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  • Werder Bremen: Ole Werner – „Die zwei Leben

    Werder Bremen: Ole Werner – „Die zwei Leben


    Fußballtrainer war nicht der Karriereplan von Werder Bremens Trainer Ole Werner. In anderen Jobs aber wäre er wohl nicht glücklich geworden, sagt der 36-Jährige im sehr persönlichen Interview. Denn für seinen Alltag bedarf es einer speziellen Struktur.

    Auf dem angestrebten Weg in den Europapokal darf der Angstgegner für Werder Bremen dieses Mal kein Stolperstein werden. Fast elf Jahre lang warten die Grün-Weißen auf einen Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Als es letztmals einen Dreier gegen die Kraichgauer gab, saß noch ein gewisser Robin Dutt als Trainer auf der Werder-Bank. Die Bremer Treffer erzielten Philipp Bargfrede, Santiago Garcia und Nils Petersen.

    An diesem Sonntag (15.30 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) müssen es in Hoffenheim andere richten. Vor der Partie bezog Trainer Ole Werner Stellung.

    Frage: Herr Werner, nach dem Mainz-Spiel Anfang Februar sahen Sie erstmals Rot. Was haben Sie sich von der Mannschaft anhören müssen?

    Ole Werner: Die Spieler waren kein Problem. Es war eher ein Thema, das ich mit mir selbst auszumachen hatte. Ich musste meine Strafe in die Mannschaftskasse zahlen. Und die ist schon so hoch, dass sie wehtut. Ich saß dann abends am Küchentisch und habe per Online-Überweisung meine Rechnung bezahlt.

    Frage: In der öffentlichen Wahrnehmung sind Sie ein sehr kontrollierter Typ. Wie sind Sie abseits des Platzes?

    Werner: Die zwei Leben unterscheiden sich bei mir schon sehr deutlich. Ich bin lockerer, deutlich unstrukturierter und nehme viele Dinge, die mich betreffen, nicht so ernst. Ich kann deutlich besser damit umgehen, wenn etwas nicht gelingt. Das klappt im Job weniger. Ich bin als Trainer einfach meistens konzentriert, im privaten Bereich nicht.

    Frage: Wie äußert sich die Lockerheit?

    Werner: Ich kann auch mal mit dem Auto in den Urlaub fahren und noch nicht wissen, ob es nach Frankreich oder Italien geht. Ich lebe spontan, brauche keinen Tagesplan und glaube, dass deshalb auch Fußballtrainer der Beruf ist, bei dem ich hängengeblieben bin. Weil du nicht weißt, was morgen passiert. Mit einem völlig strukturierten, eintönigen Alltag käme ich wahrscheinlich nicht zurecht.

    Frage: Fußballtrainer war nicht ihr Karriereplan. Sie haben eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht, Deutsch auf Lehramt studiert. Wären Sie in den Jobs glücklich geworden?

    Werner: Das bezweifle ich. Wenn man sich mein Leben anguckt, habe ich eigentlich alle zwei, drei Jahre etwas Neues gemacht. Das, was man noch nicht kennt, hat mich gereizt.

    Frage: Sie haben auf Lehramt studiert. Eine Verlegenheitslösung?

    Werner: Nein. Obwohl ich nie gut in der Schule war, habe ich mich dort immer wohlgefühlt. Und ein vernünftiges Einkommen gibt es auch. Ich habe aber bei Weitem nicht zu Ende studiert, war mehr Semester eingeschrieben als wirklich aktiv.

    Frage: Immerhin konnten Sie so umsonst mit den Öffis fahren.

    Werner: Das stimmt (lacht).

    Frage: Wie haben Sie sich als Student finanziert?

    Werner: Ich war bei Holstein Kiel schon Jugendtrainer und habe ein bisschen was verdient – zweistellig im Monat. Kein Witz! Das durften meine Eltern bei dem Zeitaufwand nicht wissen. Ich hatte einen Job im Gartenservice, habe in der Buchhaltung einer Augenklinik gearbeitet und BAföG bekommen. Eine anstrengende Zeit, weil ich die vielen Jobs koordinieren musste. Auf der anderen Seite bin ich gerne und viel feiern gewesen. Mit dem schmalen Portemonnaie, das ich hatte, habe ich trotzdem schöne Abende hingekriegt (lacht). Die Freunde habe ich immer noch. Da hat sich bei mir in den vergangenen 18 Jahren wenig getan.

    Frage: Sie haben auch ein Jahr als Gärtner in Australien verbracht. Wie kam es dazu?

    Werner: Eigentlich wollte ich studieren, das hat aber nicht geklappt. An gewissen Unis musste man das Abi-Zeugnis beilegen und an anderen nicht. In Kiel hätte ich es gemusst, wusste es aber nicht. Ich musste also Zeit überbrücken …

    Frage: Dann ging es nach Australien.

