Das kommt auch nicht alle Tage vor. Einen Tag vor dem Achtelfinal-Hinspiel der CL gibt es noch Tickets für das Westfalenstadion.
Heimspiele des BVB sind ausverkauft. Das ist ein Satz, der im modernen Fußball beinahe die Qualität eines Naturgesetzes hat. 81.365 Zuschauer lautet seit geraumer Zeit die magische Zahl, die bei jeder Partie im Signal Iduna Park von Norbert Dickel verkündet wird. In der laufenden Saison war das in der Bundesliga bei zwölf von zwölf Gelegenheiten so und in der Champions League bei vier von vier. Wird es am Dienstag anders, wenn der BVB auf OSC Lille im Achtelfinal-Hinspiel der Königklasse trifft?
Die AC Mailand befindet sich weiter im freien Fall. Die italienischen Medien und Experten vernichten Trainer und Spieler, die Fans haben längst aufgegeben.
Die Krise der AC Mailand hat einen neuen Tiefpunkt erreicht: Der erneute späte K.o. – diesmal gegen Lazio Rom – war Sinnbild für die Situation der Rossoneri, der Vizemeister spielt eine Saison zum Vergessen, die Situation erscheint schier aussichtslos.
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In der achten Minute der Nachspielzeit traf Lazios Pedro vom Elfmeterpunkt zum 2:1-Endstand und besiegelte damit die nächste Pleite der Mailänder. Doch viele Fans hatten das Stadion sowieso bereits längst verlassen.
Serie A: Erschreckende Stimmung im San Siro
Die Gazzetta dello Sport schreibt von einer surrealen Atmosphäre, das Stadion leerte sich am Sonntagabend in Rekordzeit, von einer Spannung – weder im guten noch im schlechten Sinne – war nichts mehr zu spüren.
Selbst das Banner war noch dasselbe, das am Donnerstag bei der Pleite in Bologna im Gästeblock zu sehen war: „Nur für das Trikot“. Die Stimmung rund um den Klub ist an einem Tiefpunkt angelangt.
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Bereits nach sechs Minuten hallten Buhrufe durch das San Siro, das eigentlich für seine außerordentliche Kulisse und Stimmung bekannt ist. Buhrufe bei jedem Rückwärtspass, Buhrufe bei jedem der zahlreichen Fehler, Buhrufe bei jeder Unentschlossenheit.
Fan-Ärger: „Dieser Klub verdient uns nicht“
„Die Rossoneri-Welt hat sich von der Mannschaft und dem Verein bereits verabschiedet“, schreibt die Gazzetta. Aus der Kurve waren nach einem 15-minütigen Streik die mittlerweile fast schon alltäglichen Gesänge zu hören: „Unwürdig“. Oder: „Dieser Klub verdient uns nicht“.
Pedro habe mit seinem verwandelten Elfmeter das Giuseppa-Meazza-Stadion endgültig zum Einsturz gebracht. Der Frust sitzt tief – bei allen Parteien.
Trainer Sergio Conceicao, an dem die Kritik nach einer mehr als durchwachsenen Saison immer lauter wird, meldete sich nach der jüngsten Niederlage zu Wort – und ließ dabei tief blicken.
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„Was mich am meisten stört, sind die Spieler, ihre Gesichter zu sehen, die Enttäuschung, die große Frustration. Ich bin auf ihrer Seite. Ich bin hier, um meine Spieler und meine Kabine zu verteidigen“, sagte Conceicao bei DAZN.
Der ehemalige Milan-Stürmer Paolo Di Canio hat den Glauben bereits aufgegeben. „Es scheint unmöglich, dass Conceicao die Situation bereinigen kann. Das wird durch die zunehmend schlechten Beziehungen zu den Spielern offensichtlich, die sich seit dem Beginn der Saison verschlechtert haben“, sagte Di Canio in einem Interview mit Sky Italia: „Der Verein befindet sich im freien Fall.“
Vernichtende Kritik an Milan-Star Félix
Dabei hatte Milan im Winter mit einer Transfer-Offensive noch für Aufsehen gesorgt. Stars wie Joao Félix, Santiago Gimenez oder Kyle Walker sollten den strauchelnden Klub wieder in die Erfolgsspur führen – der Effekt ist längst verpufft.
