Watzke: Deshalb landete Kovac nicht früher beim BVB – Kein
Josef Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, hat neue Informationen über die Gründe veröffentlicht, warum Niko Kovac nicht früher als Trainer zur Schwarz-Gelben kommen konnte. In einem ausführlichen Interview äußerte sich Watzke zur bisherigen Trainerhistorie und zur strategischen Ausrichtung des Vereins.
Situation um Niko Kovac
Niko Kovac, der in der Saison 2021/2022 die Trainerbank beim FC Bayern München besetzte, war lange Zeit ein heißer Kandidat für die Position des BVB-Trainers. Watzke erklärte, dass mehrere Faktoren die Verpflichtung Kovacs erschwerten. Zunächst sei die Beziehung zwischen dem Verein und dem ehemaligen Trainer Lucien Favre zu berücksichtigen. „Die Trennung von Lucien war nicht einfach, und wir wollten sicherstellen, dass wir das richtige Timing wählten“, so Watzke.
Trainerkandidaten und deren Evaluation
Die Gespräche mit Kovac begannen laut Watzke bereits im Jahr 2020, doch die Verantwortlichen des Vereins entschieden sich gegen eine sofortige Verpflichtung. „Es gab andere Prioritäten“, führte Watzke aus. Zudem war das Angebot an Kandidaten vielfältig. „Wir haben eine Liste erstellt und verschiedene Optionen evaluiert“, berichtete der Geschäftsführer. Darunter fanden sich namhafte Trainer wie Marco Rose und Edin Terzić, die ebenfalls in der engeren Auswahl standen.
Sportliche Entwicklung beim BVB
Watzke betonte, dass die sportliche Entwicklung des Vereins einen hohen Stellenwert habe. „Die richtige Auswahl beim Trainer ist entscheidend für die Philosophie des Vereins“, sagte er. Der Fokus lag auf einer langfristigen Entwicklung des Teams und nicht auf einer kurzfristigen Lösung. „Kovac war als Trainer in der Analyse und der Spielgestaltung sicherlich interessant, aber wir waren uns nicht sicher, ob er unser laufendes Projekt zum richtigen Zeitpunkt unterstützen könnte“, erklärte er weiter.
Öffentliche Wahrnehmung und Medienberichterstattung
Die Medienberichterstattung über mögliche Trainerwechsel spielte ebenfalls eine Rolle. Watzke bemerkte, dass viele Spekulationen nicht den Tatsachen entsprächen. „Die Realität ist, dass wir intern viele Gespräche führen und nicht alles direkt nach außen kommunizieren“, so Watzke. Die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit könne oft von den realen Gegebenheiten abweichen. Ein Beispiel hierfür sei der Druck, der auf dem Verein laste, um zeitnah Erfolge zu präsentieren.
Der Weg zu Edin Terzić
Die Entscheidung, Edin Terzić als Trainer zu installieren, sei das Ergebnis umfangreicher Überlegungen gewesen. Watzke hob hervor, dass Terzić eine Verbindung zu den Werten des Vereins habe und dessen Philosophie teile. „Er kennt den Verein, die Spieler und die Strukturen. Das war ein entscheidender Vorteil“, so Watzke. Der Aufstieg Terzić’ zu einem der gefragtesten Trainer war das Resultat einer kontinuierlichen Arbeit im Verein.
Die langfristigen Ziele des BVB
Watzke stellte klar, dass der BVB weiterhin große Ambitionen hege. „Wir kämpfen um Titel und wollen in Deutschland und Europa eine Rolle spielen“, erklärte er. Die Vereinspolitik sei darauf ausgerichtet, eine Mannschaft zusammenzustellen, die sowohl national als auch international konkurrenzfähig sei. Daher sei die Wahl des Trainers von grundlegender Bedeutung für die Erreichung dieser Ziele.
Fazit zu Kovac und der Trainerfrage
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gründe für Niko Kovacs nicht frühere Verpflichtung beim BVB vielschichtig sind. Der Fokus auf die langfristige Entwicklung, der hohe Druck von außen und die interne Strategie haben die Entscheidung beeinflusst. Watzkes Aussagen spiegeln den Willen des Vereins wider, auch in Zukunft die beste Wahl für die Trainerposition zu treffen, um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden.
Ex-BVB-Stürmer Alex Frei: Darum landete ich nicht bei
Der ehemalige Stürmer des BVB, Alex Frei, hat kürzlich in einem Interview seine Gründe genannt, warum er nicht bei Borussia Dortmund geblieben ist. Der Schweizer Fußballer, der zwischen 2006 und 2009 für den Verein spielte und sich schnell zu einem der prominenten Gesichter im Ruhrgebiet entwickelte, äußerte sich offen über die Herausforderungen, die ihn dazu bewogen haben.
Hintergründe zu Freis Wechsel
Nachdem Frei die Jugendakademie des FC Basel durchlaufen hatte, wechselte er zunächst zu Hertha BSC, bevor er 2006 nach Dortmund kam. In seiner Zeit bei BVB erzielte er 25 Tore in 63 Bundesligaspielen und stellte seine Fähigkeiten in der Offensive unter Beweis. Dennoch nahm seine Karriere einen unerwarteten Turn, als er 2009 zum FC St. Gallen zurückkehrte.
Die Gründe für den Abgang
In dem Gespräch versuchte Frei, die Gründe für seinen Wechsel aus seiner Perspektive zu skizzieren. „Ich habe von Anfang an gewusst, dass die Konkurrenz groß sein würde. Es gab viele großartige Spieler im Kader, und ich war mir bewusst, dass ich hart kämpfen musste“, erklärte er.
Ein entscheidender Faktor sei auch die Positionierung im Kader gewesen. „Ich wurde häufig auf verschiedenen Positionen eingesetzt, was zwar erst einmal positiv klingt, aber mir letztlich nicht genug Stabilität gegeben hat“, so Frei weiter. Seine Flexibilität auf dem Spielfeld sei stets geschätzt worden, jedoch hätten die ständigen Wechsel in der taktischen Ausrichtung seine Leistung beeinträchtigt.
Die Verletzungsproblematik
Ein weiteres Hindernis, das Alex Frei ansprach, war die Verletzungsanfälligkeit. Über einen Zeitraum von zwei Jahren hatte er wiederholt mit kleineren Verletzungen zu kämpfen, die seine Spielpraxis erheblich einschränkten. „Die ständige Unsicherheit über meine Fitness hat mich natürlich belastet“, sagte er. Verletzungen könnten nicht nur die persönliche Leistung beeinträchtigen, sondern auch das Vertrauen des Trainers und der Mannschaft in die Fähigkeiten des Spielers vermindern.
Ein Blick auf die Zeit nach BVB
Nach seinem Abgang aus Dortmund kehrte Frei zurück in die Schweiz, wo er eine bedeutende Rolle beim FC St. Gallen spielte. Dort konnte er seine Karriere neu beleben und sich in der Schweizer Liga einen Namen als einer der torgefährlichsten Stürmer machen. „Ich wollte einfach wieder Spaß am Fußball haben und mein Können unter Beweis stellen“, erklärte er, als er Rückblick auf seine Entscheidung nahm.
