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  • Conference League: Bitteres Ende für Heidenheims Europapokal

    Conference League: Bitteres Ende für Heidenheims Europapokal


    Aus in den Playoffs

    Aktualisiert am 20.02.2025, 21:33 Uhr

    Die Europapokal-Premierensaison des 1. FC Heidenheim findet in der Zwischenrunde ein bitteres Ende. Trotz einer guten Ausgangslage scheidet der Bundesligist gegen einen dänischen Topclub aus.

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    Das Europapokal-Abenteuer des 1. FC Heidenheim ist beendet. In der Conference League verlor der in der Bundesliga stark abstiegsbedrohte Club sein spannendes Zwischenrunden-Rückspiel mit 1:3 (1:2, 0:1) nach Verlängerung gegen den FC Kopenhagen und schied damit aus. Das 2:1 aus dem Hinspiel in der dänischen Hauptstadt war am Ende zu wenig für den Achtelfinaleinzug und damit verbundene weitere Europa-Festtage.

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    Nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand kämpften sich die Gastgeber dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte und des direkt verwandelten Freistoßes von Leonardo Scienza (74. Minute) in die Verlängerung. Dort sorgte Rodrigo Huescas (114.) für die Entscheidung zugunsten der Gäste vor 12.336 Zuschauern. Zuvor hatten Amin Chiakha (37. Minute) und Kevin Diks (53./Foulelfmeter) zur 2:0-Führung für Kopenhagen getroffen.

    1. FC Heidenheim - FC Kopenhagen

    Die Heidenheimer Fans sorgten für Stimmung.

    © dpa / Harry Langer/dpa

    Damit hat weiter kein Vertreter der Fußball-Bundesliga die Runde der besten 16 des erst 2021 eingeführten Wettbewerbs erreicht. Auf Heidenheim hätte wie bereits einmal in der Ligaphase erneut der schillernde FC Chelsea warten können. Nach der knapp verpassten Überraschung kann die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt ihre Konzentration ausschließlich auf den Kampf gegen den Abstieg richten. Der Trend ist seit Monaten düster.

    Heidenheim anfangs harmlos

    “Ich hatte auch das Gefühl unter der Woche, dass die Jungs richtig brennen auf das Spiel”, hatte der verletzte Mittelfeldspieler Niklas Dorsch noch vor Spielbeginn bei RTL gesagt: “So ein Conference-League-Spiel, wo du nichts zu verlieren hast, kommt genau richtig. Das macht die Beine leichter.”

    Wie schon die gesamte Saison in den Europapokal-Wochen rüttelte Schmidt seine Startelf wieder durch. So bekam neben anderen Toptalent Paul Wanner eine Chance von Beginn an. Der Senkrechtstarter war es, der neben zwei Möglichkeiten für Stürmer Budu Siwsiwadse für den einzigen Abschluss der Heidenheimer in Hälfte eins sorgte. Doch die Gastgeber blieben zu harmlos.

    Kopenhagen bemühte sich, die Partie zu kontrollieren und wurde mit Verlauf der ersten Hälfte zwingender. Zunächst war der wie in Kopenhagen spielende FCH-Ersatztorwart Frank Feller noch zur Stelle, als es gefährlich wurde. Doch das 0:1 deutete sich an. Immer mehr war der Ostalb-Club in der Defensive gefordert.

    Frische Kräfte bringen frischen Schwung

    Die Gäste aus Kopenhagen waren ohne Anhänger angereist. Nach zuletzt schweren Pyrotechnik-Zwischenfällen wurde der Club mit einem Fan-Ausschluss bestraft. So sorgten nur die Heidenheimer Fans für Stimmung. Die Banner, die sie schon vor dem Anpfiff präsentierten, passten neben dem Europa-Abenteuer auch zur komplexen Aufgabe des Bundesliga-Abstiegskampfs. “Stets das Ziel im Visier” lautete eine Aufschrift.