Besonders Félix gerät zunehmend in die Kritik. Gegen Lazio wurde der einstige 127-Millionen-Mann (aktuell vom FC Chelsea nach Mailand ausgeliehen) nach 37 Minuten für Yunus Musa eingewechselt.
In den italienischen Medien hatte sich bereits nach der Niederlage gegen Bologna die Kritik an Félix gehäuft, der Corriere della Sera bezeichnete ihn als „eine Katastrophe. Er war der Schlechteste auf dem Platz, den man weder sieht noch hört“ – gegen Lazio lief es keineswegs besser.
Die lokale Milan News fand noch deutlichere Worte: „Joao Félix ist ungebührlich. Es ist klar, dass er trotz seiner miserablen Leistungen auf qualitativer Ebene eine Art Immunität vor Auswechslungen genießt. Schlimmer als er ist derjenige, der ihn auf dem Platz hält.“
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Gemeint ist natürlich Conceicao, der sich gegen die wachsende Kritik unlängst wehrte.
„Ich komme nicht aus dem Nichts“, sagte Conceicao und verwies auf über 100 Spiele in der Champions League als Spieler und Trainer. „Ich habe 13 Titel gewonnen, aber sie haben jeden Tag Spaß daran, über mich zu reden.“
In der Tabelle der Serie A liegt Milan nur noch auf Rang neun.
Conceicao bewertet die Situation wie folgt: Wenn man ihm sage, dass er nicht mehr gebraucht werde, „dann packe ich meine Sachen und gehe, ohne einen Euro mehr zu verlangen“, ergänzte der 50-Jährige.
Bleiben die Siege weiter aus, dürfte das nicht mehr lange dauern.
Das 0:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim bildet für den VfL Bochum den Auftakt in absolute Hammer-Wochen. Bei Abwehrmann Bernardo ist Vorfreude zu spüren.
Was Bernardo in der Vorwoche beim VfL Wolfsburg erspart geblieben ist, ereilte seinen Teamkollegen Timo Horn am Samstag beim 0:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim. “Das Gegentor war natürlich unglücklich, ist für uns aber kein großes Thema. Timo hat es in den letzten Wochen sehr gut gemacht und dass ihm ein Fehler unterläuft, kann immer passieren. Jeder Spieler macht Fehler. Ich habe auch einen gegen Wolfsburg gemacht, da habe ich Glück gehabt, dass Timo ihn korrigiert”, sagte Bernardo.
Was war passiert? Tom Bischof schoss in der 72. Minute aus etwas mehr als 16 Metern, eigentlich ein harmloser Versuch. Doch Timo Horn rutschte der Ball unglücklich über die Handschuhe und fand so doch den Weg ins Tor des VfL Bochum.
“Er hatte in der Aktion einfach Pech. Am Ende haben sie ein Tor gemacht und wir nicht, so einfach ist es manchmal im Fußball. Wir hätten uns mindestens einen Punkt verdient”, bilanzierte der Brasilianer.
Und weiter: “Wir sollten uns jetzt auch nicht groß Gedanken machen, sondern positiv bleiben und weiterarbeiten. Unsere Ausgangslage für die letzten zehn Spiele ist in Ordnung.”
Gleichwohl haben die es in sich. Denn für den VfL Bochum stehen jetzt Hammer-Wochen an. FC Bayern München, Eintracht Frankfurt, Bayer 04 Leverkusen und den VfB Stuttgart: Die kommenden Gegner spielen um Europa, respektive um die Meisterschaft.
Beim deutschen Rekordmeister wird die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking klarer Außenseiter an. Bernardo spornt das an. “Ich bin motiviert. Nächste Woche haben wir ein schwieriges Spiel auswärts gegen Bayern, aber wir haben dort nur etwas zu gewinnen.”
Sollte der VfL Bochum nicht, wie zuletzt immer mal wieder, sieben Gegentore kassieren (und auf der Gegenseite nicht mindestens acht schießen), dann hat Bernardo durchaus recht. Der VfL Bochum kann in München vor allem positiv überraschen. Genauso wie gegen Frankfurt, in Leverkusen und gegen Stuttgart.
“Natürlich hätten wir uns mit einem Sieg gegen Hoffenheim einen Puffer verschaffen können”, sagte Bernardo mit Blick auf die schwierigen Aufgaben. “Aber die Konkurrenz hat ihre Chancen nicht genutzt. Das freut mich natürlich.”