Der Einfluss auf die Karriere
Die Zeit bei BVB hat trotz der Abbruchstelle auch positive Aspekte hinterlassen. Frei reflektierte, dass die Erfahrungen, sowohl auf als auch neben dem Platz, ihn geprägt haben. „Die Zeit in Dortmund war lehrreich. Sie hat mich vorbereitet auf alles, was danach kam“, sagte er mit einer Prise Nostalgie in der Stimme.
Aktuelle Entwicklungen und Projekte
In jüngster Vergangenheit hat Alex Frei sich verstärkt in der Fußball-Community engagiert. Er arbeitet eng mit jungen Talenten zusammen und möchte sein Wissen sowie seine Erfahrung weitergeben. „Es ist mir wichtig, dass die nächste Generation von Spielern versteht, wie sie mit Druck und Herausforderungen umgehen können“, erklärte er ambitioniert.
Zusätzlich zu seinen Tätigkeiten im Nachwuchsbereich hat Frei auch Pläne für ein eigenes Fußballprojekt angekündigt, das sich fokussiert auf die Förderung von Talenten aus benachteiligten Verhältnissen. „Jeder sollte die Chance haben, seine Träume zu verwirklichen“, sagt er leidenschaftlich.
Fazit
Die Entscheidung, Borussia Dortmund zu verlassen, war für Alex Frei nicht leicht. Dennoch hat er seinen Weg gefunden und zeigt, dass fehlende Gelegenheiten nicht zwangsläufig das Ende einer Karriere bedeuten müssen. Stattdessen kann es eine neue Chance sein, seine Talente in anderen Bereichen zu entfalten.
Dreesen und Watzke über „historische“ Klub-WM mit FC
Der Geschäftsführer des FC Bayern München, Jan-Christian Dreesen, und der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, haben sich in jüngsten Äußerungen positiv über die bevorstehende Klub-Weltmeisterschaft geäußert. Die Veranstaltung, die vom 12. bis 22. Dezember 2023 in Saudi-Arabien stattfinden wird, bietet den beiden Teams die einmalige Gelegenheit, den Titel in einem globalen Wettbewerb zu gewinnen.
Veranstaltungsort und Format
Die Klub-Weltmeisterschaft wird in diesem Jahr in einem neuen Format ausgetragen, das 32 Mannschaften umfasst. Dies ist eine signifikante Erweiterung im Vergleich zu den vorherigen Ausgaben, die typischerweise 7 Mannschaften umfassten. Die Entscheidung für Saudi-Arabien als Gastgeberland wurde von vielen als strategisch betrachtet, da das Land bestrebt ist, sich als globale Sport-Nation zu etablieren.
Wichtige Aspekte der Meisterschaft
Dreesen betonte die Bedeutung der Klub-Weltmeisterschaft für die repräsentierten Fußballclubs und deren Fanbasis: „Es ist eine historische Gelegenheit, den besten Fußball der Welt zu zeigen. Diese Meisterschaft bringt die besten Teams zusammen und stellt unsere Fähigkeiten auf eine internationale Bühne.“ Auch Watzke unterstützte diese Sichtweise und ergänzte: „Für den deutschen Fußball ist es entscheidend, sich auf dieser Plattform zu präsentieren und eine starke Leistung zu zeigen.“
Finanzielle Implikationen
Die finanzielle Dimension der Klub-Weltmeisterschaft ist nicht zu unterschätzen. Die durch die FIFA bereitgestellten Vergütungen sind erheblich, und die Teilnahme kann erhebliche Einnahmen für die Vereine generieren. Watzke sprach die wirtschaftlichen Ausblicke an: „Die Möglichkeit, nicht nur sportlich, sondern auch finanziell zu profitieren, ist ein entscheidender Faktor. Jede erfolgreiche Teilnahme wirkt sich positiv auf den Verein und dessen Infrastruktur aus.“
Vorbereitung und Training
Beide Geschäftsführer betonten die Wichtigkeit einer exzellenten Vorbereitung auf das Turnier. Die Vereine haben bereits spezielle Trainingslager und Testspiele eingeplant, um ihre Spieler optimal auf die Herausforderungen der Klub-WM vorzubereiten. Dreesen erwähnte: „Wir wissen, dass der Anpassungsprozess an neue Spielsituationen entscheidend sein kann. Unsere Trainerteams arbeiten intensiv daran, dass wir in Bestform antreten können.“
Die Rivalität zwischen den Klubs
Trotz der Rivalität zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund wurde in den letzten Wochen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit in Bezug auf die Klub-Weltmeisterschaft deutlich. Dreesen und Watzke unterstrichen, dass es im internationalen Wettbewerb nicht nur um persönliche Rivalitäten geht, sondern auch um die Stellung des deutschen Fußballs auf der internationalen Bühne. Watzke kommentierte: „Wenn wir gemeinsam auftreten, stärken wir unseren Fußball als Ganzes. Dies ist die Möglichkeit, unseren Einfluss in der Welt zu festigen.“
Fans und gesellschaftliche Verantwortung
Die zunehmende Globalisierung des Fußballs und die damit verbundenen gesellschaftlichen Verpflichtungen wurden ebenfalls thematisiert. Die Stadionbesucher und Fans sind ein zentraler Bestandteil des Erfolgs beider Teams, und beide Geschäftsführer machten klar, dass sie die Bedürfnisse ihrer Anhänger ernst nehmen. Dreesen erklärte: „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir gegenüber unseren Fans haben. Unsere Auftritte in dieser Meisterschaft sind nicht nur sportliche Anlässe, sondern auch ein Zeichen unserer Identität und unseres Engagements für die Gesellschaft.“
Zukunftsausblick
Angesichts der bevorstehenden Klub-Weltmeisterschaft äußerten Dreesen und Watzke ihre optimistische Haltung. Angesichts der Herausforderungen und der hohen Erwartungen, die mit dem Turnier verbunden sind, blicken beide Geschäftsführer zuversichtlich auf die kommenden Spiele. „Wir sind bereit, unser Bestes zu geben und die Gelegenheit zu nutzen, unseren Platz unter den besten Klubs der Welt zu behaupten“, sagte Watzke abschließend.
Wahl zum Vereinspräsidenten: Watzke vor Kampfkandidatur
Die kommende Wahl zum Präsidenten des Fußballvereins Borussia Dortmund wirft bereits ihre Schatten voraus. Hans-Joachim Watzke, der amtierende Präsident, wird sich voraussichtlich einer Kampfkandidatur stellen müssen. Die Vorbereitungen für die Wahl am 15. April 2024 laufen bereits auf Hochtouren.
