John Stones wird Manchester City in der entscheidenden Saisonphase lange fehlen. Auch Thomas Tuchel muss auf ihn verzichten.
Die Oberschenkelverletzung, die er sich im Playoff-Rückspiel der Champions League bei Real Madrid (1:3) vergangene Woche zuzog, zwingt Manchester Citys Abwehrspieler John Stones zu einer wochenlangen Pause.
Jadon Sancho hatte einen beeindruckenden Start beim FC Chelsea und erntete viel Anerkennung. Doch zuletzt gab es scharfe Kritik. Was ist passiert?
London – Der Saisonstart wirkte für Jadon Sancho und den FC Chelsea äußerst vielversprechend. In seinen ersten drei Premier-League-Einsätzen für die Blues legte Sancho jeweils einen Treffer auf – und zog so das Lob auf sich.
Teamkollege Tosin Adarabioyo schwärmte von einem „Spitzenspieler“, der Sancho doch sei. „Das sieht man, wenn er am Ball ist und wenn er arbeitet.“ Bei Chelsea sei man „sehr glücklich, ihn zu haben“, so Adarabioyo über Sancho im September.
Chelseas Trainer Enzo Maresca zeigte sich noch im Dezember „beeindruckt“ von Sancho. Der Flügelflitzer stieß im August auf Leihbasis von Manchester United zu den Londonern und sei seither „perfekt“ aufgetreten, lobte Maresca.
Chelsea-Legende kritisiert Sancho hart
Doch inzwischen ist die Euphorie um Sancho verflogen!
Chelsea-Legende John Obi Mikel griff Sancho nun in seinem Podcast The Obi One verbal an. „Er hat uns mit ein paar guten Spielen betrogen. Wir dachten, verdammt, jetzt kriegen wir diesen Sancho von Borussia Dortmund, aber er ist wieder verschwunden“, so Mikels vernichtendes Urteil.
„Ich weiß nicht, was mit Jadon passiert ist. Er ist von der Bildfläche verschwunden. Er kommt nicht mehr an Gegenspielern vorbei, kreiert keine Torchancen mehr. Er hilft dem Team nicht so, wie er es eigentlich sollte“, echauffierte sich Mikel und forderte: „Jadon muss sich steigern. Er muss verdammt nochmal aufwachen.“
Bereits im Oktober schrieb Ex-Chelsea-Stürmer Tony Cascarino in seiner Kolumne für die Times, dass Sancho es seinen Gegenspielern „viel zu leicht“ mache.
Nicht nur Sancho steckt in der Krise
Sanchos Absturz fällt mit Chelseas Formkrise zusammen. Noch am 17. Spieltag belegten die Londoner Tabellenplatz zwei in der Premier League. Inzwischen liegen die Blues nach 26 Partien nur noch auf Tabellenplatz sieben.
Im Dezember stand Sancho in der Premier League noch viermal hintereinander in der Startelf, dabei erzielte er seine bislang einzigen beiden Tore im Chelsea-Dress. Zuletzt musste er sich immer wieder mit der Rolle als Joker zufriedengeben.
Auch andere Spieler hinken ihrer Form hinter. Cole Palmer erzielte bis Mitte Januar 14 Tore in der Premier League, seit fünf Partien ist er torlos. Nicolas Jackson markierte sein neuntes und bislang letztes Tor Mitte Dezember, zuletzt fiel er mit einer Oberschenkelverletzung aus.
Beim BVB blühte Sancho wieder auf
Von den letzten zehn Ligaspielen gewann Chelsea nur zwei, derweil gab es fünf Niederlagen und drei Remis. Läuft es für Sancho nur dann gut, wenn auch sein Team zu performen weiß?
Borussia Dortmund schaffte es in der Vorsaison ins Finale der Champions League, dabei war Sancho einer der stärksten Spieler. Der BVB holte den Engländer für ein halbes Jahr per Leihe zurück, zu einer festen Übernahme im Sommer kam es aus Kostengründen aber nicht.