    Werner: Weil ich mit nicht viel Geld runter bin, musste ich erst mal neun Monate lang arbeiten, um danach reisen zu können. Eigentlich war die Zeit in Sydney, neun Monate mit richtigen Nachbarn, Job und Wohnung, die schönste. Das hat noch viel mehr Spaß gemacht, als dann das Land zu bereisen.

    Frage: Ist noch Garten-Know-how hängengeblieben?

    Werner: Damit kann ich mich blicken lassen. Ich selbst habe keinen großen Garten, helfe aber meiner Mutter, wenn die Zeit es zulässt. Ob mit der Heckenschere oder womit auch immer.

    Frage: Woher kommen die Abenteuerlust und das Interesse, neue Dinge auszuprobieren?

    Werner: Die Neugier habe ich von meinen Eltern. Ein Beispiel: Als ich früher im Urlaub war, gab es noch nicht in jedem Land Roaming. Dann bin ich manchmal alleine mit dem Bus durch Europa gefahren, weil am Saisonende Ende Mai keiner Zeit hatte. Ich habe mir im Baskenland Sachen aufgeschrieben, die ich dort interessant fand. Und als ich zu Hause war, hatte ich 20 Sachen, die ich googeln konnte. Das macht mir einfach Spaß.

    Frage: In einer Woche sind Bundestagswahlen. In Deutschland und der Welt ist unglaublich viel los. Bereitet Ihnen das Weltgeschehen Sorge?

    Werner: Es beschäftigt mich schon. Jeder merkt, dass Dinge in der Welt in Bewegung sind. Dass jahrelange Gewissheiten keinen Bestand mehr haben. Aber vieles ist so komplex, dass man es selbst nur schwer einordnen kann. Das sorgt für Verunsicherung. Ich bin in Europa in einer relativ berechenbaren Welt aufgewachsen, das verändert sich gerade.

    Frage: Wie äußert sich die Verunsicherung bei Ihnen?

    Werner: Ich denke über vieles mehr nach als noch vor fünf Jahren. Und es ergeben sich mehr Gespräche über Themen, die viel diskutiert und kontrovers sind. Auch bei den Spielern merkt man das. Gerade heute ging es in der Kabine darum, wofür welche Parteien bei der Bundestagswahl stehen. Ich habe schon das Gefühl, dass es für alle bei uns ein Thema ist und jeder ein ähnliches Gefühl hat wie ich. Dass man sich informieren muss, und versucht, sich eine Meinung zu bilden.

    Frage: Ihr Vertrag läuft bis 2026. Laufen Gespräche über eine Verlängerung?

    Werner: Es gibt schon Zukunfts-Gespräche. Aber weniger über meinen Vertrag. Eher darüber, was wir vorantreiben wollen. Es steht ein Sommer vor der Tür, der für uns wichtig sein wird, in dem Weichen gestellt werden. Sicher weiß man es nie, aber es kann gut sein, dass ein Umbruch bevorsteht.

    Frage: Sie haben Werder in die 1. Liga zurückgeführt, den Verein dort etabliert. Hat bei Ihnen mal ein anderer Klub angeklopft?

    Werner: Ich habe noch nie parallel mit einem Verein Gespräche geführt, wenn ich bei einem anderen gearbeitet habe. Ich bin mit dem Kopf total hier, es gibt genug zu tun und es ist nicht so, dass mir langweilig wird. Ich habe hier nicht das Gefühl, dass es abgeschlossen ist.

    Frage: Aus der Zeit in Australien wird gutes Englisch übrig geblieben sein. Können sie sich eines Tages eine Station in den USA oder England vorstellen?

    Werner: Es kann schon sein, dass ich die Herausforderung suche. Ich warte aber nicht auf einen Anruf mit englischer Vorwahl.

    Frage: Sie haben gesagt, dass Sie vielleicht noch mal in einem ganz anderen Bereich arbeiten möchten. Was könnte das sein?

    Werner: Ich komme aus einer Gegend, in der Tourismus und besonders Wassersport eine Rolle spielen. Und ich habe viele Freunde, die damit ihr Geld verdienen. Ich kann mir gut vorstellen, da mitzuarbeiten. In der Hotellerie, Gastronomie, aber auch in Surfschulen. Ich könnte Inhalte vermitteln, mit jungen Leuten zu tun haben und an der frischen Luft sein. Aber es könnte sogar sein, dass ich noch mal Lehrer werde. Um einen anderen Alltag zu haben, neue Dinge zu lernen. Vielleicht kommt irgendwann der Tag, an dem ich auf andere Art und Weise Dinge weitergeben möchte.

    Frage: Surflehrer mit 50 also?

    Werner: Warum nicht? Man muss dann ja nicht mehr selbst draufstehen, sondern nur erklären, wie es geht (lacht). Das ist für mich nicht total absurd – das kann man schon machen.

    Der Text wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, SPORT BILD, BILD) erstellt und zuerst in SPORT BILD veröffentlicht.