Watzke: Ein Mann der Zone
Watzke, der seit 2004 an der Spitze des Vereins steht, hat in den vergangenen Jahren sowohl Erfolge als auch Herausforderungen erlebt. Unter seiner Führung konnte Dortmund zwei Mal die Deutsche Meisterschaft sowie den DFB-Pokal gewinnen und erreichte 2013 das Finale der UEFA Champions League. Döfer der Stabilität und kontinuierlichen Leistungssteigerung gilt als gewichtiges Argument für Watzkes Kandidatur.
Gegner in der Hinterhand
Jedoch gibt es bereits erste Stimmen, die eine alternative Kandidatur ins Spiel bringen. Mitglieder des Vereins, die einen Wechsel an der Spitze fordern, könnten sich hinter einem möglichen Herausforderer versammeln. Insbesondere die Fanszene äußert Unmut über einige Entscheidungen der letzten Jahre, beispielsweise die teils umstrittenen Transfers und die finanzielle Situation des Vereins. Präsidiumsmitgliedern zufolge könnte ein alternatives Führungsmodell an den Start gehen. Namen wie der ehemalige Spieler und jetzige Sportdirektor Michael Zorc werden bereits in den sozialen Medien diskutiert.
Stimmen aus dem Verein
Führende Persönlichkeiten aus dem Verein haben sich hinter Watzke positioniert. So äußerte sich der Sportdirektor Edin Terzić: „Hans-Joachim hat Borussia Dortmund viel gegeben. Seine Erfahrung und sein Know-how sind für unseren Erfolg unerlässlich.“ Ein Vorstandskollege, der anonym bleiben möchte, erklärte: „Watzke ist der ruhende Pol in stürmischen Zeiten. Eine Kampfkandidatur könnte das gesamte Klima im Verein gefährden.“ Diese Einschätzungen zeigen, dass es innerhalb des Vereins sowohl Unterstützung als auch Skepsis gibt.
Die Reaktion der Fans
Die Fangemeinde zeigt sich gespalten. Während eine bedeutende Anzahl von Anhängern Watzke weiterhin unterstützt, gibt es auch vehemente Kritiker, die eine Ablösung für notwendig erachten. Eine Online-Petition, die eine vorzeitige Amtsniederlegung Watzkes fordert, hat in wenigen Tagen mehrere tausend Unterschriften gesammelt. „Wir benötigen frischen Wind und neue Ideen, um in der Bundesliga und international konkurrenzfähig zu bleiben“, sagt einer der Initiatoren.
Die finanzielle Lage des Vereins
Ein zentraler Punkt in der Debatte um die Wiederwahl Watzkes ist die finanzielle Situation des Vereins. Aufgrund der COVID-19-Pandemie haben viele Vereine, so auch Borussia Dortmund, finanzielle Einbußen erlitten. Kritiker werfen der Vereinsführung vor, nicht rechtzeitig auf die veränderten Gegebenheiten reagiert zu haben. Die Verschuldung beträgt inzwischen mehr als 100 Millionen Euro, was die Sportlichkeit und die finanziellen Spielräume erheblich einschränkt.
Watzkes Bilanz
Seine bilanzierte Erfolge können sich jedoch sehen lassen: Die Erhöhung der Vereinsmehreinnahmen durch Sponsoring und Merchandising, die Modernisierung des Stadionbetriebs und der Aufbau eines wettbewerbsfähigen Kaders. Watzke selbst betrachtete seine bisherigen Jahre an der Spitze als erfolgreich und betont die Herausforderung, die durch die Pandemie noch komplexer geworden ist.
Eine mögliche Strategie für die Wahl
In der Zielsetzung für die kommenden Monate wird eine klare Strategie erkennbar: Watzke selbst möchte sich verstärkt um die Vereinbarkeit von sportlichem Erfolg und finanzieller Stabilität kümmern. In öffentlichen Auftritten wird er regelmäßig betonen, dass der Verein einen klaren Plan braucht, um sowohl in der Bundesliga als auch international erfolgreich zu sein. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein“, wird er oft zitiert.
Blick in die Zukunft
Die Wahlen stehen erst in einigen Monaten an, aber die Diskussionen darüber sind schon jetzt in vollem Gange. Die entscheidenden Momente werden wahrscheinlich in den kommenden Wochen und Monaten geprägt sein von intensiven Gesprächen, Foren und der Mobilisierung der Mitglieder. Es bleibt spannend, ob Watzke sich durchsetzen kann oder ob ein Herausforderer das Rennen macht. Im Fußball ist alles möglich.
Es geht um das Präsidentenamt: Opposition gegen BVB-Boss
Im deutschen Fußball brodelt es derzeit an der Spitze von Borussia Dortmund (BVB). Der Präsident des Vereins, einst gefeierter Erfolgsmanager, sieht sich einer wachsenden Opposition gegenüber. Hintergründe und Reaktionen aus dem Umfeld des Vereins werfen ein Licht auf die aktuelle Situation.
Die Hintergründe der Opposition
Der aktuelle BVB-Präsident, der seit fünf Jahren im Amt ist, hat in dieser Zeit sowohl sportliche als auch wirtschaftliche Höhen und Tiefen erlebt. Seine Verteidiger loben insbesondere die finanzielle Stabilität des Vereins, während Kritiker auf eine stagnierende sportliche Entwicklung hinweisen. Gerade das Abschneiden in der Bundesliga und in europäischen Wettbewerben steht im Mittelpunkt der Diskussionen.
Gegner aus den eigenen Reihen argumentieren, dass es dringend erforderlich sei, frischen Wind in die Vereinsführung zu bringen. Dieser Wunsch wurde besonders laut, als der BVB in der vergangenen Saison erneut das Meisterrennen verpasste und vorzeitig aus der Champions League ausschied.
Aussagen von Unterstützern und Kritikern
Ein führendes Mitglied der oppositionellen Fraktion, der sich anonym äußerte, erklärte: „Es ist klar, dass wir eine Veränderung brauchen. Die letzten zwei Jahre waren durch zu viele Fehlentscheidungen geprägt. Wir müssen wieder mutiger beim Sportmanagement werden.“
Auf der anderen Seite wies ein Unterstützer des Präsidenten darauf hin: „Er hat in schwierigen Zeiten stets das Beste für den BVB gegeben. Umsturzgedanken rechtfertigen keinen plötzlichen Führungswechsel.“ Dies zeigt die tiefen Gräben, die innerhalb des Vereins gezogen sind.
Der Einfluss der Mitglieder
Die entscheidende Rolle spielt die Mitgliederversammlung, die einmal jährlich stattfindet. Dort haben die Mitglieder die Möglichkeit, über die Vereinsführung abzustimmen und ihren Unmut über aktuelle Entwicklungen zu äußern. In den letzten Monaten haben bereits mehrere lokale Fanclubs Besorgnis über den Kurs des BVB geäußert und fordern eine Transparentere Kommunikation von der Vereinsführung.
