Für Eintracht Frankfurt zählt im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Holstein Kiel nur ein Sieg. Die Mannschaft sei heiß darauf, endlich wieder drei Punkte einzufahren, sagte Eintracht-Trainer Dino Toppmöller vor der Partie am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN). Mit einem Erfolg könnten die Hessen den dritten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga vor den anstehenden Topspielen bei Tabellenführer Bayern München und gegen Titelverteidiger Bayer Leverkusen zementieren.
Definitiv verzichten müssen die Frankfurter, die zuletzt dreimal nur unentschieden spielten, auf Robin Koch. Der Abwehrchef hat seine Schulterverletzung noch nicht wieder auskuriert. Der Einsatz von Defensivspieler Ellyes Skhiri ist fraglich.
Bochum fertigt den BVB im Pott-Derby 2:0 ab. Im Mittelpunkt: Griechen-Neuzugang Georgios Masouras (31)! Per Doppelpack führt der Stürmer den VfL zum Heimsieg – und das ganze Stadion tanzt den Sirtaki!
Zusätzlich zur normalen Tormusik (Cancan von Jacques Offenbach) dröhnte über die Boxen griechische Volksmusik. Zur Erinnerung: Das war schon bei Ex-Bochumer Theofanis Gekas (44/2006-2007) so. Und der netzte oft: 22-mal in 35 Einsätzen. Die Fans feierten, Gekas tanzte.
Jetzt die Rückkehr der besonderen Tormusik!
Masouras (traf vor einem halben Jahr für Griechenland gegen Deutschland) knipst innerhalb von zwei Minuten doppelt. Auf den Rängen herrscht Party.
Der FC Bayern München holt beim 0:0 im Topspiel bei Bayer Leverkusen einen schmeichelhaften Punkt. Die Werkself belohnt sich für einen Sturmlauf nicht und scheitert letztlich an der Chancenverwertung und Manuel Neuer. ran hat die Noten zum Top-Spiel.
Bayer Leverkusen hat den FC Bayern München 90 Minuten lang an den Rand einer Niederlage gedrängt, muss sich jedoch im Topspiel des 22. Bundesliga-Spieltags mit einem 0:0 zufrieden geben. Dieses wird sehr wahrscheinlich zu wenig sein, um das Titelrennen wirklich nochmal spannend zu machen.
An Chancen mangelte es der Werkself nicht. Nathan Tella und Jeremie Frimpong trafen in Durchgang eins die Latte, während die Münchner noch nicht mal einen Torschuss markierten.
Auch nach dem Seitenwechsel spielte fast nur Leverkusen. Zunächst klärten die Münchner einen Tella-Kopfball aber auf der Linie, ehe Amine Adli und Florian Wirtz kurz vor dem Ende die Chance auf den großen Coup liegen ließen.
ran wirft einen Blick auf die Spielernoten.
Das Wichtigste zur Bundesliga
Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen)
Der Schlussmann bleibt in Durchgang eins angesichts fehlender Münchner Akzente völlig beschäftigungslos. Im zweiten Abschnitt kommen die Bayern seinem Tor nur selten näher und schaffen es erneut nicht, Hradecky zu fordern. Derart arbeitslos ist ein Keeper gegen Bayern sonst nie. ran-Note: 3
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Nordi Mukiele (Bayer Leverkusen)
Der Franzose verteidigt hart gegen Coman und bewegt sich teilweise an der Grenze der Legalität. Mit seinem guten Stellungsspiel und seiner Athletik hält er seinen Landsmann aber gut in Schach. Ähnliches gilt für sein Duell mit Gnabry, der Mukiele kein bisschen fordern kann. Auf dem Weg nach vorne bleibt er unauffälliger als Gegenüber Hincapie, macht aber dennoch fleißig Meter. Kurz vor dem Ende scheitert er mit einem scharfen Versuch aufs kurze Eck an Neuer. ran-Note: 3
Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)
Der 29-Jährige wird in Durchgang eins praktisch überhaupt nicht gefordert und löst die wenigen Situationen robust und souverän. Daran ändert sich im Anschluss wenig, was Tah erlaubt, auch vor dem gegnerischen Tor gefährlich aufzutauchen. In der 66. Minute leitet er per Kopf eine Groß-Chance von Tella ein. ran-Note: 2
Edmond Tapsoba (Bayer Leverkusen)
Tapsoba wird wie Nebenmann Tah kaum mal gefordert und löst die wenigen Szenen in der Regel souverän. Mit dem Ball am Fuß leistet er sich ein paar kleine Unaufmerksamkeiten, jedoch ist das eher Meckern auf hohem Niveau. ran-Note: 3
Piero Hincapie (Bayer Leverkusen)
Der Linksverteidiger zeigt sich sehr engagiert und schiebt über seine Seite ordentlich mit an. Trotz seiner offensiven Akzente sieht Olise gegen den Ecuadorianer in Durchgang eins praktisch kein Land. Sane erhält in der letzten halben Stunde die Chance gegen einen etwas müderen Hincapie, jedoch hat dieser mit dem Bayern-Joker genauso wenig Probleme. ran-Note: 2
Granit Xhaka (Bayer Leverkusen)