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  • FC Bayern siegt minimalistisch gegen Werder Bremen

    FC Bayern siegt minimalistisch gegen Werder Bremen


    Früher gingen Spiele zwischen den Topteams der Frauen-Bundesliga und dem Rest deutlich aus, nicht selten mit sieben oder noch mehr Toren Unterschied. Die Zeit eines solchen Wettschießens scheint vorbei: Am Sonntag verloren die Frauen des SV Werder in der Bundesliga nur mit 0:1 beim FC Bayern. Das Ergebnis war also knapp – und dennoch war Werder chancenlos.

    Wenn man es positiv sehen will, haben die Bremerinnen über weite Strecken gut das eigene Tor verteidigt. Sieht man es objektiver, dann haben sie es nie geschafft, das gegnerische Tor zu bedrohen. Werder-Trainer Thomas Horsch wählte die positive Sichtweise, als er wenige Tage nach dem Weiterkommen im DFB-Pokal in Leverkusen sagte: „Wir haben uns am Ende der englischen Woche sehr achtbar aus der Affäre gezogen. Das Ergebnis geht in Ordnung.“ Er habe die Belastung seiner Spielerinnen etwas gesteuert und sei froh, dass alle unverletzt aus dem Spiel kamen.

    Für die Bayern waren es drei wertvolle Punkte im Kampf um den Titel, zumal der VfL Wolfsburg wenig später deutlich gegen Verfolger Frankfurt gewann. Für Werder hingegen war es das zweite verlorene Ligaspiel in Folge nach dem 1:4 gegen RB Leipzig.

    Ein Duell mit der langjährigen Werder-Kapitänin Michelle Ulbrich wurde es in München nicht: Die Abwehrspielerin kam nach ihrem Januar-Wechsel an die Isar bisher keine Sekunde im Bayerntrikot zum Einsatz, auch nicht am Sonntag gegen Werder.

    Es war das erste Spiel der Bremerinnen nach dem Bekanntwerden des Trainerwechsels: Horsch möchte nach der Saison bei Werder aufhören, sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin wird bereits gesucht. Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz und Frauen-Abteilungsleiterin Birte Brüggemann haben mit der Trainersuche begonnen.

    Das Spiel in München ist schnell erzählt. Nach 90 Sekunden hatte Werder noch Glück nach einem Kopfball der Bayern, nach 16 Minuten nicht mehr: Pernille Harder köpfte den Ball nach einer weiten Flanke am langen Pfosten ins Tor. Zehn Minuten später musste Werders Torfrau Livia Peng ihre Klasse zeigen, nach einem Schuss von Klara Bühl aus kurzer Distanz lenkte sie den Ball mit einem Reflex an die Latte. Bis dahin hatte Werder noch keine eigene Torchance verzeichnet, während die Gastgeberinnen auf eine höhere Führung drängten. Es wirkte phasenweise wie ein Trainingsspiel für die Münchnerinnen – mit viel Ballbesitz, vielen Pässen, vielen gewonnenen Zweikämpfen und der Möglichkeit, Spielzüge auszuprobieren. Was man Werder anmerkte: Kapitänin Lina Hausicke fehlte nach ihrer Roten Karte gegen Leipzig gesperrt.

    Drei Wechsel zur Pause

    Spannung gab es wegen des knappen Spielstandes: Bayern führte nur 1:0, ein genialer Spielzug oder ein Glückstor von Werder hätten alles verändern können. Aber: Weder das eine noch das andere hatten die Bremerinnen zu bieten – auch wenn Horsch zur Halbzeitpause dreimal wechselte und seine Offensive mit Maja Sternad, Sophie Weidauer und Emöke Papai neu sortierte. Ein offensives Aufbäumen entstand dadurch nicht. Es wurde ein Arbeitssieg der Münchnerinnen. Immerhin gab es eine schöne Randnotiz auf Bremer Seite: Maria Penner, 17-jährige Abwehrspielerin, feierte mit ihrer Einwechselung ihr Bundesligadebüt.

    Jetzt folgt eine Länderspielpause, die deutsche Mannschaft spielt ohne Bremer Beteiligung in der Nations League in den Niederlanden und gegen Österreich. Einige Werder-Legionärinnen sind mit ihren Teams unterwegs. Das nächste Spiel in der Frauen-Bundesliga steht für Werder erst am 10. März an: das Montagsspiel gegen die TSG Hoffenheim (18 Uhr). Vorher sind Werders Blicke schon an diesem Montag auf die Auslosung des DFB-Pokals gerichtet. Ab 20.30 Uhr (live bei Sky) gibt es den Gegner fürs Halbfinale. Im Lostopf sind neben Werder die Bayern, Hoffenheim und Zweitligist Hamburger SV. Horsch: „Wir hoffen auf eine gute Auslosung und einen intensiven März.“

    Zur Sache

    FC Bayern: Mahmutovic – Hansen, Viggosdottir, Sembrant, Simon – Zigiotti, Zadrazil (59. Caruso) – Damnjanovic (70. Zawistowska), Tanikawa (70. Sehitler), Bühl (83. Bühl) – Harder (60. Schüller)

    SV Werder: Peng – Matheis (72. Penner), Schmidt, Nemeth, Ronan – Arfaoui, Walkling, Dieckmann (61. Dahms), T. Mahmoud (46. Sternad) – Mühlhaus (46. Weidauer), Wieder (46. Papai)

    Tor: 1:0 (16.) Harder

    Schiedsrichterin: Miriam Schwermer (Rieder) – Zuschauer: 2500

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  • Werder Bremen: Zur Pause raus! Das steckt hinter dem

    Werder Bremen: Zur Pause raus! Das steckt hinter dem


    Das 1:3 gegen Hoffenheim war eine Enttäuschung. Nach früher Führung (Eigentor Nsoki/7.) verlor Werder Bremen erst den Faden und am Ende nach ganz schwacher Leistung das Spiel gegen den Krisen-Klub.