Ein Aufruf zur Mobilisierung der Mitglieder ist bereits gestartet. Die Opposition plant eine Kampagne, die den Wahlkampf für die kommende Sitzung der Mitgliederversammlung vorbereiten soll. Dabei wird ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, Feedback von Fans zu sammeln, um diese in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.
Finanzen: Ein zwiespältiges Bild
Ein weiterer Streitpunkt sind die finanziellen Aspekte des Vereins. Trotz einer soliden wirtschaftlichen Basis, die durch Fernsehgelder und Sponsorenverträge gesichert ist, gibt es Bedenken hinsichtlich der Spielertransfers. Kritiker führen an, dass der Verein in den letzten Transferperioden defensiv agierte und keine ausreichenden Investitionen in neue Talente tätigte. Dies wurde besonders spürbar, als mehrere Schlüsselspieler den Verein verließen, ohne dass adäquater Ersatz verpflichtet wurde.
Die Reaktionen aus der Fanszene
In den sozialen Medien formiert sich ebenfalls Widerstand gegen den Präsidenten. Fanpages und Foren sind mit Posts gefüllt, die eine transparentere Kommunikation und sportliche Erneuerung fordern. „Wir wollen einen Verein, der an der Spitze spielt und nicht nur zuschaut“, ist ein häufig wiederkehrender Slogan unter den Anhängern.
Die Reaktion der Ultras war ebenfalls deutlich. Bei dem letzten Heimspiel wurden Banner gezeigt, die für einen Führungswechsel plädierten, während die Unterstützung für den aktuellen Präsidenten weitgehend ausblieb.
Die Relevanz für die Zukunft des BVB
Die Situation wird entscheidend sein für die zukünftige Ausrichtung des Vereins. Ein Machtwechsel an der Spitze könnte neue Impulse setzen, während eine Fortsetzung der Amtszeit des Präsidenten Kontinuität bedeuten könnte. Die kommenden Wochen, bis zur Mitgliederversammlung, werden für den BVB von großer Bedeutung sein.
Das Thema ist nicht nur für die Vereinsführung relevant, sondern könnte auch weitreichende Folgen für die sportliche Ausrichtung und das Image des BVB haben. Die Frage bleibt, ob der Verein den Schwenk in der Führungsstruktur wagt oder ob die eingefahrenen Wege weiterhin beschritten werden.
Medienberichterstattung und öffentliche Wahrnehmung
Die Medien haben die Entwicklungen rund um den BVB genau im Blick. Nachrichtenportale und regionale Zeitungen berichten laufend über die Meinungen verschiedenster Stakeholder. Sportjournalisten heben hervor, wie wichtig die Fans für die Entwicklung des Vereins sind, und stellen die Frage in den Raum, ob der Präsident den Rückhalt der breiten Anhängerschaft noch genießt.
Aussagen von Spielern, die sich in der Vergangenheit positiv über die Vereinsführung geäußert hatten, werden nun kritisch hinterfragt. Der Druck auf die Clubführung wächst, und die Zeit drängt, bevor die nächste Mitgliederversammlung ansteht.
Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, hat seine Anerkennung für den Trainer des FC Bayern München, Niko Kovac, ausgesprochen. Watzke bezeichnete Kovac als „eine der größten Trainerpersönlichkeiten im deutschen Fußball“, was auf die anhaltende Rivalität zwischen den beiden Clubs anspielt. Diese lobenden Worte kamen in einem Interview, das Watzke kurz nach dem spannenden Spiel zwischen Dortmund und Bayern gab.
Kovac und seine Erfolge
Niko Kovac, in der Saison 2018/2019 Trainer der Bayern, führte das Team zum DFB-Pokal und zur Meisterschaft. Unter seiner Ägide erlebte Bayern eine Rückkehr zur Dominanz im deutschen Fußball. Kovac bleibt ein gefragter Name, sowohl für seine taktischen Fähigkeiten als auch für sein Team-Management. Dies wird immer wieder durch die Erfolge, die er erzielt hat, untermauert.
In Bezug auf seine Coaching-Philosophie betont Kovac oft die Bedeutung der Teamarbeit und der individuellen Weiterentwicklung seiner Spieler. Diese Mentorship-Qualitäten sind es, die ihm Respekt und Anerkennung von anderen Trainern und Spielern eingebracht haben.
Dortmunder Perspektive
Watzke brachte die Meinung zum Ausdruck, dass der Konkurrenzkampf zwischen Borussia Dortmund und Bayern München zu den spannendsten Aspekten der Bundesliga gehört. „Es bringt die Liga voran“, so Watzke. „Niko Kovac hat viel dazu beigetragen, diesen Wettbewerb auf ein neues Level zu heben.“ Die Qualität beider Teams führe dazu, dass jedes Duell mit höchster Intensität ausgetragen werde. Diese Rivalität beschleunige nicht nur die Entwicklung der Spieler, sondern stärke auch die gesamte Liga.
Reaktion des FC Bayern
Der FC Bayern reagierte auf die lobenden Worte von Watzke mit Freude. „Es ist schön zu sehen, dass der Erfolg und die Arbeit, die Niko leistet, Anerkennung finden“, erklärte ein Sprecher des Clubs. „Wir sind überzeugt von seiner Kompetenz und seinem Engagement für den Verein.“ Kovac selbst äußerte sich bescheiden zu den Komplimenten: „Es ist immer schön, wenn man wertgeschätzt wird. Doch am Ende zählt nur der Erfolg des Teams.”
Aktuelle Entwicklungen in der Bundesliga
Angesichts der aktuellen Saison zeigt sich die Bundesliga als stark umkämpft. Bayern und Dortmund liefern sich seit Wochen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel. Beide Clubs haben bedeutende Spielertransfers vorgenommen, um ihre Kader zu stärken und ihre Titelambitionen zu untermauern. Während Dortmund auf junge Talente setzt, investiert Bayern in erfahrene Spieler, um den Wettbewerbsvorteil zu sichern.
Aktuelle Statistiken belegen, dass die Taktiken beider Trainer hervorragende Ergebnisse liefern. Dortmund unter dem Trainer Lucien Favre ist bekannt für sein schnelles und offensives Spiel, während Kovac’s Bayern oft mit einer soliden Defensive und blitzschnellen Kontern überzeugen.
Langfristige Auswirkungen der Rivalität
Die Rivalität zwischen Borussia Dortmund und Bayern München hat bedeutende Auswirkungen auf den deutschen Fußball insgesamt. Ein bemerkenswerter Aspekt dieser Rivalität ist die Förderung junger Talente, die zunehmend im Mittelpunkt stehen. Sowohl Dortmund als auch Bayern investieren stark in ihre Jugendakademien, was zu einer Renaissance deutscher Spieler auf internationaler Ebene führt.
Die ersten Reaktionen auf Watzkes Lob für Kovac zeigen, dass Respekt im Fußball von großer Bedeutung ist. Analysten bemerken, dass diese Anerkennung nicht nur für Kovac, sondern auch für die gesamte Liga von Bedeutung ist, da sie den sozialen Zusammenhalt und den Wettbewerb unter den Clubs stärkt.
