Mats Hummels hat mit Unverständnis auf den Wirbel um seinen humorvoll gemeinten Instagram-Post vom Montag reagiert. „Verrückt, dass jemand sagt, es sei Kritik an Herrn Ranieri, den ich so sehr schätze und respektiere. Wow“, schrieb der 36-Jährige Roma-Profi in seiner Story. Sobald Hummels Fotos aus Rom posten würde, „schreiben die Leute ‘vacanze en roma’ (Ferien in Rom) und genau darum geht es in dem Witz unter meinem letzten Beitrag“, erklärte er weiter. Der Corriere dello Sport hatte berichtet, dass Hummels zuvor für Ärger beim italienischen Fußball-Traditionsklub AS Rom gesorgt habe.
Die Roma spielt in den Europa-League-Playoffs Remis gegen Porto. Nach der Partie polterte AS-Trainer Claudio Ranieri gegen den deutschen Schiedsrichter Tobias Stieler.
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Ohne Mats Hummels ist die AS Rom in der Europa League nur zu einem Unentschieden gekommen – laut Trainer Claudio Ranieri lag dies jedoch vor allem am deutschen Schiedsrichter Tobias Stieler. “Dieser Schiedsrichter verdient keinen Gruß, er hat keinen Respekt bei einem internationalen Match verdient”, wetterte der Italiener bei Sky Sport nach dem 1:1 seiner Mannschaft im Playoff-Hinspiel beim FC Porto.
Ranieri: Stieler ließ sich von Porto-Fans beeinflussen
“Wir haben heute Abend wirklich gut gespielt, dieses Remis ist ungerecht”, sagte der 73-Jährige: “Nach dem Match habe ich die Jungs sofort vom Spielfeld weggeschickt.” Laut Ranieri habe der Schiedsrichter den FC Porto offenkundig bevorzugt und sich von den portugiesischen Heimfans beeinflussen lassen. Stieler habe nur darauf gewartet, “dass in unserem Strafraum etwas passierte, um Porto mit einem Elfmeter zum Sieg zu verhelfen.” Das sei “offensichtlich”, polterte Ranieri.
Stieler verteilte während des Spiels neun Gelbe Karten, Roms Mittelfeldspieler Bryan Cristante musste das Feld zudem nach Gelb-Rot verlassen. Einen Elfmeter gab es jedoch für keine Mannschaft.
“Es war ein Wunder, das wir nicht verloren haben. Bei einigen Gelben Karten waren wir naiv, aber mein Gott, so etwas habe ich noch nicht gesehen”, sagte Ranieri und fügte süffisant an: “Es war fantastisch. Ein Stierkampf.”
“Wie kann die Uefa so einen Schiedsrichter einsetzen?”
Claudio Ranieri über Tobias Stieler
An Kritik an der Europäischen Fußball-Union (Uefa) und Schiedsrichterboss Roberto Rosetti sparte Ranieri ebenfalls nicht: “Wie kann die Uefa so einen Schiedsrichter einsetzen? Es ist schwer für mich, das zu akzeptieren.”
Auch die italienischen Gazetten gaben dem Trainer recht – Stieler sei “schauderhaft” gewesen, kritisierte die “Gazzetta dello Sport”. Er wolle “den Weltrekord an Gelben Karten aufstellen”, schrieb der “Corriere dello Sport”. (sid/dpa/bearbeitet von ms)
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Nach dem 1:1 in der Europa League beim FC Porto hat Roma-Trainer Claudio Ranieri die Leistung des deutschen Schiedsrichters Tobias Stieler massiv kritisiert. „Es war ein Wunder, das wir nicht verloren haben. Bei einigen Gelben Karten waren wir naiv, aber mein Gott, so etwas habe ich noch nicht gesehen“, sagte der 73-Jährige und fügte süffisant an: „Es war fantastisch. Ein Stierkampf.“
Achtmal zückte Stieler gegen die Römer Gelb, Bryan Cristante (72. Minute) sah die Karte zweimal und musste vorzeitig vom Platz. Aufseiten Portos waren es drei Verwarnungen. Ranieri warf Stieler zudem vor, nur darauf gewartet zu haben, „einen Elfmeter zu geben“, den es allerdings nicht gab.
Im Playoff-Hinspiel, das Mats Hummels komplett von der Bank der Giallorossi aus verfolgte, war AS Rom in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit durch Zeki Çelik in Führung gegangen. Porto glich Mitte des zweiten Durchgangs nach einem Konter durch Francisco Moura (67. Minute) aus. Direkt nach dem Schlusspfiff ging Ranieri auf das Feld, schickte seine Spieler mit wütendem Blick in die Kabine. „Sie sollten sich nicht vom Schiedsrichter verabschieden. Er hatte es nicht verdient“, erklärte der Trainer-Routinier sein Auftreten.
Vor dem Ausgleich der Portugiesen hatte Rom eine Ecke, Ranieri wollte im Anschluss einen Wechsel vornehmen. „Wir haben dies dem vierten Offiziellen mitgeteilt, aber er hat es dem Schiedsrichter nicht gesagt. Ich weiß nicht warum. Sie haben es schnell ausgespielt und getroffen“, meinte der Italiener.