    Die Bremer offenbarten Schwächen in der Defensive und bekamen vor der Pause im Offensiv-Spiel kaum eine Torszene zustande. Dabei gelang einem Spieler besonders wenig: Marvin Ducksch (30).

    Werders Top-Angreifer (13 Scorer-Punkte) erwischte einen ganz schwachen Tag. Sein Torschuss-Versuch (40.) vor der Pause wurde simpel geblockt, eine Ecke (42.) versemmelte er kläglich, dazu führte ein versprungener Ball zu Geraune bei den Fans.

    Mutige Rangnick-Antwort: „Mit mir wäre Leipzig schon Meister geworden“

    Teaser-Bild

    Quelle: BILD16.02.2025

    Konsequenz: Zur Pause nahm Trainer Ole Werner den Top-Star runter. Ein ungewöhnlicher Vorgang.

    Werder Bremen: Das steckt hinter dem Ducksch-Denkzettel!

    Werner: „Wir haben drei Wechsel zur Halbzeit vorgenommen, weil wir eine andere Energie auf den Platz bringen wollten. Wir wollten vorn einen anderen Spielertypen haben, weil wir es nicht geschafft haben, spielerische Lösungen in Halbräumen zu finden. Deshalb haben wir uns für André entschieden.“

    Für Ducksch kam Neuzugang Silva, der agiler war, aber ebenfalls keine Bäume ausriss. Nicht das erste Mal, dass Bremens Stürmer Nr. 1 früh ausgewechselt wurde, aber eine Seltenheit. Zuvor nahm ihn Werner letztmals beim 0:5 gegen die Bayern (4. Spieltag) zur Pause runter.

    Kritik am bei vielen Fans kritisch betrachteten Ducksch gibt es von den Bossen jedoch nicht.



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  • Bundesliga: Debakel sowohl für Hertha als auch Borussia Dortmund – und schließlich Werder Bremen

    Bundesliga: Debakel sowohl für Hertha als auch Borussia Dortmund – und schließlich Werder Bremen


    Aktienemittent Borussia Dortmund verlor das nächste Spiel in der 1sten Bundesliga, Anleiheemittent Hertha BSC Berlin dagegen zum vierten Mal in Serie.

    Neuer Trainer in Dortmund, weiterhin kein Fortune in der Bundesliga. Auch beim – jetzt ehemaligen Tabellenschlusslicht – VFL Bochum ging die Borussia sang- und klanglos mit 2:0 unter. Ex-Nationalspieler Niklas Süle zeigte eindrücklich, warum er auf der Bank besser aufgehoben wäre als im Spiel: Der Pass zum Gegentor muss beinahe als Vorlage für ihn gewertet werden. Man kann es nur noch einmal betonen: Die Abwehr der Borussia ist eine Katastrophe. Aber auch die Offensive tat sich am Samstag gegen den Tabellenletzten nicht wirklich hervor, sondern glänzte durch das Vergeben diverser Großchancen. Ein 3:2 Auswärtssieg hätte drei Punkte gebracht, aber die Hauptbaustelle(n) vernebelt.

    Echte Liebe, hart auf dem Prüfstand: Borussia Dortmund in der 1sten Bundesliga

    Echte Liebe, hart auf dem Prüfstand: Borussia Dortmund in der 1sten Bundesliga

    Platz 11 mit 29 Punkten. Zugegeben, zu den internationalen Rängen sind es nur sechs Punkte, bis zur Champions League sind es acht. Allerdings liegt die obere Tabellenhälfte abgesehen von Meister und Ex-Meister auch sehr dicht beisammen – dort noch hineinzustoßen, sieht für die Borussia derzeit weiter entfernt denn je aus.

    In Berlin darf man sich wohl auf die gefühlt 17nte Interimsübernahme durch Pal Dardai einrichten bis Ende der Saison. Die Hertha verlor auch das vierte Spiel in Serie, sogar nach Führung. Die Hertha hat zwar in diesen vier Spielen gegen drei Ex-Tabellenführer der 2ten Bundesliga verloren (was in dieser Saison gar nichts heißt), allerdings auch gegen Schlusslicht Jahn Regensburg. Vom derzeitigen BSC-Trainer wird man nach BondGuide-Prognose nie wieder etwas hören – genau wie vorher also. Wo graben die Hauptstädter eigentlich diese Namen immer wieder aus? – während Urgewächs Dardai sich einen schlanken Fuß auf der Tribüne macht und nur mitleiden darf.