Der Schweizer präsentiert sich als absoluter Mittelfeld-Leader und stellt damit auch das Bayern-Duo Kimmich & Pavlovic in den Schatten. Mit seiner Passsicherheit und Kreativität bringt Xhaka zahlreiche Angriffe auf die Strecke. Der Routinier wird kurz nach der Pause einmal relativ hart von Musiala getroffen, berappelt sich aber und fungiert sofort wieder als Chef in der Schaltzentrale. ran-Note: 2
Der Argentinier übernimmt den defensiveren Posten an der Seite von Xhaka und macht das zunächst unauffällig, aber effizient. So ist Musiala praktisch über 90 Minuten lang weitgehend abgemeldet. In Durchgang zwei schaltet sich Palacios dann auch ein wenig häufiger in die Offensive mit ein und spielt den ein oder anderen sehenswerten Steckpass, selbst wenn der entscheidende Moment nicht dabei ist. ran-Note: 2
Jeremie Frimpong (Bayer Leverkusen)
Frimpong kann seinen Speed zwar nur in wenigen Situationen so richtig ausspielen, erhält aber dennoch die ganz große Chance zum 1:0, die er jedoch per Kopfball an die Latte vergibt. Kurz nach dem Seitenwechsel setzt er Tella per Hereingebe in Szene, jedoch verhindert Upamecano einen möglichen Treffer. Gegen Spielende fehlt dem Niederländer ein wenig die Kraft, was sich an seiner fehlenden Präzision ablesen lässt. ran-Note: 3
Alejandro Grimaldo (Bayer Leverkusen)
Der linke Schienenspieler zeigt sich wie gewohnt offensivfreudig und überzeugt mit seinem guten Pass- und Flankenspiel. Mit seiner mustergültigen Hereingabe setzt er Tella in der 25. Minute optimal in Szene, der jedoch an der Latte scheitert. Grimaldo leitet viele Angriffe von der linken Seite ein, jedoch verlieren seine Flanken in Durchgang zwei ein klein wenig an Präzision. Kurz vor dem Ende legt er jedoch nochmals mustergültig für Adli auf. ran-Note: 3
Florian Wirtz (Bayer Leverkusen)
Wirtz findet auf Anhieb ins Spiel und zeigt sich insbesondere im Zusammenspiel mit Grimaldo gefährlich. Seine erste Szene vor dem Tor verzeichnet der Offensiv-Zauberer nach gut 20 Minuten, als er Upamecano düpiert, jedoch an Neuer scheitert. Rund 15 Minuten später versucht er den Bayern-Schlussmann mit einem 50-Meter-Schuss zu überraschen, der aber nur im Ansatz gefährlich aussieht. Im Anschluss bekommt Bayern zumindest Wirtz etwas besser in Griff, der erst in der 77. Minute wieder einen ordentlichen Abschluss abgibt. Kurz vor dem Ende erhält er die große Chance zum 1:0, lässt diese aber liegen. ran-Note: 3
Tella erhält von Alonso ein wenig überraschend das Vertrauen und darf von Beginn an ran. Der schnelle Offensivspieler markiert in der 17. Minute seinen ersten Abschluss, jedoch wird dieser von Kim abgefälscht. Tella nutzt seine Schnelligkeit immer wieder aus und verpasst in der 25. Minute das 1:0 durch einen Kopfball an die Latte nur um Zentimeter. Der Nigerianer ist zwar nicht häufig zu sehen, wenn aber, dann immer gefährlich. So auch in der 60. Minute, als er per Seitfallzieher nur knapp den Münchner Kasten verfehlt, oder in der 67. Minute, als sein Kopfball mit Ach und Krach von Ito von der Linie gekratzt wird. ran-Note: 3
Einwechselspieler von Bayer Leverkusen
Amine Adli: Kommt als erster Leverkusen-Joker in der 85. Minute und hat in der Nachspielzeit die ganz große Chance zum 1:0. Dabei scheitert er an Neuer. ran-Note: Ohne Bewertung
Patrik Schick: Muss sich bis zur zweiten Minute der Nachspielzeit gedulden und kann keine Akzente mehr setzen. ran-Note: Ohne Bewertung
Wirtz zum FC Bayern? Alonso spricht Klartext
Manuel Neuer (FC Bayern München)
Der Kapitän hat vom Anpfiff an mehr zu tun als in fast allen anderen Bundesligaspielen bisher. Verhindert bei Wirtz‘ Flachschuss mit dem Fuß einen frühen Rückstand, da Frimpong den Abpraller nur an die Latte köpft (21.). Vier Minuten später bei Tellas Lattenkracher erneut im Glück. Verursacht mit verunglückter Faustabwehr einen Eckstoß, den Tella fast zur Führung nutzt ((59.). Läuft bei Tellas nächster Topchance nicht konsequent raus, Ito rettet aber für ihn. Klärt dann mit dem Fuß gegen Wirtz (83.) und verhindert schließlich in der Nachspielzeit mit einem Reflex gegen Adli die Niederlage. ran-Note: 2
Konrad Laimer (FC Bayern München)
Der Österreicher hat rechts hinten immer wieder Probleme bei schnellen Leverkusener Vorstößen in die Tiefe, wo er sich mehrfach ausspielen lässt. Weil Grimaldo aber nicht so aggressiv draufgeht wie Frimpong auf der Gegenseite, steht er im Laufe der Begegnung sicherer. Geht nach Itos Auswechslung auf die ungewohnte linke Seite, verteidigt auch dort alles weg. ran-Note: 3
Dayot Upamecano (FC Bayern München)
Turm in der Schlacht, knüpft weitgehend an seine starke Vorstellung in Glasgow an. Rustikal und kompromisslos, meist mit gutem Stellungsspiel. Sieht aber gegen Wirtz vor dessen Großchancen schlecht aus und kommt auch bei Tellas Lattenschuss zu spät. ran-Note: 2