    Und Schmidts Ziel war klar: mehr Offensivkraft für das Achtelfinale. Als Reaktion auf den Rückstand reagierte der Coach und brachte Marvin Pieringer und Mathias Honsak. Doch das 0:2 per Strafstoß nach Foul von Jonas Föhrenbach und Videobeweis machte das Unterfangen noch schwerer.

    Danach drückte der FCH und wurde durch den Freistoßtreffer von Scienza belohnt. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit traf der Brasilianer den Pfosten. In der Verlängerung mieden beide Teams das große Risiko. Doch das glücklichere Ende hatte Kopenhagen, das beim Tor zum 3:1 auch von Heidenheimer Abwehrfehlern profitierte. Ein Treffer von Pieringer zählte danach wegen eines vorherigen Handspiels nicht. (dpa/bearbeitet von br)

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  • Vom FCK in den Europacup: Heidenheims Julian Niehues – Fußba

    Vom FCK in den Europacup: Heidenheims Julian Niehues – Fußba


    Letzten Sommer war Julian Niehues vom 1.FC Kaiserslautern zum 1.FC Heidenheim gewechselt. Nach seinem Kreuzbandriss und langer Reha ist der Mittelfeldspieler endlich angekommen im Brenztal. Gegen den FC Kopenhagen will Niehues ins Achtelfinale der Conference League.

    Es war am 12. April letzten Jahres. Ein Tag, den der junge Fußballprofi Julian Niehues, 23, nicht so schnell vergessen wird. Im Zweitliga-Spiel des 1.FC Kaiserslautern bei Greuther Fürth verletzte sich Niehues schwer am Knie, musste zur Pause raus. Zwei Tage später folgte die bittere Diagnose der Ärzte: Kreuzbandriss. Ausfallzeit in der Regel mindestens ein halbes Jahr.

    Die Saison beim FCK war damit für den defensiven Mittelfeldspieler vorzeitig beendet. Unglaublich schade, denn: “Ich hatte mich sehr auf das Pokalfinale mit dem FCK in Berlin gefreut, aber das habe ich wegen der Verletzung verpasst. Dadurch hatte ich leider auch keinen schönen Abschied in Kaiserslautern.”

    Schwieriger Start in Heidenheim

    Im Sommer stand dann – mit dem frisch operierten Kreuzband und mitten im Aufbautraining – der Umzug eine Klasse höher in die Bundesliga nach Heidenheim an. Der ablösefreie Wechsel zu den Schwaben war schon Wochen vor der schweren Verletzung perfekt gemacht worden. Und dann dieses Handicap im Gepäck.

    “Ich wurde zwar super aufgenommen, aber es war eine schwere Zeit”, erinnert sich Julian Niehues gegenüber SWR Sport mit Unbehagen zurück an die Anfänge im neuen Umfeld, “ich war zwar im Trainingslager mit dabei und habe erste Kontakte geknüpft. Aber danach war ich in der Reha und hatte kein richtiges Kabinenleben mit den anderen Spielern”.

    Nach 297 Tagen Ausfallzeit ist Julian Niehues in der Bundesliga angekommen

    Jetzt, im Februar 2025, ist aber alles anders, das Glück ist zurück. Niehues steht wieder auf dem Platz. Heidenheim kann endlich auf den Defensivstrategen bauen. 297 Tage war der 1,95 Meter große Schlaks ausgefallen, hatte in der Endphase der letzten Saison beim 1.FC Kaiserslautern und seit seinem Wechsel zum FCH 36 Pflichtspiele verpasst. Nach Operation und monatelanger Reha konnte sich der Mittelfeldmann zurückgemeldet, ist damit auch sportlich angekommen auf dem Heidenheimer Schlossberg.

    “Ich bin glücklich, dass ich der Mannschaft endlich helfen kann”, sagt Niehues erleichtert. Er schätzt dabei vor allem die Zusammenarbeit mit Trainer Frank Schmidt: “Er ist offen, ehrlich, authentisch”.

    Frank Schmidt: “Julian hilft uns mit seiner Präsenz”

    Der FCH-Coach wiederum freut sich, dass der Neuzugang mit halbjähriger Verspätung voll einsatzfähig ist, seine personellen Varianten bereichert. “Auch nach der Verletzung war klar, dass er zu uns kommt und wir ihn voll unterstützen”, so Schmidt, “er musste aber auch ein extrem hohes Maß an Eigenmotivation für seine Reha mitbringen”.