Ausblick auf die kommende Saison
Mit dem Blick auf die nächste Saison ist die Vorfreude in beiden Lagern spürbar. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Teams strategisch auf die neuen Herausforderungen einstellen werden. Die Aussagen von Watzke über Kovac könnten in Zukunft sowohl für die Trainer als auch für die Clubs als Motivationsstrategie dienen, um nicht nur im nationalen, sondern auch im europäischen Wettbewerb bestehen zu können.
Die Beziehung zwischen den Trainern und die gegenseitige Wertschätzung könnten in den kommenden Begegnungen einen entscheidenden Einfluss auf die Spiele haben. In einer Liga, in der jede Entscheidung den Ausgang eines Spiels beeinflussen kann, scheint es, als hätten Kovac und Watzke den richtigen Ansatz gefunden, um ihre Teams zum Erfolg zu führen.
“Nicht mehr als nötig”: Tristes 0:0 bringt Dortmund weiter
Aktualisiert am 19.02.2025 – 21:04 UhrLesedauer: 3 Min.
Euphorie sieht anders aus: Emre Can und seine Teamkollegen. (Quelle: Bernd Thissen/dpa/dpa-bilder)
Der BVB darf noch etwas Champions-League-Luft schnuppern. Gegen das komplett harmlose Sporting Lissabon gelingt der ungefährdete Achtelfinal-Einzug. Die Verunsicherung scheint riesig.
Die Bosse von Borussia Dortmund schauten ernst und ratlos, die Fans schickten ihre schwer verunsicherten Profis mit verhaltenem Applaus in die Kabine. Der BVB steht nach einer trostlosen Nullnummer gegen Sporting Lissabon zwar im Achtelfinale der Champions League – hat dabei aber alles andere als eine magische Europacup-Nacht erlebt.
Dem in der Bundesliga übel abgestürzte Revier-Riesen bleibt die Königsklasse immerhin als Trostpflaster. “Wir haben nicht mehr gemacht als nötig. Es war ein kontrolliertes Weiterkommen, würde ich sagen. Nichtsdestotrotz müssen wir lernen, solche Spiele zu gewinnen”, sagte Kapitän Emre Can nach dem 0:0 im Playoff-Rückspiel.
Der verschossene Elfmeter von Serhou Guirassy (59. Minute) stand sinnbildlich für den wankenden BVB, der vom deutlichen 3:0 in Portugal im Hinspiel zehrte. Auf der Tribüne zeigten Hans-Joachim Watzke, Lars Ricken und Matthias Sammer grimmige Mienen, die so gar nicht zum Erreichen der Runde der letzten 16 passten. Wohl aber zur gezeigten Leistung vor 80.300 Zuschauern im nicht komplett ausverkauften EM-Stadion.
Am Freitag (12.00 Uhr) wird dem BVB entweder der OSC Lille oder Aston Villa als Gegner für das Achtelfinale zugelost. Auch dies scheint trotz der aktuellen Lage des kriselnden Bundesliga-Elften machbar. “Ich schätze die Mannschaften ähnlich stark ein”, sagte Can. Als deutsche Vertreter stehen zudem Bayer Leverkusen und Bayern München unter den letzten 16 Teams.
Trainer Niko Kovac hatte vor dem Spiel angekündigt, das ramponierte Selbstbewusstsein seiner Profis stärken und in erster Linie über deren Stärken sprechen zu wollen. “Der Kopf macht die Beine müde beziehungsweise schwer. Wir müssen schauen, dass der Kopf frei und leicht ist”, hatte der neue BVB-Coach unmittelbar vor der Partie bei DAZN gesagt.
So erhielten einige der zuletzt so enttäuschenden Spieler trotz der beiden Niederlagen in den ersten beiden Ligaspielen unter Kovac erneut eine Chance. Unter anderem blieb auch Marcel Sabitzer in der Startelf. Der Österreicher war es auch, der nach 27 Minuten mit einem satten Schuss ein erstes Zeichen setzte. Sporting-Keeper Rui Silva musste mit einer Glanztat retten.
Dortmunder spielte recht gefällig und war klar spielbestimmend. Viele Torchancen kamen dabei aber nicht herum. Lissabon war zudem offensiv extrem ungefährlich und das Spiel somit recht ereignisarm.
Zur zweiten Halbzeit hatte Kovac dann aber offenbar genug vom erneut ganz schwachen und lustlos wirkenden Jungstar Jamie Gittens. Der Engländer musste in der Pause runter, für ihn kam Maximilian Beier. Die Dortmunder blieben feldüberlegen, agierten aber zumeist ungefährlich. Die Verunsicherung der jüngsten Bundesliga-Ereignisse spielte beständig mit.
Wie es um das Nervenkostüm bestellt ist, zeigte sich nach knapp einer Stunde, als Guirassy einen Foulelfmeter kläglich verschoss. Die Ausführung des Angreifers, die Silva fangen konnte, kam einem Rückpass gleich. Der Sporting-Keeper hatte Karim Adeyemi zuvor von den Beinen geholt. Kurz darauf musste auch Guirassy runter.
Der BVB hatte weiterhin deutlich mehr Ballbesitz, es fehlte aber der letzte Zug zum Tor. Überhaupt wirkte das gesamte Spiel pomadig und tempoarm. Trotz des Weiterkommens dürfte Kovac noch viel Arbeit vor sich haben. Der 53-Jährige hatte ohnehin die Champions League derzeit nur als I-Tüpfelchen bezeichnet.
Entscheidend ist für Kovac vorerst das Auftreten in der Liga. Dort ist am Samstag gegen Union Berlin ein Sieg Pflicht, um eine erneute Teilnahme an der Champions League nicht völlig unwahrscheinlich werden zu lassen. Aktuell liegen die Westfalen acht Punkte hinter Rang vier.
Hans-Joachim Watzke: Eigentlich wollte er im Herbst aufhören. (Quelle: IMAGO/David Inderlied/imago-images-bilder)
Borussia Dortmunds Ziele sind in dieser Saison in Gefahr. Ist das ein Grund für Hans-Joachim Watzke umzudenken?
Für Borussia Dortmund läuft in dieser Saison bisher wenig nach Plan. Trainer Nuri Şahin musste bereits nach einem halben Jahr gehen. Für ihn kam Niko Kovač als Nachfolger. Allerdings konnte der neue Trainer in der Bundesliga bisher noch keinen Sieg verbuchen, zuletzt gab es eine 0:2-Niederlage in Bochum. In der Tabelle stehen die Dortmunder auf dem elften Platz – mit 26 Zählern Rückstand auf den Spitzenreiter Bayern München.
In der Klubspitze gibt es daher laut “Sport Bild” Gedankenspiele, einen “Neustart auf allen Ebenen” zu forcieren. Auch die Frage, ob der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, doch weitermacht, stehe im Raum. Dies hänge von den sportlichen Ergebnissen der kommenden Monate ab. Watzke wollte eigentlich Richtung Jahresende abtreten.