Min-Jae Kim (FC Bayern München)
Trotz Achillessehnenproblemen kehrt der Koreaner anstelle von Dier in die erste Mannschaft zurück. Hat es meist mit dem schnellen Tella zu tun, den er nicht immer bremsen kann. Aber mit einem wichtigen Block gegen den Bayer-Stürmer (18.). Auch sonst mehrfach aufmerksam, wenn es gefährlich wird und sehr oft rechtzeitig zur Stelle. ran-Note: 2
Hiroki Ito (FC Bayern München)
Drei Tage nach seinem Pflichtspieldebüt kommt der monatelang verletzte Japaner zu seinem ersten Einsatz für Bayern in der Anfangsformation und ersetzt links hinten den zuletzt schwachen Guerreiro. Ist aber dort sicher auch nicht die Idealbesetzung. Hat große Schwierigkeiten in den Laufduellen mit dem schnelleren Frimpong, den er einmal nur mit einem Foul stoppen kann und dafür Gelb sieht (39.). Zudem bei Tellas Lattenkracher ebenso wie Upamecano zu spät. Rettet aber auf der Linie bei Tellas Kopfball (66.). Geht kurz danach gegen Stanisic vom Feld. ran-Note: 4
Joshua Kimmich (FC Bayern München)
Hohes Laufpensum, auch weil er oft den aggressiven Leverkusenern hinterherlaufen muss. Versucht die Hintermannschaft zu ordnen, kann aber nach vorne nur wenig anschieben. Zu spät gegen Wirtz, der aber am Tor vorbeischießt (76.). ran-Note: 3
Aleksandar Pavlovic (FC Bayern München)
Der Nationalspieler kommt für Goretzka in die Anfangsformation und ist zumindest besser im Spiel als bei der 0:3-Pleite vor einem Jahr, als er schmerzliches Lehrgeld zahlte. Hat aber dennoch gegen das Pressing der Gastgeber keinen leichten Stand. Erhält nach Grätsche gegen Tella Gelb (53.). In der 68. Minute gegen Goretzka ausgewechselt. ran-Note: 4
Michael Olise (FC Bayern München)
Der Franzose tut sich gegen die hoch anlaufenden Gastgeber schwer, leitet mit einem Ballverlust Wirtz‘ Chance von der Mittellinie ein, der aber vorbeischießt (32.). Auch sonst zu viele Fehlpässe. Macht nach 68 Minuten Platz für Gnabry. ran-Note: 4
Jamal Musiala (FC Bayern München)
Am Tag nach seiner gefeierten Vertragsverlängerung bis 2030 kann der Shootingstar sein Können nicht abrufen, weil ihm vor allem Palacios immer wieder auf den Füßen steht. Kaum eine gelungene Offensivaktion, beißt sich an der Bayer-Defensive die Zähne aus. Nach 86 Minuten ausgewechselt. ran-Note: 4
Trotz seiner mäßigen Leistung nach der Einwechslung in Glasgow rückt der Franzose für Sane in die Startelf, auch um Gegenspieler Frimpong mit seiner Schnelligkeit zu neutralisieren. Hilft immer wieder hinten aus und rettet gerade noch vor Wirtz (65.), ist aber dafür offensiv ohne Wirkung. Nach 68 Minuten von Sane ersetzt. ran-Note: 4
Harry Kane (FC Bayern München)
Der Engländer kommt aufgrund der Leverkusener Dominanz kaum einmal in eine gefährliche Position, lässt sich daher teilweise weit fallen und hilft auch immer wieder hinten aus. Hat erst in der 45. Minute seine erste Gelegenheit, steht bei seinem Kopfball übers Tor aber im Abseits. ran-Note: 4
Einwechselspieler FC Bayern München:
Serge Gnabry: Der Stürmer kommt beim Vierfach-Wechsel nach 68 Minuten für Coman in die Partie. Kann sich aber nicht entscheidend in Szene setzen. ran-Note: 4
Leroy Sané: Der Außenstürmer wird für Olise in die Begegnung gebracht. Macht mehr Wirbel, mit einer guten Flanke auf Goretzka. ran-Note: 3
Josip Stanisic: Beim Sieg vor einem Jahr war der Kroate noch Torschütze für Leverkusen, diesmal kommt er für Bayern anstelle von Ito in die Begegnung und spielt rechts in der Viererkette. Lässt dort nichts mehr anbrennen. ran-Note: 3
Leon Goretzka: Der Ex-Nationalspieler ersetzt Pavlovic und holt sich schon wenig später nach einem Foul die Gelbe Karte ab. Köpft nach Sanes Flanke am Tor vorbei (81.). ran-Note: 3
Sacha Boey: Der Außenverteidiger ersetzt Musiala nach 86 Minuten und hilft mit, das Unentschieden über die Zeit zu bringen. ran-Note:Ohne Bewertung
Hoffenheim-Trainer Christian Ilzer fordert von seinem Team eine Reaktion auf die heftige 0:4-Heimpleite gegen Union Berlin. „In dieser Form hat keiner damit gerechnet“, sagte llzer auf der Pressekonferenz. Bei Werder benötige sein Team „viel Aktivität, und wir dürfen den Glauben und die Zuversicht nicht verlieren.“
Bei diesem Vorhaben setzt Ilzer auch auf Dennis Geiger, der nach dem Union-Spiel gewettert hatte: „Wir geben 90 Millionen aus. Und Wievielter sind wir? Viertletzter. Das kann natürlich nicht der Anspruch sein.“ Der Mittelfeldspieler habe sich aufgrund einer Frage im Frust zu der Aussage hinreißen lassen, „die absolut unpassend ist“, sagte Ilzer.