Schon in Manchester lief es nicht für Sancho
Zuvor fiel Sancho bei Manchester United in Ungnade, sportlich wusste er die hohen Erwartungen nicht zu erfüllen, mit dem damaligen Coach Erik ten Hag kam es zum Streit. Manchester United, seit Jahren im Chaos, bot offensichtlich nicht das richtige Umfeld für Sancho, der in Dortmund einst zum Star reifte und 2021 für 85 Millionen Euro zu den Red Devils wechselte.
Ob es nun bei Chelsea wieder bergauf geht? Sollte die Formkurve des Teams allmählich wieder nach oben zeigen, so besteht auch die Hoffnung einer Trendwende bei Sancho. Unter gewissen Bedingungen greift im Sommer eine Kaufpflicht, wonach der Ex-Dortmunder für kolportierte 30 Millionen Euro von den Londonern fest verpflichtet würde.
Bei Borussia Mönchengladbach (2022/23) endete seine Zeit bereits nach einer Saison. In England schreibt er nun an der nächsten Erfolgsgeschichte.
Daniel Farke ist Tabellenführer mit Leeds United, könnte mit dem Traditionsklub zum dritten Mal in seiner Karriere in die Premier League aufsteigen. Das hat seit Einführung der Premier League 1992/93 nur Trainer-Legende Neil Warnock geschafft.
Er wäre der erste deutsche Trainer, dem das Kunststück gelingt!
007 statt 04: Schalke-Spielerfrau mit Bond-Girl-Auftritt
Quelle: Instagram: @dilettaleotta23.02.2025
Am Abend steigt das Topspiel gegen den direkten Verfolger Sheffield United (21 Uhr/DAZN). Leeds könnte auf fünf Punkte wegziehen und den Vorsprung auf Platz drei auf satte sieben Punkte ausbauen. Die ersten beiden Plätze berechtigen zum direkten Aufstieg in die Premier League, die Mannschaften auf den Rängen drei bis sechs spielen in den Playoffs den dritten Aufsteiger aus.
In der vergangenen Saison verpasste Farke mit Leeds den Aufstieg denkbar knapp, scheiterte im 200-Mio-Euro-Endspiel in den Playoffs an Southampton (0:1). Jetzt könnte er der zweite Trainer seit Einführung der Premier League 1992/93 werden, der nach Neil Warnock zum dritten Mal als Trainer in die Top-Liga aufsteigt.
Vor der Saison verkaufte der Klub reihenweise Stars wie u.a. Georgino Rutter (Ex-Hoffenheim, für 46,7 Mio. Euro zu Brighton), Archie Gray (für 41,25 Mio. Euro zu Tottenham) oder Crysencio Summerville (für 29,3 Mio. Euro zu West Ham), nahm insgesamt 162 Mio. Euro ein.
Abgänge, die der Klub gut verkraftet hat. Neben Top-Torjäger Joel Piroe (14 Treffer) zeigt sich auch die offensive Dreierreihe im bevorzugten 4-2-3-1-System Farkes gefährlich vor dem gegnerischen Kasten. Daniel James (10 Tore), Brenden Aaronson (8) und Manor Solomon (7) kommen zusammen auf 25 Tore, waren zudem jeweils an mindestens zehn Toren direkt beteiligt.
Manchester (dpa) – Tabellenführer FC Liverpool hat im Meisterschaftsrennen der Premier League ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Die Engländer von Trainer Arne Slot setzten sich am Sonntag wie schon im Hinspiel mit 2:0 (2:0) bei Titelverteidiger Manchester City durch. Liverpool führte die seit Monaten kriselnden Gastgeber um den Ex-Frankfurter Omar Marmoush streckenweise vor.
Salah und Szoboszlai mit Teamwork
Der überragende Mohamed Salah brachte die Reds in der 14. Minute nach einer Vorlage des früheren Leipzigers Dominik Szoboszlai mit einem abgefälschten Schuss in Führung. In der 37. Minute erhöhte Szoboszlai wiederum nach Vorlage von Salah und traf im verregneten Manchester per Linksschuss ins rechte Eck.