    In den Sonntagsspielen kann Schalke 04 mit einem Sieg gegen Karlsruhe erstmals in dieser Saison an Tabellennachbar Hertha vorbeiziehen. Sogar ein Unentschieden würde reichen – es wurde ein 2:1.

    Der vierte Kapitalmarktemittent, der SV Werder Bremen, steht bereits vor der Borussia und könnte sich nur um einen Tabellenplatz verbessern, und zwar vor den FSV Mainz. Im Heimspiel gegen die co-abstiegsbedrohte TSG Hoffenheim besteht eine gute Möglichkeit dazu. Indes, es wurde eine nicht sehr ansehnliche Heimpleite 1:3 gegen Hoffenheim. Trotz Führung. Werder muss nun kleinere Brötchen backen – nach oben ist der Zug endgültig abgefahren.

    Falko Bozicevic

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  • Fußball | Bundesliga: Hoffenheim bezwingt Bremen auf…

    Fußball | Bundesliga: Hoffenheim bezwingt Bremen auf…


    Stand: 16.02.2025 20:37 Uhr

    Durch den 3:1-Erfolg bei Werder Bremen hat die TSG Hoffenheim drei wichtige Punkte im Abstiegskampf geholt. Für Trainer Christian Ilzer war es die geforderte Reaktion auf die Klatsche gegen Union Berlin.

    Die 0:4-Pleite gegen Union Berlin in der Vorwoche hatte Spuren hinterlassen, die blutleere Vorstellung der Hoffenheimer hatte die Abstiegsängste im Kraichgau verschärft. Trainer Christian Ilzer forderte im Spiel gegen Bremen deshalb von seinem Team eine leidenschaftliche Leistung – mit Erfolg: Trotz eines frühen Rückstands erkämpfte sich die TSG einen 3:1-Sieg bei den Hanseaten und verschaffte sich im Tabellenkeller Luft auf die Abstiegsränge.

    “Wir sind alle sehr, sehr glücklich, hier gewonnen zu haben”, sagte der Coach nach der Partie, “nach der Union-Klatsche tut uns das allen sehr gut – nicht nur für die Tabelle, sondern auch für den Kopf.” Und auch Mittelfeldmann Anton Stach fand: “Wir haben eine Reaktion gezeigt im Vergleich zum letzten Spiel. Das war extrem wichtig”.

    Hoffenheim gerät früh in Rückstand, Stach leitet Wende ein

    Dabei startete die Partie alles andere als glücklich aus Sicht der Hoffenheimer. Denn nach gerade einmal sieben Minuten traf Stanley Nsoki nach einer scharfen Hereingabe per Kopf ins eigene Tor. “Das war extrem bitter”, kommentierte Mitspieler Stach die Situation, “es war eigentliche keine gefährliche Situation und deshalb sehr unglücklich.” Trotzdem sei sein Team ruhig geblieben und habe den “Matchplan” weiter verfolgt.

    Der Tabellen-15. erarbeitete sich einige Torchancen und kam durch Anton Stach in der 28. Minute zum Ausgleich. Noch vor der Halbzeitpause drehte Tom Bischof die Partie dann mit seinem Treffer zum 2:1 zugunsten der Gäste. “Wir sind schnell zurückgekommen und haben einen guten Rhythmus gefunden”, sagte Ilzer, “es war vor allem auch eine gute Energie und eine gute Leidenschaft.”

    Orban sorgt für Enstand, Hoffenheim hofft auf Konstanz

    Diese Leidenschaft zeigten die Kraichgauer auch im zweiten Abschnitt und spielten weiter mutig nach vorne. Marius Bülter scheiterte zunächst noch an Werder-Keeper Michael Zetterer, besser machte es nach gut einer Stunde Gift Orban, der nach schnellem Umschaltspiel und einer Flanke von Kramaric für den 3:1-Enstand (63.) sorgte. “Wir haben viel investiert für die Ballgewinne und haben es dann auf eine sehr gute fußballerische Art und Weise gelöst”, lobte Ilzer. “Das muss in den Köpfen drin sein: Den Ball zu jagen und daraus unmittelbare Torchancen zu kreieren. Und mit diesem Stilmittel sind wir heute erfolgreich gewesen”, so der Österreicher weiter.

    Diese “wundervolle Art und Weise” zu spielen, will Ilzer nun mit in die nächsten Partien nehmen. “Wir müssen Konstanz reinbringen und die Ausreißer nach unten wie gegen Union wegbekommen”, sagte der 47-Jährige. Die nächste Chance dazu bekommen die Kraichgauer am kommenden Sonntag (23.02., 19:30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart.