Doch Geiger sei ein Spieler, den er „auf keinen Fall verlieren“ wolle. „Ich verstehe, dass die Medienwelt Blut fließen sehen will“, nahm Ilzer Bezug auf die vielen Schlagzeilen ob der harschen Worte seines Profis. „Ich will auch Blut fließen sehen“, erklärte der Coach, „aber durch unsere Herzen. Blut, das mit Leidenschaft gefüllt ist.“
Situation: Nach der erwartbaren Niederlage in München braucht Werder einen Sieg, um im Rennen um die internationalen Plätze weiter mitzumischen. Hoffenheim steckt nach dem 0:4 gegen Union Berlin noch tiefer im Abstiegskampf.
Statistik: Hoffenheim ist eine Art Angstgegner der Bremer. Werder wartet seit fast elf Jahren auf einen Heimsieg gegen die TSG. Der letzte datiert aus dem April 2014 (3:1)
Personal: Die Personallage bei den Bremern hat sich deutlich verbessert. Lediglich Kapitän Friedl (Innenbandzerrung) fällt weiter aus.
Besonderes: Für Werder-Neuzugang Silva ist es das erste Heimspiel im grün-weißen Trikot. Nach dem Kurzeinsatz in München vor einer Woche soll die Leipzig-Leihgabe in der Startelf stehen.
Nach der vierten Niederlage in Serie steht Cristian Fiél vor dem Aus als Cheftrainer beim Zweitligisten Hertha BSC. Die Berliner verloren die Partie bei Fortuna Düsseldorf mit 1:2 (1:0) und stecken damit in der Abstiegszone fest. Für den seit Saisonbeginn amtierenden Hertha-Coach galt die Begegnung in Düsseldorf, wo die Berliner zuvor mehr als 14 Jahre nicht gewinnen konnten, als eine Art Endspiel.
„Wir haben jetzt drei gute Spiele gemacht, aber am Ende immer nichts mitgenommen. Am Ende ist Fußball leider – so hart es klingt – ein Ergebnissport. Wir werden jetzt erstmal nach Hause fahren und – wie wir es immer machen – alles gemeinsam analysieren“, sagte Herthas Sportdirektor Benjamin Weber bei Sky auf die Trainer-Frage angesprochen.
Hertha hat in den vergangenen neun Spielen nur einmal gewonnen und kann am Sonntag noch auf Rang 14 zurückfallen. Die seit fünf Spielen unbesiegten Gastgeber hingegen bleiben mit nun 37 Punkten an den Spitzenteams dran und im Aufstiegsrennen dabei.
Reese trifft im Jubiläumsspiel
Fiél hatte sein Team nur auf einer Position verändert und den Turnaround gefordert. Das setzte die Mannschaft zunächst eindrucksvoll und mutig um. Die Gastgeber fanden überhaupt nichts ins Spiel, ließen sich von den Berlinern einschnüren und gerieten durch Fabian Reese (13. Minute) folgerichtig in Rückstand.
Herthas Kapitän traf in seinem 200. Zweitligaspiel mit rechts von der Strafraumgrenze ins lange Eck und hatte kurz darauf sogar die Chance zum 2:0, scheiterte aber guten Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier.
Vor 39.000 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena schlug dann die Stunde des eingewechselten Dzenan Pejcinovic, der an seinem 20. Geburtstag mit einem Doppelpack innerhalb weniger Minuten (55./58.) für die Wende sorgte und sein Team zum Sieg führte. Die Gäste vergaben in der Schlussphase durch Ibrahim Maza und Reese noch gute Möglichkeiten.
Ausgerechnet vor dem Derby gegen den BVB muss der VfL Bochum im Abstiegskampf auch noch erhebliche personelle Probleme verkraften.
Derbyzeit an der Castroper Straße. Am Samstag (15:30 Uhr) empfängt der VfL Bochum in der Fußball-Bundesliga Borussia Dortmund. Zwei Teams treffen aufeinander, die beide ihren Zielen in der Liga hinterherlaufen.
Der VfL geht gar erneut als Tabellenletzter in die Partie und steht zu Hause speziell unter Druck, da der Mannschaft von Trainer Dieter Hecking in der Fremde einfach kein Sieg gelingen will.
Auch in Kiel gab es nicht den ersten Auswärtsdreier, daher stehen die Bochumer im heimischen Ruhrstadion richtig unter Druck. Da passt es gar nicht, dass Hecking mit Myron Boadu, Felix Passlack und Maximilian Wittek und dem kurzfristig erkrankten Keeper Patrick Drewes vier Stammspieler auf einmal ersetzen muss. Für Drewes wird Timo Horn im Tor stehen, Paul Grave wird Torwart Nummer zwei gegen Borussia Dortmund.
Auf der Pressekonferenz vor der Partie sagte er mit Blick auf diese Personalien: “Wir haben ein paar personelle Probleme und müssen daher etwas improvisieren. Aber wir wollen nicht herumjammern, es kommen nun halt andere Spieler auf den Platz. Die Mannschaft wird ein gutes Derby spielen. Ich habe ein gutes Gefühl, dass die, die reinkommen werden, es gutmachen wollen. Das ist die Grundvoraussetzung. Im Fußball gehören Verletzungen und Sperren dazu.“
Und an Horn gerichtet, gab es noch einen flotten Spruch von Hecking: „Es ist ein geiles Spiel, wenn du lange nicht gespielt hast und dann im Derby auf dem Platz sehen kannst. Timo braucht keine Wunderdinge machen, er muss nur zu Null spielen.“
Was gegen die Offensive des BVB sicher kein Selbstläufer wird, Hecking hat großen Respekt vor dem Rivalen: „Wir wissen, dass Borussia Dortmund eine hohe individuelle Qualität im Kader hat, die sie in der Liga leider nicht abgerufen haben.”