Jetzt liegt es am VfL Bochum zu überraschen. mit gp
KostenpflichtigKostenpflichtigSo haben Sie die Profis des VfL Wolfsburg auch noch nicht gesehen…
Nach dem 2:1-Sieg des VfL Wolfsburg über Werder Bremen schickte Trainer Ralph Hasenhüttl die Spieler in den Karneval. Zuvor griffen die Profis in die närrische Klamottenkiste.
Wolfsburg.Wolfsburgs Trainer war nach dem harterkämpfen aber verdienten 2:1-Sieg bei Werder Bremen rundum zufrieden, da lag es nahe, seinen Profis nach der englischen Woche mit dem unglücklichen Pokal K.o. bei RB Leipzig ein Geschenk zu kredenzen. Das tat der Österreicher dann auch und gab seinen Profis zwei Tage frei. Genug Zeit also, um sich ins Karnevalsgetümmel zu werfen, ein wenig zu schunkeln und das ein oder andere gerstenreiche Kaltgetränk zu sich zu nehmen. Nun aber stellte sich aber für die Profis die Frage der Frage: Was anziehen in den jecken Tagen?
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Müller wie „Sully“ aus „Monster-AG“
Marius Müller, Wolfsburgs aktuelle Nummer 1, hatte bereits nach dem Abpfiff im Weserstadion angekündigt, dass er tief in die Klamottenkiste packen würde. Als was oder wer er denn nun Karneval feiern wolle, das wollte er nicht verraten. „Das ist noch ein großes Geheimnis“, sagte der Ex-Schalker mit einem Schmunzeln. Nun gab es Sontag gab es im Kabinentrakt die Auflösung – sein Look sollte offenbar an „Sully“ aus dem Film „Monster-AG“ erinnern.
„Joker“ Dardai täuschend echt
Etwas einfacher war die Sache dann bei Yannick Gerhardt. Der kölsche Jung, geboren in der Nähe der Rheinmetropole, hatte sich einige Tattoos aufgeklebt und einen Sträflingsoverall überzogen. Jungstar Bence Dardai, das darf man an dieser Stelle konstatieren, griff ganz tief in die Klamottenkiste und verwandelte sich in den „Joker“ aus dem gleichnamigen Film. Seine Verkleidung war ziemlich beeindruckend bis perfekt. Grüne Perücke, Joker-Face, grüne Krawatte, Nadelstreifenanzug und Stock. Stürmer Kevin Behrens ging als Römer, sein Gladiatorenkostüm sah bestechend echt aus, während sein Kollege Jakub Kaminski eine Trainingsanzug trug, dazu eine Langhaarperücke und eine Brille aus de Siebzigern.
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Ganz schön jeck, die Vfler, die sich nach ihrer Verwandlung in Braunschweig ins karnevalistische Treiben stürzten. Dienstag dann ist Schluss mit lustig, dann erwartet Hasenhüttl seine Profis wieder zur Arbeit. Schließlich heißt es: Kraft tanken für die kommende Aufgabe zu Hause gegen Aufsteiger St. Pauli, um endlich auch mal wieder einen Dreier einzufahren vor heimischer Kulisse. Ein Sieg nämlich könnte bedeute, dass die Niedersachsen endlich auf einen Platz in der Tabelle vorrücken würden, der für die Rückkehr ins internationale Geschäft reichen würde.
Da kommen gleich schlechte Erinnerungen hoch! Im Norden von Deutschland will Borussia Dortmund seine Trendwende vorantreiben. Nach dem Kantersieg gegen Union Berlin geht es für den BVB am Samstag (1. März) zu St. Pauli.
Für die Borussia könnte der Ausgang dieser Partie maßgeblich darüber entscheiden, wie die restliche Saison verläuft. Das weiß natürlich auch der DFB und schickt einen seiner erfahrensten Schiedsrichter zu St. Pauli gegen den BVB. Bei manchem schwarzgelben Fan sorgt diese Entscheidung aber für Bauchschmerzen.
St. Pauli – BVB: Stieler pfeift
Tobias Stieler führt die beiden Mannschaften am Samstagabend auf das Feld des Millerntorstadions. Das gab der DFB auf seiner Website bekannt. Der 43-jährige Oberhausener ist mit bisher 190 Einsätzen im deutschen Oberhaus einer der erfahrensten Referees.