    Sendung am So., 16.2.2025 23:20 Uhr, SWR Sport, SWR



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  • Bundesliga, 22. Spieltag – Sonntag: Hoffenheim gewinnt in…

    Bundesliga, 22. Spieltag – Sonntag: Hoffenheim gewinnt in…


    Auswärts konnte sich Hoffenheim wichtige drei Punkte sichern. Bei Werder Bremen gewann die TSG klar. Der Spielbericht

    Bundesliga, 22. Spieltag – Sonntag: Romano Schmid von Werder Bremen im Zweikampf mit Arthur Chaves von der TSG 1899 Hoffenheim

    Romano Schmid von Werder Bremen im Zweikampf mit Arthur Chaves von der TSG 1899 Hoffenheim
    © Stuart Franklin/​Getty Images

    SV Werder Bremen – TSG 1899 Hoffenheim 1:3 (1:2)

    Die TSG Hoffenheim hat in Bremen 3:1 gewonnen. Damit haben sich die Kraichgauer wichtige Punkte im Abstiegskampf gesichert. Für Werder Bremen werden die internationalen Plätze schwerer zu erreichen.

    Anton Stach (28. Minute), Tom Bischof (44.) und Gift Orban (63.) erzielten die Tore für die Hoffenheimer. Bremen war in der 7. Minute durch ein Eigentor von Gäste-Verteidiger Stanley Nsobi in Führung gegangen. 

    Durch die Niederlage bleibt Werder Zehnter, hat aber nun mindestens fünf Zähler Rückstand auf einen Europapokalplatz. Hoffenheim steht auf Platz 15 und ist punktgleich mit dem FC St. Pauli auf Platz 14.

    Die Spielberichte vom Samstag



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  • Bundesliga: Werder Bremen mit Pleite! Fans pfeifen Team in…

    Bundesliga: Werder Bremen mit Pleite! Fans pfeifen Team in…


    Hätte er mal die Beine zugemacht …

    Bremen verliert 1:3 gegen Hoffenheim. Bitter: Bremens Niklas Stark (29/nach Gelb-Rot-Sperre zurück) wird vor den ersten beiden Gegentoren getunnelt.

    Dabei legt Werder einen Start nach Maß hin – ohne eigenen Torschuss. Hoffenheim-Verteidiger Nsoki nickt vor Grüll eine Flanke von Bremens Startelf-Rückkehrer Schmid in Stürmer-Manier ins eigene Netz. 1:0 für Werder (7.).

    Ausgerechnet Nsoki! Schon beim spektakulären Hinspiel (4:3 für Bremen) hatte der Franzose beim Stand von 3:0 für Hoffenheim in der 18. Minute die Rote Karte gesehen und damit die spektakuläre Werder-Wende eingeleitet.

    Hoffenheim zeigt sich von dem frühen Eigentor unbeeindruckt. Stach gleicht per Flachschuss aus etwa 15 Metern durch die Beine von Stark zum 1:1 aus (28.). Und Bischof dreht das Spiel. Der zukünftige Bayern-Spieler trifft per Grätsch-Schuss aus knapp 17 Metern zum 2:1 für die TSG (44.) – erneut durch die Beine von Stark.

    Laute, deutliche Pfiffe der Werder-Fans beim Gang in die Kabine!

    Tom Bischof (19, M.) trifft durch die Beine von Niklas Stark (r.) zum 2:1 für Hoffenheim – sein Schuss hoppelt mit 70 km/h ins Netz

    Tom Bischof (19, M.) trifft durch die Beine von Niklas Stark (r.) zum 2:1 für Hoffenheim – sein Schuss hoppelt mit 70 km/h ins Netz

    Foto: WITTERS

    Bremen-Trainer Ole Werner reagiert mit drei Wechseln, bringt u.a. Winter-Neuzugang Silva für Ducksch – ungewöhnlich, angesichts der schwachen Leistung des Topscorers jedoch verständlich. Hilft aber nichts, Orban legt per Kopf aus etwa 4 Metern das 3:1 für Hoffenheim nach (63.).

    Ein Nachmittag zum Vergessen für Werder – diese Heim-Pleite tut richtig weh. Bremen bleibt 10., Hoffenheim holt drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.



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  • Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim im Liveticker:…

    Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim im Liveticker:…


     

    Hoffenheim-Trainer Christian Ilzer fordert von seinem Team eine Reaktion auf die heftige 0:4-Heimpleite gegen Union Berlin. „In dieser Form hat keiner damit gerechnet“, sagte llzer auf der Pressekonferenz. Bei Werder benötige sein Team „viel Aktivität, und wir dürfen den Glauben und die Zuversicht nicht verlieren.“

    Bei diesem Vorhaben setzt Ilzer auch auf Dennis Geiger, der nach dem Union-Spiel gewettert hatte: „Wir geben 90 Millionen aus. Und Wievielter sind wir? Viertletzter. Das kann natürlich nicht der Anspruch sein.“ Der Mittelfeldspieler habe sich aufgrund einer Frage im Frust zu der Aussage hinreißen lassen, „die absolut unpassend ist“, sagte Ilzer. 