Der Plan des Bochumer Coaches: “Wir werden versuchen, die Räume sehr eng zu gestalten, sie in ein intensives Spiel zu bringen. Der BVB hat gute Spieler, wir haben aber auch welche, die da gegenhalten können. Wir wollen das Spiel gestalten.“
Am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga empfängt Eintracht Frankfurt Holstein Kiel. So sehen Sie die Partie live im TV und Stream.
Frankfurt – Die Bundesliga-Partie zwischen Eintracht Frankfurt und Holstein Kiel steigt am Sonntag, 16. Februar 2025, um 17.30 Uhr in Frankfurt. Wir zeigen Ihnen, wo und wie Sie die Partie live im TV und im Live-Stream schauen können.
Eintracht Frankfurt gegen Holstein Kiel: Bundesliga live im Free-TV?
Das Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Holstein Kiel wird leider nicht live im Free-TV übertragen.
Die TV-Rechte der Bundesliga teilen sich derzeit der Pay-TV-Sender Sky, der Streaminganbieter DAZN und der TV-Sender Sat.1.
Eintracht Frankfurt gegen Holstein Kiel: Bundesliga im Live-Stream von DAZN
Der Streaminganbieter DAZN wird das Bundesliga-Match zwischen Eintracht Frankfurt und Holstein Kielim Live-Stream übertragen.
Die Übertragung der Partie startet am Sonntag, 16. Februar 2025, um 17.00 Uhr mit den Vorberichten, um 17.30 Uhr ertönt der Anpfiff.
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Eintracht Frankfurt gegen Holstein Kiel: Wer holt sich den Sieg?
Eintracht Frankfurt empfängt Holstein Kiel am 22. Spieltag der Bundesliga. Obwohl die Gastgeber als klare Favoriten gelten, verspricht das Duell Spannung und Intensität. Die Frankfurter streben nach weiteren Punkten im Kampf um die Champions-League-Qualifikation, während die Gäste dringend Zähler für den Klassenerhalt benötigen.
Am letzten Spieltag endete das Spiel von Eintracht Frankfurt bei Borussia Mönchengladbach mit einem 1:1-Unentschieden. „In den ersten 30 Minuten war Gladbach sehr gut. Sie hatten die Kontrolle über das Spiel. Dann ist es unsere Stärke, dass wir zurückgekommen sind. Wir hatten selbst die Kontrolle und müssen die Tore machen. In der zweiten Halbzeit hätten wir in der einen oder anderen Situationen besser zusammenspielen müssen, um zum Torerfolg zu kommen“, erklärte SGE-Spieler Hugo Larsson auf der Vereinswebseite.
Holstein Kiel hingegen trennte sich im Kellerduell mit einem 2:2 vom VfL Bochum und verpasste damit wichtige Punkte. „Wir hätten nach der ersten Halbzeit höher zurückliegen können, sind nach der Pause aber mit mehr Energie aus der Kabine gekommen. Wir hatten nach dem Ausgleich noch gute Chancen auf den Siegtreffer, sodass es bitter ist, das Spiel heute nicht gewonnen zu haben. Es ist schade, dass wir uns für den großen Aufwand nicht mit einem Sieg belohnen konnten. Aber wir geben nicht auf und glauben weiter an uns“, äußerte sich Lewis Holtby nach dem Spiel. (smr)
Der FC Bayern München kommt in Leverkusen mit einem blauen Auge davon und nähert sich mit einem Remis dem Meistertitel. Nach der Partie zeigen sich die Leverkusener ein wenig enttäuscht, aber stolz, während die Münchner tief durchatmen. ran hat die Stimmen zusammengefasst.
Bayer 04 Leverkusen belohnt sich für seinen Sturmlauf gegen Bayern München nicht und muss sich mit einem 0:0 begnügen.
Die Werkself vergab zahlreiche Top-Chancen, während die Münchner kaum mal in die gefährliche Zone dringen konnten. Letztlich brachten die Gastgeber den Ball aber nicht über die Linie, weshalb die Diskussion entbrannte, ob Trainer Xabi Alonso nicht früher einen Mittelstürmer hätte bringen müssen.
In der Tabelle bleibt der FC Bayern acht Zähler vor Leverkusen, was auch hauptverantwortlich dafür ist, dass die Münchner mit dem Samstagabend zufrieden sein konnten.
Nach dem Spiel haben sich unter anderem Vincent Kompany, Xabi Alonso, Granit Xhaka, Manuel Neuer und Jamal Musiala bei “Sky” respektive in der Pressekonferenz zu Wort gemeldet. Bereits zuvor waren Max Eberl und Rudi Völler am Mikro des Pay-TV-Senders zu hören.
ran hat die Stimmen rund um das Top-Spiel zusammengefasst.
Das Wichtigste in Kürze
Manuel Neuer (FC Bayern München)
Über das Spiel:
“Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis. Natürlich war es schwer, wir haben nicht viele Chancen kreiert, Leverkusen hat stark gepresst. Es war schwierig, unser Spiel aufzubauen und zu kombinieren. Am Ende nehmen wir einen Punkt mit nach Hause und halten den Acht-Punkte-Abstand. Wir haben in dieser Woche viel das Box-Defending (Verteidigen im Strafraum) trainiert und wie wir gegen eine Mannschaft, die gut Fußball spielt, etwas tiefer stehen können. Das ist uns gut gelungen. Es war wichtig, nicht zu verlieren, auch wenn wir gerne gewonnen hätten – aber das haben wir heute nicht verdient.”
