. Zusätzlich zu Havertz fehlen Arsenal derzeit die Leistungsträger Bukayo Saka und Gabriel Martinelli (beide Oberschenkel) sowie der ständig mit Verletzungen kämpfende Torjäger Gabriel Jesus (Kreuzband).

    So stehen im Angriff nur Leandro Trossard, Raheem Sterling und Ethan Nwaneri fit zur Verfügung – wobei keiner von ihnen Mittelstürmer ist. Zuletzt hatte der flexible Havertz diese Position bekleidet. Sein Langzeitausfall durchkreuzt das Titelstreben des Klubs. Im Ligaspiel bei Aufsteiger Leicester City am Samstagmittag setzte Arteta auf Trossard im Zentrum. Lange mangelte es an Durchschlagskraft, erst in der Schlussphase kam man durch einen Doppelpack des eingewechselten Mittelfeldspielers Mikel Merino zum 2:0-Pflichtsieg. Im Rahmen des Matches erzählte Arteta, dass sich aufgrund der Notlage im Angriff sogar der eigene Verteidiger William Saliba als Aushilfsstürmer angeboten habe. Saliba hatte in der Jugend mal vorn gespielt und einige Tore erzielt. Die Initiative wies Arteta charmant ab.

    In der Regel kostet ein geprüfter Weltklasse-Angreifer mindestens 75 Millionen Euro

    Seinen Frust über die Personallage hatte der Spanier schon kürzlich mit scharfen Worten kundgetan. Man habe die „klare Absicht“ gehabt, den eigenen Kader im Winter zu verstärken, dies jedoch diesmal „nicht geschafft“. Deshalb sei man „enttäuscht“, richtete Arteta unverblümt aus. Die Besetzung des Mittelstürmers gilt als neuralgische Stelle im Kader. Sowohl dem im November zurückgetretenen Sportchef Edu als auch seinem Interimsnachfolger Jason Ayto, der zuvor an dessen Seite gearbeitet hatte, ist es nicht gelungen, einen verlässlichen Torjäger zu verpflichten – trotz Gesamttransferausgaben von einer dreiviertel Milliarde Euro in viereinhalb Jahren. Bisher schien man zu sehr auf Jesus zu setzen, der 2022 für 50 Millionen Euro von Manchester City ausgelöst worden war.

    Zudem offerierte die Lösung mit Havertz im Angriff mehr Spielstärke sowie wegen dessen Laufstärke ein für den Gegner unangenehmes Pressing. Womöglich könnten aber auch die stattlichen Ablösesummen in der Vergangenheit zuletzt zum Problem geworden sein. In der Regel kostet ein geprüfter Weltklasse-Angreifer mindestens 75 Millionen Euro. Kryptisch erklärte Arteta, es gebe finanziell einige Dinge, bei denen man „in der Spur bleiben“ müsse. Die Vakanz im Management nach dem Edu-Abschied könnte nun vielleicht eine Chance für DFB-Weltmeister Per Mertesacker sein, der die Jugendakademie des Klubs seit Jahren profiliert leitet. Der 40-Jährige hatte einst im SZ-Interview gesagt, an Tätigkeiten wie speziell der des Sportdirektors interessiert zu sein.

    SZ PlusManCity in der Champions League

    :Ende der Generation Guardiola

    Nach der Pleite gegen Real droht Manchester City in der Champions League das früheste Aus seit 13 Jahren. Die Spieler machen einen erschreckend erschöpften Eindruck, selbst Trainer Pep Guardiola kommt in der Krise an seine Grenzen.

    Arsenals Zögern auf dem Transfermarkt in Hinblick auf einen Mittelstürmer passt zur Gemengelage. Zwar zählt der Klub inzwischen wieder zur europäischen Elite, aber der sehnlich erwartete große Titelgewinn steht weiter aus. Seit 21 Jahren wartet Arsenal auf die Premier-League-Meisterschaft, die Champions League hat man derweil noch nie gewonnen. In gewisser Hinsicht passt die gegenwärtige Stagnation des Vereins auf Spitzenniveau zur persönlichen Situation des Spielers Havertz. Seit seinem Wechsel zu den Gunners 2023 kommt er auf beachtliche 41 Torbeteiligungen in 85 Pflichtspielen. Damit hat er seine Bilanz im Vergleich zu seiner vorherigen Station beim Stadtrivalen Chelsea, mit dem er die Champions League 2022 gewonnen hatte, deutlich verbessert. Mit 15 Pflichtspieltoren ist er in dieser Saison sogar erfolgreicher als in all den anderen Jahren in England.

    Für den letzten Schritt von Havertz zu einem internationalen Ausnahmespieler hat es jedoch trotz der Veranlagung bisher nicht gereicht. Die Divergenz zeigt sich daran, dass von ihm in dieser Spielzeit neben der Verletzung ein verballerter Elfmeter bei der FA-Cup-Niederlage gegen Manchester United hängen bleiben wird. Daraufhin wurden er und seine schwangere Frau im Internet beleidigt und bedroht. Die Erwartung an ihn in London ist bisweilen immens – weil Arsenal so auf ihn angewiesen ist. Auch bei der Nationalelf dürfte Havertz‘ Fehlen eine Lücke reißen. Aufgrund der gleichzeitigen Abwesenheit von Niclas Füllkrug von West Ham United steht Bundestrainer Julian Nagelsmann für das Nations-League-Viertelfinale gegen Italien in Tim Kleindienst (Borussia Mönchengladbach) nur ein erprobter Mittelstürmer zur Verfügung.

    Immerhin verschafft Kai Havertz der Zeitpunkt der Verletzung die unfreiwillige Möglichkeit, nach der Reha ausgeruht ins WM-Jahr zu starten.



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  • Javier Tebas im Interview vor City vs Real: Das sagt

    Javier Tebas im Interview vor City vs Real: Das sagt


    Javier Tebas, Boss des spanischen Ligaverbands, warnt: Das neue Format der Champions League werde die Kluft zwischen großen und kleineren Fußballklubs vertiefen. Und er erklärt, weshalb Real-Präsident Florentino Pérez ihn aus dem Amt treiben möchte.

    Am Dienstag startet die Champions League in ihre Playoffs, unter anderem mit dem Spitzenduell zwischen zwei mindestens staatstragenden Klubs. Manchester City, der von den Vereinigten Arabischen Emiraten finanzierte englische Meister, trifft auf Champions-League-Titelverteidiger Real Madrid, das wichtigste Aushängeschild Spaniens. Anlass, um mit Javier Tebas, 62, über den Gesundheitszustand des europäischen Fußballs zu sprechen. Den Chef des spanischen Ligaverbands „La Liga“ umweht eine Aura der Prinzipientreue: Obwohl er als Sympathisant von Real Madrid gilt, ist er einer der wenigen Spanier, die es wagen, dem mächtigen Real-Präsidenten Florentino Pérez öffentlich die Stirn zu bieten. Im Zuge des Kampfes gegen die von Pérez ausgerufene Super League stand er 2021 fest an der Seite der Uefa; rund ein Jahr nach seinem Einzug ins Exekutivkomitee der europäischen Fußballunion wurde er „vielleicht der Erste und Einzige, der je von einem solchen Posten zurückgetreten ist“, wie er der SZ in Hamburg sagte. Aber das erwähnte er, mit einem schelmischen Schmunzeln auf den Lippen, nur am Rande.



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