    Doch Geiger sei ein Spieler, den er „auf keinen Fall verlieren“ wolle. „Ich verstehe, dass die Medienwelt Blut fließen sehen will“, nahm Ilzer Bezug auf die vielen Schlagzeilen ob der harschen Worte seines Profis. „Ich will auch Blut fließen sehen“, erklärte der Coach, „aber durch unsere Herzen. Blut, das mit Leidenschaft gefüllt ist.“

    Situation: Nach der  erwartbaren Niederlage in München braucht Werder einen Sieg, um im Rennen um die internationalen Plätze weiter mitzumischen. Hoffenheim steckt nach dem 0:4 gegen Union Berlin noch tiefer im Abstiegskampf.

    Statistik: Hoffenheim ist eine Art Angstgegner der Bremer. Werder wartet seit fast elf Jahren auf einen Heimsieg gegen die TSG. Der letzte datiert aus dem April 2014 (3:1)

    Personal: Die Personallage bei den  Bremern hat sich deutlich verbessert. Lediglich Kapitän Friedl (Innenbandzerrung) fällt weiter aus.

    Besonderes: Für Werder-Neuzugang Silva ist es das erste Heimspiel im grün-weißen Trikot. Nach dem Kurzeinsatz in München vor einer Woche soll die Leipzig-Leihgabe in der Startelf stehen.

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  • Bundesliga heute: Bremen – Hoffenheim LIVE im TV, Liveticker…

    Bundesliga heute: Bremen – Hoffenheim LIVE im TV, Liveticker…


    Der SV Werder Bremen empfängt heute die TSG Hoffenheim. Der Anstoß ist um 15:30 Uhr im Weserstadion. SPORT1 erklärt Ihnen, wo Sie das Spiel im TV, Livestream und Liveticker verfolgen können.

    Das heutige Duell zwischen dem SV Werder Bremen und der TSG Hoffenheim im Weserstadion birgt eine besondere Vorgeschichte. In der Hinrunde gelang den Bremern ein historisches Comeback, als sie einen 0:3-Rückstand nach nur zwölf Minuten in einen 4:3-Sieg verwandelten.

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    Jens Stage war der Held des Tages mit einem Dreierpack, seinem einzigen in 78 Bundesliga-Spielen. Diese Partie bleibt ein Highlight in Werders Bundesliga-Geschichte, da es das erste Mal war, dass sie einen Drei-Tore-Rückstand drehten.

    Bremen – Hoffenheim LIVE im TV, Livestream, Ticker

    • TV: DAZN
    • Livestream: DAZN
    • Liveticker: SPORT1

    Trotz des spektakulären Sieges in der Hinrunde hat Werder Bremen zu Hause gegen die TSG Hoffenheim in den letzten Jahren wenig Grund zur Freude gehabt. Die Bremer sind seit neun Bundesliga-Heimspielen gegen Hoffenheim sieglos, was die längste derartige Serie gegen einen aktuellen Bundesliga-Gegner nach dem FC Bayern München darstellt.

    Die Mannschaft von Ole Werner wird daher besonders motiviert sein, diese Serie heute zu durchbrechen und den ersten Heimsieg gegen die TSG seit langer Zeit zu feiern.

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    Marius Bülter als Werder-Schreck

    Ein Spieler, den die Bremer besonders im Auge behalten müssen, ist Marius Bülter von der TSG Hoffenheim. Bülter hat gegen keinen anderen Verein so oft getroffen wie gegen Werder Bremen.

    In der Hinrunde erzielte er einen Doppelpack gegen die Bremer, und auch in der Vergangenheit hat er mit einem Doppelpack für Union Berlin in Bremen auf sich aufmerksam gemacht. Hoffenheims Trainer Christian Ilzer wird hoffen, dass Bülter seine beeindruckende Bilanz gegen Werder fortsetzen kann, um wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sichern.

    Sonntagsfluch für beide Teams

    Sowohl Werder Bremen als auch die TSG Hoffenheim haben in dieser Saison Probleme an Sonntagen. Hoffenheim konnte in dieser Bundesliga-Saison noch kein einziges Sonntagsspiel gewinnen und ist damit in dieser Wertung aktuell das schwächste Team der Liga.

    Werder Bremen hat seine letzten drei Sonntagsspiele allesamt verloren. Dieses Duell könnte also für beide Mannschaften die Gelegenheit bieten, ihren Sonntagsfluch zu brechen und wichtige Punkte zu sammeln, um ihre jeweiligen Saisonziele zu erreichen.

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    Wird SV Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim heute im Free-TV übertragen?

    Nein, das Spiel wird nicht im Free-TV zu sehen sein.

    Bundesliga heute: Wo wird SVW gegen TSG im TV & Stream übertragen?

    Das Spiel kann live bei DAZN verfolgt werden.

    Bundesliga: SV Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim im Liveticker bei SPORT1 verfolgen

    Sie können das Spiel im Liveticker auf SPORT1 verfolgen. Klicken Sie auf den Link, um zum Liveticker zu gelangen: SV Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim im Liveticker bei SPORT1

    Möchten Sie auch andere Bundesliga-Partien im Ticker verfolgen, können Sie in unserer Liveticker-Übersicht fündig werden.