“Es ist manchmal skurril, dass wir den ersten Torschuss in der 73. Minute hatten, aber das gehört auch zum Fußball. Leverkusen hat das Spiel dominiert und unser Selbstverständnis war nicht optimal. Aber man muss solche Phasen überstehen und das haben wir gut gemacht und so den Punkt erkämpft.”
Über die Vertragsverlängerung von Jamal Musiala:
“Die Verlängerung ist für uns sehr wichtig, auch die Dauer. Der Stern ist jetzt schon aufgegangen und wird weiter glühen. Er entscheidet selber, was er damit macht, aber er ist ein Weltklasse-Spieler.”
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BVB-Fans fürchten sich vor Abstiegskampf: “Süle mich in Trauer”
Jamal Musiala (FC Bayern München)
Über die Situation von Joshua Kimmich:
“Ich glaube, er muss selbst entscheiden. Ich habe schon oft mit ihm geredet. Jeder von uns will, dass er verlängert, aber ich will ihm persönlich keinen Druck machen.”
Über seine eigene Verlängerung:
“Endlich. Ich wusste von Anfang, dass ich bleiben möchte. Die Gespräche waren sehr positiv. Ich bin jetzt wirklich glücklich. Wir wollen alle viele Dinge gewinnen und da können wir jetzt den Fokus drauf lenken.”
Über das Spiel gegen Leverkusen:
“Wir haben heute nicht unser Spiel gespielt. Wir haben keinen Druck gemacht und hatten nicht viel Ballbesitz. Aber am Ende haben wir einen Punkt geholt und den Acht-Punkte-Vorsprung gehalten, das ist also ein kleines Plus von heute. Leverkusen war sehr aggressiv und hat richtig gepusht. Der größte Fokus lag heute auf dem Verteidigen. Wir werden in den nächsten Tagen auf das Spiel zurückblicken und schauen, was wir besser machen können.”
Über Florian Wirtz:
“Er hat ein super Spiel gemacht. Es macht viel Spaß mit ihm zu spielen und weniger, gegen ihn zu spielen. Ich freue mich, schon bald mit Deutschland mit ihm zusammenzuspielen. Wir sind gute Freunde.”
Über die Möglichkeit eines Wirtz-Wechsels zu Bayern:
“Wäre schön, wenn er zu uns kommt, aber ich will kein Input geben. Das muss er mit seiner Familie entscheiden.”
Granit Xhaka (Bayer Leverkusen)
Über das Spiel:
“Der Ball ist bei 500-prozentigen Chancen nicht reingegangen. Vor allem die beiden am Schluss, wo dann auch ein Weltklasse-Torwart im Tor steht. Einerseits sind wir enttäuscht, andererseits können wir viele positive Sachen mitnehmen für die Zukunft. Wenn wir so weitermachen, werden wir ein großes Ziel erreichen können. Das Ergebnis ist nicht an erster Stelle, sondern, dass wir mit Charakter und Mentalität gespielt haben. Wir machen weiter und geben nicht auf.”
Ob ein klassischer Stürmer gefehlt hat:
“Ob ein klarer Stürmer die Chancen gemacht hätte, bleibt ein Fragezeichen. Aber wir müssen unsere Leistung loben, mit welchem Engagement und welcher Mentalität wir gespielt haben. Wenn wir so weitermachen, können wir stolz auf uns sein.”
Was das Ergebnis in Bezug auf die Meisterschaft aussagt:
“Dazu möchte ich nicht allzu viel sagen. Aber bei uns hat noch niemand auf die Tabelle geschaut. Wir müssen unseren Job erledigen und nach 34 Spieltagen schauen, wo wir stehen. “
Wirtz zum FC Bayern? Alonso spricht Klartext
Xabi Alonso (Bayer Leverkusen)
Über die Frage, ob ein Mittelstürmer den Ball über die Linie gebracht hätte:
“Ja vielleicht, das werden wir nie wissen.”
Über die Leistung seiner Mannschaft:
“Aber ich glaube, dass die ganze Mannschaft auf Top-Niveau gespielt hat. So gegen Bayern zu spielen, ist nicht einfach. Wir haben ohne und mit Ball sehr gut gespielt und viele Chancen herausgearbeitet. Die Intensität und Konzentration war sehr gut. Wir haben es fast perfekt gemacht. Wir können viel Positives mitnehmen. Ich bin sehr stolz auf meine Spieler. Die Saison ist noch nicht vorbei.”
Über die Auswirkungen auf die Tabelle:
“Für die Tabelle ist es nicht gut. Wir hatten einige sch… Unentschieden, aber dieses Remis war ok.”
Vincent Kompany (Trainer FC Bayern München)
Über den Spielstil seiner Mannschaft:
“Im Idealfall wollen wir immer pressen und den Ball so schnell wie möglich zurückerobern. Aber wenn eine Mannschaft das Recht hat, zu spielen, dann müssen wir verteidigen. Das hat Leverkusen heute gemacht, sie haben den Ball sehr gut laufen lassen und sehr gut gepresst – also mussten wir verteidigen. Insofern kann ich meiner Mannschaft für die Mentalität und das Verteidigen trotzdem ein großes Kompliment machen. Wir haben so viele Spiele gespielt, in denen wir so viele Tore geschossen haben, deshalb ist das für uns ein Punkt, den wir mit nach Hause nehmen können.”