Mohamed Salah war bei Liverpool mal wieder ein entscheidender Mann. (Foto: Martin Rickett/PA Wire/dpa)
City-Trainer Pep Guardiola, der in den letzten Wochen zunehmend ratlos wirkte, musste verletzungsbedingt auf Stürmer Erling Haaland und Abwehrspieler John Stones verzichten. Seine Cityzens, die sich unter der Woche mit einem 1:3 bei Real Madrid aus der Champions League verabschiedet hatten, hatten zwar mehr Ballbesitz, entwickelten bei ihren Offensivaktionen jedoch zu selten Torgefahr.
Man City wieder zu anfällig und zu harmlos
Nachdem Curtis Jones’ vermeintlicher Treffer zum 3:0 nach einer knappen Stunde wegen einer Abseitsposition vom Videoassistenten aberkannt wurde, bäumte sich Manchester City noch einmal auf. Fast im Gegenzug forderte Marmoush mit seinem Schuss Liverpool-Keeper Alisson. Doch die Hausherren blieben zu harmlos. Liverpool verpasste mehrfach die Vorentscheidung.
Ratlos: Pep Guardiola steckt mit Manchester City weiter tief in der Krise. (Foto: Dave Thompson/AP/dpa)
Durch den Auswärtserfolg festigte die Slot-Elf ihre Spitzenposition. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten FC Arsenal betrug nach dem Abpfiff elf Punkte, wobei die Reds ein Spiel mehr absolviert hatten als die Konkurrenz. Man City hatte als Tabellenvierter bereits 20 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter.
Der Meister Manchester City empfängt am 26. Spieltag der Premier League den FC Liverpool. So verfolgt ihr das Duell im Free-TV, Livestream und Liveticker.
Das nächste Topspiel in der Premier League steht an! Am 26. Spieltag trifft der amtierende Meister Manchester City auf den FC Liverpool.
Die Vorzeichen vor diesem Duell am Sonntagabend im Etihad Stadium von Manchester sind doch überraschend deutlich – und zwar zugunsten der Gäste.
Der FC Liverpool, gecoacht von Jürgen Klopps Nachfolger Arne Slot, führt die Premier League mit 61 Punkten souverän an, somit könnte der Niederländer schon in seiner ersten Saison bei den “Reds” den Meistertitel einfahren.
Während Liverpool vom Titel träumen darf, strauchelt Manchester City doch bedenklich.
Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola hat aufgrund einer unglaublichen Schwächephase in den zurückliegenden Monaten den Anschluss an Liverpool komplett verloren. Die “Citizens” liegen vor dem Spieltag mit 44 Punkten nur auf Rang 4.
Das Hinrunden-Duell in der Premier League verlor ManCity Anfang Dezember 2024 zudem mit 0:2 an der Anfield Road. Cody Gakpo und Mohamed Salah sorgten damals für die Tore im Topspiel. Für Liverpool war dies der erste Sieg seit Oktober 2022 gegen ManCity.
ManCity vs. Liverpool live: Wer überträgt im TV?
Im Free-TV wird die Premier League in dieser Saison nur vereinzelt in Kooperation mit RTL gezeigt – diese Partie allerdings nicht. Im Pay-TV hält Sky die Rechte an der Übertragung der höchsten englischen Spielklasse. Um die entsprechenden Sky-Sender zu empfangen, muss zuvor allerdings ein Pay-TV-Vertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen werden.
Premier League live: Wo läuft Manchester City gegen Liverpool im Stream?
Wer einen Pay-TV-Vertrag bei Sky hat, kann den Livestream zur Partie via Sky Go abspielen. Alternativ findet sich dieser auch nach Abschluss eines kostenpflichtigen Abos bei WOW TV.
FC Liverpool zu Gast bei Manchester City: Wo gibt’s einen Liveticker?
Wie gewohnt könnt ihr die Partie im Liveticker auf ran.de oder in der ran-App (zum Download im Apple- und Android-Store) verfolgen.
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Während Liverpool vom Titel träumen darf, strauchelt Manchester City doch bedenklich.
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