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Ihm zur Seite stehen die beiden Linienrichter Christian Gittelmann und Mark Borsch. Aus dem Kölner Keller wird bei strittigen Situationen bei St. Pauli – BVB Videoassistent Robert Schröder dazugeschaltet.
BVB unter Stieler zuletzt durchwachsen
Der erste Gedanke der Dortmunder Fans dürfte wohl sein: Hoffentlich geht es in Hamburg nicht so weiter wie zuletzt unter Stieler. Insgesamt ist es allein in dieser Saison bereits die vierte Partie, die er mit Dortmunder Beteiligung pfeift. Am 9. Spieltag konnte der Pott-Klub daheim zwar noch gegen Leipzig gewinnen, danach folgten allerdings zwei maue Auftritte.
So leitete Stieler auch die Spiele des BVB in Gladbach (1:1) und zuhause gegen Leverkusen, wo es eine 2:3-Niederlage setzte und die Borussia schon nach acht Minuten mit 0:2 zurücklag. Auch ansonsten erlebte Stieler zuletzt immer mal Dortmunder Aussetzer auf dem Platz mit – so beim 0:3 am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison in Mainz. Wie tritt der BVB wohl bei St. Pauli unter Stielers Leitung auf?
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Und dann gibt es da noch ein Spiel aus dem Jahr 2020, das einige Dortmund-Anhänger Stieler immer noch übel nehmen. Damals waren die Bayern zum Meisterschaftsendspiel in Dortmund zu Gast. Bei einer strittigen Handsszene entschied Stieler damals nicht auf Strafstoß für die Borussia. Bayern gewann 1:0 und krönte sich kurz danach zum Meister. Insgesamt ist die Borussen-Bilanz unter dem Referee mit 21 Siegen in 34 Spielen aber mehr als positiv.
Gelingt jetzt die sportliche Wende bei Borussia Dortmund? Nach dem eindrucksvollen 6:0-Heimsieg gegen Union Berlin geht es gegen das nächste Team aus dem Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga. Der BVB ist am Samstag (29. Februar, 15.30 Uhr) beim FC St. Pauli zu Gast.
Während Borussia Dortmund jetzt eine Siegesserie starten will, hofft St. Pauli ebenfalls wieder auf ein Erfolgserlebnis. Dabei könnte für den Aufsteiger ein Detail zum Vorteil gegenüber dem BVB werden, wie Johannes Eggestein im Interview mit DER WESTEN verrät.
Borussia Dortmund: St. Pauli baut auf Heimfans
Das Hinspiel im Signal-Iduna-Park konnte Borussia Dortmund knapp mit 2:1 für sich entscheiden. Jetzt geht es nach Hamburg ans Millerntor, wo St. Pauli in den vergangenen Jahren stets eine Heimmacht war. In der laufenden Bundesliga-Saison war das aber bislang noch nicht der Fall gewesen. Dennoch kann in so einer brisanten Begegnung vor allem die heiße Atmosphäre im eigenen Stadion eine Mannschaft gegen einen Favoriten beflügeln.
Auch interessant: Borussia Dortmund: Fans horchen auf – Chukwuemeka spricht es aus
„Ich spiele am liebsten am Millerntor, so kann man es auf jeden Fall sagen. Ich genieße die Atmosphäre, die Unterstützung unserer Fans ist großartig“, schwärmt St. Pauli-Angreifer Johannes Eggestein gegenüber DER WESTEN. Das könnte auch zu einem kleinen Vorteil werden.
„Man kennt hier jeden Zentimeter und das gibt einem immer einen kleinen gedanklichen Vorsprung. Leider waren wir in dieser Saison am Millerntor noch nicht so erfolgreich, wie wir es uns gewünscht hätten. Gegen Dortmund wollen wir die drei Punkte einfahren, um dann auch unsere Heimstärke unter Beweis zu stellen“, betont Eggestein.
„Wir ein richtig ekliges Auswärtsspiel“
Borussia Dortmund soll es dann zu spüren bekommen, was viele Teams der 1. und 2. Bundesliga so erlebt haben: „Ähnlich wie in den vergangenen Jahren sollen die Mannschaften zu uns ans Millerntor kommen und denken: ,Boah, das wird ein richtig ekliges Auswärtsspiel‘.“
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Hoffnungen könnte dabei die miserable Auswärtsbilanz der Dortmunder machen. In elf Partien holten die Schwarzgelben nur zwei Siege und verloren ganze sieben Partien. Zwei weitere Spiele gingen unentschieden aus.