Wie das Magazin weiter schreibt, könnte die sportliche Führungsstruktur zerbrechen, sollte sich Watzke dazu entscheiden, bei der anstehenden Präsidentschaftswahl im November 2025 doch nicht anzutreten. Das war Medienberichten zufolge eigentlich der Plan Watzkes. Eine Abkehr von diesem Plan würde dann Sport-Geschäftsführer Lars Ricken ebenso betreffen wie Sportdirektor Sebastian Kehl und Berater Matthias Sammer.
In der kommenden Zeit wolle die BVB-Spitze die Situation und Entscheidungen der vergangenen Wochen jedoch genau beobachten, um dann eine Entscheidung zu treffen. Ricken plant offenbar, Sammer als Berater künftig an sich zu binden. Zudem soll Ricken unter genauer Beobachtung stehen und der Verein noch immer Interesse an Eintrachts Markus Krösche haben, sollte es mit dem aktuellen Sport-Geschäftsführer nicht klappen.
Borussia Dortmund taumelt ausgerechnet vor dem Abschied von Hans-Joachim Watzke von Krise zu Krise. Auf dem Platz fehlen die “Basics”, Ralf Rangnick attestiert der BVB-Führung eine fehlende Philosophie. Wie schlecht steht es nach 20 Jahren Watzke um den BVB wirklich?
Von Martin Jahns
Bei Borussia Dortmund wiederholt sich derzeit Geschichte.
Mittelmaß in der Bundesliga, eine negative Tordifferenz und eine peinliche Niederlage als Tiefpunkt des Februars. Das ist die aktuelle Situation – und das war die Lage vor genau 20 Jahren im Februar 2005.
Damals übernahm Hans-Joachim Watzke den Posten als BVB-Geschäftsführer, der BVB stand mit einer Tordifferenz von -4 auf Platz 12 und wurde vom FC Bayern München mit 0:5 abgewatscht. Zwei Dekaden, zwei Meisterschaften und ebenso viele Champions-League-Finals später steht die Borussia nach dem blamablen 0:2 in Bochum und einer Differenz von -1 auf dem elften Platz.
Ausgerechnet vor Watzkes feststehendem Abschied nach der Saison ist der BVB die vielleicht größte Baustelle der Liga. Sein Vermächtnis droht zu zerbröseln.
BVB-Mannschaft: Fehlende “Basics” als ewiges Problem
Denn die aktuelle Situation ist mehr als eine vorübergehende Ergebniskrise: Die uninspirierten Auftritte in der Liga mit fünf Pleiten aus sieben Spielen in diesem Kalenderjahr machen deutlich, dass in der eigentlich hoch veranlagten Mannschaft etwas nicht stimmt.
Nico Schlotterbeck beklagte nach der Pleite in Bochum die fehlenden “Basics” bei seinem Team, bei dem vermeintliche Leistungsträger wie Julian Brandt, Marcel Sabitzer oder Niklas Süle negativ herausstachen.
Die Schlagworte “fehlende Mentalität” und “mangelnder Wille” wird die Mannschaft seit Jahren nicht los, weil sie ihnen wie in Bochum immer wieder neues Futter gibt. Der x-te Umbruch auf der Suche nach einer Achse in der Mannschaft scheint auch diesen Sommer unvermeidbar.
Dabei muss der BVB allerdings diesmal womöglich kleinere Brötchen backen: Die Teilnahme an der Champions League ist in höchster Gefahr.
“Der BVB hält auch zwei Jahre aus”, beschwichtigte Watzke ein solches Szenario noch vor kurzem: “Dann macht der BVB ein oder zwei Transfers, dann ist wieder alles im Lot.”
Doch Verkaufskandidaten der Kaliber Erling Haaland oder Jude Bellingham hat der BVB seit 2023 nicht mehr zu bieten.
Das Wichtigste in Kürze
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Vier Trainer saßen beim BVB binnen der vergangenen 365 Tage auf der Bank. Das gab es in den vorherigen 19 Watzke-Jahren nicht – weder vor noch nach Jürgen Klopp. Und nun legte Niko Kovac mit zwei Niederlagen aus den ersten beiden Ligaspielen den größten BVB-Fehlstart eines Trainers in 40 Jahren hin.
Die Drehtür auf der Dortmunder Trainerbank und die kopflose Mannschaft bedingen sich gegenseitig. Das kritisierte auch Ralf Rangnick, der selbst als BVB-Kandidat galt, bei “Bild Sport”: “Man hat nicht das Gefühl, dass als Überschrift steht: Wie wollen wir eigentlich spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern nicht den Vorwurf machen. Sondern das liegt daran, dass über Jahre hinweg dieser Fixpunkt einer Spielidee nicht mehr verfolgt worden ist.”
VIDEO: Nach BVB-Pleite: Ex-DFB-Star verspottet Kovac
Der BVB und die Fans: Eine langsame Entfremdung
Die Auftritte auf dem Platz haben sich inzwischen auch auf das Verhältnis zu den eigenen Fans niedergeschlagen.
In Bochum traute sich die Mannschaft nach Schlusspfiff nur bis an die Strafraumkante, um den mitgereisten Fans gegenüberzustehen. Schon während der Partie zoffte sich Jamie Gittens bei seiner Auswechslung mit den eigenen Anhängern.
Der Vertrauensvorschuss bei den Fans aus den Klopp-Jahren oder nach der bitter verlorenen Meisterschaft 2023 scheint inzwischen endgültig aufgebraucht.
Dazu kamen zuletzt auch Unmutsbekundungen über Entscheidungen der Verantwortlichen wie beim Sponsoring-Deal mit Rüstungskonzern Rheinmetall.
VIDEO: Ärger um Gittens? Kovac erklärt Wechsel-Disput
BVB-Klubführung: Machtkämpfe im Schatten der Krise
Inmitten der sportlichen Krise tobte zuletzt ein heftiger Machtkampf in der Führungsriege. Am Ende sprach Watzkes designierter Nachfolger Lars Ricken ein Machtwort und entließ Sven Mislintat, den ehemaligen Technischen Direktor, der vor nicht einmal einem Jahr zum BVB zurückgekehrt war und mehr Einfluss auf Transfers anstrebte.
Der Schritt zeigte auch, wie uneins sich die Führungsriege kurz vor Watzkes Abschied im Hinblick auf die sportliche Ausrichtung zu sein scheint.
Reden beim BVB zu viele Köpfe mit? Das zumindest bemängelte auch Rangnick, der an die goldenen Klopp-Zeiten erinnerte: “Damals gab es drei Entscheider, die auch nach außen hin die Entscheider waren mit Aki Watzke, mit Michael Zorc und mit Jürgen Klopp.”