Über die aktuelle Tabellensituation:
“Wir haben nicht zufällig acht Punkte Vorsprung. Wir haben in dieser Saison (in allen Wettbewerben) schon mehr als 100 Tore geschossen, glaube ich. Okay, Leverkusen hat uns unter Druck gesetzt – aber wenn wir nach dem harten Kampf in Glasgow vor drei Tagen nicht die Mentalität zeigen, Schüsse und Flanken zu blocken und als Team mit Harry und Jamal zu verteidigen, dann hätten wir diesen Ort noch enttäuschter verlassen. Wir werden definitiv aus diesem Spiel lernen, aber wir nehmen das Ergebnis und machen weiter.”
Max Eberl (Sportvorstand FC Bayern München)
Über das Interesse an Florian Wirtz:
“Wir haben den Gedanken gar nicht. Es geht um das Spiel jetzt und darum, dass wir die deutsche Meisterschaft holen können. Wir können unseren Kader und unsere Verlängerungen besprechen. Alles andere kommt im Sommer. Ich fand die Diskussionen um Wirtz rund um das Spiel zu viel.”
Über die anvisierte Verlängerung mit Joshua Kimmich:
“Das weiß ich nicht, es wird sehr viel spekuliert. Wir hatten sehr, sehr gute Gespräche mit Josh. Wir hoffen, dass wir den nächsten Sack (nach Neuer, Davies, Musiala) zumachen können. Wir wissen genau, was wir wollen. Josh weiß, was wir wollen. Und jetzt hoffen wir, dass wir es noch über die Ziellinie bringen können.”
Rudi Völler (Sportdirektor DFB)
Über die Zukunft von Florian Wirtz:
“Ja, gute Gefühle in diesem Geschäft sind immer schwierig. Ich weiß, dass es Bemühungen gibt, dass der da bleibt. Es würde ihm sicher gut tun, noch ein Jahr hier zu bleiben. Das Wichtigste ist, dass sich Florian hier sehr wohl fühlt und mit dem Trainer und den Verantwortlichen ein tolles Verhältnis hat.”
Borussia Dortmund II wurde gegen den SV Sandhausen nicht für seinen Chancenwucher in der ersten Hälfte bestraft. Dennoch ist der 1:0-Sieg nach einer starken ersten Hälfte verdient.
Jordi Paulina (li.) und Niklas Lang (re.) im Zweikampf.
IMAGO/Frank Zeising
Nach dem 0:1 beim VfL Osnabrück, der bereits dritten torlosen Niederlage in Serie, war der BVB II vor dem Duell mit dem SV Sandhausen danach bestrebt, endlich wieder einen Sieg zu bejubeln. Es drohte ein Abrutschen in den Abstiegskampf. Um dies zu verhindern, wechselte Trainer Jan Zimmermann auch für das Duell mit dem SV Sandhausen mehrfach: Wätjen, Lelle und Göbel begannen für Azhil, Mogultay sowie Mané.
Dabei hatte der Gegner SV Sandhausen zuletzt das geschafft, wonach die Borussen strebten: Beim 1:0 gegen Arminia Bielefeld konnte unter dem neuen Coach Kenan Kocak, der Ehlich und Simnica (Startelfdebüt) für Iwe und Lorch in die Startelf beorderte, endlich mal wieder gewonnen werden – es war für den 44-Jährigen der erste Sieg seit seiner Rückkehr in die Kurpfalz. Doch sollte das Erfolgserlebnis am Samstag in der ersten Hälfte nicht zu einer breiten Brust der Gäste führen.
Auch wenn Ex-Borusse Butler bei seiner Rückkehr bereits nach nicht mal 60 Sekunden im Strafraum seiner ehemaligen Mitspieler auftauchte, waren es die Hausherren, die mutig in das Spiel starteten. Für den ersten Aufreger sorgte ein aberkanntes Tor der Dortmunder (11.).
Eberwein an die Latte
In der 17. Minute sollte es schließlich soweit sein: Nach 291 Minuten beendete Roggow den Torlos-Lauf des BVB II. Nach einem Querpass von Paulina musste der Kapitän nur noch ins lange Eck schieben – eine Chance, ein Tor; das Team von Trainer Jan Zimmermann legte eine beinahe nicht bekannte Effizienz zu Beginn an den Tag, sollte in der Folge aber auch nachweisen, wieso man solange torlos geblieben war.
Bei Lewalds Beinahe-Eigentor (26.) sowie Eberweins Lattenkracher (27.) fehlte das nötige Glück, und Paulina versinnbildlichte die fehlende Kaltschnäuzigkeit (29.). Auf Seiten der Dortmunder mangelte es nur noch an der verdienten Belohnung für einen mittlerweile dominanten Auftritt. So sah sich nach einer halben Stunde auch SVS-Trainer Kenan Kocak zu einer Abkehr der praktizierten Dreier- hin zu einer Viererkette gemüssigt. Aber auch mit der Umstellung hatten die Kurpfälzer Probleme, sich überhaupt aus der eigenen Hälfte zu kombinieren.
Nachdem aber insbesondere im Abschluss immer wieder falsche Entscheidungen getroffen wurde, exemplarisch versuchte es Foti lieber mit dem Außenrist als mit seinem schwachen Fuß (37.), ging es für die Kurpfälzer nach einem sehr schwachen Auftritt mit einem schmeichelhaften 0:1 in die Halbzeit.