Das komplette Interview mit St. Paulis Johannes Eggestein gibt es am Freitag (28. Februar) auf www.derwesten.de
Torwart Kevin Trapp freut sich wie alle bei Eintracht Frankfurt auf das Duell gegen die Besten aus München.
An diesen Sonntag Anfang Oktober 2021 kann sich Kevin Trapp bestens erinnern, natürlich, solche Sternstunden vergisst man ja nicht als Torwart. Es war der Tag, an dem Eintracht Frankfurt nicht nur erstmals wieder nach 20 Jahren in der Münchner Arena ein Punktspiel hatte gewinnen können, mit 2:1 und Toren von Martin Hinteregger und Filip Kostic. Es war vor allem das Spiel des Kevin Trapp, der mehr als ein Dutzend allerbester Paraden gegen schärfste Schüsse und raffinierteste Kopfbälle, etwa von Robert Lewandowski, ablieferte und der Garant des überraschenden Sieges war. Hinterher lobte selbst Ex-Nationalmannschaftskollege Thomas Müller, der Trappo habe heute einen „warmen Handschuh“ gehabt“, nach all den gehaltenen Bällen.
Bayern ist der Favorit
Es gehört nicht viel Phantasie dazu, zu behaupten: Kevin Trapp wird erneut einen derart erhitzten Handschuh bekommen, um diesen Coup am Sonntag (17.30 Uhr/live Dazn) in Fröttmaning zu wiederholen. Er weiß es natürlich auch, „es braucht einen Torwart, der ab und zu einen Ball hält“, sagte er drei Tage vor dem Topspiel. Bei allem Krisengerede – die Bayern sind nach wie vor Maß aller Dinge, besonders dann, wenn es zuvor ein wenig geknirscht haben sollte. Trapp, 34, kennt das alles zur Genüge, zehnmal ist er mit Eintracht Frankfurt schon in die bayrische Kapitale in der Bundesliga gereist, nie gab es ein Remis, aber neun Niederlagen und 31 Gegentore. Viermal kassierte der Frankfurter Ballfänger gegen die Bayern sogar fünf Gegentore. Dazu ein 1:2 im Pokalhalbfinale 2020. Es gibt angenehmere Destinationen als die Arena in Fröttmaning.
Andererseits: Was gebe es für einen Sportler besseres, „als sich mit den Besten zu messen“, sagte Trapp. Noch dazu, da es kaum einen passenderen Zeitpunkt für solch ein Duell geben könne, Bayern Erster, Eintracht Dritter, beide in herausragender Form, findet der Kapitän, selbst wenn die Münchner ein ganz klein wenig schwächelten. „Sie haben aber, glaube ich, immer noch 13 Punkte Vorsprung vor uns.“ Also: Um halbwegs ebenbürtig zu sein, müsse man schon ein paar „Dinge besser machen“ als zuletzt gegen Holstein Kiel.
Maximum herausholen
Die Rollen sind dessen ungeachtet aus seiner Sicht glasklar verteilt: „Die Bayern sind der Favorit.“ Aber ein bisschen sticheln, unangenehm sein und ihnen wehtun kann nicht verkehrt sein. Und dass Harry Kane, aktuell einer der sichersten Elfmeterschützen, vermutlich nicht spielen wird können, passt ihm auch ganz gut in den Kram.
Gegen Trapp hat Kane schon mal einen Strafstoß vergeben, 2022 war das, in der Champions League beim Vorrundenspiel gegen Tottenham (2:3), da hämmerte der Engländer die Kugel aus elf Metern über die Latte. Allerdings hatte er vorher bereits einen Strafstoß verwandelt.
Dann stimmte Kapitän Trapp ein kleines Hohelied auf seine Mannschaft an: „Wir haben die talentierteste und stärkste Mannschaft der letzten Zeit“, lobhudelte er, man verfüge über einen erfolgreich Fußball spielenden Kader, ehrgeizig und hungrig. „Jeder will das Maximale herausholen“, findet der Schlussmann, niemand wolle sich auf den bisherigen Lorbeeren ausruhen. Im Augenblick „wirken wir sehr stabil.“
Und deshalb geht ihm auch dieser Satz ganz leicht von den Lippen: „Wir sind ein Verein, der sich zuletzt zu einem Topklub entwickelt hat“. Und da spiele es auch kaum eine Rolle, dass das Personalkarussell oft mächtig ins Rotieren gerät. „Die vielen neuen, internationalen Spieler waren noch nie ein Problem“, sagte Trapp, ruckzuck würden sie integriert, gerade ihm mit seinen erstaunlichen Sprachkenntnissen falle da eine besondere Rolle zu. „Unser Kommunikation ist gut.“ Inzwischen fände sich etwa ein Elye Wahi immer besser zurecht, anfangs sei er zurückhaltend gewesen, „jetzt öffnet er sich“, erzählte Trapp, der große Stücke von dem Stürmer hält.