Damals sei der BVB “tatsächlich eine Marke” gewesen. Mittlerweile sehe das nicht mehr so aus: “Man hat einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise den Kader zusammengestellt.”
Gelingt der Turnaround?
Immerhin, wie auch vor 20 Jahren hat der BVB auch jetzt noch Zeit, die von Schlotterbeck befürchtete “Horrorsaison” zu retten und damit auch die Zukunftsperspektiven zu verbessern. Damals beendete der Klub unter Trainer Bert van Marwijk die Saison letztlich auf dem siebten Platz. Diesmal ist durchaus noch mehr drin, wenn die Mannschaft zurück in die Spur findet.
Nach dem 3:0 bei Sporting Lissabon steht der BVB schon mit einem Bein im Achtelfinale der Champions League. Dazu ist der Rückstand auf einen Champions-League-Platz in der Bundesliga trotz der Krise mit acht Punkten weiterhin nicht uneinholbar.
Und auch perspektivisch steht der BVB wie von Watzke angesprochen deutlich besser da als zu seinen Anfangsjahren. In der jüngsten Deloitte-Studie der umsatzstärksten Klubs der Welt belegte der BVB Rang elf. Die Teilnahme an der Klub-WM diesen Sommer wird weitere Millionen in die Kasse spülen.
Zumindest die Rahmenbedingungen beim BVB hinterlässt Watzke auf Top-Niveau. Nun müssen Führungsriege, Mannschaft und Trainer daraus wieder etwas machen.
Das jetzt auch noch. Borussia Dortmund hat sich endgültig mit dem Big-City-Virus infiziert. Der Bundesliga-Gigant aus dem Ruhrgebiet ist gelähmt und zeigt Verhaltensmuster, die den Hauptstadtklub Hertha BSC aus dem modernen Fußball führten. Heilung ist nicht in Sicht.
Da lagen sie nun vor dem Tor und da standen sie nun im Tor, hinter ihnen sangen und jubelten die Fans und vor ihnen gruppierten sich die Fotografen. Es war ein Ereignis, das festgehalten werden musste. Der Aufstieg in die Fußball-Bundesliga hatte sich allein für dieses Spiel für die Geschichtsbücher am 14. Januar 2025 gelohnt. Die Profis von Holstein Kiel hatten jeden Grund, so richtig glücklich zu sein. Mit 4:2 (3:0) hatten sie gerade Borussia Dortmund aus dem Stadion gefegt.
Die Spieler von Kiel hatten sich in den letzten Minuten nach einer Roten Karte für Lewis Holtby gegen den unbeholfen anrennenden BVB nicht nur erfolgreich gegen den Ausgleich gestemmt, nein sie hatten darüber hinaus noch ein wunderbares Außenseitertor geschossen. Noch in 50 Jahren werden sich die Menschen in Kiel an den Moment erinnern, als Fiete Arp an diesem kalten Dienstagabend im Holstein-Stadion zum 4:2 ins leere Tor von Borussia Dortmund traf. Es war nichts anderes als ein Jahrhunderttor, eines, das auch kurzfristig zumindest für die nächsten Wochen sogar den Klassenerhalt in der Bundesliga möglich erscheinen lässt.
Wie Arps später Stich ins Dortmunder Herz in vier Monaten beim BVB gewertet wird, ist hingegen noch lange nicht absehbar. Momentan deutet jedoch vieles darauf hin, dass die Katastrophe in Kiel, denn nichts anderes war diese Pleite beim Aufsteiger, als Symbol für den Niedergang eines aus der Zeit fallenden Giganten stehen wird. Nach der schlechtesten Hinrunde seit zehn Jahren hechelt der BVB der wirtschaftlich so wichtigen Qualifikation für die Königsklasse mindestens fünf, vielleicht sogar acht Punkte hinterher. Auch eine Qualifikation für die Europa oder Conference League erscheint momentan außer Reichweite. Wieder einmal müssen die großen Linien bemüht werden, um zu verstehen, auf welchem fatalen Kurs der Finalteilnehmer der letztjährigen Champions League sich befindet. Kurzfristig kann es bereits an diesem Spieltag noch in die zweite Hälfte der Tabelle gehen, langfristig sogar noch tiefer. Denn die Diagnose ist ein Schock für alle.
Zwischen Manchester und Berlin
Borussia Dortmund, der ehemals zweite Leuchtturm der Bundesliga, leidet an dem Manchester-United-Syndrom eines abstürzenden Top-Klubs. Er nimmt sich immer sehr wichtig und denkt, dass nur, weil früher alles in Ordnung war, auch die Zukunft golden erscheinen wird. Das lähmende Gift der Erinnerung macht den Klub handlungsunfähig. Er bleibt immer dort, wo er schon ist. Er agiert mit den immer gleichen Methoden und erzählt die immer gleichen Geschichten. Bis sich Beobachter gelangweilt abdrehen, bis die Substanz immer schlechter wird und kaum noch Möglichkeiten bleiben, die Richtung zu ändern.
Trainer kommen und Trainer gehen. Unter den Bedingungen des Familien-Unternehmers Hans-Joachim Watzke aus dem Sauerland. Nach außen sind sie alle eins, im Inneren jedoch zutiefst uneinig. Vereinsvereiner wie Edin Terzić werden ohne große Not zum Rücktritt gedrängt, weil sie nicht so schönen Fußball spielen lassen. Präsidenten sollen auf Mitgliederversammlungen instrumentalisiert werden. Rüstungsunternehmen treten als Sponsor auf, während die Verteidigung auf dem Platz zusammenbricht, wie die “Süddeutsche Zeitung” vor einigen Monaten bemerkte.
Neben dem Manchester-United-Syndrom hat Borussia Dortmund sich jedoch noch mit dem “Big-City-Virus” infiziert. Noch gefährlicher! Dieser riss vor weit über fünf Jahren Hertha BSC in den Abgrund. Rückblick: Der durch Lars Windhorst kurzfristig zu Geld gekommene Klub hatte sich im Sommer 2019 von Trainer Pal Dardai getrennt. Der Dardai-Ball hatte dem Klub in den Jahren zuvor zwar Stabilität gebracht, doch es sollte mehr sein. Als alle mit einem großen Namen rechneten, zauberte der da bereits umstrittene Sportvorstand Michael Preetz den vereinseigenen Übungsleiter Ante Covic aus dem Hut. Das Experiment scheiterte. Der Verein verlor in den fatalen Wochen unter Trainer Jürgen Klinsmann endgültig die Kontrolle. Externe Kräfte entwickelten eine Wucht, die alles zerstörte, was der Klub aufgebaut hatte. Bald ging auch Preetz, bald ging auch der langjährige Präsident Werner Gegenbauer.