    Heidenheims Trainer ist überzeugt: “Der Julian mit seiner Art und Weise, mit seiner Präsenz und seinen fußballerischen Fähigkeiten kann uns weiterhelfen”. Aber, warnt Frank Schmidt: “Der Start ist geglückt, wir dürfen jetzt jedoch nicht überziehen. Es muss Schritt für Schritt gehen, dass er der wertvolle Spieler für uns wird wie er in Kaiserslautern war. Julian muss positiv bleiben und weiter hart an sich arbeiten.”

    Startelf-Debüt in der Conference League in Kopenhagen

    Am 8. Februar, beim 0:1 in Freiburg, gab Julian Niehues für zehn Minuten als Einwechselspieler sein Comeback und gleichzeitig auch sein Debüt auf der Bundesligabühne: “Ich war nach den zehn Minuten total kaputt”, lacht Niehues im Nachhinein, “Spiel und Training sind von er Belastung her nicht vergleichbar”. Auch eine Woche später beim 0:2 gegen Mainz 05 durfte Niehues für 22 Minuten vorspielen.

    Das bislang größte emotionale Erlebnis lag dazwischen: Beim 2:1-Coup des FCH in der Conference League in Kopenhagen stand er in der Startelf, lieferte über 81 Minuten eine stabile Leistung ab, war Teil des frenetisch gefeierten Erfolgs in der dänischen Metropole: “Das ist das wofür wir spielen. Ich war glücklich und zufrieden, habe Vollgas gegeben solange ich konnte”, so Niehues im Rückblick auf den stimmungsvollen dänischen Abend, “danach hatte ich aber auch schwere Beine”.

    Heidenheim

    Leo Scienza vom 1. FC Heidenheim im Duell mit Gabriel Pereira vom FC Kopenhagen

    Fußball | Conference League
    Trotz Bundesliga-Krise: Heidenheim will in Conference League für Furore sorgen

    Dem 1. FC Heidenheim droht in der Bundesliga der Abstieg. In der Conference League können die Schwaben aber weiter für Furore sorgen – und dürfen auf ein mögliches nächstes Duell mit dem FC Chelsea hoffen.


    Mi.19.2.2025

    18:40 Uhr

    Sport kompakt

    SWR1 Baden-Württemberg

    Zweitliga-Aufstieg mit dem FCK

    Julian Niehues ist übrigens gebürtiger Westfale, wurde bei Preußen Münster groß, durchlief die Nachwuchs-Akademie von Borussia Mönchengladbach, ehe er 2021 in die 3. Liga zum FCK auf den Betzenberg wechselte. In Kaiserslautern (76 Pflichtspiele) feierte er den Aufstieg in die 2. Liga, entwickelte sich zum Stammspieler und auch aufgrund seiner Körperlichkeit im Spiel zum begehrten Profi auf dem Transfermarkt. Der 1. FC Heidenheim griff zu und sicherte sich mit einem Vertrag bis 2027 die Dienste des damals noch 22-Jährigen.

    Julian Niehues: “Wir wollen gegen Kopenhagen weiterkommen”

    An diesem Donnerstagabend (18:45 Uhr) geht die Glücksgeschichte des Julian Niehues mit dem Rückspiel gegen den FC Kopenhagen möglicherweise nächsten Schritt: “Die Vorfreude ist riesig, es ist ein K.O.-Spiel, wir wollen weiterkommen und in die nächste Runde”. Natürlich, weiß auch der wiedergenesene Mittelfeldspieler, “dass wir in einer schwierigen Phase sind. Aber alle geben hundert Prozent”.

    Im möglichen Achtelfinale könnte dann das nächste Highlight anstehen für den Comebacker Julian Niehues und seine Heidenheimer: Dann kommt es möglicherweise zum Wiedersehen mit dem ruhmreichen FC Chelsea, einem der Gegner in der Vorrunde.



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