DFB? Mal sehen
Innerhalb der Mannschaft stimme aktuell die Balance zwischen jungen, talentierten Spielern und den Routiniers wie Mario Götze, Robin Koch oder Trapp. Dies liege zudem an der Entwicklung, die Trainer Dino Toppmöller genommen hat, dem Trapp bescheinigt, „sehr ambitioniert, sehr akribisch, klar“ zu sein – mehr noch als in seinem ersten Jahr in Frankfurt.
Ohnehin fühlt sich Trapp, seit 2011 mit dreijähriger Unterbrechung bei Paris Saint-Germain bei der Eintracht, weiterhin rundum wohl in Frankfurt. Absichten, mal woanders Bälle zu halten, hegt er nicht. Sein Arbeitspapier ist noch bis Sommer 2026 datiert plus Option für ein weiteres Jahr. „Ich kann mir vorstellen, hier länger zu bleiben.“ Und so lang er sich fit fühlt, „will ich auf dem Platz stehen“, sagte der 34-Jährige. Und die Nationalmannschaft ist immer ein Thema, aber kein zentrales mehr. „Mein Hauptaugenmerk liegt auf dem Verein, weil wir in diesem Jahr noch viel erreichen können.“
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FAQ: „Haben uns zum Topklub entwickelt“
1. Was bedeutet es, dass wir uns zum Topklub entwickelt haben?
Die Aussage, dass wir uns zum Topklub entwickelt haben, bedeutet, dass unser Verein in verschiedenen Bereichen, wie sportlichen Leistungen, finanzieller Stabilität, Nachwuchsarbeit, Fanvertretung und Infrastruktur, erhebliche Fortschritte gemacht hat. Wir sind in der Lage, auf nationaler und internationaler Ebene wettbewerbsfähig zu sein.
2. Welche Erfolge können wir vorweisen?
Unser Verein hat in den letzten Jahren mehrere wichtige Titel gewonnen, höhere Platzierungen in nationalen Ligen erreicht und sich in internationalen Wettbewerben wie der Champions League oder Europa League qualifiziert. Dazu kommen bedeutende Schritte in der Entwicklung unserer Nachwuchsakademie.
3. Wie hat sich die finanzielle Situation des Klubs entwickelt?
Wir haben durch gezielte Sponsoring-Verträge,innahmensteigernde Maßnahmen, eine erfolgreiche Merchandising-Strategie, und eine solide Finanzplanung die wirtschaftliche Basis unseres Klubs erheblich gestärkt. Unsere finanziellen Kennzahlen sind stabil und ermöglichen eine nachhaltige Entwicklung.
4. Was bedeutet das für die Fans?
Die Entwicklung zu einem Topklub hat positive Auswirkungen auf unsere Fans. Dazu gehören verbesserte Spielerlebnisse im Stadion, eine engagierte Fanbetreuung, attraktive Ticketpreise und der Ausbau von Fanprojekten. Unsere Anhänger haben die Möglichkeit, Teil eines Erfolgsprojektes zu sein, das auf Gemeinschaft und Identifikation setzt.
5. Welche Rolle spielt die Nachwuchsarbeit in unserer Entwicklung?
Die Nachwuchsarbeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Strategie. Wir haben in die Akademie investiert, um Talente frühzeitig zu entdecken und zu fördern. Viele Spieler aus unserer Jugend haben bereits den Sprung in die Profimannschaft geschafft und tragen maßgeblich zum Erfolg des Klubs bei.
6. Wie sieht die Zukunft des Klubs aus?
Wir planen, unser Wachstum nachhaltig fortzusetzen, indem wir kontinuierlich in die Mannschaft, die Infrastruktur und die Gemeinschaft investieren. Darüber hinaus streben wir an, unsere internationale Präsenz auszubauen und weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.