Nach Wiederanpfiff sollte dieser zwar besser werden – jedoch weiter auf bescheidenem Niveau. Man präsentierte sich zwar nun bemühter und insbesondere der zur Halbzeit gekommene Fehler sorgte für frischen Wind – doch außer ein gefährlich getretener Freistoß von Duman sollte Lotka erstmals nichts in Verlegenheit bringen (58.).
Lotka hält den Sieg fest
Es dauerte bis zur 75. Minute, ehe sich der Schlussmann auszeichnen durfte. Aus dem Nichts war Fehler zum Abschluss gekommen. Und der Joker sollte es auch in der letzten Minute der regulären Spielzeit sein, der den Dortmundern beinahe nochmal den 1:0-Sieg aus den Händen gerissen hätte. Aber abermals fand der 22-Jährige seinen Meister im zehnmaligen Bundesliga-Torhüter. Mit dem Erfolg beendete der BVB II seine Niederlagen-Serie und sprang mit 32 Punkten am Team von Trainer Kenan Kocak, der aufgrund von Protesten über eine zu geringe Nachspielzeit nach dem Abpfiff noch die Rote Karte gesehen hatte, vorbei.
Am kommenden Samstag (14 Uhr) sind die Dortmunder dann zu Gast bei Alemannia Aachen. Einen Tag später (19.30 Uhr) heißt es für die Sandhäuser, Wiedergutmachung zu betreiben, wenn der SV Wehen Wiesbaden in der Kurpfalz gastiert.
Juventus Turin hat mit 2:1 gegen Como gewonnen und holt den zweiten Sieg in Folge. Como verpasste es, sich für eine gute Leistung zu belohnen.
Schoss seine Mannschaft wieder zum Sieg: Randal Kolo Muani
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Nach der 0:2-Niederlage gegen Bologna wechselte Como-Trainer Cesc Fabregas auf drei Positionen: Smolcic, Strefezza und da Cunha rückten für Engelhardt, Caqueret und den Rot-gesperrten Fadera in die Startelf.
Juventus Turin hingegen startete im Vergleich zum 4:1-Sieg gegen Empoli unverändert. Der Tabellensechste der Serie A stand trotz des Dreiers mächtig unter Druck: Um den Anschluss an die Champions-League-Plätze nicht zu verlieren, musste dringend ein Sieg her.
Como begann direkt druckvoll: In der zwölften Minute ließ Strefezza auf der rechten Seite Savona stehen und gab die Kugel an die Strafraumgrenze zu Paz, der direkt abschloss. Di Gregorio bewahrte seine Mannschaft mit einer Glanzparade vor dem frühen Rückstand.
Como kommt vor der Halbzeit zurück
Anschließend versuchte Juve die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen, jedoch fehlte der Mannschaft von Thiago Motta letztlich die Kreativität, um zu Chancen zu kommen. Stattdessen erspielten sich die Hausherren einen weiteren Torschuss durch da Cunha – bei di Gregorio war aber wieder Endstation (24.). Como machte das Spiel – doch Juve schlug während der Drangphase eiskalt zu: Kolo Muani bekam den Ball in den Lauf gesteckt und setzte sich stark per Finte gegen Dossena durch. Anschließend vollendete er trocken unter die Querlatte (34.).
Como zeigte sich jedoch sichtlich unbeeindruckt und machte einfach dort weiter, wo es vor dem Gegentor aufgehört hatte. Vor der Halbzeit kamen die Gastgeber dann verdientermaßen zum Ausgleich: Die Hintermannschaft der Alten Dame war nach einer Ecke unsortiert, sodass Diao am langen Pfosten in aller Ruhe zum Ausgleich einnicken konnte (45.+1). So ging es mit dem Remis in die Pause.
Später Elfmeter bringt den Sieg
Como begann erneut energisch – und hätte eigentlich direkt in Führung gehen müssen: Gatti schlug ein Luftloch, Diao legte quer auf Paz, der allerdings zu zentral abschloss, sodass di Gregorio per Fußabwehr parieren konnte (47.). In den folgenden Minuten verflachte das Spiel ein wenig: Beide Trainer begannen zu wechseln, was den Spielfluss zum Erliegen brachte.
Erst in der 75. Minute setzte Gonzalez wieder eine nächste Duftmarke, doch sein Abschluss rauschte am langen Eck vorbei. Ab dem Moment kippte das Spielgeschehen auf Seiten der Gäste: Juve übernahm die Kontrolle, ohne jedoch gefährlich zu werden – bis zur 89. Minute. Eine Flanke segelte in den Strafraum der Hausherren. Butez kam von der Linie, in der Absicht den Ball aus der Gefahrenzone zu fausten. Allerdings traf der Keeper nur Gatti im Gesicht. Referee Abisso entschied ohne zu zögern auf Elfmeter, den Kolo Muani zum Siegtreffer verwandelte.
Am Ende gewann Juve mit 2:1 gegen ein kämpferisches Como. Dadurch kletterte die Alte Dame auf Platz vier und setzte die Konkurrenz um die Champions-League-Plätze unter Druck. Die Hausherren hingegen verblieben zwar zunächst noch auf Rang 15, jedoch kann der Aufsteiger bei Siegen der Konkurrenz auf Platz 18 abrutschen.
Tore und Karten
0:1
Kolo Muani (34′)
1:1
Diao (45′)
Spieldaten
Como
Juventus
Spielinfo
Stadion
Giuseppe Sinigaglia
Zuschauer
13.602
Como ist als nächstes am kommenden Sonntag um 12.30 Uhr in Florenz zu Gast während Juve schon am Dienstag im Play-off-Hinspiel in der Champions League zu Hause auf Eindhoven trifft.