Dieser Tage spielt der Hauptstadtklub in der zweiten Liga, kämpft weiter mit finanziellen Problemen, hat jedoch etwas geschaffen, was größer ist als die 90 Minuten auf dem Platz. Sportlicher Erfolg soll weiter her, die Rückkehr in die erste Liga auch, doch nicht mehr zu jedem Preis. Doch diese Entkopplung vom modernen Fußball, die unter dem vor genau einem Jahr verstorben Kay Bernstein zum “Berliner Weg” wurde, ist schmerzhaft und macht aus einem internationalen Leuchtturm einen Klub, der kaum mehr über Stadtgrenzen strahlt.
Andere Klubs sind längst attraktiver
So verlockend also der Hertha-Absturz für das Wohlbefinden der Fangemeinschaft auch der Dortmunder ist, so kann sich der Klub diese Abwesenheit von Ambitionen kaum leisten. Es gibt keinen kontrollierten Absturz im Fußball. Alles drängt nach oben und was sich dort nicht hält, fällt brutal.
Problematisch wird es daher nun, wenn die verzweifelten Erklärungsversuche der Borussia wieder nur in Stillstand münden und mit den ewig gleichen Forderungen nach “Konsequenzen” für diese mit allerhand Adjektiven umschriebenen Katastrophen garniert werden und diese allesamt ohne Folgen bleiben. Denn Stillstand ist der unsichtbare Begleiter des Rückschritts. In diesem Konstrukt ohne Konsequenzen ist mal der eine sauer und mal der andere. Es ist für Außenstehende kaum mehr zu durchschauen, worauf sie gerade sauer sind. Meist sind es Niederlagen. Sie stärken sich dabei so lange den Rücken, bis nichts mehr zu stärken ist. Bis der nächste Umbruch kommt, der den Kader wieder ein wenig schlechter macht.
“Windhund” Maxi Beier ist noch lange nicht in Dortmund angekommen.
(Foto: IMAGO/Kirchner-Media)
Aus Jadon Sancho wird dann Donyell Malen, aus Jude Bellingham wird Felix Nmecha, aus Erling Haaland erst Sebastien Haller, dann Niclas Füllkrug und dann Serhou Guirassy. Aus Mats Hummels wird Waldemar Anton und aus dem ewigen Marco Reus wird der ewige Julian Brandt. Nichts wird besser. Alles wird egaler – und andere Klubs werden begehrter. Weil sie die attraktiveren Trainer haben, weil sie ein besseres Scouting haben, weil sie eine bessere Geschichte erzählen und die Spieler sich im Durchlauferhitzer Bundesliga dort besser für ihre Karriere aufladen können. Es darf bezweifelt werden, ob Dortmund im aktuellen Zustand noch einmal ein Juwel wie Haaland erbeuten könnte.
Kehl, kaum verlängert und schon wieder angezählt
Das ist ein Problem für den BVB, der von der Entwicklung dieser Stars lebt und die großen Transfers braucht, um den Kader zu finanzieren. Oft erzählt. Und momentan im Hintergrund. Denn der Klub hat ganz akute Probleme. Er muss aktuell entscheiden, wie er vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt am Freitag (20:30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) reagieren soll. Der Trainer bleibt. So viel ist klar. Er bekommt mindestens noch ein Endspiel in diesen Tagen, in denen sich für den BVB Endspiel an Endspiel reiht. Jede Partie könnte das Ende ihrer Ambitionen sein. In Europa, wo die direkte Qualifikation für das Achtelfinale nicht mehr sicher ist, und in der Bundesliga, wo jede weitere Niederlage die Aufgabe unlösbarer macht.
Sahin, sagte Sportvorstand Lars Ricken in Kiel, habe die Mannschaft “vor dem Spiel nicht nur taktisch, sondern auch emotional hervorragend eingestellt”, berichtete jedoch auch davon, dass er beim Team bereits vor der Partie fehlende Überzeugung bemerkt habe. “Es liegt nicht am Trainer, wir Spieler sind dafür verantwortlich”, sagte Kapitän Emre Can. Sahin und Co. hätten immer einen Matchplan, aber “wir kriegen es nicht hin. Wir können so nicht Fußball spielen”, sagte er: “Das hat was mit Ehre zu tun. Bei allem Respekt vor Kiel.”
Bezeichnend dabei ist die Vertragsverlängerung mit Sportdirektor Sebastian Kehl, der große Teile des Kaders zu verantworten hat. Schon lange wird rund um den Verein über die Arbeit des ehemaligen Kapitäns getuschelt. Zufrieden ist kaum jemand, manche äußern ihr Mitleid für den Mann im Haifischbecken Dortmund. Als sich nun dem Klub jedoch die Chance bot, Kehls Vertrag im kommenden Sommer auslaufen zu lassen, bekam er einen neuen angeboten. Was nur eine Verlängerung der Tuschelei darstellt, denn schon berichten jene, die um den Verein herumschwirren, von der Möglichkeit einer Entlassung im Sommer.
Der letzte glückliche Moment liegt lange zurück
In diesem Winter aber muss Kehl erst einmal neue Spieler ranschaffen. Der auf Kante genähte Kader, der nach dem Abgang des Niederländers Donyell Malen weiter an Substanz verloren hat, soll mal wieder kurzfristig auf Erfolg getrimmt werden. Der Blick, so ist überall zu lesen, richtet sich dabei wieder einmal auf die Ersatzbank von Chelsea. Dort tummeln sich die Spieler, nach denen der uninspirierte BVB greift. Sie sind jung, teuer und ohne Spielpraxis. Chelseas Plan dabei: Im Westfalenstadion sollen diese ihren Marktwerten aufmöbeln, damit sie danach für gutes Geld verkauft werden können. Wenn es nicht klappt, gibt es noch genug andere Spieler. Für den BVB müssen die Transfers jedoch sitzen.
Those were the days, my friend.
(Foto: IMAGO/Moritz Müller)
Der Klub hängt an dem Tropf des modernen Fußballs. Der Klub braucht das Geld der internationalen Wettbewerbe, sie brauchen die Anerkennung Europas und der Welt, um ihr System am Laufen zu halten. Denn das “Big-City-Virus” übertrumpft das “Manchester-United-Syndrom”. Das ist ein Problem. Manchester United hält aufgrund der Besonderheiten des englischen Systems den Kopf zumindest finanziell weiter über Wasser.
Als Dortmund das letzte Mal so richtig glücklich war, stürmten die Spieler vor die Kurve, manche rissen die Grenzen nieder und fanden sich auf einmal neben den Ultras wieder. Sie gingen ineinander auf und freuten sich gemeinsam diebisch über den Einzug ins Finale der Champions League. Das war im Mai 2024. Der BVB hatte in Paris gewonnen. Die Spieler standen vor der Tribüne, hinter ihnen sangen die Fans und die Fotografen gruppierten sich, um diese Momente für die Ewigkeit festzuhalten. In Kiel stiegen nun einige Fans über den Zaun und redeten auf die Spieler ein. Meist sind das die letzten Zuckungen, bevor alles noch viel schlimmer wird. Fragen Sie nach in Berlin, fragen Sie aber auch nach in Hamburg oder auf Schalke.