7. Wie kann ich als Fan den Klub unterstützen?
Es gibt viele Möglichkeiten, unseren Klub zu unterstützen: Besuchen Sie die Spiele, kaufen Sie Fanartikel, engagieren Sie sich in Fanprojekten oder nehmen Sie an unseren Veranstaltungen teil. Ihre Unterstützung ist entscheidend für unseren gemeinsamen Erfolg!
8. Wo kann ich mehr Informationen finden?
Für weitere Informationen besuchen Sie unsere offizielle Webseite, die Social-Media-Kanäle oder abonnieren Sie unseren Newsletter. Dort erhalten Sie regelmäßig Updates über aktuelle Entwicklungen, Veranstaltungen und mehr.
Wir freuen uns, dass Sie Teil unseres Erfolgs sind und gemeinsam mit uns die Reise in die Zukunft antreten!
Im Achtelfinale der Champions League steigt das deutsche Top-Duell: Double-Gewinner Bayer Leverkusen trifft auf den FC Bayern. Der Bundesliga-Spitzenreiter aus München hat zunächst Heimrecht (5. März/21 Uhr). Das Rückspiel ist eine Woche später in Leverkusen (11. März/21 Uhr).
Damit fliegt sicher eine deutsche Mannschaft aus der Königsklasse, aber…
Wer das Hammer-Spiel gewinnt, hat es danach erst einmal „einfacher“. Gleiches gilt für den BVB, falls er die Franzosen aus Lille besiegt. Hier steigt das Hinspiel am 4. März (21 Uhr) und das Rückspiel am 12. März (18:45 Uhr).
Wolfsburg.Direkt und geradeaus – so ist Peter Christiansen. Der Mann kann mit Stillstand nichts anfangen, er will den in den vergangenen Jahren oft in Lethargie verfallenen Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg dauerhaft in die Erfolgsspur führen. Im Sommer war der Däne vom FC Kopenhagen gekommen, mit den Niedersachsen will er in seinem ersten Jahr einen europäischen Wettbewerb erreichen. Beim Gespräch mit der AZ/WAZ reibt sich Christiansen vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfL Bochum die Hände und sagt angriffslustig: „Das letzte Drittel der Saison beginnt, es ist Crunchtime.“
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Zwei Punkte Rückstand auf Europa
Crunchtime – die Zeit in der Saison, in der es besonders drauf ankommt. „Es sind noch drei Monate bis zum Saisonende – jetzt entscheidet sich alles“, betont der 50-Jährige. Es entscheidet sich, ob es für die Wolfsburger endlich mal wieder Flutlichtspiele auf internationaler Bühne gibt. „Wir haben uns in eine Situation gebracht, in der das möglich ist“, sagt Christiansen mit Blick auf die Tabelle. Zwei Punkte beträgt der Rückstand der Niedersachsen als Neunter auf einen europäischen Wettbewerb, vier sind es auf die Champions League.
„Es sind noch drei Monate bis zum Saisonende – jetzt entscheidet sich alles.“
Peter Christiansen
VfL-Manager
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Nach den Duellen mit den Top-Teams Bayern, Bayer und Frankfurt (VfL-Ausbeute: fünf Punkte) geht es jetzt mit Bochum (Tabellen-17.), Bremen (10.), St. Pauli (14.), Augsburg (12.), Heidenheim (16.) und Union (13.) gegen Teams, die allesamt hinter den Niedersachsen stehen. Christiansen mag nicht so weit nach vorn schauen, sondern fordert von den VfL-Profis, sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. „Viele Leute sagen mir, dass wir es in den Spielen gegen München, Leverkusen, Frankfurt oder Stuttgart gut gemacht haben“, erzählt der VfL-Manager und betont: „Aber das, was war, zählt nicht mehr. Die Liga ist so eng. Mannschaften, die es schaffen, sich nur auf den nächsten Gegner zu konzentrieren, werden am Ende erfolgreich sein. Es wäre falsch zu glauben, dass es jetzt gegen Bochum einfacher wird als gegen Leverkusen.“
Sperren und Verletzungen könnten teuer werden
Mit seinem Ex-Klub war Christiansen in den vergangenen Jahren regelmäßig international vertreten. Er weiß, worauf es neben der Fokussierung auf das Wesentliche noch ankommt. „Es geht darum, durch diese Phase ohne größere Verletzungen zu kommen, wenige Sperren durch Gelbe oder Rote Karten zu kassieren“, sagt der Mann, der zusammen mit Sportdirektor Sebastian Schindzielorz dem Kader in der Winter-Transferperiode mit Andreas Skov Olsen und Mads Roerslev neue Qualität hinzugefügt hat. Vor allem der 11-Millionen-Euro-Transfer von Flügelflitzer Skov Olsen darf als Signal an die Konkurrenz eingeordnet werden, die mit dem VfL um die internationalen Plätze kämpft.