    Highlights auf den digitalen SPORT1 Plattformen

    SPORT1 bietet neben dem Topspiel der 2. Bundesliga im Free-TV auch eine umfangreiche Highlight-Berichterstattung zur Bundesliga!

    Fans können auf den digitalen Kanälen von SPORT1 jeweils ab Montag, 0:00 Uhr, on-demand alle Highlights des jeweiligen Spieltags in Videoclips erleben.

    Die Highlight-Videos stehen anschließend bis zum Saisonende zur freien Verfügung auf Abruf.



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  • Werder Bremen sondiert den Trainermarkt

    Werder Bremen sondiert den Trainermarkt


    Namen wollen sie keine kommentieren bei Werder, und wenn das anders wäre, kämen sie aus dem Kommentieren kaum mehr raus: Seit der Abschied von Thomas Horsch als Cheftrainer der Bremer Frauenbundesliga-Mannschaft bekannt ist, stehen die Telefone von Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz und Frauen-Abteilungsleiterin Birte Brüggemann nicht mehr still. Es melden sich Trainer, Trainerinnen und Berater. Sie bringen sich oder ihre Klienten in Stellung.

    „Die ersten Bewerbungen für die Trainerposition sind schon eingegangen“, bestätigt Birte Brüggemann, „da sind auch einige interessante Namen dabei. Aber wie bei der Zusammenstellung eines Kaders, haben wir grundsätzlich auch einen guten Überblick über den Trainermarkt, um auf alle Szenarien vorbereitet zu sein. Seit Thomas uns informiert hat, sondieren wir den Markt nun intensiver nach verschiedenen Möglichkeiten und Lösungen.“

    Auch wenn Mannschaft und Öffentlichkeit erst in dieser Woche informiert wurden – intern war der Trainerwechsel schon länger klar. Vor etwa drei Wochen erklärte Horsch seinen Vorgesetzten bei Werder, dass er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Insgesamt war er dann acht Jahre für den Verein im Einsatz, erst als Co-Trainer von Florian Kohfeldt bei den Männern, dann als Cheftrainer der Frauen. Kader und Spielweise tragen seine Handschrift, deshalb war klar, dass Horsch das Interesse anderer Vereine im Zukunftsmarkt Frauenfußball wecken würde. Nach Informationen des WESER-KURIER hat er aber noch mit keinem anderen Verein eine Einigung erzielt, auch die Gerüchte über einen Wechsel zum Frauen-Spitzenklub VfL Wolfsburg sind derzeit eben genau das: Gerüchte.

    Sehr wahrscheinlich ist, dass sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin in Bremen schon bald feststeht. Die Gespräche seien bereits angelaufen, bestätigt Clemens Fritz. Gemeinsam mit Birte Brüggemann wurde eine Short-List erstellt, wie Werder das bei der Besetzung von Führungspositionen gerne bezeichnet. Brüggemann erklärt: „Gerade im Frauenfußball ist die Trainerposition eine Schlüsselposition, deshalb wollen wir die Nachfolge von Thomas Horsch schnellstmöglich klären.“ Idealerweise soll der neue Trainer oder die neue Trainerin auch bei der Kaderplanung für die neue Saison schon direkt mit eingebunden sein.

    Eta ist keine heiße Spur

    Wie aus dem Umfeld ihres jetzigen Vereins Union Berlin zu hören ist, soll die langjährige Bremerin Marie-Louise Eta dabei keine Rolle spielen. Dieser Gedanke wird bei Werder nicht weiterverfolgt. Es deutet aber dennoch alles auf eine externe Lösung hin. Für Fritz ist vor allem das große Ganze wichtig: Er hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenfußball bei Werder größer und erfolgreicher zu machen. Daran soll sich auch in der neuen Konstellation nichts ändern. Fritz: „Wir wollen dauerhaft eine gute Rolle in der Frauen-Bundesliga spielen.“

    Am Sonntag spielt die Bremer Mannschaft, mit ihrem Trainer Thomas Horsch, beim FC Bayern (15.15 Uhr, live bei Magentasport und Dazn). Ob es dabei zum Duell mit der langjährigen Werder-Kapitänin Michelle Ulbrich kommt, bleibt abzuwarten. Seit ihrem Wechsel im Januar zum FC Bayern hat sie dort noch keine Pflichtspielsekunde gespielt.

    Derweil wartet Werder auf die Auslosung des Halbfinales im DFB-Pokal am Montagabend in Köln (ab 20.30 Uhr in der Sky-Sendung “Nachspielzeit”). Im Falle eines Heimspiels würde Werder die Partie eventuell verlegen, weil am Halbfinal-Wochenende 22./23. März in Bremen das Abschiedsspiel von Diego stattfindet. Im Lostopf sind neben dem HSV auch der FC Bayern sowie die TSG Hoffenheim. Je nach Los könnte ein Halbfinale auch auf Platz 11 gespielt werden.

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