Crunchtime, die Alles-oder-Nichts-Monate stehen an – wie gut sieht Christiansen den VfL dafür gerüstet? „Wenn ich mir unsere Saison bisher so anschaue, finde ich, dass wir insgesamt zunehmend wettbewerbsfähiger geworden sind. Wir haben ein anderes Mindset.“ Entscheidend für das Erreichen eines europäischen Wettbewerbs werden die noch sechs zu absolvierenden Heimspiele (Bochum, St. Pauli, Heidenheim, Leipzig, Freiburg, Hoffenheim) haben. Es könnten Schlüsselspiele werden. Warum, da genügt ein Blick auf die Heimtabelle der Grün-Weißen. Während der VfL auswärts mit 20 Zählern hinter Rekordmeister Bayern Zweiter ist, läuft er in der VW-Arena mit nur 13 Zählern als Tabellenzwölfter in der Heimtabelle der Musik hinterher.
In der Hinserie holte der VfL aus den nun noch anstehenden zwölf Partien 23 Punkte – gelingt das nochmal, wären es am Ende 56 Zähler. Das wäre eine Ausbeute, die in den vergangenen zehn Jahren immer für das internationale Geschäft gereicht hat. Sky-Experte und Ex-Profi Didi Hamann sagte gerade in der AZ/WAZ, dass der VfL alles hat, um die Champions League erreichen zu können. Christiansen schmunzelt: „Das ist eine Möglichkeit, aber dafür musst du stark sein. Ja, wir dürfen Träume haben, aber ob die auch in Erfüllung gehen, das entscheiden wir selbst mit unseren Leistungen am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr.“
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Der VfL habe seine „Waffen, um dem Gegner wehtun zu können, noch gar nicht alle gezeigt“, sagt Christiansen und denkt etwa an Mittelfeldspieler Aster Vranckx, der gerade erste Wahl ist, weil Kapitän Maximilian Arnold verletzt ist: „Ein sehr guter Spieler, aber er war lange nicht fit. Jetzt kann er zeigen, wie gut er ist. Patrick Wimmer ist in einer sehr guten Form, Roerslev wartet auf seine Chance, Skov Olsen ebenfalls.“ Alles Spieler, die in der Crunchtime zum „VfL-Plus“ werden könnten.
Der deutsche Champions-League-Kracher elektrisiert schon jetzt die Fußball-Fans!
Im Achtelfinale der Königsklasse treffen der deutsche Meister Bayer Leverkusen und der aktuelle Bundesliga-Spitzenreiter FC Bayern aufeinander. Der deutsche Gipfel!
Die erste Reaktion von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (63)? „Schade! Wirklich schade. Ich hätte lieber internationale Spiele gesehen. Aber das ist nun mal die Auslosung, es ist dieser Modus. Ich hätte es gern noch länger gesehen (dass Mannschaften aus dem gleich Land nicht aufeinandertreffen dürfen, d. Red.). Aber einen Vorteil hat es: Eine deutsche Mannschaft kommt sicher ins Viertelfinale“, sagte Matthäus zu Sky.
Lothar Matthäus freut sich auf die deutschen Duelle in der Champions League
Foto: WITTERS
Die beiden Bundesligisten treffen im Achtelfinale am 4./5. und 11./12. März aufeinander. Sie treten damit nach zwei Liga-Duellen und einem Pokalspiel zum vierten und fünften Mal in dieser Spielzeit gegeneinander an.
Matthäus weiß, dass sich beide Klubs und auch die beiden Trainer Vincent Kompany (Bayern) und Xabi Alonso (Leverkusen) sehr gut kennen: „Aber natürlich hat man noch so kleine Ideen als Trainer“, wie man den Gegner überraschen kann. „Das hat man in der Bundesliga gesehen, als Leverkusen ohne echten Mittelstürmer gespielt hat“, so Matthäus.